Getrennt und doch am Boden

Hallo Ihr lieben,

Dass ich nun ein Thema hier erstellen muss, hätte ich nie geplant… Aber das Leben ist ja nicht immer der beste Freund.

Vorgeschichte: ich war knapp 2,5 Jahre mit meinem Freund zusammen. Während meines Praktikums an der anderen Seite der Republik und einer kleinen Zwischengeschichte und Abmachungen hab ich durch Anstoß meine Zweifel an meiner Liebe für ihn wiedergefunden. Da ich realisiert hatte, dass ich ihn nicht wie ein Partner liebe, ihn auch nicht explizit vermisse (haben zwar fast jeden Tag geschrieben, und ich persönlich irgendjemanden gebraucht hätte zum knuddeln und nicht spezifisch ihn) hatte ich den Entschluss unter viel Tränen in der Nacht gefasst, mich zu trennen. Nach Gesprächen mit verschiedenen Personen hätte ich es durch sein quälendes Fragen darauf, was mit mir sei, am Freitag der in der Woche folgte am Telefon gesagt, dass ich mir Gedanken um die Zukunft von uns machte und ich die Zukunft nicht so sehe wie er sie sieht. Er hat es auch sachlich okay aufgenommen. Genaueres weiß ich nicht, war auch nicht vor Ort.

Danach herrschte 2 Wochen ein Kontaktabbruch meinerseits, da ich mich nicht traute ihn zu kontaktieren. Durch einen gemeinsamen Freund hab ich immerwieder mitbekom!en dass es ihm, scheinbar, gut geht. Wir hatten auch die Abmachung (innerhalb der Beziehung), was wir mit einem fremden Typen machen dürften, wenn wir uns mit jemandem träfen. Ich fühlte mich bis dato stets an diese Abmachung, da ein klärendes Gespräch für kurz nach meine Rückkehr angesetzt war, gebunden. Für mich war die Beziehung zwar informell zu Ende, aber noch nicht final zu Ende. Letzten Endes hätte ich ihn darauf angeschrieben, sodass er mir betätigte, dass wir quasi tun und lassen können was wir wollen. Auch das klärendes Gespräch hat er abgesagt.

Anfang des Monats war der Kontakt etwas da, ich weiß, dass er sich mit jemanden getroffen hat (ONS). Sein GR Profil ist neu gemacht, etc. In den Telefonaten hört er sich auch fröhlich an. Er bandelt auch mit dem gemeinsamen Freund an, der eigentlich unser Dreier gewesen wäre.

Zwischenzeitlich hab ich auch jemandem kennengelernt, mit dem ich schöne Tage verbracht hab. Nur blockiert mich die Trennung darin, mich völlig auf diese neue Beziehung zu konzentrieren.

Eher fühle ich mich schlecht, ich entwickle das unfaire Verhalten, dass ich ihm eine potentielle Beziehung aber auch die gemeinsame Zeit !it dem Freund nicht gönne. Habe Heulkrämpfe immer Mal wieder (Anfangs mehr als jetzt) weil ich ihn so lange an mich gebunden hab (Selbstkritik war in der 1.Woche an der Tagesordnung), etc.
Und dann aber stört es mich, dass er scheinbar fröhlich ist und ich als der, der sich getrennt hat und glücklich sein sollte, da er was neues hat, am Boden bin und gefühlt mehr leide als er.
Auch will er mich nicht sehen, da er, so hab ich es gehört, es nicht ertragen kann, mich zu sehen ohne mich zu umarmen. Dass ich ihn auch am liebsten fest umarmen möchte, wurde wohl nicht bedacht.

Wie kann ich dieses doofe Kapitel endlich zuschlagen und mich auf das neu sich-schreibende Kapitel konzentrieren und nach vorne schauen? Hat da jemand Erfahrungen?

Wieso denn das An-Aus-Denken? Es gibt halt Übergangsphasen, kann man zulassen.

Da gibts doch nicht viel zu überlegen.
Mach einfach “final” schluss and move on.

Kann man machen. Aber deswegen nicht umarmen ist irre.

Seit wann gibt es ein Recht darauf, nach einer Trennung glücklich zu sein bzw. eine Regel, wer von beiden (zuerst) glücklich sein darf?

Du hast dich getrennt, ihr hattet keinen Streit, sein Liebesleben ist sein Leben und du hast deines. Ich weiß, ist wahrscheinlich leichter gesagt als getan.

Wenn ihr beide so d’accord mit der Beziehung seid, warum ist dann noch eine Spannung zwischen euch?

Gib dir einfach Zeit. Manchmal dauert es halt etwas.

Was meinst du mit “wiedergefunden”?

Was ist an der Bindung denn generell schlecht? Gab es denn nichts in der Beziehung, auf das du zurückblickst?