Exo-Mars Kepler-138b: Nun auch mit Masse

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Exo-Mars Kepler-138b: Nun auch mit Masse

Beitragvon PurpleGecko » 22 Jun 2015, 17:44

Die Suche nach Leben im All, und damit in erster Linie nach Exoplaneten (also Planeten außerhalb unseres Sonnensystems) geht weiter. Die Gewinnung von Messgrößen ist dabei aber nicht immer einfach. Gerade bei kleineren Exoplaneten gestaltet sich z.B. eine Bestimmung der Masse oft schwierig.

Nun ist es erstmals gelungen, die Masse eines Planeten zu messen, der kleiner als die Erde ist: Kepler-138b besitzt ungefähr 7% der Erdmasse, womit er - übrigens auch in puncto Durchmesser - ungefähr dem Mars entspricht. Ob es auf diesem Planeten Leben gibt, ist allerdings fraglich: zwar lässt seine Dichte vermuten, dass es sich um einen Gesteinsplaneten handelt, andererseits spricht seine Nähe zum Mutterstern eher dafür, dass es auf Kepler-138b höllisch heiß ist.

Nähere Infos gibt’s hier:

http://www.pro-physik.de/details/news/8 ... puert.html

http://www.nasa.gov/image-feature/mars- ... ets-a-mass

Was glaubt ihr? Wann wird der erste Exoplanet gefunden, auf dem Leben wirklich wahrscheinlich ist?
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Exo-Mars Kepler-138b: Nun auch mit Masse

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Re: Exo-Mars Kepler-138b: Nun auch mit Masse

Beitragvon michael90 » 22 Jun 2015, 20:59

Ich glaube, dass die Frage, wann ein lebensfreundlicher Planet entdeckt wird, etwas zu speziell ist; allgemeiner finde ich die Frage, ob außerirdisches Leben existiert, spannender. Dazu haben die meisten schätzungsweise eher eine Vorstellung.
Neulich habe ich dazu den von dir empfohlenen Artikel zum Fermi-Paradoxon (Wiki weiß mehr) gelesen, in dem schon so einiges Spannendes drin stand, auch nachvollziehbar.

Ich glaube ja, dass wir nicht wirklich allein im All sind, wenn auch außerirdisches Leben sich nur als Einzeller unterm Elektronenmikroskop darstellen könnte. In diesem Zusammenhang finde ich die grundlegenden Fragen im Zusammenhang mit dem "Welt"-all extrem spannend: Hat der Weltraum ein Ende? Und wenn ja, was ist dahinter? Hatte das Weltall einen Anfang? Und wenn ja, was war davor?

Immer weiter in die Tiefen des Weltraums zu sehen und möglicherweise eines Tages Antworten auf diese Fragen zu finden, liefert Erkenntnisse ureigensten Daseins. Aber wann genau das sein wird, das weiß nur Gott (vielleicht findet man ihn ja bei der Suche oben im Himmelszelt;)), über Spekulationen kommt man, meine ich, jedenfalls bei der Diskussion nicht hinaus.
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Re: Exo-Mars Kepler-138b: Nun auch mit Masse

Beitragvon PurpleGecko » 13 Jul 2015, 23:28

michael90 hat geschrieben:Ich glaube, dass die Frage, wann ein lebensfreundlicher Planet entdeckt wird, etwas zu speziell ist

Vielleicht ist sie gar nicht mal so speziell. Die Exoplanetensuche ist seit Jahren am Laufen, und unter den doch schon zahlreichen Funden gibt es einige Planeten, die wenigstens punktuell der Erde nicht ganz unähnlich sind. Gern versucht man dann die Bewohnbarkeit mithilfe von Vergleichszahlen irgendwie abzuschätzen. Die Universität von Puerto Rico hat dazu eine Datenbank erstellt, die sich hier findet, bzw. eingedeutscht auch hier. Das englische Pendant ist etwas umfangreicher und ausführlicher: https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_p ... nets#Table . Viele dieser Planeten wurden erst in den letzten Jahren entdeckt. Wer weiß, ob uns in den kommenden Jahren vielleicht ein haushoher Glücksfund ereilt.

michael90 hat geschrieben:Ich glaube ja, dass wir nicht wirklich allein im All sind, wenn auch außerirdisches Leben sich nur als Einzeller unterm Elektronenmikroskop darstellen könnte.

Die Vermutung habe ich auch. Das Universum ist riesig, und es gibt unheimlich viele Sonnensysteme da draußen, wohl auch unzählige bewohnbare. (Man braucht sich nur ansehen, wie viele Galaxienhaufen es gibt, wie viele Galaxien diese umfassen und wie viele Sterne sich dann in jeder einzelnen davon befinden ....) Ich halte es für gut möglich, dass sich irgendwo da draußen auch intelligentes Leben entwickelt hat, einer Kontaktaufnahme dürfte aber die "mickrige" Lichtgeschwindigkeit im Wege stehen.

michael90 hat geschrieben:In diesem Zusammenhang finde ich die grundlegenden Fragen im Zusammenhang mit dem "Welt"-all extrem spannend: Hat der Weltraum ein Ende? Und wenn ja, was ist dahinter? Hatte das Weltall einen Anfang? Und wenn ja, was war davor?

Solche Themen sind - je nachdem, für wie physikalisch man die Fragestellung ansieht - stellenweise immer noch Zankäpfel. Die verbreiteteste Ansicht ist, dass unser Universum (und damit Raum und Zeit) aus einer Anfangssingularität (vulgo: Urknall) heraus entstanden ist, und die Frage, was "vorher" oder "außerhalb" des Universums sein könnte, physikalisch nicht sinnvoll ist. Die Popularität dieser Theorie folgt vermutlich daraus, dass der Big Bang bislang die wohl plausibelste Erklärung für die empirisch beobachteten Messdaten ist.
Nichtsdestoweniger gibt es genug Konkurrenztheorien oder eher pseudowissenschaftliche Ansichten darüber, wie das All entstanden sein könnte. Speziell was Paralleluniversen angeht, ist wohl tatsächlich viel Spekulation im Spiel. Auch hier kann man sich fragen, wie wissenschaftlich eine solche Diskussion ist, ob solche Gedankengebäude überhaupt falsifizierbar sind.
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