Gedichte-Thread!

Jaja, wenn du Gedichte so schreibst, dass du etwas bestimmtes erreichen willst und nicht einfach nur “aus Spaß”, dann kannst du eine Menge Botschaften mit Änderungen betreffend dieser “Kleinigkeiten” erreichen :wink:

Aber die meisten Gedichte der jüngeren Generation sind eher “auf gut Glück” geschrieben^^

Astrum

Ahh ok danke fuer die Auskunft :slight_smile:

Ein paar Werke von mir, die mir am aussagekräftigsten erscheinen…

Veränderung.
20VI10

Ich stehe am Abgrund
und will fallen.
Doch ich kann noch nicht.
Denn dort ist eine Brücke
aus Steinen, die Glück bedeuten.

Doch die Steine sind porös
und bröckeln und ich falle.
Endlich.

Doch ich falle nicht
in die Irrationalität
sondern in die Wirklichkeit.

Ich liege unten am Grund
in der Wirklichkeit
mir schmerzt es überall.

Aber ich bin still!
Dennoch leide ich
und möchte weinen.

Gefühle.
26VI10

was fühle ich?
lieb ich dich?

was denke ich?
liebst du mich?

lieb ich dich?
was denkst du?

liebst du mich?
was fühlst du?

Alle Welt ist Zahl.
30VI10

Weißt du? Alle Welt ist Zahl.
Ich befinde mich lokal
in einem Minimum.
Meine Ableitung ist null,
denn ich bin minimal
und strebe ins Infinitum.

Du bist meine Asymptote.
Wir schein‘n uns zu berühr‘n,
doch selbst in jener Ewigkeit,
wir werden uns nie spür‘n.

Uns‘re Vektor‘n sind gleich gerichtet,
das Skalarprodukt wird nichts.
Unsere Beträge sind wohl wichtig.
doch ich sehe, da zerbricht‘s.

Dennoch weiß ich, wir
sind die Gegenzahl des Ander‘n,
und wann wir uns berühren,
werden wir gar schmerzlich spüren,
wie wir beide werden null.

Weißt du? Alle Welt ist Zahl.
Ich hoffe, dass unsere Stammfunktion
nicht monoton
und das lokale Minimum
eben ein globales wird.

Ich poste auch mal ein Gedicht von mir, das habe ich mal ganz lange her geschrieben (:

Seit geraumer Zeit ist da etwas,
eher beschreibend,
es ist jemand.

Es ist genau das,
was besiegt das Elend,
es treibt zu dem Rand,
aus meiner Seele,
und baut auf ein Band.

Es fühlt sich an,
wie weicher Sand,
und ich glaube sacht,
ich müsste zu dir hin,
denn genau du bist das,
was mich glücklich macht.

Eine Freundschaft,
die mir seit langem,
sehr wichtig ist.
Ich Liebä dich <3

Das war an eine sehr gute Freundin von mir die mir sehr wichtig ist :slight_smile:

Glueck und Unzufriedenheit

Manchmal.
Manchmal muss nur die Sonne scheinen.
Manchmal musst du nur die Wärme ihrer Strahlen auf deiner Haut spüren;
durch ihr Licht alle Farben etwas intensiver wahrnehmen.
Manchmal genügt es, wenn die Schönheit einer Blüte dein Auge berührt.
Manchmal.
Manchmal muss nur die Sonne scheinen.
Aber manchmal muss es eben mehr sein!

Gruß froggy :smiley:

Hallo Leuz,

nach langem überlegen dachte ich mir, ich stell hier mal eins meiner Gedichte rein. Über ein kleines feedback von euch wäre ich sehr dankbar, natürlich nur wenn ihr wollt.

Es darf nicht sein, was nicht sein darf…

Es darf nicht sein, was mit mir geschieht
Mein Mut, meine Kraft in dir völlig versiegt.
Jeden morgen, jeden Abend, ja zu jeder Zeit
denk ich an dich – hab es sonst nie bereut.
Doch jetzt die Liebe – dieses EINE Gefühl
nagt, zersetzt, mein Herz, viel zuviel.

Es darf nicht sein, was mit mir passiert
Mein Gemüt, mein Lachen; völlig erfriert.
Ich kann mich nicht äußern, schon gar nicht bei dir
immer dieser Traum, der Wunsch wärst du nur bei mir.
Eine Liebe die nicht sein darf - diese tiefe Traurigkeit
dich nie zu berühren, umarmen - Verdammte Hilflosigkeit

Es darf nicht sein, was nicht sein darf – das große Tabu
mein Kopf sieht es ein – mein Herz gibt niemals ruh.
Meine Seele wird zerstört der verbotenen Liebe als Pfand
diese Liebe wird nie enden, in die Unendlichkeit verbannt.
Keinem Menschen, keinem Gott kann ich klagen mein Leid
wer kann schon helfen, wer ist dazu schon bereit.

Es darf nicht sein …DU hast mir so viel gegeben
Die Angst zerfrisst mein Sein, mein Tun, mein Leben.
Quälende Fragen: Ein Leben ohne Liebe? Was hat´s verursacht?
Verheerende Antworten bestimmen den Tag – Meine Tränen die Nacht.
Es darf nicht sein, was nicht sein darf - Kann ich mir selber je vergeben?
Ich würde dir so gern sagen: DU bist mein Leben.

Euer julius

@ Julius, ich finde dein GEdicht echt sehr schön _ Also emotional hast du mich auf jedenfall damit sehr angesprochen, und auch der Ganze Rest, das Reimshemata und alles, echt ein sehr schönes Gedicht :slight_smile:

DANKE MigiNane!!! Musste mir dass mal von der Seele schreiben, danach gings wieder, naja so einigermasen…

Hoffe ich kann von dir auch noch was schönes lesen, so wie oben…

lg
julius

Jetzt ein weiteres Gedicht, welches ich schon vor längerer Zeit geschrieben habe :slight_smile:

3 Verdammte Worte, ein verdammtes Gefühl, eine verdammte Person…

Immer und immer wieder denk ich mir,
wieso, weshalb und was mache ich hier.
Ist’s denn alles echt so schwer?
Wo nehm’ ich bloß die Stärke her?

Es ist wie n’ Trauerspiel,
doch eigentlich will ich nicht viel.
Es ist doch nur ein sehnlicher Wunsch,
doch er wird zermanscht, wie ein Punsch.

Ein Wunsch, der geht wohl nicht in Erfüllung,
ich weiß nicht wieso, ich suche die Fügung.
Aus all dem Ganzen was geschieht,
wünsche ich, dass er es sieht.

Das er es sieht, wie ich ihn liebe,
und darum kämpfe das ich siege,
zu erobern, sein schönes Herz,
doch es bleibt mir nur der Schmerz.

Der Schmerz, nicht zu wissen,
wenn ich schreie laut in mein Kissen,
wie und was er darüber denkt,
bis sich meine Stimme senkt.

Wieso kann Liebe nicht einfach sein
ich will doch nur in sein Herz hinein
er soll mir sagen das er mich liebt’
und er so über mich siegt.

Oh ja, das wünscht ich mir,
ein Kuss, eine Berührung, gleich hier…
doch es ist alles nur ein Traum,
Ich bleibe also unentdeckt in meinem Raum…

Doch ich lasse euch wissen,
genau deswegn’ ist’s beschissen,
es ist er den ich liebe,
weswegen ich durchs’ Trauern meine Augen wund riebe…

Hoffe es gefällt euch :slight_smile:.

BTW: Natürlich ist diese “Trauer” schon lange vorrüber :wink:. Bin ja momentan glücklich :smiley:

Ich bin grad ein wenig eingeschüüchtert. Ihr scheint euch alle (großteils) an die Versifikation zu halten. Nun, ich bin leider kein Versifikateur und auch kein Freund von Opitz (wie unschwer zu erknnen ist). Ich hoffe ihr erschlagt mich dennoch nicht, wenn ich jetzt was poste, was entgegen der Linie hier geht. :unamused:

Morgentau

Gestern Nacht stürzte der Himmel
in dichte Wolken.
Sie verbargen das fahle Gesicht,
des einsamen Mondes.

Noch immer warte ich schweigsam.
Schenke dem Vergänglichen keine falsche Beachtung.
So hoffe ich in der unberührten Nacht,
ein Zeichen von dir zu erkennen.

Mein Inneres weiß,
Schicksal bahnt sich an.
Doch noch kann ich meine Augen nicht öffnen.
Die Nacht stirbt.

Ich blicke in den Himmel.
Doch du bist fort.
Nur mein einsamer Freund der Mond
mag unsere Lügen jetzt noch glauben.

Mein Weg Heim ist lang
und ich gehe ihn ohne dich.
Klarer Tau wäscht die Geschichten der Nacht hinfort,
während in der immer lebenden Stadt alles von vorne beginnt.

Kurz sehe ich dein Gesicht hinter dem Nebel.
Kalt und fahl wie der Mond.
Wir blicken uns in die Augen.
Ich kenne die Antwort noch immer nicht.

Selbst den vertrauten Mond habe ich gefragt.
Doch er sprach nicht zu mir.
Dein Herz scheint nicht mehr.
Unfähig mich daran fest zu halten,
warte ich darauf, dass der Nebel aufsteigt
und mein Körper sinkt.

Doch wenn der Himmel wieder dunkel wird,
werde ich unsere Fehler nicht mehr sehen.
Der Mond wird mich warnen.
Und alles wird wieder in dunkle Wolken stürzen - alle Lügen, aller Schmerz.

So wiederkehrend wie der Morgentau
wird auch mein einsamer Weg sein.
Die Tragödie die sich wiederbelebt,
bis ich das Schicksal erkennen will.
Bis dahin halt ich deinen Blick in Erinnerung
und warte stumm auf ein Zeichen.

Mir ist klar, dass es sich so weich wie ein Holzklotz, der einen auf dem Kopf fällt, anhört, aber ich persönlich mag es, wenn es so aussieht, asl hätte es weder Form noch Struktur. Aber ich bin auch der Meinung, dass die den Leser/Zuhörer gar nichts angeht. Ein Thema das ich schon oft genug mit meiner Deutschlehrerin diskutiert habe :stuck_out_tongue:

@Rainy: Schönes Gedicht, passt doch! Es kommt von dir und das ist das wichtigste, find ich jedenfalls.
Sei stolz

Ich finde dein Gedicht auch sehr schön, Rainy. Wirklich sehr sehr gut gelungen…^^

Mein Lieblingsgedicht heißt “Stufen” von Hermann Hesse:

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

(lyrikwelt.de/gedichte/hesseg1.htm)

Ich mal wieder:

Ohne Dich…

Weißt Du noch unser inneres Aufeinandertreffen?
Dein ruhendes Ich, dein erhellendes Lächeln.
Wie bei uns die Freude heraussprudelte?
Oh du schöne Zeit - nun Ruhende.

Genarrt haben wir uns, gegenseitig kaum beachtet
Über Jahre kein Wort, nur Luft, haben uns fast verachtet.
Mussten uns - unbeachtet von allen - erst finden
Keiner kann das große Warum je ergründen.

Aus weltlichen Vergnügungen erwächst zartes Vertrauen,
eine ehrliche, große Freundschaft werden wir erbauen.
Das Herz jubiliert, die Seele jauchzt,
wie Brüder vereint - nicht viel Worte es mehr braucht.

Dunkle Schatten, die große Zensur des Lebens,
dir zu helfen, trösten – alles war vergebens.
Wollte dich halten, dir meine Stärke leihen,
habe versagt – kann mir nicht verzeihen.

Habe dich verloren in dunkelster Stund.
Kurzes Aufbäumen der Herzen, deine Tränen tun es Kund.
Sinnlosigkeit des Fühlens, meine Seele verbrennt.
Es ist die Liebe, die keiner von uns erkennt

In einer schwarzen Leere ich die Zeit nun verbring,
du wirst Glücklich werden – DEIN neues Leben beginnt.
In den Hintergrund trete ich,
bin endgültig allein. Ohne Dich.

Das hab ich verfasst als mein BF mir mitteilte das er jetzt ne Freundin hat…nur zum besseren Verständnis, wens interessiert.

Muss mal wieder meine geistigen Ergüsse los werden, sorry!

Wenn Liebe nicht mehr reicht, leidet stark dein Herz
Wenn Liebe nicht mehr reicht, kommt unverhofft der Schmerz
Wenn Liebe nicht mehr reicht, werden Tränen zu deinem besten Freund
Wenn Liebe nicht mehr reicht, sind alle deine Träume ausgeträumt.
Wenn Liebe nicht mehr reicht, weißt du nicht mehr was Tun
Wenn Liebe nicht mehr reicht, willst du nur noch Ruh´n
Wenn Liebe nicht mehr reicht, hast du kläglich versagt
Wenn Liebe nicht mehr reicht, dieses Versagen ewig an dir nagt.

Geschrieben nach einer weiteren bitteren Lebensentäuschung 30-10-2010

Möchte nun ein kleines Gedicht von mir hier
rein schreiben, inspiriert durch die Jahreszeit. :slight_smile:
wald.jpg

[i][b]November

Es ist draußen kalt und nass,
das goldene Laub liegt auf der Straß,

Nebel umhüllt dicht das Land,
wem ist das schon unbekannt,

Doch es ist auch wunderbar,
gibt auch Tage, eisig klar,

Der Winter naht mit seinen Tücken,
vorbei ists nun mit Blumen pflücken,

Man sehnt sich nun nach warmen Tagen,
aber man sollte im Winter nicht verzagen.[/b][/i] :slight_smile:

Der wind weht in mein gesicht
Doch ich spüre nur noch dich
Du bist tief in mein Herz gebrannt
Ich laufe hier über den Sand
Vor mir liegt nur noch das Meer
Ich spüre diese Einsamkeit
Doch ertrage es nicht mehr
Ich schaue hinaus aufs endlose meer
Und geb ihm mein Leben
Denn ich will es nicht mehr

Oh ja Gedichte sind super.


Das grüne Monster

Das Monster ist das schlimmste,
ja sogar das grauenvollste Monster auf Erden.
Es ist wirklich das gemeinste,
denn es raubt den Menschen ihren eigenen Willen.

Es kann es nicht lassen
für Unfrieden zu sorgen
durch ihm werden sich Menschen hassen,
obwohl sie sich doch so sehr lieben.

Es kann nichts dafür,
den es liegt in seiner Natur.
Es ist eine ganz schöne Wucht,
das grüne Monster der Eifersucht.


Schönheitsschlaf

Eine Raupe klein und nett
saß auf einem Baum.
Sie wünschte sich sie währe fett,
das war ihr aller größter Traum.

Sie wurde von allen verachtet,
außer die Vögel die mochte sie sehr.
Sie will das man sie achtet,
sie wünscht sich nichts sehnlichst mehr.

es ist so weit wie fein,
denn sie Spinnt ihr eigenes Bett
und die Raupe schläft endlich ein
und nach dem Schönheitsschlaf ist sie auch nicht mehr fett.

Sie ist erwacht
und schöner den je.
Sie fliegt ganz sacht,
doch da kommt ein Vogel,oh je.

Schön das ein paar Leute sie sahen,
bevor der Vogel ihr den tot erklärt,
doch so schön die Flügel auch waren,
war es das wirklich wert?


Heute?Was ist dann morgen?

Hektisch rennen die Menschen,
von A nach B ganz schnell.
Ruhe werde sie nicht finden,
es geht halt nur noch schnell.

Sie achten nur auf sich,
wie soll das weitergehen?
im Gedanken heißt es ich ich ich,
das kann ich nicht verstehen.

Das Mitgefühl und die Freundlichkeit,
beides schon längst verloren.
Es gibt kein Blick auf Helligkeit.
Den Untergang haben wir beschworen.

Wenn das so weitergeht,
was ist dann Morgen?
Ist es dann normal zu Morden?
Ich hoffe ihr versteht.


In Casstrop-Rauxel gab es mal so ein projekt bei dem man Gedichte hinschreiben konnte.Ich habe eins hingeschickt und alle Gedichte die gesammelt wurde,wurden in der Stadt aufgehangen…mein Fand ich bei einer Versicherung wider :smiley:

[i]Dezember
Nun ist’s nicht mehr lange hin,
dann kommt das Christkind uns wieder in den Sinn,

Menschen gehen durch die Passagen,
und freuen sich, wenn sie alle Geschenke beisammen haben,

Kinder schauen sich die Schaufenster an,
und ihre Eltern, ja, die müssen mit heran.

Der Eine oder Andere Wunsch bleibt nicht aus,
vielleicht dies oder das oder gar eine Maus,

Ja, so ist die Vorweihnachtszeit,
Weihnachtsmänner stehen schon bereit,

Das große Fest kann jetzt kommen,
und dabei hat sich jeder dritte übernommen.[/i] :smiley:

hmmm wenn ich versuche irgendwas gescheites zu papier zu bringen, dann kommen da irgendwie nur einzeiler raus :
Beispiel:
Erinnerungen kommen - Träume bleichen aus

Mein Lieblingsgedicht ist das hier