Queere Weihnachtsmärkte

Weihnachtsmärkte speziell für die LGBT-Community? Das gibt’s! Wo und wann sie in diesem Jahr stattfinden, das könnt ihr in unserem Adventskalender in den beiden Türchen für den 1. und 2. Dezember nachschauen :flag:

Hier geht’s lang: boypoint.de/magazin/adventskalender/

Werdet ihr einen davon besuchen oder sind die für euch alle zu weit weg?

ich frag mich eher, ob man unbedingt sowas haben muss.

Lieber nur heterosexuelle Weihnachtsmärkte? :wink:

Ganz unrecht hat Regal nicht.
Wieso muss man alles auf Hetero oder/und Homo beziehen? Wieso brauchen “wir” eine Extrawurst? Ich hab nichts dagegen, wenn es ein oder ein paar mehr Stände von “uns” auf den “normalen” Christkindlmärkten gebe, aber wieso brauchen wir gleich ganze eigene Christkindlmärkte?
Die Homosexuellen wollen von der Gesellschaft akzeptiert werden, doch manchmal hab ich das Gefühl, dass “wir” uns absichtlich von der Gesellschaft abgrenzen, um ja nicht dazu gehören zu müssen.

Wir haben hier z.B. auch einen Hafenweihnachtsmarkt: “Schneeweiße, weihnachtlich dekorierte Pagodenzelte mit Holzböden und Spitzdächern, die an Planken und Segeltuch erinnern, geben dem Markt eine ebenso stilvolle wie gemütliche Note. Die „Rheinpiraten“ unterhalten mit Seemannsgarn und Piraten-Jonglage Kinder und Familien. Es gibt ein Kinder-Spielzelt, Spielboote und eine Krippe.”
Braucht man den? Nö, aber wäre doch traurig, wenn jeder Weihnachtsmarkt gleich wäre. Ich grenze mich jedenfalls nicht von der Gesellschaft ab, auch nicht dadurch, dass es in der Stadt, in der ich lebe, einen schwulen Weihnachtsmarkt gibt.

Übrigens habe ich in letzter Zeit einen ganz anderen Eindruck: Immer mehr Schwulen scheint es unangenehm zu sein, wenn die Community auffällt, sie selbst bleiben möglichst unauffällig und outen sich höchsten in recht kleinem Kreis. Das finde ich viel trauriger, als ein bisschen Farbe im sonst recht tristen Einerlei vieler Weihnachtsmärkte.

Ich schließe mich da Regal an…

Auf dem Weihnachtsmarkt möchte ich Glühwein trinken und gebrannte Mandeln essen. Dabei ist es mir sch*** egal ob ich von Heteros, Homos, Elefanten oder Aliens umgeben bin (wobei letzteres mir doch schon sehr zu denken geben würde…).
Jedenfalls finde ich, dass man die Akzeptanz IN der Gesellschaft mehr stärken sollte und nicht unbedingt extra eigene Veranstaltungen ins Leben rufen sollte, die irgendwie den Eindruck erwecken man möchte sich absondern und ist anders. Denn wie soll die Gesellschaft Homosexuelle akzeptieren und einbinden, wenn diese sich selber dann lieber abgrenzen?
Besonders 'nen extra Weihnachtsmarkt finde ich da wirklich fehl am Platz. Da geht es einfach null und gar nicht um Sexualität, sondern um Glühwein - oder so… :bp:

SimonH hat es auf den Punkt gebracht. Sehe ich ganz genauso.

Ich kenne nur den Kölner queeren Weihnachtsmarkt und da sonst sich niemand ab, Heteros sind willkommen und gehen gerne hin. Ist das bei den schwulen Weihnachtsmärkten, die ihr kennt, anders?

Noch ein großer Vorteil von schwulen Lokalitäten beziehungsweise Events ist, dass man erstens keine Angst haben muss, beleidigend angeredet oder blöd angestarrt zu werden, wenn man seine Partner küsst oder Ähnliches und zweitens ist die Chance einen Jungen mit gleicher Orientierung zu finden, so viel größer.