Gedichte-Thread!

So, hab mal ein Gedicht aus meinem Tagebuch rausgekramt; hab früher wahnsinnig gerne welche geschrieben, heute bin ich allerdings nicht mehr so kreativ.

Bebend und zitternd hebt sich deine Brust,
wag’s kaum zu atmen,
erstarr bei dem Kuss,
verlier den Verstand, bin Opfer der Lust.

Fragende Augen, sie suchen Kontakt,
er ist unsicher,
ob unserer Tat,
streifen die Kleider ab, schon sind wir nackt

Ein Blick auf den Leib, bedeckt er die Scham,
komm ich ihm näher,
dann fast er mich an,
ein Schauder durchläuft mich, drück weg seinen Arm.

Vor Angst wird mir schlecht, möchte mich schämen,
legen uns nieder,
wir fallen herab,
find ich den Weg, so lächelt er Tränen.

Oh toll. Ich liebe Lyrik und solche Sachen…

1.

60 - 90 Schläge in einer Minute.
Und die Meisten schlagen nicht zurück.

Viele sagen ein Herz könnte brechen.
Ich frage mich, ob es wirklich kotzen kann.

2.

Die Wolke hat ihn frei gegeben.

Er zögert nicht und lässt sich fallen.

Unendliche Freiheit in Sekunden.

Er fällt und mit ihm tausend Andere.

Sein nasses Kostüm glitzert.

Und plötzlich prallt er auf.

Die Freiheit der Sekunden ist verloren.

Sein nasses Kostüm zersplittert.

Er war vergänglich,er war Sekunden.

Aber nur für diesen Moment.

Für diesen Sekundenfreiheitsmoment.

Dafür hat es sich gelohnt!

Für leidenschaftliche Schreiber empfehle ich:

http://www.keinverlag.de

Die sollten aber dringend mal ihre Startseite überarbeiten :astonished: Da fällt man ja rückwärts wieder raus, so erschlägt’s da einen :wink:

Pah!
Poeten sind so unstylisch :wink:

Ich dichte auch sehr viel und das schon seit Jahren, mag es aber dennoch gerne übersichtlich :stuck_out_tongue: :wink:

Naja, wenn man sich erstmal ein bisschen Orientierung verschafft hat finde ich kV ziemlich gut.
Besser als schreibart.de oder so.
Eigentlich dichte ich zZt gar nicht mehr. Mein Fachgebiet sind einfach Kurzgeschichten… :wink:

Ich dichte viel über Sachen die mich beschäftigen… auch eine Form, Dinge zu verarbeiten :wink:

Dieses hier z. Bsp. handelt von einem guten Bekannten (ein Namensvetter von mir), der in sehr schwierigen Verhältnissen groß wurde. Später hat ihm sein Rachedurst fast selbst vernichtet :confused: Aber er hat es dann doch noch geschafft…

[XXX] :laughing:

Hey Chaosfreak…wirklich und ernsthaft:
Das ist super!
Ich habe eigentlich immer Probleme mit Gedichten, die sich reimen.
Aber bei diesem Stück passt es einfach.
Deine Reime klingen nicht banal und auch nicht nach diesem:
‘Es muss sich reimen - um jeden Preis’
Sehr schön…
Ich schreibe schon ewig. Aus Lust an Szenerien, um mit Gefühlen und Gedanken fertig zu werden…hm. Manchmal ein wenig Eigentherapie.
Wie gesagt, ich reime nicht und Lyrik ist zur Zeit auch nicht mein Metier :wink:
+
[i]Als wir nachts gesessen sind
auf dem Balkon im dritten Stock
Als wir getrunken haben
aus einer Flasche Wein geteilt

Da haben wir gesagt und gedacht
Frieden ist Freiheit.
Und wenn mensch frei ist
Dann ist Frieden.
Weil mensch nicht frei sein kann
Ist Frieden nur ganz klein.

Und dann haben wir uns besonnen
auf unsere Furcht vor der Freiheit.[/i]

Und hier ein bisschen jugendlicher Trennungsschmerz:
[i]
Wir haben die Sterne vom Himmel gepflückt.
Und wir haben sie in kleinen Truhen verwahrt.

Wir haben uns an den glitzernden Bach gesetzt.
Und wir haben das Leben vorbei ziehen lassen.

In unserem geheimen Garten,
in den wir uns geflüchtet haben,
sobald das Leben hart geworden ist.

Wir haben geatmet und soviele Melodien gefühlt.
Es war die schönste Zeit und auch die tragischste.
Schmerz ist oft die Antwort auf Glück.

Die Wellen,die stets an unseren Felsen peitschten,
Die Wellen,die wir stets gebrochen haben…

Diese Wellen haben uns letztlich zu Felsstücken zerfallen lassen.[/i]

2 weitere Beweise dafür, dass Gedichte sich nicht reimen müssen, um gut zu klingen :slight_smile:

Ich reime immer, weil ich es für die Königdiziplin im Gedichteschreiben halte :wink: Ich stimme die einzelnen Zeilen gerne aufeinander ab, damit sie stimmig klingen und ein rhythmischer Redefluss gegeben ist. Ich glaube, dadurch macht es den meisten Lesern mehr Spaß, sowas zu lesen und es bleibt eher im Gedächnis :slight_smile:

Ja, das mag sein.
Aber wenn ich schreibe, dann schreibe ich ‘im Fluss’.
Meistens fehlt mir dann die Muse, um noch lange daran zu sitzen, damit es gut klingt. Bei Kurzgeschichten ist das etwas anderes…da sitze ich ewig an einer Pointe, an einer kleinen Beschreibung oder, oder.
Königsdisziplin…oh, da hast du wohl recht.
Manche Gedichte sind so grottenschlecht und müssten es nicht sein, wenn der Autor nicht versucht hätte zu reimen. :slight_smile:

Genau wie manche deutsche Musiktexte :unamused: Das denkt man auch, ein Kleinkind hat die verfasst :confused:
Also man muss schon ein Gefühl für den “Klang” haben, damit es sich am Ende nicht einfach nur albern anhört. Das macht es ja zur Königsdiziplin :wink: Der Leser darf nicht merken, dass man es auf den Reim angelegt hat.

Naja, wobei ich finde, daß die dt. Lyrics zu großen Teilen wirklich gar nicht so schlecht sind. Zur Zeit höre ich ausschließlich deutsche Musik. Mein neuer Spleen :wink: Kennst du Bosse?

[i]

[/i]

Find ich gelungen.
Da werden schöne Bilder erzeugt. Mag sein, daß es nicht ‘klingt’, wenn man den Text nur liest…
Hast du auch den Anspruch an dich die Lyrics von den Liedern zu kennen, die du hörst?
Ich muss alle Liedertexte lesen und übersetzen, damit ich einen wirklichen Bezug zu einem Song aufbauen kann…[/i]

Stimmt, wenn man es nur liest, klingt es nicht. Aber man erkennt den Sinn dennoch :wink:

Die meisten Songs die ich höre, übersetze ich auch meist sofort. Sachen die ich nicht weiß, schlage ich dann nach. Also ich möchte die Texte schon kennen :slight_smile:

Ja, finde ich auch ziemlich sinnvoll :slight_smile:
Man will ja wissen, was man mitgröhlt, oder nicht?
Mein großer Traum ist es, daß ich beruflich irgendwas in Richtung Journalismus machen könnte…aber das ist so verdammt schwer.
Strebst du es an deine “Stücke” zu publizieren, oder ist das eine ganz private Passion bei dir?

Hmmm, irgendwan werde ich mal Bücher schreiben (genug Storys habe ich im Kopf und angefangen habe ich auch schon mit 4 STück)… und dort werde ich an passender Stelle die Gedichte, quasi als Markenzeichen, unterbringen :wink:

Hallo,

… is auch derzeit mein Hintergrundbild auf meinem Laptop - Desktop:

Teich.

Ein Zweig.
Knack.
Platsch.
Er fällt in den Teich.
Von links taumelt ein Blatt auf die Oberfläsche des Teichs.
Pitsch.
Ein Strudel ensteht.
Ein Sog zieht die Wasserläufer in seinen Bann.
Ein Sonnenstrahl erwärmt die düstere Melanchonie des Augenblicks.
Eine Grille.
Gras.
Der Geruch des Spätsommers.

Slum.

Ein Schrei ertönt um Mitternacht.
Irgendjemand sucht was zu essen in einer Mülltonne.
Irgendwoher schreien sich sträubende Katzen.
Ich drehe mich im Schlaf.
Mein Fenster steht offen.
Draußen zerbricht ein Glas.
Womöglich wird mal wieder bei den Nachbarn eingebrochen, denke ich mir.
Was solls?
Ist ja sowieso immer diesselbe Scheiße wie jede Nacht.
So ist es nunmal.
Ich drehe mich wieder und schlafe weiter.

Das sind nur Versuche, eine Athmosphäre zu beschreiben und fühlbar zu machen.

Das gefällt mir. Aber “Bosse” sagt mir gar nix, obwohl ich mich viel mit deutscher Musik beschäftige.
Kannst du mir davon mal was schicken oder mir ein paar Links geben? Auch gerne per PN.

Hmm hab mich hier gerade registriert und dachte ich nerve andere Leute mal mit meinem geistigen Abfall weiß nicht mal ob man es als Gedicht bezeichnen kann. ^^

Jede Nacht sucht er mich heim
jede nacht dringt er tiefer in meine Seele ein
Jede Nacht Spüre ich seine Trauer
Jede Nacht durchbricht er meine Mauer

Er kommt und geht wie ein Schatten von denen so viele mich umgeben in meiner Welt
– in meinem Leben.

Sie tanzen an meinen Wänden folgen mir mit auf schritt und tritt.
Sie helfen mir in dunklen Tagen sowie ich ihnen wenn sie verzagen.

Sie reden mit mir und ich mit ihnen doch nur ich kann sie verstehen.
Alle sagen ich sei verrückt würde mit Geistern reden doch vieleicht habe ich nur glück.

Das sich in zeiten der Sorgen andere Wesen um mich kümmern wenn alle anderen
mich schmähen und alleine lassen hier in all meinen trümmern.

Doch dieser eine der es vermag meine Mauer zu brechen lernte nicht nur im Traum mit mir zu sprechen.
Er begleitet mich auch am tage wenn alle anderen sich verstecken oder
unter bäumen lauern um nicht im licht zu verrecken.

Ich kenne weder seinen Namen noch weiß ich was er ist
doch eines weiß ich sicher, dass sein wesen meine Seele frisst.

Ich will bei ihm bleiben wie er bei mir
doch wenn wir uns nicht trenne jezt und hier
werden wir auf ewig im feuer brennen

Liebesnebel

Zwei Menschen durch den Nebel taumelnd,
sich gegenseitig Glück beraubend.

Der Eine fürchtet unsere Welt,
die ungerecht ein Urteil fällt.
Verzweifelt er die Lösung sucht
und leise laut nach Hilfe ruft.

Der Andere diesen Ruf erlauscht
und helfend kommt er angerauscht.
Doch Ungeduld ihn derbe plagt,
aus Liebe jetzt ein Fehler wagt.
Er tüchtig hat was vorbereitet
und dabei in die Falle reitet.
Des Einen willen ignoriert,
dadurch die Zuneigung verspielt.

Die Reaktion war nicht bedacht,
zu oft die Liebe blind uns macht.
Das Schicksal hat ihn nun ereilt,
wodurch die Beiden schnell verkeilt.

Vereinte Herzen bös getrennt,
die Seele beider Jungen brennt.
Der Eine kann ihm nicht verzeihen,
der Andere muss Verlust beschreien.

Die Frage, die mich wild bedrängt,
ob Liebe immer so beengt?
Was treibt uns zu der dummen Sitte,
zu ignorieren des Anderen bitte?

Die Traurigkeit mich übermannt,
die Konsequenz zu spät erkannt.
Zu helfen bin ich nicht im Stande,
nur warten kann man mit viel Bange
und hoffen das die Zeit verheilt,
was durch die Taten wurd entzweit.

© by Nachtschatten