Die 1% regel

Offenbar ist es ein gängiges Phänomen und wir beobachten es selbst auch bereits seit Jahren: https://en.wikipedia.org/wiki/1%_rule_(Internet_culture)

Joa, bei den Geschichten sieht man ja auch immer wieder stille Mitleser.

Aber ist es jetzt gut, dass wir statistisch gesehen das 100-fache an Benutzern im Vergleich zu Threaderöffnungen und Kommentaren haben? Oder was für Schlüsse ziehen wir daraus für uns?
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Ich lese auch öfter mehr nur mit anstatt selber einen Thread zu eröffnen / kommentieren.
Liegt aber daran, dass ich keinen Plan hab, über was ich schreiben soll. Durch die schiere Anzahl an bereits vorhandenen Threads, ist die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mal etwas neues schreibt recht gering. 2 Threads mit dem gleichen Inhalt will auch niemand haben. Wozu auch?

Ich wollte bestimmt schon 4-6 neue Fässer auf machen aber davor suchte ich hier alles durch und fand auch entsprechende Themen, was einen neuer Thread Sinnentwertet, wenn er doch eh schon vorhanden ist.

Naja man kann ja seine Meinung in eins der vorhandenen Themen schreiben oder im Zweifelsfall auch mal was neues aufmachen wenn das eigene Thema in eine andere Richtung geht oder aktuell ist.

Gerade im Geschichten-Bereich lese ich sehr gerne, doch fällt es mir schwer, was sinnvolles, was einen Mehrwert bringt, als immer nur “super Teil, weiter so” zu schreiben. Ich bin da eher der einfach Konsument.

Was mir auch auffällt, dass mehr Leute eine schnelle kurzweilige Unterhaltung suchen, als über Themen lang und breit in großen Beiträgen zu diskutieren… eher der einfach kurze Chat. Nicht ohne Grund boomen die Messenger-Apps.

Ja, das ist gerade bei den Geschichten schade. Als Autor kann man aus “super Teil, weiter so” immer wenig herauslesen, wenn jeder das schreibt und es irgendwie unpersönlich wird. Aber zum Glück gibt es immer den einen oder anderen, der ausführlichere Kommentare schreibt.

Es gibt bei vielen Geschichten die Möglichkeit, zu spekulieren, wie es weitergeht oder darüber zu reden, welchen Charakter man toll und welches Schicksal man doof findet.

Es wirkt sich halt leider teilweise demotivierend aus wenn man das Gefühl erhält, dass es eh niemanden interessiert was man schreibt. Nicht nur bei den Geschichten, Auch bei den allgemeinen Themen wären selbst kurze Antworten besser als gar keine.

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Das stimmt allerdings - immerhin kann man neuerdings ja bei Beiträgen auch einfach ein Herzchen drücken als mini-feedback. Wenn man nicht so richtig weiss, was man als Beitrag machen könnte.

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Ja, es ist nett, Herzen zu zählen, aber wiegt das auf Dauer gegen den Schreibaufwand auf? Die Leser bekommen die Geschichten, in die eine Menge Arbeit und Herzblut gesteckt wird, kostenlos zu Verfügung gestellt und, ich denke, ich spreche da für den Großteil der Autoren hier, wir machen das auch gerne. aber warme Worte, für die man sich ernsthaft hingesetzt hat, um was individuelles von sich zu teilen, sind halt doch nicht vollends ersetzbar.

Ich für meinen Teil finde dieses Forum sowie die Beitragenden echt Klasse!
Das ist das erste Forum, wo ich der Meinung bin, dass ich hier ruhigen Gewissens nachfragen kann ohne gleich dafür schief angeschaut zu werden. Wenn auch natürlich die Antworten größtenteils von den gleichen Leuten kommen fühle ich mich dennoch heimisch.
Dazu kommt die Tatsache, dass die kommenden Antworten, wenn auch wenige, von hoher Qualität sind und nicht nur daher geplappert sind.
Mir persönlich ist es höchst buggie, wie viele Leute den Betrag lesen. Ich freue mich viel mehr über eine gescheite Antwort oder konstruktive Kritik unabhängig davon, wie viele den Beitrag gelesen / gesehen haben.

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