Gemini ♊

Hallo zusammen,
ich bin hier eigentlich sonst nicht so aktiv, habe aber nun eine Geschichte geschrieben und dachte mir, wenn ich die schon schreibe, kann ich sie auch auf mehr als einer Plattform veröffentlichen. Ich hoffe, dass es hier dem einen oder anderen gefällt. :wink:

Ich freue mich immer über Meinungen, Kommentare, etc. Auch Kritik ist immer erwünscht!

Liebe Grüße
Sammy

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Joshs Leben lässt so einiges zu wünschen übrig. Zwischen seinen konservativen Eltern und Mobbing in der Schule fühlt er sich verzweifelt und allein. Sein einziges Ventil ist das Schwimmen. Als er im Freibad in Schwierigkeiten gerät, wird sein bisheriges Leben komplett auf den Kopf gestellt; ein neuer Freund, eine erste Liebe und ein Junge, der so aussieht, als wäre er gerade aus Joshs Spiegel gestiegen.
[size=85]Copyright © 2013 Sammy Blue; All Rights Reserved.

Disclaimer: Diese Geschichte und alle Charaktere in ihr sind frei erfunden. Jegliche Ähnlichkeit mit real existierenden Personen, lebendig oder tot, ist reiner Zufall.[/size]

[size=150]Prolog[/size]

[i]Sie schritt langsam durch die einsamen Straßen von Albany. Der Geruch von Rauch, Bier und Erbrochenem hing immer noch in ihrer Nase. In ihren Armen hielt sie zwei kleine Bündel, von denen hin und wieder leise Geräusche zu hören waren, die die friedliche Stille der Nacht unterbrachen.

Die beiden waren so wunderschön, so unschuldig. Sie hatte gehofft, dass Bill sich ändern würde, dass er sein Leben endlich auf die Reihe bekommen würde, mit diesen zwei kleinen Seelen die ihn brauchten. Er hatte es versprochen. Geklappt hatte das für vielleicht zwei, drei Tage. Dann kam sie von ihrer Arbeit als Putzfrau zurück und fand ihn auf dem Boden des Wohnwagens, wo er seinen Rausch ausschlief, umgeben von Bierflaschen und den weinenden Babys.

Sie gab ihm eine zweite Chance, aber das einzige was das brachte waren die blauen Flecken die jetzt ihren Körper verunstalteten. Als er in dieser Nacht wieder anfing zu trinken, starb der letzte Funke Hoffnung, den sie noch hatte.

Sie liebte die kleinen Jungen und hatte sie aufwachsen sehen wollen, aber ihr wurde klar, sie konnte ihre Kinder nicht mit dem versorgen, was sie brauchten; eine sicheren Umgebung und Geld für Essen, Kleidung und Bildung. Als sie schwanger war, wusste sie, dass es schwierig werden würde, aber Bill ging es besser und er hatte ihr ja schließlich gesagt, er würde alles für sie tun.

Nachdem er sie heute wieder geschlagen hatte, wusste sie, dass sie etwas tun musste. Es war nur eine Frage der Zeit bis den Babys etwas passieren würde. Sie musste arbeiten gehen, also konnte sie nicht immer da sein, um sie zu beschützen.

Sie schämte sich so sehr für ihr Versagen. Sie hoffte, dass, wenn die Jungen aufwuchsen, sie verstehen und ihr verzeihen würden.

Als sie vor der Feuerwache stand, schaute sie auf ihre Söhne herab und genoss den letzten Moment mit ihnen. Sie küsste die beiden sanft auf die Stirn und flüsterte ihnen zu: ‘Ich liebe euch.’, bevor sie sie auf den Boden vor der Tür legte.

Nachdem sie die Klingel gedrückt hatte, entfernte sie sich eilig. Als sie ging, fingen die Babys an zu weinen und es brach ihr das Herz, aber sie stoppte nicht. Sie hatte keine Wahl. Von der nächsten Hausecke, etwa 50 Meter entfernt, beobachtete sie versteckt wie sich die Tür der Wache öffnete und ein Bär von einem Mann sich hinkniete um die Säuglinge aufzuheben. Den Zettel, den sie an eine der Decken geheftet hatte, steckte er in seine Tasche und dann schaukelte er die Säuglinge sanft in seinen Armen.

Er las die auf die Decken aufgenähten Namensschilder und sprach beruhigend auf die Kleinen ein. Nach einem Moment hörten sie auf zu weinen und der Mann ging zurück in die Feuerwache. Das einzige von ihr, was jetzt noch in dem Leben der beiden verblieb, war der Zettel, den sie für den Feuerwehrmann, der sie finden würde, geschrieben hatte.

“Das sind Joshua und Jacob. Sie wurden am 3. Juli geboren. Bitte sorgen Sie dafür, dass sie ein warmes Zuhause und eine liebevolle Familie bekommen. Ich liebe sie sehr und werde sie nie vergessen.”

Stille Tränen flossen über ihre Wangen, als sie sich umdrehte und zurück zu ihrem Wohnwagen ging.[/i]


Das erste Kapitel, in dem dann die eigentliche Geschichte losgeht, und weitere Kapitel werde ich versuchen ohne zu große Zeitabstände zu posten. Es hängt immer davon ab wie viel Zeit ich zum Übersetzen finde und wie viel Zeit meine deutsche Editorin hat.

In diesem Sinne, bis die Tage!

3 „Gefällt mir“

Kann ne So tolle Story werden.Mir gefällt sie jetzt schon total und ich werde weiter lesen.

Kann ne So tolle Story werden.Mir gefällt sie jetzt schon total und ich werde weiter lesen.

Vielen Dank für deinen Kommentar, Upsnixan. :slight_smile:

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[size=150]Kapitel 1: Josh (Teil 1)[/size]

“Hey Arschloch!”

Ich festigte meinen Griff um den Träger meines Rucksacks und ging schneller.

‘Dreh dich nicht um, geh weiter. Es sind nur ein paar Meter bis zur Tür und dann bist du auf dem Schulhof’, dachte ich panisch.

Er packte mich von hinten an der Schulter. Es war ein lautes Scheppern zu hören, als ich gegen die Schließfächer zu meiner Linken geworfen wurde. Ich ließ es widerstandslos geschehen und glitt zu Boden. Als ich hochschaute, wurde mein Blick von einem Paar wütender Augen erwidert. ‘Was ist dein Problem, Parker?’, wollte ich fragen, aber die Worte blieben mir im Hals stecken bevor ich sie aussprechen konnte.

Jap, das bin ich. Joshua Abraham Adams, fünfzehn Jahre alt, ein Schwächling und ein Feigling obendrein. Besonders beliebt war ich offensichtlich auch nicht gerade. Vor einem Jahr waren die Dinge schon nicht optimal, aber seit wir nach Albany gezogen waren, war es schrecklich.

Ich wusste von Anfang an, dass dieser Umzug eine schlechte Idee war, aber meine Meinung interessierte meine Eltern sowieso nicht. ‘Albany wird dir gefallen’, war was sie sagten. ‘Wir haben da gelebt, als du ein Baby warst. Es ist eine schöne Stadt.’ Aber seit dem ersten Schultag, an dem Parker mich zu seinem neuen Lieblingsopfer ernannt hatte, hasste ich diese Stadt.

“Was guckst du so blöd, Arschloch?”, blaffte Parker mich an. Vor einem Jahr hatten die wenigen Freunde, die ich hatte, mich Josh oder J genannt. Hier war ich nur Arschloch oder, wenn ich Glück hatte, Adams. Es war selten, dass mich überhaupt jemand ansprach. Seit Parker es auf mich abgesehen hatte, wollte niemand riskieren, etwas mit mir zu tun zu haben. Parker war stark und groß, genaugenommen mehr als einen Kopf größer als ich. Er war außerdem ein unvorhersehbarer Scheißkerl.

Ein starker Schmerz in meiner Schulter riss mich aus meinen Gedanken. “Wenn ich dich rufe, Arschloch, dann solltest du besser hören.” Er hob die Faust um mich noch einmal zu schlagen. Ich schloss meine Augen und versuchte mich auf das Unausweichliche vorzubereiten. Dann hörte ich wie sich eine Tür öffnete und jemand begann die Treppe herabzusteigen.

“Heute ist dein Glückstag, Adams, aber ich bin nicht mit dir fertig. Ich will mein Geld.” Parker griff mich noch einmal, zog mich hoch und knallte mich mit einem weiteren lauten Scheppern in die Schließfächer hinter mir. Danach drehte er sich um und entfernte sich lockeren Schrittes, als ob nichts gewesen wäre.

Ich schob mich mit meinem Rücken an den Metalltüren hinter mir hoch, griff meinen Rucksack, der zur Seite geschleudert worden war, und versuchte mein T-Shirt zu glätten Ich war immer noch dabei, den Schock abzuschütteln, als Mr. Fisher von den Treppen in den Flur kam.

“Josh, was machst du denn hier? Hast du nicht schon längst Schluss?” Er lächelte mich an. Mr. Fisher war einer der wenigen Leute in dieser Schule, die mich zu mögen schienen. Die meisten der anderen Lehrer bevorzugten es, ihre Distanz zu den Schülern zu halten.

Mr. Fisher war mein Geschichtslehrer und ich war gut in Geschichte und meistens ernsthaft an den Unterrichtsthemen interessiert. Vielleicht war das der Grund, dass er mir immer ein Lächeln schenkte, wenn er an mir vorbeiging.

“Oh, ich war einfach nur in Gedanken versunken, und dann stand ich hier und naja….” Ich verstummte und hoffte dass er nicht bemerken würde wie aufgewühlt ich war.

Ich hätte ihm erzählen können, was passiert war, in der Hoffnung, dass es helfen würde. Oder ich hätte ihn fragen können, ob er nichts gehört hatte, aber er war Geschichtslehrer und er war komisch. Er war vermutlich irgendwo zwischen der Unabhängigkeitserklärung und dem Bürgerkrieg stecken geblieben. Er war ein Genie wenn es um Geschichtsunterricht ging, aber er nahm nicht viel von dem wahr, was um ihn herum passierte und die meisten Schüler nahmen ihn nicht besonders ernst.

Er war mir gegenüber zwar freundlich eingestellt, aber er war geistig zu abwesend um mitbekommen zu haben, was stattgefunden hatte. Falls er überhaupt gehört hatte, wie ich gegen die Schließfächer geworfen wurde. Ihm zu erzählen, was los war, würde auch nicht helfen. Ich würde ihm leidtun, aber es gab nichts, was er tun konnte. Selbst wenn, Parker würde einfach nach der Schule auf mich warten. Ich war mir sicher, dass es besser war nichts zu sagen und mich nicht mehr als unnötig zu blamieren.

Ich verließ das Gebäude und hielt die Tür für ihn auf. Nachdem ich ihm einen schönen Tag gewünscht hatte, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Ich war gerade erst durch das Schultor gegangen, als die Begegnung mit Parker wieder in meinen Gedanken auftauchte. Es schien, dass Parker sich jetzt überlegt hatte, dass ich ihm Geld schuldete. Als ob er irgendwelches Geld hatte, dass ich mir hätte leihen können und ich würde mir sowieso niemals Geld von ihm borgen. Aber anscheinend war das seine neue Entschuldigung um mich zu quälen.

Vielleicht hoffte er sogar, dass ich ihm tatsächlich etwas Geld geben würde, um ihn loszuwerden. Ich dachte einen Moment darüber nach und entschied dann, dass das Gegenteil passieren würde und er mehr wollen würde. Wenigstens war es Freitag, also war ich ihn für ein paar Tage los.

Mein Heimweg war nicht allzu lang und nach zwanzig Minuten zwecklosen Denkens über das Problem mit Parker erreichte ich mein verlassenes Zuhause. Meine Eltern waren nur selten vor dem Abendessen da und manchmal blieben sie tagelang weg.

Wir hatten eine Hilfskraft, Philip, aber ich mochte ihn nicht und er mochte mich nicht. Offiziell war er angestellt um das Haus sauberzuhalten, einzukaufen und so weiter. Inoffiziell war sein Job sicherzustellen, dass ich ein lieber kleiner Junge war, mich benahm und wahrscheinlich auch, meinen Eltern alles zu berichten, was ich tat.

Es war nicht besonders wahrscheinlich, dass ich wilde Partys schmeißen würde, während meine Eltern außer Haus waren. Immerhin hatte ich keine Freunde mit denen ich das hätte machen können. Aber ihr Motto war schon immer “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser”.

Gewöhnlich war Philip hier, wenn ich nach Hause kam, aber heute war er anscheinend gerade weg, einkaufen. Ich trottete in meinen Raum, warf meinen Rucksack in die Ecke und machte meinen Computer an. Facebook und E-Mails checken… nichts Neues. Was hatte ich auch erwartet?

Die wenigen Freunde, die ich gehabt hatte, bevor wir umgezogen waren, hatten für eine Weile Kontakt mit mir gehalten. Über die Zeit waren die Nachrichten kürzer und kürzer geworden und irgendwann gab es keine Antworten mehr. Immerhin gab mir das mehr als genug Zeit meine Hausaufgaben zu erledigen.

Danach las ich für gewöhnlich oder ich surfte im Internet. Wenn ich etwas fand, zum Beispiel ein Wort, das ich nicht kannte oder das interessant klang, endete das für gewöhnlich in langen Nachforschungen auf Wikipedia, Google und manchmal sogar in der Bibliothek. Deswegen wusste ich vieles, was meine Mitschüler noch nie gehört hatten. Ich lernte nicht den ganzen Tag um gut in der Schule zu sein, ich las einfach viel, weil ich vieles interessant fand.

Meine einzige andere Leidenschaft war das Schwimmen. Ich war etwa 170 cm groß, schlank und hatte kaum Muskeln, aber sobald ich im Wasser war, war ich wie ein Fisch. Das einzige, wobei ich wirklich entspannen und meine Gedanken gehen lassen konnte, war, wenn ich Bahn um Bahn schwamm.

Um etwa halb sechs duschte ich schnell, zog frische Kleidung an und verließ mein Zimmer um Abendbrot zu essen. Meine Eltern waren zwar normalerweise den ganzen Tag unterwegs, aber das gemeinsame Abendessen war ihnen besonders wichtig.

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Ich hoffe der Break nach dem sprachlich so elaboriertem Prolog war nicht zu heftig. :wink:
Freue mich wie immer über Kommentare, der zweite Teil des Kapitels sollte hoffentlich morgen kommen! :slight_smile:

Liebe Grüße
Sammy

Ich finde diese Geschichte bisher recht interessant. Aber vor allem der Textaufbau lässt
es sehr übersichtlich wirken. Ich hoffe in den folgenden Teilen, bleibt dieser beibehalten. :slight_smile:

Interessanter Beginn, perfekt geschrieben, das macht Freude auf mehr davon :slight_smile:

Jetzt schon erkennbar viel Emotion und Tiefgang. Ich bin gespannt :slight_smile:

Danke für eure Kommentare und das Lob!

Wegen des Textaufbaus: Ich verstehe gar nicht, wie man eine Geschichte nicht vernünftig formatieren kann. Das macht das Lesen auf dem Monitor einfach so viel angenehmer. :slight_smile:

Jetzt erfahren wir noch ein wenig mehr über Josh. Ich weiß, die Geschichte entwickelt sich langsam, aber ich hoffe das gefällt dem einen oder anderen umso besser. :wink:

Enjoy!

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[size=150]Kapitel 1: Josh (Teil 2)[/size]

“Hallo Joshua”, grüßte mich meine Mutter, als ich den Raum betrat. “Wie war dein Tag?

Ihr Ton war nicht gerade liebevoll, eher flach und ohne wirkliches Interesse. Geschäftsmäßig würde es am besten beschreiben, denke ich. Sie nannte mich immer Joshua. Nicht Josh, oder vielleicht Joshie, wie früher, als ich noch klein war. Joshua.

Ich setzte mich, während ich ihr antwortete. “Wie immer, ist nichts besonderes passiert.”

“Wie war deine Mathematikklausur?” Mit anderen Worten: ‘Hast du eine Eins bekommen?’ Das einzige, was meine Eltern wirklich interessierte, war Image und meine Leistung in der Schule war ein Teil davon. Man muss verstehen, meine Eltern waren wahrscheinlich nicht gerade durchschnittlich. Mein Vater war Politiker und die Familie meiner Mutter war seit Generationen in der Waffenindustrie. Beide waren sehr religiös und erzkonservativ. Manchmal dachte ich, ich wüchse in den 50ern auf, nicht im 21.Jahrhundert.

“Ist gut gelaufen, ich habe eine Eins bekommen”, gab ich ihr die Antwort, die sie hören wollte und versuchte zu lächeln.

Mein Vater kam direkt von seinem Arbeitszimmer ins Esszimmer, in Anzug und Krawatte, wie immer. Er setzte sich und seufzte. Ich denke, viele würden meinen Vater als ‘furchterregend’ beschreiben. Wir waren total verschieden. Er war groß und übergewichtig, während ich klein und schmal war. Er war stark und ich war schwach. Er fragte nicht, er verlangte. Ich glaube, als er in meinem Alter gewesen war, war er definitiv wie Parker, nicht wie ich. Während ich schüchtern und höflich war, war er ein Tyrann.

Er sah aus, als ob er schon den ganzen Tag über etwas wütend gewesen wäre, versuchte aber sich zu kontrollieren und wendete sich mir zu: “Joshua, wie läuft’s in der Schule?” Ganz schlechtes Thema. Ein einziges Mal, erst neulich, hatte ich den Mut, meinen Eltern zu erzählen, was wirklich in der Schule los war. Ich war noch keine zwei Sätze weit gekommen, als mein Vater anfing einen Vortrag dazu zu halten, dass ich endlich erwachsen werden und meinen Mann stehen solle, anstatt rumzuheulen. Ich solle für mich kämpfen und nicht einfach so aufgeben.

Ich hatte versucht ihm zu erklären, dass das nicht so einfach war, Parker war doppelt so groß wie ich, aber er wollte nichts davon hören und seitdem hatte ich das Thema nie wieder angesprochen.

“Alles in Ordnung”, antwortete ich ihm knapp. Er nickte nur, sein Zeichen um zu zeigen, dass das alles war, was er hören wollte, und sagte dann ein kurzes Tischgebet. Das Abendessen verlief überwiegend in drückender Stille. Ich aß so schnell es ging und verließ den Raum sobald die Regeln der Höflichkeit es zuließen.

Als ich in meinen Raum kam, entschied ich, dass ich unbedingt wieder schwimmen gehen musste. Der luxuriöse Pool des privaten Schwimmklubs, zu dem ich normalerweise ging, war seit Anfang der Woche aufgrund von Renovierungen geschlossen. Fünf Tage ohne Schwimmen waren viel zu lange und zwischen der Schule und meinen Eltern fühlte ich mich mehr wie ein Gefangener, als wie ein freier Mensch.

In genau dem Moment, in dem ich das dachte: “Joshua, hast du deine Hausaufgaben schon gemacht?” Ich war so überrascht ihn hinter mir sprechen zu hören, ich sprang beinahe an die Decke. Philip klopfte nie. Ich hasste es, aber es brachte nichts, ihm das zu sagen.

Ein paar Mal hatte ich genau das versucht, aber es interessierte ihn nicht und meinen Eltern wäre es egal, wenn ich mich beschweren würde. Ich glaube, Philip hoffte, dass er mich irgendwann einmal beim Wichsen erwischen würde. Ha! Als ob. Das wusste ich zu vermeiden.

Ich drehte mich um und sagte ihm mit ruhiger Stimme, dass ich bereits alles erledigt hätte. Er nickte und schaute ein bisschen enttäuscht, als ob er gehofft hatte, einen Grund zu finden, mich ein wenig zu schikanieren, aber verließ letzten Endes den Raum. Ich seufzte und drehte mich zurück zu meinem Computer. Das sollte die letzte Unterbrechung für den Tag gewesen sein.

Nach kurzer Suche im Internet fand ich das nächstnahe Freibad und druckte mir eine Karte mit dem Weg aus. Obwohl wir letzten Sommer hierher gezogen waren, kannte ich die Stadt immer noch kein bisschen. Ich konnte meinen Weg zur Schule, zum Einkaufszentrum und zur Bibliothek finden, das war’s. Es gab keinen wirklichen Grund für mich, mehr zu kennen. Als ich fertig war, verbrachte ich den Rest des Abends mit Lesen und Videos auf YouTube schauen.

Um Mitternacht herum fuhr ich den Computer herunter und zog mich komplett aus. Ich hatte mein eigenes Badezimmer und um diese Zeit brauchte ich mir keine Sorgen machen, dass irgendwer mein Zimmer betreten würde. Philip war weg und meine Eltern schliefen.

Ich war gewöhnlich eher schüchtern und wollte nicht nackt gesehen werden, aber wenn ich alleine in meinem Zimmer war, genoss ich das Nacktsein. Es war, als ob ich etwas Illegales oder Unangemessenes tat, etwas das niemand von jemanden, der so sittsam wie ich war, erwarten würde. Ich weiß, das klingt vermutlich komisch, aber ich konnte nichts dafür, ich fühlte mich halt so.

Ich hätte sogar nackt geschlafen, aber ich konnte mein Zimmer nicht abschließen und wollte kein Risiko eingehen. Philip weckte mich manchmal morgens auf und ich wollte definitiv nicht, dass er mich so sah. Seine Lieblingsmethode, um mich aufzuwecken, war mir die Decke wegzuziehen. Was für ein Creep. Er tat das sogar an Wochenenden, wenn meine Eltern mal wieder vergessen hatten, mir irgendetwas Wichtiges rechtzeitig mitzuteilen. Genaugenommen sagen sie mir so gut wie nie vorher Bescheid, wenn es etwas gab, bei dem ich sie begleiten musste.

Sie behandelten mich, als ob ich immer noch ein kleines Kind wäre. Daher wusste ich nie, wann er in mein Zimmer kommen würde, um mich zu wecken. Nackt zu schlafen war also keine gute Idee, aber immerhin konnte ich, bevor ich schlafen ging, eine Weile so herumrennen.

Selbst wenn ich nicht der ‘echte Mann’ war, der ich laut meinem Vater sein sollte, schaffte ich es wenigstens, das perfekte Kind zu sein. Ich versuchte so gut zu sein, wie ich nur konnte. Ich fühlte, dass sie mich nicht liebten, aber ich versuchte alles in meiner Macht stehende, um ihre Erwartungen zu erfüllen. Vielleicht würde das ihre Gefühle mir gegenüber ändern. Ich hatte nur Einsen in der Schule, kam meinen Eltern nie in die Quere und machte nie etwas falsch oder bereitete Probleme.

Meine Eltern hatten nicht einmal eine Ahnung, dass ich fähig war sexuelle Gefühle oder Gedanken zu haben. Es war besser, dass sie keine Ahnung hatten, was in meinem Kopf vor sich ging, denn ich hatte genau solche Gedanken. Meine Eltern waren so konservativ, wenn sie gekonnt hätten, hätten sie wahrscheinlich sogar eine Gesetzesinitiative gestartet, um Sex nach der Ehe zu verbieten.

Nachdem ich meine Kleidung abgelegt hatte, ging ich in das Badezimmer und begann meine Zähne zu putzen. Während ich das tat, schaute ich in den großen Spiegel und fragte mich, was falsch mit mir war. Nach ein paar Minuten spuckte ich ins Waschbecken, spülte meinen Mund aus, legte die Zahnbürste beiseite und wand mich wieder dem Spiegel zu.

Schlecht sah ich nicht aus. Ich hatte nicht einmal Pickel. Ich fuhr mit meiner rechten Hand durch mein dunkelbraunes, stets leicht strubbeliges, kinnlanges Haar. Als ich jünger war, hatte mein Vater immer sichergestellt, dass ich eine militärische Kurzhaarfrisur hatte. Dann hatte Philip ihn irgendwie überzeugt, dass mir das nicht stand. Ich habe keine Ahnung, wie er das geschafft hat, oder warum er das tat. Wahrscheinlich bevorzugte der Perversling Jungen mit langem Haar. Ich hatte aber auch nichts dagegen, ich mochte meine Haare lang.

Ich schaute meinen Körper an. Ich war zwar schlank, aber ich sah nicht so aus, als ob ich am Verhungern wäre. Die Pubertät hatte bei mir schon vor langem begonnen und ich hatte Haare auf den Beinen, unter den Achseln und einen kleinen Pfad von Haaren der gen Bauchnabel wuchs. Meine Stimme war auch deutlich tiefer, als noch vor einem Jahr.

Meine Nase war speziell, nicht negativ, eher süß, ein kleines bisschen wie eine Stupsnase; zugespitzt aber trotzdem rund und in meinem Fall relativ breit an der Unterseite.

Ich sah okay aus, hatte reiche Eltern, also immer gute Klamotten und war höflich und schlauer als die meisten Jugendlichen in meinem Alter. Trotzdem schien es, als hätte ich ein Schild mit der Aufschrift ‘kick me’, oder so, auf meinem Rücken.

Leute wie Parker schienen von meinem mangelnden Selbstvertrauen angezogen zu werden, wie Haie vom Blut, und das, obwohl ich genau erklären konnte, warum es so war. Es schien so einfach, etwas dagegen zu tun, aber wenn ich dann in die Ecke gedrängt war, stand ich nur da, bekam weiche Knie und konnte kein einziges Wort sprechen.

Ohne Parker hätte dieses Schuljahr ganz anders sein können. Ich hätte vielleicht sogar ein paar Freunde gefunden, wenn auch keine engen, aber Parker hatte aus irgendeinem Grund entschieden mich zu hassen.

Ich schaute in meine traurigen, blassgrünen Augen und realisierte, dass meine Situation ziemlich hoffnungslos war. In der Schule wollte niemand etwas mit mir zu tun haben, dank Parker, und zu Hause wollten meine Eltern, dass ich perfekt war. Es sie interessierte sie kein bisschen, wer oder was ich eigentlich war, oder wie ich mich fühlte.

Wie beim Schwimmen versuchte ich mich irgendwie überm Wasser zu halten und so zu tun, als ob es gar nicht so schlimm wäre. Nur war die Entfernung, die ich inzwischen geschwommen war, enorm und ich hoffte auf einen Rettungsring, denn ich wusste, dass ich nicht mehr lange so weitermachen konnte.

Wie so oft in dieser Zeit hatte ich genau diese Gedanken und stumme Tränen kämpften ihren Weg aus meinen Augen und begannen meine Wangen herunterzurinnen. Ich versuchte mich selbst mit dem Gedanken zu trösten, dass die Sommerferien nah waren. Es funktionierte,mehr oder weniger, nach ein paar Minuten.

Ich zog mir eine Unterhose an, ging zu meinem Bett und schlüpfte unter die Decke. Ich lag für einige Minuten mit geschlossenen Augen da, versuchte einzuschlafen und fühlte mich sehr einsam und allein. Das Letzte was ich fühlte, bevor die Dunkelheit des Schlafes mich umhüllte, war die Hoffnung, dass die Dinge sich ändern würden.

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Das wars! Bis zum nächsten Kapitel! :slight_smile:

Sammy

[size=85]Copyright © 2013 Sammy Blue; All Rights Reserved.[/size]

Wunderbare Teile.Toller Stil.Er verliebt sich doch nicht etwa noch in Parker? Mach recht bald weiter.Will mehr von dem doch nach seiner Beschreibung,schnuckeligem Boy lesen.

Nein, das glaube ich eher nicht, So wie diese Person sich bisher aufgeführt hat.

Das würde die Gelegenheit geben zu hinterfragen, warum Parker so ist, wie er ist. Allerdings muss ich Dragon da zustimmen, es wird vermutlich eher nicht in diese Richtung gehen. Kapitel zwei wird uns dazu mehr verraten. :wink:


Vielen Dank für eure Kommis!

Diesmal ist das Kapitel in einem Stück, daher etwas länger…

Enjoy!

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[size=150]Kapitel 2: Im Freibad[/size]

Ich war eigentlich ein totaler Morgenmuffel. Daher war es eher untypisch für mich, dass ich um 9 Uhr morgens mit guter Laune aufwachte und gar nicht erwarten konnte, mich auf den Weg zu machen. Ich war entschlossen, all meine Sorgen über meine Eltern, Parker und seine Drohungen zu vergessen. Ich wollte endlich meinen freien Tag im Schwimmbad genießen.

Schnell putzte ich meine Zähne, schnappte mir meinen Rucksack, füllte ihn mit der Karte, die ich am Tag zuvor gedruckt hatte, meiner Badehose und einem Handtuch, und machte mich auf den Weg nach unten. In der Küche schrieb ich einen Zettel für meine Eltern und schmierte ein paar Sandwiches für den Tag, bevor ich mich auf mein Fahrrad schwang und losfuhr.

Selbst mithilfe der Karte brauchte ich etwas Zeit um das Freibad tatsächlich zu finden. Das war aber nicht schlimm, wenigstens sah ich so ein wenig mehr von Albany und außerdem war es ein schöner Samstagmorgen.

Ich schloss mein Fahrrad am Zaun vor dem Freibad an, kaufte ein Tagesticket und zog mich rasch in einer Einzelkabine um. Das Schwimmbecken war zum Glück zu dieser Tageszeit noch relativ leer, was für mich bedeutete, dass es weniger Kinder gab, die mich beim Schwimmen stören konnten. Ich war nur hier um meinen Frieden zu haben und um das Wasser an meinem Körper zu spüren.

Sobald ich ins Becken stieg, fühlte ich mich wohl. Das Wasser trug mein Gewicht und es war fast so, als ob es auch das Gewicht all meine Sorgen und Probleme übernahm. Ich drückte mich von der Wand weg und begann eine Bahn nach der anderen zu schwimmen. Jetzt gab es nur noch mich, die Sonne, das Wasser und die Bewegung. Gelegentlich tauchten Gedanken an Parker in meinem Bewusstsein auf, aber ich unterdrückte diese sofort. Er konnte mich in der Schule terrorisieren, aber hier war ich alleine, ohne ihn. Das bisschen Frieden, das ich hier hatte, würde er mir nicht nehmen.

Ich war beinahe eine Stunde im Wasser, als eine Gruppe von Jugendlichen in meinem Alter ins Schwimmbad kam. Sie mussten von einer anderen Schule sein, weil ich sie nicht kannte. Nachdem sie ihre Handtücher auf dem Rasen abgelegt hatten, spielten sie Beachvolleyball auf dem Feld nahe beim Wasser.

Während ich schwamm schaute ich immer wieder zu ihnen herüber und sah wie sie interagierten. Es war der typische Klamauk den man zwischen jungen Menschen in einem Freibad erwarten würde. Ich wollte keine Aufmerksamkeit erregen, also war ich sehr vorsichtig mit meinen Blicken und schaute nur, wenn es nicht offensichtlich war.

Die Freundschaft und Wärme zwischen ihnen war einfach zu sehen und es tat mir regelrecht weh. Ich gab gewöhnlich vor, dass ich nichts mit anderen in meinem Alter zu tun haben wollte. Die meisten hatten sowieso nicht die gleichen Interessen wie ich. Aber je länger ich zuschaute, desto mehr sehnte ich mich danach, einer von ihnen zu sein. Nicht nur zu lesen, zu schwimmen und allein zu sein, sondern mit Leuten zusammen zu sein, denen ich etwas bedeutete und die mir etwas bedeuteten.

Aber was sollte ich tun? Sollte ich herübergehen und fragen: ‘Hey, kann ich bei euch mitmachen?’ Ich denke nicht. Wie peinlich wäre das denn bitte?

Also schwamm ich weiter meine Bahnen, unbemerkt und allein, abgesehen von ein paar Rentnern, die dasselbe taten. Nach einer Weile entschied ich, dass ich genug hatte und verließ das Wasser. Nach einer kurzen Dusche ging ich über die Wiese, breitete mein Handtuch aus und setzte mich, weit weg von all den Jugendlichen, Familien und Rentnern. Ich verschmierte etwas Sonnencreme auf meinem Körper, lehnte mich zurück und schloss meine Augen.

Meine Haut war eher bleich und obwohl es gewöhnlich nicht viel brachte, wenn ich mich sonnte, hoffte ich, dass ich wenigstens etwas Bräune in diesem Sommer bekommen würde. Das Wetter im Frühling war überwiegend schlecht gewesen, sodass ich bisher kaum Gelegenheiten dazu gehabt hatte.

Das Lachen und die andere Geräusche, die der Wind von den Jugendlichen auf dem Beachvolleyballfeld herübertrug, ließen mich allerdings nicht lange ruhen. Ich drehte mich auf meine Seite und schaute ihnen beim Spielen zu, in der Hoffnung, dass einer von ihnen herüberkommen und mich fragen würde, ob ich nicht mitspielen wolle. Aber leider passierte nichts dergleichen. Als es spät wurde, packte ich wehmütig meine Sachen und fuhr nach Hause.

Es kam nur selten vor, dass meine Eltern samstags zu Hause waren, aber heute waren sie da. Als ich das Haus betrat, konnte ich bereits hören, wie mein Vater eine Tirade von Schimpfwörtern auf den Fernseher loslies. Er schaute vermutlich wieder etwas mit Demokraten. Wenn er in einer Stimmung wie dieser war, war es besser ihn zu meiden, also versuchte ich leise am Wohnzimmer vorbeizukommen, ohne bemerkt zu werden…

“Joshua, hat der Schwimmklub nicht geschlossen?”, fragte meine Mutter mich, als sie mich vorbeischleichen sah.

“Ich bin ins Freibad gefahren”, erklärte ich. Ich wollte noch hinzufügen: ‘Danke, und wie war dein Tag?’, aber ein Kommentar wie dieser konnte in der Anwesenheit meines Vaters schiefgehen. Er würde mich zwar nicht mit dem Gürtel schlagen, etwas das durchaus vorher passiert war, aber ein oder zwei Ohrfeigen konnte ich dafür erwarten. Also besann ich mich eines Besseren, denn wenn er schlug, dann tat es richtig weh. Moderne Erziehung war für meine Eltern anscheinend auch ein unbekanntes Konzept.

“Dein Vater und ich werden heute Abend ausgehen. In der Küche ist Essen für dich”, informierte meine Mutter mich. Klasse! Wenigstens musste ich heute nicht mit ihnen essen.

“Diese verdammten Demokraten. Was ist nur falsch mit dieser Welt? Wenn das so weitergeht können diese Schwuchteln bald heiraten und was kommt als nächstes? Hochzeiten mit Tieren?”, unterbrach mein Vater uns lautstark. Die Worte stachen.

Er war noch nicht fertig. “Es ist schlimm genug, dass die Schulen die Fakten pervertieren und den Kindern beibringen, dass diese Schwuchteln so geboren wären und nicht krank wären. Joshua, haben die euch auch so ‘ne Scheiße beigebracht?”

“Ähm… ich- nein, ich kann mich nicht daran erinnern, dass das je Thema war…”, log ich. Ich konnte fühlen wie mein Gesicht rot wurde. Ich musste hier raus, bevor meine Gefühle überkochten. Glücklicherweise schien mein Vater meinen Gesichtsausdruck als Zeichen zu sehen, dass der bloße Gedanke an dieses Thema mich anwidern würde. In Wirklichkeit war er es, der mich anwiderte.

“Du wirst da schon erfolgreich etwas gegen tun, Papa, ich glaube an dich”, sagte ich ihm und zwang mich ihm ein Lächeln zu schenken. “Ich gehe dann mal in mein Zimmer.”

Mein Vater lächelte zurück; ich drehte mich um und floh aus dem Raum. Es war schon paradox, dass ich ihn nie wirklich Papa nannte, außer bei einer Aussage wie dieser. Solange er glaubte, dass ich ihm komplett zustimmte, war ich in Sicherheit. Eigentlich sah ich die Dinge aber ein wenig anders als er. Es gab dieses Geheimnis, das ich hatte, die drei großen Worte, von denen ich mir sicher war, dass ich sie ihm nie sagen könnte: ‘Ich bin schwul.’

Ich wusste es schon seit zwei Jahren, aber mir war auch klar, dass ich es nie jemanden wissen lassen könnte. Meine Eltern würden mich verstoßen, im bestmöglichen Fall. Mein Vater würde vermutlich seinen Verstand verlieren, wenn er es je herausfinden würde. Ich fürchtete, er würde mich erschießen. Das klingt übertrieben, aber für mich schien es möglich. So oder so, er würde mich fast totschlagen.

Deswegen war mir immer klar, dass meine Eltern das nie herausfinden durften. Wenigstens nicht, bis ich mit der Uni fertig und weit weg war, möglichst auf der anderen Seite des Landes, in LA oder San Francisco oder so. Wenn etwas wie das der Fall wäre, dann würde ich mir weniger Sorgen darüber machen. Vielleicht irgendwann in der Zukunft.

Das Geld meiner Eltern war mir ehrlich gesagt egal. Es gab wichtigere Dinge in meinem Leben, zumindest für mich. Geld allein macht nicht glücklich und dafür war ich der lebende Beweis. Falls sie mir den Geldhahn abdrehten, könnte ich damit leben. Ich war eher darüber besorgt, was passieren würde, solange ich noch komplett von ihnen abhängig war, als ein Minderjähriger ohne eine eigene Wohnung.

Jeder Moment in meinem Leben bedeutete totale Selbstkontrolle. In der Schule Jungs hinterhergucken war unmöglich und zu Hause musste ich vorsichtig sein, was ich sagte und wie ich reagierte, besonders in Situationen wie diesen. Nur das Problem war, es wurde immer schwieriger.

Ich ließ mich auf mein Bett fallen und seufzte. ‘Du wirst da schon erfolgreich etwas gegen tun, Papa, ich glaube an dich’, wiederholte ich meine eigenen Worte in meinen Gedanken. Ich fühlte mich, als hätte ich gerade mein eigenes Todesurteil unterschrieben.

Ich versuchte mich zu beruhigen und meine Gedanken auf etwas Positiveres zu fokussieren. Sonntag würde ich wieder schwimmen gehen. Vielleicht würden die anderen Jugendlichen wieder da sein. Vielleicht würde etwas passieren, das mir eine Gelegenheit gab, sie kennen zu lernen. Ich schloss meine Augen und einer der Jungen, die zu der Gruppe gehörten, tauchte in meinen Gedanken auf, einer der meine Aufmerksamkeit sofort erregt hatte.

Er war der lebhafteste, der verrückteste aus dem Haufen. Er war eher klein, vielleicht 160 cm, aber schien genauso alt zu sein, wie die anderen. Ich hatte nicht allzu viel von ihm gesehen, denn dafür hätte ich starren müssen und ich hatte nicht auffallen wollen, aber ich hatte jede einzelne Chance genutzt, ihn anzuschauen. Er hatte blonde, kinnlange Haare und das süßeste Gesicht, dass ich je gesehen hatte.

Ich wusste nicht warum ich mich so angezogen von ihm fühlte. Wahrscheinlich weil ich wie er sein wollte, voller Energie, unbekümmert und selbstbewusst.

Vielleicht würde ich morgen mehr Glück haben.

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Ein weiterer Teil meiner Pflichten als der perfekte Bilderbuchsohn war es, sonntags den Gottesdienst zu besuchen. An diesem Morgen war es besonders schwer, rechtzeitig aufzustehen. Den letzten Abend hatte ich damit verbracht, über mein Leben nachzudenken und mehr depressive Musik zu hören, als gut für mich war. Danach las ich vor allem Geschichten über Jungen wie mich. Schwule Geschichten für Jugendliche zu lesen war das einzige, was ich bei einem Vater wie meinem im Zusammenhang mit meinem Schwulsein wagte.

Ich wusste weitaus mehr über Computer als meine Eltern, daher wusste ich wie ich meine Aktivitäten ein Geheimnis halten konnte. Nicht, dass sie je kontrolliert hätten, ich gab ihnen nie einen Grund zu glauben, dass ich nicht unschuldig wie ein kleiner Engel war, aber trotzdem, sicher ist sicher.

Nach einer kurzen Dusche zog ich meinen Sonntagsanzug an. Ich hasste Sonntage. Reich zu sein hatte seine Vorteile, aber ich verstand nie, warum meine Eltern dachten, wir müssten so tun als seien wir perfekt. Wenn Gott existiert, dann interessiert es ihn sicherlich nicht, was für Kleidung wir tragen. Er hat uns immerhin nackt geschaffen.

Ich war froh, dass ich immerhin der Sonntagsschule entkommen konnte, als wir nach Albany gezogen waren. Ich verstehe bis heute nicht, wie mir das gelungen war. Vielleicht hatte meinen Vater einen Mitleidsmoment, weil er es selbst gehasst hatte, als er jung war.

Der Gottesdienst war schnell vorbei. Wie immer wenn der Prediger seine Kanzelrede startete, schaltete ich mein Gehirn auf ‘aus’. Ich ließ all seine hasserfüllten Kommentare über Sünde, und dass wir alle in die Hölle kommen würden, an meiner Haut herunterinnen, wie Regentropfen, anstatt sie in mich aufzunehmen. Ich hatte das vor Jahren perfektioniert, als ich anfing all das zu hinterfragen, was meine Eltern und die Kirche mir beibrachten und stattdessen selber zu denken.

Nach dem Gottesdienst gingen wir, wie immer, in einem teuren Restaurant Mittag essen und damit war meine Pflicht für den Tag erfüllt. Sobald wir nach Hause kamen, schnappte ich mir meinen Rucksack und verließ das Haus.

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Ich fuhr erwartungsvoll zum Freibad, hoffentlich würde ich die anderen Jugendlichen wiedersehen. Als ich die Umkleide verließ, konnte ich sie auf dem Volleyballfeld spielen sehen. Ich war versucht herüberzugehen und einfach mit ihnen zu reden, aber konnte mich nicht überwinden und glitt stattdessen ins Wasser.

Während ich meine Bahnen schwamm, schaute ich wieder den Jungen an, über den ich am vorherigen Abend soviel nachgedacht hatte. Er sprang fröhlich auf dem Spielfeld herum. Groß war er zwar nicht, aber er machte das erfolgreich mit seiner schier endlosen Energie wett.

Es schien, als ob mit jeder Minute, die ich ihn betrachtete, er süßer und süßer wurde. Ich fühlte mich besessen von ihm. Ich wusste nicht einmal seinen Namen, aber ich verspürte dieses unglaublich starke Verlangen, ihn kennen zu lernen.

Etwa eine Stunde später verließ ich das Wasser und legte mich wieder auf die Wiese um mich noch ein wenig zu sonnen. Dieses Mal allerdings deutlich näher an der Gruppe als noch am Tag zuvor. Ich streckte mich auf meinem Handtuch aus und schloss meine Augen um mich zu entspannen und darüber zu träumen, wie einer von ihnen zur mir herüberkommen würde und mich fragen würde mitzuspielen.

Nur wenige Minuten später hörte ich jemanden etwas rufen, das mich sofort aus meinen Gedanken riss. “Komm endlich, J, ich will nicht ewig warten!”

Was? Sicherlich gab es hier niemanden, der mich als ‘J’ kannte. Ich öffnete meine Augen und schaute mich um. Die Jugendlichen hatten sich entschieden zu gehen, aber einer von ihnen war immer noch auf der Wiese und stopfte sein Handtuch in seinen Rucksack. “Ich komme gleich”, rief er zurück.

Ich musterte ihn. Ich hatte ihn am Tag zuvor nicht gesehen, vermutlich weil er nicht da gewesen war, und heute musste ich ihn übersehen haben, weil ich so beschäftigt damit gewesen war, den anderen, süßen Jungen zu beobachten. Er war etwa so groß wie ich und sein Haar war etwas länger als meines, hatte aber genau die gleiche Farbe. Mehr konnte ich nicht erkennen, weil er mir den Rücken zugewandt hatte.

Nachdem er gegangen war, blieb ich noch ein paar Momente auf dem Rasen und verfluchte meinen mangelnden Mut und mein nicht vorhandenes Selbstvertrauen. Ich hätte einfach hingehen und eine Unterhaltung anfangen oder mitspielen sollen. Ich fühlte mich so schwach und dumm. Das Wochenende war vorbei, es war Sonntagnachmittag, also würde wahrscheinlich eine volle Woche verstreichen, bevor ich die Gruppe wiedersehen würde. Falls sie überhaupt nächstes Wochenende da sein würden.

Als ich mit meiner Selbstmitleidsorgie fertig war, schnappte ich mir mein Handtuch und trottete niedergeschlagen zur Umkleide. Die anderen Jugendlichen waren bereits weg und der Gang, in dem die Schließfächer und Türen zu den Einzelkabinen waren, war komplett leer. Ich hatte gerade meinem Klamotten aus dem Schließfach genommen und wollte in eine Kabine gehen, als ich Parker um die Ecke kommen sah.

Er entdeckte mich im selben Moment, in dem ich hin entdeckte. Ein fieses Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus, als er anfing, sich in meine Richtung zu bewegen. Ich wollte schnell in die Kabine springen, aber meine Beine wollten mir nicht gehorchen. Ich stand einfach da, wie zur Salzsäule erstarrt, fühlte wie Wellen der Panik mich überspülten und hörte mein Herz laut und schnell in meiner Brust schlagen.

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Das wars! Bis zum nächsten Kapitel, freue mich wie immer über eure Gedanken/Kommis/…! :slight_smile:

Sammy

[size=85]Copyright © 2013 Sammy Blue; All Rights Reserved.[/size]

Ich freu mich schon auf den nächsten Teil. ;D

Hab es doch gewusst,das die Story der Hammer ist.

ouh man ^^ ich will mehr :smiley: uih

Wirklich toll geschrieben, die Story ist sehr gut.
will mehr :slight_smile:

Lg
2BD

Danke für eure vielen, tollen Kommentare!

Ich habe irgendwie gerade ne schlechte Woche und habe ewig für dieses Stück gebraucht… Hoffe, ich habe alle Fehler raus und brauche das nächste Mal nicht Stunden… :wink:

Enjoy!

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[size=150]Kapitel 3: Begegnungen (Teil 1)[/size]

“Wen haben wir denn da?”, höhnte Parker. “Was machst du hier, Adams?” Er griff mich an den Schultern und drängte mich rückwärts. Ich fühlte, wie die Rückseite meines Kopfes gegen die Wand schlug und für einen Moment sah ich Sterne.

Meine Klamotten fielen von meinen Händen auf den Boden und ich begann zu zittern. Sein Gesicht kam meinem nah, so nah, dass ich seinen Atem spüren konnte. “Was ist mit dem Geld?”, zischte er, während er mich gegen die Wand drückte.

Bevor irgendetwas anderes passieren konnte, sah ich aus meinen Augenwinkeln jemanden um die Ecke kommen.

“Hey! Was ist hier los? Lass ihn in Ruhe!” Am Ende des Ganges stand der süße Junge, den ich den ganzen Tag beobachtet hatte. ‘So viel zum Thema erster Eindruck’, dachte ich beschämt.

Selbstbewussten Schrittes ging er in unsere Richtung. Die Panik die ich zuvor gefühlt hatte, verwandelte sich jetzt in Angst. Parker hätte körperlich kein Problem damit, mich zu Brei zu schlagen. Ich wollte mir gar nicht erst vorstellen, was er mit diesem sogar noch kleineren Jungen machen würde

Der Ausdruck auf Parkers Gesicht verriet mir allerdings, dass er komplett überrascht von diesem kleinem Typen war, der ihm einfach so sagte, das er mich in Ruhe lassen solle. Er brauchte ein paar Sekunden, um zu begreifen, was gerade passierte, bevor er sich seinem kleinen Herausforderer zuwandt.

“Das geht dich einen Scheißdreck an. Er schuldet mir Geld, also verpiss dich oder du erlebst was”, drohte Parker mit lauter Stimme. Aber der Junge schien kein bisschen beeindruckt zu sein. Er ging noch einen Schritt weiter und baute sich vor Parker auf, soweit das bei dem massiven Größenunterschied ging. Es sah beinahe aus, wie bei David und Goliath.

“Es ist mir vollkommen egal, ob er dir Geld schuldet. Lass ihn in Ruhe und verpiss dich selbst. Der Bademeister ist gleich um die Ecke. Lust auf eine Freifahrt mit der Polizei? Dann schlag zu”, zischte er er mit aggressiver Stimme.

Parker war vollkommen fassungslos und selbst wenn er dumm war, wusste er wahrscheinlich, dass wenn der Kleine wie am Spieß schrie, tatsächlich sehr schnell andere Leute hier sein würden. Er schaute genervt und drehte sich wieder mir zu. Er schlug mich ein letztes Mal gegen die Wand, bevor er mich losließ. Mir war immer noch schwindelig von dem Zusammenstoß von meinem Kopf und der Wand. Ich rutschte mit meinem Rücken an den Fließen hinter mir zu Boden und zog meine Knie an.

“Sieht so aus, als ob deine kleine Freundin dich dieses Mal beschützen konnte. Wir sehen uns morgen in der Schule. Ich kann es gar nicht erwarten”, sagte er hämisch zu mir, bevor er sich umdrehte und ging.

Als ich ihm hinterherschaute, überflutete mich Verzweiflung. Parker schien mich einfach nicht in Ruhe lassen zu wollen. Wer weiß, was Montag passieren würde? Warum konnte mein Leben nicht so einfach und sorgenfrei sein, wie das von anderen? Warum hatte ich nicht die Eier, einfach etwas zu sagen, mich zu wehren? Es war einfach zu viel.

Ich hatte einen Kloß in meiner Kehle und spürte, wie sich Tränen in meinen Augen bildeten. Nein! Bitte nicht jetzt! Ich rollte mich zusammen, versteckte meinen Kopf zwischen meinen Knien und versuchte mich gegen die Tränen zu wehren.

“Alles okay?”, fragte mein Retter besorgt. Ich wollte antworten, aber dann hätte er gehört, dass ich kurz davor war, zu heulen. Ich blieb also einfach stumm und verharrte in meiner Position.

“Hm, anscheinend nicht”, sagte er, mehr zu sich selbst als zu mir. Er setzte sich neben mich auf den Boden und legte seine Hand über meine Schulter. “Ich bin Ethan. Wie heißt du?”

“Josh”, presste ich heraus, zusammen mit einem einem Schluchzer. Und dann verlor ich den Kampf. Seine Hand auf meiner Schulter, das Gefühl, dass ich ihm nicht einfach egal war, ließ all die Emotionen hervorkommen, die so lange versteckt und weggeschlossen waren. Ich fing an hemmungslos zu schluchzen. Ich versuchte es zu stoppen, aber es war ein verlorener Kampf.

Ich hatte erwartet, dass er angeekelt weggehen würde. Vielleicht, dass er dasitzen und mich ohne Kommentar ertragen würde. Stattdessen fühlte ich, wie er seine Arme um mich legte und sanft meine Schulter streichelte. Ich weinte eine Weile in seiner Umarmung, aber beruhigte mich dann. Ich schniefte und und räusperte mich.

“Danke”, flüsterte ich schüchtern.

“Kein Problem”, antwortete er, und drückte meine Schulter sanft mit seiner Hand, bevor er mich losließ. Plötzlich kam mir die körperliche Zuneigung zwischen uns peinlich vor und ich fühlte meine Wangen erröten.

Sein Gesicht zeigte ähnliche Gefühle. Nach ein paar Momenten räusperte er sich in einem Versuch, die komische Atmosphäre loszuwerden.

“Ist der Typ immer so ein Arschloch? Schuldest du ihm wirklich Geld?, fragte Ethan mich.

“Nein, ich schulde ihm kein Geld, das behauptet er nur so”, erwiderte ich. “Vielleicht hofft er auch, dass ich ihm tatsächlich Geld gebe, um ihn loszuwerden.” Ich schniefte wieder. Ethan öffnete seinen Rucksack und kramte, bis er ein Taschentuch für mich fand. Ich gab ihm einen dankbaren Blick und putzte meine Nase.

“Danke nochmal.” Ich betrachtete ihn mit einem Hauch von Bewunderung in meinen Blick. "Ich checke immer noch nicht, wie du das gerade gemacht hast.”

“Kein Ding. Du hast Glück, dass ich etwas in der Umkleide vergessen habe und zurückkommen musste. Ich habe aber auch keine Ahnung, wie ich das gemacht habe. Ich habe nur gesehen, was passiert ist und nicht groß darüber nachgedacht. Im Nachhinein erscheint es mir ziemlich suizidal.” Er grinste mich an. “Ich schätzte ich habe halt Glück gehabt.”

Wir saßen noch einen Moment da, bevor er sich erhob und mir seine Hand anbot. “Komm, steh auf.” Ich nahm seine Hand und er zog mich hoch. Dann sammelte er meine Sachen vom Boden auf und gab sie mir. Wir schauten uns an. Ich war unsicher, was ich tun oder sagen sollte und er schaute mich nachdenklich an.

Noch bevor er etwas sagen konnte, platzte ich heraus: “Du musst denken, dass ich ne totale Pussy bin. Mit dem Rumheulen und so. Ich habe keine Ahnung, warum ich das gemacht habe.”

“Er zuckte mit den Achseln. “Wenn ich du wäre, hätte ich vermutlich das gleiche gemacht. Mach dir keinen Kopf drum.” Ich glaubte nicht wirklich, dass er das meinte, aber lächelte ihn trotzdem an. Es war nett, dass er so tat als ob es nichts schlimmes wäre.

“Du erinnerst mich an jemanden, den ich kenne”, stellte er fest.

“Ich kenne niemanden, der so aussieht wie ich,” antwortete ich ihm.

“Wirst ihn wahrscheinlich sehen, wenn ich das nächste Mal hier bin. Du kommst hier wieder her, oder? Ich habe dich hier noch nie zuvor gesehen.”

“Ja, ich denke schon”, sagte ich. Ich war immer noch rot im Gesicht.

“Ähm”, fing er an. “Ich muss langsam los, aber bevor ich gehe, wie ist deine Handynummer?”

Ich gab ihm meine Nummer und er tippte sie in sein Handy und rief mich an, damit ich seine hatte. Danach lächelte er mir zu. Was für ein umwerfendes Lächeln! “Es war schön dich kennen zu lernen. Tut mir Leid, dass ich jetzt gehen muss, aber meine Mutter bringt mich um, wenn ich wieder zu spät zum Essen komme.” Er grinste mich an und lief los, nachdem wir uns verabschiedet hatten.

Nachdem ich mich umgezogen hatte, machte ich mich auf den Weg nach Hause. Meine Eltern waren noch weg und Philip hatte an Sonntagen frei. Ich konnte nicht aufhören, an Ethan zu denken. Jetzt hatte er sogar einen Namen. Noch besser, er hatte mich angelächelt. Ich hätte vor Glück platzen können.

Ich machte meinen Computer an und hörte Musik auf YouTube, während ich ein Buch las. Nach etwa einer Stunde vibrierte mein Handy. Eine neue SMS von Ethan.

hey josh, mittwoch treffen?

Ich konnte mir das Grinsen nicht verkneifen, so glücklich war ich. Ich schrieb schnell eine Antwort. sicher, wann?

Nicht einmal eine Minute später vibrierte mein Handy erneut.

3 Uhr. Pass morgen in der schule auf dich auf! Ich will nicht, dass dir was passiert.

Wie süß! Er macht sich Sorgen um mich! Zu wissen, dass er sich um mich sorgte, machte die Idee, am Montag zusammengeschlagen zu werden, nahezu ertragbar. Es würde nicht weniger wehtun, aber immerhin hatte ich etwas woran ich mich festhalten konnte.

Ich werd einfach in der nähe der lehrer bleiben. Freue mich auf mittwoch!

Seine Antwort kam beinahe sofort. Gute idee! Ich mich auch!

In dem Moment knurrte mein Magen. Ich legte das Handy beiseite und ging in die Küche, um mir ein paar Sandwiches zu machen. Der Rest des Abends war eine Achterbahnfahrt der Gefühle zwischen Aufregung darüber, dass ich Ethan sehen würde, und Angst, Parker in der Schule zu treffen.

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Das wars auch schon wieder. :slight_smile:
Freue mich immer über eure Gedanken, Meinungen und Kritik! :slight_smile:

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Ich find deine Geschichte genial :slight_smile: Die Beste von denen ich alles gelesen hab
Freu mich schon auf Mittwoch :wink: :smiley:

Danke für deinen Kommentar, serko! :slight_smile:
Endlich bin ich dazu gekommen, weiter hier dran zu arbeiten. Mal wieder ein etwas längerer Post. :wink:

Enjoy!

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[size=150]Kapitel 3: Begegnungen (Teil 2)[/size]

Ich hatte darüber nachgedacht, meinen Eltern zu sagen, dass ich krank sei, aber ich war ein schlechter Schauspieler. Mein Vater hätte mir gesagt, dass ich mich wie ein Mann benehmen und gehen solle, und dass ich nicht krank aussehe. Außerdem müsste ich mich dann den ganzen Tag mit Philip herumschlagen. Ich würde Parker sowieso irgendwann wieder begegnen, wenn nicht heute, dann morgen oder übermorgen.

Bis zu dem Ende der zweiten Stunde lief alles gut. Unsere Schule war ziemlich groß, wodurch es mehr oder weniger möglich war, jemanden zu meiden. Parker war zudem eine Klasse über mir, was die Sache noch einfacher machte. Ich wollte gerade den Klassenraum verlassen, da sah ich Parker im Gang stehen. Ich drehte mich sofort um, ging zurück zu meinem Tisch und tat so, als hätte ich etwas vergessen.

Der Raum leerte sich, bis nur noch Mr. Fisher und ich übrig waren, also versuchte ich Zeit zu gewinnen.

“Das war eine wirklich interessante Stunde”, sagte ich.
“Danke”, antwortete er. Wir hatten die Geschichte der Sklaverei in den USA behandelt. “Es ist interessant, dass Sklaverei damals als komplett normal angesehen wurde und heutzutage kann niemand verstehen, dass keiner gesehen hat, wie falsch es war, denkst du nicht?”

“Ich denke ich kann es verstehen. Jeder Mensch ist letzten Endes nur ein Produkt seiner Umgebung und dessen, womit er aufgewachsen ist. Wer weiß, was die Menschen in hundert Jahren denken werden?”, antwortete ich. ‘Vielleicht werden sie diese ganzen Anti-Schwulen-Aktivisten wie meinen Vater scharf verurteilen’, fügte ich in Gedanken hinzu.

Mr. Fisher schaute mich mit Anerkennung an und nickte. Er ging Richtung Tür und ich folgte ihm. Zum Glück war der nächste Raum im gleichen Gang und die Pause war beinahe vorbei. Glücklicherweise war meine nächste Stunde im Raum an Ende des Ganges, also blieb ich nahe bei ihm und verabschiedete mich, als wir die Tür erreichten.

Ich seufzte, froh dass ich Parker entkommen war. Nach diesem Ereignis sah ich ihn nicht mehr, weder in der Mittagspause noch zwischen den Stunden. Zuerst dachte ich, dass ich einfach nur Glück hatte, aber als ich am Ende der letzten Stunde meine Sachen packte, hörte ich, wie zwei meiner Mitschüler über ihn redeten.

“Was ist eigentlich mit Parker, den habe ich den ganzen Tag nicht gesehen?”, fragte Ryan. Er war einer von den Leuten, die mein Leben schwierig machten. Nicht so sehr wie Parker, aber schön war es trotzdem nicht.

Parker war der Einzige der mich offen hasste, Gott allein weiß warum. Dann gab es noch seine Freunde, solche wie Ryan, denen ich meistens ausweichen konnte, wenn Parker nicht in der Nähe war. Der Rest behandelte mich wie einen Aussätzigen, weil sie Angst vor Parker hatten. Immerhin waren diese Leute überwiegend neutral. Sie machten sich nicht die Mühe, mir Probleme zu bereiten. Sie redeten zwar nicht mit mir, aber sie ließen mich in Ruhe.

“Hast du nicht gehört, was passiert ist?”, antwortete Caleb. Er war einer von den Neutralen. “Er wurde beim Beschmieren von Schließfächern erwischt, ist für den Rest der Woche suspendiert.”

Ryan machte eine Grimasse, schnappte seinen Rucksack und rempelte mich mit Absicht an, als er zur Tür ging. “Pass auf wo du stehst”, zischte er, bevor er weiterging. Ich reagierte nicht auf ihn, das würde nur noch mehr Probleme verursachen.

Meine Gedanken kehrten zu Parker zurück. ‘Was für ein Idiot!’, dachte ich mir, während ich den Klassenraum verließ. ‘Hoffentlich hat er eine richtige Sauerei mit Edding gemacht und muss es ganz alleine entfernen.’

Das bedeutete eine ganze Woche ohne Parker. Ich konnte mein Glück kaum fassen. Meine Eltern waren noch bis Mittwoch auf einer Geschäftsreise, es konnte also gar nicht besser werden. Naja, außer Philip. Wenn meine Eltern verreist waren, nervte er sogar noch mehr als sonst. Ich versuchte, ihn so gut ich konnte zu ignorieren. Ohne meine Eltern und Parker verging die Zeit wie im Flug und ehe ich mich versah, war es Mittwoch.

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Es war genau drei Uhr, als ich beim Freibad ankam. Ich prüfte mein Handy und sah, dass ich eine neue Nachricht hatte.

Wir kommen bissl später, nur dass du bescheid weißt. - Ethan

Ich entschied mich vor dem Freibad auf ihn, und wer auch immer sonst noch mit ‘wir’ gemeint war, zu warten. Ich schloss mein Fahrrad an den Zaun an und lehnte mich gegen die Mauer neben dem Eingang. Nach etwa 15 Minuten erschien Ethan zusammen mit einem anderen Jungen. Ethan schloss sein Fahrrad neben meinem an und kam zu mir herüber. Der andere Junge, der ihn begleitete, nahm sich Zeit mit seinen Rad und schlenderte dann gemächlich zu uns.

“Hey, schön dich wiederzusehen, Josh”, sagte Ethan, als er meine Hand schüttelte.

“Hey Ethan”, antwortete ich schüchtern.

Meine Blick fiel auf den Typen hinter ihm. Meine Eltern wären nicht damit einverstanden gewesen, dass ich mit jemandem wie ihm herumlief. Seine Klamotten sahen so aus, als wären sie über mehrere Geschwister weitergereicht worden. Seine Jeans hatten mehrere Flicken und waren ausgewaschen. Er sah nicht obdachlos oder ungepflegt aus, aber es war offensichtlich, dass seine Familie nicht genug Geld hatte.

Ethan trug zwar keine Designerklamotten, aber seine Sachen waren trotzdem gut und neu genug, dass es keinen zu großen Unterschied zwischen uns machte. Sein Freund allerdings, der kam von einer ganz anderen Welt.

Als ich zu seinem Gesicht aufschaute, blinzelte ich ungläubig. Ich hätte genauso gut in einen Spiegel schauen können. Seine Augen hatten die gleiche blassgrüne Farbe wie meine und unsere Münder und Nasen waren genau gleich. Seine Haare waren etwas länger als meine, aber hatten dieselbe Farbe und waren, genau wie meine, leicht strubbelig. Er starrte mich mit demselben überraschten Gesichtsausdruck an, den ich gehabt haben musste.

Es war irgendwie unwirklich, beinahe wie ein Traum. “Hey, ähm, ich bin Josh, aber meine Freunde nennen mich J”, stammelte vor mich hin.

“Ähm… ja…”, fing er an. “Ich bin Jacob, aber meine Freunde nennen mich auch J.” Er war das also gestern! Wie hatte ich ihn bloß übersehen können? Ich war anscheinend wirklich sehr auf Ethan fixiert gewesen.

“Wir sehen irgendwie gleich aus”, platzte ich mit dem Offensichtlichen heraus.

“Jap. Fühlt sich irgendwie komisch an, wa?”, Jacob schien sich endlich vom ersten Schock erholt zu haben.

Ethan stand neben uns und beobachtete uns mit einem riesigen Grinsen. “Hab doch gesagt, dass ich ne Überraschung habe. Denkste es wars wert heute mitzukommen?”

“Jaja, du zahlst trotzdem für mich, ändert nichts dran, dass ich pleite bin”, schoss Jacob zurück.

Wir kauften uns Eintrittskarten und zogen uns um. Als wir aus den Umkleidekabinen kamen und Richtung Schwimmbecken gingen, waren die vorherigen Unterschiede zusammen mit unseren Klamotten und dem Status, den sie symbolisierten, verschwunden. Es war gruselig, wie gleich wir aussahen, wenn wir nur in Badehose waren.

Ich bemerkte, dass er ein paar mehr Muskeln als ich hatte. Ich war dafür etwas größer, vielleicht ein oder zwei Zentimeter. Ethan befahl uns, uns nebeneinander zu stellen, damit er genau gucken konnte. Und Jacob war genauso blass wie ich.

“Ihr geht sogar gleich”, merkte Ethan an, als er uns von der Seite aus betrachtete. Wir drehten uns mit genau der gleichen Bewegung, wie Spiegelbilder, zueinander, um zu überprüfen, ob er Recht hatte. Wir mussten lachen und feststellen, dass es tatsächlich so war.

“Wo ist der Rest von den Leuten, mit denen ihr letztes Wochenende hier wart?”, fragte ich, während wir uns auf den Rasen setzten.
“Die kommen heute nicht”, informierte Ethan mich. “Wir hängen hier nur an Wochenenden ab. Ehrlich gesagt habe ich dieses Treffen nur organisiert, damit ihr beide euch seht.” Er grinste uns an.

“Wo wir gerade davon sprechen”, fing Jacob an. “Wir sind uns zu ähnlich für einen Zufall. Zumindest denke ich das. Sind wir vielleicht verwandt? Was ist dein Familienname? Vielleicht sind wir Cousins oder so? Manchmal sind Cousins sich sehr ähnlich.”

“Mein Familienname ist Adams, aber ich glaube nicht, dass ich irgendwelche Cousins habe, die ich nicht kenne”, antwortete ich. ‘Und definitiv keine, die aus einer armen Familie kommen’, fügte ich in Gedanken hinzu. Ich meinte das gar nicht negativ, aber sagte es trotzdem nicht, weil es in jedem Fall beleidigend herüberkommen würde, egal wie ich es meinte.

Ich dachte darüber nach, ob wir verwandt sein könnten, aber es passte einfach nicht. Die wenigen Verwandten, die wir hatten, waren allesamt stinkreich. Meine Familie war auf beiden Seiten seit Generationen wohlhabend und mein Vater war ein Einzelkind, während meine Mutter nur eine Schwester hatte.

“Meiner ist Baker, ich habe viele Verwandte, also keine Ahnung”, sagte er. “Ich schätze ich werde einfach heute Abend meine Mutter fragen müssen.”

“Vielleicht bist du sein Klon”, witzelte Ethan.

“Ja genau”, kommentierte Jacob trocken.

Wir saßen noch etwas länger dort und schauten gedankenvoll in den Himmel. Nach einer Weile wurde Ethan unruhig. Er schien wirklich hyperaktiv zu sein. “Lass ins Wasser gehen”, schlug er vor.

Wir gingen in den Nichtschwimmerbereich und fingen an mit einem Ball zu spielen. Es entwickelte sich schnell zu einem Gerangel mit viel Untertauchen, gegenseitigem Werfen und Schubsen. Ethan war klasse. Er war kleiner als wir, was es einfach machte, ihn hoch zu heben und dann zu werfen.

Ich genoss den Kontakt von nackter Haut auf nackter Haut. Ich hatte so etwas nicht mehr gehabt, seit ich ein Kind war, und selbst damals nur wenig. Ich musste ein wenig Acht geben, weil ich immer wieder fühlte, wie sich ein gewisser Teil meines Körpers meldete. Wenn das passierte, glitt ich einfach unter Wasser und tat so, als ob ich versuchte ihnen zu entkommen, bis alles wieder entspannt war. Die Vorstellung von nackten, alten Omas half dabei sehr. Jeder weiß, dass das der beste Weg ist, so ein Problem zu beseitigen.

Nach einer Weile im Wasser, waren wir total platt und gingen zurück zu unseren Handtüchern, um uns auszuruhen. Jacob legte sich links neben mich und Ethan ließ sich auf meiner anderen Seite nieder. Ich schloss meine Augen und genoss die Sonne und den Moment. Ich war beinahe weggedöst, als plötzlich eine weibliche Stimme hinter uns mich zurück ins Hier und Jetzt riss.

“Hey Jungs. Ethan, J, was geht?”

Ich setzte mich auf und drehte mich um. Hinter uns war ein hübsches Mädchen in unserem Alter. Sie hatte langes, blondes Haar und ein wunderschönes Gesicht. Ich war zwar schwul, aber das sah selbst ich. Sie schaute zuerst mich an, dann Jacob und dann wieder mich. “Wow! Das ist gruselig. J, hast du das Schullabor in die Luft gejagt und einen Klon von dir geschaffen?”

Jacob musste darüber lachen. “Nah, Ethan hat ihn gefunden. Seine Name ist Josh, aber du kannst ihn auch J nennen.”

Er grinste und drehte sich zu mir. “Das ist Sarah, sie ist eine Freundin von uns.”

“Schön dich kennen zu lernen, Sarah”, sagte ich schüchtern zu ihr und zwang mich, ihr in die Augen zu schauen, anstatt zu Boden. Ich verfluchte mich selbst dafür, dass ich immer so befangen war, wenn ich neue Leute traf.

“Hey Josh, das Vergnügen ist ganz auf meiner Seite.” Sie lächelte mir freundlich zu. “Naja, ich wollte eigentlich nur hallo sagen. Ich muss zurück, meiner kleinen Schwester das Schwimmen beibringen. Wir sehen uns morgen in der Schule.” Wir sagen ihr tschüss und sie lief zurück zu ihrer Schwester, die am Schwimmbecken auf sie wartete.

Wir entschieden, dass wir für heute genug hatten. Es war schon spät und Philip hatte betont, dass ich heute unbedingt pünktlich zum Abendessen komme solle, weil meine Eltern von ihrer Geschäftsreise zurückkommen würden. Jacob und ich tauschten Handynummern aus und er versprach mir, sofort Bescheid zu sagen, falls er Neuigkeiten über unsere mögliche Verwandtschaft oder irgendwelche anderen Ideen hatte.

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Mein Vater schien keine all zu gute Geschäftsreise gehabt zu haben. Nachdem er das übliche Tischgebet gesagt hatte, verfiel er in einen Monolog darüber, dass die Moral des Landes am zerfallen war. Es ging um irgend eine große Gerichtsverhandlung über Schwulenrechte und er verstand nicht, wie die Richter auch nur für einen Moment erwägen konnten, zugunsten der Schwulen zu entscheiden. Ich tat so, als hätte ich ihm zugehört und nickte ab und zu, während ich mit meinen Gedanken komplett woanders war.

Jacob. Warum sahen wir uns so ähnlich? Zufall? Das war eine einfache, aber nicht wahrscheinliche Erklärung. Ich wusste zwar nicht allzu viel über meine Familie, aber eine Verbindung konnte ich da nicht sehen. Meine Tante lebte an der Westküste, und soweit ich wusste, waren ihre Kinder bereits erwachsen.

Ich ließ meiner Fantasie freien Lauf. Vielleicht war er der uneheliche Sohn meines Vaters. Vielleicht hatte er meine Mutter betrogen, während sie schwanger mit mir war, weil sie ihn nicht rangelassen hatte? Ich grinste bei dem Gedanken. So religiös wie mein Vater war, schien es unwahrscheinlich, dass er überhaupt Sex hatte. Andererseits, waren nicht gerade die Religiösen die Schlimmsten?

‘Das würde ihn zu meinem Halbbruder machen’, sinnierte ich. Der Gedanke war aufregend. Ich hatte mir schon immer gewünscht, einen Bruder zu haben. Jemand in meinem Alter, der mich verstand und der auf meiner Seite war, der für mich da war und für den ich da war. Seit ich ein kleiner Junge war, hatte ich vieles gelesen und jedes Mal, wenn ich etwas über Brüder und ihre Verbundenheit fand, sehnte ich mich danach, auch einen zu haben.

Ich erinnerte mich, dass ich meine Eltern einmal gefragt hatte, warum ich keinen Bruder hatte. Sie hatten einfach das Thema gewechselt und meine Frage ignoriert. Ich schaute meinen Vater an. Außer unserer Haarfarbe hatten wir nicht viel gemeinsam. Gar nichts eigentlich, realisierte ich.

Vielleicht hatten sie als wir Babys waren, einen Fehler im Krankenhaus gemacht? Ich hatte mal von so etwas in den Nachrichten gehört. Zwei Babys waren verwechselt und in die falschen Betten gelegt worden. Die Eltern hatten dann das falsche Kind mit nach Hause genommen und das Ganze wurde erst viel später bemerkt.

War das vielleicht, was passiert war? Der Gedanke, dass meine Eltern vielleicht gar nicht wirklich meine Eltern waren, versetzte mich in eine komische Stimmung. Einerseits würde dies die Welt, wie ich sie kannte, zerstören und wenn meine Eltern das herausfanden… wer weiß schon, was die tun würden? Andererseits war es ein sehr interessanter Gedanke, dass es vielleicht jemanden da draußen gab, mit dem ich verwandt war. Vielleicht jemand, der nicht so engstirnig und intolerant war, wie meine Eltern es waren.

Mit diesen Gedanken ging ich in mein Zimmer und verbrachte den Abend damit, über all das nachzudenken. Als ich kurz davor war, ins Bett zu gehen, sah ich, dass ich eine neue SMS hatte.

Hey josh ich bins, jacob. Hast du morgen nachmittag zeit? Wir müssen reden. Lass im stadtpark am großen springbrunnen treffen, ab 3 uhr, wann immer du kannst.

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Das wars auch schon wieder! Freue mich über eure Kommis, Gedanken, Kritik! :slight_smile:

Liebe Grüße
Sammy

[size=85]Copyright © 2013 Sammy Blue; All Rights Reserved.[/size]

Also ich denke ,Jacobs adoptiv Mum hat ihm alles erzählt und dann erzählt es Jacob Josh und Josh fragt seine Eltern aus … vielleicht läuft ja zwischen Ethan und Josh ja bald ,aber wäre komisch weil ja Ethan sich eigentlich dann auch sozusagen sich in Jacob verliebt … ? Lol ,hab mich grad selbst verwirrt :smiley: … jedenfalls wieder total gut geschrieben ^^ warte auf den nächsten Teil ^^:D

Tolle Geschichte lass Ethan und Josh bitte zusammen kommen. :smiley: Vielleicht läuft ja auch bald was zwischen Parker und Josh :laughing: :laughing:

Da schließe ich mich an :slight_smile: vielleicht sind Josh und Jacob einäugige Zwillinge und Jacob’s Mutter
Konnte nicht für beide Kinder sorgen und hat Josh deswegen zur Adoption frei gegeben. Was auch noch interessant wäre, wenn Parker zuHause Probleme hat und deswegen sich in der Schule so aufführt… Vielleicht hat er sich in Josh verliebt und will ihn so überwinden.

Lg
2BD