Stimme im Kopf

Habt ihr eine Stimme im Kopf, wenn Ihr Texte lest?
Es gibt dazu wohl jetzt eine Untersuchung, bei der heraus gekommen ist, dass nicht jeder beim Lesen auch eine Stimme hört. Und selbst bei denjenigen, die eine innere Stimme hören, variiert das wohl sehr stark: Manche hören immer die selbe Stimme - ihre eigene. Andere hören bei Texten mit mehreren Charakteren auch unterschiedliche Stimmen, je nachdem, wer gerade spricht oder handelt. Auch ist der innere Erzähler manchmal teilnahmslos oder fiebert bei schnellen und aufregenden Szenen mit.
Was hört ihr, wenn ihr einen Text oder eine Geschichte hier im Forum lest? Ich dachte bisher, dass alle Menschen beim Lesen das selbe erleben, dass jemand keine Stimme hört ist für mich nie als Frage aufgekommen. Daher wäre ich besonders interessiert von denen zu lesen, die das Phänomen “innere Stimme im Kopf” nicht kennen: Was erlebt ihr denn da? Wie fühlt es sich an?

Wenn ich lese entwickeln sich bei mir meistens Stimmen, ich glaube je nach Charakter der Person.
Wenn ich zu nem Buch schon mal die Stimmen gehört habe (Film, Serie, Hörbuch) dann höre ich diese Stimmen.

Ich höre meine Stimme beim Lesen. Das hilft mir auch sehr fürs Verständnis von Texten. Bei mir würde ich das aber auch noch ein wenig ausweiten. Wenn ich in Gesellschaft bin, dann denke ich sozusagen still. Aber wenn ich alleine bin, dann denkt für mich meine Stimme im Kopf :smiley:.

PS.: Beim schreiben kann ich auch nicht ohne Stimme.^^

… irritierende Überschrift :smiley:
Ich höre beim Lesen keine Stimme im Kopf, auch wann anders nicht :wink:
Mein Lesen hat sich aber verändert: früher hatte ich auch diese Stimme im Kopf, habe bei jedem Wort die Buchstaben erfasst, sie zu einem Wort zusammengesetzt, und mir das dann innerlich vorgesagt. Effekt dieser “Lesart” war, dass das Verarbeiten großer Textmengen lange gedauert hat. Heute lese ich selektiv, lese nicht jeden Buchstaben und setze zu Wörtern zusammen, sondern schaue einfach nur auf jedes zweite Wort und erfasse dann inhaltlich, ohne mir den ganzen Satz innerlich vorzusagen, es ist mehr ein Scannen als ein Lesen.

Ich höre immer eine “Stimme”. Naja, zumindest glaube ich das, ich habe da aktiv nie so drüber nachgedacht.

Die Stimme kann aber auch von anderen “geborgt” sein. Wenn ich ein Buch vorlese/lese, dass ich als hörbuch habe, liest die Stimme des Autors. Wenn ich die Stimme eines Youtubers mit guten stimmlich strukturellen Fähigkeiten lange Höre (z.B. letztens SemperCensio) höre ich seine Stimme wenn ich einen Text lese.

Auch meine “normal-Stimme” ist ungleich meiner wirklichen Stimme. Weder der, die man vom Band hört, noch der, die ich durch meine Knochnen im Alltag selbst wahrnehme. Sie ist viel höher und anders und die selbe Stimme mit der ich denke.

Ich weiß es nach dem Lesen nicht mehr xD
Und immer, wenn ich drauf achte, dann kann ich mich nicht mehr aufs Lesen konzentrieren :laughing:

Also fremde Stimmen höre ich beim Lesen auf jedem Fall nicht - nur meine eigenen Gedanken. Stimme kodiert überhaupt noch viel mehr, als es das geschriebene Wort kann. Um einen Satz hören zu können, braucht man viel mehr Informationen als ein Text uns liefert - es sei denn wir ergänzen fröhlich unsere eigenen/erinnerten Stimmungen zu dem fremden Text. Aussprache ist bereits Interpretation über den Wortsinn hinaus. Und ich denke, dass Aussprache/Hören völlig andere Interpretationsmechanismen durchläuft, als etwas zu lesen. Beim Zuhören wiederhole ich nicht jedes Wort in meiner eigenen Stimme, beim Lesen macht man das schon eher. Ausgenommen davon sind bei mir, wie auch schon angesprochen wurde, Selektions- und Suchprozesse, bei denen ich sowieso nur Wortfetzen anschaue und somit gar keine Zeit für sinvolle gedankliche Aussprache habe.
Also würde ich sagen: Um einen Text mit Leben zu füllen, muss man ihn gedanklich aussprechen. Physische Aussprache hat schon wieder eine andere Qualität und ist weniger flexibel als geistige Aussprache. Für Suchvorgänge schaltet man wohl besser das Stimmenzentrum ab und konzentriert sich auf die Interpretation der Augeninformation!

mfg Schulbuch

Hm also wenn ich was lese, dann sind Gedanken, Ortsbeschreibungen, und sowas immer als meine Stimme in meinem Kopf zu hören… Wörtliche Rede allerdings, tja da hab ich viele verschiedene Stimmen im Kopf, schon komisch, aber passt irgendwie einfach besser! :slight_smile:
Dass die innere Stimme hektischer redet wenn etwas spannendes passiert oder so ist bei mir auch so.
Also ich hab viele Stimmen beim Lesen im Kopf, die sehr variabel sind kann man zum Abschluss sagen.
LG Max

ich glaube, das ist abhängig davon, wie sehr eine geschichte meine fantasie anregt. bei manchen geschichten sehe ich nicht einmal mehr die buchstaben, sondern nur den film der handlung vom buch, den mein gehirn erzeugt. dann sind stimmen, geräusche und gerüche ganz normal.

bei anderem lesestoff, vor allem solchen in der schule, bleibts bei zahlen und fakten. meist ist das ermüdend.

Die Stimme in meinem Kopf die ich beim Lesen höre ist die selbe die ich auch beim denken höre. Es ist nicht meine eigene Stimme. Meine Sprechstimme ist tiefer. Kann ich schlecht beschreiben, mag meine “Denkstimme” auch deutlich lieber…
Wenn ich ein Buch lese haben alle Personen die gleiche Stimme… kann in keiner anderen Stimme denken :smiley:

Ich hab beim Lesen keinerlei Stimme im Kopf. Bei mir ist das weniger so, dass ich jemanden habe, der mir das vorliest, sondern ich stell mir den Sachverhalt beim Lesen vor und fang an wahnsinnig viel zu denken und zu fantasieren. Dabei kann man super abschalten.

Hmm aber in wie nimmst du das gelesene denn wahr? Ich mein da stehen ja wörter und die müssen ja irgendwie in dein Hirn rein… Wüsste nicht wie das ohne Stimme gehen sollte…

Ist schwer zu beschreiben, obwohl man die Worte irgendwie wahr nimmt und “hört”, hab ich da keine richtige Stimme. Ich könnte dir nicht sagen, ob sie klingt wie ich oder höher/tiefer ist. Mir fehlt da einfach die Akustik. Ich wüsste nicht, wie man die Akustik mit Gedanken reproduzieren sollte.

Kannst du dir Geräusche gedanklich nicht vorstellen? Oder Farben?

Na doch klar. Aber ich höre beim Lesen von Texten keine Stimme. Das klappt beim Lesen einfach nich. Ich kanns doch auch nich ändern :confused:

Bei mir zeigt sich das zimlich genau so aus, es ist als würde jemad vorlesen, ich klinge ja selber ganz anders. Und auch das mit dem Mitfiebern und Karaktern trift meiner meinung gut zu.
Interesant finde ich auch noch da ich aus der Schweiz komme kein perfektes Hochdeutsch spreche geschweige den schreibe.n Aber wenn ich Deutsch z.b. hier um Forum lese hört es sich besser an als ich es machen könnte. glaube ich.

Hihi, jetzt wo du das gerade sagst… immer, wenn ich Texte lese (meist dann englisch), denen man direkt ansieht, dass sie nicht von einem native-Speaker stammen bilde ich mir beim lesen sogar ein, einen indischen/russischen Akzent zu hoeren. (Je nachdem, was fuer einen Autor ich da vermute)