Definition Homosexualität

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Hodor
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Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 13 Jul 2016, 22:59

Guten Tag Boypoint-Forum,

Wie vielleicht einigen von euch auch, stellt sich mir die Frage, was es bedeutet schwul zu sein.
In den Medien und in der Wissenschaft wird Homosexualität über die sexuelle Anziehung des eigenen Geschlechts definiert.
Ich bin mit dieser Definition nicht zufrieden. Meiner Meinung nach gibt es viel größere Unterschiede zwsichen Schwulen und Heterosexuellen. Nicht nur bzgl. der gleichgeschlechtlichen Attraktivität sondern auch zahlreicher äußerlicher Unterschiede. Ich meine woran erkennt ihr ob jemand schwul ist oder nicht ? Ich merke das vor allem am Gesicht, an der Gangart, oft an der Stimme und am Körperbau. Alles irgendwie "verweiblicht". Ich verstehe nicht, warum Wissenschaftler das nicht in ihre Definition mit aufnehmen. Warum wird nach Genen gesucht, die die Sexualität ausprägen, aber nicht nach den anderen Kriterien (Weiblichkeit, aber richtige Weiblichkeit). Ich empfinde den Umgang mit Homosexualität in unserer Gesellschaft als unzureichend. Es werden Schwule toleriert: wenn man schwul ist, ist das kein Problem. Wenn man jedoch schwul ist, jedoch aus unterschiedlichsten Gründen seine Sexualität nicht ausleben möchte und stattdessen mit Frauen schläft, ist man nicht mehr schwul. So geht es jedenfalls in den Medien zur Sache. Gerade heutzutage ist es doch extrem wichtig,"Homosexualität", was auch immer es bedeuten mag, es bedeutet für mich jedenfalls viel mehr als nur Sexualität, eben auch Charakter und Körperliches, an der Wurzel zu packen und exakt zu definieren. Gerade wo die Schwulen Community nach Aufklärung in Schulen verlangt, sollte man sich mal schwule Männer genau angucken und nicht nur nach ihrer Aussage zu ihrer Sexualität gehen. Aber nein, wenn es um Forschung in Sachen Homosexualität geht und man endlich die Ursache gefunden hat, bekommen die Schwulen Angst, dass man wahrscheinlich schwule Babys abtreiben wird. Höchstwahrscheinlich würde das auch passieren. Die Sache mit den Rechten der Homosexualität ist ein zweischneidiges Schwert: Durch Aufklärung wird man wahrscheinlich noch mehr diskriminiert. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber enige Schwule,darunter ich, haben eine ziemlich lausige Lebensqualität und ich bin garantiert nicht der Schwule, der schon immer gewusst hat, dass er schwul ist, der in der Schule gemobbt worden ist und der auch niemals in einer Frau drin war. Stellt euch mal vor, wie viel Kohle einige Eltern bezahlen würden, um ihre Embryos durch gene splicing heterosexuell zu machen. Was für ein Geschäft dadurch entstehen würde. Wahrscheinlich ein ähnlich erfolgreiches, wie das der Schönheitschirurgie. Was bedeutet für euch "Homosexualität"?

Definition Homosexualität

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Joyful » 14 Jul 2016, 00:25

Huch, du bist der Meinung dass man Homosexualität auch an Gesicht, Stimme, Gangart...etc merkt? Also ich bin da anderer Meinung. Zugegeben, bei Einigen ist es eindeutig der Fall. Da kommt jemand in den Raum, oder du hörst nur seine Stimme und weißt, dass er schwul ist. Das würde ich aber nicht generalisieren. Um ehrlich zu sein klingt das für mich schon fast, als wenn du nicht so viele Schwule kennen gelernt hast in deinem Leben. Das ist jetzt absolut nicht böse gemeint. Aber ich habe schon so viele Homosexuelle kennen gelernt, bei denen man es im Leben nicht glauben würde. Bei denen man es nichtmal glauben kann, wenn man es weiß. Weil sie eben kein einziges dieser stereotypischen Merkmale erfüllen. Und ich glaub generell dass die Gesellschaft diese stereotypischen Bilder dadurch hat, dass sie auch nur die als Schwul erkennt, die so sind. Wenn jemand an einem Tag 10 Schwulen in der Stadt über den Weg läuft, die er nicht persönlich kennt, und drei davon erfüllen jedes Klischee, dann wird er am Ende des Tages denken ,,Ich bin heute drei Schwulen begegnet. Und die waren alle so extreme Stereotypen.'' Von den anderen 7 hat er keine Ahnung, weil er sie nicht erkannt hat. Es gibt ja auch viele Schwule die sich davon massiv gestört fühlen. Dass von ihnen erwartet wird, dass sie rosa und Einhörner mögen, nur weil sie Schwul sind, obwohl sie damit nichts anfangen können. Genauso hatte ich an der Schule auch Freunde, die absolut Hetero sind und trotzdem ,,weibliche Dinge'' wie My little Pony oder die Barbiefilme bei SuperRTL mochten. Nur würden sie das niemals im Leben jemandem erzählen, mit dem sie nicht wirklich eng befreundet sind.
Ich persönlich habe ein paar wenige ,,als weiblich geltende Merkmale'' wie, dass ich mich für Mode interessiere und the Bodyshop das Paradies für mich ist. Diese Eigenschaften haben aber weniger damit zutun, dass ich auf Männer stehe, oder wenn nur indirekt. Eigentlich bin ich bis zu meinem 13 Lebensjahr der größte Klischeejunge gewesen. Ich habe Fußball und Monstertrucks geliebt, und mich auch gerne mal beim Sport richtig in den Dreck geworfen, auch wenn ich dann den ganzen Tag in der Schule so rum rennen musste. Jedenfalls habe ich meine ,,weiblichen Eigenschaften'' erst erlangt, als meine zwei besten Freunde die Schule gewechselt haben und ich dann von den Jungs immer mehr ausgegrenzt wurde, weil ich nie eine Freundin hatte und mich nicht für sowas interessiert hab. Dann hat mich irgendwie die Mädchenclique unter ihre Fittiche genommen und ich habe deren Zeug erst wiederwillig mitgemacht, damit ich überhaupt Freunde habe, habe dann aber mit der Zeit an einigem Gefallen gefunden. Ich glaube wäre ich damals nicht von den Jungen ausgegrenzt worden, hätte ich bis heute nicht eine einzige ,,weibliche'' Charaktereigenschaft.
Auch finde ich die Definition ,,was ist männlich - was ist weiblich'' nicht sehr genau. Es ist doch nur von der Kultur abhängig: im alten Ägypten trugen die Männer Eyeliner, amerikanische Ureinwohner trugen lange Haare und Schotten tragen auf Volksfesten ,,Röcke''. Auch war es im Mittelalter üblich, dass adelige Neugeborene Jungen Rosa Kleidchen hatten und die Mädchen hellbau. (Wurde mir auf einer Burgbesichtigung erklärt.) Genau wie es in Spanien voll in Ordnung ist, wenn sich ein Mann die Beine rasiert und in Brasilien sogar ,,pflicht'', während es in Deutschland absolut undenkbar wäre ohne gleich als ,,weiblich'' zu gelten.
Trotzdem Stimme ich mit deiner Meinung über ein, dass so was wahrscheinlich angeboren ist. Ob das wirklich in dem Sinne ,,in den Genen'' steckt, dass ist dann aber Definitionssache. Forscher streiten sich ja auch darüber, ob Vorlieben und Begabung in den Genen steckt. Ob es wirklich eine ,,Ursache'' hat, da bin ich mir auch nicht so sicher. Ich glaube irgendwie, dass in den meisten Menschen irgendwie ,,etwas bi-sexuelles'' steckt. Es gibt so viele Leute die sagen, oder sogar hier im Forum schreiben: ,,Ich bin nicht schwul ABER ich könnte mir vorstellen mit einem Jungen dies und das zu tun.'' Tut mir Leid aber würde man wirklich absolut garnicht auf das eigene Geschlecht stehen, würde man das wohl kaum machen wollen. Genau wie sich auch heterosexuelle Frauen in der Disco küssen. Und bei einem Hetero Sexuellen P*rno schauen die Leute immer auch zur hälfte dem eigenen Geschlecht dabei zu. Ich glaube es gibt nicht nur Schwul, Bi und Hetero. Es gibt alles dazwischen und wirklich 100% Hetero sind die allerwenigsten. Zumindest vermute ich das. Auch diese ganzen ,,Homo-Gegner'' haben immer solche ,,Argumente'' wie: ,,blablabla wenn ein Kind Homosexuelle in seiner instabilen Phase sieht wird es auch homosexuell blabla'' Jemand der sich selbst seiner Orientierung 100% sicher ist, würde nicht mal auf die Idee kommen, so was zusagen.
Also um auf den Punkt zu kommen: Meiner Meinung nach gibt es ,,die eine Definition Homosexualität'' nicht. Genauso wie es auch nicht ,,die eine Art und Weise'' gibt, wie ein Homosexueller es empfindet, zu sich selbst findet oder charakterlich drauf ist. Im Großen und Ganzen finde ich es auch relativ unwichtig, man muss nicht immer alles genau definieren. Es reicht mir, dass ich über meine eigene Sexualität bescheid weiß. Mehr braucht man nicht zu wissen.
Für mich ist es eigentlich egal und unwichtig, das Wort richtig zu definieren. Das kann von mir aus jeder für sich selbst tun, wie er möchte. Der eine hatte schon 3 Beziehungen mit Frauen und sagt dann, er ist ja eigentlich schwul. Der Andere könnte niemals im Leben eine nackte Frau anfassen, geschweige denn irgendwas sexuelles mit ihr haben und der sagt dann vielleicht, dass der Erste unmöglich schwul sein. Der Dritte sagt vielleicht er ist Schwul aber will mal was mit einer Frau ausprobieren. So was liest man alles, wenn man sich ein bisschen in Foren umschaut. Jeder empfindet es anders und jeder findet seinen Weg es zu wissen anders. Und ich finde das okay. Ich kann nicht alles nachvollziehen aber das muss ich auch nicht. Es ist die Sexualität anderer Leute und das ist deren Sache, nicht meine. Und ich wünschte die Menschheit würde allgemein mal so denken: Nicht, der ist Hetero und der Schwul, also lasst ihn uns schlechter behandeln. Sondern einfach nur: Wir sind alle Menschen und lieben alle Menschen.
Ob die Aufklärung für mehr Diskriminierung sorgt, kommt vielleicht darauf an, wie und wann man es macht. Einmal habe ich eine Mutter ihrem Kleinkind in der Bücherei ein Buch vorlesen hören. Und sie hat vorgelesen: ,,Es gib manche Männer, die sich in einen Mann verlieben, und manche Frauen, die sich in eine Frau verlieben-'' Und das fand ich irgendwie total süß und rührend. Da verstehe ich auch nicht, wo da das Problem ist, es einem Kind zu erklären. Es muss doch einfach nur von Klein auf lernen, dass das normal ist. Genau wie auch in vielen Kinderserien darauf geachtet wird, dass die Protagonisten verschiedene Herkünfte und hautfarben haben.

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 14 Jul 2016, 01:12

Im Großen und Ganzen finde ich es auch relativ unwichtig, man muss nicht immer alles genau definieren.

Ich muss dir da widersprechen. Es gibt einige bekannte Persönlichkeiten, die schwul sind, es verleugnen, es sich nie eingestehen und dadurch psychische probleme bekommen.
Nehmen wir Micheal Jackson. Meiner Meinung nach offensichtlich schwul. Hat sich sein Gesicht verunstaltet, um seiner Meinung nach "weißer" zu sein.
Bullshit, finde ich. Ich sehe eher darin den Wunsch, jemand ganz anderes zu sein. Jemand heterosexuelles.
Prince, der vor kurzem starb, Drogenprobleme. Aus meinem Bekanntenkreis kenne ich sich-selber-nicht-eingestandene Lesben, die magersüchtig sind.
Ebenso schwule, die eine Freundin haben und ihr Leben nicht auf die Reihe kriegen. Man könnte solchen Menschen nicht einfach sagen: du bist schwul und akzeptier es. Es muss einen anderen Nachweis geben.

Also um auf den Punkt zu kommen: Meiner Meinung nach gibt es ,,die eine Definition Homosexualität'' nicht.


Es geht nicht um eine Definition der Homosexualität, sondern dessen was in den Medien als "Homosexualität" gilt. Homosexualität ist für mich nur ein Teil dessen, was Homosexuelle ausmacht. Für mich fehlt vielmehr das Körperliche, das was man in den Gesichter anderer sieht. Und vor allem beim Verhalten.

Denk doch mal an die Eigenschaften, die dich von den Jungs aus deiner Klasse unterschieden haben. Das war bestimmt nicht nur deine Vorliebe für Jungs.

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Joyful » 14 Jul 2016, 11:42

Ich glaube nicht, dass Michael Jackson schwul war. Glaube auch nicht, dass er sich umoperiert hat, um ,,Heterosexuell'' zu sein. So ein Unsinn. Das Aussehen macht ihn ja nicht zu einem anders empfindenden Menschen. Der Grund warum er sich so verändern wollte ist, weil er einen großen Hass auf seinen Vater hatte, der ihn als Kind misshandelt hat und ihm nicht ähnlich sehen wollte.
Das Prince eventuell schwul oder bi-sexuell war, könnte ich mir sogar vorstellen. Aber auch Heterosexuelle werden Magersüchtig und Drogenabhängig. Da habe ich auch welche in meinem Bekanntenkreis.

,,Es geht nicht um die Definition der Homosexualität'' ? Dann lies noch mal den Titel den du gewählt hast. Wieso ist es für dich überhaupt wichtig, wie die Medien oder andere es definieren? Jemand, der es nicht selbst ist, wird es nie definieren können. Dir kann niemand sagen, dass du nicht wirklich schwul bist, weil du mal was mit Frauen hattest, wenn du aber selber empfindest, dass du schwul bist. Nur du kannst wissen, was du wirklich empfindest.

Ich widerspreche dennoch deiner Aussage, dass sich Homosexuelle auch vom Körperlichem und Verhalten etc unterscheiden. Das müsste dann ja bedeuten, dass ALLE Homoseuxuellen körperlich und vom Verhalten anders sind. Und das sind sie definitiv nicht. Ja, es gibt einige, bei denen das so ist. Aber man hat auch immer noch selbst ein bisschen Einfluss darauf, wie man körperlich geschaffen ist (muskolös, dünn---) und wie man sich verhält. Was du da sagst ziemlich Klischeebehaftet. Und ich kenne einige Schwule, die geradezu darunter Leiden, dass ihnen immer so ein Klischeebild angehaftet wird, obwohl sie gar nicht so sind. Man muss doch nicht immer nach den allerkleinsten Unterschieden suchen, um eine Menschengruppe von einer anderen abzugrenzen. Das ist ja gerade so, als ob Homosexuelle völlig andere Menschen wären. Ich habe auch besonders bei ganz Jungen homosexuellen oft beobachtet bzw von anderen aus ihrer Jugend erzählt bekommen, dass sie, als sie gemerkt haben, dass sie schwul sind meinten, sie müssten jetzt unbedingt pink mögen, durch die Nase sprechen und die Hüfte schwingen beim gehen. Einfach weil dass das Klischee ist. Auch wenn sie das gar nicht wollten. Und dass hat dann auch später aufgehört. Da läuft doch einiges falsch wenn Leute denken, sie müssen so handeln, weil es der gesellschaftlichen Norm entspricht. Das ist genau wie Frauen immer meinen sie müssen sich schminken und überall rasieren, nur weil die Gesellschaft das so will. Und manche Männer hingegen denken, es ist okay, wenn sie nur einmal im Monat duschen und beim Gehen über ihre Achselhaare stolpern weil es ja Gesellschaftlich als so männlich gilt, ungepflegt sein und zu stinken.
Es wird mit sicherheit viele Homosexuelle geben, die sich immer als anders und irgendwie nirgends dazu gehörig gefühlt haben. Aber es wird auch genauso viele geben, die einfach keinen Unterschied zu Heterosexuellen haben, außer dass sie halt auf Männer stehen. Von daher kann man das einfach nicht pauschalisieren.

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Sky26 » 14 Jul 2016, 13:44

Hodor hat geschrieben:[...] in der Wissenschaft wird Homosexualität über die sexuelle Anziehung des eigenen Geschlechts definiert.


Gute Definition. Irgendwas unklar?


Meiner Meinung nach gibt es viel größere Unterschiede zwsichen Schwulen und Heterosexuellen.


Okay. Also wäre Deine Definition sowas wie "Die sexuelle Anziehung des eigenen Geschlechts, mit äußerlich feststellbaren Merkmalen des anderen"?


Ich merke das vor allem am Gesicht, an der Gangart, oft an der Stimme und am Körperbau. Alles irgendwie "verweiblicht". Ich verstehe nicht, warum Wissenschaftler das nicht in ihre Definition mit aufnehmen


Weil es nicht stimmt. Weil Dein subjektives Erleben mit der Realität wahrscheinlich wenig zu tun hat.


Es werden Schwule toleriert: wenn man schwul ist, ist das kein Problem. Wenn man jedoch schwul ist, jedoch aus unterschiedlichsten Gründen seine Sexualität nicht ausleben möchte und stattdessen mit Frauen schläft, ist man nicht mehr schwul.


Schwul bist Du, wenn Du Dich als Mann in sexueller Hinsicht zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlst. Egal, mit wem Du schläfst.


[...] viel mehr als nur Sexualität, eben auch Charakter und Körperliches


Homosexualität ist allerdings nicht mehr als Sexualität.


enige Schwule,darunter ich, haben eine ziemlich lausige Lebensqualität


Du machst aber nicht Deine Homosexualität dafür verantwortlich, oder? Beschreib das doch mal genauer.


Es muss einen anderen Nachweis geben.


Nein. Warum sollte man das nachweisen können?


Bist Du verweiblicht? Sieht man bei Dir, dass Du schwul bist?

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Akil » 14 Jul 2016, 14:13

Zumindest mal jemand, der sich einen Namen aussucht, der seiner geistigen Kapazität entspricht. :)

Hodor hat geschrieben:Meiner Meinung nach gibt es viel größere Unterschiede zwsichen Schwulen und Heterosexuellen.

Dann kannst du das für dich gerne anders definieren, aber in der Wissenschaft geht es nicht um Meinungen, sondern um Fakten. Insebesondere legt man Wert auf die drei Gütekritierien Objektivität, Reliabilität und Validität.
In deinem Fall müsstest du ersteinmal definieren, was "verweiblicht" oder "richtige Weiblichkeit" ist, wenn du den Begriff in deine Definition mit einbauen möchtest. Um Objektiv zu sein, müsste man z.B. Rundungen des Gesichts, Körpergröße, etc. messen.
Verschieden Studien dazu gibt es natürlich. Gerade Islamistische Staaten wären an einem Schwulendetektor sehr interessiert.
bisher hat man in England eine Studie durchgeführt, Schwule haben demnach einen im Durchschnitt 0,5 cm längeren Schwanz (steif).

Hodor hat geschrieben:Ich meine woran erkennt ihr ob jemand schwul ist oder nicht ?

Gar nicht. Hast du dich bereits mal mit der Bear-Szene auseinandergesetzt? Es funktioniert für den Alltag zwar ganz gut von sich und seinen Erfahrungen auf andere zu schließen, aber das reicht leider nicht, wenn man eine wissenschaftliche These aufstellen will.
Sieht Magneto/Gandalf für dich "verweiblicht" aus?
Wie gesagt hat das Aussehen so gar nichts mit Homosexualität zu tun.
Selbst eineiige Zwillinge sind nicht immer beide schwul oder beide Hetero.
Was genau Homosexualität auslösen könnte wird gesucht, sogar schon sehr lange. Bisher ist man sich ziemlich sicher, dass homosexualität zwar genetisch begünstigt wird, aber nicht ausschließlich genetisch bestimmt ist. Es gibt die Hypothese, dass der Hormonhaushalt der Schwangeren einen Einfluss hat. Je mehr ältere Brüder du hast, desto höher ist die statistische Wahrscheinlichkeit schwul zu sein, da sich der Hormonhaushalt der Mutter gegen das Testosteron der Söhne zur wehr setzt und das Östrogen dann mehr Einfluss auf den Embryo nimmt (so die Hypothese). Das würde dann in der Tat auch ein weiblicheres Aussehen erklären. Nur gibt es auch erstgeborene Söhne, die schwul sind. Wie gesagt, es gilt bisher als relativ sicher, dass es genetisch beeinflusst ist, aber auch, dass es kein "Schwulengen" gibt.

Einwandfrei bewiesen ist in der Hinsicht aber sonst relativ wenig.

Hodor hat geschrieben:Wenn man jedoch schwul ist, jedoch aus unterschiedlichsten Gründen seine Sexualität nicht ausleben möchte und stattdessen mit Frauen schläft, ist man nicht mehr schwul. So geht es jedenfalls in den Medien zur Sache.

Prinzipiell bist du dann immer noch schwul. Es gibt einmal die sexuelle Orientierung und dann das sexuelle Verhalten, was in den Medien gerne vermischt wird. Das eine gibt aber meist Aufschlüsse, auf das andere. Es soll ja leider Individuen geben, die aufgrund ihres Umfeldes und ihrer eingetrichterten Überzeugungen nicht mit ihrer Homosexualität klar kommen und dann halt mit Frauen schlafen oder zwar mit Männern schlafen, aber dennoch behaupten, sie wären nicht mal ein bisschen bi.

Hodor hat geschrieben:Gerade wo die Schwulen Community nach Aufklärung in Schulen verlangt, sollte man sich mal schwule Männer genau angucken und nicht nur nach ihrer Aussage zu ihrer Sexualität gehen. Aber nein, wenn es um Forschung in Sachen Homosexualität geht und man endlich die Ursache gefunden hat, bekommen die Schwulen Angst, dass man wahrscheinlich schwule Babys abtreiben wird.

Was für eine gequirlte Scheiße!? Nur weil gewisse Personen zu beschränkt sind, entsprechende Forschungen zu finden, heißt das nicht, dass es sie nicht gibt. Es gibt nur noch keine endgültigen Ergebnisse. Nur geht man halt über gentische Ursachen und empirische Forschung statt über vorurteilsverkappte Idiotie. Komischer Ansatz, ich weiß.

Hodor hat geschrieben:Höchstwahrscheinlich würde das auch passieren. Die Sache mit den Rechten der Homosexualität ist ein zweischneidiges Schwert: Durch Aufklärung wird man wahrscheinlich noch mehr diskriminiert. Stellt euch mal vor, wie viel Kohle einige Eltern bezahlen würden, um ihre Embryos durch gene splicing heterosexuell zu machen. Was für ein Geschäft dadurch entstehen würde. Wahrscheinlich ein ähnlich erfolgreiches, wie das der Schönheitschirurgie.

1. ist es fraglich, ob unsere gesellschaft gentechnische Nachkommenbeeinflussung zulässt, wenn wir schon sowas wie klonen verbieten und probleme mit Gen-Mais haben.
2. Ist die Technik bei genetischer modifizierung noch nicht so weit um das für menschlichte Verhältnisse nutzbar zu machen. Wenn wir beim rumprobieren hundert Kühe mit drei Augen haben, bis wir endlich die fünfte Eutertitte züchten, mag das ja noch klar gehen, ob Eltern das auch so locker sehen, wage ich zu bezweifeln.
3. Ja, klar mag es dann leute geben, die dann deswegen abtreiben, sollen die Mütter entschieden, ist ihr Kind. Es gibt Eltern, die treiben Kinder ab, weil sie Mädchen/Jungen wollen. Ich sehe da keine Gefahr.

Hodor hat geschrieben:
Joyful hat geschrieben:Im Großen und Ganzen finde ich es auch relativ unwichtig, man muss nicht immer alles genau definieren.

Ich muss dir da widersprechen.

Worauf du im Anschluss darauf hinauswillst ist völlig unabhängig von einer wissenschaftlichen Definition von Homosexualität. Was man gut oder schlecht findet ist nun einmal nicht in den Genen festgelegt. Es gibt keinen "anderen Nachweis". Du kannst auch nicht nachweisen lassen, dass Menschen Lego mögen oder Bücher. Sexualität ist zudem relativ vage. Die überwiegende Mehrheit ist wahrscheinlich bisexuell mit einer großen Tendenz zum anderen Geschlecht. 100% oder stockschwul/-hetero ist nur ein sehr geringer Anteil. Ich finde auch einige Mädels attraktiv, könnte mir aber mit einer Frau keine Beziehung vorstellen. Ich bezeichne mich als schwul, aber wie Joyful schon sagte: ist doch egal, solange du vernünftigt lebst. Und ich denke, dass eher das Problem ist. Wenn deine Freunde nicht machen, was sie sich wünschen, sondern sich irgendwelchen blödsinnigen eingebildetetn unterbewussten Verleugnungsprozessen unterwerfen ist das ihr Problem. Nicht das Homosexualität falsch definiert ist. Letzteres ist sowieso meist nur für wissenschaftliche Diskurse von Interesse.

Mfg,
Akil
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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Joyful » 14 Jul 2016, 14:54

@Sky26 @Akil
Dem ist nichts hinzuzufügen. Stimme euch voll und ganz zu.
(außer dass ich generell gegen Abtreibung bin, falls die Mutter nicht vergewaltigt wurde oder erst 12 ist oä, aber das tut ja zu dem Thema hier nichts zur Sache)

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 14 Jul 2016, 15:54

,,Es geht nicht um die Definition der Homosexualität'' ? Dann lies noch mal den Titel den du gewählt hast. Wieso ist es für dich überhaupt wichtig, wie die Medien oder andere es definieren?


Nein. Warum sollte man das nachweisen können?


Es ist wichtig, diese Definition der Homosexuellen auszuweiten, um die Forschungsmethoden auszuweiten. Ich bin höchstwahrscheinlich schwul, weil mein Vater schwul ist, mein Opa schwul ist, mein Onkel schwul ist, meine beiden Cousins schwul sind, der Onkel meiner Mutter schwul ist, und mein Uropa schwul ist. Mein Vater ist übrigens sowas wie ein Bär. Doch keiner von ihnen ist sich ihrer Sexualität bewusst, alle haben Familie bzw. Kinder.
Jeder dieser Familienangehörige hat gravierende psychische Probleme: ( Alkoholismus, Depression, Kriminalität (Gewaltdelikte). Diesen Leuten beizubringen, dass sie schwul sind, ist nahezu unmöglich. Habs bei meinem Vater probiert, nachdem er mir erzählt hat, dass er mit 21 mit einem Mann im Bett war, jedoch kein Sex hatte, dass er bei Frauen in diesem Alter keinen "hoch" bekam und dass er nackte Soldaten in Filmen von Leni Riefenstahl, mit Betonung ihrer Genitalien, attraktiv fand.
Um solchen Menschen therapeutisch zu helfen, ist es wichtig ihnen genau zu sagen WAS sie sind und woher das kommt.
Jedoch denke ich, dass ich mit meinen Denkanstößen, den einen oder anderen diskriminiert habe.

Es geht eben um AUFKLÄRUNG, dass diese Menschen aufgrund ihrer GENE schwul sind. Wenn man einen Unterricht in der Schule anbietet, sollte man das den Kindern SO beibringen.

Wenn man jedoch schwul ist, jedoch aus unterschiedlichsten Gründen seine Sexualität nicht ausleben möchte und stattdessen mit Frauen schläft, ist man nicht mehr schwul. So geht es jedenfalls in den Medien zur Sache.


Diesen Satz habt ihr fasch verstanden. Was ich damit zum Ausdruck bringen wollte, ist, dass prominenten Schwulen, denen man es ansieht, dass sie nicht auf Frauen stehen, mit Alibi-Frauen vermählt werden, damit Sie der Gesellschaft weiterhin als "schöne Paare" gefallen.

Ich finde auch einige Mädels attraktiv, könnte mir aber mit einer Frau keine Beziehung vorstellen.

Warum ? Richtig, weil du keine Vaginas ästhetisch findest, sondern Penisse. Es gibt also doch eine klare Unterteilung zwischen Hetero und Homo.
Bi gibt es nicht.

Sieht Magneto/Gandalf für dich "verweiblicht" aus?

Vielleicht nicht Gandalf, aber der Schauspieler.

Ich glaube euch nicht, dass ihr andere Schwule nicht am Äußeren erkennt. Es klingt zwar komisch, aber bei allen schwulen Männern, sehe ich Gestiken und Mimiken, die ich auch bei Frauen mehr oder weniger wiedererkenne, sehe. Das ist das Haupterkennungsmerkmal. Achja, die meisten schwulen gucken mich meistens an wie verliebte Frauen. Daran merke ich es auch oft.

Hattet ihr nie das Bedürfnis, diesen Zusammenhang zwischen Homosexuellen und Feminität erklärt zu bekommen ?

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Nuraxx » 14 Jul 2016, 18:28

Hodor hat geschrieben:Ich bin höchstwahrscheinlich schwul, weil mein Vater schwul ist, mein Opa schwul ist, mein Onkel schwul ist, meine beiden Cousins schwul sind, der Onkel meiner Mutter schwul ist, und mein Uropa schwul ist. Mein Vater ist übrigens sowas wie ein Bär. Doch keiner von ihnen ist sich ihrer Sexualität bewusst, alle haben Familie bzw. Kinder.
Jeder dieser Familienangehörige hat gravierende psychische Probleme: ( Alkoholismus, Depression, Kriminalität (Gewaltdelikte).

Du kannst nicht einfach sagen, dass jeder der psychische Probleme hat in Wirklichkeit schwul/lesbisch ist. Psychische Probleme werden durch diverse Faktoren ausgelöst, Ansgt bzw. Scham vor der eigenen Sexualität kann ein Grund sein, ist aber bei den meisten, denke ich nicht der Fall. Es wird vermutet, dass ungefähr 20-50% aller Menschen für einen gewissen Zeitraum an einer psychischen Krankheit erkranken. Willst du mir jetzt sagen, dass diese Menschen in Wirklichkeit alle homosexuell sind und die Krankheiten nichts mit Vergewaltigungen, Stress u.s.w. zu tun haben?

Davon abgesehen wie erklärst du psychische Krankheiten bei homosexuellen Menschen? Sind diese dann in Wirklichkeit heterosexuell und versuchen es zu unterdrücken?


Hodor hat geschrieben:Diesen Leuten beizubringen, dass sie schwul sind, ist nahezu unmöglich. Habs bei meinem Vater probiert, nachdem er mir erzählt hat, dass er mit 21 mit einem Mann im Bett war, jedoch kein Sex hatte, dass er bei Frauen in diesem Alter keinen "hoch" bekam und dass er nackte Soldaten in Filmen von Leni Riefenstahl, mit Betonung ihrer Genitalien, attraktiv fand.

Potenzprobleme können ganz verschiedene Gründe haben, einer z.B. Stress. Davon abgesehen sind manche Menschen sich ihrer Sexualität unsicher oder sind einfach mal an dem Geschlecht interessiert mit dem sie normalerweise keinen Sex haben einfach nur um herauszufinden wie das so ist. Ich weiß nicht inwiefern er die nackten Soldaten attraktiv fand, aber es kann natürlich sein, dass er bisexuell ist oder einfach es einfach etwas anderes ist.


Hodor hat geschrieben:Um solchen Menschen therapeutisch zu helfen, ist es wichtig ihnen genau zu sagen WAS sie sind und woher das kommt. [...] Es geht eben um AUFKLÄRUNG, dass diese Menschen aufgrund ihrer GENE schwul sind. Wenn man einen Unterricht in der Schule anbietet, sollte man das den Kindern SO beibringen.

Tatsächlich kann es für manche Menschen hilfreich sein, wenn man sagt wie sie wirklich sind und was mit ihnen los ist. Aber einfach bei jedem zu sagen, er sei in Wirklichkeit homosexuell ist kontraproduktiv weil es wahrscheinlich nur auf den aller aller kleinsten Teil zutrifft. Heterosexuellen Menschen einzutrichtern, sie seien homosexuell, ist genau das Gegenteil von dem was homophobe Menschen bei uns allzu gerne machen. Menschen zu etwas zu konditionieren, was sie nicht sind, löst erst psychische Probleme aus.

Das Problem bei der Aufklärung ist, dass es keinen direkten Beweis gibt, dafür, dass Homosexualität genetisch bedingt ist.


Hodor hat geschrieben:
Ich finde auch einige Mädels attraktiv, könnte mir aber mit einer Frau keine Beziehung vorstellen.

Warum ? Richtig, weil du keine Vaginas ästhetisch findest, sondern Penisse. Es gibt also doch eine klare Unterteilung zwischen Hetero und Homo.
Bi gibt es nicht.
Ja genau das ist ja der Punkt an Homosexualität: Man steht auf dasselbe Geschlecht. Das ist aber auch der einzige bis jetzt bewiesene Unterschied zu Heterosexualität. Es gibt zwar diverse Studien, z.B. dass das Gehirn eines schwulen Mannes, dem der Frau in gewissen Bereichen mehr ähnelt als dem eines heterosexuellen Mannes, die belegen, dass es Unterschiede zwischen heterosexuellen und homosexuellen Menschen gibt, jedoch wurden diese Studien nur an einer sehr geringen Zahl an Menschen durchgeführt. Zusätzlich gibt es bei dieser Studie auch Ausnahmen, von daher kann man nicht allgemein sagen, alle homosexuellen Männer sind feminin und alle heterosexuellen Männer maskulin.

Ich finde es sehr ignorant von dir zu behaupten, dass es keine Bisexualität gibt. Du möchtest, dass heterosexuelle Menschen dich respektieren, respektierst gleichzeitig aber keine bisexuellen Menschen nur weil du nicht bi bist.
Ich bin selber übrigens nicht bisexuell.


Hodor hat geschrieben:Ich glaube euch nicht, dass ihr andere Schwule nicht am Äußeren erkennt. Es klingt zwar komisch, aber bei allen schwulen Männern, sehe ich Gestiken und Mimiken, die ich auch bei Frauen mehr oder weniger wiedererkenne, sehe. Das ist das Haupterkennungsmerkmal. Achja, die meisten schwulen gucken mich meistens an wie verliebte Frauen. Daran merke ich es auch oft.

Du denkst, dass du homosexuelle Menschen siehst, was du jedoch siehst sind Männer die feminine Züge an sich haben und das trifft auch auf Heteros zu. An diesem Punkt könnte man sich jetzt über Maskulinität, Femininität und ob diese Unterschiede genetischen oder sozialen Ursprung haben, streiten.
If Harry Potter taught us anything, it's that no one should live in a closet

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 14 Jul 2016, 20:20

Eins vorweg zur Bisexualität: Es gibt sie nicht ! Entweder steht man auf Vaginas oder Penisse, man kann nicht auf beides stehen. Die Bisexuellen, die ich kenne, sind stockschwul und hatten noch nie was mit einer Frau. Wenn ich mit Frauen Sex habe/hatte war ich immer erregt, aber mir hat das Gefühl nicht gefallen in ihr drin zu sein und Vaginas finde ich nicht ästhetisch. Es gibt Bisexualität nicht ! Das sind in Wahrheit Homosexuelle, die sich gegenüber Homosexuellen abgrenzen wollen, weil sie Homosexuelle verachten.

Du kannst nicht einfach sagen, dass jeder der psychische Probleme hat in Wirklichkeit schwul/lesbisch ist.

Das habe ich nicht gesagt, du verdrehst meine Aussage. DIe Verleugnung ihrer Sexualität erzeugt Stress, der sie zu selbstzerstörenden Taten verleitet.

Menschen zu etwas zu konditionieren, was sie nicht sind, löst erst psychische Probleme aus.

Wer redet hier von Kondition ? Wenn ein Therapeut durch Fragen intimer Natur herausfindet, das der Patient in seiner Fantasie an Männer denkt,d.h. Penisse etc. dann ist derjenige schwul. Punkt. Wenn der Patient sich seiner Sexualität trotzdem nicht eingesteht, deutet das daraufhin, dass er seine Sexualität nicht akzeptiert, was einen enormen Stress auf ihn ausübt. Ich weiß wovon ich rede.

Das Problem bei der Aufklärung ist, dass es keinen direkten Beweis gibt, dafür, dass Homosexualität genetisch bedingt ist.

Ich hab dir doch beschrieben, wieviele Meiner Familienangehörigen schwul sind. Da gibt es ganz sicher einen Zusammenhang. Mütterlicherseits und väterlicherseits habe ich sehr viele homosexuelle Verwandte. Was ich auch bemerkt habe, dass jeder Schwule, den ich kenne, einen schwulen Vater hat.

Das ist aber auch der einzige bis jetzt bewiesene Unterschied zu Heterosexualität.

Wie siehst du das, denkst du es gibt noch andere Unterschiede ? Hast du nicht vielleicht Gemeinsamkeiten mit Frauen ? Ich meine nicht optisch, sondern vom Verhalten. Bis auf die Sexualität natürlich.

Ich finde es sehr ignorant von dir zu behaupten, dass es keine Bisexualität gibt. Du möchtest, dass heterosexuelle Menschen dich respektieren, respektierst gleichzeitig aber keine bisexuellen Menschen nur weil du nicht bi bist.

Ach meinst du ich bin neidisch, weil ich im Gegensatz zu diesen "Bisexullen" nicht auf Muschis stehen kann? Wie ernst keine eine heterosexuelle einen "bisexuellen" Mann nehmen, wenn er Schwänze lutscht ? Ich kann mir das kaum vorstellen, das Bisexuelle mit Hetero Frauen in einer Beziehung sein können. Genauso wenig wie hetero Männer mit "Bisexuellen" Frauen, weil sie sich verarscht fühlen würden.

Du denkst, dass du homosexuelle Menschen siehst, was du jedoch siehst sind Männer die feminine Züge an sich haben und das trifft auch auf Heteros zu. An diesem Punkt könnte man sich jetzt über Maskulinität, Femininität und ob diese Unterschiede genetischen oder sozialen Ursprung haben, streiten.
Ich erkenne Schwule nicht sofort, sondern nach gewisser Zeit. Meistens erkenne ich sie daran, dass sie mir in den Schritt gucken, oder wie sie mir generell in die Augen gucken. Zumindest, die die nicht wissen dass sie schwul sind.

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Sky26 » 14 Jul 2016, 20:42

Es gibt nur Bisexualität. Das ist die einzige Wahrheit. Sonst könnten Schwule ja keine Kinder zeugen. :roll:


Mal ehrlich, ich habe die Vermutung, dass Du Dein eigenes Erleben als absolute Wahrheit interpretierst. Ich würde gern versuchen, mit Dir eine hilfreiche Diskussion zu führen, aber das ist mit dieser Herangehensweise sehr unwahrscheinlich.

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Akil » 14 Jul 2016, 21:06

Sky26 hat geschrieben:Es gibt nur Bisexualität. Das ist die einzige Wahrheit. Sonst könnten Schwule ja keine Kinder zeugen. :roll:


Mal ehrlich, ich habe die Vermutung, dass Du Dein eigenes Erleben als absolute Wahrheit interpretierst. Ich würde gern versuchen, mit Dir eine hilfreiche Diskussion zu führen, aber das ist mit dieser Herangehensweise sehr unwahrscheinlich.

Dem schließe ich mich an.
Was war jetzt noch mal die Schnellspeichertaste?
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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 14 Jul 2016, 21:59

Es gibt nur Bisexualität. Das ist die einzige Wahrheit. Sonst könnten Schwule ja keine Kinder zeugen. :roll:


Was verstehst du unter Bisexualität ? Sexualität hat doch nichts mit dem Zeugen von Kindern zu tun. Meinst du auf natürliche Weise, oder künstliche Befruchtung ?

Ganz ehrlich was ist Bisexualität. Ich glaube kaum, dass es Menschen gibt, die Penisse und Vaginas gleichermaßen ästhetisch finden. Es ist nur ein Terminus um sich von Homosexuellen abzugrenzen.
Ich bin gerade deshalb für eine einheitliche Definition für "Homosexuelle", damit Menschen, die schwul sind, aufhören sich von Schwulen abzugrenzen.
Außerdem halte ich es für höchst unwahrscheinlich, dass bisexuelle Männer Erfolg bei Frauen haben. Die Frauen werden doch sich sofort fragen, ob derjenige sie wirklich mag, oder doch eher große Penisse.
Gegenüber Bisexuellen bin ich allergisch.

https://www.psychologie-heute.de/news/g ... ch_schwul/

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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Joyful » 14 Jul 2016, 23:12

Erstmal woher willst du so genau wissen, dass all deine Verwandten schwul sind, es sich aber nicht eingestehen wollen? Sie werden es dir wohl kaum alle erzählt haben. Nur weil jemand mal solche Phantasien hat, ist er noch nicht unbedingt schwul.

Warum sollte es keine Bi-Sexualität geben? Manche stehen auf Frauen, manche auf Männer, manche auf Frauen und Männer. Weißt du, ich bin allergisch gegen Leute mit einem sehr geringen Horizont. Es gibt sowohl Homosexuelle, als auch Heterosexuelle, als auch Bi-Sexuelle. Nur weil man etwas nicht ist und sich nicht da hinein versetzen kann, muss man seine Existenz nicht leugnen. Das gilt übrigens für alle drei euch! Pfui! :-? Das ist doch genau das, was wir selbst von homophoben Menschen nicht hören wollen. Natürlich kann man sich jetzt drüber streiten ob es 100% Heterosexuelle gibt und wenn ja, wie viele. Aber auch wenn jemand nur 98% Heterosexuell ist, wäre er in meinen Augen hetero, weil die 2% wohl kaum spürbar für ihn sind.
Und das Argument ,,dass Schwule sonst keine Kinder haben könnten.'' Naja, nicht jeder Schwule könnte sich jemals vorstellen Kinder zu haben oder sich überwinden mit einer Frau zu schlafen. Es gibt sogar Schwule die eine richtige Phobie gegen Vaginas haben.

'Heterosexuellen Menschen einzutrichtern, sie seien homosexuell, ist genau das Gegenteil von dem was homophobe Menschen bei uns allzu gerne machen.'' Das sehe ich absolut genau so.

''Ja genau das ist ja der Punkt an Homosexualität: Man steht auf dasselbe Geschlecht.'' Sehe ich auch auch so. Kleine Erläuterung dazu: aus dem griechischen/ lateinischen: homós = gleich. Sexus = Geschlecht. Somit ist das die einzige Definition. Wenn man andere Definitionen hinzu fügt wie ,,Weibliches Verhalten'' ist dann jeder der sich weiblich verhält gleich schwul, auch wenn er auf Frauen steht? Das ist ungefähr die Ansicht die 5. Klässler vertreten.

Hondor ich sage dir ganz ehrlich, wovon ich überzeugt bin: Ich denke du fühlst dich selbst als Schwuler und willst dich auch so definieren. Hast es aber nie ausgelebt. Und jetzt versuchst dich verzweifelt dafür rechtzufertigen, dass du trotzdem auf jeden Fall absolut 100% Schwul bist, auch wenn du nur was/ oder hauptsächlich was mit Frauen hattest, entgegen den meisten Homosexuellen. Vielleicht beneidest du auch andere Homosexuelle daru, dass sie ihr Leben offen damit gelebt haben, weiß ich ja nicht. Und deswegen versuchst du hier deinen ,,biologischen Beweis'' dass du von den Genen her auf jeden Fall schwul sein musst heran zu ziehen. Und bi-Sexualität zu leugnen, damit niemand behaupten kann, dass du auch Bi-Sexuell sein könntest, weil du ja was mit Frauen hattest. Habe ich dich durchschaut, oder habe ich dich durchschaut? Aber lass dir eins gesagt sein: Wenn du dich als Schwul definieren willst, dann tu es. Du bist niemandem irgend eine Rechenschaft schuldig. nur du selbst kannst für dich selbst sagen, was du bist, weil du nur selbst weißt, was du bei wem empfindest. Aber hör bitte auf andere sexuelle Orientierungen anzugreifen. Denk mal drüber nach wie sich ein Bi-Sexueller fühlt, wenn er das liest. Dass seine Existenz immer geleugnet wird. Genau wie man die Existenz Hetero- und homosexueller nicht leugnen sollte. Niemand von uns kann in einen anderen Menschen reinschauen und nachfühlen/ wissen was er fühlt.
Und wir LGBT* Menschen kriegen von Außen schon genug Hass und Diskriminierung ab. Also sollten wir das nicht auch noch gegen uns untereinander tun. Also hör bitte auf die Argumente von homophoben Leuten zu nehmen und umzudrehen.
Du solltest einfach mal ins Reine mit dir selbst kommen und deine eigene Meinung über dich selbst wichtig nehmen, ohne dass du dich vor anderen rechtfertigen willst, weil du ihnen unbedingt etwas beweisen willst.

Hodor
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Re: Definition Homosexualität

Beitragvon Hodor » 15 Jul 2016, 01:20

Eigentlich will ich, dass alle Homosexuelle mit mir übereinstimmen, dass Schwulsein scheiße ist, und die Regierung endlich irgendwas finden sollte um uns von unserem Leiden zu befreien.

Re: Definition Homosexualität

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