Gedichte-Thread!

Zeitalter der tausend Sonnen

Regen fällt in leisen Schnüren,
Von draußen weht der Wind kalt her,
Mondlicht fällt durch die Himmelstüren,
Auf’s weite, stille Meer.

Die Wellen schlagen weiße Gischt,
Hoch ist der schwarze Wellenturm,
Mit Tränen sich das Wasser mischt,
Denn die Trauer wacht im Sturm,

Tausende verlor’ne Seelen,
Die Nacht fordert sie nun ein,
Zu der Meere Stelen,
Werden ihre Gräber sein.

Die Zeit ist verronnen,
Die Trauer, sie bleibt,
Verglüh’n wird alles im Zeitalter der tausend Sonnen;
Und die Welt? Sie schweigt.

Lebt - denn ihr seid gesund
Feiert - denn ihr seid schön
Plant - denn ihr seid schlau
Liebt - denn ihr lebt

mein herz

ist wie ein land in dem ich ruhe fand
ist gebaut wie ein haus, einmal drin willst nicht mehr raus
ist geflogen wie ein vogel über weite hügel
ist gefallen wie ein stein zu dieser stund war ich ganz allein
ist mein leben denn es kann so viel geben

ist zerfressen von lüge mit den liebsten schaden füge
ist beseelt vom rechten geist mit dem ich hilfe leist
ist zerbrochen am stein der traurigkeit geschwommen im fluss der glückseligkeit
ist ein geheimer platz verborgen dort ein schatz
ist ein geschenk an das ich gerne denk

mein herz ist rein
wie wird es wohl in deinem sein

Forgot me not
Forgot me never
But when you forgot me
Forgot me forever

Ich ertrage es nicht
die lieben worte von dir
gerichtet an mich.
Ich bin es nicht wert,
ich habe es nicht verdient.
Schau mich doch an.
Dieser körper
Nicht liebenswert.
Diese seele
Voll von selbsthass.
Schenk mir nicht dein herz,
es hat was besseres verdient.
Bitte versteh es,
du kannst mich nicht lieben,
niemand kann das,
denn ich hasse mich.
Versuch nicht um mich zu kämpfen,
due wirst verlieren,
so wie ich MICH
vor langer zeit verlor!!!

Oh mist das hab ich noch vergessen sry

O Wanderer unterm Schattenjoch,
Verzweifle nicht, wenn auch der Wald
noch finster steht, er endet doch.
Und auch die Sonne siehst du bald.
Im Aufgang und im Untergang,
Anbruch und Tages Abgesang,
Denn alle Wälder lichten sich…

Gebet eines Hoffnungslosen

Kannst du deine herrliche Schöpfung sehen? Ich nicht!
Kannst du das schöne Lied der Lerche hören? Ich nicht!
Willst du mich nichts fragen? Ich kann dir nicht antworten!
Willst du mit mir nicht tanzen und spielen? Ich kann nicht mitmachen.

Ich bin blind und ich bitte dich um Augen
Ich bin taub und ich bitte dich um Ohren
Ich bin stumm und ich bitte dich um eine Stimme
Ich bin krank und ich bitte dich um Gesundheit

Still - bitte ich dich um ein würdiges Leben
Laut - preise ich deinen Namen
Hemmungslos rufe ich nach dir
Dein Schweigen sagt so viel

Komm, geh ein Stück des Weges mit mir
und leg deine tröstende Hand auf meine Schulter
Wie soll ich der Zukunft nur begegnen
Meine letzte Hoffnung warst einzig du.

AMEN

So, die beiden Gedichte habe ich mal vor längerer Zeit geschrieben und ich habe sie gerade auf dem PC wiederentdeckt und wollte sie euch nicht vorenthalten:

Gefallen sie euch? Wie deutet ihr sie? :slight_smile:

Also da ich Gedichte immer lieber mag, wenn sie sich auch reimen xD ( jaja muss nich sein und so ) finde ich die irgendwie Strange Gnofi… Also deuten kann ich die so weit… es geht um Liebe :wink:

Ich mag zwar tiefgründige Gedicht und ich mag es auch, wenn man erstmal hinter den Sinn kommen muss, aber ich fürchte, deine Gedichte werden nicht zu meiner Lieblingspoesie gehören :confused:

Das erste Gedicht deute ich so: Irgendwas glitzert, ist aber nicht grün und später ist es grün und glitzert auch. Grün könnte als liturgische Farbe für die Hoffnung stehen oder als Symbol für das Glück. Glitzern könnte für schwul stehen (???). Den Rest versteh ich nicht :stuck_out_tongue:

Das zweite sagt mir, dass jemand weiblich ist und jemand fragt irgendwas?

Na dann werd ich auch mal was zum Besten geben hier ^^
Ist ein Gedicht, das ich in der Oberstufe im Deutsch-Leistungskurs geschrieben habe: Es behandelt das Thema Liebe und die damit verbundenen Schmerzen, die entstehen können wenn man jemanden zu nahe an sich heranlässt… Aber auch die Tatsache, dass man trotz alledem einfach nicht auf dieses Gefühl der Liebe verzichten kann und will… aber interpretiert selbst ^^ Es ist in Sonett-Form verfasst bzw. Halbsonett-Form ^^

Mein Liebestier

Oh, wie fühlt’ ich mich so leer
wenn ich doch nur ohn’ dich wär’!
Greif dich, halt dich fest bei mir
lass’ dich nie mehr gehn’ mein Tier!

Du weißt, ich kann nicht ohne dich
mein Herz, es schreit ganz fürchterlich!
Da war kein Licht, das für es schien
so kriech’ geschwind’ hinauf zu ihm!

Doch halt, ich fühle mich bizarr,
fühl’ deinen Stachel, so kalt, so wahr
Es sticht und schmerzt und hört nicht auf!

Der Stich, den Schmerz hab ich von dir
doch bist du weg, dann fehlst du mir
Oh, muss dich lassen erneut hinauf…

Okay, dann rücke ich mal mit der Wahrheit heraus. Diese Gedichte habe nicht ich geschrieben, sondern sie entsammen einem Gedichte-Generator: poetron-zone.de/poetron.php

Ich wollte mal testen, ob irgendjemand einen Sinn darin erkennen könnte. Wäre lustig gewesen. :smiley:

Aaaahhh wie geil :smiley:

Mach nen Thread auf für das Ding, dann haben wir mal wieder was zu lachen :laughing:

sehr gut! das gefällt mir :smiley:

mein eigenes^^
es ist ein wenig fatalistisch aber trotzdem^^

“Wenn dem Himmelsfahrer der Gedultsfaden reist”

Ein dunkler Stern am Himmel steht,
sieht zu wie diese Welt vergeht.

Der Erden klügste Lebewesen sich selbst hintergehen.
Der Himmelsfahrer, ein Engel geboren vor Äonen und weise,
will dieses Treiben nicht länger sehen.

Diese Menschen, ach so schlau,
verstehen seine Zeichen nicht,
bis letztendlich sein väterliches Vertrauen bricht.

Die Zeit rinnt unbewusst durch ihre Hände,
“Bald,” denkt der Engel, “Ist all die Schmach zu ende.”

Als er sich wendet ab, traurig und voller Groll,
wird die laute Menschheit leise.

Mantel

Es ist kalt, wo seid ihr?
Definitiv nicht bei mir.

Es ist warm, ich sehe euch nicht.
Ich bin im Schatten, ihr steht dem Schein im Licht.

Ich streif mir den Mantel über,
aber ich frier immer noch,
es geht nie vorüber.
Ich zieh mich weiter an,
ich trage mehr als ich tragen kann,
doch ich weiß dass es nicht sticht,
denn es erreicht dich nicht.

Der Wind geht stark, mein Mantel hält (mich).
Der Naturpelz ist für mich unsterblich.

Der Regen strömt auf mich, jetzt
spür
ich
euch.

Ich streif mir den Mantel über,
aber ich frier immer noch,
es geht nie vorüber.
Mein Leben wird nicht süßer.
Ich zieh mich weiter an,
ich trage mehr als ich tragen kann,
doch ich auf einmal merke ich
es schlägt auf mich (ein).

Die Jahre vergehen,
sie bleiben nicht stehen.
Trotzdem bin ich bei ihnen,
gebunden, nicht erlaubt zu verlassen.
Die Jahre vergingen,
nun darf ich singen.
War nie erlaubt zu gehen, nie erlaubt zu hassen.

Ja ehm hier ist n Liebesgedicht dass ich mal geschrieben hab^^
Ich hab mich ziemlich auf biologische Vorgänge gestützt (Bio ist mein Lieblingsfach :3)
Man kann extrem viel rein interpretieren wenn man weiß um was es geht und fast alles trifft auf mich zu^^

Wie ein Puzzlestück zu einem anderen
Wie ein Schlüssel in ein Schloss
Passt du zu mir.
Doch ich bin allosterisch gehemmt
Der Faktor der mir verwehrt
Mit dir zusammen zu sein
Die Schüchternheit ist der Inhibitor.
Ich bin das Enzym
Du das Substrat
Wenn wir miteinander reagieren würden
Würde ich gleich bleiben
Doch du würdest verändert hervorgehen.
Wir würden nie wieder miteinander reagieren,
Da du keine Notiz von mir nehmen würdest.
Das für das Enzym nicht erwünschte Produkt.

TheHeretic 20. Februar 2013

Hatte grade Bock auf Morgenstern ^^ :smiley:

Christian Morgenstern - Die unmögliche Tatsache

Palmström, etwas schon an Jahren,
wird an einer Straßenbeuge
und von einem Kraftfahrzeuge
überfahren.

»Wie war« (spricht er, sich erhebend
und entschlossen weiterlebend)
»möglich, wie dies Unglück, ja –:
daß es überhaupt geschah?

Ist die Staatskunst anzuklagen
in bezug auf Kraftfahrwagen?
Gab die Polizeivorschrift
hier dem Fahrer freie Trift?

Oder war vielmehr verboten,
hier Lebendige zu Toten
umzuwandeln, – kurz und schlicht:
Durfte hier der Kutscher nicht –?«

Eingehüllt in feuchte Tücher,
prüft er die Gesetzesbücher
und ist alsobald im klaren:
Wagen durften dort nicht fahren!

Und er kommt zu dem Ergebnis:
»Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil«, so schließt er messerscharf,
»nicht sein kann, was nicht sein darf

Gefangen im Feuerwirbel
Noch sein Blick uns die Furcht verrät
Denn die Schreie des innig geliebten
In ihm die Flammen gesäht
Nun trägt er in der Brust diese Kälte
Ein Gespenst er im Innern erschuf
Wohl nie verlässts seine Träume
Wohl nie wird verstummen sein Ruf

Das ist eines meiner Gedichte
Bin übrigens generell neu hier im Forum und dachte das
Sei ein schöner erster Thread

Cool hier gibt’s eine Gedichte Seite! Dan möchte ich die Möglichkeit nutzen und auch mal eins “veröffentlichen” ich würde euch aber bitten es nicht weiter zu verbreiten. Danke

[i]Das ewige ich

Ich wache jeden morgen auf
Hab Schwierigkeit zu atmen
Mein fett drückt mich zurück ins Bett
Ach währe doch das leben nett

Das ewige ich

Nun blicke ich in den Spiegel
Sehe mein Gesicht
Doch erkenn nur eine Fratze
Nein das bin ich nicht

Das ewige ich

Jeder blick lässt mich erschauern
Frag mich was er grade denkt
Fliehe hinter eine Maske
Hab schon manche Changs verschenkt

Das ewige ich

Bin ich der einzge der so leidet
Geht es nicht auch andren so
Können sie´s besser verstecken
Mein herz brennt lichterloh

Das ewige ich

Ich konnt mich noch nie selber Lieben
Bestätigung brauchte ich fiel
Wollt immer nur für andre Leben
Deshalb bin ich noch nicht am Ziel

Das ewige ich

Der Tod stand mir schon manchmal nahe
Freudig lies ich ihn herein
Doch würd ich jetzt schon mit ihm gehen
Würd ich´s mir selber nie verzeihn

Das ewige ich

Ich leb in meiner eignen Welt
Seh mein leben wie ein Traum
Dass schützt vor jedem Bösen Wort
Doch überleben kann man kaum

Das ewige ich

Ich wünscht mir es wär anders
Doch jetzt bin ich nun mal hier
Muss es wie jeder andre schaffen
Ich ganz allein nur mit mir

Das ewige ich[/i]

Unbekannter autor, 12. Jhd.

Dû bist mîn, ich bin dîn.
des solt dû gewis sîn.
dû bist beslozzen
in mînem herzen,
verlorn ist das sluzzelîn:
dû muost ouch immêr darinne sîn.