Die Herrschaft des Feuers

Von außen betrachtet muss es aussehen, als wäre das Duo eine multiple Persönlichkeit, welche wechselseitig eine HdFcon mit sich selbst ohne HdF durchführt — eine Sache, die man durchaus erst einmal schaffen muss!

Winderland… Äh… na ja, das mit “u” ist bestimmt markenrechtlich von Mr. Gold geschützt.

Das Déjà-vu hast du wahrscheinlich zu recht. Wir hatten an anderer Stelle einmal eine ähnliche Unterhaltung. Und ja, die Quintessenz dessen, was du gesagt hast, habe ich, so glaube ich, verstanden, wenn auch nicht den Absatz als solchen Wort für Wort :wink:

Zeitschleife… Könnte sein… Stellst du seit gestern immer noch jedes Mal, wenn der Stundenzeiger die drei erreicht, diesen auf die zwei zurück? Dann muss ich leider sagen: Ja.

Da musst du mir erst einmal das Gegenteil beweisen! :stuck_out_tongue:

Wem sagst du das…? Der Autor hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, dass sich von ihm ersonnene Geschichte einmal weniger langweiligen Gefilden zuwenden würde…

Meinst du? Das war nicht einmal beabsichtigt :smiley: Wenngleich ich den beiden Charakteren doch jeweils einige Charaktereigenschaften zurechnen würde. Wobei ich immer versuche, deren positive und negative Aspekte in etwa auszugleichen, soweit es der bisherige Charakter und der Plot hergeben.

Ich kann dir noch folgen, durchaus. Ich folge dir sogar überall hin. Jetzt, wo wir schon etliche Kilometer im Wi(!)nderland zurückgelegt haben, kann in der Realität auf dem Weg doch nichts allzu schlimmes mehr liegen :smiley:

Liebe Grüße,
Zuri

Ich muss sagen, ich bin gerade ziemlich im Flow und deshalb gibt mein Schreibblock noch ein paar beschriebene Seiten her. Und brave Phrasenwesen werden belohnt. Also jetzt schon einen Tag später ein neues Kapitel!

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Es waren noch nicht allzu viele Leute dort. Ein paar Jugendliche standen in Gruppen zusammen und unterhielten sich oder halfen beim Aufbau von Tischen, Sitzgelegenheiten, dem Zelt sowie der Bühne. Sie traten hinzu, wurden beiläufig begrüßt und fragten, wo sie zur Hand gehen könnten.
“Ja, gerne.”, war die Antwort.
Also fassten sie einfach dort mit an, wo sie gerade waren, froh darüber, auch einmal etwas zurückgeben zu können. Als Molly die ihr angebotene Hilfe ausgeschlagen hatte, war ihnen das schon etwas unangenehm gewesen bei all dem Guten, was ihnen zuteilwurde. Außerdem gefiel ihnen die lockere, zwanglose und unkomplizierte Art der Jugendlichen, die sie wie zwei von ihnen behandelten und nicht wie prominente Ehrengäste einer weitgereisten Delegation eines befreundeten Reiches.
Die Arbeit ging mit den vorhandenen Händen schnell und leicht vonstatten und nach und nach trudelten mehr und mehr Dorfbewohner ein. Die untergehende Abendsonne färbte den Horizont orange und das Fest setzte sich langsam in Gang. Eine Band spielte Musik und die Leute begrüßten sich freundlich. Auch Molly kam, nachdem sie “ein paar Mitbringsel” ins Buffet eingereiht hatte.
Schließlich erschien auch der Bürgermeister. Er eilte rasch die drei Stufen zur Bühne, auf welcher die Band spielte, hinauf, um ein paar Worte an die Festbesucher zu richten.

“Liebe Freunde, werte Gäste,
bald beginnt der Sommer —
die Zeit der Aussaat ist beendet;
ihr alle habt wieder hervorragende Arbeit geleistet.
Dank euch allen geht es uns gut und
wir werden eine gesegnete Ernte haben.
Danke auch speziell heute an
Chonelle und Christoff
für den Kuchen und das ganze Fleisch für später
Ebenso an Chavanna”
Er blickte zu Molly, die offenbar gemeint war und somit diesen sonderbar klingenden Namen trug.
“Wir wissen alle, dass deine Suppen ein wahrer Gaumenschmaus sind!
Genießt das Fest, Leute!
Ich wünsche allen viel Spaß!”

Während sie sich mit Chavanna und ihrer Tochter Chloe unterhielten, kam irgendwann der Bürgermeister herüber und gesellte sich zu ihnen.
“Tut mir leid. Ich wurde eben noch von Kollegen aufgehalten. Lokalpolitiker…”
Er schmunzelte.
“Jetzt können wir ja alle freier sprechen als sonst im Alltag, wo man dann doch an
die eine oder andere Höflichkeitsfloskel gebunden ist. Ich hoffe, ich war euch heute morgen nicht zu förmlich. Heute wird viel Bier fließen und ausgelassen gefeiert. So können wir die Förmlichkeit und Hierarchie für heute Abend unter den Tisch fallen lassen.
Nun wöre ich mal interessiert, wo euch euer Weg alles vorbeigeführt hat und wie ihr letztendlich zu uns gefunden habt. Wenn ihr danach Fragen habt, nur zu: Stellt sie. Ich bin dann gerne bereit, sie zu beantworten.”
Das Gespräch ging einige Zeit munter hin und her, bis der Bürgermeister — Jason hieß er — sich für einen Moment entschuldigte.
“Chavanna, sag mal, wie hat es Jason geschafft, mit — wie alt ist er?”
“19”
“mit 19 — wow — Bürgermeister zu werden?”
“Oh, genau genommen ist er stellvertretender Bürgermeister. Er vertritt seinen Vater.”
“Ahso, durch seinen Vater…”
“Mit Verwandtschaft hat das Ganze allerdings nichts zu tun. Jason wurde zum Stellvertreter gewählt. Die Stimmen des Jugendrates gaben den Ausschlag. Er und sein Vater sind wirklich beide sehr beliebt und Jason hat wirklich das Zeug dazu.”

Bevor die Müdigkeit gnadenlos zuschlägt, beschließt PhrasenwesenA nachzusehen und zu kommentieren, was es in Vollendung seiner gespaltenen Persönlichkeit aktuell mit PhrasenwesenZ im Winderwonterland so erlebt hat…

Ich wusste doch, wir hatten das Thema schon mal. Es kam mir gleich so bekannt vor, nur war ich mir nicht sicher, ob wir zwei das waren oder mein Freund (nicht Vreund :smiley:) und ich. Aber ich glaub, mit dem hab ich mich auch schon zu solch abwegigen Überlegungen hinreißen lassen ^^

Reicht es nicht, wenn ich es nicht als Strafe empfinde? :slight_smile:

Ja, und ich finde, gerade in den letzten Kapiteln hast Du das schön und kontinuierlich hinbekommen. Interessanterweise wirkt PhrasenwesenA hier ziemlich skeptisch, während sein Pendant in der realen Welt recht leichtgläubig ist…

Voller Freude über den Tatendrang des Autors, aber immer in der Hoffnung, diesem nicht das Gefühl zu geben, er befände sich unter Produktionsdruck, zeigt sich PhrasenwesenA weiterhin fleißig und blättert eine Seite weiter.

Aha, das Fest kommt langsam, Stück für Stück, in Gang. Die Protagonisten werden in Szene gesetzt und die Akteure vorgestellt. Ich stelle fest, dass meine mehr oder weniger subtile Vermutung, es könne sich bei den Dorfbewohnern in Wahrheit um Kannibalen handeln, vorerst nicht zuzutreffen scheint…
Wie schade, dass quasi mitten im Geschehen schon wieder Schluss war. Da kann ich nur hoffen, dass der Flow noch ein bisschen bleibt ^^

LG, Arokh

Mist! Das wurmt mich jetzt :cry:

Siehst du: Da ist mir ganz klar ein grober Fehler unterlaufen.

Kleine Ankündigung: Das Schreiben des übernächsten Parts hat mir tierischen Spaß gemacht. Bin gespannt, wie du die besagte Szene dann finden wirst :wink:

Ich hab noch zwei Parts geschrieben, keine Angst :wink:

PhrasenwesenZ öffnet sein Worddokument und kopiert den nächsten Part ins Antwortfenster, deckt PhrasenwesenA zu, welches auf dem Sofa eingeschlafen ist und legt ihm die gedruckte Fassung des aktuellen Parts zwischen die Seiten des HdF-Buchs, welches PhrasenwesenA als Requisit aus dem Schlafzimmer eines seiner Charaktere hat mitgehen lassen, um selbst zu sehen, wie es bei HdF weitergeht.

Lg, Zuri

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PhrasenwesenA, welches dem Gespräch nur mit einem Ohr lauschte, entdeckte auf einmal einen Neuankömmling: Ein junger Mann, Anfang 20, mit orange-rotem, fast kupferfarbenem Haar, vollkommen ebenmäßiger Haut und einem ansteckenden Lächeln. Das Phrasenwesen war einen Moment lang hin und weg.
Als sich Chavanna ihrer Tochter zuvandte, zog es seinen Begleiter ein Stück beiseite.
“Siehst du diesen umwerfenden Typen da?”
“Ja. Er scheint es dir ja ziemlich angetan zu haben.”
“Ups! Habe ich das etwa gerade laut gesagt?”
“Ja, hast du. Aber ich kann dich beruhigen: Ich kann’s bestätigen.”
Der Jüngling stoppte kurz und schaute sich um. Dann ging er auf eine Frau mit
nahezu orangenem, leicht gelocktem Haar — offenbar seine Mutter — zu und begrüßte sie mit einer Umarmung.
“Hast du eine Idee, wer das sein könnte?”
“Nein, keine Ahnung. Wahrscheinlich nur einer der Dorfbewohner.”

Sie hatten eigentlich Chavanna fragen wollen, aber in diesem Moment kehrte Jason zurück.
“Tja, nicht einmal hier bleibt man von der Arbeit verschont. Ich bin froh, wenn mein Vater bald zurück ist. Nichts gegen die Arbeit und vor allem nichts gegen unser Dorf, aber es ist doch schon ziemlich anstrengend, immer präsent zu sein und sich um so vieles zu kümmern. Wahrscheinlich werde ich das später tagtäglich machen, aber noch nicht jetzt. Ich stehe noch ganz am Anfang und hab noch viel zu lernen.”
“Ach Jason, du machst das jetzt schon echt klasse. Dein Vater kann stolz auf dich sein. Das werde ich ihm auch so sagen.”, teilte Chavanna ihm mit.
“Danke Chavanna, übertreib mal nicht.”, erwiderte Jason, sichtlich errötend.

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“Zuri?”, meldete sich da auf einmal Chloe zu Wort.
“Hmmm?”
“Ich würde dich gerne für einen Moment entführen, okay? Ist nichts schlimmes. Ich möchte dir nur kurz etwas zeigen.”
“Okay.”

Sie verließen das Fest und gingen ein Stück durch den Wald. Dann lichtete sich das Unterholz und gab den Blick auf eine von hohen Büschen umrahmte Stelle an einem See frei. Vor ihnen befand sich eine Bank. Sie setzten sich. Einen Moment lang schwiegen beide.
Dieser Ort war wunderschön. Die Nacht war sternenklar und es war ruhig hier. Sehr ruhig. Das Phrasenwesen fragte sich: Warum hatte Chloe es an diesen Ort geführt? Wollte sie ihn ihm wirklich nur zeigen? Dann hätte sie sicherlich das andere Phrasenwesen auch mitgenommen. Es sei denn… wahrscheinlich wollte sie ihm etwas sagen. Aber was? Es beschloss, dem Mädchen den Vortritt zu lassen.
Schließlich hatte Chloe es hier hergeführt. Sie würde schon mit der Sprache herausrücken.

“Zuri…”, begann sie unsicher. “Versteh mich nicht falsch, ihr seid beide toll. Wir drei hatten heute Abend viel Spaß, auch wenn ich nicht viel gesagt habe. Aber ich habe beobachtet.”
“Was hast du beobachtet? Ganz ruhig. Alles okay.”
“Euch. Dich. Also erst sollte ich Chonelles Sohn zum Manne nehmen, doch er liebt eine andere. Christoffs Sohn ist ein Jahr jünger, aber grob. Er kann nichts dafür, aber meine Mutter würde mich nicht mit ihm verheiraten, auch wenn sie gut mit Christoff befreundet ist. Dann blieb noch Jason, aber der geht jetzt auch nicht mehr.”
Sie hatte immer schneller gesprochen und ihre Stimme war dabei immer dünner geworden. PhrasenwesenZ kam ein Verdacht… Sie war gute drei Jahre jünger als es. Konnte sie das meinen?
“Chloe, was willst du mir damit sagen?”

Aber nicht doch, ich kann ja ein bisschen jammern, wenn es Dir gefällt :smiley:

Ach was, ein bisschen Skepsis schadet nicht. Ich sehe es als Persönlichkeitserweiterung. Außerdem wäre es gruselig, wenn das Pendant in der realen Welt 1:1 in der Geschichte auftaucht O.o
Hey, da bin ich ja mal sehr gespannt, was Deine Ankündigung für den Teil betrifft… Ich habe keine Vorstellung, was mich da erwartet.

PhrasenwesenA wacht geraume Zeit später auf und macht zwei ganz unterschiedliche Feststellungen. Die angenehme: Jemand hat es sehr fürsorglich zugedeckt und vor einer Unterkühlung in der inzwischen dunklen Showhalle bewahrt. Die unangenehme: Es hat beim Schlafen gesabbert und dem Sofa mit diesem Fleck einen überaus zweideutigen Touch verpasst. Schnell will es das Maleur herunterspielen und stattdessen eine weitere Seite im HdF-Buch lesen – jetzt wo es im Kerkerturm gerade unerträglich spannend wurde – da stellt es fest, dass die gedruckte Fassung des neuesten WtF-Parts dort zu finden ist. Mit einem seligen Lächeln bei dem Gedanken an seinen wohlbekannten Gönner beginnt es zu lesen…

Huiii, das klingt aber wirklich nicht schlecht. Vor allem gegen ein ansteckendes Lächeln hab ich nie etwas. PhrasenwesenA ist hier absolut zuzustimmen ^^ Sehen/lesen wir noch mehr von dem geheimnisvollen Fremden?

Ja, was scheint sie damit wohl sagen zu wollen? Ist es das Offensichtliche, wonach es aussieht? Oder kommt jetzt ein Plottwist, mit dem man nicht rechnen könnte…

Am Ende finden unsere beiden Phrasenwesen noch ihre Traumpartner im Winderland und kehren gar nie mehr zurück O.O

PhrasenwesenA will noch mehr lesen, aber das Notizblatt ist am Ende angelangt und irgendwie kann es die Fortsetzung nicht finden. Noch während es sich fragt, ob das schon alles gewesen ist, vernimmt es ein verräterisches Zischen, dem ein beißender Geruch folgt. Aus den Augenwinkeln sieht es, wie sich sein Hund von dem gemütlichen Platz neben ihm in sein Körbchen verzieht. „Alles klar“, denkt sich PhrasenwesenA kopfschüttelnd, „läuft vor seinen eigenen Ausdünstungen davon“. Schließlich kehrt PhrasenwesenA dem Nebel des Grauens ebenfalls den Rücken und verlässt den Platz vorerst, in der Hoffnung, bei besseren Luftverhältnissen zurückzukehren und evtl. einen neuen WtF-Teil vorzufinden…

LG, Arokh

Bitte, bitte. Nur zu :stuck_out_tongue:

Passt denn wenigstens das panische und aufopfernde?

Hab ich damit echt unser beider Geschmack getroffen? Gute Voraussetzung :slight_smile:

[i]Ein Mitarbeiter, der die Bühne umdekorieren soll, aber gar nicht weiß, wofür, da die letzte HdFcon schon ewig her ist und auch der Wortmaler nichts hat von sich hören lassen, betritt die Bühne. Er entscheidet sich, das Sofa an die Seite zu schieben, um dann die großen, sperrigen Requisiten auf die Bühne bringen und bereits eine Hälfte dekorieren zu können. Als er an das Sofa tritt, macht er eine interessante Feststellung…

“Sag mal, dieser Arokh und dieser Zuri”
“Ja, was ist mit den beiden?”
“Die waren doch gestern Abend auf der con-Bühne”
“Genau, Zuri hatte den Schlüssel besorgt. Er sagt, Alex sei damit einverstanden. Hab den jetzt nicht extra angerufen.”
“Ich glaube nicht, dass die was für die HdFcon gemacht haben.”
“Wie…?”, der andere bekommt große Augen, als er ahnt, worauf der andere hinaus will.
“Komm, ich muss dir was zeigen”
Das ließ sich sein Kollege nicht zweimal sagen.[/i]

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“Ihr beide seid toll, aber dich wollte ich fragen, ob du mich zur Frau nehmen willst.”
Schon seltsam: Wir befinden uns in einer mittelalterlichen Fantasywelt und hier hält also die Frau um die Hand des Mannes an… Ein Matriarchat lag aber nicht vor — das bewies der Bürgermeister., dachte sich das völlig überrumpelte Phrasenwesen. Wahrscheinlich war das ein Vorabcheck der Möglichkeiten. Sie würde mit ihrer Mutter reden und der Mann musste ganz klassisch um die Hand der Tochter anhalten.
“Äh…”, stotterte das Phrasenwesen. Irgendwie tat sie ihm leid, doch es konnte ja nicht aus seiner Haut.
Chloe begann zu weinen.
“Was ist an mir, dass du dir das so gar nicht vorstellen kannst?”, schluchzte sie.
“Chloe, ich bin schwul.”
Stille trat ein. Chloe musste das erst einmal verarbeiten. Es lag nicht an ihr, aber vielleicht dachte sie, sie habe sich damit lächerlich gemacht. Abgesehen davon wusste PhrasenwesenZ nicht, wie man hier zu Homosexualität stand. Eine Zeit lang hingen beide ihren Gedanken nach.
“Okay”, schniefte Chloe dann, erhob sich und wischte sich die Tränen aus den Augen. “Lass uns zum Fest zurückkehren.”

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“Du kannst dir nicht vorstellen, was ich gerade gesehen habe!”
“Kann kaum so überraschend sein, wie das, was mir gerade passiert ist.”
“Also wenn ich Chloe so ansehe und nicht wüsste, dass du schwul bist, würde ich sagen, ihr hattet gerade was miteinander und sie ist vergeben.”
“Ey! Na ja, so ähnlich.”
“Was, echt?”
“Na ja, also sie sucht einen Mann. Ich musste ihr einen Korb geben. Offenbar drängt bei ihr die Zeit.”
“Ihr seht beide sehr geflasht aus.”
“Lach nicht. Irgendwie tut sie mir leid.”
“Mir tut sie auch leid, sorry.”
“Hmmm… Es muss doch irgendwie möglich sein… Was ist mit deinem Rotschopf von vorhin?”
“Das wollte ich dir ja gerade sagen: Den kann ich vergessen.”
“Oh, tut mir leid. Also ist er doch nicht schwul.”
“Doch. 100%ig.”
PhrasenwesenZ zog eine Braue hoch.
“Ich wollte mich vorhin im Gebüsch erleichtern, da habe ich ihn mit Jason gesehen. Knutschend.”
“Ups, schade für dich.”
“Ja, aber sie sind wirklich ein glückliches Paar die beiden…”

“Dann interessiert mich einmal mehr, wie man hier zu Homosexualität steht…”

PhrasenwesenA traut sich nicht wirklich zur con-Halle und blickt sich nervös zu allen Seiten um. Anscheinend ist durch irgendwelche Umstände ein eigenartiges Gerücht in Umlauf gebracht worden. „Vielleicht hätte ich gestern doch nicht so kopflos davon stürmen und noch sauber machen sollen“, vermutet es, „ich glaube, irgendwas wichtiges habe ich auf dem Sofa vergessen…“ In einem günstigen Moment schleicht PhrasenwesenA sich an das Pult auf der umdekorierten Bühne, schnappt sich eine Kopie des neuesten Parts und verzieht sich in eine dunkle Ecke, wo es für den Moment nicht gesehen werden kann und beginnt zu lesen.

:laughing: Herrlich, PhrasenwesenZ bekommt einen Heiratsantrag und macht sich über gesellschaftspolitische Gegebenheiten Gedanken.

Auch wieder so wahr: dem guten Phrasenwesen wurde gerade eine Offerte gemacht, man sammelt noch seine Gedanken, hat noch ÜBERHAUPT nichts dazu gesagt (bis auf “äh”) und schon heißt es „Ich bin Dir doch völlig egal“ … na ja, so ähnlich jedenfalls (nehmen wir die Tatsache, dass es ja tatsächlich so ist, einfach mal beiseite).

Oh… das war wohl nix, da bleiben wohl doch wieder nur die Träume…

Ja, das ist ja ein Ding, da sind der junge Bürgermeister und der hübsche Jüngling ein Paar. Tja, sind sie das ganz offen oder im Geheimen? Ich vermute mal, der nächste Teil wird es zeigen.
Tja, also doch keine Traumpartnerschaften auf Knopfdruck… Dann eben auf die Mission zurück und weiter in Richtung Ausgangssuche aus dem Winderland…

LG, Arokh

PS: Respekt, Du hast die Vorlage wirklich auf sehr amüsante Weise genutzt, hatte da echt was zu lachen :laughing:

[i]PhrasenwesenZ betritt die con-Bühne. Die beiden Requisitenaufbauer schrecken herum.

“Zuri, das hätten wir jetzt ja nicht gedacht.”
“Hm? Was?”, das angesprochene Phrasenwesen schien verwirrt. Zwar kannten es einige der Mitarbeiter, aber es kannte sie kaum.
“Dass du die con-Halle für andere Zwecke benutzt.”
“Achso, das” beide Mitarbeiter lachten “ja, das war in der Tat nicht für eine HdFcon. Mag sein, dass die letzte wirklich die letzte war, wer weiß. Wollen wir es mal nicht hoffen. Aber Alex hat bisher keine neue geplant. Mit ihm ist aber abgesprochen, dass wir sie in der Zwischenzeit anderweitig nutzen dürften.”
“Anderweitig…”, der Mitarbeiter macht sich nicht einmal die Mühe, sein süffisantes Grinsen in Richtung seines Kollegen zu verbergen, welcher sich nur mühsam davon abhalten kann, loszuprusten.
Dem Phrasenwesen wird es zusehends unangenehm. “Äh… wir haben was für WtF gemacht. Also die tertiäre Story, ihr wisst schon.”
“Ja, nee, ist klar” Sie lachen lauthals. “War’s schön?”
“Äh… was?”
“Na du und Arokh!”
“Wir haben nicht… Wie kommt ihr denn darauf?”
“Erzähl uns doch nichts! Ist doch nicht schlimm.”
“Ich muss mich vor euch mit eurem Pubertierendenhumor nicht rechtfertigen. Selbst wenn es so wäre, würde ich euch das als letztes sagen. Viel Spaß noch mit euer blühenden Fantasie”

Es verlässt die Bühne, nur um die Halle kurz darauf von der anderen Seite wieder zu betreten, die im Schatten liegt. Es lässt sich neben seinem Freund an der Wand auf den Boden sinken, welcher gerade das nächste Kapitel gelesen hat und drückt ihm ein paar neue Seiten hin die Hand. Dank des Schattens kann PhrasenwesenA nicht sehen, wie rot PhrasenwesenZ geworden ist.[/i]

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Na klar, so bin ich :wink:

Ich hoffe, du bist jetzt nicht zu sehr enttäuscht, aber Hauptcharaktere sollen sich ja möglichst nur im Sinne von langfristigen Zielen verändern… :wink:

Ich hab übrigens noch eine Vorlage verarbeitet:

LG Zuri

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“Also wenn die einigermaßen authentische Mittelalterleute sind…”
“Na ja, wenn ich mal an einige Zivilisationen aus Star Trek denke, war da der technologische Fortschritt teilweise keineswegs analog zu dem, was wir von der Erde kennen.”, wandte PhrasenwesenA ein.
“Also Chloe erschien nicht, als wäre das an sich schlimm für sie.”
“Sie wirkte sehr fertig.”
“Aber ich denke, nicht deshalb.”
“Dann mal sehen, ob sie eine Ausnahme ist.”

Ihre Frage wurde auch sogleich beantwortet, als sie zu Chavanna und Chloe zurückkehrten: Jason und sein Freund standen bei ihnen. Einer der beiden hatte dem anderen den Arm um die Schultern gelegt und sie lachten gerade herzhaft über einen Witz, den Chavanna gemacht haben musste.

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Später in der Nacht lagen beide noch wach in den Betten, die ihnen Chavanna im Gästezimmer bereitgestellt hatte.

“Du, Zuri?”, fragte das Phrasenwesen, das nicht Zuri hieß.
“Hmmm?”, machte das Phrasenwesen, das Zuri hieß und fast am Einschlafen war.
“Porundia — Das klingt spanisch.”
“Wieso kommt dir das spanisch vor?”
“Nein, ich meine die Sprache.”
“Frag mich doch nicht; ich hatte nur Französisch. Könnte doch genauso gut Italienisch sein. Hattest du Spanisch in der Schule?”
“Vielleicht. Aber so schwierig ist das nicht herzuleiten.”
“So? Dann lass mal hören.”
“Fangen wir mal von hinten an: ‘dia’ bedeutet ‘Tag’. Siehgt man ja bei ‘buenos dias’.”
“Okay, klingt logisch. Aus dem Bauch heraus hätte ich sowas wie ‘Bild’ oder ‘Folie’ erwartet, wie bei ‘Diaprojektor’.”
“Ich vermute jetzt mal, dass das eher im Italienischen so verstanden wird.”
“Meinetwegen.” Das Französischphrasenwesen setzte einen gespielten Schmollmund auf.
“‘un’ ist auch nicht schwierig, Zuri.”
“Okay, wenn ich nicht völlig falsch liege, wird das in allen romanischen Sprachen mit minimalen Abweichungen in Schreibweise und Aussprache dasselbe bedeuten und stellt demnach einen Artikel oder Numeral dar. In seiner Grundform im masklinen Kasus und im Kasus Nominativ.”
“Hey!”, rief da das Spanischphrasenwesen aus. “Wer gibt hier an!?” und knuffte den Linguistikangeber freundschaftlich in die Seite.
“Und dann haben wir noch ‘por’ übrig. Da würde ich tatsächlich auf Französisch zurückgreifen.”
“‘Für’?”
“Genau.”
“Also ‘Für einen Tag’?”
“So sieht’s aus. Kann aber auch sein, dass ich da zu viel hineininterpretiere und Zusammenhänge sehe, die gar nicht da sind.”
“Du wärst ein guter Verschwörungstheoretiker”, lachte das Phrasenwesen, das Zuri hieß, bis das Phrasenwesen, das nicht Zuri hieß, dieses gespielt böse anschaute.
“Und was könnte jetzt ‘Für einen Tag’ für uns bedeuten?”
“Na ja, vielleicht sind wir morgen nicht mehr hier.”
“Äh, wie meinst du das genau? Beamen uns gleich Außerirdische auf ihr Schiff? Wir sind nicht bei Stargate und weder du noch ich heißen beispielsweise Eli Wallace. Mist, so ganz ohne Heisenbergkompensator wäre mir das auch etwas zu gefährloch…”
“Mach du dich auch noch darüber lustig! Vielleicht sind es Kannibalen oder so.”
“Eddie Redmeyne meats The Walking Dead?”
“Dann wäre zumindest ein gutaussehender Zombie dabei.”
“Oder sie haben irgendein anderes Geheimnis und töten uns schlicht und ergreifend, bevor wir es herausfinden.”
“Vielleicht sind es Satanisten. Oder vielleicht sind die in Wahrheit technologisch hoch entwickelt und der Großteil lebt in einem unteridischen Bunkersystem.”
“Die Genii?”
“Du weißt auch sofort, was ich meine!”, lacht es versöhnlich.
“Natürlich. Aber mit denen will ich lieber nicht Bekanntschaft machen.”
“Unterirdisch wäre dann auch deren Atomtechnologie, was mich irgendwie gerade an Kim Jong Un erinnert… Warte, das hieße, es gäbe auch Wraith hier. Das will ich nicht hoffen.”
Es schien von dem einen auf den anderen Moment nahezu panisch.
“Hey, ganz ruhig, Arokh! Das ist doch alles nur Gedankenspielerei.”
“Und wenn nicht!? Schließlich sind wir im Winderland. Muss ich das jetzt echt so aussprechen? Welcher Autor kommt denn auf so einen bescheuerten Namen?”
“Schlaf jetzt, Arokh. Wir werden es schon noch früh genug erfahren.”
“Und wenn es dann schon zu spät ist? Also zu spät zum Entkommen, meine ich.”

PhrasenwesenA nimmt neugierig die Notizen von seinem Freund entgegen und erkennt nicht, dass PhrasenwesenZ rot angelaufen ist. Nebenbei bemerkt PhrasenwesenA: “Sag mal, hast Du schon von so einem merkwürdigen Gerücht gehört?”
“Spielt Missbrauch der Con-Halle dabei eine Rolle?”
“Du weißt es also schon?”, hakt PhrasenwesenA nach.
PhrasenwesenZ spürt noch deutlich die Röte in seinem Gesicht. “Ja, was für ein abwegiger Unsinn, oder?”
“Mhm, wie kommen die nur auf so etwas?”, murmelt PhrasenwesenA vor sich her und spürt, wie ihm selber etwas heißer wird, worauf die beiden Freunde peinlich berührt vor sich hinstarren, beide nicht sicher, was er dem anderen darauf sagen soll.
Schließlich bricht PhrasenwesenZ das Schweigen. “Und, wie findest Du den neuen WtF-Teil?”

Was soll ich sagen, ich fand den Teil wirklich witzig (so viele Insider :laughing:) Achso, ich sollte ja jammern. Na schön: Zuri, wie konntest Du mir das nur antun? Zuerst vergibst Du den hübschen Rotschopf einfach so an den Knilch von Bürgermeister und dann quälst Du mich mit einer Anspielung nach der anderen und bewirkst, dass meine Mundwinkel mehr als einmal sich entgegen der Schwerkraft bewegen. Weißt Du eigentlich, wie anstrengend das ist? Ständig dieses heitere Gefühl beim Lesen zu verspüren… da vergisst man ja fast die Sorgen des Alltags - das kannst Du doch nicht machen :stuck_out_tongue:

ein glatzköpfiger, uniformierter Mann mit autoritärem Auftreten kommt um die Ecke. In einem geübten Manöver zupft er mit beiden Händen in einem Ruck seine Uniform zurecht, richtet seinen selbstbewussten Blick auf mich und spricht mit überzeugender Stimme: “Doch, er kann.” Dann wendet er sich Zuri Kopfnickend zu und sagt: “Machen Sie’s so!”

Nein, sehr schön Zuri, ich hatte wirklich Spaß beim Lesen. Und ja, das Panische und aufopferungsvolle Verhalten kommt schon hin :wink: Sprachbegabt bin ich allerdings nicht sonderlich. Wenn ich das Deutsche gut hinbekomme, bin ich schon zufrieden. :laughing:

Die schönste Stelle war für mich übrigens die hier:

Das könnte ich mir interessanterweise genau so bei Dir vorstellen. Also, nicht dass Du damit angibst, sondern dass Du sowas weißt und auch noch so eloquent rüber bringst :smiley:

So, damit hast Du Dein Vorgeschriebenes vermutlich aufgebraucht? Ich freue mich jetzt jedenfalls schon auf die Fortsetzung <3

Liebe Grüße,
Arokh

[i]“Du, ich muss los.”, meint PhrasenwesenZ kurz darauf. “Danke für dein geschätztes Feedback. Die bauen die Bühne eigentlich für mich auf. Ich muss da noch was klären. Aber später dazu mehr.
Achso, bevor ich es vergesse.” Es drückt dem anderen Phrasenwesen ein paar weitere Zettel in die Hand. “Das gehörte noch dazu. Vielleicht mag Jean-Luc ja auch mal was davon lesen.”

Und dann hat der Linguistikangeber in der zitierten Textzeile auch noch gleich einen dicken, fetten Fehler reingehauen. Super gemacht, Zuri!

Es muss natürlich “maskuliner Genus” heißen :wink:

Wie schon irgendwo anders (ich verliere langsam den Überblick, in welchen Threads und so wir noch alles schreiben) geschrieben, war eigentlich gestern schon alles aufgeschrieben. Die Teile von heute und gestern sind somit jeweils ganz frisch entstanden. Mal hoffen, dass ich diese Frequenz aufrecht erhalten kann…

Ich weiß, ich schulde dir noch antworten, aber die kommen gewiss, keine Sorge :slight_smile:

Heute nur ein kurzes Kapitel — aber immerhin: ein neues Kapitel :wink:

Liebe Grüße,
Zuri

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Die Sonne lugte hinter dem Horizont hervor. Erst ganz vorsichtig, dann immer selbstsicherer und selbstverständlicher begann sie emporzusteigen, bis sie die Landschaft überblicken konnte. Sie sandte ihre Strahlen weit ins Land, kitzelte Mensch und Tier wach und versuchte, dabei etwas Wärme auszustrahlen.
Einer ihrer Strahlen erreichte auch die friedlich schlafenden Phrasenwesen. Wobei friedlicher Schlaf für den Großteil der Nacht auf eines der Phrasenwesen definitiv nicht zugetroffen hatte. Es hatte sich unruhig hin- und hergewälzt, war mehrmals von seiner eigenen Unruhe wach geworden oder durch das leiseste Geräusch aufgewacht. Irgendwann war es dann wohl doch erschöpft und verschwitzt vom Tiefschlaf übermannt worden.
Langsam jedoch erwachte es. Es schaute an sich herunter und ein faszinierter Ausdruck schlich sich auf sein Gesicht, welcher noch fröhlicher wurde, als er auch
seinen Freund erblickte, der seelenruhig schlief. Es war sichtlich erleichtert.
“Hmmm…?”, meinte das Phrasenwesen, das sich beobachtet fühlte und das nichts sehen konnte, da ihm die Haare über das Gesicht gerutscht waren. Wenn PhrasenwesenA PhrasenwesenZ so betrachtete, stellte es etwas amüsantes fest: Wenn es seinen Freund nicht schon den gesamten Weg über gesehen hätte, hätte es diesen nun nur schwerlich wiedererkennen können. Es wirkte so nun um noch um einiges verpeilter als ohnehin schon.
“Ich lebe noch! Wir leben noch!”, stellte PhrasenwesenA das Offensichtliche fest.
“Warum ist es so hell?”, nuschelte PhrasenwesenZ und dämpfte damit die Begeisterung seines Phrasenwesengefährten.
“Äh, Zuri… Sag mal, merkst du eigentlich, wie viel Sorgen ich mir gemacht habe, was alles hätte passieren können und wie froh ich bin, dass wir noch leben.”
PhrasenwesenZ murmelte etwas unverständliches und drehte sich auf die dem Fenster abgewandte Seite. Sofort flog ihn ein Kissen an den Kopf, womit das andere Phrasenwesen seine Empörung zum Ausdruck brachte.
“Willst du mich damit ersticken!?”, war die gespielt empörte Antwort darauf.
“Ich hatte einen Moment darüber nachgedacht — bei so wenig Empathie. Das hätte ich nicht von dir erwartet.”

“Arokh? Zuri?”, rief Chavanna vom Treppenabsatz. “Ich habe Frühstück gemacht.”

PhrasenwesenA bleibt für den Moment allein im Hintergrund sitzen und hofft, für PhrasenwesenZ läuft alles so, wie es sich das vorstellt. Neugierig betrachtet er die nachgereichten Notizen und möchte sie, wie PhrasenwesenZ ihm vorschlug, dem uniformierten Captain zum Lesen geben, doch dieser ist bereits mit der faszinierten Betrachtung eine Horga’hn Statuette beschäftigt und prüft ihren archäologischen Wert. “Hmm, ob ich ihm sagen sollte, dass es nur eine Requisite ist?”, fragt sich PhrasenwesenA, entscheidet sich dann aber doch, sich aufzuraffen und zu schauen, was PhrasenwesenZ so treibt…

Haha, ich war ohnehin schon mit dem Satz leicht überfordert, sodass mir das gar nicht aufgefallen ist ^^

Zum Kapitel:
Nach der beinahe reinen Dialogszene aus dem letzten Part folgt nun eine kleine, aber feine Kammerszene, die mit dem poetisch anmutenden Sonnenaufgang sehr schön eröffnet wurde. Ein schöner Kontrast, der da entstanden ist zwischen der Skepsis von PhrasenwesenA und der total relaxten Gelassenheit von PhrasenwesenZ. Die Chemie zwischen den beiden hast Du schön rüber gebracht.

Ja, was gibt es denn nun zum Frühstück? Hoffentlich ist es nicht allzu reichhaltig. Eine sichere Quelle hat mir zugetragen, dass PhrasenwesenA frühs gar nicht so viel isst :smiley:

Also von mir aus kann’s gleich weiter gehen, auch wenn es nur ein kleines Kapitel wird :3

LG, Arokh

“Ach, ich kenn mich mit den Dingern einfach nicht aus!”, murmelt der Captain. “Mr. O’Brien, beamen Sie mir bitte meinen ersten Offizier runter.”

Gut, dass du mir das gesagt hast, bevor ich das Kapitel geschrieben habe. So konnte ich das mühelos einfließen lassen. Ich hoffe, dir ist Tee genehm…?^^

Eins muss ich mit Bedauern feststellen: Deinem Wunsch nach einem kurzen Kapitel konnte ich diesmal leider nicht nachkommen :stuck_out_tongue:

LG, Zuri

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Auf einmal war PhrasenwesenZ schneller auf den Beinen als PhrasenwesenA noch ein weiteres Kissen werfen oder über ihr überraschenderweise doch weitergehendes Leben dozieren konnte und hatte sich mit geübten, raschen Handgriffen die zerzausten Haare gebändigt und zu einem Dutt gebunden.
“Kommst du?”, fragte es, schon in der Tür stehend und sich noch einmal umdrehend.
“Äh… okay”, verwundert tapste das eine Phrasenwesen dem anderen hinterher.

In der Küche angekommen wurden sie von Chavanna begrüßt, die gerade die
letzten Speisen auf den Tisch stellte. Und sie hatte ganze Arbeit geleistet: Der Tisch bog sich fast unter dem Gewicht des dargebotenen Frühstücks. Da waren Früchte, verschiedene Brote, mehrere Würste, Eier, Käse, Honig und als Getränke Tee und Milch, dazu brachte sie eine Art Fladen, die sie offenbar gerade frisch gebacken hatte und von denen ein betörender Duft ausging.
“Schön, dass ihr da seid. Setzt euch. Ich hoffe, es ist für jeden etwas dabei.”
PhrasenwesenA hätte fast losgeprustet bei dem Gedanken, sie könne auch nur eine Sekunde lang annehmen, dem wäre nicht so.
“Greift zu!”
PhrasenwesenZ schaufelte sich den Teller voll, dass es fast zum Fremdschämen war und PhrasenwesenA nur noch mehr den Appetit verschlug als es generell morgens der Fall war.
“Ich hoffe, euch beiden hat das Fest gestern Abend gefallen. Arokh, warum isst du denn nichts? Schmeckt es dir nicht? Geht es dir nicht gut? Oder soll ich was anderes machen? Ich könnte…”
Na klar, das fällt ihr auf. Dass Zuri gerade alles auf dem Tisch geradezu absorbiert, entgeht ihr offenbar entweder oder sie fasst das positiv auf.
“Nein, nein. Alles gut. Ich esse morgens eh immer wenig. Mir reicht eigentlich meist ein Tee oder so. Gegen Mittag esse ich dann das erste Mal richtig was und bekomm’ da auch was runter. Morgens ist immer ein bisschen früh.”
“Okay… Aber Tee darf ich dir eingießen, ja?”
“Den nehm’ ich gerne. Danke.”
“Bei dir auch alles gut, Zuri?”
Der verschluckte sich fast beim Herunterschlucken und konnte nur mit Mühe einen Hustenanfall abwenden, als er antworten wollte.
“Absolut. Das ist alles total lecker. Ich konnte nicht widerstehen, von allem zu probieren.”
“Nur zu. Dafür ist es da. Wir sind zufrieden, wenn ihr es seid.”
Während sich PhrasenwesenZ weiter über die aufgetischten Speisen hermachte, grübelte PhrasenwesenA.
“Das Frühstück schmeckt wirklich köstlich! Danke Chavanna.”, warf PhrasenwesenZ beim Herunterschlucken ein.
“Danke, das freut mich.”
“Wo ist eigentlich Chloe?”
“In ihrem Zimmer. Ihr scheint irgendetwas peinlich zu sein. Vermutlich im Zusammenhang mit eurem Gespräch gestern Abend.”
PhrasenwesenZ schluckte schwer.
“Ich vermute mal, es ging um ihre Hochzeit. Sie macht gerade eine schwere Zeit durch. Dich trifft keine Schuld.”
“Okay… Aber das Fest gestern war wirklich schön.”

-o-0-O-0-o-

Später, als sie Chavanna halfen, den Tisch abzuräumen — was schon viel Abnehmen von Arbeit war (sie bestand darauf, allein den Abwasch zu machen) — erzählte sie von den Aktivitäten der Dorfgemeinschaft in der kommenden Woche.
“Ihr seid herzlich eingeladen oder müsst ihr zeitnah weiterreisen?”
PhrasenwesenZ wollte gerade auf die Einladung eingehen, doch PhrasenwesenA kam ihm zuvor.
“Äh, leider ja…”
Schnell zog es seinen Phrasenwesengefährten beiseite.
“Wir müssen so schnell wie möglich hier weg. Ich habe nachgedacht. ‘Ein Tag’ kann auch 24 Stunden bedeuten und die sind noch nicht um. Noch nicht. Uns kann immer noch was passieren. Lass uns lieber verschwinden und kein Risiko eingehen. Je schneller, desto besser. Ich hab kein gutes Gefühl dabei.”
“Jetzt fängst du wieder damit an!”
“Du fühlst dich hier einfach zu wohl.”
“Ja, eben!”
“Was, ‘ja, eben’?”
“Das ist doch der spingende Punkt! Zu nett — findest du etwa nicht? Also mir ist das unheimlich.”
“Gut, ich seh das anders, aber meinetwegen.”
Sie kehrten zu Chavanna zurück.
“Chavanna, es war unglaublich gastfreundlich, wie liebevoll du uns aufgenommen und umsorgt hast.”, begann PhrasenwesenZ, bereitete die Arme aus und zog Chavanna in eine spontane Umarmung. Als sie diese wieder lösten, sprach es weiter. “Aber wir müssen weiter. Du weißt ja: Reisende soll man nicht aufhalten. Wer weiß, was der Weg noch alles für uns bereithält.”
“Jetz schon?”, fragte Chavanna enttäuscht.
PhrasenwesenZ nickte stumm und senkte den Kopf.
“Ihr wart tolle Gäste. Ich hab euch gerne um mich gehabt. Wer weiß, vielleicht kreuzen sich unsere Wege noch mal.”
Sie zog beide Phrasenwesen in eine erneute Umarmung.

-o-0-O-0-o-

Sie gingen ins Gästezimmer und packten ihre Sachen mit zwei lachenden und zwei weinenden Augen. Als sie gehen wollten, reichte ihnen Chavanna jeweils ein Bündel mit Proviant. Sie blieb in der Tür stehen, bis sie um die Biegung verschwunden waren.
Bald hatten sie auch das Stadttor passiert und die Stadt wurde hinter ihnen immer kleiner. Sie waren zurück in der Wildnis.
Da schlug sich Phrasenwesen auf einmal vor den Schädel.
“Wir müssen zurück!”, rief es aus.

In einem hellen Schein, begleitet von einem summenden Geräusch, erscheint die Nummer Eins neben dem Captain. “Ah, Nummer Eins, sehen Sie sich doch nur dieses faszinierende Artefakt an. Was halten Sie davon?”
Der Commander, welcher als “horniest first officer in the fleet” die Bedeutung des Horga’hn selbstverständlich genau kennt, grinst anzüglich und PhrasenwesenA wendet sich schnell ab, um nicht Zeuge von Bildern zu werden, die es niemals wieder aus seinem Kopf bekommen würde.
Offensichtlich blieb die Szene dann doch nicht ganz unbemerkt. “Wasse die denn da machen?” ruft von der anderen Seite der Halle ein langohriges, glubschäugiges Wesen mit einem dümmlichen Gesichtsausdruck, nur um sich einen Moment später die Hände vor das Gesicht zu schlagen. “Ohh, das sein super heftig!”
Kopfschüttelnd und eine Augenbraue hochziehend geht PhrasenwesenA in Richtung Bühne, um nach seinem Phrasenwesenkollegen zu sehen, nicht ohne sich dabei zu fragen, wie viele Genres hier in dieser Con-Halle eigentlich bedient werden, während hinter ihm der Commander ein Riker-Manöver der etwas anderen Art beginnt…

Vielen Dank für die Vorlage, Zuri. Ich habe da übrigens etwas recht witziges gefunden: youtube.com/watch?v=-6Zc8Co2H3w

So, aber nun zum aktuellen Part (über dessen Länge ich übrigens sehr erfreut war ^^):
Hahaha, dass Du meine Bemerkung so geschickt hast einfließen lassen… Respekt. Oh, und ja, Du weißt doch: Tee, Earl Grey, heiß! :laughing:

Perfekt, genau so :smiley:

:laughing: Herrlich, diese Tisch-Szene. Da hat aber jemand ganz schön Kohldampf gehabt, was? Es war natürlich auch sehr lecker, was da so alles auf dem Tisch angeboten wurde. Da hab ich beim lesen dann doch Apetit bekommen.

Beim Dialog der beiden Phrasenwesen bin ich etwas durcheinander gekommen. Ist das so richtig:

Ist da was durcheinander gekommen?

Okay, okay, stop - allgemeine Verwirrung. Welches Phrasenwesen ruft das?

  1. Arokh, weil er etwas wichtiges vergessen hat, nämlich
    1.1 seine Tasche, in der er gerade den Proviant verstauen wollte
    1.2 ein Foto von dem rothaarigen Schönling als Erinnerung zu machen
    1.3 seine Notizen zum Questfortschritt, die er vorhin noch angefertigt hatte
    1.4 etwas Sinnvolleres, als das unter 1.1-1.3 genannte

  2. Zuri, weil er
    2.1 sich unbedingt noch von Chloe verabschieden wollte (er ist eben zu gut)
    2.2 eine plötzliche Erkenntnis hatte, was genau an dem Ort nicht stimmte
    2.3 den Plot von WtF unter dem Kopfkissen vergessen hat und nun nicht weiß, wie es weiter gehen soll (Paradoxon komplett :smiley:)
    2.4 bessere Gründe hat, als die unter 2.1-2.3 genannten

Sehr schön, mein lieber Zuri, Du hast die Geschwindigkeit beim Schreiben bisher ganz gut gehalten ^^

Liebe Grüße,
Arokh

[i]“Bitte nennen sie die Art des medizinischen Notfalls” Auf der Bühne ist ein weiterer uniformierter, leicht verwirrt wirkender Mann aufgetaucht, dessen Haar dem des älteren Mannes nacheifert. “Oh, ich muss unbedingt dem Kommitee berichten. Dr. Weir ist einfach nicht geeignet als Expeditionsleitung. Ich wäre viel prädestinierter als Notfall-Kommando-Hologramm von Atlantis. Oder wollte ich doch zu Visualize?”

“Was tun Fisch?”, schreit das komisch sprechende Wesen, woraufhin ein hinzugetretener, in eine Robe gewandter Mann mit einem Zopf, der PhrasenwesenZ neidisch macht, bemerkt: “Die Fähigkeit zu sprechen macht dich noch nicht intelligent.”

Von den ganzen Kreaturen ungeachtet fliegt unter dem verzauberten Hallenhimmel, der aussieht, wie der echte Himmel draußen, eine Schneeeule auf PhrasenwesenA zu und lässt eine Pergamentrolle fallen. Als PhrasenwesenA sie entrollt, stellt es fest, dass es sich hierbei um ein neues Kapitel handelt.[/i]

Als Informatiker sind natürlich die Bynare meine Lieblingsspezies :smiley:

Kennst du “4 gegen Z”? In diesem Zusammenhang klingt das irgendwie gemein, aber glücklicherweise hab ich keine vier Leser Schenkelklopfer
Oder “Ein Fall für BARZ”? Mist, dazu sind wir ja auch zwei zu wenig!
Vergiss es einfach — war von vorneherein eine schlechte Idee :smiley:

Selbstverständlich. Geschüttelt, nicht gerührt (Die Milch natürlich — Sag bloß, du kennst Hugo nicht! :P).

Äh, nein… PhrasenwesenA ist der Skeptiker :wink: Jetzt bin ich selbst verwirrt :smiley:

Irgendwie so:
Zuri: “Jetzt fängst du wieder damit an!”
Arokh: “Du fühlst dich hier einfach zu wohl.”
Zuri: “Ja, eben!”
Arokh: “Was, ‘ja, eben’? Das ist doch der spingende Punkt! Zu nett — findest du etwa nicht? Also mir ist das unheimlich.”
Zuri: “Gut, ich seh das anders, aber meinetwegen.”

Ups… Aber immerhin hat es für eine Spekulationsliste gesorgt. Ich hoffe, ich habe meine Nachbarn gerade nicht aufgeweckt. Wenn mich nicht alles täuscht, ist das die erste Spekulationsliste in WtF und wenn nicht, die erste seit langer Zeit. Hab mich gerade riesig darüber gefreut und mich nicht minder amüsiert. Gute Arbeit! (Y)

Gute Idee eigentlich…^^ Aber nein.

Ich hatte überlegt, noch eine Szene einzubauen, in der sich die beiden von Chloe und Jason verabschieden, aber ich hab mich dann dagegen entschieden, weil inhaltlich nicht allzu viel dabei rübergekommen wäre. Und den anderen Grund erfährst du im nächsten Kapitel :wink: Die letzte Aussage Chavannas trifft zwar nicht auf sie selbst zu, aber…

Ja, nech? :stuck_out_tongue: Aber was?^^
Das erfährst du im nächsten Kapitel :wink:

Moment, wo hab ich den denn? Halt! Aus, das darfst du nicht essen!

Gemeint war übrigens PhrasenwesenZ :wink:

Liebe Grüße und viel Spaß mit dem neuen Part,
Zuri

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PhrasenwesenA war empört. “Hä? Wieso? Wir sind doch eben gerade erfolgreich entkommen!”
“Wir haben ein wichtiges Detail übersehen. Wir waren so blind.”
“Was meinst du? Natürlich blind. Du warst blind. Fast wärst du auf die reingefallen. Darum sind wir da weg, das weißt du doch.”
“Darum geht es doch gar nicht. Wir müssen zurück.”
“Wenn das ein Trick von dir ist…”
“Ist es nicht. Gut, ist auch irgendwo verständlich, dass wir es nicht mitbekommen haben.”
“Zuri, du sprichst in Rätseln.”
“Komm mit”, entgegnete PhrasenwesenZ und setzte sich in die Gegenrichtung in Bewegung."
“Ich wusste doch, dass an dem Dorf irgendwas faul ist…”, murmelte PhrasenwesenA, während es seinem Gefährten hinterher trottete.

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Im Dorf angekommen lief das vorangehende Phrasenwesen schnurstracks ins Rathaus. Es klopfte an die Tür des Bürgermeisterst und trat sofort darauf ein, ohne auf Antwort zu warten.
“Oh, tschuldigung.”
Es schloss die Tür wieder und trat dafür wieder einen Schritt zurück, wodurch das rückwärts in PhrasenwesenA hineinlief, welches nach ihm in den Raum hatte betreten wollen.
“Was ist? Hast diesmal du Jason mit seinem Freund erwischt Was willst du überhaupt von Jason? Ihm diesmal einen Heiratsantrag machen? Oh, ich fürchte, der wird ebenso platzen.”
“Da sitzt nicht Jason hinter dem Schreibtisch.”
“Ja, und? Wer dann?”
“Keine Ahnung. Ich kenn den nicht.”
“Na dann geh rein und find’s raus!”
Als PhrasenwesenZ zögerte, setzte PhrasenwesenA zum Klopfen an, doch die Tür wurde geöffnet, bevor er dazu kam. Vor ihnen stand der Mann, der zuvor am Schreibtisch gesessen hatte. Es musste Jasons Vater sein; eine gewisse Ähnlichkeit war erkennbar.
“Was kann ich für euch tun?”, fragte er, was zwar freundlich, aber dennoch ernst klang.
“Mein Freund und ich hier wollen zu Jason”, erklärte PhrasenwesenA und fügte schnell hinzu: “Wenn das möglich wäre.”
“Freunde von Jason…” Der Mann überlegte offenbar, ob er sie kannte oder zumindest kennen sollte. Schließlich sagte er: “Ich kenn nicht viele aus diesem Milieu. Freut mich, dass ihr zueinander gefunden habt.”
Man konnte ihm anmerken, dass er das durchaus ernst meinte, wenngleich er sich offenbar immer noch nicht ganz daran gewöhnt hatte.
“Ähm… wir sind nicht…”, begann PhrasenwesenA.
“… kein Paar”, vollendete PhrasenwesenZ seinen Satz.
“Eigentlich find ich es nicht gut, wenn ihn seine Leute bei seiner Arbeit stören. Ich hoffe, ihr wisst schon, dass er einen Freund hat!”
Dann wandte er sich an eine Magd: "Namira, bring doch die beiden Gäste in Jasons Gemächer und lass den jungen Herrn rufen.

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Sie wurden durch das riesige Haus über Treppen und Flure geführt. Auf ihrem Weg kamen sie an kunstvollen Teppichen und Gemälden vorbei, aber auch an solchen, bei denen der Begriff “Kunst” durchaus fraglich schien. Schließlich kamen sie in den hinteren Teil des Hauses, in denen offenbar die Privaträume der Bürgermeisterfamilie lagen.
“Der Herr wird sie gleich empfangen. Bitte warten Sie hier.”, erklärte die Magd schüchtern, nachdem sie sie in eine Art Wohnzimmer geführt hatte, welches immerhin trotzdem noch halbwegs förmlich schien, und verließ den Raum, um Jason zu holen.

“So langsam wird die Halle aber voll”, murmelte PhrasenwesenA vor sich hin, immer noch auf dem Weg zur Bühne, wo es hoffte, PhrasenwesenZ, welches ihn immerhin kontinuierlich mit neuem Lesestoff versorgte, aufzufinden. Leider stellte sich besagter, zuletzt eingetroffene Uniformierte so unglücklich in den Weg, während er “Oh My Darlin’ Clementine” im Duett mit einer hübschen Blondine mit einem etwas eigentümlichen Schmuck am linken Auge trällerte, dass PhrasenwesenA unweigerlich in ihn hineinlief.
“Na hat man Töne”, echauffierte der Mann sich, “vielleicht sollten Sie sich nachher einmal auf der Krankenstation melden und Ihre Augen überprüfen lassen…”
“Computer: MHN deaktivieren”, sagte das entnervte Phrasenwesen, woraufhin der Weg urplötzlich wieder frei wurde. Endlich rückte auch die Bühne wieder in sein Sichtfeld. Was PhrasenwesenA dort allerdings entdeckte, war in der Tat überaus erstaunlich…

“4 gegen Z” kenne ich (noch) nicht. Hu, das Intro erinnert mich gerade voll an Power Rangers - nur ohne Uniform :smiley:
Von B.A.R.Z. hatte ich vorher auch noch nicht gehört…

Mein Sieb von Gehirn wird diesen Auftrag sicher erfüllen, aber für’s Erste, hat mich ein Youtube-Video zum nächsten geführt, Danke dafür, Zuri :wink:

Ich gestehe, ich kenne das tatsächlich nicht. Klärst Du mich auf?

So dachte ich mir das auch. Ich war nur irritiert, weil Du nach dem ersten Fragesatz einen Absatz hattest, der auch wieder mit Anführungszeichen begann, also suggerierte, dass PhrasenwesenZ spricht.

Nun denn, auf zum neuen Part:

Haha, herrlich wie Du der Charakterentwicklung und dem Bezug dazu, wie es tatsächlich ist, treu bleibst - so wahr!

Du liebe Güte, was für Ansichten herrschen denn hier vor? “Freunde von Jason…” und dann “aus diesem Milieu”. Kann Jason denn nicht auch Freunde haben, die heterosexuell sind? Meint der Mann das damit? Wo sind die beiden da nur hingeraten…

Ooookaaay, also Jason scheint der Schlüssel zu diesem Geheimnis des Ortes zu sein. Ich bin ganz ehrlich, ich bin voll mit PhrasenwesenA… und habe keinen Schimmer :stuck_out_tongue: Was ist da also zu tun? Richtig, eine Liste ^^

  1. Jason ist der verlorene Sohn
  2. Jasons Vreund ist der verlorene Sohn (wahrscheinlicher)

Beide Phrasenwesen fanden den schönen Jüngling ähnlich gutaussehend, ein Indiz? Wenn das aber so ist, warum ist den beiden Phrasenwesen das nicht gleich aufgefallen. Okay, zumindest PhrasenwesenA ist fein raus, aufgrund eines löchrichten, schweizer Gedächtnisses :slight_smile:
Wer ist der junge Mann eigentlich wirklich??? Ein leiser Verdacht tut sich mir auf, aber ich bin jetzt nicht sicher, inwieweit ich da storytechnisch etwas durcheinander haue. Mist, jetzt könnte ich wirklich einen Kontinuitätswächter gebrauchen.

  1. :stuck_out_tongue: Mir fällt kein Drittens ein, ich glaube, eine von den oben genannten Möglichkeiten ist die Lösung auf PhrasenwesenZs Vermutung.

LG, Arokh

[i]“Habt ihr Hammond von Texas irgendwo gesehen?”, fragte ein Greis mit einer Blechplatte auf dem kahlen Schädel das hereinkommende und das Chaos gewahr werdende Phrasenwesen, welches auf dem Weg war, seinem Freund einen neuen Teil seiner Geschichte zu überbringen.
“Der wurde befördert. Dazu müsst ihr ins Weiße Haus. Henry Hayes ist eine deutlich bessere Wahl gewesen als Trump, aber Senator Kinsey…”, meinte es im Vorbeigehen.
Ein beharrtes Etwas stand irgendwo auf der Bühne und brüllte einen braunhaarigen Mann in Weste an, was für beide offenbar ein Gespräch war.

“Sie können zwar das MHN deaktiveren, aber für das NKH fehlen Ihnen die Befugnisse. Des weiteren ist eine Deaktivierung von Richard Woolsey und Jason Cooper gänzlich ausgeschlossen.”, erklärte der Mann, der auf einmal hinter PhrasenwesenA stand und es damit erschreckte.

Dem sich nun herum gedreht habenden Phrasenwesen tippte sein Phrasenwesenkollege, nachdem dieser den anderen erreicht hatte, auf die Schulter, was ersteren wieder dazu veranlasste, sich zu erschrecken, was sein Gefährte mit einem “Hello there!” kommentierte.[/i]

Hugo ist ein Troll einer Videospielreihe, in welcher er wiederholt gegen die Hexe “Hexana” (überaus einfallsreich) kämpft, um seine Familie, bestehend aus seiner Frau “Hugoline” (ebenfalls sehr einfallsreich) und seine (namentlich offenbar an Tick, Trick und Track (im Englischen übrigens Louie, Huey und Duey) angelehnten) Kinder Rit, Rat und Rut zu befreuen. Hierbei haben die Entwickler viele Hommages an Filme und dergleichen eingebaut, so auch die Reverenz an James Bond.

Ja, über Jasons Vater wirst du im kommenden Kapitel mehr erfahren. Aber du liegst bei der Deutung schon mal genau richtig (Y)

Wer von beiden es ist, wirst du gleich erfahren, warum er es ist, da wirst du dich leider noch etwas gedulden müssen. Du weißt ja: Wir Autoren sind alle Sadisten durch und durch :stuck_out_tongue:
Hat mich aber selbst gewundert, dass ich dann doch nach drei handgeschriebenen Seiten nicht wirklich weitergekommen bin :smiley:

Damit ich dir helfen kann, musst du mir schon sagen, was du denkst :wink:

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen und Weiterrätseln,
Zuri

-o-0-O-0-o-

“Überraschender Besuch!”, stellte Jason fest, als er zur Tür hineingeschlendert kam. “Und ein erfreulicher noch dazu. Chavanna erzählte mir, ihr seid schon wieder aufgebrochen. Wieso seid ihr zurück?”
Er unterbrach seinen Hagel aus Fragen und schlug vor: “Folgt mir! Das hier finde ich
immer etwas unpersönlich.”
Er öffnete eine Tür, die ihnen aufgrund der hohen Decken riesig vorkam und betrat als erster sein Schlafzimmer. Wobei man das, was sie sehen bekamen freilich nicht als solches bezeichnen konnte. Das Bett nahm eher eine Nebenrolle ein. Im geräumigen, aber dennoch gemütlich wirkenden Raum gab es unzählige, bequem aussehende Sitzgelegenheiten.
“Mein Vater meint, das entspräche mir als angehender Bürgermeister nicht, aber jeder aus der Familie darf einen Rückzugsort haben und so gestalten, dass er abschalten kann. ‘Rückzug’ definiert jeder anders. Setzt euch.”
“Dein Vater scheint nicht so 100%ig tolerant zu sein, oder?”, fragte PhrasenwesenA kritisch.
“Doch, meistens ist er das. Er ist sogar mit Mira als zukünftigen Schwiegersohn sehr zufrieden.”
Gedankenverloren sang er eine Liedzeile vor sich hin:
“I’m that voice, you’re hearing in the hall
and the greatest miracle of all.”,
was ihm ein verliebtes Lächeln aufs Gesicht zauberte. Dass das in Anwesenheit der Phrasenwesen geschah, schien ihm nichts auszumachen. Es war fast so, als betrachte er sie trotz der kurzen Zeit, die sie sich erst kannten, bereits als Freunde.
“Hat mein Vater fälschlicherweise angenommen, ihr wäret schwul?”
“Nein, hat er nicht.”
“Okay, gut. Das wäre dann nämlich nicht das erste Mal gewesen. Das ist mir dann manchmal etwas peinlich.”
“Angenommen hat er das. Allerdings lag er diesmal richtig.”
“Dann hatte Mira also doch recht”, er lächelte in sich hinein.
“Dann hat sich das mit Chloe noch nicht herumgesprochen?”, wunderte sich PhrasenwesenZ.
“Doch, schon. Nur den Grund hat sie für sich behalten. Und was meinen Vater betrifft: Er ist schon tolerant, nur bin ich sein Sohn und eben damit auch der Sohn des Bürgermeisters. Er will nur, dass ich mir beruflich Mühe gebe. Das ist alles. Sich Stress wegen seines inneren Coming-outs oder wegen Liebeskummer zu machen, kommt bei ihm quasi nicht vor.”
“Können wir noch einmal auf Mira zurückkommen Darum sind wir eigentlich hier.”,
wandte PhrasenwesenZ plötzlich ein.
“Ich dachte, ich sei für die unsensiblen Themenwechsel verantwortlich”, kommentierte PhrasenwesenA, wurde jedoch von beiden überhört.
“Was ist mit Mira?”
Jason schien keine Ahnung zu haben, was die beiden Phrasenwesen von seinem Freund wollen könnten. Mira hatte ihm erst vor kurzem einen Heiratsantrag gemacht, obwohl sie erst ein paar Monde zusammen waren. Aber er könne sich ein Leben ohne ihn einfach nicht mehr vorstellen. Wussten die beiden etwas über Mira, was er nicht wusste? Nein, das war ausgeschlossen! Sie konnten über alles reden. Was konnte es bloß sein?

“Zuri, Du meine Güte, was ist denn hier nur los? Wo kommen all diese Gestalten her?“, wollte PhrasenwesenA wissen, nachdem es endlich wieder mit seinem Phrasenwesenkollegen zusammengetroffen ist.
„Ich bin mir nicht sicher, aber da die Con größtenteils aus unserer Fantasie gespeist wird…“, mutmaßte PhrasenwesenZ und blickte sich fasziniert in der immer voller werdenden Halle um. „Vielleicht ist auch Imaginationman am Werk gewesen, wer weiß?“ Es kicherte leise vor sich hin und bemerkte beiläufig: „Stell Dir vor, der alte Bra’Tac ist mir vorhin über den Weg gelaufen und hat Hammond von Texas gesucht.“
“Hm? Ist der nicht schon längst gestorben?”
“Nicht, wenn Imaginationman seine Finger im Spiel hat.”
“Puh, mir schwant nichts Gutes. Wenn sich das hier weiter so füllt, platzt die Con aus allen Nähten. Wenn erst Jamie Madrox hier auftaucht und anfängt, sich zu teilen…”
“Wer?”
“Ach, ich vergaß, Comics sind nicht so Dein Ding. Okay, anders: Du erinnerst Dich vielleicht an das Finale der Folge “Parallelen” von Next Generation?”
“Oh… ach das… Arokh, ich glaube, Du siehst das zu schwarz. Es ist immer noch unsere Con, mach Dir mal keine Sorgen.” Ganz unbesorgt betrachtet PhrasenwesenZ die bunte Menge und fragt PhrasenwesenA schließlich, was es zum neuesten kreativen Erguss seinerseits zu sagen hat.

  • Die Einleitung wird auch irgendwie immer länger :unamused: *

Ach, den Hugo kenne ich übrigens doch. Aber die Bemerkung war so um drei Ecken gedacht, dass ich das nicht gerafft habe ^^
Dass das Spiel überhaupt noch jemand kennt, finde ich ja schon ein bisschen faszinierend.

Allerdings, Du lässt einen ja ganz schön zappeln. Im Prinzip ist dieser Part ja doch wieder ein Füller :smiley:

Btw.: Mira? Das ist doch ein weiblicher Vorname - und zerstört meine Theorie, wer das sein könnte… es sei denn, Mira ist nicht der echte Name dieses jungen Mannes. Ist das der Fall (wirst Du wahrscheinlich nicht verraten können)?
Meine Theorie behalte ich für heute mal noch für mich (muss mal noch in den vergangenen Parts was recherchieren). Wenn es sich als falsch herausstellt, wäre mir das sehr peinlich.
Bei Skystars aktueller Geschichte hatte ich schon einmal eine recht gewagte Theorie zu einer Sache aufgestellt und war dann im nachhinein sehr froh, dass ich sie nicht vorher öffentlich gepostet hatte, da sie sich als universenweit gefailt entpuppte (aber durchaus ihren Reiz gehabt hätte).

Oh, hey, Du hast mich wieder verwirrt. Was ist das denn hier:

Hm, jetzt wo ich es zitiert habe, wird es mir fast klar. Bezog sich “Nein, hat er nicht” auf das Wort fälschlicherweise (dann würde der Dialog Sinn machen und wäre auch noch witzig) oder auf die Annahme (dann haut das nicht so ganz hin).
Hier wird der Nachteil von Geschichten deutlich, dass die Betonung des gesprochenen Wortes fehlt. Den Effekt könnte man etwas entkräften, wenn man schreiben würde: “Angenommen hat er das schon; allerdings lag er diesmal richtig.”
Weißt Du, wie ich das meine?

So, ich denke “Mira” - wenn das wirklich sein Name ist - ist der verlorene Junge der stimmgewaltigen Frau. Was steckt nun also dahinter? Wie lange wirst Du uns mit der Auflösung zappeln lassen?

LG, Arokh

“Wie konnte ich vergessen, dass der liebe General Hammond mittlerweile 2008 an einem Herzinfarkt verstorben ist. Das hätte ich Bra’tac doch sagen müssen!”, ruft PhrasenwesenZ aus und schlägt sich vor die Stirn. Es verschwindet, kommt dann aber nach einem Moment wieder und meint frech: “Dachtest, ich gehe wieder auf Wanderschaft und lasse dich mit ein bisschen mit Tinte beschriebenem Pergament zurück? Diesmal nicht. Leider musst du dich noch etwas gedulden, was den neusten Teil angeht…” Es tritt unruhig auf der Stelle, als sei ihm das unangenehm und schaut zu Boden. “Na ja,
vielleicht darf er mal die Phönix sehen”, meinte es dann, um von sich abzulenken.
“Berichte über meine Dekompilierung sind maßlos übertrieben.”, murmelt das MHN hinter ihnen und fährt wie gewohnt zu reden fort, ohne dass ihm Aufmerksamkeit geschenkt wird: “Hm, mal sehen… Aha… Ich weiß was wir machen… 20 Einheiten Salpetersäure. Etwas sprichwörtliches Salz in die Wunde.”
“Ich bin verwirrt.”, stellt PhrasenwesenA über die Eröffnung seines Phrasenwesenkollegen fest.
“Sie haben es verdient”, meint eine ältere Dame, ebenfalls in Uniform, mit ebenso streng zusammengebundenen Haar wie ihr Gesicht, kurz bevor sie ein Gespräch mit dem glatzköpfigen Uniformierten beginnt.

Ein Umstand, den ich absolut nicht bedauere :smiley:

Ich würde wetten, “11001001” ist b00001110s Lieblingsepisode :smiley:

Wenn ich jetzt nicht arbeiten gehen würde (heute Abend passt das dann besser), sähe es bei mir so aus:
Picard: “So, ich habe noch einige Arbeiten zu erledigen, dann werde ich mich in mein Quartier zurückziehen, gedämpftes Licht einschalten, die Beine hochlegen und mich in den Seiten eines altmodischen Romans verlieren. Was ist mit Ihnen, Riker? Sie sollten sich auch Ruhe gönnen.”
Riker: “Ich habe nie gelernt mit meiner Freizeit was anzufangen. Irgendwas wird passieren - so wie immer.”

Und danach würde ich sagen:
Doktor: “Was machen Sie in Ihrer Freizeit?”
Seven of Nine: “Regenerieren”

[i]So, meine Lieben, oder sollte ich besser sagen: Mein Lieber?

Viele lesen das eh nicht, aber dies ist nun der letzte WtF-Teil vor Weihnachten, würde ich mal vermuten (Irrtum nicht ausgeschlossen). Und nein, es war nicht geplant, dass wir der Auflösung kein Schritt weiter sind, aber manchmal ist man so im Flow und dann passt es einfach (auch zeichenanzahlmäßig), an dieser Stelle Schluss zu machen.[/i]

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PhrasenwesenZ reichte Jason ein Bild, was dieser erstaunt entgegennahm und anschließend fragte er: “Woher habt ihr das?”
Sie erzählten ihm von ihrer Begegnung mit der wunderlichen Frau. Am Ende saß er sprachlos da.
“Mira sagte, seine Mutter sei etwas seltsam, aber das hat er mir nicht gesagt.”, brachte er schließlich hervor. “Sie nennt mich ein Monster, nur weil ich schwul bin und gibt mir auch noch die Schuld daran, dass Mira es auch ist. Ich hatte ja keine Ahnung…”
Der Raum war nun in betretenes Schweigen gehüllt und die Gesichter Bestürzung tragend. Nach einer gefühlten Ewigkeit der Stille, in welcher Jason das Gesagte verdauen musste und seine Gedanken halbwegs hatte ordnen können, wandte er den Kopf in Richtung PhrasenwesenZ.
“Und ihr wurdet geschickt, um ihn mir wieder wegzunehmen?”, schlussfolgerte er sprach- und fassungslos.
An den unteren Augenlidern schimmerte es feucht.
“Wir hatten ebenso keine Ahnung wie du. Uns ist zuvor nicht einmal aufgefallen, dass es Mira ist.”, erklärte PhrasenwesenZ aufrichtig und beschwichtigend. “Ich bedaure es nicht, den Auftrag nicht ausführen zu können. Mira ist ein freier Mensch mit eigenen Entscheidungen und ihr seid glücklich zusammen.”

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Er erhob sich und begann, im Raum unruhig auf und ab zu gehen, rief dann noch einmal Namira und bat sie, Mira sofort herzuschicken, wenn dieser aus dem Dorf zurücksei. Auch danach konnte er nicht still sitzen.
“Wisst ihr”, meinte er dann irgendwann, wieder aufspringend und die beiden fragten sich einmal mehr, warum er ihnen so viel anvertraute. “Das letzte Mal so nervös war ich als Mira und ich unser erstes Date hatten. Wenn ich so unruhig bin wie jetzt, ess ich meist Malvadik.”
Beide Phrasenwesen wussten nicht, was er meinte, doch Jason schien davon auszugehen, dass das ja jedes Kind wisse. Er ging in den Flur, rief nach einem Bediensteten und bestellte etwas von dem unbekannten Essbaren.
Einige Minuten später war Namira immer noch nicht mit Mira oder einer Antwort zurückgekehrt. Dafür brachte der Bedienstete das geheimnisvolle Malvadik — was auch immer das war. Jason griff sich sofort ein Stück vom Teller, biss herzhaft hinein und ließ sich auf einmal höchst zufrieden neben den beiden aufs Bett plumpsen. Er hielt den beiden Phrasenwesen den Teller hin. Darauf befanden sich mehrere Stückchen, die wie Fingerfood aussahen. Sie erinnerten an Blätterteig, waren aber von irgendetwas fettig aussehenden durchtränkt und oben drauf befand sich etwas körniges, das wie grüne Streusel aussah.
PhrasenwesenZ nahm sich daraufhin eines dieser Dinger und kaum war es in seinem Mund verschwunden, ließ es ein langgezogenes “Mmmmm” hören.
PhrasenwesenA hingegen blieb skeptisch. Warum war Jason auf einmal so entspannt, wo er doch eben noch mit nichts zu beruhigen gewesen war? Was hatte es mit diesem Wunderzeug auf sich? Er hatte bereits einmal zu Beginn der Reise schlechte Erfahrungen mit Drogen gemacht. Eine Wiederholung wollte er deshalb um jeden Preis vermeiden. Vielleicht waren das Haschkekse… Vorsicht war jedenfalls besser als Nachsicht und ganz nebenbei auch die Mutter der Porzelankiste und damit Großmutter der… — was auch immer das mit dem Thema zu tun hat…
“Aber total süß”, brachte PhrasenwesenZ unter Schmunzeln aus dem verklebten Mund hervor.
“Ja, muss man mögen”, bestätigte Jason. “Aber der Zucker entspannt mich irgendwie.”
“Entgegen der Aussagen der Zuckerindustrie — welch Wunder — macht zu viel Zucker auch dick. Also macht viel Stress viel dick?”, versuchte ihn PhrasenwesenZ aufzuziehen.
“Also so oft esse ich auch kein Malvadik!”
“So wie du aussiehst, glaube ich dir das sofort.”
“Lass das nicht Mira hören”, entgegnete Jason scherzhaft.
“Was soll ich nicht hören?”, fragte Mira, der gerade den Raum betreten hatte.

“Ich bin Aquaman und mit mir sollte sich besser keiner anlegen” (oder wie auch immer das in der deutschen Version heißt), meint da auf einmal ein Typ, der dem Jamaikaner aus der Skiddleswerbung ähnelt.
“Ist das nicht der, den Schwarzenegger in einem seiner ersten Filme gespielt hat?”, fragt einer der Bühnenmitarbeiter, nur so vor keine-Ahnung strotzend.
“Nein, das war ‘Conan, der Barbar’. Das hier ist Ronon Dex”, berichtigt ihn PhrasenwesenA entrüstet.
“Wie dem auch sei”, er winkt desinteressiert ab “Hab mehr auf die Actionszenen geachtet im Film.”
“Das ist kein Film, das ist eine Serie”
‘Du Dummkopf’, fügt es in Gedanken hinzu
Der Bühnenmitarbeiter hört ihm nicht zu und wendet sich wieder an PhrasenwesenZ.
“So Zuri, wie sind fertig. Wir packen dann zusammen.”
“Habt ihr die Traverse ausgewechelt?”, erkundigt sich PhrasenwesenZ.
“Nö, wieso?”
“Die hatten Alex und ich beim letzten Bühnencheck beanstandet. Das kann so leider nicht bleiben bzw. die nächste con so nicht stattfinden.”
“Dann müssten wir ja morgen noch mal herkommen!”, stöhnt der Bühnenmitarbeiter auf und gibt PhrasenwesenZ zu verstehen, dass er uns seine Kollegen nicht einmal daran denken.
“Ich weiß, dass es schon spät ist und ihr habt heute auch viel geschafft und gute Arbeit geleistet, aber das muss bis zur nächsten con fertig. Geht nicht anders. Sonst ist das ein Sicherheitsrisiko. Außerdem wird da wahrscheinlich die Traverse wieder benutzt werden. Entweder macht ihr das jetzt noch oder halt morgen. Wie euch das lieber ist. Wir sind morgen eh wieder da und dein Meister hat ja auch 'n Schlüssel. Wenn’s 'n Problem gibt, können wir gerne Alex anrufen. Ich bin nicht dein Vorgesetzter, das weiß ich, aber das ist nun mal so mit Alex abgesprochen und ob ich das sage oder er, ist unerheblich. Wenn ihr’s nicht macht, bekommt ihr Stress mit ihm.”