Hausaufgaben abschaffen?

Hallo!

In den USA gibt es momentan Bestrebungen und Initiativen vieler Eltern und Schülern, Hausaufgaben weitestgehend abzuschaffen.
Es wird vor Allem der akademische Nutzen von Hausaufgaben in Frage gestellt.
Außerdem sind viele Eltern der Meinung, Kinder sollten weniger Zeit mit Hausaufgaben verbringen müssen und weniger Schulstress erleiden.
Sie sollen hierdurch auch mehr Zeit für familiäre Beziehungen haben, sowie für ihre persönliche und soziale Entwicklung.

youtube.com/watch?v=YJBGMci7M9Y
articles.philly.com/2015-10-27/n … ssignments

Und was haltet ihr davon?
Findet ihr Hausaufgaben sinnvoll? Warum (nicht)?
Hattet ihr selbst schon mal Probleme mit massivem Schulstress?

Ich freue mich auf eure Beiträge!

LG
TechBoy96

Ähnliche Gedanken habe ich bereits seit meiner Schulzeit verfolgt.

Hausaufgaben machen hauptsächlich Arbeit und verursachen Stress. Eine Klassenlehrerin hatte da auch eine ziemlich gesunde Meinung: Wer noch was für bessere Noten zu Hause macht, darf das gerne und es schlägt sich auch in den Noten nieder (da man bei den Arbeiten besser abgeschnitten hatte). Wenn man meint, nichts machen zu müssen, war das auch in Ordnung.
Jeder ist seines Glückes Schmied. Schüler sollten mehr Verantwortung bekommen, über ihre Schulleistungen selbst zu “bestimmen”.

Generell sind keine Hausaufgaben im aktuellen Schulsystem in Deutschland nicht anwendbar. So lange da nichts passiert, wird es auch Hausaufgaben geben. Man bekommt im Unterricht die Mittel, um Aufgaben zu lösen. Das macht man dann zu Hause, meist alleine. Bei Problemen gibt’s selten Hilfe, man frustet und wird auch manchmal wütend.
Die Schule soll und muss kein Ort des Hasses sein, zu dem man mit schlechten Gefühlen geht. Man sollte sich dort wohl fühlen (z.B. durch mehr Farben, mehr individueller Angebote, Betreuung, „Chillzones“, …). Das Ganze in einem Konzept mit Nachmittagsunterricht und Betreuung. Dann sind Hausaufgaben sowieso überfällig und man ist fertig mit Schularbeit, wenn man das Schulgelände verlässt.
Solche Konzepte stehen und fallen allerdings mit den Lehrkräften und dem Willen der Regierung (Schulämter)/Schulen/Schulleiter.

Ich muss dazu sagen, dass ich selbst wenig Schulstress hatte. Hausaufgaben waren nicht mein Fall, habe sie deshalb nur in den seltensten Fällen auch gemacht.

Klassenkameraden hatten aber oft massiven Stress mit der Schule und vor allem dem Druck der Eltern, auch gut dort zu sein. Das war nicht immer leicht.

kommt darauf an. Einige wenige Dinge muss man einfach zu Hause machen, denke ich (oder eben betreut in der Schule) aber halt zum Großteil alleine, außerhalb des Unterrichts, wie Vokablen lernen zum Beispiel.

Ich selbst muss gestehen, habe ab der 11. Klasse kaum noch Hausaufgaben gemacht^^

Naja ab nem gewissen Alter sollte jeder Wissen, was er für Klausuren lernen sollte. So freiwillige Übungsserien finde ich ne super Sache für die, die ein wenig mehr Übung brauchen. Aber für Kinder, die nicht einschätzen können oder wollen wie viel Übung sie brauchen, sind meiner Meinung nach Hausaufgaben wichtig. Der Eine braucht sie zum üben und lernen mehr, der Andere macht sie vielleicht im Schlaf, aber für Kinder auf keinen Fall was schlechtes.

Es stimmt schon, viele Kinder sind so mit der Schule beschäftigt und gehen nachmittags dann auch noch zum Training, nehmen Klavierstunden oder gehen sonstigen Aktivitäten nach, dass sie kaum noch Zeit dafür haben, was in dem Alter noch enorm wichtig ist: Kind sein.
Bis zu einem gewissen Grad würde ich es also durchaus begrüßen, wenn Kinder keine Hausaufgaben aufbekommen oder Aufgaben, die die Kinder nicht stundenlang beschäftigen.
Allerdings sollten auch die Eltern etwas hinterher sein und die Hausaufgabenliste der Kinder überprüfen, damit sie diese nicht in letzter Minute machen müssen und dadurch erst recht in Stress geraten.
Was die höheren Stufen angeht, gerade die 11. und 12. Klasse: Hier besteht ja ein gewisser eigener Antrieb des Schülers, sonst würde er die weiterführende Stufe gar nicht erst besuchen. Der Schüler sollte also selbst dafür sorgen, den Stoff nochmal durchzugehen und nicht durch Hausaufgaben dazu getrieben werden. Denn ich weiß, wie es bei mir damals war. Ich kam nach der Schule kurz nach Hause, aß etwas und ging danach sofort zur Arbeit, um mir meinen Führerschein zu verdienen. Dann kam ich spät abends nach Hause und musste mich noch hinsetzen, um Schulaufgaben zu erledigen, für die ich eh den Kopf nicht mehr hatte. Da hätte ich mir lieber noch das Mathebuch vorgenommen, wenn es hieß, dass die nächste Klausur ansteht.

Gar keine Hausaufgaben mehr zu geben finde ich auch nicht sinnvoll, aber sicher sollte der eine oder andere Lehrer mal über den Umfang der Aufgaben nachdenken…

Rückwirkend finde ich Hausaufgaben doch sehr praktisch. Zumindest an der Uni würde ich mir Hausaufgaben wünschen. Da man so im Thema bleibt und auch lernt, ohne es als Lernen zu begreifen. Es ist 1000mal angenehmer eine Seite zu lesen und dann drei Verständnisaufgaben zu machen, statt 40 Seiten lesen zu müssen und weitere 500 lesen zu dürfen/sollten.

Wichtig ist, wie dobre schon anschnitt, dass sich die Lehrer einer Klasse über den Umfang der Hausaufgaben koordinieren. Viel zu oft sieht ein Lehrer sein Fach als, das einzige Fach der Schüler und gibt zu viele Hausaufgaben auf.

Also ich kann nur von meiner Schulzeit reden und ich finde Hausaufgaben praktisch.
Wie einige von euch schon geschrieben haben, finde ich auch dass Schüler mehr bestimmen sollen, deshalb würde ich sagen Hausaufgaben in der Pflichtschule - ja! In jeder weiteren Höheren Schule - nein!, eher so freiwillige Übungen

Meiner Meinung nach kann man einem 10-14 Jährigen nicht selbst bestimmen lassen, ob er Hausaufgaben macht oder nicht.
Immerhin ist dies ja nichts schlimmes, sondern ist für deren Zukunft.

Zum Punkt “Schulstress”
Ich kann nur von mir reden und der Druck ist eindeutig zu groß!
Überhaupt wenn es Tage gibt mit Hausübungen in 4 verschiedenen Fächern, und am nächsten Tag gibt es keine.
Daher wäre ich für eine Einteilung der Wochentage in “Pflichtfächer-Aufgaben-Tage”

Z.B.:
Montag - Hausübung in Mathematik
Dienstag - HÜ in Deutsch
Mittwoch - HÜ in Englisch
Donnerstag - HÜ in (Schulspezifisches Pflichtfach)
Freitag - HÜ in (Schulspezifisches Pflichtfach)

So haben die Schüler die Chance sich an diesem Nachmittag wirklich nur für dieses Fach zu konzentrieren… :slight_smile:

Was haltet ihr davon?

Liebe Grüße,
NoName2016

Hausaufgaben fand ich schon als Kind immer sehr lästig, fast schon quälend. Obwohl ich kein schlechter Schüler war, war mir die Schule verhasst.
Am Nachmittag wollte ich lieber draußen sein, im Garten spielen und die Natur beobachten. Aber nein, die Hausaufgaben haben gewartet.

Vielleicht empfinde ich es zu krass oder gar zu negativ.

Ich würde Hausaufgaben abschaffen oder aber die Idee von NoName2016 aufgreifen, dass man sozusagen Thementage ausmacht und eben von Montag bis Freitag zu einem ganz bestimmten Schulfach eine Hausübung aufgibt und diese dann zu machen ist.

Was haltet ihr davon? sehr viel :smiley:

Findet ihr Hausaufgaben sinnvoll? Warum (nicht)? überflüssig. meine schule wird bald ne ganztagsschule sein … also bis 15 oder 16 uhr gehen. und da soll es lernzeit nachmittags geben, um hausaufgaben oder wie mans sonst dann nennt erledigen zu können. aber ich weiss von kids befreundetr englischer familien, dass die trotzdem hausaufgaben haben, obwohl die schule bis vier uhr geht.

Hattet ihr selbst schon mal Probleme mit massivem Schulstress? nee. ich komm ganz gut mit der schule zurecht. nur zu hause hab ich manchmal stress damit. meine eltern sind lehrer.