Panikstörung, Depressionen, Agoraphobie

Hallo zusammen,

Da ich aktuell von diesen 3 Dingen betroffen bin würde ich gerne etwas darüber hier berichten um den einen oder anderen auch etwas Mut zu machen sich Hilfe zu holen.
Bei mir fing alles an einem Freitag ende März an.
Ich hatte mich mit meiner Mutter zum frühstück verabredet und dies sollte dann nun auch statt finden.
Ich holte meine Mutter mit dem Auto ab und fuhren dann auch los und gingen lecker Frühstücken.
Nachdem Frühstück fragte meine Mutter mich, ob ich nicht noch Lust hätte mit Ihr durch die Innenstadt ein bisschen zu laufen bevor ich dann auch los muss zur Arbeit.
Ich war etwas genervt weil ich die Nacht nicht gut geschlafen hatte, dazu hatte ich dann auch noch Spätdienst aber ich bin mit meiner Mutter dann los gegangen.

In einem großen Kaufhaus schauten wir uns erst etwas um und fuhren dann in die oberste Etage.
Plötzlich merkte ich das mir ganz komisch wurde. Ich hatte Schwindel und Herzrasen.
Ich dachte mir nicht viel bei und blieb noch etwas bei meiner Mutter bis auf ein mal fette Schweißausbrüche kamen.
Ich sagte meiner Mutter, dass ich schon vor die Tür gehe da es mir irgendwie komisch geht.
Draussen wartete ich auf meine Mutter und wie ein Raucher so ist steckte ich mir erstmal eine Zigarette an.
Schwindel und Herzrasen gingen absolut nicht weg und blieben. Meine Mutter kam dann aus dem Geschäft und fragte wie es mir geht.
Ich sagte, dass es mir ganz seltam komisch ist. In der Hoffnung das es nur der Kreislauf sei sind wir weiter gegangen und in den nächsten Schuhladen.

ich blieb noch etwas draussen in der Hoffnung das mein seltsames Gefühl weg geht. Dies war leider nicht der Fall in der zwischenzeit hatte ich immer das Gefühl jeden Moment umzukippen, also ging ich zu meiner Mutter in den Laden und suchte sie auf. Sie sagte mir ich soll mich hinsetzen und mal abwarten. nach kurzer Zeit bat ich sie den Laden zu verlassen da es absolut nicht besser wurde.
Wir verließen den Laden und gingen zum nächsten Bäcker um etwas zu Trinken zu holen und uns dort hinzusetzen.
Plötzlich schossen mir immer wieder die Gedanken in den Kopf, dass ich einen Herzinfakt habe.
Warum diese Gedanken gekommen sind ? Ich kann es bis heute nicht beantworten. Plötzlich spürte ich noch mehr Angst, so viel Angst das ich für mich alleine ein Stück gehen musste.

Nachher sagte ich meiner Mutter das es gar nicht besser wird und wir nun besser zum Auto gehen sollten. Auf dem Weg zum Auto wurde es immer schlimmer. Ich rief bei meiner Hausärztin an die Gott sei Dank vergessen hatte das Telefon umzustellen und ich sie so noch erreichen konnte.
Alos fuhr ich mit meiner Mutter im Eiltempo zur Praxis und ich lies mich Untersuchen. Der Blutdruck bei 160 und der Puls verdammt hoch.
Jetzt noch ein EKG was völlig unauffällig war.
Also gut sagte die Ärztin ich glaube das kam nun einfach von der Wärme aber wegen dem Bluthochdruck gebe ich Ihnen nun Betablocker.
Nun gut wenn diese mir doch helfen sollen, dann werde ich sie nehmen. Ein Gelber Schein erfolgte für 1 Woche.
Selber auf der Arbeit konnte ich schon nicht mehr Anrufen das hatte meine Mutter für mich übernommen.
Meine Mutter bat mich drum erstmal bei Ihr zu bleiben das falls noch etwas ist, dass sie gleich für mich da ist.

Alos blieb ich für 3 Stunden bei meiner Mutter und rief dann meinen Freund an, dass er mich doch bitte abholen soll da ich kein Auto fahren mag.
Mein Freund holte mich auch ab und wir fuhren nachhause. Der Abend verging auch relativ gut es kamen immer mal wieder diese komischen Ängste die ich nicht einordnen konnte.
Am Samstag stand ich dann auf, mein Freund war von der Arbeit schon da ( Nachtdienst) und ich war etwa beruhigt aber dennoch war immer dieses komische Gefühl in mir.
Der Tag verlief eigentlich ganz ruhig und gelassen, am Abend gab es dann Besuch von meiner Schwiegermutter und wir wollten ein bisschen WiiU spielen zusammen. Wärend dem Spielen machte sie plötzlich eine so Starke Angst breit das ich fast verrückt geworden wäre.
Ich legte meinen Controller weg und konnte einfach nicht mehr. Ich hatte so Angst einen Herzinfakt zu haben und sagte es den beiden auch.
Meine Schwiegermutter sagte mir auch das ich ganz schlecht aussehe und wir besser ins Krankenhaus fahren sollten. Ich bat meinen Freund sich fertig zu machen das wir dann los können.
Leider entwickelte sich innerhalb ganz kurzer Zeit eine Angst vor dem Krankenhaus also konnte ich dort nicht hin weil ich so Angst hatte.
Ich telefonierte mit einer Bekannten die Krankenschwester ist, sie versuchte mich zu beruhigen und sagte mir das ich ganz sicher keinen Herzinfakt habe. Das wollte ich leider aber auch nicht glauben denn ich war mir soooo sicher.

Also gingen wir etwas spazieren und brachten meine Schwiegermutter zum Auto. Mein Freund und ich gingen allein nachhause und ich legte mich ins Bett wärend er mich versuchte noch zu beruhigen. Irgendwann konnte ich dann dank seiner Hilfe auch einschlafen.
Der Sonntag verlief absolut gar nicht besser, es war eigentlich ein tag voller Angst und man hat sich selber verrückt gemacht.
Ständig hin und her laufen, ständig Hände kneten das alles kannte ich von mir gar nicht.
Man machte sich natürlich selber damit auch verrückt weil man nun ja gar nicht wusste was mit einem los ist und die Ärztin sagte es sei wohl nur von dem Wetter.

Hier mache ich nun erstmal einen Cut. Ich werde aber weiter berichten, wenn das Interesse besteht.

Deine Erzählung hat mich echt verwundert, da mir so etwas bis jetzt noch nicht begegnet bin und ich nur aus der Theorie von solchem Verhalten gehört habe. Ich finde sie sehr interessant und würde mich echt freuen, wenn du sie weiterführen magst. :slight_smile:

Hey Yahool3r, schön das es dich interessiert. Ich dachte mir auch einfach es ist für den einen oder anderen eventuell auch eine Hilfe wenn er liest das es mehrere Leute davon gibt und die Person nicht damit alleine ist.
Gerne werde ich weiter berichten.
Solltest du spezielle Fragen dazu haben, bin ich natürlich offen :wink:

Nun geht es dann aber auch weiter im Text:

Am Montag bin ich dann wieder zur Ärztin gegangen und habe ihr berichtet, dass es am Wochenende noch viel schlimmer wurde und ich immer gedacht habe das ich durchdrehe.
Sie bat mich mal alle Symptome ihr mitzuteilen, also fing ich an:
-Herzstechen
-Herzrasen
-Schwindel
-Schwitzen mittel-stark

  • Atemnot
  • rasender Puls
  • Innerliche Unruhe
    Und was für Ängste beschäftigen sie dann immer:
  • Angst vor Herzinfakt
    -Angst ins Krankenhaus zu müssen
    -Angst vor einem Krankenwagen
    -Angst vor dem Sterben
  • Angst alleine zu sein
    -Angst keine Hilfe zu bekommen wenn ich alleine bin
    -Angst verrückt zu werden

So das war dann nun alles und die gute Dame sagte mir dann sie glaube es seien Panikattacken.
Wodurch die nun ausgelöst wurden kann man nur raten.
Eventuell durch zu viel Stress auf der Arbeit oder viele andere Dinge.
Ich bekam für die Woche noch einen Gelben Zettel und wir wollten schaune was die Beta-Blocker bringen.
Ich habe fleißig gewartet und meine Tabletten eingemommen und es veränderte sich absolut nichts.
Daraufhin bin ich wieder zu der guten Dame hingefahren und habe klar gesagt ich brauche Hilfe ich kann nicht mehr.
Also gut dann bekam ich die Wahl zwischen Vollstationär oder Teilstationär ( Tagesklinik)
Ich entschied mich für die Tagesklinik und die ANmeldung wurde sofort fertig gemacht und zur Klinik gefaxt.
Dann sollte bitte auch noch ein ambulanter Therapeut her. So einen zu finden ohne viel Wartezeit ist absolut nicht einfach.
Die Wartezeiten gehen von 6 Monaten - 24 Monate.
Also habe ich mich immer wieter bemüht einen ambulanten Therapeuten zu finden was nicht einfach war.
Ich wurde nochmals mit einem Gelben Schein entschuldigt und wir wollten warten wann sich die Tagesklinik meldet.

Es dauerte nicht lang und die Tagesklinik meldete sich auch schon.
Wartezeite ca. 15 Wochen !
Ok wie soll ich in dieser Zeit klar kommen ? Ich habe aktuell ein Problem !
Also wieder die Ärztin aufgesucht und versucht mir nochmal Hilfe zu holen.
Plötzlich meinte die gute Frau ich kann auch arbeiten gehen, dass würde mich gut tuen weil ich dann ablenkung habe.
Das ich gar nicht zur Arbeit kann weil es einer der Probleme ist und wir bereits drüber gesprochen habe, war dann völlig egal.
Die Wartezeit der Klinik ist auch ganz normal.
ALso sollte ich nun wieder arbeiten gehen und wenn es doch gar nicht funktioniert muss ich halt in die Notaufnahme der Psychatrie fahren.
Also stellte ich mir dir Frage, wie wollen die mir dort in der Notaufnahme helfen ?
Da gibt es nur eine Tablette und dann hat es sich auch erledigt.
Also fertig und erschöpft wie ich war überlegte ich zu Hause was ich denn nun machen könnte.

Ich ging am nächsten Tag zum Arzt meiner Mutter dieser ist als Hausarzt niedergelassen hat aber viel mit Psychologie zu tun.
Also gut hin und dem netten Herrn nochmal alles von Vorne bis hinten erzählt.
Es wurde nochmals Blutdruck gemessen und noch ein EKG gemacht und wurde so komplett untersucht.
Nichts zu finden. Es muss alles von der Psyche kommen.
Also gab es noch eine Überweisung zum Kardiologen um wirklich alles abklöären zu lassen.
Der Arzt stellte dann noch die Tabletten für den Blutdruck um in der Hoffnung das es mir damit besser gehen würde.
Leider war dies nicht der fall und ich bin nach wenigen Tagen auch schon wieder bei Ihm gewesen weil diese tabletten gar nicht gingen.
Also wieder andere Tabletten diese hat mein Körper dann aber sehr gut aufgenommen.
In der ganzen Zeit sind natürlich viele Panikattacken ausgebrochen mal weniger schlimm , mal mehr schlimm.

Nun ging es dann etwas weiter mein neuer Hausarzt schrieb mich erstmal die nächsten 4 Wochen Krank und warteten auf das Ergebniss was dann irgendwann folgte vom Kardiologen.
In der Zeit bis der Termin dann mal endlich auch besucht war, wurde noch Blut abgenommen und dies untersucht.
Aber auch dort war nicht wirklich etwas zu finden.
Der Kardiologe selber ha auch ein Uktrschall gemacht und ein EKG gemacht und abgehorcht und gemacht und getan, Ergebis= Sie sind Gesund.

Hier mache ich mal wieder einen Cut weil ich Müde bin aber ich werde weiter berichten.

Oha, das ist wirklich ein Problem. Wenn man einen Spezialisten braucht, dann kriegt man ihn viel zu spät eigentlich.

Da du immer fein in der Vergangenheit schreibst, spekuliere ich mal, dass sich das alles am Ende gebessert hat? :slight_smile:

Hey Yahool3r,
heute werde ich leider nicht weiter schreiben aber auf deine Antwort möchte ich trotzdem antworten:
Ich schreibe in der Vergangenheit weil dies alles bis heute passiert ist.
Gebessert hat sich leider noch nichts.
Aber dazu kommen wir dann noch.
Ich denke ich werde es wenn wir angekommen sind bis zum Tag X es dann umwandeln zum Tagebuch :smiley:

Gute Nacht
Speedy89

Ich hoffe mal, dass der Tag X bald ist :slight_smile:

Update? :slight_smile: :smiley:

Grüß dich!

Sind diese Ängste bei dir ganz “spontan” aufgetreten? Liest sich so, als wäre das plötzlich alles da gewesen. Oder hast du vorher schon - z.B. in deiner Kindheit - solche Ängste gehabt?

Machst du beruflich was medizinisches? Du erwähntest, dass du mal Spätdienst hattest.

Liebe Grüße und alles Gute!
schwarzweiss

Ohje lange ist her aber ich denke ich werde nun kurz die Fragen beantworten und danach noch ein bisschen dazu schreiben.

@schwarzweiss: Die Ängste waren plötzlich alle vorhanden. Ich würde sagen ich war schon immer ein Vorsichtiger Mensch und habe immer hinterfragt was wohl alles passieren könnte aber dennoch nicht so extrem.
Nein, leider mache ich nichts medizinisches ich war zu dem Zeitpunkt im Verkauf tätig.

Leider findet sich bei mir immoment leider wenig zeit zu schreiben aber ich werde nun versuchen so viel wie möglich nach zuschreiben.
Also auf gehts:

Nachdem ich dann beim Kardiologen war und er mir mitgeteilt hat, dass ich Gesund bin und er nichts feststellen konnte musste ich mit dem Ergebnis zum Hausarzt.
Es gehen einem Tausend Gedanken durch den Kopf auch wenn man schon von anderen gehört hat das es wirklich die Psyche ist. Lieber wäre mir eine Handfeste Diagnose gewesen trotz der Angst vor dem Krankenhaus.
Also ging ich mit dem Ergebnis zum Hausarzt und es wurde weiteres besprochen was wir nun machen werde.
Arbeiten gehen geht auf keinen Fall. Auf meinen Wunsch hin habe ich es dennoch versucht weil ich nicht zuhause sitzen wollte. Damit fiel ich dann leider auch wieder auf die Schnauze und hatte extreme Ängste auf der Arbeit und hatte dort mit Übelkeit, Schwindel, Gedanken an Herzinfarkt etc. zu kämpfen. Ende vom Lied ich habe die Arbeit nach 3 Stunden abgebrochen.
Also wurde ich weiter Krank geschrieben.
Was können wir nun machen ?
Versuchen ambulant schon einen Therapeuten zu finden. Da riet mir der Arzt einfach alle anzurufen und hoffen das etwas klappt.
Einstellen von Antidepressiva.
Warten darauf das ich endlich in die Tagesklinik kann.
Das war nun also mein Plan.

Ich bemühte mich einen Therapieplatz zubekommen, doch leider ohne Erfolg.
Ich habe unzählige Panikattacken gehabt, mein Partner immer weniger Verständniss für meine Situation und die Lage wurde dadurch nicht gerade einfacher.
Ich wollte ja auch so schnell wie möglich wieder arbeiten um meinen Job zubehalten.
Nun war der Tag der Tage und ich durfe in die Tagesklinik.
Am ersten Tag ist natürlich noch alles Neu.
Ich hatte dort das erste mal Kontakt mit einem Psychologen, gleich am ersten Tag musste ich dann meine komplette Geschichte erzählen wie das alles begann mit den Panikattacken und was ich bisher alles schon versucht habe.
Dann wurde ich noch von einem Arzt untersucht das ich auch wirklich nichts körperliches habe.
Nun begann also der Start in der Tagesklinik.
Die Woche war dann nun immer geplant
Montags- Freitags 8:00 - 16:00 Uhr Tagesklinik.
In der Zeit hatte ich dann Sport, GruppenTherapie, Einzeltherapie, Ergotherapie, Körperwarnehmung, Patientenseminare.
Man hatte 3 mal die Woche Sport, zweimal die Woche Gruppentherapie, einmal Einzeltherapie, 3 mal Ergotherapie, zweimal Körperwarnehmung, einmal Patientenseminar.
Die Woche war doch immer recht voll und am Ende des Tages war man doch recht kaputt.

Nun hatte ich 9 Wochen Tagesklinik aufenthalt hinter mir und so wirklich besser ging es mir noch immer nicht.
Aber immerhin hatte ich schon Diagnosen: Agoraphobie mit Panikstörung, Depressionen, Panikstörung, Sozialphobie, Persönlichkeitsstörung.
(Persönlichkeitsstörung: Dies wird über einen Multiple-Choice-Fragebogen heraus gefiltert, demnach hat aber jeder eine Persönlichkeitsstörung, also sollte man das nicht zu ernst nehmen.)
Leider gab es viele Probleme und Komplikationen in der Tagesklinik auf die ich hier nicht weiter eingehen darf und kann.
Was ich dazu sagen kann ist: Man hat nicht auf den Patienten gehört eine Umstellung der tabletten hätte vorher erfolgen müssen etc.
Nun waren 9 Wochen rum, ich habe etwas Verstanden was ich nun habe, aber wo bitte habe ich nun einen Plan was ich zutun habe ?
Keinen Plan. Nichts !!!
Also wieder zum Hausarzt mit dem Gesprochen.
Nochmals Blut untersucht über die Probleme in der Tagesklinik gesprochen und überlegt was wir machen.
Nun hieß es also entweder Vollstationär das würde dann so aussehen du bist in einer Einrichtugn schläfst dort hast mehr betreuung und kannst am Wochenende nachhause. Aufenthaltsdauer ?: Solang bis man stabil ist.
Stabil war ich leider nicht wirklich. Der Haushalt blieb oft liegen so das mein Freund vieles machen musste. Ich kümmerte mich fast nur noch um mich das ich irgendwie den Tag schaffe.
Lenkte mich viel mit unwichtigen Dingen ab um einfach nicht diese Panik spüren zu müssen.
Andere Alternative: Ambulante Therapie!
Ich habe mich dann für die Ambulante Therapie entschieden.
Ich habe mich dann nochmals auf die Suche nach einem Therapeuten gemacht.
Wärend der Suche hatte ich das Glück einmal die Woche in die Tagesklinik gehe zu können um dort an einer ambulanten Gruppentherapie teilzunehmen.
Das war für mich ganz gut, so konnte ich über aktuelle Probleme oder neue Verhaltensauffälligkeiten sprechen.
Eine lange Zeit musste ich dann auf einen Therapieplatz warten.
Aber es meldete sich mein jetziger Therapeut und bei diesem bin ich mehr als zufrieden und super aufgehoben.

Aktuell:
Durch Einstellung richtiges Antidepressiva habe ich weniger Panikattacken aber sie kommen immer noch und ich habe keine Ruhe davon.
Depressivephasen gibt es leider auch noch sehr viele.
Kein Tag vergeht ohne Mittagsschlaf, der Tag ist sonst viel zu lang.
Alpträume mit starkem Schwitzen und dadurch aufwachen.
Durchschlafstörungen.
Weiterhin Krank geschrieben.

Das ist Stand heute. Ich werde gerne weiter berichten sobald sich was interessantes verändert oder aber es auch neues zu berichten gibt.
Bei Fragen immer raus damit ich werde es so gut es geht beantworten.

Lg Speedy

Hallo zusammen,
Heute gibt es gleich ein neues Update.
Da ich gestern Therapie hatte und wir dorr das Thema Angst vor dem Krankenhaus besprochen haben und mein Therapeut und ich nun feststellen mussten, dass meine Angst einfach zu Stark ist musste ich mir heute gleich ein Bedarfsmedikament holen von meinem Arzt.
Aktuell nehme ich dann zur Unterstützung 2 feste Medikamente und nun ein Bedarfsmedikament für ganz schwere Phasen.

Solltet ihr Fragen bezüglich der Angst haben, dürft ihr gerne Fragen
Mit der Nennung von Medikamenten bin ich extra sehr vorsichtig da mit diese Medikamente echt nicht zu Spaßen ist.
Euch einen schönen Abend.
MfG
Speedy

Wow das ist hart, wie einem das Leben über die Füße fährt. Gute Besserung sofern man das sagen kann :slight_smile:

Hallo Speedy, ich habe im Support-bereich eine Nachricht von Christian (Gast) erhalten, welcher eine Idee hatte woran es vielleicht auch liegen könnte… Nochmal einen Dank an ihn :slight_smile:

Hallo zusammen,
erstmal vielen Dank an Expedit das er das hier rein gestellt hat.
Und dann vielen Dank an Christian, dass er einen solangen Text verfasst hat. Ich werde mich nun an die Beantwortung der Fragen machen und dazu noch einiges Schildern.

Das ganze habe ich mir jetzt schon durchgelesen, aber ich denke ich muss es nochmals lesen und werde dann ggf. mal schauen.
Dir Christian auf jedenfall nochmal vielen vielen Dank. Gerne würde ich weiteres von dir hören wenn du noch Tipps, Ratschläge etc. für mich hast.
Auch nochmal einen Dank an Expedit

@Baze
Ja das kann von heute auf Morgen einfach alles umwerfen.
Davor habe ich auch immer gesagt so schnell bringt mich nichts aus der Bahn aber nun wurde ich eines besseren belehrt.
Vielen Dank für die Genesungswünsche, eine Chance auf Heilung gibt es es kommt leider nur öfter vor, dass es irgendwann wieder anfängt.

Und nochmal an alle:
Ich wurde mehrmals gefragt warum machst du dazu einen Post auf?:
Diese Fragen möchte ich nun dann auch gerne beantworten.
In der heutigen Zeit werden Psychische Erkrakungen leider oft noch verschwiegen.
Warum ? Das Problem ist einfach, dass man oft nicht ernst genommen wird.
Es liegt einfach daran das man den Menschen nichts ansieht.
Hat jemand ein gebrochenes Bein, dann sieht man sehr deutlich das er auf Krücken läuft und ein Gips um sein Bein hat.
Bei einer Erkrakung wie bei mir sieht man leider nichts. Man sieht eventuell dass es mir mal nicht gut geht, da würde man dann aber eher mal sagen der hat Kopfschmerzen oder ist aufgeregt.
Wenn man dann mal eine Diagnose bekommen hat dann wird man automatisch danach im Internet suchen.
Dort findet man dann leider sehr viele Seiten von irgendwelchen Gurus die meinen nur das und das hilft.
Aber leider helfen oft deren Mittel auch nicht.
Ich möchte nicht sagen, dass deren Dinge die sie schreiben nichts bringen das kann ich mir nicht erlauben aber ich habe einiges versucht und es ist gescheitert.
Dazu ist es sehr wichtig sich auszutauschen bei so einer Erkrakung. Man hat ständig Symptome die einen verrückt machen bzw. sehr ängstlich machen können. Und wir reden hier nicht von Ich habe Rückschmerzen. Da kommen dann eher Sachen ich habe Stechen am Herzen, Schmerzen bis in die Arme, enge in der Brust.
Wenn man das alles bei Google eingibt dann kommt mit Sicherheit: Verdacht auf Herzinfarkt!
Und wenn ein Angstpatient dies liest dann ist eigentlich schon die Panik vorprogrammiert.
Deswegen ist es wichtig jemanden zu haben zum Austausch der einem immer wieder sagt: Es ist nur dein Kopf.
Es ist für aussenstehende sehr schwer zu verstehen warum solche Gedanken kommen und es werden auch nur sehr wenige nachvollziehen können.
Dennoch ist es mir persönlich wichtig die Menschen aufzuklären und denen mitzuteilen: Nimmt auch diese Menschen ernst. Es ist eine ernste Krankheit!
Vielen Dank!
MfG
Speedy

Hallo zusammen,

leider gab es lange nichts mehr zu lesen von mir.
Da ich aber gerne an dem Thema dran bleiben möchte, damit sich keiner Verstecken muss mit dieser Krankheit hole ich den Post mal wieder aus dem Keller.

Mal kurz die Frage gestellt, wie es mir nun geht und was alles so passiert ist seid dem letzten Post.

Mir geht es durchwachsen. Ich habe immer noch sehr viele Panikattacken. Wenn ich gerade mal etwas ruhe habe, dann fordert mich die Depression heraus. Was wirklich nicht einfach ist aber ich muss es akzeptieren und damit leben bzw. lernen damit umzugehen.

Ich bin weiterhin in Therapie und werde es vorraussichtlich auch noch ca. ein halbes Jahr sein.
Dazu möchte ich anmerken, dass ich nur einmal die Woche Therapie habe und mein Therapeut selbstverstänlich auch mal Urlaub hat etc.
Dadurch streckt sich das natürlich alles sehr in die Länge.
Wie ich damals Angefangen habe mit der Therapie hatte ich gedacht, ach was das geht bestimmt schnell und dann bist du wieder richtig fit.

Leider hat sich schnell schon oft tod gelaufen.
Und schnell, schnell ist bei einer Psychischen Erkrankung auch einfach nicht drin.
Es brauch seine Zeit genau wie bei einem Beinbruch das zusammenwachsen.

Ich bin nun schon 1 1/2 Jahre Krank geschrieben. Und werde dies auch vorerst bleiben.
An arbeiten ist leider nicht zu denken. Ich bin so sehr mit mir selber beschäftigt das ich gar nicht wüsste wie ich überhaupt arbeiten gehen sollte.
Dazu kommt das ich mein normalen Alltag noch nicht mal strukturiert hinbekomme.
Druck von aussen und Stresssituationen erhöhen immer wieder den Pegel und dadurch kommen vermehrt Attacken zu stande.

Einige werden sich sicherlich un Fragen, warum ist das alles so wie es ist:

Darauf gibt es von mir natürlich eine Antwort.
Bei mir ist es so, ich möchte alles Perfekt machen.
Und sei es nur das Einkaufen…
Wenn ich beim Einkaufen etwas vergesse, dann denke ich da noch Tage drüber nach warum habe ich das nun vergessen ?
Früher habe ich es amgestempelt als: Ist halt so! Und damit ware das Thema erledigt.
Das kann ich heute nicht mehr. Warum ?
Ja wenn ich das genau wüsste, dann könnte ich wahrscheinlich vielen anderen Menschen helfen.

Inzwischen gibt es einiges orauf man schließen kann was meine Panikattacken ausgelöst haben.
Mein Therapeut geht davon aus, dass es auf Grund meiner Kindheit nun zu solchen Attacken gekommen ist.
Ich wurde früher von meinem Vater immer mal Geschlagen. Dann habe ich dazu noch sehr wenig Liebe von ihm erfahren.
Meine Mutter war da ganz das Gegenteil, von ihr habe ich sehr viel Lieben erfahren und sie war immer für mich da.
Dazu stritten meine Eltern sehr oft und letztendlich trennten sie sich.
Auch dies war wohl ein entscheindender Faktor in meinem Leben.
Dazu gab es die Situation, wo ich mich innerhalb 1 Minute entscheiden sollte wo ich wohnen wollen würde entweder bei meiner Mutter oder bei meinem Vater. Die Pistole hatte mir mein Vater auf die Brust gesetzt.
Da mein Vater viele Lügen über meine Mutter erzählte nach deren Trennung , ich meine Mutter mehrere Wochen nicht sehen durfte von meinem Vater aus ( seine Aussage meine Mutter würde mich nicht sehen wollen und meine Mutter hat nur schlechtes getan) entschied ich mich bei meinem Vater zu wohnen.

Jetzt einige Jahre später kann ich sagen es war die falsche Entscheidung.
Dann hatte ich eine nicht sehr einfach Schulzeit. Ich erlitt viel Mobbing und kassierte sehr viel Schläge von meinem Mitschülern immer auf dem Heimweg ein. Da ich nie der Typ war sich zu wehren lies ich alles so über mich ergehen.
Viel Ärger mit den Lehrern weil ich oft nicht mitgekommen bin im Unterricht und dadurch dann auch schlechte noten schrieb.
So wurde der Druck auf mich natürlich immer erhöht.
Letztendlich kam der Auslöser ja nun auf meiner letzten Arbeitsstelle bzw. wärend ich dort angestellt war.
Dort erging es mir ähnlich.
Dort gab es Mitarbeitergespräche, die ja in der Regel nicht weiter schlimm sind sie sollten einfach dazu dienen um einen selber zuzeigen, wo man steht.

Aber wenn einem der Vorgesetzte dann sagt: Sie sind Groß, sind breit und sie sind Angsteinflößend den Kunden gegenüber und man wirklich nur schlecht gemacht wird in so einem Gespräch dann reißt das natürlich alte Wunden auf.
Ich lachte eigentlich über seine Aussage, weil er mich so eingestellt hatte wie nun mal war.
Ich habe in der zeit nicht zugenommen, bin nicht gewachsen oder war/bin unfreundlich.
Selbst Mitarbeiter die im Betriebsrat arbeiteten mussten über so eine Aussage wirklich schmunzeln. Aber letztendlich konnte man nichts mehr dagegen machen weil ich alleine in dem Gespräch saß.
Dazu kamen noch einige weitere Vorfälle die es mir dort nicht einfacher machten.

Das alles könnte nun der Auslöser gewesen sein! Es kann, es muss nicht. Erfahren wird man es nie.
Es sind immer nur Vermutungen die dazu passen würden.

Aktuell ist es so, dass ich nun zum Arbeitsamt muss da ich kein Krankengeld mehr bekomme. Dies bekommt man nur eine bestimmte Zeit danach wird man ausgesteuert. Nun werde ich dann erstmal Arbeitslosengeld beziehen.
Nun muss also der Medizinische Dienst vom Arbeitsamt entscheiden mit Hilfe von Befunden, Berichte von Ärzten wie Arbeitsfähig ich sein werde bzw. bin.
Es kommt in der Regel noch zu einem Gespräch mit dem Arzt das er sich selber noch ein Bild von einem machen kann.
Da muss ich nun erstmal drauf warten.
Gleichzeitig muss ich aber auch Erwerbsminderungsrente beantragen, da es ja durch aus sein kann das ich gar nicht mehr Arbeitsfähig bin und dann in die Erwerbsunfähigkeit rutsche.
Das ist aber alles noch ein sehr langer Weg.
Wie man sieht, es ist nicht nur einfach: Ich habe nun einen gelben Zettel und ruhe mich aus.
Es sind viele Arztbesuche nötig, Therapiestunden, Behörendengänge etc.

Ich hoffe ich konnte euch etwas Einblick in diese Krankheit geben und vor allem auch was da alles dran hängt.
Solltet ihr selber unter so einer Erkrankung leiden, versteckt euch nicht!

Wie immer noch eine Aktuelle Stichpunktliste womit ich Probleme habe:

  • Langes alleine sein Zuhause
  • Krankenhausbesuche
    -Ängste schwer Krank zu werden.
  • Angst ins Krankenhaus zu müssen
  • Angst vor/in großen Menschenmengen
  • Angst zu Sterben
  • Schlechten Schlaf mit teilweisen extremen Alpträumen
  • sehr viel Unruhe
  • Gedankenkreisen

Ich werde wieder nach einiger Zeit berichten. Fragen dürfen natürlich gerne gestellt werden :slight_smile:

Blöde Frage, aber hast du es schon mal mit Gras probiert?
Ich kenne viele, die ihre Angststörungen dadurch in den Griff bekommen haben?

(damit wärst du auch weg von Anti depressiva…)

Hey ulysses,

nein ich habe es noch nicht mit Gras versucht.
Es ist in Deutschland “offiziell” auch nicht so einfach.

Ehrlich gesagt auf illegaleweise würde ich es auch nicht machen.
Trotzdem Danke :slight_smile: