Gedichte-Thread!

“Jugendliebe”

Ein Schwank aus meiner Jugend
in kurzen Versen
Einst liebte ich einen Jungen
vom ganzen Herzen

Ich wollte bei ihm sein
Ich wollte sommerschöne Zeiten teil´n
Ich wollte Berge erklimmen
Ich wollte haushohe Bären bezwingen

Doch, ich musste ihm fern sein
Ich musste geduldig sein
Ich musste Berge erklimmen
Ich musst Mich bezwingen

von Chriss

Ich weiß nicht ob es sonderlich gut ist und wollte es hier mal posten mit der Frage was ihr davon haltet.

Lg Chriss

Chriss, sagt dir Metrum etwas? Das ist ein tolles Ding, dass alle guten Gedichte haben :wink:

bei B = betonte Silbe und U = unbetonte Silbe kommt bei dir raus:

UBUBUBU - 7
UBUBU - 5
UBUUBUBU - 8
UBUBU - 5

UBUBUB - 6
UBUBUBUBUB - 10
UBUBUUBU - 8
UBUBUUBUBUU - 11

BUBUBUU - 7
UBUUBUU - 7
UBUBUUBU - 8
UBUUBU - 6

Lies dir das doch mal selbst vor, das hört man doch in Strophe 2 GANZ offensichtlich :wink:
Ansonsten: voN ganzeM Herzen
Und keine Bange, jeder fängt klein an :stuck_out_tongue:

Maybe

Laying in my bed, looking at the ceiling
Again I get caught by a feeling
Wondering how I’m not sleeping
Maybe 'cause I can’t stop dreaming

Remembering the day I saw you first
Fearing the day I’ll see you last

And I’m waiting here under my gray skies
I just dream of you and my heart flies
So your lover still hopes and tries
Maybe 'cause I’m missing your eyes

Wish I could put my hands on yours
Wish I could feel your lips on mine

And I feel the river of tears flowing down my face
I still remember the magic in that place
I can feel my heart begin to race
Maybe 'cause deep in my soul you left a trace

Years they just pass too fast
Soon I won’t be a teen anymore

Maybe I could have many of them
Maybe you’re the only one for me

Maybe I’ll never stop trying

Maybe you don’t know you made me see
Maybe you don’t know you’ve set me free

Maybe you don’t know you are my love

I need to take you I’m my arms
I need to never let you go

Maybe I would never cry again

Maybe in my bed there’s space for two
Maybe i’ve never met a boy like you

Ihr könnte mir ja mal per PN sagen, was ihr davon haltet:

Geboren in der Helligkeit,
die Kindheit war soweit.
Angefangen von klein zu groß,
sitzt du auf Mama’s Schoß.
Weiter geht’s mit der Jugend,
ach, was für eine Tugend.
Gutes und schlechtes kennen gelernt,
vom ersten Mädchen geschwärmt.
Doch schnell verlassen,
allein gelassen.
Du hast dich verändert,
andere halten dich für belämmert.
Du fühlst dich im dunkeln wohl,
die Kälte ebenso, jawohl.
Nun bist du hier, mit schwarzer Seele,
lebst dein Leben, guckst in die Leere.

@Maxi98: Finde ich gut gelungen!
Was hältst du von meinem?

Das lässt sich ebenfalls gut lesen und hat eine echt gute Bedeutung! Ich finde auch, dass es super gelungen ist. o/

Hab ich irgendwann mal geschrieben, und mich als ich über diesen Thread gestolpert bin dran erinnert. Deswegen schreib ichs mal hier rein, vielleicht fällt mir ja irgendwann nochmal ein wo der Rest der ganzen selbstgeschriebenen Gedichte ist.
Edit: hab erst grade bemerkt, das TechBoys Gedicht Maybe heißt…

Vielleicht

Vielleicht ist es Mut,
Vielleicht ist es Angst,
Vielleicht ist es Wut,

Was es ist, ich weiß es nicht,
Was ich weiß ist das es schmerzt,
Es überschattet alles Licht,
In meinem kaltem Herz.

Vielleicht ist es Liebe,
Vielleicht ist es Hass,
Vielleicht ist es das.

@ Nocnoc: Das ist voll gut! Frost und ich finden das voll toll doll traurig :slight_smile:

Ka, wo ich das mal gelernt habe, aber ziemlich schön, ich meine es geht darum, dass man für sein Leben selbst verantwortlich ist. 0.0

Fall
19 Uhr auf Stockwerk Zehn
Werde ich nun untergehen.
19:02 ich entschließe zu springen
Ohne bevor mit mir zu ringen.
Erster Meter, voller Elan
Warum ich das getan wird man nie erfahrn’.
Fünfter Meter, ich fange an zu zweifeln
Niemand wird es je begreifen.
Achter Meter, ich erinnere mich
Wie damals Fröhlichkeit der Trauer wich.
Zwölfter Meter, warum kam es so weit?
Ich war fürs Leben noch nicht bereit.
Achtzehnter Meter, die Zufriedenheit habe ich nie gesucht
Ich habe es nicht annähernd versucht.
Letzter Meter, ich weine
Die Schuld meines Lebens war allein meine.
Boden, ich hätte es anders machen sollen,
Ich hätte es anders wollen sollen.
Nun hab ich es erkannt
Herzstillstand.

Ok ich hab jetzt nicht den ganzen Thread gelesen aber hoffe einfach mal, dass das noch keiner gepostet hatte:

Nachtgedanken von Heinrich Heine

Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht,
Ich kann nicht mehr die Augen schließen,
Und meine heißen Tränen fließen.

Die Jahre kommen und vergehn!
Seit ich die Mutter nicht gesehn,
Zwölf Jahre sind schon hingegangen;
Es wächst mein Sehnen und Verlangen.

Mein Sehnen und Verlangen wächst.
Die alte Frau hat mich behext,
Ich denke immer an die alte,
Die alte Frau, die Gott erhalte!

Die alte Frau hat mich so lieb,
Und in den Briefen, die sie schrieb,
Seh ich, wie ihre Hand gezittert,
Wie tief das Mutterherz erschüttert.

Die Mutter liegt mir stets im Sinn.
Zwölf lange Jahre flossen hin,
Zwölf lange Jahre sind verflossen,
Seit ich sie nicht ans Herz geschlossen.

Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd’ ich es immer wiederfinden.

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr,
Wenn nicht die Mutter dorten wär;
Das Vaterland wird nie verderben,
Jedoch die alte Frau kann sterben.

Seit ich das Land verlassen hab,
So viele sanken dort ins Grab,
Die ich geliebt – wenn ich sie zähle,
So will verbluten meine Seele.

Und zählen muß ich – Mit der Zahl
Schwillt immer höher meine Qual;
Mir ist, als wälzten sich die Leichen,
Auf meine Brust – Gottlob! Sie weichen!

Gottlob! Durch meine Fenster bricht
Französisch heitres Tageslicht;
Es kommt mein Weib, schön wie der Morgen
Und lächelt fort die deutschen Sorgen.

Ein Gedicht das ich immer wieder im Kopf habe ist von Heinrich Heine die Jünglingsliebe:

Ein Jüngling liebt ein Mädchen,
Die hat einen Andern erwählt;
Der Andre liebt eine Andre ,
Und hat sich mit dieser vermählt.

Das Mädchen heiratet aus Ärger
Den ersten besten Mann,
Der ihr in den Weg gelaufen;
Der Jüngling ist übel dran.

Es ist eine alte Geschichte,
Doch bleibt sie immer neu;
Und wem sie just passieret,
Dem bricht das Herz entzwei.

Ein Gedicht über die Unverständnis der Leute gegenüber Depression. Wenn ich das nicht schon hier gepostet habe.

Ungesehen.

Eine Fessel zieht mich hinab
ich will schwimmen, leben
will zum Rettungsboot streben
Die Fessel zieht mich hinab.

Die Anderen rufen, die Anderen schreien
Niemand sieht das Gewicht,
Die Anderen haben es nicht.
Sie rufen, sie schreien.

„Warum ist er nicht geschwommen?“
Fragen sich die Leute.
Fragen sie sich heute.
„Warum nur, warum?“

Das Wasser ist alle.
Ich will trinken, will leben
will die Flasche erheben.
Mein Wasser ist alle.

Die Anderen rufen, die Anderen schreien
Jeder hat Wasser bei sich
Ein Jeder, nur nicht ich,
Sie rufen, sie schreien.

„Warum hat er nichts getrunken?“
Fragen sich die Leute.
Fragen sie sich heute.
„Warum nur, warum?“

Ich falle vom Himmel.
Ich will fliegen, will leben
mich mit der Gruppe erheben
doch ich falle.

Die Anderen rufen, die Anderen schreien
Ich habe keine Flügel
Zerschelle auf dem Hügel
Sie rufen, sie schreien.

„Warum ist er nicht geflogen?“
Fragen sich die Leute.
Fragen sie sich heute.
„Warum nur, warum?“

Ich hebe einen Stein
Aus Blei und so schwer
So ich ihn zerr
den einen Stein.

Die Anderen lachen, die Anderen spotten
Sie haben einen Stein,
Doch ihrer, ist nur klein.
Sie lachen, sie spotten.

Sie schütteln den Kopf,
Sie flüstern und fluchen:
Ich soll’s bloß versuchen.
Und schütteln den Schopf.

@Akil: Klasse, sehr gut geschrieben!

Danke Techboy :slight_smile: Meine Mutter hat mich glaube ich etwas besser verstehen können, als ich ihr das vorgelesen habe.
Heute mal was fröhliches:

Wege

Und der Tropfen findet Wege
fließt durch dieses Kalkgestein.
Und des Tropfen Sakrilege
fließen in dein Herz hinein.

So die Träne tropft in Menschen,
pflanzt sich fort von Mann zu Mann,
bis sich alle Männer wünschen,
dass man zu Staub zerfallen kann.

Jeden Tropfen wird er büßen
mit einem Tropf vom roten Blut,
wenn ich ihn an Kopf und Füßen
schneide bis es schmerzen tut.

Jeder Schrei aus seiner Kehle
trägt mich fort zum nächsten Mann.
Entlastet meine schwere Seele,
die einst nicht auf Rache sann.

Rache süß und Rache bitter
bringen Stahl zum holden Klang.
Klingen bringen sein Gezitter
zitternd wird ihm lange Bang.

Und das Messer findet Wege,
sticht durch Leber, durch Gebein.
Ich geh’ froh auf diesem Stege
und des Mörders Recht sei mein.

@Akil Danke

Noch was selbstgeschriebenes:

Dein kalter Blick

Und durch dunkle Gedankenströme,
Blitzen funkelnd wirre Augen,
Wie sternenklare Modertümpel,
Tief in altem Dachgebälk.

Draußen tanzen teuflisch Sterne,
Lächelnd, lärmend auf mich zu,
Rufen mir mit kalter Wärme,
Angst und Mitleidsblicke zu.

Traurig tänzelnde Dämonen,
Kälter als die schwarze Nacht,
Haben mir wie von Phantomen,
Still die Liebe beigebracht.

Bist die Krankheit wie die Heilung,
Bist das Lachen, gleichst dem Schmerz,
Nur für dich lohnt sich zu kämpfen,
Denn du heilst mein totes Herz.

das ist wirklich sehr schön @nocnoc
erinnert vom rythmus her ein bisschen an ‘dunkel wars, der mond schien helle’
liest sich sehr gut. sauber rythmus, gute reimwahl.
wie lange hast du daran gedichtet?

Ich habe im laufe der letzten paar monate viel durchgemacht und habe um alles zu verarbeiten drei gedichte geschrieben… meine inspiration war eigentlich immer mein freund aus einer fernbeziehung… er wird naja in den gedichten durch das wort engel ersetzt… ich hoffe es gefällt euch (ich bin blutiger anfänger und hoffe dass ein einigermaßen korrekter jambus vorliegt)
Das erste gedicht entstand aus einer zeit in der ich einen nervenzusammebruch (den ich durch meinen freund hatte) verarbeiten musste und in der ich mit starken depressionen zu kämpfen hatte und mich sogar geritzt habe worauf ich überhaupt nicht stolz bin :frowning:

Das Herz

Verhüllt in Nebel und Rauch,
Zitternd in der Ecke liegend,
Gegen jedes Instinktes Ruf,
Verletzt durch das Messer,
Der Klinge aus eigner Hand,
Einst frohlockend mit Lust,
Nun traurig durch den Trug,
Des schwarzen Engels Last
es nun zu tragen hat.
Tief stürzend in den Grund,
Einst schwebend in den Wolken,
Nicht alles heilt durch Zeit,
Durch den Rest es wird erliegen,
Das Herz

Zum zweiten gedicht muss man sagen dass ich bis zu diesen zeitpunkt meinen freund noch nie getroffen habe (haben sich über das forum kennengelernt) und naja wir hatten zum ersten mal die chance uns zu sehen hihi ich war so aufgeregt :blush:

Wohin immer du auch gehen wirst

Entkommen es ist des finsteren Abgrund tiefe,
Sich jetzt erkämpft den langen Weg nach oben,
Nun glücklich folgend dieses goldnen Engel Rufe,
Dem selben altbekannten Engel ohne schwarze Roben,
Getroffen schwer von Amors Pfeil es sich zum Engel trage,
Vernarbt, jetzt hoffend das verschlossne Tor zu rammen,
Nun wartend auf des Auferstandnen Jahrestage,
Am selben Tage Funken nun entzündend alte Flammen

Der titel is ne anspielung auf den song wherever you will go der mich mit meinen schatzi verbindet :unamused: achja mit “es” ist wieder das herz gemeint

Das dritte gedicht ist meiner meinung nach das beste von den dreien und es ist nach dem treffen enstanden… das war die schönste zeit meines lebens :bp:

Der Engelskuss

Das Feuer brennt und lodert stark
Seit jenem schönen Tag im Park
Den Schmerz den hatten wir vergessen
Mein Herz, es raste wie versessen
Doch nicht lang wärte dieses Glück
Der Abschied machte mich verrückt
Ein Kuss von jenes Engels Mund
Und dann besiegelt war der Liebe Bund
Mein Herz es gleicht nur Trümmern mehr
Ich vermisse dich so sehr!

Über feedback würde ich mich freuen :slight_smile: viel spaß beim lesen und wenns fragen wegen irgendeiner metapher gibt nur zu :stuck_out_tongue:

@Feeluck Danke.
Hab ca. 15-20 Minuten gebraucht, höchstens eine halbe Stunde, länger ist der Zug nicht gefahren.
Das mit dem Rhythmus stimmt, aber mir ist es beim schreiben nicht aufgefallen, also keine absicht.

Hallo, ich arbeite momentan an etwas und bin mir , da ich was das Metrum angeht ziemlich ungeübt bin, unsicher ob das (bezogen auf das Metrum) richtig ist. Ich habe bislang erst 3 Zeilen und wollte euch fragen ob das so passt?

Die traurigen Träume tanzen dahin
und die lieblich Liebe verklimmt im Wind
Das Unendliche wird tragisch bestimmt

Vom Metrum wäre das (glaub ich) so:

    X.             X.         X.         X.  

Die trau rigen Träu me tan zen da hin
X. X. X. X.
und die lieb lich Lieb e ver klimmt im Wind
X. X. X. X.
Das Un end lich e wird tra gisch be stimmt

Das mit dem Metrum kann ich nicht so gut, ich schreib meistens aus Gefühl, oder les mir das solange laut vor und ändere etwas bis es gut klingt. Bei deinen drei Zeilen würde ich in der zweiten Zeile entqeder das “und” oder das “die” am Anfang weglassen.