Deutsche Sportpartei

Manche Leute haben keine große Lust, sich links oder rechts im Parteispektrum einzuordnen, wollen dafür aber dem Sport eine politische Stimme verleihen. Für diese Menschen soll es nun eine Alternative an der Wahlurne geben: Die Deutsche Sportpartei möchte Beitragsfreiheit im Sportverein, richtet sich gegen Doping und sieht Sport als einen Integrationsmotor für Flüchtlinge. Insbesondere will die neue Partei mit ihren Zielen vor allem junge Leute zum Wählen bringen.

Aktuell ist die Deutsche Sportpartei schon mal nicht schlecht aufgestellt: Landesverbände gibt es in Nordrhein-Westfalen und Bayern, Unterstützung auch von Leistungssportlern, möglicherweise kann bald mit einem Olympia-Medaillenträger geworben werden. Zunächst will man aber nur bei den Landestagswahlen in NRW antreten. Ob das erklärte Ziel, die Fünf-Prozent-Hürde, geknackt werden kann, ist bislang allerdings noch offen.

Mehr Infos gibt’s hier: deutschlandfunk.de/deutsche- … _id=367540
Zur Webseite der Deutschen Sportpartei geht es hier: deutschesportpartei.de/

Wie ist das mit euch? Wäre die Deutsche Sportpartei eine Alternative für euch, oder bleibt ihr lieber bei den “alten Parteien”?

Die Idee ist generell gut, aber Sport ist nicht unbedingt das, wofür ich wählen gehen würde. Aber wie, wenn man eine Schwulenpartei gründen würde, müsste man erklären, ob und wenn ja, wie man Themen abdeckt, die über das dem Parteinamen zugrunde liegenden Thema hinausgehen und wird da immer im Fokus bzw. unter Kritik stehen, denke ich, wenn man sich nicht klar positioniert, dazu stehen und damit arbeiten kann.

Ich weiss nicht ob ihr damit jetzt was anfangen könnt :/, aber die Sportpartei setzt dich auch für den eSport ein (Computerspiele :slight_smile:). Womit sie neben den Piraten die einzige Partei ist die das macht. Auch ein CEO des eSport Verband Deutschlands wirkt bei ihnen mit (wie man aus seinem FB-Profil erkennt).

Steigert deren Bandbreite, was ich generell auch wieder gut finde, aber ich bin kein Zocker :smiley:

Klingt jetzt negativer, als es gemeint ist :wink:

Klasse Ansatz … Beitragsfreiheit in Sportvereinen, damit ist dann die Rente gesichert … :stuck_out_tongue:

Die Idee ist ja irgendwie putzig, aber das sind halt Themen, die auf kommunaler Ebene interessant sein können, ob eben der ansässige Sportverein Beiträge erhebt oder nicht :wink: Frage ist halt dann, wie die Sportstätten finanziert werden sollen … bzw es ist sicher angedacht, dass dies durch Steuern geschehen soll

Mit solchen “Zielen” sollte man aber halt nicht auf der großen politischen Bühne mitspielen wollen, das Land NRW hat größere Probleme …

In meinen Augen ist eine Stimme an eine solche Nischengruppierung verschenkt und nützt nur den Parteien, die man lieber nicht in den Parlamenten hätte, denn die werden die 5% garantiert knacken …

Ich persönlich finde die Ziele bzw. Ideen der Partei an sich nicht schlecht.
Die Frage ist nur braucht es so eine Partei wirklich und kann die Partei mit ihren Vorschlägen Probleme nachhaltig lösen?

Sowas ist mal eine interessante Art gegen Politikverdrossenheit und niedrige Wahlbeteiligung vorzugehen, dennoch sehe ich das recht kritisch. Sport ist sicherlich ein wichtiges Gut, dass gefördert werden sollte, aber es ist und bleibt ein Hobby und hat meiner Ansicht nach weniger Relevanz als Themen wie TTIP, Ehe für alle, Syrien, Flüchtlinge, soziale Themen, etc. Für solche Dinge wie den Sport gibt es ja Verbände und Vereine. Sollte so eine Partei wirklich einmal in den Bundestag kommen, muss sie in den wichtigen politischen Fragen ja doch irgendwie Stellung beziehen, also eher “links” oder eher “Mitte” oder eher “rechts”.
Daher kann ich mich Shameless anschließen: Auf kommunaler Ebene ist das recht interessant, wobei im kleinen Kreis auch Personen an sich eine wichtigere Rolle spielen als ihre Parteizugehörigkeit.
Ich bin dennoch gespannt, was sich daraus entwickelt.