Laschet oder Söder - als wenn es nur diese eine Partei gäbe

Was haltet ihr davon, dass die Union sich gerade selbst ruiniert, indem sie ewig über ihren Kanzlerkandidaten diskutiert?

Wen würdet ihr wählen?

  • Laschet
  • Söder
  • OMG, doch nicht diese Partei :flushed:

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Also wenn ich die Wahl hab zwischen Pest und Cholera, wähl ich doch Medizin.

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Diese Partei und deren Stammwählerschaft sind für mich nur schwer zu begreifen. Ich meine, angesichts dessen, was diese Partei schon alles auf dem Kerbholz hat, was brauchts denn noch, damit die Leute endlich der Meinung sind, dass es reicht?

  • Spiegelaffäre
  • Spendenaffäre I (auch als Flick-Affäre bekannt)
  • Spendenaffäre II (heimlich einkassierte Millionen von dem dubiosen Waffenhändler Schreiber)
  • zahlreiche Spielbankenaffären
  • Starfighter - Affäre
  • RWE - Affäre
  • KWL - Affäre
  • Berater-Affäre um Frau Von der Leyen
  • Zahllose Lobbyismusaffären (die letzte war um den lustigen Philipp Amthor, bei dem ich vor Fremdscham jedes mal im Boden versinken könnte)
  • zuletzt natürlich die Maskenaffäre

Und das ist bei weitem noch nicht alles dazu.

Manche Affären betreffen die CDU, andere die CSU. Da die beiden aber zusammengeschlossen sind, habe ich nicht extra aufgeführt, welche Schweinerei von wem ist…
Nun, den Hinweis, dass die anderen Parteien auch nicht frei von Schuld sind kann man sich sparen, das weiß ich selbst. Aber von allen Parteien ist die Union jene, die am meisten an der Füllung der eigenen Taschen interessiert ist, die für mich im größten Maße verachtungswert ist.

Besonders deutlich wurden diese Charakterzüge bei der bedauerlicherweise aufgezeichneten “Sonthofener Rede” von Franz Josef Strauß vom 19. November 1974. Im Wesentlichen ging es in der Rede darum, wie die Union (damals in der Opposition) wieder an die Regierung kommen könnte. Dies würde laut Strauß nur funktionieren wenn es den Bürgern besonders dreckig ginge, das politische Geschehen an die Wand gefahren würde, damit die damalige Koalition aus SPD und FDP die Mehrheit verlieren würde.
Diese Rede sorgte natürlich wieder für einen Eklat und ließ die Union in der Wählergunst weiter abrutschen.
Also ich weiß ja nicht, wie das die anderen so sehen, aber für mich ist das Grund genug einer solchen Partei sofort jegliche Unterstützung zu entziehen.

Die Union ist jene Partei, die sich seit Jahren mit Händen und Füßen gegen die Einführung eines umfassenden Lobbyregisters wehrt. Allein schon die Forderung, Jahreseinkünfte erst über 100 000€ offen zu legen ist für mich eine bodenlose Frechheit, die trauen sich tatsächlich sowas öffentlich zu fordern.
Aber ich beginne mich schon wieder darüber aufzuregen :rage:
Wenn sich doch nur mehr Leute darüber aufregen und dem auch Taten folgen lassen würden…

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Was für Taten denn? So eine Liste lässt sich doch für praktisch jede Partei aufstellen. Je länger es die Partei gibt, desto länger wird die Liste.

Dass jede Partei eine Liste von Skandalen hat, ist richtig. Aber wie ist das Verhältnis Skandale:Alter und wie schwerwiegend sind die Skandale. Einfach nur eine absolute Zahl hat da wenig Aussagekraft.

wäre interessant wenn die grünen mal den BK stellen.

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BK*in :wink:

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ich gendere nicht. viel zu kompliziert.

dann halt das BK

Was ist daran kompliziert – wobei das sicherlich ein Thema für einen eigenen Thread wäre

“das” BK ist strenggenommen auch gendern, nur halt dass du alles sächlich machst, was wiederum nicht zwingend aus Konsens stoßen wird.

Ich denke auch, dass dies stoff für einen eigenen thread ist. Ich hab halt das englische verinnerlicht, wo im Im allgemeinen bei substantiven keine unterscheidung zwischen maskulin und feminin stattfindet. Deshalb hab ich keine probleme damit in Deutsch Bundeskanzler Angela Merkel zu verwenden anstatt Bundeskanzlerin … oder BK statt BK*in zu schreiben…

Du vergleichst da Äpfel und Birnen (bzw. apples and oranges): Im Deutschen gibt es ein Genus, im Englischen nur den Sexus.

Ich finde es bemerkenswert, dass da Menschen, die vorgeben feministische Ideale zu unterstützen, etwas geschafft haben, das kein konservativer Frauenfeind je schafft hätte.

Hätte irgendwer anders auf einmal behautet, dass bei “Bundeskanzler” oder “Arzt” oder “Abteilungsleiter” nur Männer gemeint sind und sich das nie und nimmer auf Frauen bezieht und Frauen sich von diesen generischen Begriffen am besten auch gar nicht erst angesprochen fühlen sollen, den hätte man doch für bekloppt erklärt und (zurecht) als Frauenfeind beschimpft.

Und spannend ist ja auch die Auswirkung davon. So müsste man ja inzwischen sagen, dass die Sätze “Keine Frau kann Bundeskanzler sein”, “Keine Frau kann Arzt sein” oder auch “Keine Frau kann Bauer sein” alle richtig sind. Frauen können eben “nur” Bundeskanzlerin, Ärztin oder Bäuerin sein. Bei der Bäuerin ist es besonders spannend, weil das eben traditionell nicht eine Frau bezeichnet, die die Aufgaben eines Bauern wahrnimmt ist, sondern die “Ehefrau eines [Bauern], eines Mannes, der eine Landwirtschaft betreibt.”

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Ich als mid-30er Großstädter, kenne ehrlich gesagt niemanden aus meinem Umkreis, der CDU auch nur erwähnen würde zu wählen.
Die Linke sind leider auch so weit ab vom Schuss, dass ich es nicht mehr für lohnenswert halte die zu wählen. Die Grünen sind leider viel zu CDU nah…
Mir bleibt tatsächlich eigentlich nur noch Die Partei um ehrlich zu sein. Die haben sich ja vor einigen Monaten einen seriösen Berufspolitiker in die Reihen geholt mit Marco Bülow, der ehrlich gesagt mein Lieblinkspolitiker in DE ist (nicht nur weil er mir relativ ähnlich sieht ;).
Natürlich kann man das so sehen, dass Die Partei zu wählen nicht sooo konstruktiv ist weil die ja eh nicht an der Regierungsbildung Teil haben werden aber die sind bei Erstwählern tatsächlich ziemlich stark und unsere Zeit geht in die Richtung, dass ich im kommenden Jahrzehnt tatsächlich auch für sie realistische Chancen für denkbar halte.

Bisher fand ich die Partei sehr sehr gut.
Bei den anderen hat man das Gefühl dir geben sich nicht einen Hauch Mühe. Egal bei was. Hauptsache die eigene Absicherung ist nicht in Gefahr.