Der Tierflüsterer

Mal schauen, wie diese Geschichte bei euch ankommt…^^

Mein Name ist Robert Forster, doch all meine Freunde nennen mich Bobby,also könnt ihr mich ruhig auch so nennen. Ich bin 17 Jahre alt, habe kurzes, schwarzes Haar und gehe wie jeder andere Jugendliche auch zur Schule. Ich bin ein eher ruhiger, in sich gekehrter Typ. Wenn es aber drauf ankam, konnte ich ganz schön frech sein lacht . Ich gehöre zu den Jungen die nie viele Freunde hatten. Ich habe insgesamt zwei. Ihre Namen sind Tobias und Nina, die immer für mich da sind, wenn ich sie brauche und umgekehrt war es natürlich genauso. Zusammen haben wir immer recht viel Spaß. Wenn es Sommer war gingen wir gerne ins Freibad zum schwimmen und wenn Winter war, zum Ski- oder Snowboardfahren in die verschneiten Berge. Leider war ich immer ein klein wenig tollpatschig und so konnte es schon einmal sehr schnell passieren, dass ich in einem Schneehaufen landete und meine Freunde sich über mich lustig machten…grinst Ihr fragt euch inzwischen vielleicht was diese Sternchen um die Wörter herum zu bedeuten haben, dass bin ich, ich kommuniziere hier gerade über meine Gedanken mit euch und die Wörter in den Sternchen spiegeln mein Gemütszustand wieder lacht.
Um eins vornherein klar zu stellen, ich bin nicht verrückt und meine Geschichte die ich euch hier erzählen möchte hat auch nichts mit Fantasy oder Magie zu tun…, dennoch passieren hier ein paar seltsame Dinge wie ihr schon sehr bald feststellen werdet.
Vielleicht noch ein kleines, aber nicht ganz unbedeutendes und für meine Geschichte nicht unerhebliches Detail: Ich bin schwul…sowohl bei meiner Familie, als auch bei meinen Freunden aber noch ungeoutet. Einen Freund hatte ich auch noch nie, geschweige denn, dass ich schon jemals in meinem Leben einen Jungen geküsst hätte. Verliebt war ich aber schon einmal…naja war kann man es nicht nennen, denn eigentlich bin ich es noch. Der Junge in den ich mich verguckt habe weiß noch nichts von seinem (Un-)Glück lacht und ob er es jemals erfahren wird, steht in den Sternen, denn ich bin so feige, dass ich meinen Mund einfach nicht aufbekomme, wenn es drauf ankommt.
Ich habe ihn vor etwa einem Monat das erste Mal getroffen. Ich war mit meinen Freunden Tobias und Nina mit unseren Fahrrädern im Wald um Herbstblätter einzusammeln, die wir für ein Referat in der Schule benötigt hatten. Da hörte ich ein Flüstern. Zuerst dachte ich, es wären nur Laubblätter, die durch den Herbstwind raschelten, doch als ich mich ein wenig in der Gegend umsah, sah ich einen Jungen mit blondem, kurzem Haar hinter einer Baumreihe stehen. Er schien etwas in der Hand zu halten. Erst konnte ich nicht erkennen was es war, doch als ich etwas näher herantrat…natürlich still und leise… erblickte ich ein kleines Eichhörnchen in seinen Händen. Das allein wirkte schon seltsam, waren Eichhörnchen doch eher menschenscheu, doch was wirklich seltsam war, war die Tatsache, dass der Junge mit dem Eichhörnchen zu reden schien.
Meine Augen und mein Mund standen weit offen. Ich muss ziemlich dämlich aus der Röhre geguckt haben, denn plötzlich traten meine Freunde hinter mir vor und Nina sagte: “Hast du Hänsel und Gretel gesehen, oder warum schaust du wie ein Irrer?!”
Nett, dachte ich mir. Erstens hab ich mich so erschrocken, als die Beiden plötzlich hinter mir standen und zweitens habe ich mich dabei so schnell umgedreht, dass ich auf den nassen Blättern am Boden ausgerutscht und hingefallen bin. Muss wohl nicht erwähnen, dass der Junge mit dem Eichhörnchen, dadurch auch aufmerksam auf mich wurde. Wieso passieren solche peinlichen Auftritte eigentlich immer nur mir, fragte ich mich.
Der Junge setzte das Eichhörnchen am Waldboden ab und rannte dann schnell davon. “Wer war denn das?”, wollte Tobias wissen, doch ich konnte ihm zu damaliger Zeit noch keine Auskunft geben.
Nach meinen Schätzungen zu urteilen, war Justin genauso alt wie ich, weshalb ich natürlich alle Parallelklassen in unserer Schule nach ihm absuchte. Doch Fehlanzeige. Ich hatte die Suche schnell wieder aufgegeben? Warum? Er sah schon süß aus…wie er da in dem Wald stand…mit dem Eichhörnchen in den Händen, aber ich kannte ihn ja schließlich gar nicht. Es vergingen drei Wochen und ich hatte den Jungen schon fast wieder vergessen, als ich einen Zeitungsartikel las, in der es um einen “Tierschützerpreis” ging. Neben dem Artikel war ein Bild zu sehen und wer war auf dem Bild zu sehen? Dreimal dürft ihr raten! Nein Gollum war es nicht und Bambi auch nicht. Ratet nochmal! Genau! Es war der Junge und welch ein Glück für mich, es stand sogar der Name und das Alter dabei: Justin Taler, 17 Jahre alt. Er hatte den “Tierschützerpreis” gewonnen. Coole Sache dachte ich, auch wenn viele andere vielleicht der Meinung waren, dies wäre langweilig.
Trotzdem wusste ich jetzt immer noch nicht, wo ich Justin wiedersehen könnte. Ich versuchte einfach mein Glück nochmal im Wald. Wenn er so tierlieb war, würde er vielleicht dort noch einmal auftauchen, dachte ich mir.
Eine weitere Woche verging und jeden Tag fuhr ich mit meinem Fahrrad etwa ein bis zwei Stunden im Wald herum, leider ohne Ergebnis. Und nun kommen wir zum aktuellen Geschehen meiner Geschichte. Es war Sonntag, das Wochenende fast vorbei, morgen würde wieder Schule sein…Wieder suchte ich den Wald nach Justin ab und ich wollte gerade nach Hause fahren, als ich endlich fündig wurde! Ich hab Justin gefunden! Gedanklich Freudentanz aufführ

Fortsetzung folgt…

Und weiter gehts…

Ja er war es, er war es tatsächlich! Mitten im Wald stand Justin Taler und blickte zu den Baumkronen hinauf. Sollte ich nach ihm rufen? Was ist wenn ich kein Ton raus bekomme, zu stottern anfange, oder noch schlimmer nur Unsinn rede? Ich würde im Erdboden versinken… Während ich da mit meinem Fahrrad so dastand und nachdachte, überlegte ich auch, was Justin da eigentlich machte. War er etwa…nein, das konnte doch nicht wahr sein oder? Zwitschert er gerade wirklich mit einem Vogel, der in den Baumkronen sitzt? Völlig perplex fasste ich mir schließlich Mut. Ich stellte mein Fahrrad an einem Baumstamm ab und ging auf ihn zu. Diesmal raschelte ich absichtlich mit meinen Füßen in den Blättern, die auf dem Boden lagen, damit er nicht erschrak und aufmerksam auf mich wurde. Justin drehte sich um.
“Bitte nicht wieder weglaufen!”, bat ich ihn ganz schnell.
“Kennen wir uns?”, fragte er skeptisch.
“Äh…ja, das heißt nein!”, antwortete ich und facepalm fing doch an zu stottern.
“Was denn jetzt?”, fragte er noch einmal.
“Nein, wir kennen uns nicht!”, antwortete ich ihm noch einmal, diesmal mit etwas kraftvoller Stimme. “Allerdings haben wir uns schon einmal getroffen. Vor etwa einem Monat, auch in diesem Wald!”
“Ich bin oft in diesem Wald und ich treffe öfters Menschen hier, die spazieren oder mit ihrem Hund Gassi gehen.”, sagte Justin zu mir.
“Naja, aber Typen wie mich gibt es doch nicht oft hier, oder?!”, grinste ich ihn an und betete, dass es nicht arrogant oder so klang. Doch ich wurde überrascht…
“Stimmt! Meistens sind hier nur ältere Leute unterwegs, einen so hübschen Jungen wie dich hab ich hier glaub ich noch nie gesehen.”, sagte er und ich merkte, wie ich auf einmal ganz rot im Gesicht wurde.
“Aber du erinnerst dich nicht an mich oder?”, hackte ich schließlich noch einmal nach.
“Nein…sollte ich?”
Etwas niedergeschlagen von seiner Antwort, antwortete ich: “Ich war vor einem Monat mit meinen Freunden hier im Wald und hab dich dabei beobachtet, wie du mit einem Eichhörnchen geredet hast!”
Justin überlegte, dann schien es ihm wieder einzufallen und er musste lachen. Ich wusste nicht wieso… “Du warst der Junge, der ausgerutscht und hingefallen ist, oder?!”, sagte er schließlich…und ich wurde wieder rot…
“Das ist nicht lustig.”, sagte ich leicht enttäuscht und wütend darüber, dass er sich ausgerechnet daran erinnern musste.
“Also ich fands lustig, auch wenn ich vor lauter Schreck geflohen bin.”, sagte er und grinste mich dabei an und irgendwie war sein Grinsen so ansteckend, dass ich auch lächeln musste.
“Naja ich muss dann mal wieder.”, sagte Justin schließlich. "War nett, dich wieder getroffen zu haben.
Er will gehen? Jetzt schon? Das konnte ich auf gar keinem Fall zulassen. “Ä-Ähm…wie kommt es das du mit Tieren sprichst?”, brachte ich schließlich leicht stotternd hervor.
Justin blieb stehen und schaute mich nervös und ängstlich an. “Ich weiß nicht wovon du redest.” sagte er und sein Grinsen von gerade eben war nun verschwunden.
“Ich hab dich doch gesehen und gehört. Du hast mit dem Vogel geredet…du hast gezwitschert!”, antwortete ich ihm.
“Du musst dich geirrt haben.”, sagte er.
“Nein hab ich nicht!”
“Tut mir Leid, aber ich muss nun wirklich los. Vielleicht sieht man sich ja irgendwann einmal wieder.”, meinte er.
“Wo wohnst du denn und zu welcher Schule gehst du?!”, rief ich ihm noch fragend hinterher.
“Ich wohne im Zoo und ich geh auf keine Schule!”, antwortete er mir laut und verschwand dann ohne ein weiteres Wort.
Nun stand ich da allein im Wald und stellte mir nur eine Frage - Was meinte er mit, er würde im Zoo leben?!

Fortsetzung folgt…

Hoffentlich :slight_smile:

Dachte schon es liest keiner. Wäre das der Fall gewesen hätte ich über kurz oder lang aufgehört zu schreiben. Aber es geht bald weiter… :slight_smile:

Eine zarte Hand streichelte meine Wangen. Die blauen Augen von Justin, der mir gegenüber saß, blickten mich eindringlich an. Sein Gesicht kam meinem immer näher. Er schloss seine Augen und ich tat es ihm gleich. Das Nächste was ich spürte war ein wohlfühlendes, warmes Gefühl. So schön, dass ich vor Freude…“Brenne! Ich brenne!”, schrie ich lauthals, während sich meine Klassenkameraden alle über mich lustig machten und mein bester Freund Tobias, der neben mir saß, amüsiert mit einem Feuerzeug rumspielte.
“Na endlich aufgewacht aus deinem Traum?”, fragte er mich und lachte dabei.
“Spinnst du oder was?!”, rief ich wütend. “Wolltest du mich etwa in Brand stecken?!”
“Robert Forster, schläfst du etwa in meinem Unterricht?”, fragte der beleibte Lehrer Herr Frenzel, der uns gerade in Chemie unterrichtete.
“Ich doch nicht Herr Frenzel. Ich träume nur…!”, antwortete ich ihm müde, frech und noch immer leicht sauer auf Tobias, da dank ihm mein schöner Traum ein jähes Ende fand.
“Für deine Tagträumereien ist in deinem Unterricht kein Platz Robert. Pass gefälligst auf!”, wies mich Herr Frenzel an.
“Jawohl!”, murmelte ich nur und lies meinen Kopf in meine verschränkten Arme auf den Tisch fallen, während Herr Frenzel seinen Unterricht wieder aufnahm.
Tobias Kopf näherte sich meinem. “Komm mir nicht so nah!”, schrie ich aufgebracht, weil es mich an meinem Traum erinnerte, nur dass es Tobias war, der mir nun näher rückte.
“Schrei doch nicht so, oder willst du das Herr Frenzel uns nachsitzen lässt? Ich wollte dich nur fragen, ob mit dir alles ok ist. Irgendwie benimmst du dich eigenartig…, nicht das du schon immer eigenartig gewesen bist.”, meinte Tobias.
“Es ist alles ok mit mir.”, murmelte ich so vor mich hin.
“Wirklich?”, hackte Tobias nach.
“Jaaaha!”, antwortete ich genervt.
“Ok.”, sagte Tobias, ging mit seinem Kopf wieder weiter weg und ließ mich in Ruhe.

Der Gong läutete, die Schule war zu Ende! Ich machte mich zu Fuß alleine auf den Heimweg und dachte über Justin und seine Worte nach. Er lebt im Zoo…wo denn da? Konnte man da irgendwo wohnen? Aus irgendeinem Grund musste ich mir vorstellen, wie Justin mitten unter den Elefanten auf Stroh schlief. Gäbe sicher ein tolles Bild ab, dachte ich mir.
Schließlich wurde ich aus meinen Gedanken gerissen, als man meinen Namen rief und kurz darauf mich zwei Hände von hinten an den Schultern packten. “Hey Bobby, hast du uns denn nicht gehört?”, fragte meine beste Freundin Nina.
“Nö!”, antwortete ich kurz und knapp.
“Du solltest mal deine Ohren putzen.”, meinte Tobias. “Ich habe dreimal nach dir gerufen!”
“Oh, tut mir Leid.”, sagte ich nur.
“Ist alles ok mit dir?”, fragte Nina mich schließlich und ich warf den Beiden einen genervten Blick zu.
“Es geht ihm gut Nina!”, antwortete schließlich Tobias für mich. "Ich habe ihn heute bereits dasselbe gefragt.
“Du weißt, wir sind deine Freunde. Wenn was ist, kannst du immer zu uns kommen und mit uns reden.”, sagte Nina, als hätte sie Tobias Worte ignoriert.
“Jaa, danke!”, antwortete ich ihr schließlich etwas weniger genervt und etwas dankbarer, denn schließlich machte sie sich nur Sorgen um mich. Schließlich fragte ich: “Habt ihr Lust heute mit mir in den Zoo zu gehen?”
“In den Zoo? Wieso das denn?”, fragte Tobias verdutzt.
"Naja…einfach so eben…, war da schon lange nicht mehr.
“Heute nicht. Hab noch viele Hausaufgaben zu machen!”, antwortete Nina. “Außerdem war ich erst neulich mit meiner Familie da. Familienausflug nannte sich das.”, sagte sie und verdrehte dabei die Augen.
“Ich hab auch jede Menge an Hausaufgaben, tut mir Leid!”, antwortete Tobias.
“Schade.”, sagte ich.
“Du weißt aber schon, dass du auch viele Hausaufgaben auf hast, oder?”, fragte Tobias mich.
Ich sagte darauf nichts. Ich könnte natürlich auch alleine in den Zoo gehen, aber irgendwie wäre mir das unangenehm gewesen. Was wenn ich Justin dort wirklich antreffen würde? Was sollte ich ihm sagen? Sollte ich dann zu ihm gehen und sagen: “Hey Justin, hier bin ich! Schönes Zuhause hast du hier!”? Nein, dass ginge auf gar keinem Fall.
Tobias schien mich beobachtet zu haben, denn er sagte: “Aber wenn du unbedingt in den Zoo willst, dann können wir ja mal am Wochenende dort hin gehen.”
Sofort sah ich Tobias an und freute mich tierisch. “Jaaa, das wäre wunderbar!”, und ich grinste dabei.
“Muss ich trotzdem passen.”, sagte Nina. “Mir langt mein eigener Privatzoo mit euch schon.” Nina und Tobias fingen an zu lachen und ich lachte ebenfalls. Wie gut, dass ich meine Freunde habe!

Fortsetzung folgt…!

Von wegen keiner liest das! Die trauen sich nir nicht etwas zu posten!
Ich mag die geschichte :slight_smile: warte auf weitere teile
Lg
Marius

Ganz genau. Auf 100 Vievs kommen etwa zwei Postings, so ist es meistens. Viele Leser sind nicht mal angemeldet, können folglich nicht ihren Senf abgeben. Und viele Mitglieder lesen mit ohne sich einzuloggen - mach ich auch oft. Nur wenn ich eine Story so gut finde, dass ich nicht an mich halten kann, dann muss ich ja… so wie jetzt gerade :slight_smile:

Freut mich zu hören :smiley:
Heute Abend gehts denk ich weiter…

Ich für meinen Teil schließe mich dem lieben Olli an. Kommentieren tu ich nur eenn mich etwas stört, dann aber nur wenn es gaaaaanz schlimm ist, oder wenn ich einen schreibstil besonders toll finde. Diese nervigen kommentare “wann geht es weiter (schluchz, mammi)” und “find ich gut…” will doch keiner hören. Man will doch genau wissen WAS man gut macht und noch wichtiger was macht man nicht so gut :wink:
Mfg Luki <3

Sorry für die Verspätung. Habs teilweise immer wieder vergessen^^

Mir konnte die Woche gar nicht schnell genug rumgehen, damit ich am Samstag mit Tobias in den Zoo gehen konnte um dort auf Justin zu treffen. Tatsache war jedoch, die Woche verging langsamer als jemals zuvor - zumindest kam mir das so vor. Ich wurde schon ganz nervös vor Aufregung und wippte mit meinen Füßen im Unterricht hin und her. Irgendwann fragte mich Tobias ob ich wegen irgendetwas so nervös wäre. Natürlich sagte ich ihm nicht, dass ich nur in den Zoo gehen wollte, um dort einen Jungen zu treffen. Er würde mich schief von der Seite angucken und außerdem war ich immer noch vor meinen Freunden ungeoutet. Ich weiß auch nicht so recht, warum ich dieses Geheimnis so lange für mich behielt. Sie sind meine Freunde, wir konnten uns bisher immer alles sagen. Nur irgendwie wollten mir diese Worte, dass ich schwul bin, nicht über die Lippen. Doch ich wusste der Tag war nicht mehr fern…

Samstag Mittag; Als ich mit Tobias endlich im Zoo ankam spielte ich vor meinem besten Freund Gelassenheit vor innerlich aber laut jubelte vor Freude.
“Wo willst du als Erstes hin?”, fragte Tobias mich. Doch er wartete meine Antwort nicht ab. “Dort drüben sind Zebras und dann kommen die Giraffen und die Elefanten. Gehen wir als Erstes da hin, ja?!”
“Hm…ok.”, sagte ich nur, während meine Augen den Zoo nach einem süßen Blondschopf Ausschau hielten.
“Was meinst du, sind Zebras weiße Pferde mit schwarzen Streifen oder schwarze Pferde mit weißen Streifen?”, fragte Tobias mich belustigend, doch ich antwortete ihm nicht. “Sag mal, nach wen oder was suchst du?”
“Niemanden!”, antwortete ich ganz schnell und starrte nun ebenfalls zu dem Gehege der Zebras. “Weiße Pferde mit schwarzen Streifen!”, antwortete ich ihm schließlich.
“Ok.”, sagte Tobias nur, leicht enttäuscht.
“Können wir weiter gehen?”, fragte ich Tobias, nachdem ich Justin nirgendwo entdecken konnte.
“Schon? Na gut.”, sagte Tobias und folgte mir auf Fuße.
Ich ging den Weg Richtung der Elefanten, an den Giraffen vorbei.
“Hey, was ist mit de Giraffen?”, fragte mich Tobias.
“Hm…ich find Elefanten interessanter.”, erklärte ich ihm, doch in Wahrheit musste ich an das denken, was mir neulich in den Sinn kam: Schläft er vielleicht in dem Gehege der Elefanten? Natürlich wusste ich, dass das ausgemachter Blödsinn war, trotzdem wollte ich Gewissheit. Ich lief also schnurstracks auf das Elefantengehege zu und dort angekommen ließ ich meine Blicke umherschweifen.
Tobias folgte meinen Blicken und stellte mir wieder die Frage: “Nach wen zum Geier suchst du?!”
“Niemanden.”, sagte ich wieder, doch sah ich ihm dabei nicht in die Augen und suchte lieber weiter die Gegend ab.
“Ja klar, erzähl das dem Osterhasen.”, sagte Tobias.
Er war nicht hier. Justin war nicht hier. Schade. “Du Bobby, ich gehe!”, rief mir Tobias schließlich zu und ich hörte endlich auf nach Justin zu suchen.
“Was? Wieso denn?”, fragte ich mir mit der Hand ins Gesicht klatschte für diese selten dämliche Frage
“Frag nicht so blöd. Du bist wie es scheint ja eh anderweitig beschäftigt!”, antwortete Tobias mir.
“Tut mir Leid…ich…!”
“Ja was?”
“Ich schenk dir ab jetzt meine ganze Aufmerksamkeit ok.”, log ich.
“Okay. Ich glaub du warst in deinem früheren Leben ein Elefant. Die haben auch solche Dickschädel.”, sagte Tobias und lachte.
Ich lachte mit, doch war ich gedanklich gesehen natürlich immer noch bei Justin. Vielleicht muss ich ihn gar nicht suchen. Vielleicht läuft er mir auch einfach über den Weg. Hoffentlich, dachte ich.
Eine ganze Zeit verging, ich und Tobias waren bereits durch die Hälfte des Zoos durch, als wir zum Affengehege ankamen.
“Affen sind gar nicht so dumm, wie alle behaupten. Sie sind sehr klug.”, erklärte Tobias.
“Ja ich weiß. Sie können schwierige Rätsel lösen und alles. Nicht umsonst sagt man auch, wir würden vom Affen abstammen.”, sagte ich.
“Ich stamm vom Affen ab, du von Elefanten.”, sagte Tobias und grinste dabei.
“Sehr lustig, wie oft willst du das denn jetzt noch sa…”, ich beendete meinen Satz nicht, denn auf einmal sah ich einen Zoowärter ins Affengehege reingehen. Erst dachte ich mir nichts dabei, denn er würde den Affen bestimmt nur was zum Essen geben, aber dann fielen mir die blonden Haare unter der grünen Schirmmütze auf. Die Statur und das Alter könnten auch passen, doch war er immer noch zu weit weg um sein Gesicht genau erkennen zu können.
Schließlich verließ der Wärter das Gehege wieder und kam auf den normalen Pfad für Besucher zu. Das war meine Chance dachte ich mir und ging auf ihn zu. Tobias folgte mir, leicht verwirrt. Er kam mir immer näher und näher…und tatsächlich war er es auch. Justin im grünen Overall und grüner Schirmmütze kam mir entgegen. Er warf mir einen überraschten und zugleich schockierten Blick zu.
“Hey Justin!”, rief ich ihm zu, doch Justin senkte nur seinen Kopf und versuchte mir schnell aus dem Weg zu gehen.
“Justin?!”, rief ich ihm fragend hinterher. Ich rannte ihm nach, packte mit einer Hand seiner Schulter und er drehte sich folglich um. Ich konnte nun in sein Gesicht sehen und was ich sag gefiel mir gar nicht. “I-Ist, ist das ein blaues Auge?”, fragte ich ihn stotternd und schockiert!

Fortsetzung folgt…!

omg… ein Cliffhanger! Grmbl :slight_smile:

Und weiter gehts. Hoffe euch ist das Tempo angenehm. Auch von der “Lovestory” selber her…

“Was ist denn mit deinem Auge passiert?”, fragte ich Justin ohne zu zögern.
“Bin nur gegen eine Wand gelaufen!”, antwortete Justin mir, drehte sich dabei aber mit seinem Kopf zur Seite.
“Das muss eine komische Wand gewesen sein, die dich nur in einem Auge trifft.”, stellte Tobias fest. “Bobby möchtest du uns nicht vorstellen?”
“Oh…ähm…ja klar.”, antwortete ich ihm verunsichert. “Justin das ist Tobias, mein bester Freund. Tobias das ist Justin, er…”
“Wir kennen uns aus dem Wald.”, beendete Justin den Satz für mich und reichte Tobias die Hand zur Begrüßung. “Freut mich.”
“Freut mich auch.”, sagte Tobias mit leicht zweifelnder Stimme. “Aus dem Wald? Moment mal…stimmt, da war mal was.”
“Das ist doch egal.”, sagte ich schließlich, aus Sorge um Justin. “Sag mir die Wahrheit. Was ist mit deinem Auge passiert?”
Justin schien erst zu grübeln, schließlich sagte er: “Na gut…es ist mir eigentlich etwas peinlich, aber gestern hat mich einer der Affen hier versehentlich einen Hieb versetzt.”
“Du wurdest von einem Affen verprügelt?”, fragte Tobias und schien sich das Lachen gerade noch so verkneifen zu können.
“Ja.”, sagte Justin nur.
Tobias konnte sich nicht mehr halten und lachte los. Ich sah ihn nur bitterernst an. Es war glaub ich doch ein Fehler nicht alleine hierher zu kommen. Tobias würde mir alles vermasseln, wenn er weiter so lacht. Was wohl Justin bereits von mir denken mag…
“Naja ich geh dann mal. Hab noch zu tun. Bis dann.”, sagte Justin und ich wurde saus meinen Gedanken gerissen.
“Nein warte, ich bin doch nur hierher gekommen, weil ich dich sehen und mit dir reden wollte!”, rief ich ihm zu. Was sich als Fehler herausstellte, denn Justin sah mich überraschend an und Tobias hörte abrupt auf zu Lachen und schien ein Licht aufgegangen zu sein.
“Bobby wolltest du in den Zoo wegen Justin?”, fragte er mich schockiert.
“J-Ja!”, antwortete ich ihm leise und mit etwas zittriger Stimme.
“Toll…wirklich toll.”, sagte Tobias und man konnte ihm die Wut im Gesicht ablesen. Er drehte mir den Rücken zu und ging davon.
“Tobias warte!”, rief ich ihm noch hinterher, doch er blieb nicht stehen und ging weiter. “Es tut mir Leid!” Doch ob er das noch hörte und interessierte war fraglich.
“Ähm…”, räusperte sich Justin, denn ich fast vergessen hatte, obwohl ich ja wegen ihm überhaupt gekommen bin.
“Tut mir Leid.”, sagte ich zu ihm. “Tobias kriegt sich schon wieder ein. Er braucht nur eine Weile, um wieder runter zu kommen.”
“Du bist meinetwegen gekommen?”, fragte Justin mich.
“Ähm…ähm.” Im Erdboden vor Scharm versank “Ja…?!”
“Das ist ja süß von dir.”, sagte Justin gegen all meine Erwartungen, grinste mich an und ich konnte nur verlegen zum Boden schauen.
“Leider muss ich aber wirklich weiter arbeiten. Ich bekomm eine Menge Ärger, wenn…”
“Justin!”, schrie eine laute, angsteinflösende Stimme. Ein großer hünenhafter Mann mit Vollbart schritt auf uns zu. “Was stehst du hier so rum. Erledige gefälligst deine Arbeiten!”
“J-Ja Chef!”, antwortete Justin ihm.
“Wer bist du denn?!”, fragte mich der Chef des Zoos noch immer mit lauter Stimme, aber trotzdem schon wesentlich freundlicher."
“I-Ich bin ein F-Freund von Justin!”, brachte ich leicht ängstlich aus meinem Munde.
“Ein Freund?”, Der Chef sah mich skeptisch an. “Justin hat keine Freunde! Das wüsste ich, ich bin nämlich sein Vater!”
Ich schluckte. Sein Vater? Na aber hallo, ein sehr geselliger Typ.
“Du stehst ja immer noch wie angewurzelt da!”, schrie Justins Vater seinen Sohn an. “Na los beweg dich, oder soll ich dir Beine machen?”
“Ich geh ja schon.”, sagte Justin mit leiser Stimme und trabte ab. Zum Abschied warf er mir noch einen traurigen Blick zu.
Dann stand ich alleine da. Und irgendwie hegte sich in mir der Verdacht, dass das blaue Auge nicht von einem Affen stammte…

Fortsetzung folgt…!

Für meine treuen Leser…auch wenn sie nichts kommentieren xD…

Nach dem Zoobesuch und den Erlebnissen dort, spielten sich alle möglichen Szenarien in meinem Kopf ab, im Laufe der nächsten Woche. Könnte es sein, dass Justin von seinem Vater geschlagen wurde. Normalerweise würde ich keinem Menschen unterstellen, sein Kind geschlagen zu haben, vor allem wenn ich ihn gar nicht kenne, aber die Art wie sich Justins Vater gab und die negative Aura die er versprühte, setzen in mir ein mulmiges Gefühl aus.
Ich machte mir wirklich Sorgen um ihn. Gerne hätte ich mit meinen Freunden darüber geredet, doch Tobias war immer noch sauer auf mich, was ich verstehen konnte und auch Nina schien nicht allzu gut auf mich zu sprechen zu sein. Wahrscheinlich hat Tobias ihr alles erzählt. Mit Sicherheit hat er es sogar. Die Beiden sind noch enger befreundet, als sie es mit mir sind, was daran liegt, dass sie sich schon im Kindergarten kennen lernten, während ich erst in der Schule in der ersten Klasse mit ihnen Bekanntschaft machte. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und wurde ein unschlagbares Trio, dass immer Spaß miteinander hatte. Doch nun war Tobias sauer und Nina verstimmt, da half auch meine x-tausende Entschuldigung bei Tobias nicht. Manchmal konnte er richtig dickköpfig sein.
Doch im Moment machte ich mir um Justin größere Sorgen.Ich muss Gewissheit erlangen. Ich musste erfahren, was mit Justin passiert ist. Gleich am Sonntag nach meinem Zoobesuch bin ich noch einmal in den Zoo gegangen um nach Justin zu sehen, doch diesmal lief er mir nicht über den Weg. Einem anderen Wärter zu urteilen, meldete sein Vater ihn krank. War das die Wahrheit?
Egal, dachte ich mir. Ich fuhr täglich mit meinem Fahrrad in den Wald um nach zu denken und mit der kleinen Hoffnung, dass mir Justin über den Weg laufen würde. Ich wartete oftmals an der Stelle wo wir uns das erste mal begegnet sind - leider vergebens. Mit jedem Tag wurde es kälter, der Boden wurde weicher und weicher. Der November zeigte sich von seiner grausamsten Seite und während ich im Wald wartete fing es langsam an zu regnen.
Zu Beginn waren es nur leichte Tropfen und ich konnte mich unter einem Nadelbaum in Sicherheit bringen, doch schnell wurde der Regen stärker und es fing sogar an zu donnern. Der Himmel leuchtete auf. Ein Blitz dachte ich. Ich muss hier weg, ehe er noch in einen Baum einschlägt.
Ich setzte mich auf mein Fahrrad und fuhr los. Durch den Regen wurde der ohnehin schon aufgeweichte Boden noch weicher und matschiger, so dass ich nur sehr schwer vom Fleck kam. In einer Kurve passierte schließlich das Unglück. Mein Fahrrad kam ins Schleudern und ich fiel auf die Seite zu den Füßen eines Baumes in den Schlamm. Über mir knackten die Äste und Zweige eines blätterlosen Laubbaumes und darüber wiederum prasselte der Regen nur so auf mein Gesicht hinab. Donnerwetter dachte ich. Dann blitze es und ehe ich mich versah brachen einige der Äste und Zweige des Baumes bei dem ich gelandet war ab und fiel genau auf mich drauf. Ich versuchte noch mich mit einen Händen zu schützen, dennoch traf mich die Wucht und Anzahl der Äste schwer. Einer prallte auf meine Füße und ich schrie laut auf. Ein anderer flog auf meinen Kopf und in derselben Minute wurde mir schwindliger und ich sah vor mir alles nur noch verschwommen.
Bevor ich das Bewusstsein verlor, konnte ich einen Ruf in der Ferne hören. Die Stimme eines Engels rief nach mir. Der Engel tauchte vor mir auf, seine Hände packten meinen Körper und halfen mir auf. Er trug mich ein kleines Stück, bis wir bei einem Tier ankamen. Ein großes weißes Pferd, soviel konnte ich gerade noch erkennen. Das nächste was ich noch weiß ist, dass mich der Engel auf das Pferd hievte und dann selber mit aufstieg und mich gut festhielt. Dann ritt das Pferd los. Meine Augen schlossen sich langsam und bevor ich das Bewusstsein verlor sagte ich: “Danke das du mich gerettet hast - Justin!”

Fortsetzung folgt…!

Das ist sooo eine schöne Geschichte :slight_smile: Ich will jetzt nicht spoilern aber der mit dem weißen Pferd is bestimmt nicht Justin, oder etwa doch? So süß die Story…

Wer weiß, wer weiß^^
Kann sein, dass sich Bobbys Fantasien mit ihm durchgegangen sind. Das wirst du noch früh genug erfahren :stuck_out_tongue:

Als ich meine Augen öffnete, konnte ich erst einmal nicht sehr viel erkennen. Meine Augen mussten sich erst wieder an die Helligkeit gewöhnen. Ich wusste nicht einmal wo ich gerade war und was geschehen ist. Doch schnell kamen die Erinnerungen wieder zurück. Der Wald, das Gewitter…Justin?! Meine Augen gewöhnten sich langsam wieder an das Licht der Welt. Ich sah zur weißen Decke nach oben. Rechts neben mir war ein großes Fenster wo man hinaus blicken konnte. Ich selber…ich lag in einem Bett…einem Bett im Krankenhaus. Ich blickte auf die linke Seite. Ich war nicht alleine im Zimmer. Ein Junge in etwa meinem Alter lag in einem zweiten Bett. Erst hab ich gehofft es wäre Justin gewesen, andererseits würde es bedeuten, dass er auch krank war. Doch er war es nicht. Der Junge der in diesem Bett lag hatte zwar auch blonde Haare, hatte aber nicht dieses engelhafte Aussehen wie Justin.
Schließlich bemerkte er mich, wie ich ihn anstarrte und sagte: “Ah, endlich aufgewacht ja?! Du hast deiner Familie und deinen Freunden ganz schön Angst eingejagt, weißt du das?”
“Ist Justin hier?”, fragte ich ihn nur.
“Justin? Keine Ahnung. Kann schon sein. Ich kenne die Namen deiner Freunde schließlich nicht.”, antwortete der Junge.
“Wo sind sie?”
“Sie sind schnell in die Mensa um sich Kaffeenachschub zu holen. Sie haben die ganze Nacht an deinem Bett gewacht und gewartet das du wieder aufwachst. Sie haben sich große Sorgen gemacht.”, erklärte er.
“Ok…”
“Ich bin Vincent. Kannst mich aber Vince nennen.”
“Robert. Meine Freunde nennen mich aber nur Bobby.”, stellte ich mich ihm vor.
Die Zimmertür ging auf, ein freudiger Schrei und meine kleine Schwester Annika, von allen Annie genannt, stürmte auf mich zu, sprang auf mein Bett und umarmte mich ganz fest und so lieb sie nur konnte. “Du erdrückst mich ja Annie.”, brachte ich nur schwer atmend raus.
“Bobby wie geht es dir?”, fragte meine Mutter besorgt, die mit meinem Vater und meinen zwei besten Freunden Tobias und Nina sich meinem Bett näherten und mir besorgte, aber auch erleichterte Gesichter zuwarfen.
“Es geht.”, antwortete ich ihr nur und warf einen Blick zu Tür, in der Hoffnung, dass Justin auch noch zur Tür rein kam.
“Geht es dir wirklich gut?”, hackte mein Vater nach. “Sollen wir den Arzt rufen?”
“N-Nein alles ok.”, sagte ich. “Ist Justin auch da?”, fragte ich schließlich in die Runde.
Tobias verdrehte die Augen, Nina sah Tobias besorgt an, meine Eltern warfen sich verwirrte Blicke zu und Annie fragte mit ihrer süßlichen Stimme: “Wer ist Tobias?”
“Ein Freund!”, antwortete ich ihr. “Er hat mir das Leben gerettet.”
“Das muss der Junge sein, von dem der Arzt geredet hat.”, sagte meine Mutter schließlich. “Er meinte ein Junge hat dich auf einem weißen Pferd zum Krankenhaus gebracht. Es muss ziemlich eindrucksvoll ausgesehen haben. So etwas hat er nicht oft gesehen, meinte er.”
“Und wo ist er jetzt? Wo ist Justin?!”, fragte ich und wurde dabei auch ein klein wenig laut.
“Gleich nachdem er dich hier abgeliefert hat, ist er verschwunden, obwohl man zu ihm gesagt hat, er solle noch warten, weil man Fragen an ihn hätte.”, erklärte meine Mutter mir.
“E-Er ist verschwunden?” fragte ich besorgt.
“Es geht ihm sicher gut. Mach dir keine Sorgen.”, versuchte mein Vater mich zu beruhigen. “Du bist sicher erschöpft mein Sohn. Wir sollten dir noch ein wenig Erholung gönnen. Alle Fragen die jetzt noch offen sind, können noch warten und später geklärt werden.”
Mein Dad war der Beste. Er wusste immer was zu tun ist und verstand es, wenn jemand Ruhe benötigte oder einfach nicht gerade reden wollte.
“Na gut. Wir kommen später wieder.”, sagte meine Mutter. “Komm Annie!” Meine Schwester ließ mich langsam wieder los und begleitete meine Eltern und meine Freunde nach draußen.
“Hey man, tut mir echt Leid, dass Justin nicht dabei war.”, sagte Vince vom anderen Bett.
Traurig den Kopf sinken ließ

Fortsetzung folgt…!

Der Arzt meinte ich müsse noch ein paar Tage im Krankenhaus bleiben. Ich hatte eine Platzwunde am Kopf, samt Gehirnerschütterung und mein rechtes Bein tat höllisch weh, aber es war zum Glück nichts gebrochen. Mithilfe einer Gehhilfe versuchte ich langsam wieder zu gehen. Meine Mum half mir ebenfalls dabei. Gleich zu Beginn, wo ich recht unsicher auf den Beinen war, fiel ich hin und mein Bettnachbar Vince lachte mich aus. Ich warf ihm einen wütenden Blick zu, doch musste ich ebenfalls schmunzeln.
So vergingen die Tage und am sechsten Tag konnte ich das Krankenhaus endlich wieder verlassen. Ich verabschiedete mich von Vince, der weiterhin im Krankenhaus bleiben musste. Offenbar hatte er fast einen Blinddarmdurchbruch und gerade so noch einmal Glück gehabt. Wir tauschten unsere Handynummern aus, damit wir im Kontakt bleiben konnten, dann verabschiedete ich mich von ihm und ab ging es nach Hause.

Es war mein erster Tag wieder an der Schule. Inzwischen brach die Adventszeit an, denn es war Dezember. Ich hatte meine Freunde seit meinem Erwachen nicht wieder gesehen. Tobias war offenbar sehr beschäftigt mit Lernen gewesen, wobei ich glaube, dass er immer noch sauer auf mich ist und mit Nina hab ich nur einmal telefoniert.
“Schön das du wieder da bist!”, rief sie mir zu, als sie mir auf dem Schulhof entgegen kam und mich auch gleich freudig umarmte. “Ohne dich, ist es hier so langweilig.”
“Na dann bringen wir hier mal wieder ein wenig Stimmung rein was?”, grinste ich und gemeinsam gingen wir Arm in Arm in die Schule.
Im Klassenzimmer trafen wir dann auch auf Tobias. Als er mich erblickte, stand er sofort auf, watschelte auf mich zu und sagte kein Wort. Dann umarmte er mich überraschenderweise und flüsterte mir ins Ohr: “Ich verzeihe dir und freu mich das es dir wieder gut geht.”
“Danke Tobias. Ich freu mich auch!”
Auch die anderen Klassenkameraden und Lehrer freuten sich sehr, dass ich wieder da war und so kehrte langsam wieder der normale Alltag zurück.
In der Schulpause saß ich alleine auf einer Bank am Rande einer Reihe von Bäumen und Sträuchern. Nina besorgte uns gerade was zum Essen und Tobias spielte mit anderen derweil Fußball. Auf einmal hörte ich ein leises Psst hinter mir. Ich drehte mich um, um die Ursache und Herkunft des Geräusches nach zu gehen und zu meiner großen Überraschung erblickte ich auf einmal Justin, der hinter einem Baum stand und zu mir sah, mich angrinste und mir deutete her zu kommen.
Es war komisch. Die ersten Tage im Krankenhaus konnte ich an fast nichts anderes denken, außer an ihn, aber mit der Zeit wurde es immer weniger, was auch an der Gesellschaft mit Vince lag, mit dem ich viel Spaß hatte und auch heute, überrumpelt von den Freuden meiner Klassenkameraden, das ich wieder hier war, musste ich nur ganz selten an ihn denken. Doch nun schlug mein Herz wieder wie wild. Ich war froh ihn wieder zu sehen…ich hab schon gar nicht mehr so wirklich daran geglaubt.
“Justin!”, rief ich, lief auf ihn schnurstracks zu und umarmte ihn so fest ich nur konnte, in der Hoffnung das ich ihn nicht noch einmal verlieren würde. Erst als ich ihn in den Armen hatte, fiel mir auf, was ich da gerade tat. Ich ließ ihn abrupt wieder los und wurde rot vor Scharm.
“Was war das denn?”, fragte Justin mich grinsend und sah mich mit seinen strahlend blauen Augen an.
“Weiß nicht.”, murmelte ich schüchtern vor mich hin.
“Ich fands süß.”, lachte er und ich wurde noch roter im Gesicht.
“Wo warst du? Ich hab mir Sorgen um dich gemacht.”, sagte ich schließlich.
“Tut mir Leid. Ich bin nur kein Freund von Krankenhäusern.”, erklärte er mir.
“Du hast mir das Leben gerettet.”
“Ja das hab ich.”
“Dann war das also kein Traum?”, fragte ich ihn.
“Nein.”
“Danke dir.”
“Du musst dich nicht bedanken. Das hätte jeder getan. Ich hatte große Angst um dich.”, sagte er.
“Um mich? Wieso?”, hackte ich nach.
“W-Weil du…”, und zum ersten Mal fing auch er an zu stottern und schaute verlegen zum Boden. “Weil du so lieb bist und süß und so herrlich tollpatschig, dass ich jedes Mal wieder aufs Neue lachen muss.”
Ich war irritiert. “Du findest mich also lustig?”
“Nein, nein, so war das nicht gemeint.”, sagte er ganz schnell. “Wenn du in meiner Nähe bist, gehts mir besser. Ich lach nicht mehr sehr viel, aber wenn du da bist, kommt in mir automatisch ein Glücksgefühl hoch, was ich noch nie erlebt habe.”
“Ich wünschte ich könnte jederzeit bei dir sein.”, sagte ich traurig.
“Aber das kannst du doch auch.”, sagte er und hielt mich an den Armen leicht fest.
“Ich hab Angst, dass du wieder weg bist, sobald ich mich umdrehe.”, sagte ich zu ihm und genoss seine Berührung sehr. Er hatte so schöne weiche, glatte Haut.
“Für dich, würde ich bleiben.”, sagte er schließlich und dann näherte er sich mir ganz langsam. Unsere Köpfe kamen immer näher. Er schloss seine Augen und ich tat es ihm gleich, dann küssten wir uns unter den Bäumen, wo uns keiner sehen konnte. Wir waren hier ganz für uns allein und keiner würde uns trennen.

Fortsetzung folgt…!

So süß die Geschichte schwelg :slight_smile:

Danke ollivio :smiley: Mal schauen wie lange die Geschichte noch so süß bleibt. Ich hab einige Ideen und Storys die nicht immer was mit Bobby und Justin zu tun haben, aber ihre Freunde und Familien betrifft.

Wenn Justin ein Engel war, dann schwebte ich nun im siebten Himmel. Keiner konnte uns zwischen den Bäumen und Gebüschen sehen. Niemand konnte sehen, wie sich unsere Lippen berührten und ein leidenschaftlicher Kuss all meine Sinne raubte. Jetzt war nur noch eines wichtig: Das ich Justin nie wieder gehen lassen würde.
Na gut…realitätsfern…denn ich musste ihn gehen lassen…die Schulglocke läutete und ich musste zurück zum Unterricht. Ich gab Justin meine Handynummer. Er hatte leider kein Handy, also konnte ich nur hoffen, dass er mich später von zu Hause aus anrufen würde und wir uns dann irgendwo treffen könnten. Ich verabschiedete mich also von Justin - mit einem letzten Kuss kicher - und machte mich auf den Weg.
Zurück im Klassenzimmer machte ich Bekanntschaft mit einem Buch, dass mir auf den Hinterkopf geknallt wurde. Jeden anderen Tag wäre ich sauer deswegen gewesen, doch nicht heute. “Wo warst du?!”, schrie Nina mich sauer an, während sie das Buch weiterhin gezückt hielt um eventuell noch einmal drauf zu hauen.
“Ich würd ja sagen das es mir leid tut, aber das tut es nicht.”, grinste ich sie an.
“Hier dein Sandwich.” Mein Sandwich, eingewickelt in einer Folie, flog auf mein Tisch. “Ich hab die ganze Pause über nach dir gesucht und gewartet.”, sagte Nina immer noch sauer und leicht irritiert über mein Grinsen. Auch Tobias sah mich verwirrt an.
“Okay sorry Leute. Ich war nur…beschäftigt.”
“Beschäftigt mit was?”, fragte Nina mich.
Ich überlegte zuerst ob ich ihnen sagen sollte, dass ich Justin wieder getroffen habe und ihn sogar geküsst habe, aber dann fiel mir ein, dass sie ja noch gar nichts darüber wussten, dass ich auf Jungs stehe, also antwortete ich ihr was anderes: “Ein Lehrer kam in der Pause zu mir und meinte er müsse mich wegen eines Referates sprechen.”
“In der Pause?”, fragte Tobias. “Ist eine Pause nicht dazu da, um Abstand vom Unterricht und Lernstoff zu bekommen?”
“Ja doch, nur meinte der Lehrer es sei wirklich dringend.”
“Ist ja auch egal. Iss dein Sandwich und wir vergessen die Sache.”, gab Nina nach und ich war froh darüber.
“Danke.”, sagte ich zu ihr. Dann beugte ich mich noch schnell zu ihr etwas hinunter - sie ist nämlich etwas kleiner als ich, müsst ihr wissen - und sagte: “Können wir uns heute Abend bei mir treffen. Ich muss dir nämlich etwas ganz Wichtiges erzählen.”
“Was denn?”, fragte sie mich im Flüsterton.
“Das kann ich dir hier nicht sagen!”, erklärte ich ihr.
“Na gut. Ich komm um 20 Uhr okay?”
“Okay.”, sagte ich und bedankte mich bei ihr.

Nach der Schule marschierte ich schnell nach Hause. Justin hat mich noch nicht auf den Handy angerufen. Ich hoffe er ruft noch an betet. Doch was wenn nicht? Was wenn er meine Nummer weggeschmissen hat? So ein Quatsch… er hat mich geküsst. Ich machte mir wieder einmal viel zu viele (unnütze) Gedanken. Ich kam zu Hause an und rief: “Bin wieder da!” Während meine kleine Schwester Annie vor dem Fernsehr ihre Lieblingskindersendung ansah, war meine Mutter mit dem Essen beschäftigt. Ich stürmte schnurstracks in mein Zimmer, die Treppe hoch, legte meine Schulsachen ab und warf mich rücklings auf mein Bett. Ich starrte zu meiner Zimmerdecke hoch, die himmelblau gestrichen wurde und demnach den Himmel widerspiegelte. Mein Handy lag neben mir und ich wartete darauf, dass es klingelte. Etwa zehn Minuten lag ich einfach nur da und starrte zur Decke, als mein Handy schließlich klingelte. Ich setze mich schnell kerzengerade auf mein Bett, nahm das Handy zur Hand und ging ran: “Justin?”, fragte ich sofort.
Doch es war nicht Justin…

Fortsetzung folgt…!

Tolle Geschichte!!

Schreib schnell weiter :smiley: