Ist Monogamie noch zeitgemäß?

  • Für mich kommt nur ein (Sexual-) Partner fürs ganze Leben infrage
  • Ich werde niemals zwei Partner gleichzeitig haben, aber evtl. mehrere im Leben
  • Ich könnte mir eine Beziehung mit wenigen gleichbleibenden Partnern vorstellen, zu denen ich ein großes Vertrauen habe
  • Ich möchte eine beidseitig offene Beziehung haben, jeder darf so viel er will
  • Ich halte das Konstrukt einer Beziehung für völlig überholt und werde mich niemals langfristig festlegen, für kurze Zeiträume aber schon
  • Mehr als einmal Sex mit jeder Person ist langweilig
  • Ich bin glücklich allein

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Wie steht ihr zu dem Thema? Habe ich noch eine Option vergessen? Warum glaubt ihr, dass Monogamie nicht funktionieren kann?

Nennt mich einen Traditionalisten, aber ich lebe seit über 3 Jahren monogam und glücklich mit meinem Partner zusammen und ich finde es total schön, völlig in seine Familie integriert zu sein (und er in meine), demnächst gemeinsam ein Haus zu kaufen, einen Hund und irgendwann auch Kinder zu bekommen. Eine gemeinsame Zukunftsplanung und gemeinsam alt zu werden ist mir sehr wichtig. Ich würde es nicht anders haben wollen. ^^ Natürlich haben andere Mütter auch schöne Söhne, denen wir auch ausgiebig gemeinsam hinterherschauen und sie fleißig auf einer Skala von 1-10 bewerten, aber ins Bett holen würde ich mir keinen davon.

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Achja, hier noch die Definition von Monogamie: Zusammenleben mit nur einem Partner (gleichzeitig)

Unterscheidet ihr noch zwischen sexueller und sozialer Monogamie? Käme also z.B. eine monogame Beziehung mit nur einem Partner infrage, aber ein offenes Sexleben?

Ein Problem ist meiner Meinung nach, dass viele der Meinung sind, dass es da nur eine richtige Antwort gibt. Entweder ist man altmodisch (das, was du ja auch fragtest) oder eine Schlampe (→ Slutshaming). Ich denke, jede*r sollte das so handhaben wie er/sie es möchte und andere sollten sich da nicht einmischen.

That being said, ich habe zwar ausgewählt, dass ich (aktuell) glücklich allein bin, aber offen bin, für das, was das Leben bringt. Und eben weil ich nicht weiß, was es bringt, würde ich mich weder in die eine noch in die andere Richtung festlegen oder pauschalisieren. Nicht jede Person eignet sich für nur Sex, nicht jede Person für eine Beziehung, aber vielleicht passt es, mit der Person auch nur eins von beiden auszuleben. Und dann ist da ja noch die Frage nach der Kompatibilität der Partner in diesen Fällen.

Ich bin jetzt nicht der Typ für one-night-stands, die er in Clubs oder so aufreißt, aber ich halte auch “kein Sex vor der Ehe (oder ähnliches)” für etwas, was ich nicht so absolut sehen würde. Wichtig ist doch, dass man sich bei der Person sicher fühlt und man zusammen eine schöne Zeit hat.

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Da bin ich voll bei dir. :+1: Jeder soll so leben, wie er es für richtig hält. Richtig oder falsch gibt es da nicht. Dennoch interessiert es mich sehr, wie andere sich ihr Leben vorstellen, und was vielleicht auch die Gründe bzw. Argumente für diesen Weg sind. Am Ende läuft es aber wahrscheinlich darauf hinaus, dass es sich für sich selbst einfach richtig so anfühlt.

Sorry, die Option habe ich in der Umfrage vergessen. :see_no_evil:

Ich habe irgendwie das Gefühl (vom Hörensagen), dass Vertrauen zum Sexualpartner bei vielen immer weniger wichtig wird und man einfach nur seinen Spaß miteinander hat. Wie seht ihr das?

Das würde ja auch irgendwann zu viel, wenn man alle Permutationen aufzählen will ^^

Zu meinem Beitrag: Ich halte dich nicht für altmodisch. Ich denke eher, dass verschiedene Modelle koexistieren können.

Na ja, Vertrauen beim Sex und Vertrauen in einer Beziehung sind ja zwei Paar Schuh. Bei ersterem vertraut man der anderen Person primär, dass sie die eigenen Grenzen respektiert, Rücksicht nimmt und sich an Einvernehmlichkeit hält; bei letzterem ist es häufig (sofern monogam), dass der Partner nicht fremdgeht.

Ich hab zu dem Thema übrigens ein interessantes Buch hier, das ich allerdings bis auf ein wenig Blättern noch nicht gelesen hab: Sexuality: A Graphic Guide - YouTube

Hallo Iroc, ich finde deine Einstellung super ! Hut ab !

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Nix altmodisch ! Wenn ich eine Beziehung eingehe dann heisst das im Normalfall dass man das" all inclusive " Paket gewählt hat. Ohne Wenn und Aber ! Wer Gründe erfindet/sucht fürs Rumvögeln, der ist nicht der richtige Partner !

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Irgendwo hab ich das hier schonmal gepostet.

Erklärt sich selbst.

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All-inclusive-Paket? Das heißt, du willst (bezahlten) Service?

Wenn ich das richtig verstehe verstehst du Beziehungen als etwas fluides, wo man eben das macht, wo man gerade zu Lust hat und ohne sich in irgendwelche festen Rollen pressen zu lassen?

Wenn alle Teilnehmenden das so akzeptieren und niemand eifersüchtig wird kann das funktionieren, klingt zumindest plausibel und irgendwie auch interessant. @Hyazinth Lebst du aktuell in so einer Beziehungsanarchie? Funktioniert das bisher gut oder gibt es auch Reibungspunkte?

Ja, ich finde das Konzept auch sehr interessant, sehe es jedoch nicht so streng wie Hya (da hatten er und ich uns schon häufiger drüber unterhalten, wollte ihm das Thema aber nicht vorwegnehmen). In einer idealen Welt wäre Beziehungsanarchie vielleicht Standard, aber man muss damit leben, was an Strukturen historisch gewachsen ist.

Ich interpretiere Beziehungsanarchie für mich so, dass man in Beziehungen jedweder Art nichts voraussetzt, sondern darüber redet (auch darüber, was der eine und was der andere will, auch wenn es voneinander abweicht) und gemeinsam aushandelt (ich rede nicht von feilschen, sondern von “einen Rahmen abstecken”).

Für mich als jemand mit Sozialphobie ist es zum einen schwierig, gesellschaftliche Normen und ungeschriebene Regeln immer ganz zu durchblicken und selbst wenn ich sie grundsätzlich verstehe, finde ich sie nicht immer gut. Wenn man so etwas nicht anspricht, macht mich das oft unsicher und das schränkt mich ein.

Früher konnte der Mann die Frau ohne Diskussion als Besitz beanspruchen – gut, dass das heute nicht so ist. Und so sehe ich das in Beziehungen: Wenn man sich auf Dinge einigt, gut; aber wenn man einfach von Dingen ausgeht, kann man damit auch mal falschliegen.

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Hallo special62,

herzlich willkommen bei uns in der Community! :slight_smile:

Über alles reden zu können sollte sowieso ein Grundsatz jeder Beziehung sein. Ist aber oft genug schwer, weil man Angst hat auf Ablehnung zu stoßen. Solange man es nicht anspricht, bleiben ja eigentlich nur Annahmen, und die können auch nach Jahren der Beziehung noch falsch sein. Vielleicht muss man sich einfach mal richtig betrinken und kann dann ganz ergebnisoffen Antworten auf die Fragen der Monogamie, Fetische, etc. finden. :smiley:

Danke schön !

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Zuerst einmal Prost ;)). Du hast schon recht Iroc Alkohol löst die Zunge ! Es ist schon schade dass viele nicht reden miteinander weil sie Angst vor Konsequenzen haben ! Meine Mutter hat mich geleert nicht zu lügen. Sie sagte: " Wenn du gleich die Wahrheit sagst kann es sein dass du eine kleine Strafe bekommst, oder auch nicht. Wenn du lügst und es kommt raus, ist das Vertrauen erst mal futsch und die Strafe viel grösser. Also, meine persönliche Einstellung ist dass man vor einer Beziehung über alles spricht. Wenn es für BEIDE passt dann steht nichts mehr im Wege. Wenn es aber für den einen nicht stimmt dann sollte man die " kleine Strafe " wählen und einen neuen passenden Partner suchen!
Zuri du hast ganz recht mit dem" Besitz beanspruchen" nur sollte ein ehrlicher respektvoller Abgang gemacht sein BEVOR sich die Besitzverhältnisse ändern!

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