Ist ein Outing eigentlich nötig?

Also ich hab z.B. bei Facebook so ziemlich alles nur für mich sichtbar gemacht. Nicht mal meine engsten Freunde sehen etwas. Zum Schreiben reichts.

ja, danke für eure Tipps. Ich werde mir eine extra E-Mailadresse einrichten und den Kontakt über DBNA bestehen lassen. Mit manchen schreibe ich aber auch auf Facebook. Das Profil hat aber einen ausgedachten Namen, von dem man eigentlich nicht leicht auf meinen richtigen Namen kommen könnte. Also keine echtes Profil und auf DBNA habe ich kein Bild von mir hochgeladen, wobei ich da noch überlege und das ist mir zu gefährlich. Viele ungeoutete haben ein richtiges Profilbild. Das Risiko erkannt zu werden, ist für mich zu groß, abgesehen davon, dass jemand aus meiner Schule auch auf DBNA ist und wir verstehen uns nicht gut.

@Lubidou: Solche Gruppen sind nichts für mich. Ich habe halt große Angst erkant zu werden. Und ich möchte nicht gleich als schwul abgestempelt werden.

hi mai du hast ja deine angst geäußert am ende ganz allein da zustehen. Allein wirst du mit sicherheit nicht sein, denn du wirst immer auf gleichgesinnte treffen die dir helfen und dich unterstützen. Wenn dich “Freunde” wegen der Tatsache im stich lassen dann waren sie nie deine freunde. Viele haben einfach nur keine ahnung einige denken immernoch dass schwulsein eine krankheit ist. Solche Leute muss man einfach versuchen zu ignorieren auch wenns wegen der ständigen dummen kommentare schwer fällt. Also egal wie es ausgeht, du bist niemals alleine auf der Welt und findest neue Freunde die dir helfen und dich unterstützen werden. Wenn man sich outet bringt das immer ein risiko mit sich. Ich war zum beispiel als ich mich geoutet habe grade auf Klassefahrt nd hatte meinen Eltern einen Zettel da gelassen aufb dem ich ihnen alles erklärt habe. Ich war also gar nicht da als sie den gefunden haben und bin dann am 3. Tag dort zusammengebrochen. Wegen der psychischen Belastung. Die ist immer hoch es ist nie leicht. LG

ja, aber wie kann ich mir einen “schwulen” Freundeskreis suchen. Also gleichgesinnte. Viele haben nur das Eine im Kopf

das wüsste ich auch gerne :slight_smile:

Ergibt sich von selbst. Einfach mit Leuten treffen. Es werden viele dabei sein, mit denen eine Beziehung nicht infrage kommt, die aber trotzdem wahnsinnig lieb sind. Also trifft man sich halt öfter (und viel entspannter, weil es ja dann kein Date mehr ist) und freundet sich eben an. :wink:

ja, aber wie soll es zu diesen Treffen kommen?

Ich würde sagen seinen inneren Schweinehund überwinden und sich mit ein paar leuten übers Internet verabreden.
Würd ich jedenfalls so versuchen…

ich bin halt sehr vorsichtig. sowas würde ich mich nie trauen

Dann musst du halt alleine bleiben, weil du keinen kennenlernst. So einfach ist das.

Da können wir dir auch nicht mehr weiter helfen.

ja, aber habt ihr keine Bedenken oder Ängste davor? Meine größte Angst ist, dass ich dadurch geoutet werde.

Tja, no risk no fun. Oute dich dann halt doch einfach selbst, dann brauchst du davor keine Angst mehr zu haben.

Ein rest Risiko bleibt immer und wenns passiert, dann musst du dich nicht mehr selbst outen und na klar hat man vorher n bisschen bammel aber auch der verschwindet wohl mit der zeit

Im Normalfall lernt man sich anonym kennen. Vielleicht trifft man sich auch an einem etwas entfernteren Ort. Erst wenn man sich näher kennt und sich vertraut, hebt man mehr und mehr die Anonymität auf. Wichtig ist, den anderen klar zu machen, dass man noch nicht geoutet ist und es so bleiben soll. Alle kennen das Problem und haben im Normalfall dafür Verständnis. Vielleicht ist der andere ja auch noch nicht geoutet.

Vielleicht solltest du darüber mehr schreiben, damit wir dich besser verstehen können.

Es ist halt so, dass mein Umfeld + Familie (ein großer Teil) sehr intolerant ist bzw sind. Daher Outing = Selbstmord. Klar No risk, no fun. Aber mein Leben ist dann in der Tonne.

Ich würde dir empfehlen deinen Ängsten auf den Grund zu gehen, und sie aufzulösen.
Meistens hat das etwas mit Verletzungen der Seele in der Kindheit zu tun.

Wenn du das gemacht hast, dann fällt automatisch dein Problem mit dem Outing, weil dann deine Angst aufgelöst ist.

Mai, du schreibst, dass du dich erst outen willst, wenn du einen Freund hast. Gleichzeitig behindert dich die Angst vor einem unfreiwilligen Outing dabei, einen zu finden.
Wäre ein (unfreiwilliges) Outing wirklich so schlimm? Bist du dir da wirklich so sicher? Wenn ja, was macht dich da so sicher? Ich glaube, das ist das erste Problem, dass du lösen musst. Schreib doch mal etwas mehr zu dir und deiner Situation als zwei Sätze, dann können dir wir vielleicht auch besser helfen :wink:

Es ist so, dass ich wirklich sehr sehr ängstlich und ein bisschen paranoid bin. Meine Angst existiert nur, weil ich Angst davor habe alleine zu sein. Meine Freunde wären weg und meiner Familie wäre es total peinlich und unangenehm. Ich möchte mich mit mehreren von DBNA treffen, aber meine Angst davor, dass sie mich outen könnte oder, dass es jemand erfahren könnte ist zu groß.

@Acclear: Es ist eigentlich nichts schlimmes in meiner Kindheit passiert. Ich habe schon damals als ich klein war gesagt bekommen, dass ich keinen Mann mit nach Hause bringen soll.

@Lubidou: Ein unfreiwilliges Outing wäre sehr schlimm wegen meinem Umfeld. Sie sind alle sehr intolerant und haben was gegen Schwule. Die Jungs sowieso. Vielleicht zwei Mädchen, mit denen ich befreundet bin nicht, aber ich traue mich nicht es ihnen zu sagen. Weil ich Angst habe und weil ich meinen Vorsatz einhalten will (bis ich was festes gehabt habe). Wenn ich anderes Umfeld hätte, dann wäre es vielleicht einfacher.

Schreib doch mal genauer, warum es deiner Familie total peinlich wäre? Wie so wären deine Freunde weg? Lass dir doch nicht jede Info aus der Nase herausziehen.

Oben schriebst du was von religiösen Gründen. Um welche Religion geht es? Gute Katholiken oder Muslime sind was anderes als Zeugen Jehovas oder ähnliche Gemeinschaften. Aus welchem Umfeld kommen deine Freunde?

Also, wir sind katholisch und meine Freunde machen sich immer Lustig über Schwule und ich müsste mir das von ihnen ständig anhören müssen. sie würden nichts mehr mit mir zu tun haben wollen, weil sie es eklig finden würden. Meiner Familie wäre es peinlich, weil das für sie nicht der Norm entsprechen würde und das vor anderen zu zugeben unangenehm wäre.