Wo ist der Point of no Return bei der Forschung?

Nabend,

ich weiß nicht ob manche es mitbekommen haben, aber es gab einen Durchbruch und Etappenerfolg für die Stammzellenforschung… nennen wir es mal Klon-Wissenschaft das jeder weiß was gemeint ist.

Erstmals gelang bei einem Menschen was man zuvor mit Dolly getan hatte, aus einer erwachsenen Hautzelle wurde ein menschlicher Embryo geklont.

Jetzt weiß ich natürlich das die Stammzellenforschung generell ein wichtiges Mittel im Kampf gegen Krebs und Alter darstellt. Junge Stammzellen regenerieren sich ja und stellen somit ein Mittel dar um beschädigtes Gewebe zu reparieren bzw auszutauschen.
Für jene Stammzellen braucht es eben diese frühen Embryos usw… soviel zu meinem Verständnis des Ganzen.
(wenn ich falsch liege bitte sofort berichtigen! :slight_smile: )

Jetzt frage ich mich allerdings ob die Befürchtung mancher Politiker und Ethiker “menschliche Ersatzteillager” zu schaffen so abwägig ist oder nicht. Ich meine… schön wenns mir gut geht… aber was hab ich davon wenn dafür erschaffen, aussortiert und weggeworfen wird.
Ja man kann jetzt sagen “das sind nur Zellhaufen da is kein Leben” gut das kann ich nicht entkräften aber die Frage ist… wann wird man sagen “lasst sich die Embryos mal entwickeln” und danach ausschalten?

Ich weiß es nicht etwas kompliziertes Thema… evtl habt ihr ja eine Meinung dazu. Vielleicht seid ihr sogar dafür das Stammzellenverbot in Deutschland aufzuheben. Aber dazu hätt ich gerne eine Begründung dann auch :wink:

So Far
Littlefoot

Die extreme Gegenbehauptung dazu ist ja: “Wichsen ist millionenfacher Mord an noch nicht gezeugten Menschen” :slight_smile:

Die Idee hinter der Stammzellenforschung ist doch nicht ganze Menschen als Ersatzteillager zu zuechten und dann zwecks Organtransplantation zu schlachten, sondern gezielt einzelne Gewebe (eine neue Niere z.B. oder Hautzellen fuer Verbrennungsopfer) wachsen zu lassen. Die Basis fuer diese Gewebe sind Stammzellen, weil die die Faehigkeit besitzen sich zu jeder Art von Gewebe zu entwickeln und nicht schon darauf festgelegt sind z.B. Muskelzellen zu sein.

Ich finde die Forschung in diesem Bereich sehr wichtig und halte da wenig von ueberzogenen Verboten. Der Drang nach mehr Wissen laesst sich nicht aufhalten (wer mal “die Physiker” gelesen hat, weiss was ich meine), viel wichtiger ist der Diskurs ueber die Nutzung des Wissens.
Und wenn wir ueber die Nutzung reden, haben wir doch schon recht klare Vorstellungen: einen Menschen zu toeten um einen anderen zu heilen ist tabu. Ab wann ein Zellhaufen ein Mensch ist haben wir bei der Diskussion um Abtreibungen auch schon festgelegt - wieso also jetzt mit zweierlei Mass messen?

=blowy

ich schließe mich blowy an… diese ethikkomissionen sind meiner meinung nach vollkommener schwachsinn… wir befinden uns schließlich nicht in einem hollywoodfilm marke “die insel” sondern in der realität … wieviele millionen menschen könnten geheilt werden? man stelle sich vor jemand hätte darmkrebs… so lange dieser krebs noch nicht gestreut hat könnte man den darm einfach durch einen anderen “neuen” “krebsfreien” darm ersetzen in den sich die krankheit nicht eingenistet hat… oder ein alkoholiker könnte ebenfalls gerettet werden… vorsorgeuntersuchen wohlgemerkt vorrausgesetzt aber dennoch könnten millionen menschen gerettet/geheilt werden

Ich schließe mich den beiden vorigen Postings vollkommen an! Immerhin tötet man ja keine Menschen… man züchtet Lebenswichtige Ersatz-Organe aus Zellen, die maximal das Potential dazu gehabt hätten, zu einem Menschen zu reifen. Da diese Stammzellen aber gezielt für die Forschung geklont werden, wäre aus ihnen so oder so nie ein Mensch gereift.

Und bedenkt man nur die medizinischen Möglichkeiten. Mit der Stammzellenforschung könnte man Krankheitsbilder wie Parkinson, Krebs, Diabetes und sogar Querschnittslähmung behandeln. Es ist eine Schande, dass wir diese Möglichkeit einfach nicht intensiv nutzen.

klingt doof, ist unüberlegt, aber ehrlich … solangs nich wie bei “die Insel” ist is alles ok für mich glaube ich …

Find ich auch! Bin voll dafür!

im großen und ganzen find ichs auch ok…

nur beim lesen kam mir grade der gedanke “hey wenn man dann eh alles repoduzieren kann dass es an/in meinem körperpasst und funktioniert, warum sollte ich dann mit dem rauchen aufhören, wieso sollte ich nicht weitertrinken, man kann doch eh alles züchten” irgendwie is dann auch nen freibrief für ungesundes leben geschaffen und wer zahlt das gane dann?

Rauchen wird einfach noch ein bisschen teurer, dann ist da der Anteil fuer die neue Lunge gleich mit drin. Und wenn du immer brav mit deiner Rabattkarte zahlst wird nach der n-ten Packung Zigaretten schonmal eine Lunge auf Vorrat gezuechtet, damit die direkt fertig ist, wenn du sie brauchst g

Na ja, selbst wenn die Forschung eines Tages so weit ist, wäre es immernoch ein mehr als unangenehmer Weg vom Verlauf der Krankheit bis hin zum Abschluss der Behandlung. Von daher wäre es selbst dann noch mehr als unsinnig, sich seine Organe gezielt zu zerstören. Außerdem töten Drogen übermäßig viel Gehirnzellen ab. Die sind dann mit noch so viel Stammzellen nicht zu reaktivieren und ein Hirn austauschen geht auch schlecht :wink:

eben und außerdem glaube ich kaum das diese nachzüchterei jemals soo billig sein wird das die krankenkassen dafür zahlen bzw. das man sich das generell mehr als ein- zweimal leisten kann…

Ich denke dass Wissensgewinn und Forschung eine sehr wichtige Aufgabe für uns Menschen ist.
Sicherlich gerät man immer öfter in Bereiche wo es ethisch grenzwertig wird. So z.B. bei der Forschung in KZ oder den möglichen Ergebnissen der Klonforschung.
Auch um uns bzw. die “Natur” besser zu verstehen ist Stammzellen-Grundlagenforschung in meinen Augen unerläßlich.

Wenn sich das dann aber nur die Leute leisten können die eine gute Krankenversicherung haben… na so geschickt finde ich das dann auch nicht.

Es geht doch jetzt schon “sind sie privat oder gesetzlich versichert?” “gesetzlich? oh tut mir leid wird erst in einem monat was mit dem termin” “privat? also diese woche wäre noch was frei”

Wieso das so ist und das die Ärzte da nix für können sei mal außenvor, aber Zweiklassenmedizin ist auch nicht der Hit :stuck_out_tongue:
Zum Thema zurück nochmal…

… die deutsche Gesetzgebung hat für sich deklariert ab wann man von Leben spricht blowy… ob das wirklich so ist mal bissl versucht philosphisch zu klingen weiß man aber garnicht. Außerdem haben die Chinesen eine andere wie die Inder, die eine andere Auffassung als die Amerikaner und die wiederrum eine andere als der Vatikan.

Naja also mir is ja klar das wir keine Menschen in Schränken halten werden weil wir mal ne Lunge oder so bräuchten… aber tja ich sehe es dennoch als Risikobereich an… weil die Grenzen da aufgrund des Forschungsdranges aufgeweicht werden.
Mit Forschung kommt Verantwortung, das die Verantwortung aber manchmal in falschen Händen liegt ist ja an zahllosen Beispielen zu erkennen.

So Far,
Littlefoot

nunja also an zahllosen beispielen… vielleicht in hollywoodfilmen… gut die atombombe war keine sonderlich tolle erfindung und in der hand der amerikaner war sie damals falsch aufgehoben bzw. hätte gar nicht erst erfunden werden sollen… aber in der medizin ist mir ein solches beispiel nicht bekannt… es gibt mutierte viren sicher… auch von der menschheit teilweise zu forschungszwecken gezüchtet die äußerst gefährlich sind… aber ansonsten im bereich stammzellenforschung…

Es hat seinen Grund wieso es ABC-Waffensysteme und nicht AC heißt! Es gab auch Giftgasangriffe die eben ohne die Forschung nicht hätten passieren können.

Ich möcht ja echt nicht sagen das man die komplette Forschung verbieten soll, ich meine wenn dem nicht so wäre könnt ich zB auch nicht hier schreiben bzw wäre eine halbe Stunde alt geworden…

Und den Drang unterücken kann man sowieso nicht. Die Frage ist doch eher, merkt man den Punkt an dem man sagt “okay bis hierher und nicht weiter” oder wird er übersprungen werden weil ein Präsident das so will, oder ein Wissenschaftler nich stoppen kann.

So Far,
Littlefoot

gut in der waffenforschung müsste wirklich spätestens jetzt eins schlussstrich gezogen werden denn wasserstoff- oder atombomben sind jetzt schon so zerstörerisch und in so großer anzahl vorhanden das die menge ausreichen würde den planeten größtenteils zu entvölkern… aber in der medizin kann in bestimmten bereichen ruhig weitergeforscht werden… halt in der stammzellenforschung… in der krebsforschung… in der aidsforschung etc.

Wenn Wasserstoffbomben doch nur die Spizue des Eisberges währen^^ Neutronenbomben sind da was viel interesanteres und effektievres.

Ich bin dafür das die Forschung weiter machen soll. Immer schön weiter. Und zwar auch in der Waffenforschung. Da doch sehr viele Zivile Technologien von Militärischen abgeleitet sind.

hm ja das mag schon sein, aber zu welchen preis erhalten wir dann im zivilen bereich neue technologie? noch größeres zerstörungpotenzial?..
ich weiß nicht. bei waffen hört es bei mir auf. :confused:

Das Zerstoerungspotential reicht doch heute schon um die Erde mehrfach ausloeschen zu koennen. Ob wir die Welt nun 5 mal oder 10 mal in Schutt und Asche legen koennen macht doch keinen Unterschied, oder?

wir essen tiere, wir benutzen tiere zum forschen an allem möglichen zeug. ohne sowas würden wir sehr weit zurückliegen was wichtige forschung angeht. die lebenserwartung der menschen steigt stetig an un das verdanken wir nunmal dem forschen. wichtige medikamente werden entdeckt. krankheiten immer weiter erforscht. un das mit dem klonen von embrionen is da doch nur der nächste sinnvolle schritt, also meiner meinung nach zumindest. die weltbevölkerung steigt immer weiter an irgednwann wirds bestimmt auch komplett geklonte tierherden zb kühe etc geben weils nicht mehr genug nahrung gibt, ich spinne jetz nur mal etwas in der fernen zukunft auf unserer erde :slight_smile:.

ja und ausserdem werden immer mehr kerle schwul, dann muss die menschheit auch klonen koennen wenn sie nicht aussterben moechte :slight_smile: