Gedankengänge

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Marlon

Nach ein paar Tagen durfte ich wieder zurück nach Hause
und sollte mich da weiter auskurieren.
Den ersten Abend zuhause kam Mama in mein Zimmer, um nach mir zu sehen.
„ Hallo Schatz, Wie geht es dir?“
„ Den Umständen entsprechend gut.“
Mein Sohn, Mein Armer Sohn.
„ Ich bin hier, um dir noch ein paar Sachen zu sagen, aber erstmal bin ich froh, mit dir wieder sprechen zu können.“
Tränen schimmerten in ihren Augen.
Mein armer Sohn
„ Ich habe mir solche Sorgen gemacht, als ich erfahren habe, dass du zusammen geschlagen im Krankenhaus liegst.
Erik und Marie haben je weil vier Jahre Freiheitsstrafe bekommen.
Dank eines Zeugen und Überwachungsvideos
konnten sie schnell gefasst werden.
_ Hmm Über das Foto , spreche ich später mit ihm._
Sie nahm mich in den Arm.
Foto?
„ Eine Schande, was sie dir angetan haben.“
„Ach Mama, Mir geht es doch fast schon wieder richtig gut.“
Versuchte ich sie und mich etwas zu beruhigen.
Sie lächelte mich aufmunternd an.
„ Es ist wichtig, dass du jetzt ausreichend schläfst und genug Ruhe bekommst.
In der zwischen Zeit habe ich mit deiner Schule gesprochen, da du alle wichtigen Vor- und Hauptprüfungen verpasst hast,
kann dir kein Abiturzeugnis bescheinigt werden.
Es besteht die Möglichkeit, an der gleichen Schule noch ein Jahr zu machen. Leistungen können vom letzten Mal miteinberechnet werden,
da war der Schulleiter ganz kulant, falls du schlechter sein solltest
als schon erbrachte Notenpunkte.
Mach dir darüber aber nicht zu viele Sorgen und
ruf mich an falls du was brauchst.
Ich habe jetzt noch einen Termin und schaue später nochmal bei dir rein.
Hab dich ganz dolllle lieb“.
Sie drückte mich noch einmal.
Gab mir ein Wangenküsschen und verschwand.
Heilige Scheiße.
Ich konnte mein Abitur nicht mit meiner Klasse beenden und meine Freunde verabschieden.
Emilia zum Beispiel.
Das ist echt ungerecht.
Auf den letzten Metern passiert mir so etwas.
Noch ein ganzes Jahr Schule.
Dabei hatte ich mich, so auf das Studium gefreut .
Auf ein neues Leben.
Wie sollte ich mich nochmal ein Jahr motivieren können?
Neue Klasse heißt auch neue Freunde.
Nur wenige kannte ich aus diesem Jahrgang.
Während ich darüber nachgrübelte, wie es wohl in einer neuen Klasse werden würde, kam mir ein Bild in den Sinn.
Jakob, wie er am Tisch saß und Tränen in den Augen hatte.
Hat er um mich geweint?
Warum sollte er das tun?
Es schien mir unbegreiflich.
Trotzdem schaltete ich seit langem mein Handy wieder ein.
SMS Marlon : Danke Jakob, dass du da warst.
Ich hoffe, wir können unsere Verabredung wiederholen und das du mir nicht böse bist.
Ein Lächeln stahl sich über mein Gesicht und erschöpft schlief ich ein.
Am nächsten Tag freute ich mich über seine Antwort
SMS Jakob: Hei Marlon. Sehr gern. Wenn es dir nicht zu viel ist, kann ich die Tage auch mal vorbei kommen.
SMS Marlon: Ja klar, sag mir vorher nur kurz Bescheid.

SMS Emilia: Dürfte ich den edlen Herren, den auch endlich mal besuchen kommen.
SMS Marlon: Der edle Herr braucht Ruhe.
SMS Emilia: Du hast die Wahl, entweder breche ich bei euch ein, oder du lässt mich freiwillig rein.
SMS Marlon: Ein klein wenig vermissen tue ich dich wohl.
SMs Emilia: Ein klein wenig? Dein Kopf ist wohl immer noch etwas verdreht. ;D
Komme die Woche vorbei.

Dabei brauchte ich wirklich Ruhe.
Jedoch hatte ich die Beiden, besonders Emilia lange nicht mehr gesehen
und fand die Nachricht etwas schäbig, mit dem edleren Herren.
War mir aber sicher, dass Emilia das schon nicht in den falschen Hals bekommen würde.

Zwei Tage später stand Emilia an der Tür.
Überraschenderweise hielt sie ein Karton in den Händen.
Sie war irgendwie aufgewühlt.
„Hallo Marlon, Schön dich endlich wieder zu sehen.“
Vorsichtig fiel sie mir um den Hals.
„ Ach Emilia. Es tut so gut, dass du mich besuchen kommst.
Aber was hast du da im Karton? “
Ich dachte es ist ein Geschenk, dabei hatte ich doch gar nicht Geburtstag.
Behutsam öffnet sie den Deckel und ich traute meinen Augen kaum.
Ein kleines graues dürres Wollknäul schaute mich mit großen Augen an, die ich augenblicklich in mein Herz schloss.
Emilia stellte den Karton ab und sofort kroch sie heraus und versuchte auf mein Bett zu klettern.
Was sie auch schaffte und schnurrend Streicheleinheiten entgegen nahm.
Sie wirkte etwas verwahrlost und abgemagert, aber dennoch zutraulich.
Im Karton war auch schon eine Tüte Trockenfutter.
Nach ein paar Minuten schlief sie auf der Decke ein.
„ So ne Unmenschen, wie kann man so einem kleinen Ding so etwas an tun.“
„ Wo hast du die Katze her?“ unterbrach ich Emilia, die Geistes abwesend vor sich hin fluchte.
„ Neulich hab ich eine Rad Runde außerhalb der Stadt gedreht und hab in einem Wald Pause gemacht. Plötzlich hörte ich es mieezen und das Tier kam mir taumelnd und völlig erschöpft entgegen. Ich konnte nicht anders und lud es in meinen Fahrradkorb ein.
Gern hätte ich sie auch bei uns behalten, aber du weißt ja, wir haben so einen großen Hund. Der erste der mir einfiel, der sie aufnehmen würde, warst du.“
„ Wir brauchen noch einen Namen.“
„ Lass in uns Pan nennen. Nachdem griechischen Gott des Waldes und der Natur.“