So kann ein Outing ablaufen

Irgendwann fasste Patrick seinen Mut zusammen und sagte:" Mama, Papa ich, nein wir müssen euch was sagen." " ja dann schieße mal los Sohn" Also Ihr habt ja sicherlich gemerkt das ich noch keine Freundin hatte?" “ja” " Das ist nämlich so ich also ich finde nichts an Mädchen, Ich bin schwul."

Als erstes möchte ich mich kurz vorstellen, Ich bin Kai, 18 Jahre junge gehe in die 12. Klasse eines Gymnasiums in unserer Stadt. Dort will ich auch im nächsten Jahr mein Abi machen.
Ich bin 1,76 cm groß, schlank und habe schwarze Haare.
In der Schule bin ich eher ein Einzelgänger aber kein Außenseiter. Ich bin nur nicht der Typ, der das ganze Wochenende auf irgendwelchen Partys rumhängt. Da bleibe ich lieber zu Hause und lerne. Das wirkt sich natürlich auch auf meine Schulnoten aus.
Eine Freundin habe ich zurzeit nicht, nicht weil nicht will, es hat sich einfach noch nicht ergeben. Und Ehrlich gesagt das stört mich auch nicht groß.
Anfang Januar bekommen wir als Hausaufgabe ein Referat für die nächsten 3 Wochen. Wir sollen in 2er Teams zusammenarbeiten. Die Teams werden von Lehrer frei bestimmt.
Ich musste mit Patrick zusammenarbeiten, Patrick ist in meinem Alter 1,80 cm groß, schlank und hat blondgelockte Haare.
Für das Referat hatten wir drei Wochen Zeit. Da ich neben meinem Zimmer noch einen Raum hatte, den ich als Arbeitszimmer nutzte, vereinbarten wir, dass wir uns in den 3 Wochen nachmittags bei mir treffen wollten. Dort wollten wir in der Zeit auch die anderen Hausaufgaben gemeinsam machen.
Wir haben in diesen drei Wochen sehr intensiv gearbeitet, so dass wir schon am Donnerstagabend fertig waren. Als Belohnung wollten wir dann am Freitag eine lange DVD Nacht bei mir einlegen. Ich habe eine umfangreiche DVD Sammlung.
Die Arbeit in den Zwei Wochen hatte sehr viel Spaß gemacht und Patrick, zu dem ich bisher nicht sonderlich viel Kontakt hatte war auch ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Ich hoffte insgeheim das wir auch weiter zusammen lernen würden.
Am Freitag kam Patrick pünktlich um 19:00 Uhr zu mir, er hatte wie besprochen etwas zu trinken mitgebracht. Ich hatte für Knabbereien gesorgt. Wir bestellten uns Pizza und ich legte den ersten Teil von StarWars ein.

“Was hältst du davon, wenn wir unsere Jeans ausziehen und nur in Boxer auf dem Sofa sitzen? Fragte ich Patrick und er fand die Idee gut. “Sorry,” sagt er “Ich habe nur den Pullover an und kein Shirt drunter. Das ist mir so aber zu warm, stört es dich?” " Nö mach ruhig. Sind ja unter uns. "
So sitz ich in Shorts und in Shirt links und er nur in Shorts rechts auf dem Dreier Sofa.
Ich dachte mir warum er wohl keine Freundin hat, er hatte ein gleichmäßiges Gesicht und ebenfalls ein leichtes Sixpack. Alles in allem ein sehr schöner Mensch.
“Ich fand die letzte Woche sehr schön,” sagte ich zu Ihm " Das gemeinsame lernen und so.” “Ja, ich fand das auch sehr angenehm” antwortete Patrick dann. Wieder schauten wir schweigend den Film.
Immer wieder erwischte ich mich dabei ihn anzusehen, was war nur mit mir los? Ich bin doch nicht schwul, oder doch? Mit Mädchen hatte ich ja auch noch nie wirklich was gehabt. Und dieser halbnackte Junge in meinem Zimmer erregte mich durchaus. Zum Glück hatte ich mir eine Decke übergelegt.
Gegen 3 Uhr war ich doch recht müde: " Weißte was, ich leg mich hin, bin hundemüde." " Ja gut Idee ich auch, wenn du weg bist ist das Sofa doch frei." “Ach was.” Antwortete ich " da kannst doch nicht richtig liegen, komm mit ins Bett. Sind doch beide erwachsen."
Ich wusste selber nicht wieso ich diesen Satz sagte, aber ich konnte ein leichtes lächeln auf seinem Gesicht erkennen. Auch aus Angst vor mir selbst versuchte ich die Situation zu entschärfen und sagte: “Nimm du dann am besten die Decke mit ich habe meine ja im Bett liegen.” Ich glaubte eine leichte Enttäuschung in seinen Augen erkennen zu können.
Wir lagen dann in meinem breiten Bett, jeder unter seiner Decke. Obwohl ich ziemlich müde wollte es mir nicht gelingen einzuschlafen. Immer wieder musste daran denken das Patrick neben mir lag. Aber diese Gedanken durfte ich eigentlich nicht haben. “Kannst du auch nicht einschlafen Kai” fragte mich Patrick. “Ne, irgendwie nicht.” Ich sah zu Ihm rüber und bemerkte wie mich fast anstarrte.
Dann bewegte er seinen Kopf zu meinem und fing an mich zu küssen. Ich wollte und sollte mich eigentlich wehren, aber aus irgendeinem Grund öffnete ich meinen Mund erwiderte den Kuss und sorgte dafür das seine Zunge in meinen Mund wandern konnte. Wir knutschten so einige Minuten. Mein Verstand gewann dann die Überhand und ich löste mich von dem Kuss.
“Was sollte das denn jetzt?” Fragte ich Ihn etwas barsch. Patrick erschreckte regelrecht über meine Tonlage und murmelte enttäuscht "Entschuldige bitte. Dann stand er auf und wollte sich anziehen. “Nein, ich muss mich entschuldigen” sagte ich “das sollte gerade nicht so hart klingen. Bitte bleib hier, ich glaube wir müssen mal etwas reden”. Er sah mich fragend an. "Komm bitte zurück in´s Bett.
Er legt sich zu mir und ich legt meinen Arm um Ihn und sagte erstmal nichts. Ich wollte Ihm den Anfang machen lassen. Nach einigen Minuten Stille sagte er plötzlich: "Ich habe mich in dich verliebt da ist mir das mit dem Kuss so übergekommen. "
Stille
Ich sagte auch erstmal nichts. Ich ahnte das er noch mehr sagen wollte, drückte ihn quasi als Unterstützung fest an mich. “Ich dachte einfach, als du sagtest wir können die Hosen auch ausziehen und mich dann auch in dein Bett eingeladen hast, das du auch was für mich empfindest. Entschuldige bitte. " “Patrick jetzt höre mir bitte mal zu, du brauchst dich für nichts zu entschuldigen, ich habe den Kuss ja erwidert und ich fand das sehr schön. Ich war nur etwas überrascht. Ich hatte damit nicht gerechnet, mit dem Kuss und auch nicht mit meiner Reaktion.” Wieder herrscht Stille im Raum.
“ich würde Dir gerne mal eine Frage stellen Kai?” " ja, bitte gerne” “Du darfst mir aber nicht böse sein.” “Verspreche ich dir, also frag.” “Empfindest du auch etwas für mich? Ich meine mehr als Freundschaft?” "Patrick, ich habe die letzten beiden Wochen mit die sehr genossen und habe auch sehr viel an dich gedacht. Den Kuss eben mit dir fand ich auch sehr schön und wie du jetzt in meinen Armen liegst, das gefällt mir. Ich kann sicher sagen, dass ich mehr als Freundschaft für dich empfinde.
Patrick schaut mich erwartungsvoll an, er merkt das bei mir ein ABER folgen wird.
“Ich weiß aber nicht ob das Liebe ist.” Ich mache eine kurze Pause “Weißt du, ich habe bis heute Abend nie darüber nachgedacht, ob ich evtl. Schwul sein könnte, geschweige denn etwas mit nem Kerl anzufangen. Irgendwie war für mich immer klar, dass ich irgendwann mal eine Freundin haben werde, diese dann heiraten und mit ihr zusammen Kinder haben werde.”
Wieder eine Pause, Patrick schaut mich etwas enttäuscht an. Er hat seinen Kopf mittlerweile auf meiner Brust liegen.
“Heute Abend hat sich aber viel geändert, glaube ich. Als du ebend halbnackt mit auf dem Sofa gesessen hast, muss ich zugeben das mich das doch erregt hat. Dann der Kuss, den ich sehr genossen habe. Und das Du jetzt hier bei mir in meinem Bett liegst finde ich auch sehr schön. Ich mag dich wirklich sehr und finde es auch sehr angenehm mit Dir Zeit zu verbringen. Ich bin mir auch sicher das meine Gefühle für dich über die reine Freundschaft hinaus gehen. Nur kann ich nicht sagen ob das Liebe ist und ob ich bereit bin eine schwule Beziehung zu führen.”
"Ich würde Dir gerne Zeit geben, damit du Deine Gefühle für mich ordnen kannst. "
“Mhhhh, Ich mag dich sehr gerne und will dir nicht weh tun. Deswegen musst Du Dir über eines im Klaren sein, egal was heute Nacht noch passiert zwischen und beiden, es kann sein das es das erste und letzte Mal gewesen ist. Könntest du damit leben?”
“Ja, Hauptsache ich darf in Deiner Nähe bleiben.”
Ich konnte nicht anders, ich musste Ihn jetzt küssen. Daraus entwickelte sich eine wilde Knutscherei die mit meinem ersten Gaysex (meinem ersten Sex überhaupt) endete. Wir schliefen dann eingekuschelt ein.
Am nächsten Morgen wachte ich als erstes auf, in meinem Arm lag Patrick. Ich überlegt was heute Nacht passiert was, wird hatten eine sehr schöne Nacht erlebt und meine Gefühle fuhren gerade Achterbahn. Bin ich jetzt schwul? Oder doch nicht? Aber warum hat mir das hier alles so viel Spaß gemacht. Warum fühlte ich mich so wohl wenn Patrik jetzt in meinen Armen lag?
Ich dachte über alles intensiv nach. Dann traf ich eine Entscheidung.
Als Patrick erwachte, sah er mich mit großen Augen an. Ich gab ihm einen Kuss auf den Mund und sagte: “Danke”
“Wofür?”
“Für diese Nacht. Das war traumhaft und jetzt neben Dir aufzuwachen, wunderschön”
Patrick wirkt etwas verstört denn er weiß noch nicht wie er meine Worte interpretieren soll.
" Ich fand es ja auch schön, aber … was heißt das jetzt für uns?
"Patrick, ich weiß, ich habe Dir gesagt das ich mir erst über meine Gefühle im Klaren sein muss. Ich mag dich sehr gerne, du fehlst mir, wenn du nicht da bist und die letzte Nacht war traumhaft. Ich war heute Morgen einige Zeit vor Dir wach. Habe dein Gesicht gesehen und war glücklich. Also was ich sagen will, das kann nur Liebe sein, was ich für dich empfinde.
Ich beuge mich zu Ihm rüber und gebe Ihm einen Zungenkuss. Seine Augen sind am Strahlen.
Willst du denn wirklich mit mir zusammen sein Kai? Fragt Patrick. "Ja, ich will nichts lieber im Moment. " “Auch … naja in der Öffentlichkeit?” “mhhh, ich finde wir sollten uns nicht verstecken” “Das könnte aber sicher hier und da Schwierigkeiten geben” "Ok da hast du sicherlich Recht, aber meine Freunde sind da glaube ich ziemlich cool drauf. Und deine? " "So viele habe ich gar nicht, halt ein paar Typen, mit denen ich rumgehangen habe weißte ja, wollte eh keiner was von mir wissen. Und ich bin nicht so der direkte Typ, der auf andere zugeht. " “ok, das habe ich gestern Abend allerdings etwas anders in Erinnerung.” Lachte ich.
“Ejj, das war was anderes.” Ich gab Ihm wieder einen langen Kuss.
“Aber da ist ja noch ein ganz anderes Problem. “sagte ich “wie ist das mit unseren Eltern?”
Es folgte eine lange Stille.
Ich ergriff wieder das Wort:” Ich glaube mein Vater würde das ganz cool sehen, hoffe ich zu minderst und bei Dir?” “Keine Ahnung, müssten es drauf ankommen lassen.” “Wir können es Ihnen ja gemeinsam sagen. " “Stimmt eine gute Idee” “und wann? " “Bei Dir heute Mittag und bei mir heute Nachmittag? " “OK.”
Wir duschten uns zogen uns an und gingen in die Küche, wo mein Vater schon am Frühstückstisch saß. “Guten Morgen” Guten Morgen, habt Ihr gut geschlafen?” “Ja, ganz ok” und Du?” “Nein habe ich nicht.” “Wie kann es?” “Es war ziemlich laut heute Nacht.”
Mir blieb der bissen im Hals stecken, ich war mir sicher, dass er mit laut nicht die Musik oder den Fernseher meinen konnte. Patrick lief rot an und versank ganz in seinem Stuhl.
Mein Vater blickte uns erwartungsvoll an.
Ich fand als erstes wieder Worte und stammelte sowas wie “Wenn ich Dir jetzt sage das wir nen Porno geschaut haben glaubst Du das sicherlich nicht. Oder? " Da lacht mein Vater:” Nee ganz sicher nicht. Aber nun beruhigt Euch doch mal wieder. Ist doch kein Problem. Wenn Ihr auf Jungs steht dann ist das halt so. Warum nicht. War nur etwas überrascht heute Nacht.”
Ich atmete tief durch und nahm Patrick bei der Hand. Er war immer noch wie erstarrt.
“also gut” sagte ich dann “Wir sind schwul, wir hatten Sex heute Nacht, wir lieben uns und wollen zusammenbleiben.” “Das dachte ich mir, zu minderst bei den ersten beiden Punkten” sagte mein Vater und grinste vor sich hin.
“Eigentlich wollten wir Dir das heute Mittag ja etwas schonender beibringen. Aber dafür war es jetzt ja zu spät.” “Kann man so sagen. Und wie werden deine Eltern reagieren Patrick?”
Er hat bis jetzt teilnahmslos dem Gespräch zugehört. Jetzt erwacht er aus seiner Trance: "Ehrlich gesagt ich habe keine Ahnung, ich hoffe die nehmen das so locker wie Sie. " "Da klappt schon. Eltern sollten Ihre Kinder nämlich lieben wie sind.

1 Like

Also das ist echt ein Traumouting! Wenn das immer so schön locker, leicht und herzlich abläuft, dann braucht man keine Angst bzw. den Schritt vom Outing nicht mehr zu haben :slight_smile:

Toll geschrieben und schöne kurze Story! :slight_smile: Ermutigt den Schritt zu gehen!