Umfrage im Juli: Sind Homos genauso gute Eltern?

Glaubt ihr, dass Schwule bzw. Lesben genauso gute Eltern sein können wie Heteros?

  • Sie sind im Schnitt sogar besser, weil sie auf natürlichem Wege keine Kinder bekommen können und das Kind in jedem Fall ein Wunschkind ist.
  • Es spielt keine Rolle ob Hetero oder Homo, hauptsache das Kind wird geliebt.
  • Es ist besser wenn Kinder von einem Mann und einer Frau großgezogen wird, weil für die Entwicklung beide Geschlechter wichtig sind.

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Hallo Leute,

ich fände es interessant wenn wir immer ein paar Umfragen zu aktuellen Themen hätten. Die Umfragen laufen immer 30 Tage und werden am Ende der Zeit ausgewertet. Wenn ihr irgendwelche Ideen habt schickt mir doch eine PN.

Also hier meine Erste Frage, was meint ihr? Sind Schwule und Lesben genauso gute Eltern wie Heteros. Abstimmen und eure Meinung posten, würde mich interessieren!

lg, Link

So ich fang dann mal an… Ich denke, dass es egal ist ob Mann und Frau oder Frau und Frau oder Mann und Mann. Das einzig wichtige ist, dass das Kind geliebt wird und gut versorgt wird. Das Geschlecht spielt dabei keine Rolle…

Ich denke es gibt nicht ganz wenige Heteropaare, die Kinder nicht deshalb bekommen, weil sie sich sehnlich welche wuenschen, sondern weil es vielleicht einfach so ueblich ist, weil es alle machen, oder schlicht weil es ein “Unfall” ist.
Zumindest im Moment ist das bei homsexuellen Paaren ganz anders: Sie muessen lange um fuer ihre Kinder kaempfen und haben sich davor meist ausgiebig gedanken gemacht.
Ich denke deshalb, dass homsexuelle Paare im Schnitt bessere Eltern sind (was natuerlich nicht bedeutet, dass Heteros jetzt keine Kinder mehr haben duerfen^^).

Ich finde auch, dass es egal ist welche Konstellation vorliegt. Es gibt auf beiden Seiten sicherlich schlechte als auch gute Eltern.

Den Gedanken, den Blowfish hatte, finde ich sehr gut und dem schließe ich mich auch an!
Aber es gibt da bestimmt dann auch Eltern, die dann doch nicht so gut mit dem Kind umgehen können, wie sie sich das gedacht haben.

Ich denke grundsätzlich spielt es keine so grosse rolle von wem ein kind erzogen wird, hauptsache die eltern sind für das kind da und es wird von ihnen geliebt. für das klassische rollenverständnis einer familie wird das aber immer noch schwierig zu vermitteln sein. leider ist unsere gesellschaft und die politik noch nicht soweit das zu realisieren.

Ich bin der Meinung, dass da kein qualitativer Unterschied besteht.
Das Argument “Ein Kind braucht beide Geschlechter für eine gesunde Entwicklung” finde ich fragwürdig. Abgesehen davon, dass genug Kinder ohne ein Elternteil groß werden, frage ich mich: Was sind denn die spezifischen Merkmale und Aufgaben der beiden jeweiligen Geschlechter, die das Kind alle braucht?
Jeder Mensch vereint doch sowohl typisch “männliche” als auch “weibliche” Eigenschaften in sich. Nur weil ein Mann und eine Frau zusammen sind, heißt das deshalb doch nicht, dass dann automatisch alle weiblichen und männlichen Merkmale abgedeckt sind.
Von daher würde ich behaupten, dass es vielmehr eine Typ- oder Charakterfrage ist, um dieses Ideal, dass das Kind alle Eigenschaften erfährt, zu verwirklichen.

Selbst wenn für die Entwicklung beide Geschlechter nötig sind, ist das Argument trotzdem ziemlich schwach. Schließlich sind dei Eltern nicht die einzigen Erwachsenen im Leben eines Kindes, die als Vorbilder dienen oder erzieherisch tätig sind. Es gibt Großeltern, Tanten/Onkel, Bekannte/Freunde der Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer, Stars/Prominente, etc. Ab einem gewissen Punkt spielen Eltern nur noch eine geringe Rolle bei der Entwicklung eines Kindes. Freunde haben ab einem gewissen Punkt einen viel größeren Einfluss auf ein Kind als die eingenen Eltern.

Naja, es gibt ja schon eine Studie zudem Thema. Im großen und ganzen ist es so, das Homopaare definitiv Wunschkinder haben, wenn man von “mitgebrachten” Kindern aus der vorherigen Beziehung einmal absieht.
Aber letztendlich kommt es auf den Einzelfall an, ob die Eltern jetzt fähig sind oder nicht :wink:
Außerdem denke ich (unabhängig von der Studie), dass man als Homosexuelle® tolleranter wird und sich das positiv auf die Entwicklung der Kinder auswirkt. Im Einzellfall kann das natürlich auch anders sein :wink:

@Akil (oder jeden anderen, der mehr darüber weiß :smiley:)

Wo gibt es denn solche Studien? Das würde mich ehrlich gesagt brennend interessiern, da ich da selbst etwas zwiegespalten bin: Einerseits haben Homopaare im Moment sehr große Hürden zu meistern, um an ein Kind zu bekommen. Daher stimmt es, dass es definitiv ein Wunschkind ist, dass sich die Papas darauf vorbereiten und dass sie finanziell dem Kind auch einiges bieten können. Andererseits ist die Toleranz solcher Familien noch nicht ganz so weit fortgeschritten in einigen Teilen der Bundesrepublik, gerade in peripheren Gegenden (zB in Bayern :smiley:). Das könnte sich negativ auf die Kinder auswirken. Zudem ist einfach noch unklar, wie wichtig eine Mutterrolle für Kinder (gerade in den ersten Jahren) ist. Es wäre mal interessant das zu untersuchen, ob es quasi in unseren Genen liegt, eine Mutter- und eine Vaterrolle haben zu wollen / müssen oder ob das alles überholt ist.

Es gibt zum Beispiel eine recht aktuelle Studie in Australien: Australian Study of Child Health in Same-Sex Families (ACHESS) mit folgendem Ergebnis:

Quelle: biomedcentral.com/content/pd … 14-635.pdf

2009 gab es auch eine Studie in Deutschland zum Thema “Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

Ich bin generell deiner Meinung aus deinem Fazit, mit der Ergänzung, dass das jetzt so ist, aber in Zukunft anders sein könnte, wenn es normal für Schwule wird, Kinder zu bekommen (auf welchen Wege auch immer).

Wer sagt denn, dass man das muss? Eher müssen jene, welche nach dem “traditionellen” Rollenverständnis leben, lernen, dass es auch andere gibt und sich gegebenenfalls anpassen. Wer weiß, vielleicht haben wir ja irgendwann ein universelles Rollenverständnis…

Untersuchungen haben gezeigt, dass es einem Kind eher schlechter geht, wenn ein Elternteil alleinerziehend ist, als wenn es in einer Familie mit zwei Elternteilen aufwächst (unerheblich, ob das eine heterosexuelle oder eine homosexuelle Beziehung ist)

Wenn wir das jetzt mal pauschal sehen, sind viele Erzieher und auch nicht unerheblich viele Lehrer weiblich. (Ist jetzt leider nur ein Argument für Schwule, aber immerhin:) Und damit sind das mit die wichtigsten Bezugspersonen nach den Eltern. So gleicht sich das definitiv schon mal aus.

Auch das stimmt.

Ob die Eltern beide einen Penis oder eine Vagina haben ist irrelevant.
Ich bin der festen Überzeugung, dass eine glückliche Familie mit glücklichen Kindern sich vor Allem durch Liebe und Fürsorge auszeichnet.

Die Umfrage ist zwar beendet, doch ich wollte meine Ansicht mitteilen:

Es spielt keine Rolle ob Hetero oder Homo, hauptsache das Kind wird geliebt.<