Ist Homosexualität erblich?

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon impetus » 10 Dez 2008, 17:56

Mhm, dann sind Männer vielleicht das aufregende Unbekannte in deinem Leben. ;) Das was man jeden Tag vor Augen hat, ist ja nie so interessant wie das Exotische...

Jedenfalls glaube ich schon, dass du da Recht hast - das Umfeld, bzw. was man so als kleines Kind in geschlechtlicher Hinsicht treibt, wird nicht ohne Einfluss bleiben.
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Re: Ist Homosexualität erblich?

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Mint » 11 Dez 2008, 19:05

Cityboy hat geschrieben:ich weis nicht ob so etwas auf ein baby bzw. kind auswirken kann.

Man geht ja heute davon aus, das Homosexualität schon im Mutterleib festgelegt wird. Dabei spielen Gene noch die kleinste Rolle. Viel wichtiger sind spezielle Hormoncocktails und bestimmte Gehirnschaltungen, die das spätere Verhalten prägen.
Du gehst davon aus, das eventuell deine Situation in der Kindheit dich schwul gemacht hat. Wahrscheinlich war es aber andersrum. Du hast dich vielleicht unterbewusst nie mit Jungs abgegeben und dich automatisch mit Mädchen befreundet (siehe Kindergarten). Die Möglichkeit, dich mit Jungs zu befreunden, hat es doch sicher gegeben, du bist nur nicht aufgrund deiner Veranlagung darauf eingegangen (ob bewusst oder unterbewusst).
Deine Familienverhältnisse haben mit der Sache auch nichts zu tun. Es gibt bestimmt genug Schwule, bei denen der Vater immer da war oder die keine Schwester haben. Mein Vater ist zwar auch oft weg wegen seiner Arbeit aber ich habe nur nen kleinen Bruder.
Deine Konstellation gibt es sicher auch oft bei Schwulen, aber das ist dann eher Zufall...

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Cityboy » 11 Dez 2008, 19:16

Ja kann auch gut sein , wie gesagt ich weis es schließlich einfach nicht.
eig ist es mir auch egal ich find es wirklich besser als wenn ich hete wäre das könnte ich mir inzwischen nicht annähernd mehr vorstellen^^ 8)
Ein schwuler Sohn ist das Ergebnis von guter Erziehung und edler Abstammung!;) *

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon blablub » 11 Dez 2008, 23:16

Ich hab mal gehört, dass Homosexualität bei der Schwangerschaft entsteht, wenn die Mutter extrem viel Stress hat, weil dann ganz viel Kortisol ausgeschüttet wird, was ja auch in den Blutkreislauf des Embryos gelangt. Irgendwie hört sich das aber nicht sehr glaubwürdig an...
Naja - bei mir würds passen. Meine Mutter hatte ganz viel Stress während der Schwangerschaft.

...gibts hier im Forum keine Medizinstudenten???
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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Mint » 11 Dez 2008, 23:49

Das ist komisch. Soviel ich weiß, wird das Kind bei viel Stress in der Schwangerschaft wegen der Hormonausschüttung später mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Leistungssportler. Von Homosexualität war da eigentlich nicht die Rede...? :)

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon lavalamp » 02 Jan 2009, 19:59

also ich sag nur so viel, nur rein von der eziehung kanns nicht sein, weil zb im iran gibts auch schwule und glaubt ihr dass es im iran leute gibt, die ihre kinder so erziehen? wahrscheinlich eher weniger. oder es gibt auch schwule, deren eltern homophob sind, wie will da dann ne erziehung einfluss gehabt haben?
also ich seh das ähnlich wie in dem artikel würde vll sagen 80% vererbung 20% erfahrung

lg
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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon tricks » 02 Jan 2009, 23:17

lavalamp hat geschrieben:oder es gibt auch schwule, deren eltern homophob sind, wie will da dann ne erziehung einfluss gehabt haben?

lg

rebellion^^
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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon lavalamp » 06 Jan 2009, 19:25

tricks hat geschrieben:
lavalamp hat geschrieben:oder es gibt auch schwule, deren eltern homophob sind, wie will da dann ne erziehung einfluss gehabt haben?

lg

rebellion^^
Mami: Wehe du wirst schwul
Kindchen: Ok... jetzt werd ich absichtlich schwul


Des wär aber ziemlich blöd von dem kindchen :lol:
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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon PetriHeil » 07 Jan 2009, 22:36

Also bei mir war das so, dass ich meine Mutter als sehr große Bezugsperson hatte so mit 4-7 Jahren und später auch noch... Da ist ja laut Freud die ödipale Phase, in der man die Geschlechterrolle erlernt... Und mein Vater war eben recht oft nicht da weil er auswärts gearbeitet hat...
Mit Jungs hab ich auch kaum gespielt, Fußball und so mochte ich GARNICHT (und jetz auch noch nich^^), mein papa hat mir nie so "Sport unter Männern" und so gezeigt und so.^^
Ich hab am liebsten mit Lego und so gespielt, also eher kreativ. Ich habe später dann auch sehr viel gemalt und gebastelt (so 2./3. Klasse). Auch jetz bin ich noch sehr kreativ (Musik machen, malen, schreiben, ...).
Und ich hab mit so Alladin und Jasmin Puppen gespielt von Disney/Barbie... Den Alladin hab ich immer ausgezogen und ich fand den viel toller.^^
Zur 5. Klasse kam ich dann auf son Jungsinternat und so in der 6. Klasse sammelte ich erste Erfahrungen mit Jungs, aber "bewusst schwul" war ich da noch nicht... Dann wurde ich aber von allen verarscht und habs unterdrückt...
Ich hatte aber auch nie so die wirkliche Faszination für Titten und Muschis... Mittlerweile find ich muschis ekelig.^^
Ich hab soweit ich weiß nur einen schwulen Cousin...


Aber mir tut sich ne weitere Frage auf:
Macht es überhaupt sinn über die Vererblichkeit der Homosexualität zu diskutieren, wenn ausgegangen wird dass jeder im grunde BI ist???
Das sagt ja die Wissenschaft.
Bei manchen ists halt 99/1, 95/5, 18/82, 50/50, 0/0 oder wie auch immer^^... Die verteilung is halt bei jedem anders... Dann sollte man eher erörtern wie bei jedem die Verteilung individuell zustande kommt?

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Lysias » 11 Jan 2009, 13:51

Zu diesem Thema habe ich mir eine Dokumentation angesehen bei Youtube, die mal auf N24 lief.

Teil 1: http://www.youtube.com/watch?v=_eosVWQpdeU
Teil 2: http://www.youtube.com/watch?v=Vr--KKs6 ... re=related

Bis auf den erotischen Liebesszenen kann ich dieser Doku wenig abgewinnen. Ich kann zwar verstehen, dass man nach Ursachen forscht, aber diese Ursachenforschung sollte ihre Grenzen haben. Nehmen wir mal an, es käme herraus, dass Homosexualität ein Gendefekt sei. Wenn es ein Defekt ist, dauert es nicht mehr lange, bis es Forscher gibt, die diesen Defekt heilen wollen, und das käme doch allen Schwulen- und Lesbenhassern gerade recht. Daher hoffe ich inständig, dass das Schwulsein ein Teil der Seele ist, die für die Naturwissenschaft ohnehin unantastbar ist.

"Better to take pleasure in a rose than to put its root under a microscope."
Oscar Wilde (1854 - 1900), schwuler Schriftsteller

Oder anders gesagt: "Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Martin28a » 14 Jan 2009, 05:26

Susi hat geschrieben:Das ist ein Thema, was mich schon seit langem beschäftigt. Ihr habt sicher Erfahrungen, die mir fehlen.

Gibt es Umfragen, Statistiken über dieses Thema?

Es kann noch kein Zufall sein, wenn ein Vater und auch sein Sohn schwul ist.

Helft mir mal mit euren Erlebten und berichtet doch mal bitte.


Ich glaube, ich habe mal gelesen, dass das an der Eizelle und dem jeweiligen Sperma liegt, wenn da was nich passt oder die Mutter bei der Schwangerschaft nervös war, prägt sich so was irgendwie ins Gehirn ein

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon Nocnoc » 15 Dez 2014, 21:39

Also unser Bio Lehrer hat uns im Unterricht mal etwas in die richtung gesagt dass homosexualität in prozentualer abhängigkeit zur Bevölkerungsdichte steht und Kinder deren Eltern vor der Schwangerschaft in Großstädten gelebt haben öfter homosexuel sind als Kinder von Leuten aus ländlichen Gegenden, und das homosexualität ein Bevölkerungsregulierungsinstrument der Natur ist und somit Überbevölkerung einzelner Gebiete verhindern soll.

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon gutgelaunt » 15 Dez 2014, 22:06

Also da streitet sich die Wissenschaft ja bis heute, wo genau die Ursache liegt. Fakt ist, es kann nicht 100% eine gentische Ursache haben, denn sowas wie ein "Schwulengen" ist nie lokalisiert worden. Der Grundaufbau zwischen hetero- und homosexuellem Genom (Erbgut) ist wohl gleich. Auch ist nie eine Hirnveränderung lokalisiert worden.

Aktuell macht für mich eine epigentische Ursache am meisten Sinn. D.h. das Genom bleibt gleich, wird aber von entstehenden chemischen Verbindungen moduliert, sodass man eben mehr auf Männer steht und die Regionen, die einen heterosexuell machen einfach abgeschaltet werden. Da sind sie aber noch. Das Genom bleibt gleich. Sie können nur vom Körper nicht mehr abgelesen werden und sind für die Ableseenzyme blockiert.

Wenn dem so ist, dann kann Homosexualität erblich sein, muss es aber nicht. Das gäbe eine Antwort auf viele Statistiken.

Das Land- oder Stadtleben den Unterschied macht, macht für mich gar keinen Sinn. Wo sollte dann da der Unterschied liegen? Ich habe noch keine Statistik gesehen, die das belegen würde.

Aber ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, wenn irgendwo eine sinnvollere Theorie aufgestellt wird.

Aber muss man das überhaupt? Es ist genau wie mit der Liebe. Das hat sowas romantisches. Da brauche ich keine chemische Reaktion, die die Liebe erklärt. Das wäre ja fürchterlich :D. Schwul ist schwul und es ist doch ganz schön so zu sein. Belassen wirs doch dabei ;)
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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon IceCrow » 15 Dez 2014, 22:11

Ich habe mal gehört, das Homosexualität eine genetische Prädisposition sei. Und damit teilweise vererbbar. Aber ich weiß nicht wo ich das gelesen habe, ist ja auch eigentlich egal.
Die deutsche Sprache ist Freeware, du kannst sie benutzen, ohne dafür zu bezahlen. Sie ist aber nicht Open Source, also darfst du sie nicht verändern, wie es dir gerade passt.

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Re: Ist Homosexualität erblich?

Beitragvon HollowMan » 16 Dez 2014, 00:48

also ich habe gelesen, dass studien an fruchtfliegen ergeben haben, dass eine genetische mutation in einer population, die sich um 1% schlechter fortpflanzt als die andere, nach ca. 1000 generationen so gut wie ausgestorben ist.
wenn also homosexualität verebbar wäre und 99 von 100 schwulen kinder bekämen, dann gäbe es nach 1000 generationen keine homosexuellen mehr.
es bekommen aber wesentlich weniger schwule kinder, weshalb wir schon längst ausgestorben wären, wenn homosexualität vererbbar wäre.

Ich finde dieses ganze pseudowissenschaftliche gerede über die vererbbarkeit von homosexualität dumm. das befördert nur einen neuen darwinismus.

es wäre denkbar, dass homosexualität psychologisch und epigenetisch bedingt ist. epigenetik hat aber wenig mit vererbung zu tun, sondern mehr mit der reaktion des genoms auf umwelteinflüsse.

eine epigentische prädisposition ist allerdings vererbbar, manchmal (das ist noch nicht hinreichend erforscht, es gibt bisher nur die theorie, dass epigenitsche veränderung unter bestimmten bedingungen vererbt werden könnten). damit scheidet vererbung als alleinige, oder von bedeutendem einfluss seiende ursache aus.

ich denke homosexualiät, oder generell sexualität, wird vornehmlich unterbewusst durch das soziale umfeld und erfahrungen im gesamten lebensverlauf geprägt.
Zen behauptet, Buddhismus zu sein, doch alle in den Sutras und Shastras dargelegten buddhistischen Lehren werden vom Zen als bloßes Papier betrachtet.

Re: Ist Homosexualität erblich?

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