Gedichte-Thread!

So ich war mal kreativ… hier ein paar Gedichte von mir:

Die Suche um zu finden

Die Liebe zu erfahren
sich selber zu finden
Gefühle zu ertragen

Ungewiss und doch entschlossen
sich selber zu finden
zu glauben ? und nicht zu wissen

Ein Geständnis wie eine Bürde schwer
sich selbst zu finden
sie abzulegen

Blicke sie brennen so sehr
ein Kampf, nicht zu gewinnen
Aufgezehrt ? die Kräfte sie schwinden

Gefühle hoch und tief
stoßen und binden
Aufgezehrt ? die Kräfte sie schwinden

Die Explosion der Berührung
Trümmer um neu zu bauen
Aufgezehrt ? die Kräfte sie schwinden

Jemanden zu lieben ohne sich zu hassen
sich selbst zu finden
das Sein zu ergründen

Zu erhalten und nicht zu zerstören
sich selbst zu finden
anderen zu vertrauen

Die Offenheit zu zeigen
sich selbst zu finden
Selbstvertrauen ? das nicht verrinnt

Sich selbst zu finden
einen Weg zu suchen
sich selbst zu akzeptieren

Christoph 8. Juni 2007

Den Frieden als Wunsch

Die Not die Wahrheit zu verbergen
In Angst zu leben
Hass und Verachtung zu spüren
Hoffen auf Frieden

Liebe als Dummheit
Sich selbst als Geheimnis
Einsamkeit als Strafe der Zeit
Hoffen auf Frieden

Bedürfnis nach Anerkennung
Verlangen nach Ruhe
Sehnsucht nach Zuneigung
Hoffen auf Frieden

Der Mut zu akzeptiere
Entscheidungen zu treffen
Zufriedenheit zu erfahren
Hoffen auf Frieden

Christoph 2. Juli 2007

Ein Weg

Die Täuschung eine Lüge
sich zu verstellen ein Selbstschutz

Das Selbstbewusstsein sich zu erkennen
sich nicht zu verleugnen ja zu sagen

Die Wahrheit der Einsamkeit
allein sein führt zum eigenen Unglück

Ein Wechsel durch Gewalt
begleitet durch Schmerz und Trauer

Der Verlust der Orientierung
einen neuen Sinn zu finden

Doch die quälende Frage
ist das Andere etwas Besseres?

Die Welt im Anderen
doch nur eine Sackgasse?

Ein Weg der niemals endet
Fragen, die ewig bleiben

Christoph 3. Juli 2007

Stärke zeigen… und nach außen hin schweigen…
das Herz zerbrochen… die Gedanken Tonnenschwer…

ein Lächeln verbirgt die innere Unruhe… nur Nachts die Tränen…
sprechen wahre Bände…

…tja ob man das jetzt ein Gedicht nennen kann… aber ich lasa es mal so stehen… :confused:

So, hab mal ein Gedicht aus meinem Tagebuch rausgekramt; hab früher wahnsinnig gerne welche geschrieben, heute bin ich allerdings nicht mehr so kreativ.

Bebend und zitternd hebt sich deine Brust,
wag’s kaum zu atmen,
erstarr bei dem Kuss,
verlier den Verstand, bin Opfer der Lust.

Fragende Augen, sie suchen Kontakt,
er ist unsicher,
ob unserer Tat,
streifen die Kleider ab, schon sind wir nackt

Ein Blick auf den Leib, bedeckt er die Scham,
komm ich ihm näher,
dann fast er mich an,
ein Schauder durchläuft mich, drück weg seinen Arm.

Vor Angst wird mir schlecht, möchte mich schämen,
legen uns nieder,
wir fallen herab,
find ich den Weg, so lächelt er Tränen.

Oh toll. Ich liebe Lyrik und solche Sachen…

1.

60 - 90 Schläge in einer Minute.
Und die Meisten schlagen nicht zurück.

Viele sagen ein Herz könnte brechen.
Ich frage mich, ob es wirklich kotzen kann.

2.

Die Wolke hat ihn frei gegeben.

Er zögert nicht und lässt sich fallen.

Unendliche Freiheit in Sekunden.

Er fällt und mit ihm tausend Andere.

Sein nasses Kostüm glitzert.

Und plötzlich prallt er auf.

Die Freiheit der Sekunden ist verloren.

Sein nasses Kostüm zersplittert.

Er war vergänglich,er war Sekunden.

Aber nur für diesen Moment.

Für diesen Sekundenfreiheitsmoment.

Dafür hat es sich gelohnt!

Für leidenschaftliche Schreiber empfehle ich:

http://www.keinverlag.de

Die sollten aber dringend mal ihre Startseite überarbeiten :astonished: Da fällt man ja rückwärts wieder raus, so erschlägt’s da einen :wink:

Pah!
Poeten sind so unstylisch :wink:

Ich dichte auch sehr viel und das schon seit Jahren, mag es aber dennoch gerne übersichtlich :stuck_out_tongue: :wink:

Naja, wenn man sich erstmal ein bisschen Orientierung verschafft hat finde ich kV ziemlich gut.
Besser als schreibart.de oder so.
Eigentlich dichte ich zZt gar nicht mehr. Mein Fachgebiet sind einfach Kurzgeschichten… :wink:

Ich dichte viel über Sachen die mich beschäftigen… auch eine Form, Dinge zu verarbeiten :wink:

Dieses hier z. Bsp. handelt von einem guten Bekannten (ein Namensvetter von mir), der in sehr schwierigen Verhältnissen groß wurde. Später hat ihm sein Rachedurst fast selbst vernichtet :confused: Aber er hat es dann doch noch geschafft…

[XXX] :laughing:

Hey Chaosfreak…wirklich und ernsthaft:
Das ist super!
Ich habe eigentlich immer Probleme mit Gedichten, die sich reimen.
Aber bei diesem Stück passt es einfach.
Deine Reime klingen nicht banal und auch nicht nach diesem:
‘Es muss sich reimen - um jeden Preis’
Sehr schön…
Ich schreibe schon ewig. Aus Lust an Szenerien, um mit Gefühlen und Gedanken fertig zu werden…hm. Manchmal ein wenig Eigentherapie.
Wie gesagt, ich reime nicht und Lyrik ist zur Zeit auch nicht mein Metier :wink:
+
[i]Als wir nachts gesessen sind
auf dem Balkon im dritten Stock
Als wir getrunken haben
aus einer Flasche Wein geteilt

Da haben wir gesagt und gedacht
Frieden ist Freiheit.
Und wenn mensch frei ist
Dann ist Frieden.
Weil mensch nicht frei sein kann
Ist Frieden nur ganz klein.

Und dann haben wir uns besonnen
auf unsere Furcht vor der Freiheit.[/i]

Und hier ein bisschen jugendlicher Trennungsschmerz:
[i]
Wir haben die Sterne vom Himmel gepflückt.
Und wir haben sie in kleinen Truhen verwahrt.

Wir haben uns an den glitzernden Bach gesetzt.
Und wir haben das Leben vorbei ziehen lassen.

In unserem geheimen Garten,
in den wir uns geflüchtet haben,
sobald das Leben hart geworden ist.

Wir haben geatmet und soviele Melodien gefühlt.
Es war die schönste Zeit und auch die tragischste.
Schmerz ist oft die Antwort auf Glück.

Die Wellen,die stets an unseren Felsen peitschten,
Die Wellen,die wir stets gebrochen haben…

Diese Wellen haben uns letztlich zu Felsstücken zerfallen lassen.[/i]

2 weitere Beweise dafür, dass Gedichte sich nicht reimen müssen, um gut zu klingen :slight_smile:

Ich reime immer, weil ich es für die Königdiziplin im Gedichteschreiben halte :wink: Ich stimme die einzelnen Zeilen gerne aufeinander ab, damit sie stimmig klingen und ein rhythmischer Redefluss gegeben ist. Ich glaube, dadurch macht es den meisten Lesern mehr Spaß, sowas zu lesen und es bleibt eher im Gedächnis :slight_smile:

Ja, das mag sein.
Aber wenn ich schreibe, dann schreibe ich ‘im Fluss’.
Meistens fehlt mir dann die Muse, um noch lange daran zu sitzen, damit es gut klingt. Bei Kurzgeschichten ist das etwas anderes…da sitze ich ewig an einer Pointe, an einer kleinen Beschreibung oder, oder.
Königsdisziplin…oh, da hast du wohl recht.
Manche Gedichte sind so grottenschlecht und müssten es nicht sein, wenn der Autor nicht versucht hätte zu reimen. :slight_smile:

Genau wie manche deutsche Musiktexte :unamused: Das denkt man auch, ein Kleinkind hat die verfasst :confused:
Also man muss schon ein Gefühl für den “Klang” haben, damit es sich am Ende nicht einfach nur albern anhört. Das macht es ja zur Königsdiziplin :wink: Der Leser darf nicht merken, dass man es auf den Reim angelegt hat.

Naja, wobei ich finde, daß die dt. Lyrics zu großen Teilen wirklich gar nicht so schlecht sind. Zur Zeit höre ich ausschließlich deutsche Musik. Mein neuer Spleen :wink: Kennst du Bosse?

[i]

[/i]

Find ich gelungen.
Da werden schöne Bilder erzeugt. Mag sein, daß es nicht ‘klingt’, wenn man den Text nur liest…
Hast du auch den Anspruch an dich die Lyrics von den Liedern zu kennen, die du hörst?
Ich muss alle Liedertexte lesen und übersetzen, damit ich einen wirklichen Bezug zu einem Song aufbauen kann…[/i]

Stimmt, wenn man es nur liest, klingt es nicht. Aber man erkennt den Sinn dennoch :wink:

Die meisten Songs die ich höre, übersetze ich auch meist sofort. Sachen die ich nicht weiß, schlage ich dann nach. Also ich möchte die Texte schon kennen :slight_smile:

Ja, finde ich auch ziemlich sinnvoll :slight_smile:
Man will ja wissen, was man mitgröhlt, oder nicht?
Mein großer Traum ist es, daß ich beruflich irgendwas in Richtung Journalismus machen könnte…aber das ist so verdammt schwer.
Strebst du es an deine “Stücke” zu publizieren, oder ist das eine ganz private Passion bei dir?

Hmmm, irgendwan werde ich mal Bücher schreiben (genug Storys habe ich im Kopf und angefangen habe ich auch schon mit 4 STück)… und dort werde ich an passender Stelle die Gedichte, quasi als Markenzeichen, unterbringen :wink:

Hallo,

… is auch derzeit mein Hintergrundbild auf meinem Laptop - Desktop:

Teich.

Ein Zweig.
Knack.
Platsch.
Er fällt in den Teich.
Von links taumelt ein Blatt auf die Oberfläsche des Teichs.
Pitsch.
Ein Strudel ensteht.
Ein Sog zieht die Wasserläufer in seinen Bann.
Ein Sonnenstrahl erwärmt die düstere Melanchonie des Augenblicks.
Eine Grille.
Gras.
Der Geruch des Spätsommers.

Slum.

Ein Schrei ertönt um Mitternacht.
Irgendjemand sucht was zu essen in einer Mülltonne.
Irgendwoher schreien sich sträubende Katzen.
Ich drehe mich im Schlaf.
Mein Fenster steht offen.
Draußen zerbricht ein Glas.
Womöglich wird mal wieder bei den Nachbarn eingebrochen, denke ich mir.
Was solls?
Ist ja sowieso immer diesselbe Scheiße wie jede Nacht.
So ist es nunmal.
Ich drehe mich wieder und schlafe weiter.

Das sind nur Versuche, eine Athmosphäre zu beschreiben und fühlbar zu machen.

Das gefällt mir. Aber “Bosse” sagt mir gar nix, obwohl ich mich viel mit deutscher Musik beschäftige.
Kannst du mir davon mal was schicken oder mir ein paar Links geben? Auch gerne per PN.