Queer durchs Leben

Also ich hätte als mordopfer noch die Tochter von Manuela im Sinn gehabt. Das wäre dadurch wieder eine Person an die man nicht denken würde weil sie nicht so präsent gewesen wäre aber noch eine tolle handlung erzeugt hätte zb. wie ihre Familie damit umgegangen wäre bzw ob das sie wieder enger aneinander geschweißt oder entzweit hätte

Dass der Kronthaler (übrigens ein name den ich ewig falsch gelesen habe (kronhalter und kronaltar)) jemand bekanntes ist hab ich mir schon gedacht. Immer nur Herr Kronthaler zu benutzen is ja einerseits sehr umständlich gemacht und anderersrits etwas abstrakt bzw merkwürdig dass ein schwer verliebter Junge den Vornamen seiner Liebe nicht kennt/wissen will/absichtlich nicht benutzt XD

Marcus war also der Herr Kronthaler… warum musste er sterben? :frowning:( Der arme Jannik… das hat mich echt ein wenig traurig gestimmt, da ich irgendwie auf ein Happy End wenigstens für die beiden gehofft habe. Aber naja, wenigstens hat Manuela überlebt (auch wenn es mir schon irgendwie klar war).
Ich muss mich ehrlich fragen, was bei diesem Adam falsch gelaufen ist. Ja klar was Eric getan hat war nicht die feine englische Art, aber deswegen so austicken… sowas ist einfach durchgeknallt. (Da ist das mit Nils ja noch gar nichts gewesen)
Ich bin darauf gespannt, wie Damian und Timo sowie Kai und Sarah damit jetzt umgehen… und vor allem Jannik.
Wie das Dreieck um Felix, Jacob und Moritz endet, interessiert mich auch noch brennend! (Auch wenn ich mal darauf tippe, dass Jacob und Moritz zusammenfinden)

Wie immer richtig gut, und vor allem dramatisch geschrieben!! Du solltest echt von Beruf Autor werden :wink:

Hey Sky,

Und zwar gleich zwei mal, denn zumindest mein zweiter Todeskandidat hat ja gestimmt :wink:

Die Enthüllung, wer Herr Kronthaler aber tatsächlich ist, hat mich echt umgehauen. DAS war ja ein cooler Plottwist. Cool in Hinsicht auf die Enthüllung der Identität, nicht in Bezug auf das damit einhergehende Drama. Das könnte Damian auf grausame Weise die Entscheidung abnehmen…
Aber wirklich toll, wie das alles einen Sinn und ein Gesamtbild ergibt (das in früheren Teilen bereits angesprochene gebrochene Herz von Herrn Kronthaler).

Ich fand es auch gar nicht sooo seltsam, dass man seinen Vornamen bisher nicht erfahren hat. Ich hatte einfach angenommen, das sei so geschrieben, um auch noch einmal die deutliche Distanz vom Alter zwischen den beiden hervorzuheben. Echt super gemacht, diese Enthüllung :good:

Überhaupt waren Janniks und Erics Parts heute sehr fesselnd geschrieben. Die hatte ich dann auch schneller durch, als mir lieb sein konnte. Das ist meistens so, wenn etwas total spannend ist - es rast dann förmlich auf mich zu und wird in Flash-Geschwindigkeit verschlungen (geht mir auch regelmäßig bei Büchern so, wenn sich da das Finale abzeichnet).

:smiley: Wie oft hast Du das wohl schon zu hören/lesen bekommen, was?

Bei Moritz’ Part fand ich toll, dass das Drama um seine Eltern mal wieder ein bisschen mehr in den Vordergrund gerückt ist bzw., er sich überhaupt mal wieder damit befasst - auch und vor allem emotional.

Ach ja, btw.:

“ihm” (Dativ)

Apropos Drama: Jaaa, stimmt, Du hast am Anfang darauf hingewiesen, also bekommt man ja auch das, was draufsteht. Ich bin ja schon ruhig :smiley: (ich hatte das wohl verdrängt, weil es an einigen Stellen recht gut lief und man sich da schnell dran gewöhnen könnte ^^)

Anmerkung zu den Charakteren, die von vornherein safe waren: Nils auch, denn der ist in einem Kapitel von Eric mal erschienen, als er diesem bei Dr. Böhmer begegnet ist (insofern auch ein Lichtblick für Nils’ Zukunft übrigens, da dort geschildert wurde, dass er jemanden kennen gelernt hatte - diesmal hoffentlich jemand realen ^^).

Liebe Grüße,
Arokh

Na bitte… kaum fallen die Charaktere in Scharen Tod um, kommen alles aus ihrem Loch gekrochen und kommentieren. Muss ich mir merken: Das nächste Mal noch mehr Charaktere “beseitigen”… :smiley:

@GoldenStar18:
Marie hatte ich z.B. so gar nicht auf den Schirm, sie umzubringen. Das lag wohl einfach daran, weil sie eben so unbedeutend war. Ich glaube, dass hätte keine so großen Emotionen ausgelöst wie bei Leonas oder bei Marcus. Hinzu kam, dass Manuela noch ein anderes Schicksal widerfährt…
Ich hab den Namen “Herr Kronthaler” übrigens nicht immer gezwungen benutzt. Die Idee, dass er Marcus ist, hatte ich zwar gleich zu Beginn meiner Geschichte, aber dass ein Schüler seinen Lehrer mit dem Nachnamen anredet, hat für mich was mit Respekt zu tun. Jannik kannte ja auch den Vornamen von ihm, bloß hab ich ihm den nur nie in den Mund gelegt oder in seinen Gedanken erwähnt. Ein Lehrer stellt sich zwar immer mit “Herr” und “Frau” XYZ vor, aber in bestimmten Unterlagen (z.B. Zeugnisse) steht ja der komplette Name.

@MusaMelody:
Warum er sterben musste? Weil ich ein Arsch bin! Ne im Ernst, ich hab mir die Entscheidung echt nicht leicht gemacht. Als ich begonnen habe die Geschichte zu schreiben, da hatte ich geplant, dass Adam Levin erschießt und dann sich selber. Dann wollte ich aber mehr Verbindungen zu den anderen Geschichten aufbauen und hab mir überlegt, wer den als “Todesopfer” in Frage käme. Die Entscheidung lag dann zwischen Leonas und Manuela (einen Hauptcharakter) und Marcus und Kai (einem Nebencharakter) und da ich schon Leonas gewählt hatte, wollte ich nicht auch noch Kai töten…, ergo Marcus. Das dient auch der Dramaturgie hinsichtlich von Damian und Timo, wo die Geschichte ja noch weiter geht.
PS: Danke für das Lob, dass ich Autor werden sollte, aber ich hab noch einen weiten Weg vor mir :slight_smile: . Hab erst beim Schreiben der letzten Teile bemerkt, dass ich ein paar gravierende Fehler eingebaut habe, die ich nicht mehr ausbügeln kann…

@ArokhsSohn:
Ja, mit einem Todeskandidaten hattest du Recht. Ich musste auch echt schmunzeln, als du mir die PN damals geschickt hast. Schön, dass der Plottwist so gut funktioniert hat. Hab ihn mir auch bis zum Schluss aufgehoben^^.
Moritz und seine Eltern: Tja, nachdem ihr alle angemerkt habt, dass so gar nichts mehr von Moritz und seinen Eltern kam, da musste ich einfach diese kleine Szene einbauen, in der Moritz an den Tod seiner Eltern schmerzhaft erinnert wird. Wobei, nur weil man ihn nicht (mehr) trauern sieht, heißt das ja nicht, dass er happy durch die Gegend tanzt. Seine Geschichte war einfach nur sehr eng mit der von Felix verflochten, bzw durch Jacob, der natürlich noch einmal einen Auftritt haben wird!
Und was Nils angeht. Ja, durch seinen kleinen damaligen Gastauftritt in einem Teil von Eric, wisst ihr, dass es ihm in der Zukunft wieder besser geht. Damals war jedoch nicht ganz klar, in welcher Zeitlinie Eric und Nils sich befinden. Als Nils von einem Jungen sprach, den er kennengelernt hat, da hätte es damals genauso gut Valentin sein können.

Übrigens hab ich mich dazu entschieden, Nils im nächsten Kapitel mit reinzupacken und es wird auch das letzte Kapitel mit Nils sein! Zuerst hatte ich die Abschlussteile von Jannik und Manuela für dieses Kapitel geplant, aber zeitlich passt das von Nils besser vor dem von Jannik und da Nils Teil etwas länger ausfällt, musste auch Manuela weichen.
Und weil ich die Geschichte inzwischen zu Ende geschrieben habe. Hier die komplette Übersicht der letzten Kapitel:

65 — Flo (Teil 23, Moritz (Teil 27) & Nils (Teil 25) !
66 — Flo (Teil 24), Felix (Teil 28) & Moritz (Teil 28) !
67 — Ricardo (Teil 26), Damian (Teil 26) & Manuela (Teil 26) !
68 — Damian (Teil 27), Jannik (Teil 25), Ricardo (Teil 27) & Eric (Teil 22) !

Da bin ich… schon wieder. Keine Angst, nicht mehr lange und ihr habt eure Ruhe vor mir! Doch wenn ihr schon so fleißig kommentiert, dann will ich euch das nächste Kapitel auch nicht mehr länger vorenthalten. Es soll ja keiner sagen, ich wäre nur kommigeil und würde euch dafür nicht einmal belohnen.

Das heutige Kapitel… sagen wir es mal so, ihr könnt Flos Geschichte zu Ende lesen, oder aber auch nicht. Ich gebe zu, bei Flo hab ich mich echt verloren, denn ihre Geschichte war nicht wirklich von Anfang bis Ende gut durchdacht. Zudem hab ich mir die Frage gestellt ob ich denn jetzt wirklich alle offenen Handlungsstränge beenden muss, oder nicht. Irgendwie hab ich mich dann dazu durchgerungen, die Handlungsstränge alle zu schließen, allerdings auf eine etwas andere Art. So darf Flos Teil heute als eine Art “Gag” herhalten, der meine Fehler selbst aufs Korn nimmt. Ich will jetzt nicht groß spoilern, aber es hat was mit Irina Moustaki und Alexander zu tun, zwei Nebencharaktere, die mir etwas entglitten sind und zu Flos Untergang geführt haben. Hinzu kommt noch ein anderer Nebenplot, der bereits in mehreren Geschichten eingebracht wurde und der bislang noch offen stand. Kurzum: Es ist ein Kuddelmuddel, also bitte nicht zu kritisch sehen (dabei vor allem GoldenStar18 anguck :stuck_out_tongue: )

PS: Und wenn diese Geschichte und meine aktuell laufende Weihnachtsgeschichte zu Ende sind, werde ich mir die Zeit nehmen und euch erklären, wie es zu den Fehlern kam, die sich nun eingeschlichen haben.

65 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

[i]"R.I.P. Marcus! Was was das nur für ein Schocker im letzten Kapitel? Ich meine, es ist ja schon schlimm genug, dass Herrn Kronthaler ums Leben kommt, als er Jannik (wieder einmal) das Leben rettet, aber dann entpuppt er sich auch noch als Marcus, Bruder von Timo und zweite große Liebe von Damian? Wtf?! Mir graut´s jetzt ein wenig vor dem nächsten Kapitel mit Damian, denn der schien ja inzwischen die gemeinsame Wohnung mit Timo verlassen zu haben. Doch davor lässt Skystar uns die Zeit, mal kurz Luft zu schnappen und durchzuatmen, denn das heutige Kapitel fällt im Vergleich zu den vorherigen Kapiteln nun ein wenig ab. Wir haben Flo…, wir haben Moritz… und wir haben Nils! Letzteren werden wir heute das letzte Mal sehen und eigentlich ist bei ihm mit einem “Happy End” zu rechnen. Moritz lernt inzwischen seine Halbschwester kennen. Also los, rein ins Vergnügen und viel Spaß!

Mit hochachtungsvollen Grüßen
-Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"[/i]
ROLLENLISTE:

Moritz Hanssen (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
Emilia: Halbschwester von Moritz

Eric Großfürst (16): besucht einen Therapeuten aufgrund eines Amoklaufs an seiner Schule
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric

Nils Tannenlöh: verliebt in Valentin, der allerdings nur eine Traumfigur ist
Ralf Tannenlöh: Nils großer Bruder
Sarah: Freundin von Ralf (siehe auch Sarah Wichtel bei „Leonas“)

Felix Brecheisen (17): Waisenkind; wurde adoptiert und sollte Amadeus heiraten

Leonas Kaczor: Leicht übergewichtig; heimlicher Freund von Kai
Kai Schumann: Anführer einer Schulclique; heimlicher Freund von Leonas
Sarah Wichtel: Beste Freundin von Leonas

Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; ritzt sich
Alexander: Ehemaliger Date-Partner, der Flo nun hinterher zu spionieren scheint
Patrick Traunstein: ursprünglich mal ein Mädchen mit dem Namen Patricia
Irina Moustaki: Köchin aus Griechenland; Kollegin von Flo

Flo – Teil 23
„Hochzeit abgesagt. Bräutigam auf der Flucht!“, las Flo, als sie die Lokalnachrichten in der Zeitung las. „Sieht ganz danach aus, als hätte Felix gerade noch die Kurve gekriegt.“
„Und das hat der Junge einzig und allein dir zu verdanken.“, sagte Patrick, der zusammen mit Flo in dem Restaurant saß, in dem Flo sonst ihre Arbeit verrichtete.
„Deine Worte in allen Ehren, aber ich war nur zur richtigen Zeit, am richtigen Ort.“, sagte Flo bescheiden. „Schade ist nur, dass ich nicht das Gesicht von dem alten Sackgesicht sehen konnte, als sein Adoptivsohn nein sagte und fluchtartig über die Hecke sprang.“
„Die haben sicherlich einen Fotografen engagiert, der das festgehalten hat.“, meinte Patrick amüsiert. „Und wo wir schon von unausstehlichen Leuten sprechen. Wo ist denn eure Gourmet-Köchin aus Griechenland? Ich hab sie heute noch gar nicht aus der Küche schimpfen gehört.“
Flo grinste innerlich in sich hinein. „Gefeuert. Sogar der Chef fand sie irgendwann unausstehlich, aber das i-Tüpfelchen kommt erst noch, denn jetzt wurde sie auch noch eingebuchtet.“
„Warum das denn?“, fragte Patrick überrascht.
Flo zuckte mit den Schultern. „Nachdem sie gekündigt wurde, ist sie offenbar von einer Polizeikontrolle aufgehalten worden und wie sich herausgestellt hat, ist Irina Moustaki keine geringere als der ewig gesuchte Raser, der Passanten anfährt.“
„Ist nicht wahr?“, stieß Patrick überrascht aus. „In was für einer irren Welt leben wir eigentlich. Aber schon komisch, wie sich alles gerade entwickelt. Als würde sich alles zum Guten wenden…“
„Ja, als wären wir alle nur Karikaturen eines Autors, dem in der allerletzten Sekunde eingefallen ist, er sollte vielleicht noch schnell ein paar Happy Ends mit einbauen.“ Flo fing zu lachen an. Sie hatte lange genug Trübsal geblasen und genoss ihren freien Tag in vollen Zügen. Und was gäbe es schöneres, als sich von ihren Kollegen bedienen zu lassen, die sonst so fies zu ihr waren.
„Hallo Flo…“
Flo sah auf. „Hallo Alexander.“ Sie war keineswegs überrascht, ihn hier – schon wieder – anzutreffen. Genaugenommen haben Patrick und sie schon die ganze Zeit auf ihn gewartet. Denn Alexander war der einzige, der Flos gute Laune noch trüben konnte, aber auch das sollte sich heute ändern.

Moritz – Teil 27
„Ich freue mich sehr deine Bekanntschaft zu machen Moritz. Ich bin die Sabine, das ist mein Mann Jürgen und das ist meine Tochter Emilia, deine Halbschwester…“, sagte die Frau, mit der Moritz` Vater einst eine Affäre hatte. Sie alle hatten es sich auf zwei Sofas bequem gemacht und Herr Hendricks verfolgte das erste Aufeinandertreffen in einem Sessel. „Als ich das von deinem Vater gehört habe, war ich sehr erschrocken. Sein Ableben geht auch mir sehr nahe.“ Moritz blickte die Frau argwöhnisch an. „Das mit deiner Mutter tut mir natürlich auch leid. Ich kann mir gar nicht vorstellen, was du durchgemacht hast, beziehungsweise immer noch tust.“
„Sabine ging es wirklich sehr schlecht, als sie von dem tragischen Unfall gehört hat.“, bezeugte ihr Mann. „Sie… hatte einen Zusammenbruch und lag für ein paar Tage im Krankenhaus.“, erzählte er, sowohl an Moritz, als auch an Herr Hendricks gewandt, während er stets die Hand seiner Frau hielt. „Aber es geht ihr inzwischen wieder besser…“
„Moritz…, du sollst wissen, dass ich damals keine bösen Absichten hatte, als dein Vater und ich eine Affäre miteinander hatten. Ich war damals noch nicht mit Jürgen zusammen und wusste zunächst gar nicht, dass dein Vater bereits verheiratet war und ein Kind hatte. Ich lernte ihn in einer Bar kennen und wir kamen ins Gespräch. Er war so charmant und galant. Ich hatte mich sofort in ihn verliebt.“, erzählte Sabine und Moritz entging nicht, wie sie von seinem Vater schwärmte, während sie in Erinnerungen schwelgte. „Aber als er mir gestand, dass er verheiratet war, da beendete ich unsere Affäre auf der Stelle. Mir war das nicht Recht. Lieber zerstörte ich mein Liebesglück, als das Glück einer Frau und ihres Sohnes. Ich wusste nicht, dass ich bereits schwanger von deinem Vater war, aber ich habe für mich beschlossen, es ihm nicht zu sagen.“
„Und woher wusste er dann von Emilia?“, fragte Moritz mit leicht bösem Blick. Er schaute zu Sabine, aber auch zu Emilia, die sich eher bedeckt hielt. „Er hat sie in seinem Testament bedacht.“
„Nun das wusste ich bis vor zwei Tagen selber nicht, bis Emilia mir gestand, dass einmal ein Mann an unserem Zaun stand, während sie im Garten spielte. Wir hatten Emilia natürlich verboten, sich mit fremden Leuten zu unterhalten und sie wollte gehen, als dieser Mann wohl zu ihr sagte, dass sie seine Augen hätte. Das war alles. Danach ging der Mann wieder.“
Moritz sah Emilia etwas genauer an. „Es stimmt.“, sagte er und lächelte kurz darauf auch ein wenig. „Du hast tatsächlich die Augen unseres Vaters.“
„I-Ich… ich hätte ihn gerne besser kennengelernt.“, sagte Emilia nun ein klein wenig schüchtern. „Meine Mum hat mir inzwischen ein paar Sachen über ihn erzählt, was sie noch von damals wusste, aber ich wünschte, er hätte auch mich ein wenig besser kennenlernen können.“
„Tja… ich hab sechzehn Jahre lang mit ihm unter einem Dach gewohnt…, aber auch er wusste nicht alles über mich.“ Moritz wurde still und starrte ins Leere. „Ich hab es ihm nie gesagt.“
„Ihm was nie gesagt?“, fragte Emilia neugierig.
Moritz lächelte traurig. „Das ich schwul bin.“

Nils – Teil 25
Seitdem Nils von einem Auto erfasst wurde und er von Valentin Abschied nahm, waren inzwischen mehrere Wochen vergangen. Inzwischen war der Winter hereingebrochen. Es war kalt und die ganze Stadt war von Schnee bedeckt. Nils fasste langsam wieder Fuß im Leben und erledigte gerade mit seinem Bruder Ralf und dessen Freundin Sarah ein paar Weihnachtseinkäufe in einem Kaufhaus, als die Vergangenheit sie auf verschiedenste Art und Weise wieder einholte.
„Was ist los?“, fragte Ralf seine Freundin, als diese urplötzlich stehen blieb. Ihr Gesicht war kreidebleich, als hätte sie ein Gespenst gesehen.
„Entschuldigt ihr mich bitte für einen Moment.“, sagte Sarah lediglich und marschierte zu einem Jungen, der sich hinter einem Christbaum versteckte, um einem anderen Jungen nachzuspionieren.
Ralf blickte seiner Freundin verwirrt hinterher, aber Nils konnte sich Sarahs Verhalten sofort erklären: „Das ist Kai, der Freund von Leonas. Und der Junge den er beschattet… das ist Eric.“ Nun verstand auch Ralf. „Kai gibt Eric die Schuld an dem Tod seines Freundes. Sarah versucht mit Kai zu reden, wobei ich glaube, dass sie dabei keinen Erfolg haben wird. Den Verlust seiner großen Liebe kann man nicht mit ein paar Worten aufwiegen. Kai wird noch sehr lange daran zu knabbern haben.“
„Hm ja, Sarah spricht nicht sehr gerne darüber und wenn, dann fängt sie immer gleich zu weinen an.“ erzählte Ralf. „Wir hatten schon gemeinsam die Schule verlassen, als wir den ersten Schuss hörten. Sie wollte wieder reinrennen, doch ich konnte sie zurückhalten und wir warteten, bis die Polizei eintraf. Ich werde ihren Blick nie vergessen, als sie den Leichnam ihres toten Freundes erblickte. Grauenhafter Tag. Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht daran denken müssen und… hey, alles okay bei dir?“ Nils war mit seinen Gedanken kurz woanders. Genauer gesagt bei Valentin. „Sicher, dass ich dich nicht gleich zu deinem Therapeuten begleiten soll?“, fragte Ralf besorgt nach.
„Mir geht es gut Ralf. Ehrlich!“, antwortete Nils, was sogar der Wahrheit entsprach. Er war zwar traurig, aber wieder bei gesundem Menschenverstand. „Ich habe nicht so viel verloren, wie manch andere…“
„Komm her kleiner Bruder.“, sagte Ralf und nahm Nils liebevoll in den Arm.
Bevor Nils sich zu seiner Therapiesitzung aufmachte, schenkte er seinem großen Bruder noch ein Lächeln der Dankbarkeit. Nils hatte zwar noch nicht seine große Liebe gefunden, aber dafür hatte sein großer Bruder einen Ehrenplatz in seinem Herzen. Doch auf dem Weg zu seiner nächsten Therapiesitzung lernte Nils einen Weihnachtselfen kennen. Nein, das träumte er nicht! Ein Junge, als Weihnachtself verkleidet, überreichte Nils am Ausgang des Kaufhauses noch einen Flyer und meinte, dass er sich noch was wünschen dürfte. Doch an einen Wunsch war gar nicht zu denken, denn Nils war so hin und weg von dem weihnachtlichen Zauber, den der Junge ausstrahlte, dass er nur Augen für ihn hatte. „Wenn du dir nichts wünscht, darf ich mir dann was wünschen?“, fragte der Weihnachtself ihn und lächelte dabei frech. „Ich würde mir wünschen, dass du mich zurückrufst. Meine Handynummer hab ich dir auf deinen Flyer notiert.“ Der Junge zwinkerte Nils zu. Flirtete er etwa gerade mit ihm? Nils konnte es kaum glauben. Er erwiderte das Lächeln und nickte. Danach machte er sich auf zu Dr. Böhmer, um ihm zu erzählen, dass Träume wahr werden können.

66 — Flo (Teil 24), Felix (Teil 28) & Moritz (Teil 28) !
(Noch drei Kapitel !)

Hey Sky,

Flo’s Part hat mir heute sehr gut gefallen. Die Selbstironie war einfach herrlich :smiley:
Dass Irina die gesuchte Raserin ist, hätte ich niemals erwarte - also wieder einmal ein schöner Twist :good:
Allerdings ist Dir der Aufbau als Antagonistin nicht so gut gelungen (wie Du selbst auch schon festgestellt hast). Irinas Auftritte waren zu geringfügig, um größere Bedeutung zu erhalten. Insofern wurde da nicht so richtig Spannung erzeugt. Lediglich, wie es jetzt mit Alexander ausgeht, könnte nochmal interessant sein. Flo und Patrick haben ihn erwartet? Was haben Sie denn vor?

Moritz’ Parthat mir auch gut gefallen. Es fühlt sich auch hier nach Zielgerade an und die Aufarbeitung des Themas um seine Eltern ist Dir letztendlich doch noch sehr gut gelungen, finde ich. Wenn es gut läuft für ihn, bekommt er ja vielleicht wieder Anschluss an eine Familie…

Nils’ Geschichte ist immer noch die Nr. 1 :smiley:
Ein schönes Crossover gab es mit Leonas’ Teil, indem man erfährt, was Sarah und Kai inzwischen so machen und wie sie mit seinem Tod umgehen.
Wie erwartet, gibt es für Nils also ein Happy End, das ist sehr schön. Ich nehme mal an, wer der mysteriöse Junge ist, den er da kennengelernt hat, lässt Du offen?

Bin gespannt auf das Finale des restlichen Ensembles.

LG, Arokh

66 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

[i]"Noch eine Woche bis Weihnachten, aber eines steht fest: Diese Gesichte hier vorher zu Ende sein! Ladys und… nein eigentlich nur Gentleman: Die letzte Woche von ‘Queer durchs Leben’ bricht heute an! Und wie könnten wir das Ende dieser Finalwoche besser beginnen, als mit Felix und Moritz (Flo ignorieren wir?!?)? Die beiden Jungs waren schon fast von Anfang an miteinander verbunden. Moritz, der seine Eltern verlor und ins Kinderheim kam und Felix, der bislang im Kinderheim lebte und adoptiert wurde. Werden sich die beiden Jungs heute wieder über den Weg laufen und der Kreis schließt sich? Und was ist mit Jacob? Er ist zwar Felix` Freund, war zuletzt aber sehr enttäuscht, als er sah, wie Felix Lucas küsste. Hat Moritz inzwischen Gefühle für Jacob? Wird Moritz heute adoptiert? Das letzte Kapitel mit den beiden Waisenkindern - Let´s go!

Feedback ist wie immer erwünscht
-Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"[/i]
ROLLENLISTE:

Moritz Hanssen (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Lara: Waisenkind; bezeichnet sich selbst als vorlaut und direkt
Emilia: Halbschwester von Moritz

Felix Brecheisen (17): Waisenkind; wurde adoptiert und sollte Amadeus heiraten
Lucas Brecheisen(15): wohlhabend aufgewachsen; ziemlich vorlaut und frech
Charlotte Brecheisen: Französin; adoptierte Felix ohne ihn näher kennenzulernen
Arnulf Brecheisen: Anwalt; Vater von Lucas
Mathéo: Page & Chauffeur der Familie Brecheisen

Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; ritzt sich
Sebastian: Bester Freund von Flo und schwul
Alexander: Ehemaliger Date-Partner, der Flo nun hinterher zu spionieren scheint
Patrick Traunstein: ursprünglich mal ein Mädchen mit dem Namen Patricia

Flo – Teil 24
„Du befindest dich in nicht allzu guter Gesellschaft, wie ich sehe.“, sagte Alexander zu Flo, sah dabei aber vor allem Patrick an.
„In der Tat Alexander, denn du störst hier.“, entgegnete Flo mutig. Endlich stellte sie sich Alexander entgegen, denn sie und Patrick hatten einen Plan. Einen Plan, um ihren leicht psychisch gestörten Verehrer ein für alle Mal loszuwerden.
„Ich bitte dich. Flo…, was hat dieser Kerl dir zu bieten, was ich dir nicht bieten kann.“, sagte Alexander und schaute Patrick dabei abfällig an. „Schau ihn dir doch mal an. Er ist ja noch nicht einmal ein ganzer Kerl…“
„Und ich keine ganze Frau…, wie du mir mehr als deutlich zu verstehen gegeben hast. Deshalb hab ich auch nie verstanden, warum du mir trotzdem hinterherläufst.“, entgegnete Flo weiterhin stark. „Inzwischen glaube ich aber zu wissen, warum du das tust. Du tust das, weil du ein kranker perverser Sadist bist, der sich am Leid anderer Leute vergnügt und mit mir hattest du bislang einfaches Spiel, aber das ist jetzt vorbei. Es ist vorbei, Alexander!“
Flo wollte an Alexander vorbei marschieren, doch hielt dieser sie nun wütend am Handgelenk fest. Als Alexander jedoch die Narben an Flos Handgelenk und ihren wütenden Blick sah, ließ er sie auf der Stelle wieder los. „Du gehörst mir Flo. Nur mir. Mir ganz allein!“
„Gott, was für ein erbärmlicher Wicht du bist.“, meinte Patrick, der von Alexanders Art sichtlich angewidert zu sein schien. „Du bist eine Schande für alle Männer auf dieser Welt.“
„Wage es nicht mich zu beleidigen, du… du… Monster!“, drohte Alexander nun Patrick. „Du und deinesgleichen seid ekelhaft. Ihr seid weniger wert als Abschaum!“ Patrick stand Nase an Nase gegenüber Alexander. Flo glaubte schon, dass Patrick Alexander nun eine reinschlagen würde, doch konnte sie beruhigt ausatmen, als Patrick zu lachen anfing. Patrick lachte und alle Menschen im Restaurant bekamen sein Gelächter mit. „Hör auf zu lachen.“, sagte Alexander, doch Patrick ignorierte ihn einfach und lachte ungeniert weiter. Sein Lachen übertrug sich auch auf Flo, die nun ebenfalls in schallendes Gelächter ausbrach. „Hört auf zu lachen. Ihr sollt aufhören, hab ich gesagt, oder ich bring euch um!“
Alexander schrie das ganze Restaurant zusammen und Patrick und Flo hörten schließlich zu Lachen auf. Dann kroch Sebastian unter einem Tisch hervor und rief ganz laut: „Und haben das jetzt alle gehört?“ Ein paar der Restaurant-Gäste nickten, doch waren das gar keine Restaurant-Gäste, sondern Beamte im verdeckten Einsatz. „Ach Lexus.“, sagte Sebastian schadenfroh. „Wusstest du eigentlich, dass ich gerade eine Polizei-Ausbildung mache und dies hier alles meine Freunde sind?“ Alexander wurde kreidebleich im Gesicht. „Tja, du hast sowas von verschissen!“ Flo lächelte in sich hinein, denn Alexander würde ihr so schnell keine Probleme mehr bereiten.

Felix – Teil 28
Felix rannte so schnell ihn seine Beine nur tragen konnten. Nach nur wenigen Kilometern fühlten sich diese schwer wie Blei an und er musste anhalten, um Luft zu schnappen. Doch als er eine schwarze Stretchlimousine von dort heranfahren sah, von wo er gekommen war, bekam er es mit der Angst zu tun und er rannte weiter. Doch natürlich holte die Limousine ihn ein.
Das Fenster zum Beifahrersitz wurde hinuntergelassen und Mathéo, der Page und Chauffeur der Familie Brecheisen saß am Steuer. „Bitte warten Sie, Sir.“, sagte Mathéo.
„Nie im Leben! Wer sitzt da hinten drin? Der kranke Alte, die durchgeknallte Hexe oder alle Beide?“, fragte Felix und meinte natürlich keine Geringeren als seine Adoptiveltern.
„Niemand Sir. Ich komme alleine.“, antwortete Mathéo. „Bitte steigen Sie ein.“
„Ich bin doch nicht verrückt! Sie wollen mich zu denen zurückbringen!“, schrie Felix ihn an, während er neben dem Auto her lief.
„Nein Sir, nein. Der junge Herr Lucas schickt mich zu Ihnen. Er hat mir aufgetragen Sie dorthin zu fahren, wo auch immer sie hin möchten. Außerdem soll ich Ihnen das hier übergeben.“ Mathéo hob ein paar Unterlagen empor und blieb mit der Limousine stehen. Und endlich blieb auch Felix stehen. Er war zwar noch ein wenig misstrauisch, nahm die Unterlagen aber dennoch durchs Beifahrerfenster entgegen.
„Das sind…“ Felix konnte es nicht glauben. „Das sind meine Adoptionspapiere, aber woher…?!“
„Manchmal fällt der Apfel eben doch sehr weit vom Stamm.“, erklärte Mathéo lediglich und spielte dabei auf Lucas an, der im Gegensatz zu seinen Eltern doch noch sowas wie Ehre und Anstand besaß. „Und? Werden Sie nun einsteigen?“
Felix überprüfte die Unterlagen. Es waren tatsächlich die Originale. Felix lächelte und zerriss sie an Ort und Stelle. Danach setzte er sich auf den Beifahrersitz der Limousine. „Los gib Gummi und wenn du mich noch einmal siezt oder „Sir“ nennst, dann kracht`s im Karton, verstanden?!“ Mathéo nickte beunruhigt und fuhr los. Felix wusste ganz genau, was das Ziel seiner Reise war.

Moritz – Teil 28
Moritz machte in der Nacht kein Auge zu. Unzählige Dinge beschäftigten ihn momentan. Also machte er einen kleinen, unerlaubten und nächtlichen Spaziergang durchs Gebäude, wo er in der Küche auf Lara stieß, die sich gerade ein Pudding stibitzte, aber den Löffel zu Boden fallen ließ, als Moritz plötzlich hinter ihr stand. „Oh Gott, hast du mich erschreckt!“, stieß sie erschrocken aus.
„Das war die Rache für damals.“, erwiderte Moritz amüsiert, nahm sich ebenfalls einen Pudding aus dem Kühlschrank und gesellte sich zu Lara auf den Tresen. Zugegeben, er hatte gehofft, Lara hier anzutreffen. Irgendwie war ihm nach Reden zumute und er wusste, dass Lara eine sehr gute Gesprächspartnerin sein würde.
„Du bist also schwul, hm?“, stieß Lara geradewegs heraus. „Hab gehört, wie du es heute zu der Familie gesagt hast. Naja…, eigentlich haben es alle gehört.“
„Oh toll…, dann bin ich jetzt das Gesprächsthema Nummer Eins.“, meinte Moritz wenig erfreut.
„Nur solange, bis du nicht mehr interessant genug bist.“, sagte Lara sichtlich vergnügt, während sie ihren Schokopudding aß. „Apropos interessant. Dein Freund in jener Nacht damals, der war interessant. Dein Freund?“
„Nein…“, antwortete Moritz nur, doch als Lara ihn stier ansah und wartete, fügte er hinzu: „Aber ich hätte nichts dagegen. Ich mag ihn…“ Lara sah ihn noch eindringlicher an. „Okay, ich bin in ihn verknallt. Bist du nun zufrieden?“
„Ja!“, rief Lara in der Tat erfreut. „Kannst du seinetwegen nicht schlafen?“
„Seinetwegen und weil mir die Familie die heute da war, angeboten hat, mich zu adoptieren, wenn ich möchte und wir uns ein wenig besser kennengelernt haben. Das kleine Mädchen, Emilia, ist meine Halbschwester. Frag nicht. Ist kompliziert!“
„Klingt für mich aber stark nach einem Sechser im Lotto.“, sagte Lara, nachdem Moritz ihr von der Adoption erzählte. „Ich würde alles dafür tun, um endlich aus dem Laden rauszukommen. Doch den meisten Leuten wirke ich zu frech und vorlaut…“ Wie Recht sie doch hatten. „Aber so bin ich nun mal und ich lass mich auch nicht verbiegen. Ich hab lange genug den Mund gehalten, als mein Vater mich geschlagen hat.“ Moritz blickte Lara erschrocken an. „Oh stimmt, weißt du ja noch gar nicht. Meine Mum starb bei meiner Geburt und mein Vater war ein Säufer und Schläger. Naja…, irgendwie hoffe ich, dass es ihm inzwischen besser geht. Andererseits darf er auch gerne sonst wo versauern…“
„Das wusste ich nicht.“, sagte Moritz mitfühlend.
„Scheiß drauf. So spielt das Leben. Jeder von uns hier hat seine Geschichte.“, sagte Lara frohen Mutes. „Und du hast es in der Hand, wie deine Geschichte weiter geht.“
Moritz nickte und traf eine Entscheidung. Momentan fühlte er sich noch nicht dazu bereit, adoptiert zu werden. Zu sehr trauerte er seinen Eltern noch nach und zu sehr kämpfte er mit sich selbst und dem was er war. Außerdem… gab Moritz die Hoffnung nicht auf, dass Jacob eines Tages doch wieder hier aufschlagen würde und in der Tat. Es klopfte an Moritz` Zimmertür und als er sie öffnete, stand zu seiner Verwunderung Jacob davor. „Hi.“, sagte er wie ein strahlender Sonnenschein. „Also…, nur damit du siehst, dass ich weiß, wie man eigentlich richtig ein Zimmer betritt. Nicht durchs Fenster und auch nicht mithilfe von den Kreditkarten meines Vaters. Und wenn du dich fragst, warum ich nach so langer Zeit plötzlich wieder hier aufkreuze… naja… wie soll ich sagen…, ich hab dich vermisst. Scheiße verdammt, wie blöd kann man sein, um das erst so spät zu schnallen und…“
„Jacob. Jacob!“ Moritz gebot ihm Einhalt. Er hätte sich über Jacobs Rückkehr gefreut, noch mehr noch über dessen Eingebung, aber da machte ihm jemand einen Strich durch die Rechnung: „Bevor du weiterredest…“ Moritz hatte die Tür bislang nur halb geöffnet, doch jetzt zog er sie ganz auf und hinter der Tür kam ein anderer Junge zum Vorschein. Es war Felix!

67 — Ricardo (Teil 26), Damian (Teil 26) & Manuela (Teil 26) !

Also wenn das wirklich das Ende von Felix, Jacob und Moritz ist, dann ist es höchst unbefriedigend XD

Du hast beide stories so miteinander verknüpft, dass sie einen gemeinsamen Höhepunkt haben würden. Und jetzt verweigerst du uns sozusagen das Ende.

@GoldenStar18: Tu ich das?^^ Verweigere ich euch wirklich das Ende? Ich meine, Moritz hat sich dafür entschieden, erst einmal nicht adoptiert zu werden und Felix ist ins Kinderheim zurückgekehrt. Ende! Muss ich deren Geschichte wirklich mit einer Szene enden lassen, wo sich Jacob zwischen einen von beiden entscheiden soll? Wobei… eigentlich hat er sich doch entschieden, oder sieht das jemand anders? Klar ist die Frage, wie nun alle Beteiligten darauf reagieren werden, aber das bleibt eurer Fantasie überlassen. Ich hab nie behauptet, dass alle zehn Geschichten ein “Ende” erhalten.
Aber ich gebe zu, auf deinen bissigen Kommentar hab ich gewartet :laughing: :stuck_out_tongue:

@ArokhsSohn: Da warst du gestern ein Tick schneller als ich beim posten. Nun gut. Das dir Flos Part gefällt, obwohl du mit ihr nichts anzufangen wusstest, erstaunt mich ein wenig, aber gut für mich. Der schöne Twist von dem du redest, ist aber eher aus Not entstanden xD. Irina als die Raserin hinzustellen war NICHT geplant. Irina war ursprünglich nämlich als die Freundin von Ralf gedacht (Leonas Bruder) und die Leonas nicht ausstehen konnte. Jetzt war Irina aber wesentlich älter, weil ich geplant hatte, Leonas Geschichte wie die von Eric in der Zukunft spielen zu lassen, bis ich seine Geschichte doch in die Gegenwart verlegte und Ralf somit wesentlich jünger als Irina war. Das passte nicht mehr. Zudem sollte Irina für Stunk ins Manuelas Liebesleben sorgen, aber auch das verwarf ich, weshalb die Rolle quasi überflüssig war. Und bei der Geschichte mit dem Raser… nun da sollte eigentlich Lucas Brecheisen als Täter herhalten. Ein kleiner Wink mit dem Zaunpfahl waren die Rennspiele, die er mit Felix spielte, aber auch diese Idee verwarf ich irgendwann. Zum Schluss hab ich überlegt: Soll ich überhaupt noch irgendeinen Deppen (xD) finden, der als Raser enthüllt wird und da mir nichts besseres einfiel, musste Irina herhalten, aber schön das dir das gefallen hat :laughing:
Und zu deiner absoluten Nr. 1: Nils hat ein Happy End erhalten ja…, wobei ich überlegt habe, seine Geschichte mit der Bruderszene enden zu lassen. Erst im nachhinein hab ich die Szene mit dem Weihnachtselfen hinzugefügt. Mir persönlich hätte ein Abschluss mit seinem Bruder gereicht, der ja irgendwie ein wichtiger Bestandteil in seinem Leben ist, aber nachdem ich ja bereits in einem Teil von Eric bekannt gab, dass Nils einen Jungen kennen gelernt hat, da wurde ich quasi gezwungen, wenigstens noch eine kleine Szene einzubauen. Wer der Junge ist bleibt offen. Er ist aber keiner der bekannten Charaktere.

Die Geschichten von Nils, Flo, Moritz und Felix sind jetzt also durch.
Nils hat ja mal Glück gehabt und einen realen Typen abbekommen, verdient hat er es, auch wenn ich die ganze Zeit echt hart mit ihm war. xD
Ich muss mich, was das Ende mit Moritz und Felix betrifft, GoldenStar anschließen… hätte schon gerne gewusst, wie das am Ende aus- und weiterging. (Wie Jacob auf Felix reagiert, ob Felix im Kinderheim bleibt, wenn nicht, wohin er dann geht, wenn doch, wie das Leben da wird) Wäre cool, wenn es für die einen Anhang geben würde wie bei “Die Zugfahrt meines Lebens” x3
Flos Ende war teils überraschend (wegen Sebastian und den Gästen), aber irgendwie habe ich damit gerechnet, dass Alexander das Handwerk gelegt wird.

Freue mich schon auf die letzten 2 Teile (aber irgendwie auch nicht, weil dann deine Geschichte vorbei ist :/)!

Hey MusaMelody. Danke dir für dein Feedback. Einen Anhang wie bei “Die Zugfahrt meines Lebens” wird es hier nicht geben. Tut mir Leid, aber ich wüsste gar nicht, was ich da schreiben sollte. Ich persönlich finde das Ende von Moritz und Felix mehr als passend (klar, sonst hätte ich es nicht so geschrieben :smiley: ), aber ich kann verstehen, dass ihr nicht so zufrieden damit seid.

In einem der heutigen Kapitel findet ihr aber einen Song, den ich in letzter Zeit rauf und runter gehört habe. Nicht weil ich depri gestimmt bin, sondern um mich emotional besser in die Geschichten einzufühlen. Im letzten Kapitel werde ich dann noch die anderen Songs posten, die ich mir stellenweise angehört habe, als z.B. Leonas starb, oder Nils seinen Zusammenbruch erlitt.

67 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

[i]"Felix liebt Jacob, Moritz lieb Jacob, Jacob liebt… Moritz und Felix? Zwar hat sich Jacob am Ende für Moritz “entschieden”, aber ausgerechnet jetzt taucht Felix wieder auf. Wie es nun weiter geht, werden wir wohl nie erfahren, außer es wird irgendwann eine Fortsetzung geben. Aber ist deren Ende nun zufriedenstellend oder eher unbefriedigend, wie ein paar Leser bemängelt haben? Andere Meinungen sind herzlich Willkommen! Heute werden die Geschichten der verbliebenen Charaktere fortgesetzt: Ricardo sucht Martin auf, Damian hinterließ Timo einen Abschiedsbrief und Manuela kämpft um ihr Leben. Manuelas Geschichte endet heute und wie fast nicht anders zu erwarten, ist auch ihre Familie heute noch einmal mit von der Partie. Manuela wurde schließlich in der Schule angeschossen, aber es ist anzunehmen, dass sie nicht stirbt, schließlich gab es mit Leonas und Marcus bereits die zwei Opfer, von denen Eric einst sprach. Aber wird Manuela ein “Happy End” erhalten? Lest selbst…

Viel Spaß beim vorletzten Kapitel!
-Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"[/i]
ROLLENLISTE:

Manuela Klingenbach: lesbisch; hat zwei Kinder; Freundin von Andrea
Roland Klingenbach: Pilot; reagiert geschockt über das Outing seiner Frau
Marie Klingenbach (13): Tochter von Manuela und Roland
Florian Klingenbach (10): Sohn von Manuela und Roland
Andrea Kirchberger: Rektorin an Maries Schule; Manuelas Freundin

Damian (20): ist in seinen Freund Timo und dessen Bruder Marcus verliebt
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian

Ricardo Vasquez (17): hat einen Vertrag bei einem Pornostudio unterschrieben
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf
Sanchez: Gebürtiger Spanier und Model von Martin
Dennis Garson: Geschäftsführer eines Pornostudios
Rambo: Hund von Martin

Ricardo – Teil 26
Ricardo klingelte am Hauseingang und zugleich war ein Bellen aus dem Inneren des Hauses zu vernehmen. Kurz darauf hörte er auch Martin sagen. „Ruhig Rambo. Platz, na los!“ Martin öffnete die Tür und als Rambo sah, dass es Ricardo war, wurde er ganz artig. „Hallo Ricardo.“
„H-Hey…“, begrüßte Ricardo Martin leicht nervös. „Du ähm… kann ich mit dir reden?“
„Ich hab mir schon gedacht, dass du irgendwann hier aufschlägst.“, sagte Martin und wirkte zu Ricardos Überraschung nicht sehr begeistert über dessen Aufkreuzen. „Was willst du?“
„Naja… reden eben.“, antwortete Ricardo verstört. „Dieser Garson hat mich voll übern Tisch gezogen. Ich sollte eine Konventionalstrafe zahlen und…“
„Jaja, hat Sanchez mir bereits alles erzählt.“, sagte Martin und wirkte dabei recht gelangweilt. „Was hast du denn bitteschön erwartet? Das er dir um den Hals fällt, wenn du ihn ein zweites Mal im Stich lässt? Er hat dir einmal angeboten aus dem Vertrag auszusteigen. Irgendwann muss auch mal Schluss sein mit all den Nettigkeiten. Dennis Garson wird vermutlich wegen sexuellen Missbrauchs an Minderjährigen eingebuchtet, also bist du doch ohnehin fein aus dem Schneider.“
„Und du…? Es scheint so, als wärst du mir auch nicht mehr freundlich gesinnt.“, sagte Ricardo schließlich geradeheraus.
„Hör mal.“ Martin trat heraus und machte die Tür leicht zu, damit Rambo im Haus blieb. „Du bist ein wirklich netter Junge und wir hatten auch viel Spaß miteinander. Naja… im Grunde genommen wir weniger, aber du dafür mit Sanchez.“
„Der sich als richtiges Arschloch erwiesen hat.“, fügte Ricardo nebenbei hinzu.
„Wie auch immer. Ich bin zwar kein großer Fan von Dennis Garson, aber mit einem hatte er schon Recht. Irgendwann muss auch mal Schluss sein. Was glaubst du eigentlich, was ich nun für einen Ärger deinetwegen habe? Sanchez war bei Dennis Garson unter Vertrag und die Polizei hat seinen kompletten Laden auf den Kopf gestellt. Jetzt stecke ich ebenso in der Scheiße, aufgrund meiner Fotos von Minderjährigen.“
„Oh…, das haben sie also auch herausgefunden?“, fragte Ricardo verblüfft, der davon noch keinerlei Kenntnis hatte.
„Hal-lo-ho? Meine Website wurde gelöscht? Man ey, du lebst wohl nur in deiner eigenen Welt.“, sagte Martin, der nun sichtlich sauer zu sein schien. „Wie es anderen geht und was du ihnen antust, interessiert dich anscheinend gar nicht!“
„Das stimmt doch überhaupt nicht. Ich…“
Ricardo wollte sich verteidigen, doch Martin ließ ihm keine Gelegenheit dazu. „Hör auf meine Ohren mit deinem Gesülze vollzulabern und verschwinde! Ich will dich nicht mehr sehen. Verstanden? Los, hau ab, oder ich hetz Rambo doch noch auf dich.“
Ricardo wich rücklings zurück, denn nun bekam er es mit der Angst zu tun. Auch Martin hatte keinen Bock mehr auf ihn. Damit stand eines fest: Ricardo war jetzt ganz auf sich allein gestellt.

Damian (Timo) – Teil 26
Damian saß in seinem Auto. Sein Ziel: Unbekannt. Er wollte raus, raus aus der Stadt. Für wie lange, konnte er nicht sagen, aber er brauchte Zeit. Im Radio wurde gerade ein Lied gespielt, was seinen aktuellen Gemütszustand sehr gut beschrieb. Zur gleichen Zeit saß Timo auf dem Bett ihres Schlafzimmers und las den Brief durch, den Damian ihm hinterließ:
„Lieber Timo. Ich weiß, dies ist nicht der richtige Weg. Dir einen Brief zu schreiben und einfach abzuhauen, ist nicht nur feige, sondern einfach nur falsch. Momentan sehe ich mich aber nicht in der Lage, richtige Entscheidungen zu treffen. Ich hab es auch nicht geschafft, mich zwischen dir und deinem Bruder zu entscheiden. Mein Verhalten ist erbärmlich, aber vielleicht auch irgendwo nachvollziehbar. In den letzten Wochen stand unsere Welt Kopf. Unsere Beziehung… funktionierte, hatte aber auch einen entscheidenden Fehler: Wir waren noch nicht bereit dazu! Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass ich nicht verstanden habe, was Liebe wirklich ausmacht. Jetzt weiß ich es. Liebe bedeutet, füreinander da zu sein und die Bedürfnisse des Partners über die eigenen zu stellen. Ich glaube, dazu war ich noch nicht bereit und wenn du tief in dich hinein horchst, dann kommst du vielleicht zu demselben Entschluss bei dir. Das einzige was ich mit Gewissheit sagen kann ist, dass ich dich liebe. Doch leider liebe ich Marcus auch. Und auch auf die Gefahr hin, ein wenig selbstgefällig zu klingen, wollte ich einem von euch das Leid ersparen, seinen Bruder mit mir zu sehen. Es geht hier nicht um mich. Es geht um euch! Ihr seid Brüder und ihr liebt euch, aber eben diese Liebe sah ich in Gefahr, wenn ich mich für einen von euch beiden entschieden hätte. Ich wollte nicht derjenige sein, der euch womöglich entzweit, also hab ich mich für den schweren und doch einfacheren Weg entschieden, die Stadt zu verlassen. Hasse mich dafür, wenn du der Meinung bist, ich hätte es verdient. Ich glaube, ich hasse mich selber für mein Verhalten, aber ich hab einfach keinen anderen Ausweg gesehen, weshalb ich erst einmal ein paar Verwandte besuche. Ich kann dir nicht sagen, wann und ob ich zurückkehren werde. Es tut mir wirklich von Leid und mir vorzustellen, wie du dich dabei fühlst, wenn du diese Zeilen liest, bricht mir das Herz. Du hast das alles nicht verdient Timo. Du hast was Besseres verdient. Bitte pass gut auf dich auf… in Liebe Damian.“

Manuela – Teil 26
„Bereiten Sie schnell einen OP vor. Die Patienten hat die Blutgruppe AB negativ. Schnell, wir dürfen keine Zeit verlieren!“ Manuela befand sich in einem Wachkoma, als sie auf einer Trage ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Sie nahm die Menschen in ihrem Umfeld wahr und dennoch war es so, als würde alles um sie herum nicht wirklich geschehen. Zwei Sanitäter, eine Krankenschwester und ein Oberarzt rollten sie auf der Trage quer durchs Krankenhaus, bis in den OP-Saal. Marie und Florian. Manuela musste an ihre Kinder denken. Wussten sie bereits, was mit ihr geschehen war? Und wie würde Roland reagieren? Was ist mit Andrea, ging es ihr gut? „Halten Sie durch. Es wird alles gut werden. Wir kümmern uns um Sie.“, meinte der Oberarzt und kurz darauf wurde Manuela unter Narkose gesetzt. Ihre Augen wurden träge. Manuela schloss sie und schlief ein.
Manuela öffnete ihre Augen nur sehr langsam wieder. Das grelle Tageslicht blendete sie. Doch als sich ihre Augen daran gewöhnt hatten, da blickte sie in die erleichterten Gesichter ihrer Kinder. „Mama!“, Florian legte behutsam seine Arme um seine Mutter. Marie hielt die Hand ihrer Mutter ganz fest und weinte. Freudentränen?
„Endlich. Endlich bist du aufgewacht.“, sagte Roland, der ebenfalls unendlich froh zu sein schien.
„I…“ Manuela versuchte zu sprechen, aber ihr Mund fühlte sich trocken an und sie brachte kein Wort aus sich heraus. „W…“
„Ganz ruhig, Schatz.“, sagte Andrea und Manuela war mehr als überrascht, sie hier gemeinsam mit ihrer Familie anzutreffen. „Es ist alles gut. Der Arzt hat gemeint, es würde einige Zeit dauern, bis du wieder alle Funktionen deines Körpers wieder einwandfrei gebrauchen kannst.“
Manuela ließ sich in ihr Kissen zurückfallen. Sie hatte so viele Fragen. „Was war geschehen? Was war mit dem Schüler, der in der Schule um sich geschossen hat? Und was wusste ihre Familie über ihre Beziehung zu Andrea. Roland schien seine Ex-Frau noch immer gut zu kennen, denn er las ihre Gedanken. „Es ist alles in Ordnung Manu. Wir wissen von dir und Andrea. Es ist alles gut!“
Roland lächelte seine Ex-Frau sanft an, doch erst als Manuela unsicher zu ihren Kindern blickte und diese ihr ebenfalls ein sanftes Lächeln schenkten, konnte sie beruhigt sein. „Wir haben dich lieb Mum.“ Diese Worte kamen aus Maries Mund. Manuela war positiv überrascht.
„Ich weiß, du hast viele Fragen.“, sagte Andrea, die sich nun über Manuela beugte und ihr zärtlich durchs Gesicht streichelte. „Wie schon gesagt. Es ist alles gut. Dennoch können wir dir einen kleinen Schock nicht ersparen.“ Andrea hielt kurz inne und blickte zu Roland, der zustimmend nickte. „Manu…, du hast ganze sieben Monate im Koma gelegen!“

68 — Damian (Teil 27), Jannik (Teil 25), Ricardo (Teil 27) & Eric (Teil 22) !
(Das Finale von “Queer durchs Leben” !)

Zeit für eine Fan Theorie:

So wie Erics Geschichte in der Zukunft spielt, spielt die von Ricardo in der Vergangenheit. Nachdem sein echter Name jetzt für immer im Internet mit der Porno Industrie in Verbindung sreht und sein Leben um ihn her zu zerbrechen drohte, zog er um und nahm einen neuen Namen an: Adam

Hi Sky,

Hatte mir extra Mühe gegeben, noch vor Deinem neuen Teil zu posten - was mir diesmal ja nicht gelungen ist.

Oh, Flos Part hatte mir nicht wegen Flo an sich gefallen, sondern tatsächlich wegen der selbstironischen Art, wie Du ihn geschrieben hattest :wink:
Auch dieses Mal - zum Finale von Flos Geschichte - muss ich leider feststellen, dass sie definitiv auf dem letzten Platz bleibt. Dass der Alexander am Ende wirklich so ein Psycho ist, wie es erst aussehen sollte, hätte ich nicht wirklich gedacht. Ich dachte, das stellt sich noch als Missverständnis heraus. Aber wie der da ausgetickt ist… hmmm, fand ich jetzt nicht soo den tollen Abschluss. Aber gut, wenigstens ist keiner gestorben :stuck_out_tongue:

Felix’ letzter Teil geht ja quasi in Moritz’ Finale ein. Die Geste von Lucas fand ich cool. Schade, ich hätte gern mehr von der Wechselwirkung zwischen den beiden Jungs gelesen.

Moritz’ Finalteil war stimmig und mit der gemeinsamen Szene mit Lara auch sehr passend, fand ich. Aber das Ende? Neee, nicht so toll. Dabei stört mich nicht einmal, dass es ein offenes Ende mit dieser interessanten Situation ist - nein, das fand ich sogar nicht mal übel. Mich hat irgendwie gestört, dass das alles so plötzlich kam. Plötzlich hat Jacob an Moritz größeres Interesse? Hm? Gab es da vorher schonmal Anzeichen dafür? Ich dachte immer, dass Jacob nur Augen für Felix hätte. Keine Ahnung, das kam mir einfach zu willkürlich vor. Wie gesagt, die Szene an der Tür mit den Dreien enden zu lassen, hat was, aber wie es dazu kam… hmm
(aber es stimmt schon: das schreit ja regelrecht nach einem Spin-Off ^^)

Ricardo kann einem echt leid tun. Da hat er ja voll ins Klo gegriffen. Wie das mit ihm ausgeht, da bin ich wirklich gespannt. Ganz ehrlich, ich finde, dieser Martin spielt sich ein bisschen zu sehr auf. Regt sich auf, dass er Ärger hat, weil rausgekommen ist, dass er gewisse Fotos von Minderjährigen macht. Bläst sich gegenüber Ricardo auf, dass dieser nur an sich denken würde. Der Typ hat aber nunmal mit dem Feuer gespielt und da kann man sich eben auch verbrennen (ich meine schon den Martin). Ein Unsympath!

Damian… Seine Geschichte hätte irgendwie auch ganz prima mit diesem Teil enden können. Er fährt in die ungewisse Zukunft davon; Blende zu Timo, der den Brief liest und in seinen Gedanken die Worte mit Damians Stimme hört; dazu im Hintergrund die Musik von Snow Patrol… Klingt eigentlich ganz passend. Was da wohl jetzt noch kommt? Vielleicht erfährt er über das Radio von der Katastrophe in der Schule. Die Reaktionen jeweils von Damian, als auch von Timo, wären sehr interessant.

Kleine Anmerkung:

entweder ist das “von” zuviel oder Du wolltest “voll” schreiben?

Und zu guter Letzt: Manuela. Sie hat letztendlich auch ein kleines Happy-End bekommen. Das ist schön (auch wenn das hier alles wieder so übelst schnell ging, aber den Grund dafür hast Du ja quasi geliefert :wink: ). Die Offenbarung am Ende war der Hammer. Sieben Monate im Koma? Eine tolle Wendung, welche die ganzen “Hä?” Momente in den paar Zeilen davor, angefangen beim “Augen zu - Augen auf” Moment, zu einem stimmigen Part machen. Klar, macht jetzt die ganze Unwissenheit, wie alle nun zusammen gefunden haben, verdammt neugierig. Aber ich schätze mal, auch das bleibt unserer Fantasie überlassen, oder? ^^
Ein sehr schöner Abschluss einer Geschichte, welche mich nicht immer so zu begeistern wusste.

Kleiner Fehler:

Die Patientin

Okay, und nun bin ich wirklich bereit für das Ende. Dann hau mal raus.

LG, Arokh

@GoldenStar18: Das ist eine coole Theorie und wäre ein echter WTF-Moment :good:

Ein Tag vor Weihnachten und wieder einmal bringe ich eine meiner Geschichten zu Ende. Und jetzt am Ende kann ich es zugeben: Diese Geschichte hat von mir einiges abverlangt. Zugeben, die “Mystic Love”-Tetralogie und “O.Evo-1570” waren auch nicht ohne, aber was bei “Queer durchs Leben” eben so schwierig war, dass es gleich zehn Geschichten waren, die ich mir aufgehalst habe. Dabei sind nicht alle zehn Protagonisten gleich gut weggekommen. Flo war die größte Schwachstelle (meine persönliche Meinung). Ich hab sie eigentlich damals nur eingeführt, weil ich neben Manuela noch eine zweite weibliche Hauptrolle haben wollte und auch wenn die erste Hälfte ihrer Geschichte noch regt durchdacht war, wurde es gegen Ende immer konfuser bei ihr. Zum Abschluss meine persönliche Einschätzung der Charaktere mit Schulnoten:

Sehr gut: Eric, Nils
Gut: Jannik, Damian, Felix, Leonas
Befriedigend: Moritz, Manuela
Ausreichend: Ricardo
Mangelhaft: Flo

Und nein, ich hab mich nicht von Arokh manipulieren lassen. Es hat nur den Anschein, als wären wir auf einer Wellenlänge :smiley: .
Jede Geschichte hatte etwas Besonderes an sich, doch jetzt bin ich echt froh, dass die Geschichte zu Ende ist und ich mich anderen Dingen zuwenden kann. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit, da hatte ich geplant, mit dieser Geschichte (und der aktuell laufenden Weihnachtsgeschichte) meinen Abschied bei Boypoint einzureichen und keine weiteren Geschichten mehr hier zu veröffentlichen. Ich will nicht sagen, dass ich meine Meinung inzwischen geändert habe, aber ich denke, dass die nächste neue Geschichte auf sich warten lassen wird (vielleicht ändert sich meine Meinung aber auch ganz schnell, kann man nie wissen). Das Problem was ich bei “Queer durchs Leben” (und auch bei allen anderen Geschichten) nämlich immer hatte, dass wenn erst einmal ein Kapitel hochgeladen ist, ich nichts mehr ändern kann. Wenn man als Autor seiner eigenen Geschichte nichts mehr ändern kann, dann frustriert das einen schon sehr und gerne hätte ich hier ein paar Dinge geändert, vor allem in Hinblick auf die Charaktere, die jetzt eben etwas schlechter wegkamen, wie Flo und Ricardo. Bei Letzterem hat sich auch ein Problem ergeben, welches euch vielleicht heute auffallen wird…, vielleicht aber auch nicht, wenn ich Glück hab! Die These von GoldenStar fand ich übrigens sehr toll, nur leider nicht umsetzbar, da Ricardo schon älter als Eric und Adam ist und folglich nicht Adam sein kann. Wäre dem aber nicht so gewesen, hätte ich mir in den Arsch gebissen und mich gefragt, warum ich nie auf diese coole Idee gekommen bin. :smiley:

Sorry, wenn ich schon wieder zu viel quatsche, aber zum Ende muss man einfach noch einige Dinge loswerden, solange man die Gelegenheit dazu hat und sie überhaupt noch einen interessieren. Ich will euch auch noch die Lieder präsentieren, die mich emotional bei dieser Geschichte begleitet haben. Den Song “Chasing Cars” kennt ihr ja inzwischen schon, aber da waren auch noch ein paar andere:

Letzteres hab ich mir zum Beispiel angehört, als ich Leonas Todesszene schrieb.
So gleich hab ich´s dann könnt ihr das Finale lesen. Nur noch ein kurzer Hinweis: Heute Abend, ab 20 Uhr, findet eine kleine persönliche Weihnachtsfeier im “Alligatorennest” statt. Dort quatschen wir etwas über Weihnachten, aber ich werde euch auch einen exklusiven Vorgeschmack auf das Finale der Weihnachtsgeschichte werfen lassen UND euch erzählen, was ich so für die Zukunft an Geschichten geplant habe… (wenn´s jemanden interessiert haha). Also bis dann und DANKE fürs Lesen!

68 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

[i]"Liebe Lesergemeinschaft, heute lest ihr das letzte Kapitel von “Queer durchs Leben”. Jede Geschichte geht irgendwann einmal zu Ende… oder nicht? Bei genauerer Überlegung geht doch jede Geschichte weiter, nur wie, erfahren wir nicht immer. Ob wir jemals erfahren werden, wie es mit dem Liebesdreieck Moritz-Jacob-Felix weitergeht? Erfahren wir eines Tages, wie Manuela sich wieder im Leben zurechtfindet, nachdem sie über ein halbes Jahr im Koma lag? Und werden Eric, Jannik und Co. die schockierenden Erlebnisse des Amoklaufs jemals verkraften? Es gibt so viele Fragen, aber die Antworten darauf, werden wir selber herausfinden müssen (oder wir zwingen Skystar einfach, eine Fortsetzung zu schreiben, indem wir ihn an ein Bett fesseln und ihn mit einer Feder an den Füßeln kitzeln, bis er vor lauter Lachen einfach nachgibt). Heute also Kapitel 68 - das große Finale! Und mit Damian, Jannik und Eric erwarten uns heute noch einmal drei sehr emotionale Geschichten, die ihren Abschluss erhalten. Auch Ricardos Geschichte wird zu einem Ende gebracht, oder ist es vielmehr der Anfang von einer ganz neuen Geschichte? Bislang hatte Ricardo keine einzige Verbindung zu den anderen Protagonisten. Dies ändert sich heute, denn eine Verbindung gibt es doch…

An dieser Stelle verabschiede ich mich von ganzen Herzen. Danke fürs Lesen (oder auch nicht) und auf Wiedersehen!
-Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"[/i]
ROLLENLISTE:

Jannik Schuster (15): Schüler, der von dem neuen Referendar schwärmt
Herr Kronthaler: der neue Referendar an Janniks Schule
Dr. Böhmer: Janniks Großvater; Therapeut

Eric Großfürst (16): besucht einen Therapeuten aufgrund eines Amoklaufs an seiner Schule
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric
Adam: Schulfreund von Eric, in den er glaubte, sich verliebt zu haben
Levin: Schulfreund von Eric; in den er sich sofort verliebte
Ted: Adoptivvater von Eric; Lebenspartner von Renjo
Renjo: Adoptivvater von Eric; Lebenspartner von Ted

Damian (20): ist in seinen Freund Timo und dessen Bruder Marcus verliebt
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian

Ricardo Vasquez (17): hat einen Vertrag bei einem Pornostudio unterschrieben
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf

Damian (Timo) – Teil 27
Timo stand im Türrahmen. Bewegungslos. Vor wenigen Stunden dachte er noch, dass alles wieder in Ordnung käme. Er hatte eingesehen, wieviel Damian ihm bedeutete und das er keinen Tag mehr ohne ihn sein möchte. Doch seine Einsicht kam zu spät. Damian war fort und das vielleicht für immer. Doch glaubte er noch, dass der Tag nicht mehr schlimmer werden könnte, so irrte er sich. Vor zehn Minuten klingelte es an seiner Haustür. Timo zerknüllte den Brief von Damian und warf ihn wütend und enttäuscht zu Boden und ebenso öffnete er die Tür. Zwei Polizisten standen davor und hatten die schwere Aufgabe, ihm eine traurige Nachricht zu überbringen.
Timo hörte nur einen Satz: „Wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass ihr Bruder heute Mittag bei einem Amoklauf in der Schule ums Leben kam.“ Danach war es so, als würden sich seine Ohren vor allen Geräuschen dieser Welt verschließen. Die Polizisten redeten zwar mit ihm und Timo nickte auch hin und wieder, aber in Wirklichkeit hörte er ihnen gar nicht mehr zu. Die zwei Polizisten bekundeten ihr Beileid, ehe sie sich wieder verabschiedeten und Timo war allein. Kein Marcus. Kein Damian. Allein. Als ob ihn alle in Stich gelassen hätten.
Timo ging zurück ins Bett und ließ sich rücklings wie ein Holzbrett aufs Bett fallen. Er legte die Hände vors Gesicht und schüttelte seinen Kopf, da er von so vielen Emotionen zeitgleich übermannt wurde. Am liebsten hätte er sich die Augen ausgestochen, denn er hasste es zu weinen. Zum Glück kam es dazu nicht, denn als er seine Hände vom Gesicht wegnahm und die Augen wieder aufschlug, sah er plötzlich Damian im Raum stehen. Da stand er. Am Fuße des Bettes und blickte seinen Freund nicht minder traurig an. „Ich dachte du wärst längst über alle Berge?!“, stieß Timo gerade noch so überrascht aus.
Damian nickte und konnte kaum Augenkontakt zu Timo halten. Er schämte sich und auch er kämpfte damit, nicht in Tränen auszubrechen. „Ich war schon an der Stadtgrenze, als ich im Radio von diesem furchtbaren Amoklauf hörte. Ist…, also ist er… Ma-Marcus ist er…?“ Timo nickte. Ein Kloß, so groß wie ganz Texas steckte ihm im Halse fest. Damian zitterte am ganzen Körper und konnte seine Tränen nicht mehr länger zurückhalten. „We-Wenn du willst, dass ich gehe, dann ge-he ich…“
Timo stand vom Bett auf und schritt mit geballter Faust auf Damian zu. Zuerst glaubte Damian, Timo würde ihm gleich eine reinhauen, aber dann löste Timo seine Faust, legte die Arme um Damian und zog ihn ganz nah an sich heran. So nah, dass beide den starken Herzschlag des anderen spüren konnten. Timo sagte kein Wort und auch Damian schwieg. Stille, bis auf das Klopfen ihrer Herzen.

Jannik – Teil 25
Es war Weihnachten. Das Fest der Liebe. Jannik saß allein unterm Christbaum und dachte über die Vergangenheit nach, als sich sein Großvater zu ihm gesellte und auf einem Stuhl Platz nahm. „Was ist denn mein Junge? Heute ist Heiligabend, aber du siehst nicht gerade glücklich aus.“
Jannik schüttelte verständnislos den Kopf. „Wie könnte ich heute glücklich sein, wenn ich doch weiß, dass es irgendwo da draußen Menschen gibt, die einen geliebten Menschen verloren haben…“
„Es ist also wegen deinem Lehrer. Dem Herrn Kronthaler?“, harkte Janniks Großvater nach. „Er hat dir das Leben gerettet und hätte gewiss nicht gewollt, dass du jetzt in Selbstmitleid schwelgst.“
Die Worte seines Großvaters brachten Jannik dazu, abrupt aufzustehen. Dabei berührte er den Christbaum, dessen Zweige zu wackeln begannen. „Ich krieg einfach seine Worte nicht mehr aus meinem Kopf, dass ich mich irgendwann neu verlieben würde…“
Jannik stand mit dem Rücken zu seinem Großvater, der in den letzten Wochen auch sein persönlicher Kummerkasten aller Art war. Jannik hatte ihm alles erzählt. Von seinen Gefühlen zu seinem Lehrer, bis hin zum Kuss und was an jenem Tag in der Schule vorgefallen war. Ein paar Informationen hatte sein Großvater aber von ein paar seiner Mitschüler erhalten, die an jenem schrecklichen Tag ebenfalls in der Schule zugegen waren. „Jannik, mein Junge. Hör auf seine Worte, denn er hat Recht. Ich weiß, zurzeit empfindest du nur noch Kummer und glaubst, nie mehr einen Menschen so lieben zu können wie ihn. Doch der Tag wird kommen, da wirst du dich neu verlieben.“
„Und was wird aus Marcus?!“, schrie Jannik seinen Großvater nun mit Tränen in den Augen an, nachdem er sich wieder zu ihm umdrehte. „Soll ich ihn einfach vergessen? Vergessen was er für mich getan hat, mir das Leben gerettet hat?!“
Sein Großvater kam auf ihn zu und legte seine großen Hände auf dessen Schultern. „Keiner verlangt von dir, dass du ihn vergisst. Ganz im Gegenteil. Er hat dir eine Zukunft geschenkt und du solltest immer daran denken, wenn du dich so fühlst wie geradeeben. Lass seinen Tod nicht vergebens sein. Blick in die Zukunft und leb dein Leben!“ Jannik sah seinen Großvater zweifelnd an, aber dann schienen seine Worte doch noch bei ihm angekommen zu sein und er umarmte seinen Großvater. Nein, er würde Marcus nicht vergessen. Er würde den Mann nicht vergessen, der ihm zweimal das Leben gerettet hat und versuchen, sein Leben weiterzuleben und wieder glücklich zu werden.

Ricardo – Teil 27
Ricardo zog langsam das Tor hinter sich zu. Wehmütig blickte er zurück zu dem Haus, in dem einst alles begann. Das Abenteuer war hier zu Ende. Doch was sollte Ricardo nun tun? Nach Hause gehen und sich von seinen Eltern eine weitere Standpauke anhören, wie er nur so unüberlegt, ja gar mit dem Schwanz statt mit dem Kopf handeln konnte? Ricardo wusste, dass er einen Fehler begangen hat und nun stand er knietief in der Scheiße.
Er schritt die Straße entlang, doch blieb er nach nur wenigen Metern wieder stehen und setzte sich betrübt auf den Bordstein. Er zog einen etwas zerknitterten Umschlag aus seiner Hosentasche. Darin befand sich das Ergebnis seiner ärztlichen Untersuchung. Der Brief kam bereits letzte Woche mit der Post, doch in all dem Trubel, hatte Ricardo einfach keine Zeit und keine Lust gehabt, ihn zu öffnen. Denn wenn das Ergebnis in Bezug auf HIV positiv ausfiel, dann wüsste er nicht, wie er damit alleine zu Recht kommen sollte. Er hatte auf Martins Unterstützung gehofft, doch dies hatte sich inzwischen wohl erledigt. Ricardo betrachtete den Brief. Er konnte es nicht. Er traute sich nicht, ihn zu öffnen.
„Hey, dich kenne ich doch.“, sagte eine Stimme hinter Ricardo.
Ricardo war es inzwischen gewohnt, von jedem erkannt und blöd angemacht zu werden. Bislang verkraftete er die Häme ganz gut, doch inzwischen war auch bei ihm der Punkt erreicht, wo er einfach nur noch in Ruhe gelassen werden wollte. „Verpiss dich!“, entgegnete er pampig.
„Mieser Tag?“, fragte der Junge, dem es offenbar nichts ausmachte, angeschnauzt zu werden.
„Mieser Tag, miese Woche, mieses Leben!“, entgegnete Ricardo erneut und drehte sich dieses Mal zu dem Jungen herum. „Hm… kenne ich dich nicht von irgendwoher?“
„Joa, ich wohne gleich hier ums Eck. Erinnerst du dich an mich? Du standst mal vor unserem Haus und ich hab dich gefragt, ob du zu uns willst. Da hast du geantwortet, dass du dich am Haus geirrt hättest.“, erklärte der Junge, der Ricardo trotz seiner rauen Art noch immer anlächelte. „Sorry, wenn ich dich nerve, aber du sahst so traurig aus…“
„Weißt du denn nicht wer ich bin?“, fragte Ricardo überrascht.
„Nein, sollte ich etwa?!“, gab der Junge als Antwort. „Warte kurz und lass mich überlegen. Du bist nicht Zac Efron, denn der ist extrem hot und du… bist auch okay…“
„Na schönen Dank auch.“, sagte Ricardo und guckte den Jungen dabei grimmig an. „Naja, ist ja auch egal. Ich weiß glaube ich selber nicht, wer ich wirklich bin.“
„Das verstehe ich nicht.“, sagte der Junge verwirrt und setzte sich zu Ricardo an den Bordstein.
„Ich auch nicht.“, erwiderte Ricardo traurig. „Ich war mal ein stinknormaler Junge, mit Fehlern wie jeder andere auch, aber inzwischen hab ich mich irgendwie selbst verloren. Wenn ich meinen Namen höre, dann fühle ich mich unwohl in meiner eigenen Haut.“
„Na dann benutz doch ab sofort einfach deinen Zweitnamen!“, schlug der fremde Junge vor und Ricardo wunderte sich, über dessen unerwartete Freundlichkeit. „Hast du denn einen?“
„Ja, hab ich. Renjo.“, antwortete Ricardo.
„Freut mich Renjo. Ich heiße Theodore, aber alle nennen mich Ted.“, stellte sich der fremde Junge nun ebenfalls vor und lächelte Ricardo dabei ganz verliebt an.

Eric – Teil 22
„Manchmal wünschte ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen, um es besser zu machen.“, sagte Eric betrübt, als er in einer weiteren Sitzung vor Dr. Böhmer saß. „Ich hab so vieles im Leben nicht verdient. Meine Adoptivväter Ted und Renjo nicht, die mir ein neues Zuhause schenkten und auch Levin nicht, der fest an mich glaubte und mir seine Liebe schenkte. Mir ist klar, dass bestimmte Dinge sich nicht ändern lassen, aber ich glaube, dass was geschehen ist, wäre nicht geschehen, wenn ich von vornherein ehrlich zu Adam gewesen wäre.“
„Menschen machen Fehler. Das liegt in unserer Natur.“, erwiderte Dr. Böhmer. „Wenn wir bereits alles von vornherein wüssten und könnten, dann wäre die Welt im Ungleichgewicht. Wir machen Fehler, um zu lernen. Das spornt uns an, um besser zu werden und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Nichts ist perfekt. Das muss es auch gar nicht, aber es liegt in unserer Hand, was wir aus unserem Leben machen.“
„Ich kann nie mehr wieder in meine alte Schule zurück.“, sagte Eric nachdenklich. „Viele wissen was ich getan habe und hassen mich dafür.“
„Wut ist ein Zeichen von Trauer. Sicherlich ist es nicht einfach, diesem Gefühl zu widerstehen, aber Wunden heilen.“, meinte Dr. Böhmer.
Eric lachte verächtlich. „Aber Narben bleiben…“
„Narben verblassen auch mit der Zeit.“, entgegnete Dr. Böhmer augenblicklich. „Ich bin wirklich froh, dass du dich mir endlich offenbart hast. Dabei geht es gar nicht um mich, sondern viel mehr um dich, um den Schmerz der tief in deiner Seele sich verbirgt. Wir befinden uns auf einen guten Weg.“
„Sie irren sich und das in allen Belangen.“, sagte Eric und sah Dr. Böhmer eindringlich an. „Wunden heilen nicht immer. Levin sitzt meinetwegen im Rollstuhl und wird nie wieder laufen können. Da bin ich mit meinen Schuldgefühlen und Panikattacken hingegen viel zu gut weggekommen. Deshalb ist dieser Weg für mich auch hier zu Ende.“ Eric stand auf und ging langsam zur Tür.
„Eric.“ Dr. Böhmer stand ebenfalls auf und wirkte überrascht, aber vor allem besorgt. „Du solltest jetzt noch nicht gehen…“
„Doch sollte ich.“, widersprach Eric. „Für mich ist diese Geschichte hier zu Ende. Ich gehe nicht, weil ich glaube, dass es mir besser geht. Ganz im Gegenteil. Ich gehe, weil ich das Ganze endlich zu einem Abschluss bringen möchte und nach vorne schauen möchte. Vielleicht können Sie das als mein behandelnder Therapeut nicht gut heißen, aber vielleicht können Sie es wenigstens verstehen.“
Dr. Böhmer wirkte unsicher, nickte aber schließlich. „Ich glaube, ich verstehe dich sehr gut.“
„Danke.“, sagte Eric leise und lächelte dabei. Dann öffnete er die Tür und trat in den Gang hinaus. „Leben Sie wohl, Dr. Böhmer.“ Eric verließ die Praxis und die Tür schloss sich.

ENDE!

Grindr gabs zu dem Zeitpunkt an dem Ricardo gelebt haben muss nicht. Und bestimmt war damals auch die online porno und website sachen noch nicht wirklich so präsent. (Die Zeit in der Ricardos Story spielt müsst ungefähr um 1990 herum gewesen sein - jetzt mal abgesehen von der Adoptionsgeschichte)

Was anderes wär mir jetzt nicht aufgefallen.

Du hast schon Recht “Goldi”. Das Problem mit der Zeit war für mich ein Problem, einfach weil ich nicht von Anfang an geplant hatte, dass Ricardo Erics Pflegevater ist. Ricardos Geschichte sollte 1997 spielen (also 20 Jahre vor den anderen), aber da befand sich das Internet natürlich noch in den Kinderschuhen (gab´s das damals überhaupt schon?). Dann hab ich Ricardos Geschichte einfach auf 2007 verlagert (deswegen der Seitenhieb auf Zac Efron, der damals gerade durchstartete). Die anderen Geschichte würden demnach alle 2027 spielen, wobei dann ein Dialog bei Felix nicht mehr passen würde, dass Homosexuelle in Deutschland jetzt erst heiraten dürften.

Ich hab einfach nicht alles durchdacht und das ärgert mich selbst am meisten. Kommt aber auch dem zu Schulden, dass ich hier ja keine Geschichte erst zu Ende schreibe, bevor ich sie veröffentliche, sondern quasi nach kurzer hochlade, nachdem ich ein Kapitel geschrieben habe.
Das wird auch ein Grund sein, warum meine nächste Geschichte länger als sonst auf sich warten lässt. Ich weiß nicht, ob ich sie fertig schreiben werde (wahrscheinlich nicht), aber ich will sie sehr viel weiter vorausschreiben, als immer nur drei bis fünf Kapitel.

Hoffe aber trotzdem, dass du und auch andere dann wieder mitlesen. :slight_smile:

Zum Jahreswechsel wünsche ich all meinen Lesern natürlich einen guten Rutsch und ein glückliches Jahr 2018. Ich finde ein jeder hat das Glück verdient, der auch mit dem Herzen fühlt. Leider werde ich nie begreifen, warum andere Menschen einem so wehtun, dass diese Wunde nie verheilen wird. Es bleibt einem nicht anderes über, als nach vorne zu schauen und niemals die Hoffnung aufzugeben. Diese Menschen hab ich zwar aus meinem Leben verbannt (oder sie mich), aber sind immer noch ein Teil von mir, weil sie mich zu dem gemacht haben, was ich heute bin. Ich will sie vergessen, aber werde es nie können. Um Mitternacht blicke ich aber nach oben und bestaune all die schönen Lichter, die den Nachthimmel erhellen. Möge dieses Licht uns allen Glück, Hoffnung, Trost und Liebe spenden.

Frohes neues Jahr euch allen!

Wer jetzt wissen möchte, wie ich auf die Idee dieser Geschichte und deren Protagonisten kam und welche Fehler ich mir eingestehe, der kann sich das hier ja mal durchlesen: http://skystar-stories.xobor.de/t33f6-Hintergrundinfos-zu-quot-Queer-durchs-Leben-quot.html#msg71

Hallo Skystar,

Auch wenn es jetzt schon rund 5 Monate her ist seitdem diese Geschichte beendet ist, hoffe ich dass du das hier überhaupt liest.
Ich bin eigentlich ein stiller Mitleser und habe ein paar Geschichten, vorallem von dir, hier gelesen und bin einfach sprachlos!

Ich finde es echt bemerkenswert wie du 10 Geschichten “parallel” schreiben kannst und diese dann auch noch in verschiedenen Zeiten spielen zu lassen, auch wenn das nicht alles so super funktioniert hat.
Ich bin leider nicht der Typ für große Worte aber diese Geschichte hat mich einfach berührt, vorallem, weil ich mich mit den Geschichten von Jannik und Damian so gut identifizieren kann. (Ist auch ein weiterer Faktor für die hohe Lesesucht!

Dein Schreibstil ist und bleibt undangefochten. Ich ärgere mich sehr darüber nicht schon letztes Jahr auf deine Geschichte gestoßen zu sein, dann wär ich einer der wenigen hier gewesen die dir mal Feedback gegeben hätten.

Ich habe diese Geschichte (n) innerhalb von 3 Tagen durchgelesen, weil ich einfach nicht aufhören konnte weiterzulesen. Das ist dann wiederum das gute, ich muss keine Woche warten bis der nächste Teil rauskommt und kann meiner Lesegier freien Lauf lassen ^^
Ich habe natürlich auch eine persönliche Favoriten liste in meinem Kopf erstellt :

  1. Jannik und Damian (unmöglich mich da zu entscheiden)
    2.Leonas
  2. Moritz
  3. Lukas
  4. Manuela
  5. Ricardo, Felix, Flo
  6. Nils

Im Gegensatz zu den anderen fande ich Nils Geschichte leider überhaupt nicht fesselnd und musste mich manchmal zwingen diese zu lesen, da ich keine Verbind zu einer anderen Geschichte verpassen wollte.
Tut mir leid das zu sagen, aber die entsprach einfach nicht meinem persönlichem Geschmack, das ändert nichts an deinen überaus gemeinen Cliffhängern (weiteres Suchtpotenzial).
Diese Traumwelten, dieser Realtitätsverlust, leider nicht meine Richtung.

Schließlich lässt sich noch sagen, dass ich deine Geschichten trotzalledem weiterhin verfolgen werde und mich bestimmt nochmal zu einer Geschichte hinreißen lasse :slight_smile:

Mit lieben Grüßen
Ein (nicht ganz so) stiller Mitleser

Natürlich lese ich das!

Hallo Laserhieb 879

Diese Geschichte innerhalb von drei Tagen durchzulesen ist ziemlich… wow! Du musst viel Freizeit oder Langeweile gehabt haben. Vielleicht auch gar nicht geschlafen?

Wie auch immer, bin ich hier im Forum nach wie vor aktiv, auch wenn es jetzt schon längere Zeit nichts mehr von mir zu lesen gab. Aber du darfst selbstverständlich meine andere Geschichten lesen, wenn du das nicht schon längst getan hast.

Es ist schön, auch jetzt noch solche Nachrichten wie deine zu erhalten, also danke!

Mich würde es interessieren, wie stark du dich mit Jannik und Damian identifizierst, denn beide hatten ja sehr interessante Geschichten…, vielleicht magst du mir das erzählen?

Liebe Grüße
Himmelsstern