Die Geheimnisse meines Bruders

Hey meine lieben Landsleute. Ich hab mich mal wieder an einer neuen Geschichte versucht. Naja neu …, diese Geschichte liegt schon länger in meinen Dateien, aber bis heute hab ich daran nie weiter geschrieben. Jetzt wollte ich erst einmal schauen, ob Interesse da ist und wie ihr sie überhaupt findet. Wer Drama mag, ist hier genau richtig! Wer alles andere mag … darf trotzdem bleiben, lesen und kommentieren!

Die Geheimnisse meines Bruders

Mein Leben war voller Geheimnisse. Doch welcher Mensch hatte keine Geheimnisse. Ich bin mir zu hundert Prozent sicher, dass jeder Mensch mindestens ein Geheimnis mit sich herum trug. Irgendwo gab es einen Mann, der seine Ehefrau mit seiner Sekretärin betrog. So ein Arsch! Dann gab es da ein kleines Mädchen, die ihrem Bruder verheimlichte, seine letzten Bonbons gegessen zu haben. Wie unartig! Anderorts verschwieg ein Chef seinen Mitarbeitern, dass seine Firma bankrott war und er sie schon sehr bald alle entlassen müsse. Traurig, aber auch nicht korrekt! Und dann gab es einen jungen Mann, der sich verstellte, nur um seinen Eltern zu gefallen. Das war ich! Mir war natürlich klar, dass ich ihnen früher oder später reinen Wein einschenken musste – am besten den teuersten und edelsten Wein, der bei uns im Keller lag, damit sie auch hackedicht waren, wenn ich ihnen die Wahrheit über mich erzählte – doch fürs Erste zog ich es vor, meine Geheimnisse noch für mich zu behalten. Selbst vor meinem kleinen Bruder zog ich es vor, Stillschweigen zu bewahren. Nicht weil ich ihm nicht vertraute, denn meinem kleinen Bruder würde ich mein Leben anvertrauen, sondern weil er selber gerade eine schwierige Zeit durchlebte und ich ihm nicht noch eine weitere Last aufbürden wollte. Da zog ich es doch lieber vor, mit ihm Basketball in unserer Einfahrt zu spielen. Über dem Garagentor hing der Basketballkorb, den ich nach ein paarmal Dribbeln auch schusssicher traf.

„Du musst schon schneller werden, wenn du mir den Ball abnehmen willst.“, provozierte ich meinen kleinen Bruder, der immerzu hinter mir nachjagte, um mir den Basketball abzuluchsen.

Das Problem war, ich war größer, schneller und auch sportlicher als er. Nichtsdestotrotz musste man ihm zu Gute halten, dass er nie aufgab. Er ließ nicht locker und hatte es sich zum Ziel gesetzt, mir den Ball abzunehmen und selbst einen Korb zu werfen. Ich war nicht blind. Mir war klar, dass mein kleiner Bruder zu mir aufsah. Es gab Menschen die bewunderten irgendwelche Sänger, Schauspieler oder Profisportler, aber mein Bruder bewunderte mich. Ich war sein Idol. Ich müsste lügen, wenn ich nicht zugab, dass ich das genoss, aber manchmal ging er mir mit seiner Schwärmerei für mich auch etwas auf die Nerven. Doch da ich sehr oft nicht Zuhause war und mich mit meinen Freunden rumtrieb, ging das schon in Ordnung. Er war mein kleiner Bruder und ich liebte ihn über alles!

„Sean, ich will auch mal werfen!“, rief er mir zu, als ich wieder einmal in den Korb traf und mir zugleich den Ball wieder schnappte.
„Wie schon gesagt, du musst schneller werden, kleiner Bruder!“, rief ich zurück, während ich erneut auf dem Basketballkorb zu rannte und erneut einlochte.
„Du gibst mir ja gar keine Chance.“, beschwerte sich mein Bruder bei mir und ich konnte aus seinem Gesicht ablesen, dass er so langsam richtig frustriert darüber war.
„Also schön …“, sagte ich, denn ich konnte meinen Bruder einfach nicht leiden sehen. „… hier bitte …“ Ich hielt ihm meinen rechten Arm mit dem Basketball ausgestreckt hin, doch kurz bevor mein kleiner Bruder zulangen konnte, zog ich den Arm wieder zurück, drehte ihm den Rücken zu, sprang hoch und warf den Basketball ein weiteres Mal in den Korb. „Tut mir Leid Timmy, aber du hast selber gesagt, dass ich dich fair behandeln soll. Dir den Ball einfach zu geben, wäre alles andere als fair.“

Timmys Mund stand weit offen. Er wirkte beleidigt und zog eine Schnute, aber wenn ich ihm den Basketball einfach so gegeben hätte, dann wäre er genauso sauer gewesen, weil ich es ihm so leicht gemacht hätte. Er bestand immer darauf, dass ich ihn nicht mit Samthandschuhen anlangte, also erfüllte ich ihm diesen Wunsch. Nebenbei bemerkt war er aber Meister in Schnutenziehen, denn so beleidigt und zeitgleich süß konnte nun wirklich niemand gucken. Dabei sahen wir uns sehr ähnlich, nur das ich einen Kopf größer und etwas schlanker war als er. Ansonsten glichen wir uns bis ins kleinste schwarze Haar. Timmy war nicht dick oder so, aber er hasste Sport. Warum er dann mit mir Basketball spielt? Er hasste Sport, es sei denn ich leistete Hilfestellung. Das klingt im ersten Moment etwas eigenartig, aber wie ich schon sagte, machte Timmy gerade eine schwere Zeit durch. Er …, oh entschuldigt bitte, aber mein Handy in der Hose vibriert.

Ich zog mein Handy aus meiner Hosentasche und las mir eine Message durch. Timmy nutzte diese einmalige Gelegenheit, um sich den Basketball an sich zu reißen. Leider traf er nur den Ring des Korbes, aber trotzdem kein schlechter Wurf.
„Sorry Kleiner, aber ich muss weg.“, sagte ich etwas geistesabwesend und griff nach meinem Fahrrad, welches am Gartenzaun lehnte.
„Was, jetzt?“, fragte Timmy mich verwirrt. „Aber es gibt doch gleich Abendessen!“
„Ja ich weiß. Sag ihr einfach, dass ich keinen Hunger habe und zu Sheri bin. Ich bin bis spätestens Zehn zurück. Bis dann!“
Ich düste auf und davon und ließ meinen kleinen Bruder in der Einfahrt alleine stehen, der mir aber noch etwas hinterher rief: „Du sollst doch nicht so schnell den Berg runterfahren. Mum hat dir das doch verboten!“

Unser Haus stand nämlich auf einem etwas höher gelegeneren Punkt der Stadt. Um ins Stadtzentrum zu kommen, musste man einen Hügel runterfahren, der mein Fahrrad natürlich mit einem Mordstempo versorgte. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, dass die Heimfahrt dafür umso qualvoller war. Die Abfahrt war aber schon deshalb gefährlich, weil unten auch noch die Bahngleise auf einen warteten und um die zu überqueren, musste man einen Bahnübergang passieren. Sollte man also gerade unerlaubt schnell darauf zu rasen und die Schranken schlossen sich gerade, dann könnte das tödliche Folgen nach sich ziehen. Ich fühlte mich keiner Gefahr bewusst und fuhr mit meinem Bike den Abhang immer schnell hinunter. Meiner Mum gefiel das natürlich gar nicht und drohte mir, mir das Fahrrad wegzunehmen, sollte ich das weiterhin tun, aber wer hört in dem Alter schon auf seine Mutter. Nächsten Monat wurde ich 18 und dann konnte sie mir ohnehin nicht mehr sagen, was ich tun und lassen sollte. Timmy hatte nur eine Woche nach mir Geburtstag. Der Kleine wurde tatsächlich auch schon 15.

Ich war übrigens gerade auf dem Weg zu meiner Freundin Sheri, die genauso alt war wie ich, aber nicht zu ihr nach Hause, sondern zu dem Haus meines besten Freundes Ryan, der bereits letzten Monat 18 wurde. Er und andere Freunde von mir trafen sich dort immer zu einer gemütlichen Zockerrunde. Auch Sheri traf ich dort an, wenn gleich es nicht sie war, die mir die Nachricht auf mein Handy geschickt hat. Das ist eines meiner Geheimnisse, von denen ich euch erzählte. Noch bleiben sie auch meine Geheimnisse, aber keine Sorge, bevor euch die Neugier umbringt, wird alles Sinn ergeben.

„Das Essen steht im Kühlschrank. Soll ich es dir in der Mikrowelle warm machen?“, fragte mich meine Mutter, als ich um Punkt Zehn Uhr abends wieder Zuhause war.

Meine Mum war zwar eine sehr strenge, aber auch sehr fürsorgliche Frau. Sie machte sich immerzu Sorgen um mich und mein Wohlbefinden. Vor allem fand sie, dass ich zu wenig aß und etwas mehr auf den Rippen vertragen könnte, aber welche Mutter empfand das als nicht so?!

„Nein danke, ich habe bei Ryan was gegessen.“, antwortete ich unüberlegt. Ich kniff die Augen zusammen, denn wenn es um „Ryan“ ging, dann sah meine Mutter rot.
„Ryan? Ich dachte du warst bei Sheri?“, fragte sie irritiert und ihre Miene verfinsterte sich.
„Ja, nein, also Ryan hat eine kleine Party geschmissen. Sheri war auch da und …“
„Du weißt ganz genau, das ich von deinem Freund nicht viel halte.“, sagte meine Mutter zugleich.
„Jaaa Mum.“, reagierte ich nun genervt. „Aber er ist mein … Freund.“
„Ich bin einfach der Meinung, dass dieser Ryan kein guter Umgang für dich ist.“, meinte meine Mutter, die nebenbei zwei Weingläser spülte. Zum Glück bekam sie mein kurzes Innehalten nicht mit. „Geh jetzt zu Bett und morgen reden wir mit deinem Vater noch darüber.“
„Muss das denn sein?“, fragte ich nur noch genervter.
„Geh zu Bett!“, wiederholte meine Mutter nun noch eindringlicher. „Und sei leise. Dein Bruder schläft bereits.“

Ihr seht schon, es ist schwer meiner Mutter etwas entgegenzusetzen und jetzt kennt ihr noch nicht einmal meinen Vater. Meine Mutter war zwar streng, aber eigentlich machte sie sich nur immerzu sehr große Sorgen um mich. Ihre beste Freundin meinte einmal, dass ich der Lieblingssohn meiner Mutter war, aber das stimmte gar nicht. Meine Mutter verhätschelte Timmy total. Timmy war ihr größter Schatz und wenn ihm jemand etwas antun sollte, dann bekam er es mit ihr zu tun. Natürlich liebte sie mich auch sehr, aber in erster Linie deshalb, weil sie und Dad sich in den Kopf gesetzt hatten, eines Tages ihre Arztpraxis zu übernehmen. Meine Mum war eine ausgezeichnete Kinderärztin und mein Dad ein hervorragender Neurochirurg, der von allerhand Patienten und Fachärzten sehr geschätzt wird. Beide lernten sich vor 23 Jahren in einem Krankenhaus kennen und lieben. Nach ihrer Eheschließung gründeten sie zusammen eine Arztpraxis. Meine Mum kümmerte sich um die Kleinen und Neugeborenen und mein Dad um alle Erwachsenen, einschließlich der Rentner. Mein kleiner Bruder war zwar intelligent, aber mit zwei linken Händen gesegnet. Also lag die ganze Last, die Praxis unserer Eltern in der Zukunft weiterzuführen, auf meinen Schultern. Keine leichte Last um ehrlich zu sein. Wenn es nach meinen Eltern ging, war von morgens bis abends lernen angesagt. Denn nur mit einem sehr guten Schulabschluss konnte ich eine renommierte Universität besuchen und anschließend eine Assistenzarztausbildung in einem Krankenhaus absolvieren. Doch dann lernte ich Ryan kennen …, er und meine anderen Freunde, passten so gar nicht in die Zukunftspläne meiner Eltern, weshalb sie ihn auch nicht ausstehen konnten. Sie waren der Meinung, dass er mich zu sehr vom Lernen abhielt – was zugegebenermaßen auch stimmte – aber haben mich meine Eltern jemals gefragt, ob ich überhaupt in ihre Fußstapfen treten möchte? Nein! Ich will gar kein Arzt werden! Eins meiner Geheimnisse, was ich mit mir herum trug, denn mit meinen Eltern – allen voran meinem Vater – zu reden, war schier zwecklos. Sicherlich müsste ich es irgendwann tun, aber noch fehlte mir der Mumm.

„Und was mach ich mit meinem Bike?“
„Schmeiß es doch einfach hinten in meinen Kofferraum!“

Es war Schulschluss und Ryan wollte mich mit seinem schicken Cabrio auf eine kleine Spritztour einladen, als auch gerade mein kleiner Bruder Timmy aus der Schule kam.

„Hey Sean, was macht ihr?“, fragte er mich neugierig und sah zuerst mich und dann Ryan. Dieser trug jedoch eine Sonnenbrille, weshalb der Augenkontakt relativ einseitig ausfiel.
„Nur eine kleine Spritztour.“, antwortete ich ihm. „Bitte sag es nicht Mum.“
„Darf ich mit?“, fragte Timmy. Mit dieser Frage hätte ich rechnen müssen. Ich sah mich unschlüssig zu Ryan um, der mir mit einem dezenten Kopfschütteln seine Meinung dazu zu verstehen gab.
„Tut mir Leid Kleiner, ein andermal vielleicht, okay?“ Ich drückte meinem kleinen Bruder einen Kuss auf die Stirn und stieg in Ryans Auto ein, indem ich einfach über die Beifahrertür sprang und punktgenau auf dem Sitz landete. „Wir sehen uns zum Abendessen!“, lächelte ich Timmy entgegen und Ryan trat ordentlich aufs Gas.

„Das war das letzte Mal, dass du dich mit diesem Kerl herumgetrieben hast, haben wir uns verstanden?!“, schrie meine Mutter mich an, als ich abends nach Hause zurückkehrte. „Und dann auch noch in einem Cabrio. Hat der überhaupt schon einen Führerschein?“
„Er hat ein Tag vor seinem Geburtstag die Fahrprüfung erfolgreich bestanden.“, antwortete ich meiner Mutter und hoffte, sie so beruhigen zu können.
„Das ist mir egal.“, sagte sie schnippisch. „Er ist noch zu jung für ein Cabrio.“
„Ist das der Grund, warum Dad und du nicht wollen, dass ich einen Führerschein mache?“, fragte ich nun langsam gereizt.
„Was euch alles hätte passieren können.“, führte meine Mutter weiter aus, ohne auf meine Frage einzugehen. „Doch damit ist nun Schluss. Du wirst diesen Ryan nie wieder sehen. Haben wir uns verstanden?!“
Meine Mutter packte mich am Handgelenk, doch ich riss mich los, denn auch mir platzte nun der Kragen. „Ich lass mir von dir nicht verbieten, wen ich treffe und wen nicht.“
„Von mir vielleicht nicht, aber vielleicht von deinem Dad …“, drohte sie mir nun.
Mir reichte es endgültig und zog es vor, das Haus – mein Zuhause – zu verlassen. Als ich aus dem Wohnzimmer stürmte, entdeckte ich Timmy, wie er auf der Treppe stand und unseren Streit belauscht hatte. Ich warf ihm einen flüchtigen Tut-mir-leid-Blick zu und stürmte raus.
„Sean!“ Meine Mutter rannte mir hinterher, doch ich schwang mich auf mein Bike und raste davon. „Sean, komm zurück!“, rief meine Mutter, während ich die Straße runterfuhr und meine Mutter mir noch ein Stück hinterherrannte, bis sie es aufgab und stehen blieb. Ich drehte mich nicht mehr zu ihr um, würdigte sie keinen Blick mehr.

Dieser Streit hatte ungeahnte Folgen. Ich wusste es nicht und meine Mutter wusste es auch nicht. Niemand hätte wissen können, was an jenem Abend noch geschah. Meiner Mutter die ganze Schuld in die Schuhe zu schieben, wäre falsch gewesen, denn mein Temperament hatte ich schließlich von ihr geerbt. Wie auch immer. Ich hätte nicht mit diesen überkochenden Emotionen Fahrrad fahren dürfen. Ich fuhr schnell. Ich fuhr viel zu schnell. Ich hatte euch von dem Bahnüberquerung erzählt. Nein, es kam kein Zug, aber auf dem Bahnübergang kam mein Bike ins Schleudern und ehe ich mich versah, überschlug es sich und ich schlug mit dem Kopf hart auf dem Straßenbelag auf. Meine Mutter und sogar Timmy haben mich immer wieder davor gewarnt. Ich wollte nicht hören. Ich … ich starb noch am Unfallort.

Fortsetzung folgt …!

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Nicht, dass sie danach 'n Filmriss und alles wieder vergessen haben. Wäre aber nützlich, wenn die Reaktionen negativ ausfallen.

Was ist das Problem an einem Cabro? Hat sie Angst, dass Sean eine Bindehautentzündung vom Fahrtwind bekommt?

Okay … wenn Sean jetzt tot ist, wer ist dann der Protagonist? Timmy? Ryan? Oder irgendwas Übersinnliches, sodass Seans Geist, Seele, whatever weiterexistiert?

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Klingt ja schonmal sehr interessant. Bin gespannt wie es weitergeht.

Vielleicht Timmys Leben aus der beobachterperspektive seines toten Bruders?

Oder Sean greift nich aktiv ins Geschehen ein?

Mal sehn, hoffe Es geht schnell weiter…

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Danke für das erste Feedback.

Ich glaube hierbei ging es viel weniger um das Auto, als viel mehr darum wo er es her hat, aber dazu im Verlauf der Geschichte mehr, wenn Ryan mehr in den Mittelpunkt rückt.

Lasst euch überraschen! ^^

Ich gebe mein Bestes. Der nächste Teil wäre auch schon fertig, aber ich würde trotzdem gerne noch etwas weiter schreiben, bevor ich diesen poste.

Hallo Skystar,

oh Mann, ist das toll, endlich wieder von Dir eine Geschichte lesen zu können. Das freut mich gerade übelst, das glaubst Du gar nicht :grinning:

Und nachdem ich noch bei Zuris Geschichte seinen versprochenen Kommentar hinterlassen habe, konnte ich es kaum erwarten, das hier nun auch zu tun.

Um es kurz zu machen: Ich bin begeistert! Mal wieder. Wie konnte es auch anders sein. Die Erzählweise (dazu komme ich unten noch) ist interessant gewählt. Hier und da ein paar mysteriöse Andeutungen, die mich als Leser natürlich bei der Stange halten, ein bisschen Foreshadowing, Drama und brüderliche Verbundenheit. Ich glaube, das wird eine ganz tolle Story. Also nichts anderes bin ich ja von Dir auch gewohnt – immerhin hast Du die Qualitätsmesslatte (aus meiner Sicht) in der Vergangenheit sehr hoch angelegt :stuck_out_tongue:

Hier also nun ein neues Abenteuer – oder tatsächlich, wie man am (verdammt grausamen) Schluss sieht: Drama. Sean scheint ein netter Typ zu sein. Die Verbundenheit mit seinem Bruder ist wirklich rührend und spürbar liebevoll. Was hat es mit der Verbindung zu Ryan und Sheri auf sich? Dass er nach der Message so eilig dahin düst, kann alles Mögliche bedeuten. Haben die drei ein „besonderes“ Verhältnis? Haben sie was Verbotenes gemacht oder gekifft oder whatever? Andeutungen gibt es genug und sie sind sehr spannend. Seans Mum hat sicherlich nicht ohne Grund so eine enorme Aversion gegen den jungen Mann, dass die Situation am Ende des Teils derart plötzlich und extrem eskaliert.

Die Schreibweise ist gewohnt kurzweilig. Du hältst Dich nicht mit überschwänglichen Details, großen Erklärungen und Verzögerungen auf und dennoch zeichnet die Erzählung ein klares Bild und liefert die nötigen Emotionen. Sehr schön, wie Du ganz unauffällig und unaufdringlich ein paar Details zu Aussehen, Vorlieben und Alter der Figuren einstreust. Das gefällt mir alles richtig gut.


Eine faszinierende Erzählperspektive. Zunächst dachte ich, Der Erzähler, Sean, würde die Geschehnisse rückblickend betrachten – also eine Geschichte erzählen – aber folgende Passage deutet auf etwas ganz Anderes hin:

Hier wirkt es so, dass Sean das Geschehen währenddessen es geschieht, kommentiert. Das ist mal etwas Anderes.

Oder aber … es könnte auch sein, dass Sean die Story doch rückblickend erzählt und die kursiv geschriebenen Stellen wie eine Stimme aus dem Off bei einer Serie zu betrachten ist. Das hast Du gar nicht schlecht gemacht, Sky, da lässt Du jede Menge Möglichkeiten offen, wie er das denn machen sollte, immerhin ist er ja gestorben (noch einmal: was für ein fieser Abschluss!) :thinking:

Generell zu der Frage, wie es jetzt weitergehen soll, habe ich zumindest – sogar dank Dir :wink: – eine gewisse Vermutung. Falls Du Dich fragst, was ich meine: Auf Deiner Seite „Skystar-Stories“ hast Du ein paar verdammt coole Ideen zu Geschichten veröffentlicht, mit jeweils kurzem Teaser – und diese hier war dabei :smiley:

Ich schätze mal, schon im nächsten Kapitel wird der Weg, den die Geschichte nehmen wird, etwas klarer, oder?

Du bist es von mir bisher ja sicher gewohnt, dass ich auch immer etwas zu gefundenen Fehlern sage. Das löse ich diesmal anders :wink:

Aber auf eines muss ich unbedingt hinweisen, weil es ein enorm wiederkehrendes Element ist: Du machst bei der wörtlichen Rede in einem Aussagesatz immer einen Punkt. Das ist doch nicht richtig. Beispiel:

Der Punkt hinter können muss weg. (Nur ein Beispiel, denn das zieht sich durch das ganze Kapitel durch.)


Lieber Sky, ich wünsche mir, dass diese Geschichte möglichst bald fortgesetzt wird und Du von jeglichen Schreibblockaden verschont bleibst. Ich find’s super!

LG, Arokh

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Abend
Ich will euch nicht zu lange auf den zweiten Teil warten lassen, denn gerade bei einer neuen Geschichte muss man seine Leser am Anfang bei der Stange halten, damit ihre Neugier und Leselust vorhanden bleibt. Für Fans von “O:Evo-1570” hab ich auch ein paar Anspielungen hier verpackt. Mal sehen, wer sie entdeckt. (Ist nicht sooo schwer xD)
Mein nächster Absatz geht noch komplett auf ArokhsSohn´s Feedback ein. Wen das also nicht interessiert, der kann dies überspringen und einfach gleich zur Geschichte weiter unten scrollen. Freu mich natürlich immer über Feedback! Danke und viel Spaß!

Hallo ArokhsSohn. Mich freut es auch irgendwie und ich hoffe wirklich, dass ich dieses Mal wieder eine Geschichte zu Ende bringen kann. Ich hoffe es! Hab auch nicht geplant, diese Geschichte zuuu lang werden zu lassen. Hoffe das klappt.

Dieser Schreibstil hat sich bei mir inzwischen wohl wirklich eingeprägt und es freut mich, dass er gut ankommt - zumindest bei dir ^^

Haha stimmt, nachdem du das geschrieben hast, hab ich dort direkt mal nachgesehen. Da haste den anderen Lesern zumindest etwas voraus …

Hm möglich, liest du ja selber gleich. Ich kann nur soviel sagen, dass ich in diesem Teil das Tempo etwas gedrosselt habe, um mich voll und ganz auf Seans Ableben zu konzentrieren. Allerdings könnte der letzte Absatz darauf hinweisen, wie es weiter gehen könnte.

Das ist ein Thema …, da will ich dir nicht widersprechen, ABER ich habe das eigentlich schon immer gemacht und DAS zu ändern wird schwierig, weil ich es mir stark angeeignet habe. Sei also bitte nicht enttäuscht, wenn ich das weiterhin so handhabe.


Fünf Tage später fand meine Beerdigung statt. Es war ein seltsames Gefühl für mich, denn all die Menschen die mir im Leben etwas bedeutet haben, waren nun an einem Ort versammelt. Ja, ich bin tot – und dennoch irgendwie anwesend. Ich konnte meine Eltern sehen – meine Mutter, mit einem Taschentuch in ihrer linken Hand, um ihre Tränen abzufangen – meinen Vater, mit ernster, aber auch trauernder Miene. Neben ihnen stand mein kleiner Bruder Timmy. Seine Mimik konnte ich nicht recht zuordnen. Es schien fast so, als wäre er regelrecht paralysiert. Danach konnte ich ein paar entfernte Verwandte von mir erkennen, meine Großeltern natürlich und ein paar Freunde und Bekannte meiner Eltern. Etwas abseits unter einem großen Baum standen auch meine Freunde. Ich sah Sheri, wie sie eine Träne nach der anderen vergoss. Sie sah in ihrem schwarzen Kleid wirklich todschick aus. Okay, mit mir stimmte irgendwas nicht. Das ich selbst jetzt noch Wortwitze riss, war etwas geschmacklos. Doch als ich dann Ryan entdeckte, verging auch mir schlussendlich das Lachen. Er trug ein weißes Hemd und einen schwarzen Anzug mit schwarzer Krawatte, dazu seine Sonnenbrille. Mir war klar, dass er nicht wollte, dass ihn irgendjemand weinen sah. Zwar schien heute die Sonne, aber er und meine anderen Freunde standen im Schatten des Baumes, weshalb es gar keinen Anlass gab, eine Sonnenbrille zu tragen. Als ich ihn sah, da wollte ich zu ihm und seine Hand halten, aber ich war eine Art Geist und meine Hand glitt einfach durch ihn hindurch. Ich fühlte mich hilflos. Untätig musste ich mit ansehen, wie der Sarg, in dem mein lebloser Körper lag, unter die Erde getragen wurde. Es war ein trauriges und beklemmendes Gefühl. Der Pfarrer sprach ein paar schöne letzte Abschiedsworte, ehe ich langsam mit der Erde zugedeckt wurde und meine Familie, meine Freunde und alle anderen Trauergäste rote Rosen auf mich herabwarfen. Danach wurde meinen Eltern von jedem ihr Beileid ausgesprochen. Ich konnte meiner Mutter ansehen, wie sehr sie sich zusammenriss, um nicht augenblicklich zusammenzubrechen.

„Frau Summers, Herr Summers, mein aufrichtiges Beileid.“, sagte Sheri zu meinen Eltern und obwohl sie versuchte, nicht wieder in Tränen auszubrechen, so gelang es ihr nicht. Mein Vater legte tröstend seine rechte Hand auf ihre linke Schulter.
Meine Mutter schenkte Sheri ein kurzes Lächeln. „Sean hat dich sehr geliebt.“

Auweia, diese Worte sorgten bei Sheri für einen neuen Heulanfall. Alby, ein weiterer Freund von mir, eilte augenblicklich herbei, entschuldigte sich bei meinen Eltern und führte Sheri von ihnen weg. Alby versuchte Sheri in den Arm zu nehmen, doch ließ sie es nicht zu. Meine Eltern blickten ihr besorgt, aber auch etwas verwundert hinterher.

Schließlich fiel der Blick meiner Mutter auf Ryan, der in geringer Entfernung vor ihr stand. Er hatte noch immer seine Sonnenbrille auf. Er traute sich leider nicht, auf meine Eltern zuzugehen. Los Ryan, trau dich! Ich hätte mir gewünscht, dass sich meine Eltern mit Ryan aussprachen und ich konnte erkennen, wie Ryan tatsächlich kurz davor war, einen Schritt auf sie zuzugehen, doch genau in diesem Moment nahm mein Vater meine Mutter an der Hand und sie marschierten zum Parkplatz. Meine Mutter hat Ryan bei der gesamten Beerdigung keines Blickes gewürdigt. Sonnenbrille hin oder her, aber jetzt konnte ich genau sehen, wie mehrere Tränen darunter zum Vorschein kamen. Armer Ryan!

Es schien fast so, als wäre er jetzt allein an meinem Grab, aber dann konnte ich Timmy erkennen, der sich bei all den Beileidsbekundungen im Hintergrund bedeckt hielt. Timmy blickte zu Ryan und ich glaubte zu erkennen, wie Ryan auch ihn ansah. Ich hoffte inständig, Ryan würde die Sonnenbrille abnehmen und meinem kleinen Bruder sein wahres ich – seine wahren Gefühle offenbaren. Leider kam es dazu nicht. Wortlos folgte Ryan seinen Freunden und als mein Vater nach Timmy rief, da ging auch er zum Parkplatz.

Ich erkannte zwar, dass obwohl ich tot war, noch immer irgendwie da war, aber ich wusste nicht warum. Ich schwirrte wie eine verlorene Seele in der Gegend herum und fühlte mich leer und fehl am Platz. Moment … war ich überhaupt in der Lage irgendwas zu fühlen?!

„Timmy, nimmst du bitte die Kopfhörer runter beim Essen.“, bat meine Mutter meinen kleinen Bruder, als sie zu Dritt beim Abendessen saßen.

Kurz vorher war mir aufgefallen, wie meine Mutter vier Teller statt drei aus dem Schrank zog, bis ihr aufgefallen war, dass sie fortan einer weniger waren. Mit zittriger Hand stellte sie den vierten Teller zurück in den Schrank.

„Timmy.“, sagte meine Mutter erneut, als mein kleiner Bruder nicht reagierte. Er hörte Musik, aber nicht so laut, dass er nicht vernahm, was sie zu ihm sagte.
Wenn es um Timmy ging, war meine Mutter eine sehr geduldige Frau und in Situationen wie diesen, natürlich besonders. Leider war mein Vater vom anderen Schlag. Er stand von seinem Stuhl auf und riss Timmy die Kopfhörer vom Kopf. „Das reicht jetzt, Tim. Wir essen zu Abend und egal was ist, verlier bitte nicht deinen Anstand und deine Manieren!“

Die Kopfhörer landeten in einer Schublade außerhalb des Esszimmers. Mein Vater setzte sich zurück an den Tisch und tat so, als wäre nichts gewesen, während meine Mutter Timmy mit einem besorgten und mitfühlenden Blick begutachtete.

Als sie zum Essen anfingen schwiegen alle. Lediglich das Klimpern des Bestecks war zu hören. Die Stille breitete sich immer weiter aus und fühlte sich von Sekunde zu Sekunde unangenehmer an.

„Kann ich meine Kopfhörer wieder haben?“, fragte Timmy plötzlich.
„Nein!“, antwortete mein Vater ihm eisern.
„Ich ertrag diese Stille aber nicht.“, erklärte Timmy ihm und während die beiden sich nun geradeaus ansahen, fing meine Mutter wieder das Zittern an. Ihre Augen wurden feucht, aber sie versuchte krampfhaft sich zusammenzureißen.
„Na schön. Dann reden wir darüber, wie es weitergeht. Ich fahr dich ab sofort jeden Morgen in die Schule.“, sagte mein Vater und holte sich einen Nachschlag aus dem Topf.
„Was? Warum?“
„Weil ich nicht möchte, dass du soweit zur Bushaltestelle laufen musst, wo der Schulbus auf dich wartet.“, erklärt mein Vater ihm. „Im Grunde genommen geht das auch viel schneller, wenn ich dich gleich selber fahre.“
„Ja und zeitgleich verfährst du dein Sprit und verpestest zusätzlich die Umwelt.“, entgegnete Timmy trotzig, dem der Appetit nun endgültig vergangen ist.
„Jetzt sei bitte nicht albern. Es ist beschlossene Sache und Ende.“

Uff, mein Vater war ja schon immer sehr streng, aber jetzt überspannte er den Bogen total. Ich konnte zwar heraushören, dass er sich Sorgen um Timmy machte, aber an der Umsetzung haperte es maßgeblich! Und so wie ich meinen kleinen Bruder kannte, ließ er sich das nicht so einfach gefallen.

„Und wie komme ich nach der Schule wieder heim?“, fragte er. „Du und Mum seid da doch meistens noch in der Praxis.“
„Das regeln deine Mutter und ich schon. Wir werden unsere Arbeitszeiten einfach nur neu einteilen müssen.“, antwortete mein Vater ihm. „Ich fahr dich morgens hin und deine Mutter holt dich wieder ab. So schwer ist das nicht.“
„Na wenn das alles ist …“, sagte Timmy mit einem genervten Unterton.
„Das ist alles.“, bestätigte mein Vater ihm.
„Gut.“, sagte Timmy, stand urplötzlich auf, schnappte sich seine Kopfhörer aus der Schublade und stampfte wütend die Treppe rauf in sein Zimmer.
„Hat wohl keinen Hunger mehr …“, meinte mein Vater sich keiner Schuld bewusst, während er weiter das Essen in sich hineinstopfte. Inzwischen hatte auch meine Mutter ihr Besteck niedergelegt.

Schlimm genug, dass ich tot war, aber musste ich mir jetzt auch noch mitansehen, wie meine Familie immer mehr auseinanderbrach? Ich meine, mein Verhältnis zu meinen Eltern war nie besonders gut, aber es war schwer mitanzusehen, wie Timmy unter all dem leiden musste.

Ich folgte Timmy in sein Zimmer. Er hatte ein sehr schönes Zimmer, etwas verspielt vielleicht. Seine Wand war dunkelblau gestrichen und überall waren Sterne und Kometen zu erkennen. Von der Decke hingen sogar ein paar Planeten aus Styropor herunter.

Timmy warf seine Kopfhörer in die nächstgelegene Ecke und ließ sich auf sein Bett fallen. Ich stellte mich neben das Bett und ging in die Hocke. Timmy schluchzte in sein Kissen. Endlich konnte ich auch ihn weinen sehen. Ich mochte es natürlich ganz und gar nicht, meinen kleinen Bruder weinen zu sehen, aber in diesem Fall war es etwas Gutes. Obwohl mir bewusst war, dass ich ihn nicht berühren konnte, legte ich meine Hand auf seinen Kopf und streichelte ihm durchs Haar. Zu gerne hätte ich mich zu ihm gelegt, ihn in den Arm genommen und ihm gesagt, dass alles wieder gut werde.

Plötzlich legte Timmy seinen Kopf zur Seite und seine verquollenen Augen sahen in die Richtung, wo ich mich befand. Für einen kurzen Augenblick hatte ich gehofft, er könne mich sehen, aber als er seinen Kopf erneut drehte, wusste ich, dass dem leider nicht so war. Ach Timmy …, was kann ich nur tun, um dir den Schmerz zu nehmen?

Fortsetzung folgt …!

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Soll das heißen, dass die Mehrheit den nicht zu würdigen weiß?

Klingt dezent sadistisch :stuck_out_tongue_winking_eye:

Wenn Arokh jetzt schon mit einem rückwirkenden Lektrorat anfängt, lass ich mir das nicht nehmen: Da fehlt ein weiteres s :wink:

Da es keine uns bekannten Kniggel-Regeln für Verstorbene gibt, sollte das schon klargehen. Zumal er ja selbst entscheiden kann, welche Art von Humor er auf seiner eigenen Beerdigung haben will. Außerdem bekommt das eh keiner mit.

Das vorweg: Ja, ich bin ein Grammarnazi und wenn du willst, verkneif ich mir das auch bei den nächsten Kapiteln, aber “so weit” wird in diesem Fall auseinandergeschrieben :wink:

Das ist echt heftig. Vielleicht ist es für ihn sogar noch schlimmer als für seine Familie und Freunde, da er sich quasi auf der Metaebene befindet, auf der er tatenlos zusehen muss, wie sie leiden …

Armer Timmy…
Bruder tot…
Mutter wohl keine allzu große Stütze…
Vater sensibel wie ein Block Eis…

Vermute mal, dass es in der Geschichte um Timmys Lebensweg gehen wird. Was folgte sind dann wahrscheinlich Abstürze, reichlich Dummheiten und der ganze andere Mist den man sich einfallen lässt um irgendwie seine Trauer zu bewältigen…und der Tote Bruder schaut gezwungenermaßen tatenlos zu…oder vielleicht auch nicht…

Mein Interesse hast du auf jeden Fall geweckt

Jippyyyy… Es gibt wieder eine neue Geschichte von Skystar freu :heart_eyes:

Der Titel heißt zwar “Geheimnisse meines Bruders”, doch im ersten Teil erzählt Sean erstmal paar Geheimnisse von sich. Ob er jetzt nach und nach paar Geheimnisse von Timmy rausbekommt, wenn er ihn heimlich beobachtet? :thinking:

Wobei, so wie ich deine Geschichten kenne, wird es da bald noch was Übernatürliches geben. Ich vermute, dass die Brüder doch in irgendeiner Art sich verständigen können werden. Du hast ja auch gerade schon eine erste Andeutung gemacht, wobei nicht klar ist, ob Timmy wirklich wegen ihm dahin geguckt hat oder ob es Zufall war.

Den Vater würd ich gerne zum Mond schießen. Kann man nicht Mal ein bisschen einfühlsamer, rücksichtsvoller sein?

So und nun noch das Thema mordlustige Autoren… Den einen Tod von Sean kann ich dir gerade noch verzeihen, da es der Aufhänger der Geschichte ist und so erst alles angefangen hat. Zudem ist er ja weiterhin der Erzähler. Er ist also selbst noch dabei, als wäre er gar nicht tot. Aber bitte bitte bitte lass es diesmal bei dem einen. anfleh.

Ich bin schon auf den nächsten Teil gespannt. Bitte lass uns nicht zu lange warten.

LG nobody

Hallo Sky,

das ging aber schnell mit einem neuen Teil – und wie erwartet, absolut nicht enttäuschend – im Gegenteil. Du verstehst es, so einfühlsam zu schreiben, dass man gar nicht anders kann, als immer mehr und mehr lesen zu wollen. Richtig gut! :relaxed:

Von den Anspielungen auf O:Evo-1570 habe ich nur die auf Mikas Zimmer gefunden. Peinlich, wo ich mich doch selbst als großen Fan von der Geschichte bezeichne. :sweat_smile: Was waren denn die anderen Anspielungen?

Das gedrosselte Tempo für diesen Teil ist absolut passend und stimmig. Die plötzliche neue Situation, in der sich nun alle befinden, wird hier richtig spürbar beschrieben. Am Anfang des Tages ist alles wie immer, und im nächsten Moment fehlt einfach etwas Wesentliches. Der beste Moment, der direkt Gänsehautpotential hat, ist übrigens für mich:

Nur eine Kleinigkeit, aber gerade deswegen eine ganz starke Szene!

Hinter Ryan steckt offenbar mehr, als nur der eintönige Draufgänger, wie er noch im ersten Teil den Eindruck machte. Bin gespannt, was da noch alles zu Tage gefördert wird. Wie Du die Handlung ganz langsam aufbaust und den einzelnen Figuren nur Stück für Stück Leben einhauchst (Ryan, der Vater)
und Facetten bescherst, find ich auch wieder super.

Sean ist also jetzt eine Art Geist – genauer weiß er es offenbar selbst nicht so recht. Das ist ja mal richtig spannend zu lesen. Ich kann mir leicht vorstellen, dass es da in Zukunft aber auch für den Geister-Sean eine echte Herausforderung sein wird, wenn er verdammt ist, einfach nur zuzusehen und trotzdem Gefühle empfinden kann. Aber bleibt das auch so? Wie nobodyfrm sagte, haben Deine Geschichten ja meistens einen übernatürlichen Touch und wer weiß, was da hier noch so alles möglich wird. Wird Sean nun für alle Zeit als Geist herumgeistern müssen oder hat er noch eine Aufgabe, die erfüllt werden soll, bevor er seine Ruhe findet? Wirklich spannend!

Zum Thema „Eisblock Vater“ möchte ich auch noch was sagen: Es stimmt, er wird hier schrecklich kalt dargestellt und die Szenen am Esstisch sind furchtbar. Aber ich bin mir nicht sicher, ob er tatsächlich per se so ein kalter Mensch ist, wie es scheint. Bemerkungen von Sean, wie, dass er mit ernster aber trauernder Miene am Grab steht, lassen mehr vermuten. Ich könnte mir vorstellen, dass er starke Probleme hat, mit dem Verlust seines Sohnes zurechtzukommen und nicht wirklich damit umzugehen weiß. Diese Regelungen mit dem Zur-Schule-bringen-und-wieder-abholen wirken z. Bsp. völlig überzogen und wie eine hilflose Reaktion – so als stelle er sich vor, somit zumindest wieder etwas Kontrolle zu erlangen. Auch die realitätsfremde Reaktion am Tisch („Er hat wohl keinen Hunger mehr“) kann auch einfach aus Verdrängung der Tatsachen herrühren. Also ich würde den Vater so schnell nicht emotional abschreiben. Sicher, er reagiert “falsch” – aber da kann auch noch mehr kommen. Oder interpretiere ich da zu viel rein und Du hast ihn einfach als Arsch konzipiert? :stuck_out_tongue:

Der größte Verlierer von allen ist allerdings Timmy. Noch ist nicht einmal annähernd geschrieben, wie sehr seine Seele jetzt leiden muss. Das offenbart sich sicherlich erst, wenn der Schock über den plötzlichen Verlust sich langsam legt. Aber es lässt sich schon erahnen, dass es ihm von allen am meisten zu schaffen machen wird. Und wie scheiße muss das für Sean sein, nur danebenstehen zu können und nichts zu tun … oder etwa doch?

Tatsache! Ich hab jetzt mal nachgesehen. Du machst das echt schon immer so. :flushed:

Irgendwie scheint mir das bis jetzt nie aufgefallen zu sein. Mein Grammarnazi von Editor würde mich monatelang im Writersroom einsperren, wenn ich ihm sowas bieten würde >.< (@Zuri: Du verkraftest hoffentlich diese kleine Stichelei :stuck_out_tongue: ). Aber gut, wenn es Dir jetzt sozusagen im Blut liegt, reite ich nicht weiter drauf rum, schlucke es runter und genieße eben einfach die tolle Geschichte ^^.

LG, Arokh

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Worauf du dich verlassen kannst! :stuck_out_tongue_winking_eye: Und ja, dir kann ich nicht böse sein :wink:

Warum glauben eigentlich alle, dass Timmys Geheimnisse enthült werden? Könnte auch ein Trick Skys sein und die Blickrichtung ist umgekehrt: Von Timmy auf Sean. Würde einleuchten, da es da zwischen Ryan und Sean offenbar mehr gibt, als Seans Eltern wissen (sollen).

Vielleicht liege ich auch falsch und Ryan ist einfach nur dazu da, sich um Timmy zu kümmern.

@Quianye Ich hab “Könige der Nacht” noch nicht aufgegeben. Bin da noch dran. Du hörst bald wieder von mir :wink:

So, wie du das sagst, klingt’s schon creepy …

Ich fand dieses Kapitel deutlich besser als das vorherige. Irgendwie war hier alles etwas stimmiger. Aber ich bin auch überkritisch, glaube ich. Das erste wirkte auf mich etwas konfus, wie ein Mosaik.

Er wird wahrscheinlich “ein Mann sein” und seine Trauer vor seiner Familie nicht zeigen wollen. Vielleicht gabelt Sean ihn ja irgendwann auch alleine und weinend auf …

In dieser Situation jemanden vorschnell zu verurteilen, wäre falsch. Aber gerade seine Reaktion (“Er hat wohl keinen Hunger mehr”) lassen mich doch arg zweifeln. Die Mutter scheint ihre Söhne mit ihrer Vorsicht zwar zu erdrücken, aber wenn sich einer im Laufe der Geschichte zum besseren ändert, sehe ich bei ihr eher Chancen.

Oh, ich glaube, dass es durchaus hauptsächlich um Geheimnisse von Sean geht, die entdeckt werden sollen - vor allem halt auch um die Reaktionen der Hinterbliebenen (in erster Linie sicherlich Timmy) . Sean hat ja mehrfach angedeutet, dass es da so einiges zu entdecken gibt. Sicher werden wir auch so manches über Timmy erfahren. Sean deutete da ebenfalls an, dass er zur Zeit seine ganz eigenen (noch nicht näher genannten) Probleme hat.

Das wäre in der Tat eine schöne Szene, glaube ich. Zumal das etwas ist, was man in der Realität eher selten bis gar nicht mitbekommt, wenn ein “Mann da einfach nur seinen Mann steht”.

Ich weiß nicht. Ehrlich gesagt, sehe ich da beim Vater mehr Potential - zumindest hätte es den stärkeren Effekt, an dieser Stelle eine Veränderung zu sehen.

Hab ich schon den naheliegenden Gedanken erwähnte, dass Sean schwul und mit Ryan zusammen ist? Nein, dann eben jetzt. Wenn ja, habt ihr das hier nicht gelesen. Und wehe, jemand sagt mir jetzt “Eure Jedi-Tricks funktionieren bei mir nicht!” Ihr seid keine Toydarianer.

Vermutung liegt schon Nahe. Aber wäre das nicht zu einfach?

Hey Guys,
sorry das es solange gedauert hat. Gibt keine richtige Entschuldigung dafür. Ich will euch auch nicht noch länger quälen und direkt mit dem neuen Kapitel starten. Ich werde versuchen mir am Wochenende Zeit zu nehmen, um dann auf eure Kommentare einzugehen. Danke!


Mein Vater ließ Worte Taten folgen und fuhr Timmy ab sofort jeden Morgen in die Schule. Ich konnte es im Gesicht meines kleinen Bruders ablesen, dass ihm dies sichtlich unangenehm war. Ohnehin waren viele Augen auf ihn gerichtet, denn beinahe jeder wusste von meinem tragischen Tod. Jeder wusste, dass Timmy gerade seinen großen Bruder verloren hat. Jeder … und alle starrten ihn an!

„Also deine Mutter holt dich nach der Schule wieder ab.“, sagte mein Vater. „Pass auf dich auf!“

Dann fuhr er wieder davon, was mich nun doch wunderte. Wollte er Timmy nicht noch die Stufen hochbegleiten? Schließlich könnte er auf dem Weg ins Klassenzimmer noch stolpern und sich ein Fuß brechen. Wie immer spuckte mein Vater große Töne, aber egal. Wichtig war gerade nur eins: Timmy.

Mit gesenktem Kopf und den Blick nach unten gerichtet, betrat er das Schulgebäude. Er kam an einer Gruppe kleiner Mädchen vorbei, die ihn zuerst mit großen Augen anstarrten und dann miteinander zu tuscheln anfingen.

„Hey Kleiner …“ Auf einmal stand mein kleiner Bruder vor dem Hausmeister unserer Schule. Ein großer und eher grimmig dreinschauender Mann, aber … „Das mit deinem Bruder tut mir echt Leid. War ein feiner Bursche.“

Der Hausmeister klopfte Timmy tröstend auf die Schulter und ging dann fort. Timmy blieb an Ort und Stelle stehen. Was mag ihm gerade durch den Kopf gehen? Ich konnte mir vorstellen, dass es nicht leicht war, all die Blicke auf sich zu spüren und egal wie freundlich sie gemeint waren, ständig tröstende Worte zu hören. Vermutlich wollte er gerade einfach nur seine Ruhe.

Und die bekam er zum Rest des Tages zum Glück auch. Klar, die Augen vieler waren noch immer auf ihn gerichtet, aber wenigstens ließen ihn die Lehrer in Ruhe, wenn sie Fragen in den Raum warfen und Schüler aufriefen. Allerdings konnte ich nicht sagen was schlimmer war: Mein eigener Tod und das Gefühl zu sterben, oder mitanzusehen, wie Timmy unter meinem Tod litt. Für ihn war das eine Qual und für mich auch. Was mache ich eigentlich hier? Warum bin ich noch hier? Hat das irgendeinen besonderen Sinn?

Nachdem der Unterricht zu Ende war, verließ Timmy schnurstracks und ohne ein Wort zu verlieren das Klassenzimmer. Auf dem Weg nach draußen begegnete er einer Gruppe von vier Jungs, die ein oder zwei Jahre älter als er waren. Als ich ihre lachenden Gesichter sah, ahnte ich Schlimmes.

„Hey Tim, hab gehört dein Bruder hatte einen Fahrradunfall und hat abgedankt. Kann ich sein Bike haben?“, fragte einer der Jungs.

Boah, dieses riesengroße Arschloch. Hoffentlich bleibt dir das Grinsen im Halse stecken. Ich versuchte meine Emotionen runterzufahren und beobachtete Timmy, wie er darauf reagierte. Zum Glück sehr gelassen.

„Kannst du gerne haben, liegt auf dem Schrottplatz. Passt ja optimal zu einem von euch.“, antwortete er ihnen und lief zügig an ihnen vorbei.

Gut gemacht, Timmy. Lass dich von diesen Deppen nicht unterkriegen.

„Oho, der Kleine wird aufmüpfig.“, reagierte der Junge überrascht, zeigte zugleich aber wieder sein breites hämisches Grinsen. Timmy blieb stehen und drehte sich wieder zu ihnen um. „Früher hat dein Bruder immer auf dich aufgepasst und jetzt wo er tot ist, glaubst du, du wärst groß?!“ Der Junge spielte den coolen Macker und ging auf meinen Bruder zu. „Glaubst du, du bist jetzt stark?! Hm?“ Der Junge gab Timmy einen Schubs und mit einem Mal wirkte mein kleiner Bruder unsicher und verletzlich. „Du bist nichts ohne deinen Bruder, hörst du! Du bist ein Nichts!“

An dieser Stelle möchte ich betonen, dass ich dem Wichser am liebsten eine reingehauen hätte. Doch leider war mir das nicht mehr gestattet. Timmy war auf sich allein gestellt. Ich konnte in seinen Augen einen Anflug von Tränen sehen. Gleichzeitig wirkte er richtig sauer und er schien kurz davor, auf den Jungen loszugehen, als …

„Hey, ab nach Hause mit euch!“

Ein Lehrer kam gerade aus einem der Klassenzimmer und sperrte die Tür ab, als er das Treiben auf dem Korridor bemerkte. Ich kannte den Lehrer nur vom Sehen, aber ich war ihm zutiefst dankbar.

Die Jungs machten sich schleunigst auf und davon. Der Lehrer wandte sich ab und schritt in Richtung Lehrerzimmer davon. Nur Timmy blieb wie angewurzelt stehen. Er hatte seine Hände zu Fäusten geballt. Seine Augen waren feucht, aber er setzte alles daran, hier an Ort und Stelle auch nur eine Träne zu vergießen. Er schüttelte frustriert den Kopf und verließ dann ebenfalls das Schulgebäude.

Draußen schien die Sonne und wie ausgemacht, wartete unsere Mutter bereits auf ihn im Auto. Das Beifahrerfenster war offen und sie winkte meinem kleinen Bruder freudig zu. Von der Sonne leicht geblendet, ging er langsam zum Auto. Auf dem Weg dorthin hielt er jedoch kurz inne. Meine Freunde, Ryan, Alby und die anderen chillten noch ein bisschen bei den Fahrradständern. Ryan saß ganz cool auf einer Eisenstange, ein Fuß an einem nahegelegenen Baum, um sich abzustützen. Timmy beobachtete meine Freunde kurz, ehe er weiter ging. Jetzt bemerkte auch Ryan meinen kleinen Bruder. Er nahm seine Sonnenbrille ab und verfolgte ihn mit seinen Augen bis zum Auto. Mir war sofort klar, dass er in Timmy eine jüngere Version von mir sah und ihm deshalb hinterher starrte. Als Timmy ins Auto einstieg, setzte er sich die Sonnenbrille wieder auf und versuchte betont gelassen auf die anderen zu wirken.

„Wie war die Schule?“, fragte meine Mutter Timmy auf der Heimfahrt, doch mein kleiner Bruder antwortete ihr nicht. „War alles in Ordnung? Dich hat doch hoffentlich niemand belästigt oder?“ Timmy schüttelte den Kopf. Er erzählte ihr natürlich nichts von den Jungs, die ihn gerade eben noch geärgert haben, aber ich hätte an seiner Stelle vermutlich genauso gehandelt. „Ich werde mir jetzt öfters nachmittags frei nehmen, um für dich da zu sein.“, führte meine Mutter fort.

„Das musst du nicht.“, sagte Timmy nun, während er aus dem Beifahrerfenster starrte.

„Ich weiß …“, meine Mutter schluckte, „… aber dein Vater möchte es so.“ Ich konnte meinen kleinen Bruder stöhnen hören und ich musste ehrlich gesagt auch mit den Augen rollen.

Der nächste Tag brach an und wieder wurde Timmy von unserem Vater zur Schule gefahren und wieder wurde er am Nachmittag von unserer Mutter abgeholt. Das wiederholte sich jetzt jeden Tag, Woche für Woche, bis …

„Tut mir Leid Tim, aber eine Patientin von mir hat angerufen. Sie ist im achten Monat schwanger und ihr geht es nicht so gut. Sie hat mich gefragt, ob ich bei ihr vorbeikommen kann, weil ihr Mann mit dem Auto in der Arbeit ist und sie von Zuhause nicht wegkann.“, erzählte meine Mutter meinem kleinen Bruder am Handy, als sein Unterricht zu Ende war. „Vielleicht kannst du ausnahmsweise doch den Bus nehmen?“

„Ja klar, kein Ding.“, antwortete Timmy ihr und wirkte dabei sogar ein wenig erleichtert.

„Danke, aber pass bitte gut auf dich auf, ja? Und bitte kein Wort zu deinem Vater, er denkt nämlich ich wäre unterwegs, um dich von der Schule abzuholen.“

„Na klar.“, sagte Timmy und legte anschließend auf. Er steckte sich sein Handy zurück in die Hosentasche und atmete einmal kräftig durch.

Auch ich atmete einmal kräftig durch. Dieser Anruf musste sich wie ein Befreiungsschlag für Timmy anfühlen. Er war ja quasi von morgens bis abends nur noch von Menschen umgeben. Nie hatte er Zeit für sich allein. Unsere Eltern hatten ihn ständig in ihrer Obhut. Sie passten ständig auf ihn auf, als wäre er aus Watte, dabei hatte er inzwischen bewiesen, dass er innerlich stark war.

Timmy rannte aus dem Schulgebäude und zur Bushaltestelle, aber er hatte leider Pech, denn der Schulbus fuhr ihm vor seiner Nase davon. Dann eben zu Fuß, dachte er sich wohl, als er seinen Heimweg antrat. In diesem Moment fuhr Ryan in seinem Cabrio vor. Er kam neben Timmy zum Stillstand und wirkte sehr unsicher, als er Timmy ansprach.

„Was ist los? Wirst du heute nicht von deiner Mum abgeholt?“, fragte er ihn. Timmy schüttelte etwas schüchtern mit dem Kopf. „Und der Schulbus ist auch schon weg, wie?“, stellte Ryan unruhig fest und wirkte nun richtig zögerlich. „So-Soll ich dich mitnehmen?“

Timmy starrte Ryan nun mit offenem Mund an. Er durfte früher nie mit mir und Ryan im Cabrio mitfahren. Nicht nur, weil Mum ihm – und eigentlich auch mir – das verboten hatte, dass hatte auch noch ganz andere Gründe …

Timmy schüttelte mit dem Kopf, um Ryan zu verstehen zu geben, dass das keine gute Idee sei. Ryan wirkte nicht zufrieden, aber verstand, warum mein kleiner Bruder das Angebot ablehnte. „Also schön …, dann … komm gut nach Hause. Ciao!“

Ryan fuhr in seinem Cabrio davon, blickte aber im Seitenspiegel zu Timmy zurück. Auch Timmy blickte ihm hinterher und bei der Aussicht auf dem langen Nachhauseweg bereute er es doch ein wenig, das Angebot von Ryan nicht angenommen zu haben.

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Mal komplett ohne Zusammenhang: Ich gehe mal davon aus, dass locker 90 % aller Tode mehr oder minder tragisch sind. Das ist nichts Überraschendes, auch wenn ihm noch 10 % zu einem Pleonasmus fehlen.

Das klingt so, als wüsste er von einem Verbot, wonach es aber bisher nicht den Anschein hatte.

Er hat Sean anscheinend auch hinterhergestarrt. Heißt das etwa …?

Sie selbst will sich nicht um ihren Sohn kümmern? Ihr Mann offensichtlich auch nicht.

Du machst es ja spannend. Viel ist noch nicht passiert bzw. enthüllt worden. Bin gespannt, wie’s weitergeht :wink:

Samstagmittag - Zeit auf eure Kommentare ein wenig einzugehen. Vielen Dank im Voraus!

Vielleicht weißt du es ja noch nicht, aber ICH BIN sadistisch! Frag nur @nobodyfrm :grinning:

“auseinandergeschrieben” wird aber auch auseinander geschrieben! :joy:
Alles gut, deute Grammatik ist ziemlich verwirrend, vor allem wenn es mehrere Optionen gibt.

Hm ja und nein … es geht schon um Sean und um es vorweg zu nehmen: Der Titel meiner Geschichte bezieht sich auf Sean und nicht auf Timmy!

:wink:

Das lag vermutlich daran, dass das 1.Kapitel dazu gedacht war, die wichtigsten Charaktere einzuführen und euch ein kurzes Bild zu geben, wer wie ungefähr tickt. Am Anfang jeder Geschichte ist immer alles neu und man muss sich erst reinfinden und jeden kennen lernen. Im Grunde genommen ist ein Mosaik ja auch nichts Schlimmes. Es ist so ähnlich wie ein Puzzle.

Creepy! :scream: :sweat_smile:

Das kann ich aber verneinen! Hier wird es nichts Übernatürliches geben. So in etwa wie bei “Die Zugfahrt meines Lebens”. Das Sean als “Geist” quasi alles “miterlebt” ist schon alles an Übernatürlichem.

Hat dein betteln jemals etwas bei mir bewirkt? :sweat_smile:
Das mit “mordlustige Autoren” nehme ich dir aber übel! So schlimm bin ich doch gar nicht … hust

Ja Mikas Zimmer und Timmys Zimmer ähneln sich sehr. Das dir die andere Anspielung nicht aufgefallen ist, mach ich dir nicht zum Vorwurf. Ist auch keine direkte, aber der Nachname “Summers”, ist das Gegenstück zu dem Nachnamen “Winter” des Protagonisten aus “O:Evo-1570”.

Ist auch mein Lieblingsmoment in dem Teil. Danke!

Da dürfte der nächste Teil sehr interessant werden, denn da geht es dann fast ausschließlich um die Eltern von Sean und Timmy. Mal sehen, ob er auch ein weiches Herz irgendwo tief in sich drin hat.

Der Satz ist natürlich völlig überzogen gewesen, aber du könntest damit nicht Unrecht haben.

Bei “erwähnt” ist ein e hinten zu viel :stuck_out_tongue: Retourkutsche!

Heißt was …?

Jap, eine richtig schöne Bilderbuchfamilie xD

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Spannt die Pferde ein! Macht die Kutsche bereit! Jetzt komm ich! :joy:

“In a family portrait we look pretty happy; we look pretty normal. Let’s play pretend like it comes naturally” :musical_note:

Willkommen im Club der Serienmörder! Komm, steig mit in meine Retourkutsche und wir fahren zum Opferaltar für liebgewonnene Charaktere :wink:

Da muss ich dir leider widersprechen: https://www.korrekturen.de/wortliste/auseinanderschreiben.shtml

Ja, wem sagst du das :sweat_smile: Das erste Kapitel ist seit jeher eine Herausforderung, weil man nirgendwo drauf aufbauen kann, halt irgendwo anfangen und den Leser gefangen- und mit auf die Reise nehmen muss.

Vollkommen richtig :+1: Danke für den Hinweis :slight_smile:

Dass er auf Sean stand/steht?

Nicht, dass er sich irgendwann in Timmy verliebt, weil er Sean in ihm sieht, in einen Gewissenskonflikt gerät und Sean im Himmel oder wo auch immer er ist (achso, ja, Schwule kommen ja in die Hölle (= Gay Sauna)) Amok läuft …

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Hi Sky,

der Kommentar hat etwas gedauert, aber so schnell wie früher bist Du ja auch nicht mehr beim Schreiben :stuck_out_tongue_winking_eye:

Ich mag echt Seans Art, die Dinge zu kommentieren ^^

Sag mal, das kursiv Geschriebene soll doch eigentlich eher Seans Gedankenwelt repräsentieren, oder? Wenn das so ist, ist mir nicht immer ganz klar, nach welchen Regeln das folgt. Diese Passage hier:

hätte doch z. Bsp. nicht unbedingt in kursiv gehalten werden müssen, da es doch eine ganz normale Wiedergabe der Geschehnisse ist :thinking:

Während folgende Stelle wiederum nicht kursiv war, was mich ein bisschen verwirrt:

Haha, die Schlagfertigkeit liegt wohl in der Familie. Sehr schön ^^

Allgemein ist es aber schon hart, was Timmy in seiner Situation auch noch durch solche Vollpfosten erdulden muss. Armer Kerl.

Schöne Szene. Wirkt so, als steckt da mehr Information drin, als es auf den ersten Blick scheint.

Puh, okay, jetzt wirkt der Vater aber wirklich überängstlich, wenn die Mutter sogar bei einem Notfall eine Lüge auftischen muss. Also ein Eisblock kann er eigentlich wirklich nicht sein.

Krasse, aber nicht wirklich überraschende Wendung. Der sonst eher so cool wirkende Ryan kommt ins Stottern …

Ja, aber welche??? Komm schon, Sky. Schreib mal weiter und lass uns nicht so hängen. Nimm Dir kein Beispiel an mir :stuck_out_tongue:

Dieser Gedanke ist mir bei der entsprechenden Szene auch gekommen. Aber dann fragte ich mich: Ist das vielleicht zu offensichtlich?

Auf mich wirkte es eher so, als hätte er es einfach schon probiert und für sich beschlossen, dass er es wohl einfach nicht darf/kann whatever

Liebe Grüße
Arokh

Hallo Skystar. Wann geht es denn hier mal weiter? Fand den Anfang sehr vielversprechend und würde gerne wissen wie es weitergeht. :slight_smile:

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