Gedankengänge

Hallo liebe Boypoint-Community,
Nachdem ich immer nur die Geschichten gelesen habe,versuche ich mich selbst an einer, da ich schon lange den Gedanken hege,literarisch aktiv zu werden.Alles ist rein fiktiv und trifft nicht auf meinen realen Kontext zu. Viel Spaß beim Lesen. Über Tipps , Vorschäge und Fehler (inhaltlich und formell), die ihr habt bzw. findet, bin ich dankbar.

Gedankengänge

… Gedanken bestimmen das Leben der Menschen.
Sie zeigen uns den Weg, oder halten uns davon ab den Richtigen zu gehen.
Die Unterscheidung vom Tier kann hier angesetzt werden.
Jeder Mensch denkt auf seine Art und Weise.
Die Gedanken sind deshalb eine wichtige Säule des Charakters und spiegeln das innere Wesen wieder.
Alle tausend Jahre, wird ein Mensch die Welt erblicken, der eine Gabe hat.
Der Auserwählte muss selbst herausfinden, welche Gabe er in sich trägt und wie er sie sinnvoll einsetzen kann.
Jeder Auserwählte bedeutet : Krieg oder Frieden,Liebe oder Hass, für unsere Welt und die Ihrer…

Ich öffnete meine Augen, blinzelte und musste wieder an die Sätze denken.
Die Worte gingen mir nicht mehr aus dem Kopf.
Ich hatte selbst Schuld.
Warum musste ich auch immer so neugierig sein?

Wer ich bin?
Das weiß ich selbst nicht genau.
Mein name ist Marlon,19 Jahre alt und bisher ist meine Welt in Ordnung.
Es war schon immer toll Neues zu endtecken und Neugierde ist ein wesentlicher Bestandteil meines Charakters.
Aus diesem Grund ist es nicht verwunderlich, dass der Dachboden unseres Hauses, ein wunderbarer Ort für mich ist.
Viele Kisten, uralte Dinge und teilweise geheimnisvolle Sachen werden hier gelagert und warten darauf erkundet zu werden.
Gestern war es wieder soweit.
Ich hatte Lust eine weitere Erkundungstour zu starten.
Die Aufregung wuchs und ich war gespannt was diesmal alles zu Tage gefördert werden würde. Als ich zuhause angekommen bin , war es endlich soweit.
Ein paar dreckige Klamotten angezogen und schon erklomm ich die Leiter, die mich in unsere Rumpelkammer führter, unseren alten Dachboden, unsere Schatzkammer.

Oben angekommen schlug mir ein muffiger Geruch in die Nase und ich musste mich an das Dämmerlicht gewöhnen.
Eine Stille umfasste mich und ich hörte nur noch meine schnellen Atemzüge.
Es existierten nur noch der Raum und mein Bewusstsein. Ich liebte dieses gefühl und ich begab mich zu der Ecke, wo ich beim letzten Mal aufgehört habe zu wühlen.
Es war alles wie immer.
Nein, nur fast, wie immer.
Es herrschte eine spannungsgeladene Atmosphäre im Raum, die eine mysteriöse Aura erzeugte, die ich so noch nie gespürt habe und die mich Schwitzen ließ. Was war das bloß?

Plötzlich fiel mir eine helle Folie auf.
Dort schien etwas eingewickelt zu sein.
Vorsichtig schlich ich mich zu der Stelle und musste erst noch ein paar langweilige Sachen wegräumen. Danach war es endlich soweit.
Ich hielt etewas schweres in den Händen.
Meine Neugierde wuchs ins unermessliche.
Zitternd vor Aufregung und voller Erwartung riss ich die Folie runter und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

Dieses verhältnismäßig große und schwere Ding entpuppte sich als ein Buch.
Leicht enttäuscht, habe ich es mir genauer angeschaut und bemerkte einen blässlichen Schein
und ein Schauer lief mir über den Rücken.
Das kann nicht sein, dachte ich, aber ich verspürte den immer größeren Drang es aufzuschlagen,
obwohl mein Instinkt mich wohl warnen wollte.
Vorher entstaubte ich es, um den Titel besser lesen zu können.
Auf der Vorderseite stand, mit dunklen güldenen Lettern auf schwarz-rotem Grund : COGITATIO.
Ich war mir sicher , dass es aus dem Lateinischen stammen würde, aber wusste es nicht , da ich Latein in der Schule nie gelenrt habe.
Ob ich das Buch je lesen würde können?

Nach einigem Zögern und ein wenig Mut schlug ich es auf.
Die erste Seite war schwarz und leer.
Auf der zweiten Seite stand auch nichts.
Die dritte Seite war auch inhaltslos.
Ich wurde ungeduldig und ging zu einem kleinen runden Fenster, um mehr Licht zu haben.
Vielleicht war es nur zu dunkel.

Da!! Tatsächlich.
Nach und nach kamen Buchstaben zum Vorschein, wie von Geisterhand.
Zuerst erschien etwas, wie eine Einleitung, ein Vorwort.

…Gedanken bestimmen das Leben der Menschen…
…Alle tausend Jahre…eine Gabe… Liebe oder Hass…
Ein Auserwählter?
Was für ein Unsinn.
Auf der nächsten Seite fing das erste Kapitel an.
Kapitel 1: FINDE DICH SELBST.
“Marlon? Höre auf da rumzustöbern. Essen ist fertig”
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen und die mysthische Aura war mit einem Schlag verschwunden. Ich schlug das Buch zu, da nur die Überschrift des ersten Kapitels zu sehen war und steckte es unter meinen Pullover.
Meine Mama würde mich nur einmal rufen und so kroch ich die Dachbodenleiter wieder runter.Sie ist eine gutherzige Mutter heißt Doris und wird in diesem Jahr 46.
Dort saß ich nun, am Abendbrotstisch und wurde die einleitenden Worte der ersten Seite nicht mehr los. Was bedeuten sie?

Am nächsten Morgen stieg ich gerrädert und schlecht gelaunt aus dem Bett.
Alpträume und Gedankengänge bescherten mir eine unruhige Nacht.
" Guten Morgen, mein kleiner Sonnenschein" bgrüßte mich meine Mutter am Frühstückstisch.
“Morgen” grummelte ich zurück.
Meine Mutter und ich hatten ein gutes Verhältniss.
Trotzdem entschied ich mich dafür, es für mich zu behalten.
Das Buch blieb vorerst mein kleines Geheimnis.

Doris und ich mussten alleine klar kommen. Mein Vater ist kurz nach meiner Geburt gestorben.
Krebs hatte ihn heimgesucht und dahin gerafft.
Ich fühlte mich verpflichtet meiner Mutter, so gut es geht zu helfen und ihr beizustehen.
Ich sehe es ihr an , dass sie noch immer unter den schweren Verlust zu leiden hat und gebe mir Mühe sie zu unterstüzen.
Es muss weiter gehen

Nachdem Frühstuck ging ich los, zur Schule.
Ich besuchte die 12. Klasse eines Gymnasiums und wollte mein Abitur beenden.
In den Jahren konnte ich ein tollen Freundeskreis aufbauen.
" Mensch Marlon, da ist jede Schildkröte schneller, als du. "
Diese fröhliche Stimme gehörte meiner engen- vertrauten Freundin Emilia. Sie war eine 1,0-Schülerin und stets darauf bedacht püntklich zu sein.
Ganz im gegensatz zu mir , ich bin eher gemütlich und entspannt unterwegs.
Der Tag war zäh und es fiel mir schwer mich zu konzentrieren.
Immer wieder kehrten die Gedanken zu dem Buch zurück,welches ich Gestern endteckt hatte.
…Auserwählter…Gabe…Ich muss herausfinden, was noch in dem Buch steht.

Nach acht Stunden hatte ich es geschafft und konnte den Weg nach Hause antreten.
Frohenmutes und gut gelaunt verließ ich das Schulgebäude.
Es dauerte nicht lange und ich bemerkte etwas merkwürdiges.
Jemand verfolgte mich.
Die Erkenntniss versetzte mich in ein Angstzustand und ich fing an zu laufen.
Immer schneller und schneller , aber mein Verfolger blieb mehr auf den Versen.

Bleibe Stehen
Was war das ?
Ich habe keine Stimme gehört.
Meine Neugierde wurde mir zum Verhängniss und ich wurde langsamer.
Völlig außer Atem und schnaufend blieb ich stehen.
Ich schaue auf und sehe, ungefähr 100 Meter entfernt, einen wunderschönen Jungen.
Es dauert nicht lange und ich realisiere was ich gedacht habe.
Ein wunderschöner Junge?
Ich stehe auf Mädchen, da bin ich mir 100% sicher.
Bist du dir da wirklich sicher?
Wieder diese Stimme in meinem Kopf, die ich nicht zuordnen konnte.
In meiner Verwirrung bermekte ich nicht, wie der Junge näher kam und vor mir stehen blieb.
Ich starrte ihn an und schaute peinlich berührt weg.
Was war los mit mir?
Entspanne dich!

" Hi, ich bin Silas. Tut mir Leid, falls ich dir einen Schrecken eingejagt haben sollte, aber du bist gerannt, als würde ich dich ermorden wollen."
“Schon gut.” Ich konnte ihm nicht böse sein.
Er lächelte mich an.
" Ich bin neu hier und kenne noch nicht viel. Willst du mir die Stadt zeigen?"
Natürlich war ich einverstanden und wir erkundeten wichtige Orte der stadt.
Dabei beobachtete ich ihn hin und wieder.
Plötzlich blieb er stehen und schaute mich an.
Du findest mich süß,oder?
Verwirrung. Er hat eindeutig nichts gesagt.
Trotzdem konnte ich seine Stimme hören.
Er durchbohrte mich mit eiskalten , blauen und wunderschönen Augen.
" Hast du was gesagt" fragte ich ihn.
" Ja , natürlich."
Vielleicht auch nicht
Er zwinkerte mir zu und schaute mich weiter an.
In mir begann es zu rattern. Silas hat eindeutig nichts gesagt. Es war so , als hätte er mit mir per Gedanken kommuniziert
Völlig unmöglich. Das kann nicht sein.
Er schaute mich noch immer an und ich schaute zurück.
Ein breites Lächeln huschte über sein Gesicht.
Du hast es erkannt
Mir wurde schwarz und ich verlor mein Bewusstsein.

Klingt schon mal nicht schlecht…bin gespannt wie es weiter geht

Ich zitterte ,als ich erwachte und stellte fest , das ich auf dem Boden lag.
ALLEINE.
Hilflosigkeit.
Was war geschehen?
Der Versuch mich zu erinnern, war hoffnungslos.
Meine Gedankengänge verwebten sich zu einem Brei und ließen nichts Klares mehr zu.
Ich musste mich orientieren.
Wo bin ich und wie war ich hier her gekommen?
Vergebens, meine Erinnerung hört auf, nachdem ich das Schulgebäude verlassen hatte und danach tappte ich im Dunkeln.

Schauder. Ein Bild.
Eine Erinnerung durchfuhr mich , wie ein Blitz der in einen Baum einschlug.
Das Bild eines Jungen.
Ich war verwirrt.
Es war kein klares Bild , aber ich erkannte einen Jungen, obwohl ich nicht zuordnen konnte woher
Ich stehe eindeutig auf Mädchen.
Tust du das?
Auch ein Name fiel mir nicht ein.

Mein Handy vibrierte.
Ein Anruf. Es war Emilia.
“Marlon,Alles okay?” fragte sie panisch.
“Ja, Was ist los?”
“Eine unbekannte Nummer hat mich angerufen und mitgeteilt, du würdest bewusstlos auf dem Boden liegen. Mein Akku war dann alle, deshalb konnte ich erst jetzt durchrufen.”
“Schon okay.Mir geht es gut. Kam dir die Stimme bekannt vor?”
“Nein, derjenige hat auch keinen Namen genannt.”
Es war also ein Junge.
Eine Erinnerung. Ein undeutliches Bild.
Es verschwand , so schnell es gekommen war.
“Merkwürdig. Ich erzähle dir alles was ich weiß, morgen in der Schule.”
" Solange du nicht wieder in Ohnmacht fällst"
“Sehr witzig, bis dann.”
" Pass auf dich auf. Bis morgen."
Wir legten auf.Ich schaute auf das Display.
Zwei Stunden sind seit verlassen des Schulgebäudes vergangen.
Es half nichts,ich musste nach Hause.

Zuhause angekommen, stand meine Mum auch schon erwartungsvoll im Hausflur.
“Ich weiß du bist alt genug, aber du hättest mir wenigstens schreiben können, dass du nach der Schule noch was machst.
Ich hatte die ganze Zeit ein ungutes Gefühl. Du weißt doch Mütter und ihr 7. Sinn.”
“Mir gehts gut Mama . Ich war noch was einkaufen.”
" Und wo ist dein Einkauf?"
Sie lächelte mich spitzbübisch an.
Stimmt , Ich hatte nur meinen Schulranzen in der Hand.
Im Lügen war ich noch nie wirklich gut.
" Okay , Du hast mich erwischt. Ich hab nur nichts gefunden , was mir wirklich gefallen hat " versuchte ich mich zu retten.
Warum sagt er mir nicht die Wahrheit? Ich merke , dass er mich anlügt.
Gänsehaut.
Sie hat nichts gesagt.
" Ich war wirklich einkaufen."
Doris schaut mich an.
" Kannst du jetzt schon Gedanken lesen?"
Sie schmunzelte und schüttelte den Kopf.
“Naja schick mir nächstes mal einfach eine Nachricht, damit ich beruhigt bin.”
Geanken lesen…
Ich schluckte.
Erinnerung.Ein Bild.Ein Junge.
Du hast erkannt
Mir schauderte es. Das konnte nicht sein.

Nach dem Abendbrot lag ich auf meinem Bett, dass Buch offen vor mir und ich fragte mich, was es für eine Bedeutung hat.
Hat es was mit den jüngsten Geschehnissen zu tun?
Ich wurde enttäuscht.
Noch immer waren nur die Einleitungsworte und der Titel des ersten Kapitels sichtbar.
…FINDE DICH SELBST…
Danach war alles leer und schwarz.
Ich wartete noch eine Weile und starrte das Buch an.
Es geschah nichts.
Ich wurde ungeduldig.
Was nütze mir ein schwarzes und leeres Buch.
Gerade ,als ich es zuschlagen wollte, geschah etwas seltsames.

Es wurden Buchstaben sichtbar.
Erst zeichnete sich einer, wie von selbst, dann kamen Andere hinzu.
Der eine wandelte sich zu Worten
und die Worte wurden zu ganzen Sätzen.

FINDE DICH SELBST

Wer dieses…Buch… in den Händen hält…,
entfesselt ungeahnte Kräfte…, wenn derjenige nicht lernt mit seinen Fähigkeiten umzugehen…
,oder diese missbraucht.
Es soll helfen, die Welt mit anderern Augen zu sehen und seine Bestimmung zu finden.
Wer diese Zeilen liest, glaubt er habe das Buch gefunden,…
aber er irrt , dieses Buch sucht sich seine Leser selbst aus…
Alle tausend Jahre wird es auf die Erde gebracht, um dem Auserwählten Unterstüzung zu geben,oder ihn zu vernichten.
Krieg, oder Frieden?
Liebe, oder Hass?
Werden die Zeilen lesbar, hat der Leser den ersten Sprung , in ein Mysterium geschafft.
Ihm werden Gefahren begegnen.
Leben,oder Tot?
In einer Sache kannst du dir sicher sein:
…Du bist einer der Auserwählten…

SChWARZ
Es kommen keine neuen Buchstaben mehr hinzu.
Ich habe Angst.
Der Schweiß läuft am ganzen Körper runter.
Ich bereue es , dass Buch mitgenommen zu haben.
Auserwählter?
Ich fühlte mich alleine.
Beengt. Ich musste raus.
Mir fiel die Zimmerdecke auf den Kopf.
Frische Luft würde das Beste sein, auch wenn es schon spät war.
Schlafen war undenkbar,obwohl ich früh aufstehen musste, da hatte ich den rettenden Gedanken.
Es war Donnerstag, also würde ich Morgen schon überstehen und konnte dann ausschlafen.
Nachdem ich meine Schuhe und Jacke angezogen hatte, verließ ich leise und geräuschlos das Haus, durch die Hintertür,um Mums´s Fragestellungen zu entgehen.
Eine angenehme Kühle und die Stille der Nacht sorgten schnell für eine Beruhigung meiner Gedankengänge.
Ich genoss die frische Luft und entschied mich dafür, in den nahen Stadtpark zu gehen.
Dort war es noch leiser und menschenleer.
Meine Geanken kreisten, um das Buch.
…Bestimmung…Auserwählter … Gefahren…

Marlon
Gänsehaut. Die Ruhe war vorbei. Es war doch wieder keine Stimme zu hören.
Ich schaute auf. Zuerst sah ich Niemanden.
Nach einigen Sekunden endteckte ich auf einer Bank, nicht weit von mir entfernt, eine Gestalt sitzen.
Ich zögerte, doch war es meine Neugierde, die einen Fuß vor den anderen setzen ließ.
Ein Junge .
Kannte ich ihn nicht von irgendwoher?
Komm, setze dich zu mir.
Folgsam, nahm ich neben ihm Platz.
Klare blaue Augen schauten mich an.
Tut mir leid, dass ich deine Erinnerung rauben musste, aber ich wollte dich nicht überfordern.
Panik kroch in mir hoch.
“Wer bist du?”
Silas, wir sind uns schon einmal begegnet.
Sein lächeln war atemberaubend.
Stopp, was dachte ich da.
Die Neugierde war es auch, die mich folgendes fragen ließ:
“Wie kannst du mit mir kommunizieren, ohne das du deine Lippen bewegst und ich nich deine Stimme hören kann?”
Es sind tatsächlich meine Gedanken, die du hörst.
Ich glaubte nicht , was ich da zu Ohren bekam, nein zu Kopf.
_ Du wirst noch einiges Lernen müssen, sieh mich als eine Art Mentor. Ich bin nicht der, für den du mich hälst, aber wir werden ncoh viel Zeit miteinander verbringen._
Soviele Fragen schwirrten in meinem Kopf.
Warum find ich ihn süß?
Mentor? Was will er mir beibringen?
Und dieses Buch…

Das Erste was du wissen musst ist: Behalte immer das Buch im Blick.
_Mehr werde ich dir noch nicht verraten, sonst verlierst du wirklich deinen Verstand.
Geh wieder nach Hause. Du wirst noch krank.
Wieder dieses hinreißende Lächeln.
" Werden wir uns wiedersehen?" fragte ich Silas ein bisschen naiv und von mir selbst überrascht.
Wollte ich das wirklich?
“Sei dir gewiss. Schon bald.”
Beunruhigung und Freude zugleich folgten auf dieser Antwort.
Ich stand auf und ging los.
Als ich mich umdrehte, war er…

…. Spurlos verschwunden, als hätte er sich in Luft aufgelöst.
Ein Mentor?
Ich verstehe es nicht.
Zuhause angekommen, ging ich ins Bett und war überrascht, wie schnell ich dann doch eingeschlafen bin.

Als ich erwachte, war ich ganz positiv gestimmt.
Es war Freitag und der letzte Tag in der Woche.
Am Samstag war ich auf einer Geburtstagsparty eingeladen.
Ein guter Freund, Erik wurde 18 und ich freute mich darauf, alte Freunde wiederzusehen und neue Menschen kennenzulernen.
Nach einem kurzen Frühstück, ging ich zu der Straßenecke, wo ich mich jeden Morgen mit Emilia treffe und wir dann gemeinsam zur Schule gingen.

„Es freut mich, dich so munter zu sehen, Marlon.“
Sie umarmte mich ganz fest.
„Mich freut es auch.“ erwiderte ich und verdrehte dabei meine Augen.
Sie grinste mich an und boxte meine Schulter.
„ Ey, das tat weh. Jedenfalls bin ich auch froh, dass nichts weiter passiert ist. Naja fast. Gestern, als ich spazieren war, ist mir ein Junge begegnet, der mir bekannt vorkam, aber ich konnte ihn nicht zuordnen.“
Sollte ich ihr was von dem Buch erzählen?
„Merkwürdig, wie sah er den aus?“
„ Er hatte blonde Haare, wunderschöne blaue Augen und ein Lächeln zum dahin schmelzen.“
_ Marlon steht doch auf Mädchen_
Baaammm, Hatte ich das wirklich gesagt?
Ich war nicht schwul.
Er war kein Mädchen.
Ich hasse mich dafür, dass ich nicht über meine Worte nachgedacht habe und was sie auslösen würden.
Schlagartig änderte sich meine Laune, als wäre ein Luftballon geplatzt.
Ich kochte innerlich und äußerlich.
Überall Schweiß.
Wut stieg in mir hoch, wie Lava , dass kurz vor dem Ausbruch stand.
Wut auf Silas.
Wut auf mich.
Wut auf die ganze Welt.
Eine Träne kullerte mir die Wange runter.
Was war so schlimm daran, dass ich in süß fand?
Ich ohrfeigte mich selbst.
Du stehst auf Mädchen.

Plötzlich eine Hand auf meine Schulter, Emilia.
Ich schreckte auf und hatte vergessen, dass ich die ganze Zeit versteinert da gestanden hatte und in meinen Gedankengängen gefesselt war.
Ich zitterte.

„Marlon, höre mir zu! Ich weiß, dass du nicht auf Jungs stehst, so wie du den Mädels immer hinterher gaffst, aber sollte es wiedererwarten anders sein , bin ich immer für dich da und liebe dich weiterhin, so wie du bist.
Sie ist wirklich eine intelligente Frau.
Innerhalb von Sekunden hat sie meine Lage erfasst und die richtigen Worte gefunden.
„ Ich bin nicht schwul.“
Ich starrte sie entgeistert an, dass muss wahnsinnig komisch ausgesehen haben, den sie fing an laut loszulachen.
„ Sorry, aber du hättest dein Gesichtsausdruck sehen sollen.“
Ihr Lachen war schon immer ansteckend.
Meine Wut verblasste und ich fing schnell an mitzufeixen, sodass wir uns bald nicht mehr halten konnten.
Dankbarkeit durchströmte mich.
Zusammen durchstanden wir Alles.

Der weitere Tag verlief, ohne nennenswerte Ereignisse und der Samstag rückte näher.
Ich versuchte mich auf den Unterricht zu konzentrieren.
Doch, ließ mir die Frage, ob ich nicht vielleicht doch auf Jungs stand keine Ruhe.
Es war soweit.
Der Samstag verging langsam und meine Vorfreude wuchs von Minute zu Minute und mischte sich mit einem seltsamen Gefühl der Anspannung und Angst.
Zur gegebenen Zeit begann ich mich fertig zu machen.
Duschen, Nägel schneiden, rasieren und viele andere kleine Dinge standen auf dem Programm, um ein halbwegs gepflegtes Erscheinungsbild zu erreichen.
Ich war zufrieden mit mir. Man konnte mich als Mädchenschwarm bezeichnen, ohne arrogant wirken zu wollen.
Dunkelblonde Haare und smaragdgrüne Augen bilden zusammen, eine Kombination, die bei dem weiblichen Geschlecht gut ankam.
Glück hatte ich auch mit meinem Körper.
Sport trieb ich nur ab und zu und hatte doch ein wenig Muskelmasse zu bieten und nicht allzu viel Fett.

Nun war ich bei der allerletzten und wichtigen Frage, bevor es losgehen konnte, angelangt.
Was soll ich anziehen?
Es gibt kein Motto.
Nicht zu schick und nicht zu leger, dachte ich mir und entschied mich nach ein bisschen Überlegen, für eine Jeans , ein weißes T-Shirt, kombiniert mit einem schwarzen Hemd.

„ Trink nicht wieder soviel!“, forderte mich Doris auf.
„ Ich doch nicht.“
„ Wir wissen es beide besser.“
Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht.
„ Du siehst heute echt gut aus. Schreibe mir eine Nachricht, falls du dort nicht schlafen kannst und abgeholt werden musst. Viel Spaß.“
Ich bedankte, verabschiedete mich und schlenderte Richtung Straße.
Nach einiger Zeit brauste auch schon Emilia heran, die mich mitnahm.
Wir waren früh dran.
„ Schick siehst du aus, Marlon.“
„ Du aber auch.“
Sie hatte sich für ein schwarzes Kleid entschieden, welches ihre Figur betont und nur dezent Schminke aufgetragen.
An der Adresse angekommen, stellten wir fest, dass wir eine Viertelstunde zu früh dran waren.
Erik öffnete uns leicht gestresst die Tür.
Seit fünf Jahren gingen wir nun auf die gleiche Schule.
Er ist in der siebten Klasse in die Stadt gezogen und wurde in unsere Stufe versetzt.
Gemeinsam bauten wir viel Mist und machten es unseren Lehrern nicht leicht.
Es entwickelte sich eine gute Freundschaft und wir gingen auch oft zusammen feiern.
Trotzdem wusste ich nicht viel über sein Privat- und Familienleben.
Nur, dass er einen jüngeren Bruder hatte.
„ Ihr seid aber schon früh da. Kommt rein, ich zeige euch den Partyraum“
Wir waren erstaunt.
Eine tolle Location.
Bunt geschmückt, ein riesiges Büffet, eine große Musikanlage und natürlich eine Menge Alkhohl schmückten den Raum und sorgten für eine authentische Partyatmosphäre.
Mein Blick schweifte hin und her.
Auf einen der Stühle entdeckte ich eine Person, die mich zu fokussieren schien.
Meine Neugierde wuchs und ich bewegte mich auf ihn zu und platzierte mich direkt neben ihn.
„Hei, ich bin Marlon und wer bist du?“
„ Ich bin Jakob , 16 Jahre alt und der Bruder von Erik. Schön dich kennenzulernen.“
Er gab mir die Hand.
Bei der Berührung der Handflächen durchzuckte etwas meinen Körper, wie einen Blitz der in einen Baum einschlug.
Ich hatte kurzzeitig einigenartiges Glücksgefühl.
Maß dem aber nicht viel bei.
Es wurde unruhiger, immer mehr Menschen strömten in den Partyraum und die Musik wurde aufgedreht.
Zu dem Zeitpunkt wurde auch der erste Alkohol ausgeteilt.
Ich trank auch ordentlich mit.
Wollte ich doch meine Sorgen vergessen.
…Das Buch… Gedanken lesen… Auserwählter…
Neue Erfahrungen des Gedanken lesen hatte ich schon länger nicht mehr gemacht.
War doch alles nur Einbildung?
… Schwul… Jakob…
Jakob? Wieso dachte ich gerade jetzt an Jakob?
Er war nicht zu sehen.

Jakob

Die ganze Woche freute ich mich auf Samstag.
Es war schon ein Glücksfall, dass es für meinen Bruder okay war, dass ich mitfeiern durfte.
Meine Eltern hatten es ebenfalls erlaubt und so stand dem nichts mehr im Wege.
Für meine 16 Jahre, war ich schon relativ weit entwickelt, wusste dass ich auf Jungs stand und war verschossen in einen 12. Klässler, der Marlon hieß. Mehr wusste ich nicht über ihn.
Erik verriet mir wer alles kommen würde und klärte mich über seinen Freundeskreis auf, wer zu wem gehörte und so weiter.
Es fiel auch der Name Marlon und ich jubelte innerlich.
War es Samsatag die Gelegenheit, meinen heimlichen Schwarm kennenzulernen?
Die Woche verging langsam, ich hielt es kaum aus und wurde nervöser und nervöser.
Endlich stand der Abend bevor und ich zog mein bestes Hemd an und brezelte mich richtig auf, wofür ich spöttische Kommentare erntete, warum und für wen ich mich den so hübsch machen würde.
Ich half Erik dabei, die letzten Partyvorkehrungen zu treffen und versuchte mich zu entspannen.
Nachdem alles geschafft war, setzte ich mich auf einen der Stühle und wartete ab. Wohlwollend sah ich wie Tür aufging und da stand er…….
Marlon.
Der süßeste Typ der ganzen Stadt.
Er war smart gekleidet.
Sofort hatte ich das Bedürfnis loszustürmen, um ihn zu begrüßen.
Vollkommen überrascht bemerkte ich, wie er sich neben mich setzte.
Hitze.
Errötung.
Ich muss mich zusammen reißen, aber er schien nichts bemerkt zu haben.
Wir stellten uns einander vor und ich gab ihm die Hand.
Seine Hände fühlten sich sanft an.
Ich wollte ihn weiter berühren und seine Hände halten.
Nachdem Handschlag widerspiegelt sich Verwirrung auf seinem Gesicht.
Hatte ich was falsch gemacht?
Er sah dabei so süß aus.
Mir wurde es zuviel.
Ich wollte keine Erektion bekommen, stand auf, unterhielt mich mit anderen und beobachtete ihn unauffällig weiter.
Marlon trank viel.
Ich wusste nicht warum und wieso.
Irgendwas schien ihn zu beschäftigen.
Hat er mich auch gerade angeschaut?
Warum sollte er?
Er war der Mädchenschwarm schlechthin.
Ich hatte keine Chance.
Auch bei mir floss der Alkohol, um mich von Marlon abzulenken.
Der Abend verging.
Es wurde viel getanzt, getrunken, gelacht und es war schon bald nach zwei.
Die ersten Menschen verabschiedeten sich und traten den nach Hause Weg an.
Ich bemerkte, wie Marlon leicht torkelnd den Raum verließ.
Was hatte er vor?
War es meine Chance, mich näher mit ihm unterhalten zu können?

Ich war amüsiert. Er musste nur pullern.
„ Soso, der Herr pinkelt, also unseren Hof voll.“
Der Alkohol hat seine Wirkung nicht verfehlt und ließ mich mutiger und selbstbewusster werden.
„ Mache ich gar nicht .Nagut, erwischt“ erwiderte er nuschelnd.
„ Marlon, du bist betrunken. Magst du nicht vielleicht eine Runde mit mir spazieren gehen?
Vielleicht wirst du wieder ein bisschen nüchterner.“
„ Können wir machen…“
Gedanklich jubelnd nahm ich vorsichtig seinen Arm und zog ihn sanft vom Hof.
Wir redeten über Gott und die Welt, soweit er dazu noch in der Lage war.
Es war so, als würden wir uns schon ewig kennen und schauten uns dabei tief in die Augen.
Zumindest versuchte ich es Er wich mir merklich aus.
War ich zu aufdringlich?
Ich entdeckte eine Bank.
„ Wollen wir eine kurze Pause machen?“
“ Ja , gerne.“
Hoffnung breitete sich in mir aus und ich hatte eine waghalsige Idee.
Wir saßen nebeneinander.
Nur wenige Centimeter zwischen uns, so nah war ich ihm noch nie.
Kribbeln, bei jeder noch so kleinen Berührung.
Herzklopfen… Immer schneller und lauter.
Er schaute mich an.
Ich musste es wissen, nahm all meinen Mut zusammen und fragte ihn
„ Hast du schon jemals…

Es geht weiter. Ein kleiner Abschnitt, aber immerhin.

Jakob

Hast du schon jemals…?
Weiter sollte ich nicht kommen.
Marlon sah mir noch kurz in die Augen, fing an zu zucken und würgte.
Mein Anliegen zerplatze und ich wurde auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Hatte mein Traummann wohl doch wieder zu tief ins Glas geschaut, oder genug von mir?
Er lallte eine Entschuldigung, die mir auch nicht weiter hilft.
Danach kam mir nur noch sein Mageninhalt entgegen.

Ich sah auf meine Uhr, verdammt um zwei sollte ich spätestens zuhause sein.
Schnell zückte ich mein Handy.
Erik nahm nach einer gefühlten Ewigkeit ab.
„Ja?“ brüllte er genervt ins Telefon, mit lauter Musik im Hintergrund.
„Hier ist, Jakob.“
„Was gibt es?“
„Ich bin mit Marlon ein Stück spazieren gegangen und jetzt kotzt er die Welt voll.
Jetzt weiß ich nicht ganz was ich machen soll.“

„Ach Marlon, der Trottel, wäre es irgendjemand anderes gewesen, hätte ich nichts getan, aber ich werde dir jemand vorbei schicken, der noch fahrtauglich ist und euch da weg holt.“
Trotz verhältnismäßig klarer Aussprache, bemerkte ich, das auch mein Bruder schon einen sehr hohen Pegel hatte.
„Muss auflegen, bis dann Bruderherz.“
„Danke, bis dann.“

Intuitiv beschlich mich das Gefühl, dass er das Vergessen würde.
Mir blieb nichts anderes übrig, als zu warten und zu hoffen.
Nach einiger Zeit beruhigte sich auch Marlon wieder.
Mitzukriegen schien er nichts mehr.
Schon war er eingeschlafen und ich saß neben meinem Prinzen und wusste nicht wo hin mit mir.
Es wurde später und später.
Mittlerweile war es schon nach 4 und noch immer kein Auto in Sicht.
Marlon schlief weiter vor sich hin.
Auch mir überkam nach und nach die Müdigkeit.
Schritt für Schritt, bis ich sanft in meine Traumwelt abdriftete.
Da der Alkohol doch seine Wirkung zeigte, war es mir fast gleichgültig und ohne Hemmung möglich, dass ich meinen Kopf auf Marlons Schulter legen konnte.

Vogel Gezwitscher…
Ein Schmerzgefühl durchfuhr mich von Oben bis Unten.
Ich hatte in der denkbar schlechtesten Schlafposition die Nacht verbracht- im Sitzen.
Langsam schlug ich meine Augen auf.
Schaute nach rechts, links und stellte fest ich war immer noch auf der gleichen Bank, auf der ich in der Nacht gestrandet bin.
Wie war ich hier her gekommen?
Bruchstückartig kamen Erinnerungen wieder ans Licht.
Scheinbar hatte ich kein Filmriss.
Ich war doch mit Marlon spazieren, der dann gekotzt hat.
Nur so halb realisierte ich, was der Gedankengang gerade bedeutet.
Marlon. Wo ist er?
Er hat mich einfach sitzen gelassen, wie kann er nur.
Trauer.Ernüchternheit
Bedeute ich ihm so wenig?

Hey sehr interessante Story und schön flüssig geschrieben.
Gedankenlesen könnte in einer späteren Beziehung
für viel Gutes oder zu nem schnellen Ende führen
Hoffe, du lässt uns bald weiterlesen.
LG Matti

Tante Edith meint: Fehler hab ich bis auf ein zwei Buchstabendrehern keine gefunden. :rat:

Danke Matti,
Ein schnelles Ende ist nicht in Sicht, die Story hat gerade erst angefangen, aber sie könnte von euch noch mitgestaltet werden :smiley:, falls jemand einen kreativen Impuls hat immer her damit. Storyboard existiert( mehr oder weniger) und schon geht es weiter

Kapitel 1: FINDE DICH SELBST

Charaktere:

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris: Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder, gerade 18 geworden
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: taucht in diesem Part auf

Marlon

Ich spürte Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht und einen Kopf auf meine Schulter.
Schön, dachte ich, da hab ich wohl ein Mädchen kennen gelernt,
obwohl ich mich an nicht mehr viel erinnern kann.
Langsam klappte ich meine Augen auf.
Im selben Moment durchfuhr mich ein Verspannungsschmerz,
der mich dazu veranlasste…
Moment.
Jetzt nicht mein Ernst.
Das ist eindeutig kein Mädchen.
Du hast es erkannt.
Wer auf meiner Schulter eingeschlafen war, ist Erik sein jüngerer Bruder.
Scheiße, mein Kopf brummt.
Wie heißt er nochmal?

Ach ja Jakob, immerhin wusste ich seinen Namen noch.
Verdammt, was mach ich jetzt.
Ich will nicht, dass ein Junge auf meiner Schulter einschläft.
Wer weiß, was wir noch gemacht haben.
Erstmal runterkommen.

Was passiert wenn er denkt, dass ich schwul bin?
Ist Jakob schwul?
Ach, das ist doch egal.
Erik kann ich nicht fragen, der wird dann auch denken
das ich was von seinem kleinen Bruder will.
Das ist mir zu viel.
Nein, ich kann mich nicht beruhigen
und fasste den Entschluss ich muss hier weg.
Mein Schädel brummt.
Mir ist schlecht und ich werde nicht klar im Kopf.
Ich muss nach Hause und in Ruhe darüber nachdenken.
Jakob kann ich nicht so liegen lassen,
wobei er nicht weit vom Park entfernt wohnt.
Seinem Bruder wird er nichts erzählen, sondern nur sagen,
dass er schnell an der frischen Luft war.
Die Eltern würden ihn sonst zur Schnecke machen.
Trotzdem fühlte ich mich elendig.
War das eine gute Idee?
Den seelig schlummernden Jakob einfach zurückzulassen?
Das schlechte Gewissen sollte noch eine Weile fortdauern.
Während der Busfahrt schnell eine SMS an Erik geschrieben, dass er mich nicht suchen braucht.
Sorgenvoll hoffte ich, dass Jakob nichts passiert.

„Marlon, Bist du es?“
„Ja Mama, bin wieder zuhause.“
„Emilia kam vorhin vorbei, hat mich aus dem Bett geklingelt
und hat sich angsterfüllt informiert, ob du gut angekommen bist.
Leider konnte ich ihr nicht weiter helfen und mir blieb nichts anderes übrig,
als sie wieder nach Hause zu schicken.
Sie brummelte nur etwas von
…Dieser Kerl macht mich noch wahnsinnig…“

Das würde auch die vielen verpassten Anrufe und Nachrichten von Emilia erklären,
um sie zu besänftigen muss ich es ihr mindestens erzählen und mich entschuldigen.
Es brauchte viel Arbeit bis sie einsah, warum ich geflüchtet bin.
„Ich glaube nicht, dass du auf Jungs stehst.
Das sagt mir meine weibliche Intuition, selbst wenn bleibst du der alte Idiot.“
setzte sie mit einem schelmischem Grinsen nach.
„Danke, hat gut getan mit dir zu sprechen. Auch wenn du anfangs stock sauer auf mich warst.“
„ Es sei dir verziehen, aber nur unter einer Bedingung.
Versprich mir, wenn du soweit bist mit Jakob darüber zu reden, um ihn auch um Entschuldigung zu bitten. Vielleicht wird dein schlechtes Gewissen aufhören dich zu quälen.“

Der Sonntag verging eindeutig zu schnell.
Lediglich das Gespräch mit Emilia war wichtig und notwendig.
Sie hatte Recht.
Jakob würde mich nicht mehr zur Ruhe kommen lassen,
bis ich mich entschuldigt hatte und ich reines Gewissens bin.
So schnell wie das Wochenende kam, so schnell verflog es auch wieder.
Der Montagmorgen graute und ich hoffte Jakob treffen und darüber reden zu können.

Allerdings behielt der Tag eine Überraschung für sich bereit.
Nachdem Deutsch-Unterricht sammelte ich meine Sachen zusammen und
bemerkte wie Marie zu mir kam.
Die Marie auf der ich insgeheim stand, wir kamen ganz gut aus,
aber erst seit der 11, seitdem unser Klassenverband aufgelöst
und zu einem großen Abitur-Jahrgang wurde.
Sie ist intelligent, humorvoll, selbstbewusst und sieht auch echt heiß aus.
„Hei Marlon.“
„Hei Marie, Was gibt es?“
„ Och ich wollte bloß mal horchen, wie es dir geht?
Wir hatten noch nicht richtig die Möglichkeit uns mal alleine zu treffen und zu unterhalten.
Immer war ein Anderer dabei. “
Macht sie Scherze?
„ Dadadas stimmt.“
Reiß dich zusammen.
Er ist so süüß.
Wer?
Was dachte ich da, oder Marie?
Stammeln kommt nie gut an.
„ Hast du vieleicht mal Lust einen Cafe trinken zu gehen?“
„Natürlich, gern. Wann passt es dir?“
„ Mittwoch:17:00h ?“
„Sehr gut, mir auch. Ich muss jetzt aber los, sonst verpasse ich meinen Bus.“
Log ich und machte schleunigst einen Abgang,
da es mich super nervös macht,
mit ihr alleine in einem Raum zu sein.
Nach diesem Gespräch sollte ich der glücklichste Mensch auf der Erde sein,
dem war jedoch nicht so.
Jakob.
Warum ausgerechnet dieser Name?
Viel grübeln über ihn konnte ich nicht.

Zufällig begegnete ich Jakob im Schulgebäude,
als ich auf den Weg nach draußen war.
Zuerst schien er mich nicht zu sehen.
Doch dann schaute er mich an,
woraufhin seine Miene sich schlagartig veränderte und traurig wurde.
Er schien mit sich zu kämpfen und rannte plötzlich Richtung Ausgang.
Dieser Blick…
Was hatte er zu bedeuten?
War es so schlimm, was ich getan hatte?
Mir blieb die Chane verwehrt ihm hinterher zu rennen,
da auf dem Schulflur zu viel los war.
Weg war er und ich wusste nicht was ich tun sollte,
außer das ich mit ihm sprechen musste.

Aus der Not heraus schrieb ich Erik, ob ich nicht mal vorbei kommen könnte,
da ich mich bei Jakob entschuldigen müsste.
Erik war nämlich ziemlich sauer als er mitbekommen hatte
, dass ich Jakob alleine sitzen gelassen hatte.
Aufgrund unserer guten Freundschaft, meinem Pegel
und dem Fakt das Jakob gesund und munter zuhause ankam,
verzieh er mir das jedoch schnell.
Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten:
Klar, kein Problem. Gern , heut Nachmittag gleich.
Ich wurde immer nervöser.
Zum verabredeten Zeitpunkt fuhr ich zu Erik und Jakob.
Erik machte mir die Tür auf.
„ Hallo Marlon, schön dass du kommst.“
„Hi , Ja. Ich muss das endlich klären und mich richtig bei Jakob entschuldigen.“
„Du musst wissen, Jakob ist seit Samstag meistens schlecht gelaunt
und kriegt beim Essen kaum ein Bissen runter
und sieht ziemlich fertig aus.
Irgendetwas scheint ihn zu quälen.“
„ Ohhh danke, ich werde mal schauen. Hoffentlich bleibt das nicht so.
Wo ist das Zimmer von ihm?“
„ Treppe rauf, zweite Tür links. Versuch dein Glück“
„ Danke.“

Ich klopfte dreimal an die Tür.
Keine Antwort.
Ich klopfte nochmal.
„ Erik , ich will nicht mit dir sprechen.“ tönte es verärgert zurück.
„Hier ist nicht Erik….“

Über eins, zwei Kommentare würde ich mich doch freuen.
Feedback ist immer gut.
Hoffe ihr hattet auch so einen entspannten Montag:D

Kapitel: 1 FINDE DICH SELBST

Charaktere:

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris: Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder, gerade 18 geworden
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: datet Marlon

Jakob

Wie es mir geht?
Furchtbar, seitdem mich Marlon sitzen gelassen hatte.
Hinzu kam eine Erkältung, mit leichtem Fieber.
Es war wohl keine gute Idee, die Nacht draußen zu verbringen.
Also lag ich schlecht gelaunt in meinem Bett und
wollte nichts mit der Außenwelt zu tun haben.
Marlon der Arsch.
Hör auf an ihn zu denken.
Bringt auch nichts.

Es war zwecklos.
Die Erkältung macht mich noch antriebsloser und
so blieb ich einfach im Bett.
Es klopfte dreimal.
Boah Erik, soll mich nicht nerven. Will nicht gestört werden.
„ Erik, Ich will nicht mit dir sprechen.“
„Hier ist nicht Erik, sondern Marlon.“
Marlon, was will der hier?
Marlon wäre die einzige Person, mit der ich sprechen wollen würde,
aber ich kann ihn so nicht rein lassen, wie ich aussehe.
Außerdem warum sollte ich ihn überhaupt rein lassen?
Er hat es gar nicht verdient.
Das der sich überhaupt noch traut,
bei mir einfach zu klopfen.
„ Ja, komm rein.“
Verdammt, was sage ich.
Langsam öffnete sich die Tür.
„ Hei Jakob.“
„Was willst du?“
„Mit dir reden.
Es tut mir leid, dass ich dich sitzen gelassen habe.“
Direkt ins Schwarze getroffen.
Er sah mich mit diesem unwiderstehlichem Lächeln an.
Jakob, er ist ein Arsch, auch wenn er dich so süß ansieht.
„Wer sagt denn, dass ich deswegen so schlecht drauf bin?
Das ist mir doch egal.“
Seine Augen zucken.
Das Lächeln verschwand.
„ Ich wollte, Ich wollte, mich nur dafür entschuldigen.“
Ich bemerkte Unsicherheit bei ihm.
Etwa wegen mir?
„ Das fällt dir aber früh ein.“
Moment, er kam auf mich zu.
Schritt für Schritt.
Was sollte das?
„Jakob bitte, ich wusste einfach nicht,
was ich machen und wie ich mit der Situation umgehen sollte.“
Da war es auch schon geschehen.
Er nahm mich gerade tatsächlich in seine starken Arme.
Mein Herz machte Luftsprünge.
Ich fühlte mich, wie neugeboren.
In diesem Hochgefühl nahm ich all meinen Mut zusammen
und fragte ihn, ob er Nummern mit mir tauschen wollte.
So geschah es und er gab mir wieder das Lächeln.
„ Du verzeihst mir, das also nochmal?“
Mein Groll gegen ihn, war so gut wie vergessen.
„ Aber nur… , wenn du mich nie wieder sitzen lässt. Versprochen?“
„Versprochen.“

Marlon

Es war schön ihn wieder sehen.
Das Glück war auf meiner Seite und er hatte mir verziehen.
Mir war auch nicht unbehaglich, als ich ihn umarmte hatte, obwohl er ein Junge war.
Warum sollte es auch?

……Mittwoch….
Es war soweit.
Das Date stand an.
Die Nervosität stieg und ich zerrmaterte mir den Kopf, wie es wohl werden würde.
Jakob und ich schrieben jetzt viel miteinander, so schickte ich ihm ein Foto.
Er sollte seine Meinung zu meinem neuen Hemd abgeben.
SMS Jakob: Sieht schon ziemlich gut aus.
SMS Marlon: Nur ziemlich, ob das reicht?
SMS Jakob: Was hast du den vor?
SMS Marlon : Hab ein Date, mit Marie.
SMS Jakob : Ok
SMS Marlon: Ich schreib dir später, wie es lief. Muss los.
SMS Jakob : Bis dann.

Wieso war Jakob auf einmal so kurz angebunden?
Wollte er was von Marie?
Mir blieb keine Zeit mehr.
Es war schon 16:30h.
Ich war gerade so pünktlich am Café.
Sie wartete schon am Eingang.
„ Hi Marlon, schön dass du gekommen bist.“
„ Freu mich auch, dass du da bist.“
_ Sein Hemd ist ein Traum_
Hat sie das gedacht?
…Auserwählter… Buch…
Schon länger nicht mehr dran gedacht.
Ich muss es mal testen.
„ Wie findest du mein neues Hemd? “
„ Es steht dir richtig gut. Siehst toll aus. „
„Danke du auch.“
Das bestätigte, was sie gedacht hat.
…Gedanken lesen…
Im Café war das Gespräch sehr angenehm.
Ein paar Mal konnte ich noch ihre Gedanken hören und
für den Gesprächsverlauf nutzen.
Es wurde immer häufiger und ich musste aufpassen,
mich nicht nur noch auf ihre Gedankengänge zu konzentrieren.
Sie war redegewandt, klug und charmant, wie ich sie kenne und liebe.
Wir hatten viele Themen.
Tauschten uns über witzige Momente von früher aus,
da wir doch schon einiges erlebt hatten und wir stellten fest,
dass wir uns beide schon länger attraktiv fanden und
sich nur keiner getraut hatte, den anderen Mal zu fragen.
Es knisterte schnell und es kam wie es kommen wusste.
Eine Kurze Gesprächspause… keine unangenehme Stille,
sondern ein Moment des Genießens und gegenseitigen Betrachtens.

Auf einmal sah Marie mich an.
_ Ich würde gern wissen wie es ist, mit ihm zu schlafen._
Etwas geschockt fragte ich sie flüsternd und wohlwissend worüber sie nachdenken würde
und was ihr die Sprache verschlagen hatte.
„ Eigentlich ist es mir etwas peinlich zu fragen, aber hast du nicht Lust,
noch mit zu mir zu kommen? Ein Film gucken, oder so.“
Sie lächelte mich an und zwinkerte mir zu.
„Sehr gern.“
Ich konnte es noch nicht fassen, was hier geschah.

Auf dem Sofa bei ihr, wurde es schnell fummelig.
Ihre Gedanken halfen da, mehr als sie es ahnte.
Sie knöpfte mein Hemd auf und mir fuhr es heiß und kalt den Rücken runter.
Lange Zungenküsse……
Schon lagen wir eng umschlungen in ihrem Bett und waren beide nackt…
Es war unfassbar gut und besser, als ich es mir je in meinen Träumen ausgemalt habe.
Doch es sollte kein gutes Ende haben.
Kurz bevor ich meinen Höhepunkt hatte, hörte ich mich ein Wort sagen.

„Was hast du gerade gesagt?“
Nicht sein Ernst, wie kann er nur.
Sie krabbelte vom Bett und schrie vor Wut.
„ Raus, nimm deine Sachen und verschwinde. Wie kannst du nur, das hätte ich nicht gedacht.
Das wirst du noch bereuen.“
Schleunigst sah ich zu, dass ich raus komme.
Es war mir so unangenehm.
Was hatte das bloß zu bedeuten?
Ich konnte ihr nicht in die Augen schauen
und schämte mich in Grund und Boden.
Warum hatte ich bloß gerade diesen Namen gesagt?

Dachte, Ich lass dir mal einen Kommentar da. Es klingt ja bis dahin schon ganz interessant. Vor allem Jakob könnte ein echter Sympathietrager werden.
Bei der Sex Szenen musste ich leider unweigerlich an Scarry Movie 1 denken, Was für mich persönlich die Stimmung ruiniert hat. Kannst du aber nichts dafür. Würde mich über mehr freuen

Ok :smiley: wenn ich heute schon mal am kommentieren bin: Ich finde deine Geschichte ganz lustig. …wie Marlon immer von den Gedanken irritiert wird…könnte noch ganz spannend werden 8)

spannend, ich hoffe es geht irgendwann weiter. Find es niedlich wie er sich bei Jakob wieder entschuldigen kommt. Was hat es wohl mit dem geheimnissvollen silas auf sich, der wurde später nicht mehr erwähnt.

habe die geschichte auch gelesen soweit
würde mich auf eine fortsetzung freuen

stimme Quianye zu dass Jakob sympathieträger werden kann

gut ich mag marlon nicht so sehr, aber vielleicht wird das ja noch
ich finde es ja nett das er sich unbedingt entschuldigen will

aber mein lieblings charakter momentan ist emilia,
ich hoffe dass sie weiterhin präsent bleibt,
dass sie die beste freundin ist gibt mir ja hoffnung

silas ist sehr seltsam, und mir (noch) nicht ans herz gewachsen
es ist ja ertst der anfang der geschichte und ich bin gespannt was passiert
ich kenne die ganzen charakter ja noch nicht

schreib bitte weiter

Die Semesterferien sind da und etwas mehr Zeit. An alle die noch büffeln müssen ihr schafft das. Scary Movie stimmt. Ist mir beim Schreiben nicht aufgefallen.
Charaktere:

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris: Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder, gerade 18 geworden
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: ist entsetzt

Kapitel 1: Finde dich selbst

Warum hatte ich gerade diesen Namen gesagt?

Nicht nur das ich Marie damit vor den Kopf gestoßen hatte,
sondern selbst einen Gang in der Persönlichkeitsentwicklung ausgelöst habe.
Das konnte nicht sein.
Es war unmöglich.
Der Name der fiel gehörte zu einem Jungen.
Warum so nah vor dem Höhepunkt ?
War ich doch nicht so hetero,
wie ich geglaubt hatte?
Eins wusste ich, um ein paar Antworten zu finden,
musste ich mich der Person stellen,
aber ich wusste nicht wie ich es anstellen sollte.
Sollte ich mit Emilia darüber sprechen?
Nein, ich muss erst Silas ausfindig machen.
Silas….
Ich hatte eine Idee.
Der Entschluss stand und ich ging am Abend dorthin,
wo ich ihn zum ersten Mal getroffen hatte , in den Park…
Aufgeregt wie ich war, was mich wohl erwarten würde,
zog ich meine Jacke an und schnupperte die frische Abendluft.
Bei nah im Jogging-Tempo lief ich schnurstracks in das kleine Wäldchen,
mit den wünderschönen Teichen und
den riesen Bäumen, die den Weg säumten.
Der Wind raschelte in den Wipfeln und ließ mich erzittern.
Nun doch etwas verlangsamt erreichte ich die Bank , wo er gesessen hatte.
Voller Enttäuschung musste ich feststellen, dass die Bank leer war.
Eine Leere durchströmte mich.
Mein einziger Plan den ich hatte, schien im Sand zu verlaufen.
Blind von den wirren Gedankengängen schrie ich in den Wald hinein:
Silas, Wo bist du?
Zeig dich.
Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiilaaaaaaaaaaaas.
Erschrocken vor mir selbst, hörte ich auf.
Auf einmal begann ich mich zu schämen.
Es könnten doch noch andere Menschen im Park sein.
Schließlich schrie ich auch nach einen Jungen.
Nach einer Weile setzte ich mich nachdenklich und
erschöpft auf die Bank und nickte ein.

Wach auf
Gänsehaut und ich erschrak.
Silas?
Ich öffnete meine Augen.
Er stand direkt vor mir.
Fokussierte mich mit seinen eisklaren Augen,
die mich auf eine Art zum dahin schmelzen brachte,
die ich noch nicht kannte und nicht verstand.
Es war mir egal.
Mein Kopf war wie ausgestellt, aber ich wusste was zu tun war.
Küss mich
Fest entschlossen bewegte ich meinen Kopf nach vorne und spürte seine Lippen, die sich auf meine legten.
Energie durchströmte meinen Körper.
Ich schloss die Augen, wollte ich diesen Moment voll und
ganz auf Sinnesebene erleben, genießen und spüren.
Ein Gefühl der völligen Glückseligkeit. Besser als jede Droge.
Es sollte nicht aufhören.
Plötzlich ging alles ganz schnell.
Ich spürte eine Veränderung.
Der Energiestrom ebnete ab und mein Mund wich zurück.
Tatsächlich er war weg.
Er hat mich sitzen gelassen.
Wo war er hin?
Ein noch inhaltslosere Leere durchströmte mich. Kälte.
Nach diesem Kuss hinterließ er mich, mit noch mehr Fragen
und einem pulsierenden Kopf
Hatte ich wirklich einen Jungen geküsst?

Jakob

Seit Stunden dachte ich nur noch daran,
wie Marlon und Marie es miteinander treiben.
In dem Hemd war er so süß und ich hab es gleich, als mein neues Hintergrundbild eingestellt, was mir vielleicht nicht ganz so gut tut,
aber das weiß ich selbst.
Marie und Jakob wie konnte das nur passieren.
Unglaublich.
Je länger der Tag dauerte, desto trauriger und trübsaalblasender wurde ich.
Die Zimmerwände schienen mich zu erdrücken.
Irgendwann hatte ich wenig Kraft.
Ich nahm mein letztes Fünkchen Motivation in die Hand und
ging an die frische Luft. Ich war ein Draußen-Mensch.
Es hat mich schon immer beruhigt in aufwühlenden Momenten raus zu gehen.
Der Weg führte mich auf unerklärlicherweise in den Park.
An diesem Abend gab es wenig zu tun, sodass ich mir viel Zeit nehmen konnte.
Ich mied die Stelle, an der mich Marlon sitzen gelassen hatte.

Gerade als mein Geist die Stille genoss und zur Ruhe kam, hörte ich ein mark-
erschütternden Schrei.
Nach kurzer Zeit erkannte ich die Stimme.
Es war Marlons.
Er brüllte einen Jungsnamen.
Wurde er verletzt?
Ich setzte mich in Bewegung.
Vielleicht braucht er Hilfe.
Gedeckt von den Bäumen näherte ich mich der Richtung,
aus der ich die Stimme hörte.
Es dauerte noch eine Weile bis ich ihn fand,
weil die Schreie weniger wurden und dann ganz verstarben.
Ich sah ihn.
Im selben Moment….

Schock
Wut
Eine gewisse Gleichgültigkeit.
Wie in Trance holte ich mein Handy raus und machte ein Foto davon, wie Marlon einen mir fremden Jungen küsste.
Vergewissernd ob ich mich jemand beobachtet, schaute ich mehrmals nach Links und Rechts.
Wieder ein Schock und leichte Panik durchfuhr mich,
als ich zurück zu Marlon blickte.
Der fremde Junge war verschwunden.
Er schien sich in Luft aufgelöst zu haben.
Etwas an ihm war seltsam.
In diesem Moment wo ich ihn hassen sollte,
überwiegt das Gefühl des Seltsamen.
Unbedingt wollte ich mehr über ihn wissen.
Zwiegespalten ging ich nach Hause.
Zum einen hoffnungslos und traurig darüber,
was ich gesehen hatte und
zum Anderen aufgeregt und unentschlossen,
aufgrund des Jungen und ich hatte dazu ein Foto,
mit dem ich einiges auslösen könnte, aber ich Liebe Marlon zu sehr.
Wenn er sich nicht immer so arschig verhalten würde.
Vielleicht zahle ich es ihm doch heim.
Jetzt wo er noch einen anderen geküsst hat.

Marlon

SMS Marlon: Es tut mir leid, Marie.
Ich weiß zur Zeit selbst nicht was los ,mit mir ist.
Kannst du die Sache für dich behalten?
SMS Marie: Schon gut. Ich erzähle es Niemandem versprochen. Auch wenn du mich ganz schön gekränkt hast.
SMS Marlon: Du hast was gut bei mir.

SMS Jakob: Wie lief das Date?
SMS Marlon. Lief Scheiße. Mir ist was peinliches passiert.
Jakob schreibt…
SMS Marlon : Nachricht wurde gelöscht.
Jakob SMS: Habs Gelesen… Was den?
Marlon SMS: Nicht so wichtig. Bis Morgen
Jakob SMS : Gute Nacht. Mach dir nicht so viele Gedanken.
Marlon SMS: Wenn du wüsstest.

Am nächsten Morgen stoß ich wie gewohnt auf Emilia.
„Guten Morgen Grinsebacke, Du strömst vor Energie und siehst so aus , als würde es seit zwei Wochen nichts mehr zu Essen geben.“
„Morgen. Danke , Du brauchst mich nicht daran zu erinnern, dass ich fertig aussehe. Es war eine harte Nacht.“
„Muss ich dich foltern, oder erzälst du mir was los ist?“

Schön mal wieder von dir zu hören.
Hoffe mal Jakob macht jetzt nichts was er später bereuen könnte. Das Marie das So locker aufnimmt hat mich dann aber doch etwas gewundert…

Danke und weiter gehts, mit einem eher kleinen Part.

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob : 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

_ Was verschweigt er mir._
Ich sehe, es ihm an.
Sie wird sagen, ich sei verrückt.
Einen Jungen geküsst…
Naja, ich hatte ein Date mit Marie, gab ich leise zu.
Das war auch noch nicht mal gelogen.
_Warum sieht er dann so fertig aus? _
Er müsste sich doch tierisch freuen.
Langsam geht mir die Freude, über das Gedanken lesen verloren.
„ Ohhh, tolle Neuigkeit, deshalb sprühst du so vor Energie.“
Ich liebe trotz allem, Emilias beizeiten schlagfertige Ironie.
„Ich habe einfach keine Lust auf Schule.“,
auch das war nicht gelogen.
Langsam kleckerte der Tag vor sich hin,
aber dann kam der erlösende Schlussgong.
Zuhause angekommen hielt ich es nicht lange aus
und zog endlich das Buch wieder aus seinem Versteck.
Seit der Begegnung mit Silas, hatte sich ein unbändiges Verlangen aufgebaut, erneut ein Blick hinein zu werfen.
Noch einmal las ich den Einführungstext.
Auserwählter…
Und wieder Gänsehaut.
Voller Neugierde schlug ich die nächste Seite auf.
Das Glück schien heute auf meiner Seite zu sein.
Es wurden überraschenderweise Buchstaben sichtbar…

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Menschen tendieren dazu sich zu verstecken.
Sie erkennen ihren eigenen Wert nicht, oder akzeptieren ihn nicht an.
Sie verstecken sich vor sich selbst und vor anderen Menschen.
Sie verstecken sich, weil sie Angst haben.
Sie verstecken sich, weil sie Angst vor der Wahrheit haben.
Sie bauen sich eine Illusion auf.
Sie geben jemanden vor, der sie gar nicht sind.
Sie verstecken sich.
Du bist ein Auserwählter.
Du hast deine Gabe gefunden.
Wenn du es schaffst aus deiner Illusion zu brechen,
erkennst du wer du wirklich bist.
Lerne dich selbst kennen und lasse dich nicht von den Anderen einschüchtern.
Schau hin, erkenne und schaffe deine neue Welt.
Schaffe dein wahres Ich.
Dies ist der Anfang und zunächst musst du Lernen mit deiner Gabe umzugehen, als wäre sie ein Teil von dir.

…Schwarz…
Keine neuen Buchstaben.
Das musste ich erstmal sacken lassen.
Ausatmen….
Wovor verstecke ich mit?
Eine Frage , die sich in meinen Kopf gesetzt hat, wie eine Zecke in ihr Opfer.
Also ist meine Fähigkeit das Gedanken lesen.
Gut, soviel Klarheit hatte ich jetzt.
Was bedeutet das für meine Mitmenschen und für mich?
Früher oder später musste ich mit Silas, meinem Mentor darüber sprechen, da das Buch kein Aufschluss darüber gab.
Erschöpft schlief ich schnell ein und ein neuer Tag brach an.

„Guten Morgen , Marlon.“
„Morgen.“
„ Heute so gut gelaunt?“ fragte mich Doris.
„ Ja hab geschlafen, wie ein Baby.“
Nachdem Frühstück war es Zeit für die Schule.

In einer Pause traf ich zufällig auf Jakob.
„ Hi Marlon.“
Meine Konzentration lag auf seinen Gedanken.
Doch, es schien nichts anzukommen.
Das muss ich wohl nochmal üben.
Ich beließ es vorerst damit.
„Hi , Jakob.“
„Lust mal was zu unternehmen?“
Ich bemerkte, dass es ihm wohl sehr schwer fiel, mich zu fragen, aber warum?
„ Klar, Wann hast du Zeit?“
„ Morgen 19:00?“
Es war Freitag und ich hatte nichts vor, also stimmte ich zu.
Ich freute mich darauf, da mir Jakob ans Herz gewachsen mehr und
wir viel zu wenig miteinander Zeit verbringen.
„Treffen wir uns am Eingang vom Park?“
„Geht klar“
„Cool, Bis dann. Muss zur nächsten Stunde.“
„Bis dann.“

Abends schickte ich ihm noch eine SMS.
SMS Marlon: Morgen geht alles klar? Ich freue mich darauf.
SMS Jakob: Geht klar. Ich mich auch.
SMS Marlon: Schlaf gut.

Jakob

Wie konnte ich mich nur mit Marlon verabreden.
Es war eine Schnapsidee, so kurz nachdem Date mit Marie,
aber es ist sowieso kein Date.
Zumindest nicht für ihn.
Es war so schwer meinem Schwarm unauffällig nach einem Treffen zu fragen.
Als er zusagte durchströmte mich eine Welle der Erleichterung, aber es machte sich sofort Nervosität breit, wie es wohl werden würde.
Sie wuchs von Stunde zu Stunde.
Schon war Freitag.
Auch wenn es nur ein normales Treffen war, ließ ich es mir nicht nehmen mich schick anzuziehen und holte eines meiner besten Hemden aus dem Schrank und nahm sogar ein bisschen Haar Gel, um meine Frisur zu stabilisieren.
Freitag….18:30h.
Schnell zog ich meine Schuhe an und
machte mich auf den Weg zum verabredeten Treffpunkt.
Pünktlich um 19:00h stand ich am Parkeingang.
Marlon war noch nicht da.
Nervös lief ich hin und her und versuchte mir die Zeit tot zu schlagen.
10 Minuten vergingen und ich schaute auf mein Handy.
Keine SMS von Marlon, dass er später eintreffen würde.
Meine Ungeduld stieg.
Er würde mich doch nicht nochmal sitzenlassen, das hat er mir versprochen aber dann wüsste ich, wie wenig Marlon wirklich von mir hielt.
Nach einer halben Stunde voller Gedanken hielt ich es nicht mehr aus und verfluchte Marlon dafür, dass er nicht erschienen ist.
Wie kann er nur.
Es brachte mich zurück, auf den Boden der Tatsachen und ich musste mich beherrschen, nicht loszuheulen.
Nach langem hin und her und geistiger Zerrissenheit verließ ich traurig und mit einem noch nie zuvor gespürten Gefühl der Einsamkeit den Ort und trat den Heimweg an.
Doch soweit sollte ich nicht kommen.
Da ich zur Beruhigung noch etwas gehen wollte, nahm ich einen Schleichweg durch den Park, fernab der Hauptwege, wo nicht mehr so viel los ist.
Nach einiger Zeit bemerkte ich etwas, am Wegesrand.
Lustlos trat ich näher.
Es war eine zerfetze Jacke.
Merkwürdig.
Langsam überstieg die Neugierde meine Traurigkeit und ich beschloss das Terrain etwas näher unter die Lupe zu nehmen.

Hinter einem Baum fand ich zu meiner Überraschung auch etwas.
Eine Person lag da, mit viel Blut überall.
Ich erschrak.
Die Person die da lag, war meine Verabredung.
Marlon.
Aller Ärger war vergessen. Ich musste handeln.
Mein Traummann schien Bewusstlos zu sein,
aber ich fühlte, Gott sei Dank, noch einen Puls.
Schnell zückte ich die Nummer und wählte den Notruf.
Er wurde ins Krankenhaus gebracht und untersucht.
Ich wusste Marlons Adresse und gab sie weiter, damit seine Mom informiert werden konnte.
Was war bloß geschehen?

Findet ihr Jakobs Verliebt-Sein süß, oder zu viel des Guten?
Ich bin mir da etwas unischer( sofern es überhaupt Leser gibt xd)

Marlon: 19 Jahre alt, hat ein Buch gefunden, Gedankenleser?
Jakob: 16 Jahre alt, verliebt in Marlon
Doris : Mutter von Marlon
Erik: Jakobs älterer Bruder
Emilia: beste Freundin von Marlon
Marie: Klassenkameradin von Marlon

KAPITEL 1 FINDE DICH SELBST

Marlon

10 Minuten vor verabredeter Zeit stand ich fertig und gut gelaunt
an dem kleinen Eingangstor und war zugegebener Maßen etwas verwirrt.
Nachdem Kuss, auch wenn er nicht von Jakob war,
konnte ich die Situation nicht mehr klar einordnen.
War es nur eine ganz normale Verabredung unter Freunden ,
oder so etwas, wie ein Date?
Dieser Gedanke machte mir Angst und ich schob ihn beiseite.
Ich wollte nichts von Jungs und ich war nicht schwul,
bi, oder sonst irgendetwas, wobei der Kuss mit Silas einfach nur schön war.
Eins musste ich jedoch feststellen,
nämlich dass ich wenig über Jakob wusste,
obwohl wir uns jetzt schon einige Zeit kannten
und ich mich auf dieses Treffen freute.
Jakob zeigt eine sehr angenehme Persönlichkeit,
die es verdient hat, näher kennengelernt zu werden.
„Maaaaaarlon“
Ein Schrei.
Jemand rief nach mir.
Es war Maries Stimme.
Was tat sie hier?
10Minuten blieben mir, also ging ich schnell zu ihr.
Vielleicht war es was Wichtiges.
Immerhin hat sie mir verziehen,
und ich musste nicht lange suchen,
da der Park um diese Uhrzeit ziemlich leer war.

„ Schön, dass du her gekommen bist.“
Ein böses Lächeln huschte über ihr Gesicht.
Irgendetwas stimmte hier nicht.
Und zwar ganz und gar nicht.
Ein Gefühl der Angst machte sich breit.
Mein Gefühl sollte bestätigt werden.
Sie umhüllte sich in Schweigen.
Du wirst für deine Taten bezahlen.

„ Was ist hier lo….“Weiter sollte ich nicht kommen.
Es packte mich jemand von hinten und nahm meine Arme,
sodass ich Marie schutzlos ausgeliefert war.
Ich war zu überrumpelt, um irgendetwas dagegen zu tun.
„Bleib ruhig und es wird nur ein bisschen weh tun.“
Es war Erik.
Der erste Schlag ging in die Magengrube.
Es folgten mehrere Tritte.
Schreien war nicht mehr möglich.
Schmerz.

Plötzlich sah ich ein Messer.
Panik, dass würden sie nicht tun.
Oder doch?
Die Schmerzen verhinderten, dass ich mich
auf ihre Gedanken konzentrieren konnte.
Marie schien sich rächen zu wollen.
Wieso Erik?
Was hatte er gegen mich?
Gedankengänge innerhalb von Sekunden Bruchteilen.
Dann wieder Schmerz.
Sie haben mir das Messer in die Schulter gerammt.
Blut.
Immer mehr Blut.
Qualvolle Schmerzen.
Emotional und körperlich.
Noch ein Stich und noch einer.
Meine Gedanken sprangen zwischen den Personen,
die ich am Meisten liebte hin und her,
bis ich gar nichts mehr denken konnte.

Meine bis dato sogenannten Freunde schienen auf einmal von mir abzulassen.
Ich erkannte sie nicht wieder.
Was ist aus Ihnen geworden?
Ein heftiger letzter Schmerz durchfuhr mein Leib und
mich verließ die Kraft nach und nach.
Zuerst langsam, dann immer schneller,
sodass ich nicht genügend Zeit hatte dagegen ankämpfen zu können.
Nicht nur die kraft verließ mich , auch die Hoffnung nach Hause zu kommen.
Gib nicht auf.
Es ging nicht anders.
Zuviel Blut in zu kurzer Zeit verloren.
Unverhofft und unvermittelt umgab mich die Dunkelheit.
Mein Körper sackte auf den Boden, wo ich regungslos liegen blieb.
Nichts war mehr zu spüren.
Nur noch leere und schwarze Bewusstlosigkeit.

Daaa
Ein Körpergefühl.
War ich im Himmel?
Langsam öffnete ich meine Augen.
Geparkt, war ich in einem Bett.
Ein Krankenhausbett.
Ich habe überlebt.
Ausatmen.
Gefühle des Glücks und des Schmerzes durchzuckten mich gleichzeitig.
Erst einige Momente später realisierten meine Augen,
dass noch zwei weitere Personen im Raum waren.
Zu meiner Überraschung waren, dass nicht Emilia oder Mom ,
sondern Jakob und Silas.

Jakob lag mit seinem Kopf auf seinem Arm und hielt wohl ein Nickerchen.
Während Silas hinter ihm stand und mir ein Lächeln zu warf.
Willkommen zurück. Es freut mich, dich bei Bewusstsein zu sehen.
Inzwischen sind Sommerferien.
Du warst mehrere Wochen lang bewusstlos.
Jakob hat dich gefunden und versucht so oft es geht, bei dir zu sein.
Bevor du fragst, ich habe nichts damit zu tun.
Marie woll……

„ Ohhh, Du bist wach.“

Eine Träne kullerte über Jakobs Wange und
auch Marlon stand kurz vorm Heulen.
Silas?
Silas war weg.
Aufgelöst, oder durch die Tür gegangen.
Es fällt mir schwer mich zu konzentrieren,
mit so viel Eindrücken direkt nachdem Aufwachen.
Was wollte mir Silas noch sagen?
Egal.

„ Jakob, Danke, dass du mich gerettet hast.“
Sprechen gelang mir nur unter schwersten Bemühungen
und ich sank gleich erschöpft in mein Bett zurück.
„ Kein Problem. Ich werde eine Krankenschwester rufen und deiner Mama schreiben.
Sie ist schon halb krank vor Sorge, konnte aber nicht die ganze Zeit hier sein.“
Voller Dankbarkeit, nickte ich ihm zu und schlief wieder ein.

Bei Marie hatte ich ja fast schon so eine Vermutung. Aber Erik? Hat er vielleicht herausgefunden, dass dein kleiner Bruder auf Marlon steht und wollte ihn deshalb aus dem Weg räumen? Oder steckt da evtl. mehr dahinter?