Krebs - Meine Gedanken

Hey,
ich weis ├╝berhaupt nicht wie ich anfangen soll. Ich beschreibe einfach mal was los ist.
Es geht um Krebs. Ich werde im Moment so viel damit konfrontiert, von allen Seiten, zu jeder Zeit.
Mein Opa ist vor vielen Jahren, als ich noch nicht mal auf der Welt war, an Krebs gestorben. Meine Uroma v├Ąterlicherseits erkrankte und starb nicht wenige Jahre nach dem Tod meines Opas an Krebs. Meine Oma m├╝tterlicherseits hatte Brustkrebs, lebt aber Gott-sei-Dank noch. Bei der Oma meines besten Freundes wurden vor nicht einem Monat Magenkrebs und Lebermetastasen festgestellt, mit der Diagnose, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange lebt.
Die Tante meiner Mutter hatte schon einmal Krebs, welcher aber weggegangen ist. Nun ist er wieder da, im Endstadium.
Heute erhielt meine Mutter eine Nachricht ihrer besten Freundin, dass sie am Unterleib operiert wurde und einen Tumor in der Brust hat. Sie ist ~31/32.

Das verfolgt mich. Ich hab Angst und mich hat das von dem Moment an, als ich gestern das mit der Oma meines besten Freun des erfahren habe, psychisch angegriffen.
Ich bin psychisch nicht immer stabil und bin noch nicht so lange frei von Depressionen. Aber ich habe sie ├╝berwunden f├╝rs erste.
Mir wurde, als ich die Nachricht meines Freundes erhalten habe, erst mal kotz├╝bel. Mich lassen diese Gedanken nur schwer wieder los und f├╝hle mit den Familienangeh├Ârigen der Erkrankten.
Ich wei├č das es f├╝r mich besser ist, wenn ich mit jemandem reden kann und da man diesen Text im gro├čen Sinne als ÔÇťmit jemandem redenÔÇŁ bezeichnen kann, schreibe ich mir einfach mal meine Sorgen etwas von der Seele.
Ich wei├č nicht genau ob andere das lesen werden, oder was ich selbst als Antwort darauf geben w├╝rde.
Ich w├╝nsche auf alle F├Ąlle allen Krebserkrankten oder Familienmitgliedern, die jemand Erkrankten in der Familie haben, oder jemanden verloren haben, alles Gl├╝ck der Welt und beste Genesungsw├╝nsche.

Omega

Krebs ist mit 25% aller Todesf├Ąlle eine der h├Ąufigsten Todesursachen in Deutschland. Also ist Krebs etwas, was jeder mal erlebt als Begleiter, oder als Patient selber. Krebs ist leider normal. Das ist aber auch etwas gutes an der Krankheit. Denn da sie so allgegenw├Ąrtig ist kann man sich gut darauf vorbereiten, da man viele Erfahrungen Anderer aufsammelt. Ich pers├Ânlich habe keine Angst vor Krebs, obwohl meine beiden Opas an Krebs gestorben sind und meine Oma ein mal Krebs hatte und nun wieder Darmkrebs hat, auch mein Onkel hatte Krebs.

Es ist nicht sch├Ân, aber das Leben muss weiter gehen, solange es eben weitergeht. Die beste Methode Krebs zu verarbeiten ist, ihn anzuerkennen, aber nicht zu akzeptieren. Man erkennt an, dass man mit ihm leben muss und tut dies aus so gut wie m├Âglich. Man akzeptiert aber nicht, dass er das eigene Leben bestimmt. Getreu dem Sinne der selbsterf├╝llenden Prophezeiung ist es zumindest eine enorme psychische Entlastung.

Als Begleiter solltes du dir noch weniger Sorgen machen, denn Mitleid bringt keinem etwas. Du kannst nichts am Zustand ├Ąndern, aber am Umgang. Also konzentriere dich lieber auf den Menschen, als auf die Krankheit, denn wenn man sich auf die Krankheit konzentriert, hat sie schon gewonnen.

Leider ÔÇŽ oder zum gl├╝ck, wie mans sieht, muss sich der Gro├čteil nicht mit dieser Krankheit besch├Ąftigen.
Doch wenn man sich damit besch├Ąftigen muss, ist es schwer. Letztens kam ein Film in Arte.
Heute bin ich blond youtube.com/watch?v=ZdrZlcjHz_c gab irgendwie nur doofe trailer :confused:
Ich fand ihn gut gemacht, aber ich glaube wenn man wirklich betroffen ist, fehlt einem oft die Kraft und man kann nicht ganz wie sie handeln.
Sie bringt in diesem Film jede Menge gute ÔÇťLebensweisheitenÔÇŁ, welche zum denken anregen. Auch so ├╝ber sein eigenes Leben.
Was der Trailer leider garnicht zeigt, ist wie ihre Familie hinter ihr steht, und ich glaube das ist eine der wichtigsten Dinge wenn man Krebs hat, Menschen die hinter einem stehen und f├╝r einen da sind.

Ich muss jetzt doch noch mal etwas dazu schreiben.
Erstmal vorweg - danke f├╝r eure Antworten.
Nun zu meinem eigentlichen Anliegen: Mit der Freundin meiner Mutter war es jetzt so: Sie hat erz├Ąhlt, dass nun, durch 1 Chemo ihr Knoten in der Brust von 3 auf einen cm geschrumpft ist und sie nur noch Tabletten nehmen muss. Andererseits kamen von ihr auch Aussagen wie zB.: ÔÇťJa er hat sich schon ausgebreitetÔÇŁ. Aber dann auf einmal soll er weg sein. Sie kann sich gerne einmal an meine Oma wenden, und sie fragen wie es bei ihr abgelaufen ist.
Mich hat diese Nachricht so rasend gemacht. Die Freundschaft zwischen den beiden war ziemlich lange auf Eis gelegt, aus dem Grund weil die Freundin meiner Mutter immer so viel Schei** erz├Ąhlt hat und gelogen hat am laufenden Band.
Und nun, ├╝ber so etwas schreckliches Scherze zu machen bzw. L├╝gen zu erz├Ąhlen geht f├╝r micht absolut nicht!! Andere verlieren ihre Familienmitglieder und Freunde und dann kommt so eine aufmerksamkeitgeile Schl**** und behauptet so etwas.
Alles was sie geschrieben hat war in sich nicht stimmig und wiedersprach sich von Satz zu Satz und ich pers├Ânlich wei├č jetzt entg├╝ltig was ich von dieser Person halten soll.
Ich denke mir wie krank Personen sein m├╝ssen um so etwas zu erfinden.

LG Omega

Was wenn sie psychisch wirklich krank ist und deshalb den Drang hat, so etwas zu erfinden. Nicht sicher ob man so einen Menschen dann ÔÇťaufmerksamkeitgeile Schl****ÔÇŁ nennen sollte.

Ich kenne sie . Sie erz├Ąhlt einfach das Blaue vom Himmel herunter. Wenn ich nicht w├╝sste, dass sie geistig auf der H├Âhe eines jeden anderen normalen Menschen ist, w├╝rde ich das nicht sagen. Ich selbst habe sowohl k├Ârperlich, als auch geistig behinderte Menschen in meiner Familie und wei├č, dass diese Personen es nicht einfach haben. Sie hat es zuhause nicht einfach und ist deshalb vielleicht so. Du hast Recht @Azazel wahrscheinlich sollte man sie eher bedauern, dass sie es vielleicht zuhause nicht anders erlebt hat und L├╝gen f├╝r sie normal sind. Ob das eine psychische Krankheit ist? Wenn ja nehme ich das zur├╝ck, weil dann meine Meinung anders w├Ąre. Aber wenn es tats├Ąchlich nicht der Fall ist und sie nicht psychisch krank ist und das nur der Aufmerksamkeit halber macht, habe ich meine Meinung schon mitgeteilt.

Es ist immer gut zu wissen, wenn Personen einen Tick oder Drang haben, wie zum Beispiel die Bekannte deiner Mutter, denn dann kann man sich darauf einstellen und wird weder ├╝berrascht, noch entt├Ąuscht. Wenn man es richtig macht wird man auch nicht w├╝tend.^^

W├╝rde ich selbst an Krebs erkranken oder eine geliebte PersonÔÇŽ Daran will ich gar nicht erst denken ÔÇŽ
Das w├Ąre zu schmerzhaft! :cry:

Wie man sowas auch noch erfinden kann ist mir unbegreiflich! :frowning:
Sowas macht mich w├╝tend! :imp:

Krebs ist eine furchtbare sacheÔÇŽ ich hab zwei meiner gro├čeltern dran verloren
Und ich habe etwa schon ein jahr einen etwa walnussgro├čen lymphknoten am hals und der termin f├╝r den mrt steht schon und muss jetzt warten und hoffen dass es eben kein krebs istÔÇŽ mit 16 w├Ąr das schon echt heftig

Krebs ist schlimm. Ich verlor als ich 13 war meine Mutter dadurch. :frowning: Jetzt wo ich 16 bin habe ich aber verstanden, dass der Tod eher die Erl├Âsung f├╝r meine Mutter war. Seit ich denken kann, kannte ich sie krebskrank. Am Schluss hatte sie ├╝ber 10 Operationen erleiden m├╝ssen, doch sie lie├č sich bis zum Schluss nicht unterkriegen und hat gek├Ąmpft. Ich vermisse sieÔÇŽ