Der Sänger

Hey leute,
Dass hier ist eine erfundene Geschichte, aber ich kann mich trotzdem mit der hauptfigur, die ich nach mir benannt habe, identifizieren.
Ich hoffe sie gefällt euch. Ich würde mich auch sehr über Feedback freuen :wink:

Der Sänger

Teil 1

Schnell rannte ich die Stufen des Musikums hoch. Das durfte doch nicht wahr sein. Ich bin sonst noch nie zu etwas zu spät gekommen auf das ich mich schon die ganze Woche gefreut habe. Das passte gar nicht zu mir. Normalerweise sitzt mir der Ehrgeiz nicht so im Nacken, aber wenn es um etwas geht das mir wirklich Spaß macht, dann macht er neben mir Liegestützen. Besonders wenn es ums Singen geht. Seit ungefähr einem Monat besuche ich Gesangsstunden im örtlichen Musikum. Nicht weil ich sie nötig hätte, sondern weil ich, seit dem wir in der Schule ein Musical inszeniert haben, den Wunsch habe selber einmal in einem Musical mit zu spielen. Und mit dem daraufhin trainieren kann man gar nicht früh genug anfangen. Unser Musik Lehrer hatte uns schon verraten dass er bald wieder eines inszenieren wollte und ich brannte darauf zu erfahren welches es sein würde und wann genau. Das letzte liegt schon um die zwei Jahre zurück und langsam bekomme ich das Gefühl, dass ich mich langsam darauf hin bewegte.
Ich kam schließlich in den Flur vor der Aula, hastete an einem mir unbekannten jungen vorbei und schlug schließlich keuchend die Tür auf. Schnell schlüpfte in den Raum, in dem ich sonst immer Unterricht hatte. Der Raum war groß und hoch. Am anderen Ende stand eine kleine Bühne auf der ein schwarzer Flügel stand. Der Rest des Raums war leer denn es wurde hier auch Tanz unterrichtet. In der Nähe des breiten Wandspiegels stand ein Schreibtisch. Dort saß mein Gesangslehrer und blickte mich vorwurfsvoll an. Obwohl er mich erst seit einem Monat kannte, wusste er doch, dass ich immer überpünktlich war.
„Hallo, Maxi“, sagte er.
„Hallo“, sagte ich, immer noch keuchend. „Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Das passiert mir nicht wieder“
„Dann ist es ja gut. Hast du dich zuhause wenigstens schon eingesungen?“
„Ja“, log ich.
In Wirklichkeit war ich nur ganz kurz daheim gewesen um schnell meine Schulsachen zu verstauen und mir meine Liedermappe zu schnappen.
„Gut. Dann können wir ja gleich anfangen.“
Wir gingen auf die Bühne und er setzte sich ans Klavier und begann zu spielen. Das Stück hatten wir schon das letzte Mal vereinbart. Es war ein Klassiker aus dem Musical Lion King. „Can You Feel The Love“ Tonight“ von Elton John. youtube.com/watch?v=n8FM8nyy_Fk
Ich fand den Song total schön (auch jetzt noch), aber emotional kam mir das falsch vor. Ich hatte mich in letzter Zeit schon verknallt, aber das war hoffnungslos. Trotzdem lobe mich mein Gesangslehrer. Nachdem wir eine gute halbe Stunde mit dem Song beschäftigt waren, bekam ich Feedback:
„Das war wirklich gut. Man hört, dass du geübt hast. Schade, dass du nicht genug emotionale Tiefe für den Song hast. Aber wir werden schon was Passendes finden.“
„Ja ich weiß. Ähm darf ich einen Vorschlag machen?“
„Hast du etwas vorbereitet?“
Das hatte ich. Schon einige Wochen arbeitete ich an einem Song, der so ziemlich genau das wiederspiegelte was ich fühlte.
„Ja. Ich habe einen super Song für mich gefunden.“
„Na gut. Dann lass mal hören.“
Sofort ging ich zur Bühne hinüber wo ein einsames Mikrofon stand. Ich stellte mich dahinter und schloss meine Augen. Ich stellte mir vor ich stände auf einer großen Bühne eines Theaters, ein halbes Dutzend Scheinwerfer auf mich gerichtet und ein großes Publikum das den Atem anhält und nur darauf wartet, dass ich endlich loslegen würde. In meinen Gedanken suchte ich die Menge ab und schließlich fand ich ihn. Markus, meine heimliche Liebe. Er saß fast ganz vorne und zwinkerte mir zu. Daraufhin begann ich zu singen. Sowohl in meinen Gedanken, als auch in der Realität. Der Song handelt von jemanden der heimlich liebt aber nicht wahrgenommen wird. Ich musste mich zusammen halten um nicht zu heulen. youtube.com/watch?v=3zJlvq1qJGw
Als ich fertig war, sah ich auf. Martin, mein Gesangslehrer sah mich überrascht an.
„Das war klasse!“, rief er begeistert. „Daraus kann man durchaus was machen.“
„Danke“, murmelte ich. Ich war wieder traurig.
Ich hatte den Song Markus gewidmet. Er ging mit mir in eine Klasse und sah einfach Hammer aus. Wir waren im Laufe der Jahre Freunde und ich hatte mich Hals über Kopf in ihn verknallt. Aber er war hetero und ich wusste, dass ich nur leiden werde wenn ich ihn nicht vergessen konnte. Aber das konnte ich nicht. Er war auch der Grund warum ich heute zu spät gekommen war. Ich hatte absichtlich meinen Bus verpasst um beim Warten ein bisschen Zeit mit ihm alleine verbringen konnte. Aber es hat sich nicht wirklich gelohnt.
„Aber jetzt müssen wir leider für heute aufhören. Ich hab einen neuen Interessenten, der sich heute bei mir angemeldet hat und er ist in deinem Alter. Vielleicht könnt ihr ja mal zusammen singen wenn du willst.“
„Ja klingt toll“, sagte ich obwohl ich das nicht wirklich dachte. „Ok. Dann geh ich jetzt besser“
„Gut. Dann Tschau“
Ich packte meine Sachen und ging nach draußen. Dort saß immer noch der junge an dem ich vorbei gelaufen war. Er blickte auf und lächelte mich an.
„Du kannst wirklich wunderschön singen“
„Danke“, sagte ich und wurde rot. Solche Komplimente bekam ich eher selten. „Gehst du auch Gesang?“
„Ja. Heute ist es das erste Mal für mich. Deswegen war ich auch schon früher da um zu sehen wie das hier so abläuft.“
„Aha cool. Du bist das also. Na dann viel Spaß bei uns.“
Ich gab ihm die Hand und er stand auf und sagte lächelnd: „Danke. Ich bin übrigens Sam.“
„Ich heiße Maxi“, sagte ich und ließ seine Hand los. „Okey ich muss leider los. Aber wir sehen uns wahrscheinlich eh noch öfter.“
„Ja sicher. Dann bis bald.“
„Bis bald!“
Daraufhin ging ich. Hinter mir hörte ich wie Sam die Aula betrat. Während unseres kurzen Gesprächs hatte ich ihn mir genau angesehen. Er war ein kleines bisschen größer als ich, hatte blonde Haare und grüne Augen. Seine Augenbrauen hatten merkwürdigerweise eine dreieckige Form, wie ich sie von Darren Criss kannte. Im Großen und Ganzen sah er ziemlich gut aus. Es würde mir sicher Spaß machen mit ihm zu singen. Doch als ich das Gebäude verließ und mir meine Kopfhörer auf die Ohren drückte, waren meine Gedanken schon wieder bei Markus.

To be continued…

Teil 2

Inzwischen waren zwei Tage vergangen. Ich saß daheim und brütete über meinen Mathe Aufgaben. Mir kam das alles sinnlos vor. Es gab genug Leute die es schon zu was gebracht haben, obwohl sie die Schule abgebrochen hatten. Aber ich wollte lieber später einmal Musik studieren und dafür in eine große Stadt mit tausenden von Möglichkeiten ziehen. Aber vorher musste ich noch den ganzen Mist überstehen. Das ganze Zeug sagte mir gar nichts. Aber das lag daran, dass ich den Unterricht damit verbrachte Markus auf den Hinterkopf zu starren – An dieser Stelle wäre es angebracht zu erzählen warum mir dieser Kerl immer im Kopf herum spukte.
Vor etwa zwei Jahren hatten wir das erste Mal Chemie. Wir waren damals noch nicht einmal Freunde aber da er mir schon immer symphytisch und daher setzte ich mich neben ihn. Für mich war der Stoff nicht so schwer zu verstehen aber er konnte sich oft gar nichts darunter vorstellen was uns unser Chemie-Lehrer verklickern wollte. Also habe ich immer, wenn er zur Wiederholung dran war, die Antworten auf den Tisch gekritzelt. Darauf waren sie gut lesbar und man konnte sie auch noch gut verwischen. Am Ende des Jahres hatte er sogar eine bessere Note als ich was ich bis heute nicht verstehe. Durch diese Aktion wurden wir Freunde. Wir trafen uns ab und zu nach der Schule bei uns zu Hause, setzten uns in der schule in vielen Fächern zusammen und fuhren sogar einmal gemeinsam auf Sprachreise nach England. Jedoch zusammen mit meinem zweit besten Freund Benedikt, der uns erst auf die Idee gebracht hatte. Irgendwann sagte er zu mir dass wir ein super Team sind und das waren wir wirklich. Er war auch einer der begabteren Sänger in der Klasse aber im Gegensatz zu mir war er eher zurückhaltend und zog die zweite Reihe vor. Ich im Gegensatz war immer ganz hibbelig wenn unser Musiklehrer in die Runde fragte wer gerne bei einem Song die Hauptstimme singen würde. Einmal haben wir gemeinsam die Hauptstimme gesungen. Das war dann der Moment in dem ich mir endgültig eingestand dass ich auf ihn stand. Am Anfang hatte ich mir schon Hoffnung gemacht, da er noch nie eine Freundin hatte, was ich nicht verstand denn er sprühte vor Charme und sah auch verdammt gut aus mit seinen dunklen Haaren, der makellosen Haut, seiner Schlanken Figur mit den etwas breiteren Schultern und seinen schokoladenbraunen Augen in die ich stundenlang starren könnte ohne das mir jemals langweilig werden würde. Aber genau auf der Sprachferien, in denen ich eigentlich vorgehabt hätte mich zu outen fing er etwas mit einem Mädchen Namens Sophie an, mit der ich mich auch angefreundet hatte und ich konnte sie nicht einmal hassen wenn ich sah wie sie auf seinem Schoß saß oder wenn sie Händchen haltend hinter uns hergingen. Einmal, als gerade kurz weg waren bin ich allein runter zum Strand und hab mir erst einmal die Augen ausgeheult. Danach hatte ich einen Entschluss gefasst. Am letzten Tag der Sprachferien gingen wir wie geplant in eine Karaoke-Bar. Dort war zuerst nicht viel los. Aus unserer Gruppe sangen erstmal nur eine Gruppe Mädchen „Call me maybe“ (Kein Link nötig – kennt jeder (: ) aber keiner von meinen Freunden traute sich. Als wir schon eine Zeit lang in der Bar waren beschloss ich meinen Plan um zu setzen und ging zu der winzigen Bühne mit dem Mikro. Ich flüsterte dem Typen, der das ganze betreute den Song den ich singen wollte zu. Es war ein wunderschöner Song, der jedoch ursprünglich von einer Frau gesungen wird. Mit einem Blick auf Markus begann ich zu singen.
youtube.com/watch?v=Q0gPXLo0WZM
Als ich geendet hatte, warfen mir viele Mädchen bewundernde Blicke zu und von zwei davon bekam ich nachher die Nummer aber das interessierte mich nur wenig. Auch meine Freunde waren beeindruckt. Markus vergaß Sophie für einen Moment zu mir rüber, klopfte mir anerkennend auf die Schulter und sagte: „Hey du musst nacher mit mir was singen. Ich habs‘ mir anders überlegt.“ „Ja klar. Mit dir doch immer. Wir sind ja ein Team“, antwortete ich. „Sehr gut. Ich sag dir nachher was, ok?“, sagte er und sah mich fragend an. „Jaja schon gut“, murmelte ich. Nachdem ich mit ihm eingeschlagen hatte ging er zu Sophie zurück. Später am Abend sangen ich, Markus und Benedikt etwas Einfaches, das wir gut kannten. Es kam auch gut an, war aber trotzdem nicht so gut wie mein Solo.
youtube.com/watch?v=-KlOodL9Gw4
Nach den Sprachferien war ich erst einmal froh, dass Sophie drei Stunden von uns entfernt wohnt. Sie hat mir sogar einmal geschrieben ob es ein Problem für mich ist dass sie was mit einander haben. Ich habe ihr zurück geschrieben, dass es mir egal ist, obwohl das so gar nicht gestimmt hat. Aber sonst wäre ich komisch rüber gekommen. Außerdem hatte ich sie ja auch ins Herz geschlossen. Aber inzwischen wusste ich nicht mehr ob sie sich noch so oft schreiben oder skypen. Deshalb musste ich auch nicht mehr die ganze Zeit todtraurige Musik hören.
Doch plötzlich wurde ich von meiner Mutter aus meinen Erinnerungen an diesen mehr oder weniger schönen Sommer gerissen
„Maxi!!! Wie weit bist du mit deinen Hausaufgaben?“ rief sie durch das ganze Haus. Ich beschloss den Rest am nächsten Morgen von Benedikt ab zu schreiben. „Bin schon lange fertig!“, rief ich ihr daher zu.
„Sehr gut! Du hast nämlich in einer halben Stunde Gitarren Unterricht. Da darfst du nicht auch noch mal zu spät kommen!“
„Ich bin bis jetzt erst einmal zu spät gekommen. Und daran war nicht ich sondern der Bus schuld!“
„Jaja. Aber pack deine Sachen trotzdem schon!“
„Ja, mach ich!“, rief ich ihr zu und warf danach meine Zimmertür zu um eine weitere Unterhaltung zu unterbinden. Ich packte meine Gitarre und mein Notenheft ein. Ich lernte gerne zu den Liedern die ich so gerne sang die Begleitung. Aber bisher konnte ich das noch nicht so ganz. Ich konzentrierte mich immer zu sehr auf das Singen. Ich beschloss heute schon früher zu fahren um mich noch kurz über anstehende Vorsingabende bei meinem Gesangslehrer zu informieren.
So fuhr ich durch den Ort zum Musikum. Es regnete ein bisschen aber das störte mich nur wenig. Das war mir immer noch lieber als wenn ich an einem wunderschönen Tag mit meiner Kummer Laune herumrennen musste. Als ich ankam, kam gerade meine Nachbarin Alexandra, die alle nur Alex nannten, mit ihrer Gitarre die Treppe herunter. Ich sagte kurz Hallo und erfuhr, dass unser Lehrer heute mehr Zeit für mich hatte weil sie einen dringenden Termin hatte. Das war mir nur Recht, denn ich spielte auch für mein Leben gern Gitarre. Und so beschloss ich mich erst später nach Vorsingabenden zu erkundigen.
Nach einer sehr langen Gitarren Stunde ging ich zu den schwarzen Brettern an denen die Informationsblätter hingen. Ich brauchte kurz um das zu finden was ich gesucht hatte. Ein kleiner Zettel auf dem stand, dass in einer Woche ein Vorsingabend stattfand. Zufrieden wollte ich grade gehen als mich eine Stimme anhalten ließ: „Hi, Maxi!“
Ich drehte mich um und sah Sam. „Hi, schön dich zu sehen“, sagte ich erfreut. „Was machst du hier?“
„Ich habe grade meine Anmeldung abgegeben. Ich bin jetzt offiziell dein Gesangs Kollege.“
„Ist ja cool. Dann hoffe ich dass es dir genau so viel Spaß macht wie mir!“ „Wird es mir sicher.“
Sam trat näher heran. Er hatte seine Haare gestylt ein schelmisches Lächeln aufgesetzt. „Na dann“, sagte ich und gab ihm die Hand. „auf ein gutes Zusammenarbeiten.“
„Klar. Hey was machst du heute noch so?“
„Ich habe eigentlich nichts vor. Wieso?“
„Willst du vielleicht mit mir was unternehmen“
Ich war freudig überrascht und sagte daher: „Ja, sehr gern. Was schlägst du vor?“

Tob e continued…

Teil 3

Ich beschloss kurzerhand meine Gitarrentasche bei meinem Lehrer ab zu stelle, der nichts dagegen hatte, solange ich sie holte bevor er weg war. Sam wollte solange draußen warten.
Als ich raus kam stand er mit einem breiten Grinsen in der Nähe der Fahrräder und schaute mich schräg an. Da ich nicht wusste wohin es eigentlich gehen sollte, schaute ich ihn fragend an und sagte zu ihm:
„Du hast mir ja noch gar nicht gesagt wo du mit mir hin willst. Also sag es mir. Wo sollen wir hin gehen?“
„Nun ich kenn mich hier zwar nicht so gut aus, aber ich weiß, dass es hier in der Dorfmitte ein nettes Café. Dort haben sie besten Burger. Und sonst kriegst du dort auch fast alles.“
„Ja das kenn ich. Dort war ich schon oft.“
„Na dann. Los gehen wir.“
„Gehen? Hast du denn kein Fahrrad?“, fragte ich etwas erstaunt und sah mich um ob ich nicht ein Fahrrad sah, dass ihm gehören könnte.
„Nein, leider. Dafür habe ich ja mein Moped“, sagte er grinsend und deutete darauf. Es war blau und in ziemlich guten Zustand. Nirgends waren Kratzer oder Dellen zu sehen.
„Das ist ziemlich cool. Wie lange hast du es schon?“
„Seit meinem Geburtstag im August.“
„Cool. Das heißt dann wohl dass du auch schon 16 bist, nicht wahr?“
„Genauso ist es. Wann hast du Geburtstag gehabt?“
„Vor ungefähr zwei Wochen.“
„Dann alles Gute nachträglich“, sagte Sam und zwinkerte mir zu. „Das ist ja noch gar nicht lange her. Da muss ich dich dann ja direkt auf etwas einladen.“
„Das ist doch nicht nötig“, begann ich aber sam fuhr dazwischen: „Oh doch mein Freund, du wirst dich von mir einladen lassen“
„Na schön. Aber nur auf eine Kleinigkeit.“
„Da bin ich total dafür!“, lachte er. „Na gut. Dann gehen wir mal los oder?“
Ich nickte und zusammen und wir gingen zum Café. Auf dem Weg erzählten wir uns ein bisschen über uns. Ich erfuhr, dass er erst seit kurzem hier wohnte, weil er und seine Eltern umgezogen sind. Er hatte einen großen Bruder, der in einer Band sang und Schlagzeug spielte und eine kleine Schwester, die so alt war wie meine Schwester Hannah. Außerdem musste er genauso wie ich auch in der Früh mit dem Bus in die Stadt fahren musste und wir machten uns aus, dass wir ab jetzt immer den gleichen Bus nehmen würden. Ich erfuhr auch, dass er vorher in Wien gelebt hatte. Ich erzählte ihm von meiner Schule, meiner Familie und meinen Freunden. Aber vor allem meiner Leidenschaft zur Musik. Ich erzählte ihm wie gerne ich sang und dass Soul und musical-Klassiker meine Stärke waren. Er fragte warum das so sei und ich antwortete ihm, dass ich mir aus leidenschaftlichen und traurigen Songs mehr mache als aus Metal, Punk, Hip Hop oder jeder anderen Art von Rap. Er sagte mir, dass er genau so dachte, nur das seine Stärke Pop Musik war.
Ziemlich schnell erreichten wir das Café. Ich war schon wirklich oft dort gewesen. Ich hatte dort sogar schon einmal Geburtstag gefeiert. An diesem Tag hatte ich von der Bedienung einen Schoko Muffin mit einer Kerze darin bekommen. Dazu hatten sie mir eine ziemlich schräge Version von Happy Birthday vorgesungen so wie man es in vielen amerikanischen Filmen oder der McDonalds Werbung sehen kann. Als sie weg waren hatte ich den Muffin an meinen kleinen Bruder weiter geschenkt. Ich war schon so satt von der Hauptspeise gewesen. Ich überlegte mir ob ich Sam diese Geschichte erzählen sollte. Ich beschloss sie mir diese peinliche Story aufzuheben bis uns die guten Themen ausgegangen sind. Doch diese hörten einfach nicht auf. Ich konnte mit ihm über so viele Dinge reden, denn wir hatten die gleichen Interessen. Ich konnte mit ihm sogar über die Sachen reden die sich selbst meine beste Freundin nicht anhören wollte. Es war einfach nur super mit Sam abzuhängen. Das einzige wo wir uns nicht einig werden konnten, war was auf der Pizza drauf sein sollte, die wir uns bestellen wollten. Schließlich sagte die genervte Kellnerin, die uns unsere Getränke gebracht hatte, dass wir zwei verschiedene Sorten Pizza auf je unserer Hälfte haben konnten. Damit waren wir zufrieden. Als die Pizza endlich da war schnappte sich sam sofort ein Stück seiner Diavolo Pizza Seite, die ich spaßhalber die böse Seite der Pizza nannte, und biss hinein. Ich meinerseits biss nicht so wild in meine köstlich duftende Salami Pizza Hälfte hinein und sah zu wie Sam sich schon das zweite Stück nahm. Nach dem dritten Stück war sein ganzer Mund verschmiert und ich musste lachen obwohl es gleichzeitig auch ziemlich süß aussah.
„Was ist?“, fragte er und musste auch lachen.
„Du siehst so bescheuert aus“, sagte ich kichernd.
„Heeey! Na wenigstens esse ich die Pizza nicht so wie du. Du siehst aus wie so ein Prinz. Fällt dir genießen so schwer?“
„Wenn genießen heißt so zu essen wie ein Schwein, dann ja“, sagte ich schlagfertig. Daraufhin grinste sam und wischte sich den Mund ab. Doch soft war sein Werk wieder zerstört, denn er langte schon nach dem nächsten Stück Pizza. Mit vollem Mund fragte er mich dann plötzlich: „Hey, wie sieht es bei dir eigentlich mit Mädchen aus? So wie du aussiehst und vor allem so wie du singst müssten die bei dir eigentlich Schlange stehen.“ Ich verschluckte mich sofort an meinem Stück Pizza. Sam beugte sich rüber und klopfte mir sachte auf den Rücken bis es wieder ging. Ich holte Luft und sagte ein klein wenig beschämt: „Bei mir läuft grad nichts.“
„Aber Freundinnen hattest du schon oder?“, sagte Sam zwinkernd.
„Ähmm…“, sagte ich. Die Wahrheit war, dass ich noch nie eine Freundin gehabt hatte. In der Vergangenheit hatten mir schon einige gefallen, aber ich hatte mich nie getraut eine zu fragen. Auch als mir klar wurde, dass ich Jungs eigentlich viel interessanter fand. Nur einmal in einem Sommercamp hatte ich den Mut gehabt ein ziemlich hübsches Mädchen zu küssen. Sie war auf eine Biene getreten und ich hatte mich um sie gekümmert als die anderen alle Volleyball gespielt haben. Später, als wir schwimmen gehen wollten, hatte ich ihr angeboten sie zu tragen. Sie willigte ein und so trug ich sie durchs Wasser. Irgendwann sind wir uns mit den Köpfen näher gekommen und dann hatten wir uns geküsst. Aber ich hatte nicht das empfunden, was ich mir erwartet hatte. Trotzdem hatten wir einen ganzen Tag lang was miteinander. Am nächsten Tag musste sie abreisen. Sie hatte sich danach nie mehr bei mir gemeldet. Ich erfuhr, dass sie zu Hause einen Freund hatte und so dachte ich mir nichts dabei. Aber zählte das als Freundin?
„Ja. Antwortete ich. Eine, aber das ist schon länger her.“
„Cool. Ich hatte auch schon mal eine. Ich hab aber schon nach einer Woche Schluss gemacht. Die war mir zu anstrengend“, sagte Sam und zwinkerte wieder. Inzwischen hatte Sam seine Hälfte schon vertilgt und ich war gerade mit meinem dritten Stück fertig. Ich hatte irgendwie keinen Hunger mehr. Nach einiger Zeit fragte Sam: „Magst du dein letztes Stück nicht?“
„Nein. Ich bin schon ziemlich satt. Ich hatte so viel zu Mittag“, log ich.
„Darf ich es haben?“, fragte Sam mit gespielten Hundeblick.
„Nur wenn du zu gibst, dass Salami Pizza besser ist als Diavolo“, sagte ich grinsend.
„Niemals!“, sagte sam und lachte. Doch irgendwann gab er zähneknirschend nach: „Na schön. Deine Pizza ist besser als meine“, leierte er herunter.
„Geht doch“, sagte ich zufrieden und schob ihm den Teller hin. Einmal wieder hatte er einen verschmierten Mund, doch diesmal sah es nicht ganz so schlimm aus.
Als die Kellnerin noch einmal zu uns kam, bestand Sam darauf die Pizza zu zahlen. Danach blieben wir noch ein wenig sitzen und unterhielten uns über dies und das bis wir auf die Uhr schauten. So langsam mussten wir beide Heim gehen. Wir gingen noch gemeinsam zurück zum Musikum wo ich mein Fahrrad und meine Gitarre und Sam noch sein Moped herumstehen hatte. Sam wartete vor dem Gebäude auf mich, bis ich mit meiner Gitarre über der Schulter herauskam. Wir verabschiedeten uns und tauschten unsere Handy Nummern aus. Daraufhin stieg Sam auf sein Moped und setzte seinen Helm auf. Er hob noch einmal die Hand zu Gruß und fuhr davon. Ich stieg auf mein Rad und fuhr heim
An diesem Abend, als ich gemütlich mit einem Buch in der Hand im Bett lag vibrierte mein Handy. Ich wunderte mich wer mir um diese Zeit noch schrieb. Ich nahm es in die Hand und war überrascht, als ich sah wer mir geschrieben hatte…

To be continued…

So. Das waren jetzt einmal deie ersten drei Teile. Ich werde natürlich weiterschreiben, auch wenn ich nicht jeden Tag dazu kommen werde. Ich hoffe die Geschichte hat euch bisher gefallen.
Wie schon gesagt über Feedback würde ich mich sehr freuen und natürlich auch über Kritik. Ich will ja auch noch besser werden

Euer GoldenStar18

Also ich habe mir grade die Geschichte durchgelesen und bin sehr begeistert.
Sie macht neugierig auf mehr! :slight_smile: Bin gespannt wie es weiter geht.

gefällt mir seeeeeehhr gut :slight_smile:

Herzliches Dankeschön an @holiday93 und @NorthSails96. Ich hab schon wieder eine klasse Idee wie es weiter gehen könnte. Ich werde morgen mit Sicherheit wieder 1-2 kapitel schreiben. Nur werden diesmal ein paar Freunde aus Maxis Klasse vorkommen. Die Geschichte wird sich generell an ein paar neuen Charakteren erfreuen :wink:

Aber bis dahin
Lg GoldenStar18 :wink:

So. Das wäre nun der vierte Teil. Ich muss mich noch mal korrigieren. Mehr Personen werden es erst im nächsten Kapitel, das heute warscheinlich noch fertig gestellt und gepostet wird
Und noch ein mal Danke für das nette Feedback von @holiday93 und @NorthSails96
Viel Spaß bei diesem Teil

Teil 4

Als ich am frühen Morgen aufstand war es gerade mal sechs Uhr in der Früh. Ich versuchte wieder einzuschlafen aber irgendwie gelang es mir nicht. Ich beschloss erst einmal zu duschen. Aber ich wollte meine Familie nicht wecken. Daher musste ich in den Keller gehen und die Dusche im Saunabereich benutzen. Ich betrat den kleinen Raum, in der unsere Sauna stand. Er war kalt und es kostete schon etwas Überwindung mich hier auszuziehen. Ich hängte meine alten Sachen auf den Cross-Trainer meiner Mutter, der praktisch nur von mir benutzt wurde, und stapelte die frischen Sachen und mein Handtuch auf eine niedrige Kommode. Ich legte mein Handy oben drauf und drückte auf meine Play List. Als ich dann in der Dusche stand, dauerte es ewig bis das warme Wasser kam. Fröstelnd lauschte ich dem Lied, das gerade abgespielt wurde. Ein super Duett von MIKA und Ariana Grande. Ich stimmte mit ein und sang mit MIKA gemeinsam den Männer-part. Ich war im Internet auf den Song gestoßen und mir hatte er gleich gefallen. Schon weil das Musik-Video genial war. Danach lauschte ich einem eher ruhigen Song während ich mir das Wasser über den Körper laufen ließ. Jetzt hatte ich genug Zeit zum Nachdenken. Da war diese Nachricht gestern Abend. Überraschenderweise war hatte mir Markus geschrieben:
Hey man! Hast du Lust am Wochenende zu mir zu kommen? Ich hab Sturmfrei! XD
Ja sicher! Total gerne :wink:
Willst du dann auch vielleicht bei mir übernachten?
Ich hatte gezögert bevor ich zurück geschrieben hatte. Markus hatte mich noch nie zu sich nach Hause eingeladen und noch dazu zum Übernachten. Normalerweise hatte immer ich gefragt ob er Zeit hat. Und bei einem Freund übernachtet hatte ich das letzte Mal vor drei Jahren.
Ja. Klingt gut. Würd ich gerne :smiley:
Passt.
Gut. Dann bis morgen
Bis morgen :smiley:
Ich war ziemlich aufgeregt weil mich mein Traumtyp gerade zum Übernachten eingeladen hatte. Das hatte sogar meine Gedanken an einen gewissen verschmierten Mund verdrängt.
In diesem Moment vibrierte mein Handy und die Musik wurde kurz unterbrochen. Darauf war ich nicht vorbereitet und rutschte beinahe aus den nassen Boden aus. Aber ich konnte mich noch rechtzeitig abstützen.
Als ich eine Minute später auf den Display von meinem Handy schaute, sah ich eine neue Nachricht von Sam.
Guten Morgen! :wink: Ich wollte mich nur schnell vergewissern ob du eh den Bus um 6:50 nimmst. LG Sam
Ich schaute auf meine Uhr. Ich hatte noch mehr als eine halbe Stunde bis der Bus ging. Deshalb schrieb ich zurück:
Ja sicher. Das haben wir ja schon abgemacht. :wink:
Super :smiley: dann bis gleich
Bis gleich
Ich trocknete mich ab und zog mir schnell die frischen Sachen an. Danach ging ich nach oben. Ich verbrachte noch fünf Minuten im Bad zum stylen meiner Haare und ging dann ich die Küche. Dort fand ich bereits meinen Vater vor. Er war der eigentliche Frühaufsteher in der Familie. Er hatte mir schon Frühstück gemacht. Ein Schoko Croissant lag auf meinem Teller und zwei Scheiben Toast steckten in dem Toaster den es schon gab seit ich denken konnte.
„Guten Morgen!“, begrüßte mich mein Vater. „Morgen“, brummte ich. In der Früh war ich nie richtig ansprechbar. Da mein Vater das wusste strapazierte er mein Gehirn nicht weiter und nippte an seinem Tee. Ich biss derweil in mein Croissant. Ich hatte heute keinen schlechten Tag. In der ersten Stunde hatte ich gleich Sport und danach nur drei Hauptfächer. Freitag war definitiv mein Lieblingstag. Ich aß schnell mein Essen auf und hatte so noch ein bisschen Zeit bevor ich zum Bus musste. Ich nutzte die Zeit um mich noch einmal umzuziehen. Für den heutigen Tag suchte ich mir mein Lieblingsgewand aus. Eine weiße Jeans und einen dünnen blauen Pulli mit V-Ausschnitt und weißen Streifen. Die weiße Hose sah mit fast jeder anderen Kombination schrecklich aus, aber ich hatte sie schon deswegen gekauft, um aus der Menge heraus zu stechen. Als ich den Pulli und die weiße Jeans am dem Tag anzog, als der Fotograph zu uns in die Schule kam, hatte mich tatsächlich so ein Erstklässler gefragt ob ich mich als Matrose verkleidet hätte.
So verließ ich unser Haus und ging zu der Bushaltestelle, die gar nicht weit von mir zu Hause entfernt war und wartete auf den Bus. Natürlich hatte ich mir meine Kopfhörer, die ich zum Geburtstag bekommen hatte, aufgesetzt. Als der Bus da war und ich einstieg konnte ich sofort Sam sehen. Er saß fast ganz hinten im Bus du winkte mir zu um sicher zu gehen, dass ich ihn auch sicher wahrnahm. Ich setzte mich neben ihn und streifte meine Kopfhörer ab. „Guten Morgen“, sagte ich fröhlich zu ihm. „Guten Morgen du Sonnenschein“, sagte er grinsend zu mir. „du siehst immer noch ziemlich müde aus.“
„Ja. Ich bin in der Nacht ein paar Mal aufgewacht und konnte nicht sofort wieder einschlafen.“
„Oh. Das kenn ich gut. Aber ist ok. Sieht nicht ganz so schlimm aus“
„Danke!“, sagte ich leicht verlegen. Sam sah gar nicht verschlafen aus. Nur seine Haare waren noch vom Schlafen verstrubbelt. Sah direkt süß aus.
„Ist irgendwas Maxi?“, fragte mich Sam auf einmal.
„Was?“, fragte ich und mir wurde klar, dass ich ihn die ganze Zeit angestarrt hatte. „Ach so! Nein, Nein. Ich bin nur noch ziemlich verschlafen“, sagte ich hastig. Sam sah mich schmunzelnd an: „Ja das habe ich mir schon fast gedacht“, sagte er zu mir und schnell schaute ich weg.
Nach einer Weile fingen wir wieder uns zu unterhalten. Diesmal nur über die Schule. Ich musste ein paar Stationen vor ihm raus. Ich sagte zu ihm: „Du, ich muss jetzt dann bald aussteigen.“
„Kein Problem. Sehen wir uns nach der Schule?“, fragte er hoffnungsvoll.
„Nein, tut mir leid. Ich besuche heute schon einen Freund.“
„Oh. Na gut, wie wäre es dann mit morgen? Wir könnten auf meinem Moped eine kleine Tour machen.“
„Nein, das geht auch nicht. Ich bleibe über die Nacht bei ihm und komme dann wahrscheinlich erst am späten Nachmittag heim. Aber wenn du am Sonntag Zeit hättest, wäre das super!“
„Ja gut. Sonntag ist klasse. Na dann noch viel Spaß bei deinem Freund“, sagte er. Ich hörte ein klein wenig Enttäuschung in seiner Stimme.
„Danke. Ich schreib dir heute noch ok?“
„Ok. Dann tschau! Bis Sonntag“
„Bis Sonntag!“, sagte ich zu ihm und gab ihm die Hand. Danach stand ich rasch auf und ging zur Bustür. Auf dem Weg zur Schule traf ich ein paar Kollegen, die schon eifrig über die Lehrer herzogen und sich gegenseitig fragten wer die Hausübung hatte und wer nicht. Ich beteiligte mich dieses Mal nicht an den Diskussionen sondern ging hinter ihnen her. Ich setzte mir meine Kopfhörer auf denn ich musste nachdenken. Und mit Musik ging das immer am besten. Seit ich aus dem Bus ausgestiegen war beschäftigte mich etwas. Wie hatte Sam das gemeint als er mir viel Spaß mit „meinem Freund“ gewünscht hatte. Hatte er das nur einfach so gesagt oder steckte mehr dahinter? Hatte ich mich durch das Starren verraten? Ahnte er, dass ich schwul war und meinte er ich hätte sogar einen Freund? Und wenn ja würde er das Ganze für sich behalten? Auf jeden Fall beschloss ich am Sonntag mit ihm zu reden um das klar zu stellen. Aber mich beschäftigte noch etwas. Warum hatte er so enttäuscht geklungen, als ihm gesagt hatte, dass ich keine Zeit habe. War er möglicherweise eifersüchtig? Oder redete ich mir nur schon wieder Hoffnungen ein?
Ich wusste es nicht.

To be continued…

Sorry an alle. Ich den Musik-Link vergessen. Also bitte:
youtube.com/watch?v=nmcdLOjGVzw

LG GoldenStar18 :smiley:

So das ist jetzt schon der 5. Teil und ich muss sagen, dass sie mir schneller von der Hand gehen, als ich zuerst gedacht hatte.
Ich habe den User @SkyStar um die Erlaubnis gebeten, auch so ein personenverzeichnis zu erstellen um die Story übersichtlicher zu machen.
Also dann: Viel Spaß mit “Der Sänger - Teil numero 5” :wink:

Namensverzeichnis:
Bisher wichtige Charaktere:
Maxi Anderson: Die Hauptperson in der Geschichte; Er singt für sein Leben gerne und spielt nebenbei Gitarre; er ist in Markus verliebt
Sam Wagner: geht in den gleichen Gesangsunterricht wie Maxi. Er ist erst vor kurzem hergezogen
Markus Fuchs: Geht in die Klasse von Maxi und dessen Schwarm. Sie sind nur gute Freunde
Bisher vorgekommen:
Martin Anderson: Vater von Maxi
Angelika Anderson: Mutter von Maxi
Hannah Anderson: Kleine Schwester von Maxi, 13 Jahre
Florian Anderson: kleiner Bruder von Maxi, 8 Jahre
Celina: Maxis beste Freundin
Benedikt: Schulkollege und guter Freund von Maxi
Sophie: Kurzer Sommerflirt von Markus; mit Maxi befreundet
Alexandra: kurz Alex, mit Hannah befreundet und Nachbarin
Martin Eder: Gesangslehrer von Maxi

Teil 5

Inzwischen war ich in der Schule angekommen. Ich ging auf eine reine Jungenschule. Damals hatte ich mir einige Schulen angesehen und diese hatte mir am besten gefallen. Nicht wegen der fehlenden Mädchen. Ich hätte gerne Mädchen an meiner Schule. Nein, ich war in diese Schule gegangen weil es nur wenige Schüler hier gab. Ab der Unterstufe gingen viele weg und aus 30 Schülern werden 18. So war das Klassenklima sehr entspannt und es gab keine Feindschaften. Außerdem ging mein damaliger bester Freund Fabian auch in diese Schule. Mit ihm war ich immer noch gut befreundet aber in der schule hangen wir doch lieber mit anderen Leuten herum. Unser Sportlehrer hatte uns schon die Umkleide-Kabine schon aufgeschlossen. Es waren erst ein paar Leute darin. Meine Freunde Valentin, Benedikt, Fabian und Jakob waren da, und ein paar andere Mitschüler. Ich ging zielstrebig auf den freien Platz neben Benedikt zu und stellte meine Sporttasche auf den Boden. Während ich in der Tasche nach meiner kurzen Turnhose kramte fragte ich Benedikt: „Und? Gibt es was Neues?“ Eigentlich rechnete ich mit einem Nein doch zu meiner Überraschung sagte er mir: „Ja. Am Info-Brett hängt etwas das dich interessieren könnte“
„Ach ja?“, fragte ich während ich mir meine Turnhose anzog. „Was denn?“
„Nun ja“, es ist ein Zettel auf dem steht welches Musical wir dieses Jahr inszenieren werden.“
Ich war inzwischen auf der Suche nach dem T-Shirt, das ich zum Sport immer anhatte. Ich hatte zwei in meiner Sporttasche. Eins für mich und eins für den Fall, dass Markus seines wieder vergessen hatte. Ich zog es heraus und nahm es in die Hand. Früher mochte ich es nicht so wirklich, aber jetzt war es für mich etwas Besonderes.
„Ist ja cool“, sagte ich aufgeregt. „Welches ist es?“
„Grease“, sagte Benedikt. Ich ließ das vor Staunen das T-Shirt fallen, das ich immer noch in der Hand. Rasch hob ich es auf. In meinem Kopf brüllte ich vor Freude. Es war mein absolutes Lieblingsmusical. Ich hatte den Film schon dutzende Male gesehen und kannte alle Songs auswendig. Ich war geistig so weggetreten, dass ich gar nicht gemerkt habe, dass Benedikt mir eine Frage gestellt hatte bis er mich genervt an gestupst hatte.
„Maxi!“, rief er.
„Was?!“
„Ich habe dich gerade gefragt ob du mir helfen kannst.“
„Sicher. Wobei denn?“
„Nun ja. Das Casting ist übernächste Woche und ich wollte dich fragen ob du mir bei der Songauswahl helfen könntest. Du kennst dich ja damit so gut aus.“
„Na klar. Ich komme am Montagnachmittag zu dir und dann finden wir schon etwas Passendes.“
„Danke Maxi.“
„Kein Problem“, sagte ich. Doch ab jetzt hörte ich nicht mehr zu. Soeben war Markus zusammen mit Matthias durch die Tür gekommen und grinste mich an.
„Hey, Maxi. Kann ich mir das heute wieder ausleihen?“, fragte er und deutete auf das T-Shirt, das ich noch immer in der Hand hielt.
„Hey, Ähm sicher. Klar nimm es. Ich hab sowieso noch mein zweites“, sagte ich möglichst cool und reichte es ihm. Er nahm es entgegen und lächelte. „Danke, Mann“, sagte er und streifte sich sein normales T-Shirt ab. Zu meinem Glück stand er noch eine Zeit lang so neben mir, während ich mir meine Schuhe und das T-Shirt anzog. Verstohlen blickte ich immer wieder zu ihm rüber. Nun hatte er sich auch seiner Jeans entledigt und stand dann nur noch in einer knallroten Unterhose da. Ich fing zu schwitzen an. Schnell ging ich rüber an das andere Ende der Kabine und fing schnell ein Gespräch mit Matthias an. Ich fragte ihm ob er auch zum Casting gehen würde. Er sagte dass er hingehen würde und versuchen würde alles zu kriegen was er bekommen konnte. Er war auch sehr begabter Sänger aber ich schätzte, dass er wohl keine Konkurrenz bei meinem Musical für mich war. Es sang gut. Doch Rock und Jazz gibt es bei Grease nicht und so musste er sich was Anderes suchen als seine größte Stärke.
Nach der Turnstunde wollte ich mir so schnell wie möglich den Zettel am Info-Brett ansehen. Also war ich nachdem wir eine Stunde lang Basketball und Volleyball gespielt hatten, als einer der ersten, der zurück in die Turn-Kabine kam. Ich zog mich um bis mich jemand antippte. Ich drehte mich um und sah wie Markus vor mir stand. Er stand wieder oben ohne da und hatte mein T-Shirt in der Hand.
„Danke, dafür, dass du mir das immer wieder leihst“, sagte er und gab es mir zurück. Gebannt starrte ich ihn an. Sein athletischer Oberkörper hatte, genauso wie meiner, die Sommerbräune noch immer nicht verloren. Mir fiel auf, dass er sich unter den Achseln rasiert hatte.
„Kein Problem“, sagte ich tonlos.
„Hey, ich habe gehört, dass es bald ein Casting für das Schulmusical gibt. Kannst du mir helfen? Ich würde nämlich gerne eine Rolle kriegen.“
„Ja klar. Ich helfe dir gerne. Ich komm heute eh zu dir. Da haben wir genug Zeit."
„Super! Danke. Dann werden wir die Stars schätze ich. Die aus der 7. und der 8. Klasse können sowieso nichts.“
„Ja, Stimmt. Das werden wir wohl.“
Wir schlugen ein.
„Ähm Maxi?“, fragte Markus.
„Ja?“, fragte ich erwartungsvoll.
„Kann ich kurz dein Deo haben?“
Ich schnaubte durch die Nase aus und reichte ihm mein Deo.
„Danke. Auf dich kann man sich verlassen“, rief er erfreut und schnappte es sich.
Nachdem wir uns umgezogen hatten, gingen wir zum Info-Brett. Dort hing ein großer Zettel auf dem folgendes stand:

Schulmusical Grease
Um mehr Talente zu fördern haben wir beschlossen unsere eigene Version von Grease auf zu führen. Es wird mehr Rollen geben, die ein oder mehrere Soli haben, dennoch wird es die männliche und die weiblich Hauptrolle immer noch geben. Für folgende Rollen kann vorgesungen werden:
Männer:
Danny Zuko: 3 Soli & 2 Duette
Kenickie Murdock: 2 Soli & 1 Duett
Doodie: 2 Soli
Roger: 2 Soli
Sonny: 2 Soli
Teen Angel: 1 Solo
Es sind noch andere Rollen vorhanden, jedoch werden diese keine Sing-Stimme erhalten.

Danach stand noch irgendetwas über die weiblichen Rollen aber das las ich mir nicht mehr durch.
„Das müsste doch zu schaffen sein oder?“, sagte Markus, der den Zettel über meine Schulter hinweg gelesen hatte und deutete auf einen Namen.
„Doodie klingt doch cool“, sagte er zu mir und grinste.
„Ja das könntest du hinkriegen sagte ich zu ihm und klopfte ihm auf die Schulter.
„Steht da irgendwo wo und wann das Casting stattfindet?“
„Ja. In genau einer Woche am Nachmittag im Musiksaal.“
„Gut. Das werden wir schon schaffen oder?“, sagte er zu mir und boxte mir freundschaftlich in die Seite.
„Jaaa. Wir werden das meistern“

To be continued…

Potenzieller Anwärter auf meine nächste Lieblingsgeschichte!

Muss sagen,die Story gefällt mir sehr gut.
Hoffe nicht das Maxi das mit der Kleinigkeit,bei der Einladung ernst meint.Immerhin ist Sam schon 16Jahre alt. Grins!!!

Haha

@madeofstone: Ich finde es cool, dass ich schon Fans habe. Es wird heute auf jedem fall noch einen teil geben.

@Upsnixan: Wir werden sehen :wink:

Und an alle, die sich diese Geschichte auch schon reingezogen haben, ein riesiges Danke :smiley: es macht mit mit zunehmender Zeit immer mehr Spaß zu schreiben.

Nur noch so eine Umfrage: Wie findet ihr das mit den Links? sind sie für euch störend oder machen sie die Geschichte erst lebendig?

LG GoldenStar18

Einer neuer Teil steht wieder mal an!!! Leider wird es für zwei Tage der letzte sein. Wegen Zeitproblemen (Montag ist bei mir immer etwas problematisch wegen Nachmittag Schule.
Dafür werd ich mich bemühen am Dienstag einen villeicht etwas längeren Part zu schreiben.
Viel Spaß mit Teil number six :wink:

Namensverzeichnis:
Bisher wichtige Charaktere:
Maxi Anderson: Die Hauptperson in der Geschichte; Er singt für sein Leben gerne und spielt nebenbei Gitarre; er ist in Markus verliebt
Sam Wagner: geht in den gleichen Gesangsunterricht wie Maxi. Er ist erst vor kurzem hergezogen
Markus Fuchs: Geht in die Klasse von Maxi und dessen Schwarm. Sie sind nur gute Freunde
Benedikt: Schulkollege und guter Freund von Maxi. War einmal Maxis Schwarm
Bisher vorgekommen:
Fabian: Ehemaliger bester Freund von Maxi. Sie wohnen im selben Ort. Sie sind immer noch Freunde
Jakob: Ist mit Maxi und Benedikt gut befreundet
Matthias: Ist mit Markus befreundet
Martin Anderson: Vater von Maxi
Angelika Anderson: Mutter von Maxi
Hannah Anderson: Kleine Schwester von Maxi, 13 Jahre
Florian Anderson: Kleiner Bruder von Maxi, 8 Jahre
Celina: Maxis beste Freundin
Sophie: Kurzer Sommerflirt von Markus; mit Maxi befreundet
Alexandra: Kurz Alex, mit Hannah befreundet und Nachbarin
Martin Eder: Gesangslehrer von Maxi

Teil 6

Endlich war die Schule aus. Ich hatte zwar die ganze Zeit eine super Aussicht auf Markus Nacken auf dem er ein süßes kleines Muttermal hatte. Seine Haare waren heute wieder verwuschelt gewesen und seine niedlichen kleinen Ohren waren zu sehen gewesen. Das ganze hatte auf mich wie eine Einladung gewirkt. Aber ich riss mich zusammen und versuchte nicht die ganze Zeit hinzusehen. Ich dachte dass es Benedikt auffallen würde, wenn ich die ganze Zeit auf eine Stelle starren würde. Tatsächlich hatte er schon mehr als einmal mit seiner Hand vor meinem Gesicht herum gewedelt weil ihm aufgefallen war, dass ich gar nicht mehr mitschrieb sondern in die Ferne sah. Ich hoffte inständig, dass er den Braten nicht roch sondern annahm, dass ich ein gewöhnlicher Tagträumer war. Ich, er und noch ein anderer Mitschüler saßen zu dritt in der letzten Reihe. Trotzdem war ich kein schlechter Schüler. Ich kapierte schon nach relativ kurzer Zeit die Sachen die wir durchmachten. Deshalb konnte ich es mir durchaus leisten die Hälfe der Stunde mit anderen Sachen zu verbringen. Außerdem stieß mich Benedikt immer an wenn etwas wichtiges passierte. Er war sozusagen der Vorzeigeschüler der Klasse. Er war verlässlich, pünktlich, wusste immer Bescheid wenn es was Wichtiges war, hatte immer die Hausübungen und war immer für seine Freunde da. Wegen dieser Eigenschaften war ich schon einmal in ihn vor etwa zwei Jahren verschossen. Das war jedoch nichts Ernstes. Ich hatte ihn sehr wegen seiner positiven Eigenschaften geschätzt. Außerdem war er auch nicht so unattraktiv. Er hatte genauso wie Markus dunkle Harre und braune Augen. Jedoch war er kleiner als Markus und ich und hatte nicht dessen athletischen Körperbau.
Nach der Schule gingen wir gemeinsam zur Bushaltestelle und unterhielten uns. Irgendwann fragte er mich: „Wie legt man einen beeindruckende Audition hin?“
Ich war in meinem Element: „Also entweder musst du einen Song der Person, für die du vorsingst, möglichst authentisch und gut vorsingen oder du singst etwas das deine inneren Gefühle wiederspiegeln. In Musicals ist emotionale Tiefe sehr wichtig. Oder du musst dich mit der Figur, die du spielst verbunden fühlen und eure Gemeinsamkeiten erkunden.“
In diesem Moment stieß Markus zu uns und fragte uns über was wir gerade redeten. Ich wiederholte das Ganze noch einmal.
„Aha. Gibt es denn noch einen Spezial Tipp den du uns geben kannst?“
„Ja schon. Es ist sicher nicht schlecht wenn man entweder als erster oder als letzter drankommt. Ich weiß, dass es heißt als Erster dran zu kommen bringe Unglück. Aber genau das Gegenteil ist der Fall. Wenn man als Erster drankommt, müssen sich alle anderen erst einmal mit dir messen. Als Letzten behalten sie dich dagegen am Besten im Gedächtnis!“
„Dann wirst du dich wahrscheinlich als Letzter eintragen oder?“, fragte mich Benedikt.
„Quatsch. Als Erster“, entgegnete Markus. „Mit ihm kann sich doch niemand messen.“
Ich wurde leicht rot. „Das stimmt doch gar nicht. Aber ich muss euch beiden wiedersprechen. Das kann man sich nicht aussuchen. Man wird aufgerufen“, sagte ich.
„Na das ist doch egal. Dich wird man immer gut in Erinnerung haben, egal wann du dran kommst“, sagte Benedikt zu mir und klopfte mir auf die Schulter. Ich wurde noch eine Spur röter.
Nach einer Weile kam der Bus. Ich und Markus mussten dann noch einmal umsteigen weil er ja in einem anderen Ort wohnte als ich. In der Wartezeit kauften wir noch ein bissen Bier ein. Besser gesagt kaufte ich es ein, weil Markus erst in drei Monaten 16 werden würde. Natürlich war das nichts Hochprozentiges aber Markus sagte er habe sowieso noch was bei sich zu Hause. Ich verstaute das ganze Zeug in meinem Rucksack. Als wir auf den Bus warteten redeten wir ein bisschen über unsere Sprachreise im letzten Sommer. Ich erfuhr, dass er so gut wie keinem Kontakt zu niemanden mehr hatte. Auch nicht zu Sophie, die nur noch gelegentlich schrieb. Mein Herz machte einen Hopser, bis mir klar wurde, dass mir das gar nichts brachte, da er ja trotzdem für mich immer noch unerreichbar war.
Als wir dann im Bus saßen, redeten wir darüber was wir heute noch machen wollten. Es würde wahrscheinlich genau das gleiche werden wie immer. Wir würden uns vornehmen mal raus zu gehen und es dann doch nicht machen, weil wir einfach zu faul waren. Dafür würden wir in seinem Zimmer sitzen und auf seiner Xbox spielen. Nur hatten wir dieses Mal Alkohol. Mal sehen wohin das führen würde.
Als wir bei ihm ankamen, waren seine Eltern noch da. Seine Mutter hatte für uns gekocht. Sie verabschiedeten sich von uns und brachen Zu ihrem Wellness Wochenende auf. Sobald sie aus dem Haus machte Markus für jeden für uns eine große Schüssel Popcorn und ich holte das Bier aus meinem Rucksack und verstaute die restlichen Flaschen im Kühlschrank. Ich fand in meinem Rucksack auch noch eine DVD. Es war „Die Tribute von Panem“, das ich mir von Benedikt ausgeliehen hatte und ihm eigentlich heute zurückgeben wollte. Wir beschlossen es uns am Abend ansehen würden. Bis dahin sahen wir uns im Fernseher Reality-Shows an, auf die wir beide total abfuhren. Es war einfach nur lustig uns Leute, die am sozialen Abgrund lebten und versuchten zu schauspielern. Sie waren einfach so grottenschlecht und so gar nicht überzeugend, dass man sie einfach nur auslachen musste. Währenddessen hatte Markus schon drei Flaschen Bier gelehrt, während ich noch an meiner zweiten Flache nuckelte. Es war allgemein, dass ich gar nichts vertrug, ganz im Gegensatz zu Markus, der mich nur zu gerne damit aufzog. Aber heute war er auch schon ein bisschen angeheitert.
„Pass bloß auf, dass du nicht zu viel säufst wie damals als du mitten in ein McDonalds Restaurant gekotzt hast!“, lallte er und lachte danach ausgelassen.
„Das war nur einmal und das war nicht mitten im McDonalds! Ich hatte es nur nicht ganz zu den Toiletten geschafft“, sagte ich aber er lachte nur noch mehr.
„Sollen wir nicht langsam was Anderes machen?“, fragte ich daher.
„Ja klar was willst du machen?“
„Habt ihr immer noch das Karaoke-Programm an eurem Fernseher?“
„Ja. Sicher. Aber eins sag ich dir! Diesmal bist du nicht mehr der Star ich hab etwas geübt.“
„Ach ja. An was denn?“
„Wirst du schon sehen“, sagte er und grinste mich an. Schnell ging er zu der Anlage und wählte den Song so aus, dass ich er nicht sehen konnte. „Okey!“, rief Markus und drehte sich zu mir um. Er reichte mir ein Mikro.
„Du willst ein Duett mit mir singen?“, fragte ich ihn ungläubig.
„Wieso nicht? Dadurch wird man ja bekanntlich besser.“
„Na gut“, sagte ich und schaltete das Mikro ein.
„Aber du singst den Part der Frau!“, rief er lachend und eher ich was erwidern konnte, drückte er auf Play und ich musste mich damit abfinden. Schon dröhnte aus den Lautsprechern die Musik und schon nach dem ersten Takt welches es war. Eines meiner persönlichen Lieblings Duette. Ich öffnete erfreut den Mund doch Markus deutete mir, dass ich ruhig sein sollte und begann zu singen
youtube.com/watch?v=PvUNbbVtSvU
Nachdem der Song zu Ende war, standen wir uns schnaufend gegenüber. Die Songauswahl hatte mich überrascht. Der Text hatte mich irritiert.
Ich brach das Schweigen, das ausgebrochen war, seit der Song zu Ende war: „Das war ein fantastischer Song und du hast wirklich super gesungen!“
„Danke. Wie gesagt, ich hatte geübt.“
„Ja, das habe ich gehört. Aber warum hast du genau diesen Song gewählt? Hast du den Beat so gut gefunden oder was?“
„Ja. Genau deswegen“, sagte er und grinste mich an. „Willst du noch was singen oder nicht?“
„Nein. Heute nicht mehr. Lass uns lieber noch was zocken!“, schlug ich vor.
„Ja gut. Dann komm mit! Ich mach dich wieder auf der Xbox fertig“
Also gingen wir in sein Zimmer. Bevor wir loslegten rannte er noch schnell in die Küche um uns einen Wodka-Cola zu mixen. So wie ich ihn kannte würde er mit dem Wodka wieder mal übertreiben aber ich blieb trotzdem auf seinem Ledersofa sitzen und wartete darauf was kommen wird. Nach fünf Minuten kam er wieder ins Zimmer. Er hatte es doch tatsächlich fertiggebracht die zwei großen Gläser in die er die Wodka-Cola Mischung gekippt hatte mit Eiswürfeln und Zitronenscheiben zu verzieren. Zwei Strohalme steckten in den Gläsern. „Den Typen, der zum ersten Mal gesagt hat, dass das ein Frauengetränk ist würde ich gerne eigenhändig die Fresse polieren“, lachte er. Er stellte die Gläser auf den Sofatisch und ließ sich neben mich fallen. Er nippte sofort an seinem Cocktail, während ich noch mein Bier austrank.
Danach spielten wir gute zwei Stunden Xbox. Trotz seines Zustands war er immer noch bei weitem besser als ich. Er schenkte uns noch einmal nach und irgendwann waren wir beide nicht mehr fähig zu spielen und wir beschlossen uns den Film anzusehen. Ich brauchte eine Zeit lang um den Film, und dann das richtige DVD-Fach zu finden. Markus versuchte mir zu helfen aber er steckte die DVD in den Schlitz für die Xbox Spiele. Schließlich hatten wir es geschafft und wir ließen uns zurück auf Sofa fallen. Wir sahen uns gemeinsam den Film an. Irgendwann lehnte Markus bei mir an. Er war wohl ziemlich müde. Natürlich machte mir das gar nichts aus. Ich genoss es richtig. Irgendwann schlief er mit dem Kopf auf meiner Schulter ein. Ich lehnte meinen Kopf gegen seinen. Ich verstand nicht wie man bei einem Film in den Leute in einer Arena um ihr Überleben kämpfen, einschlafen kann. Aber ich achtete nicht auch nicht mehr auf den Film. Als ich endlich merkte, dass der Film schon längst vorbei war, versuchte ich ihn so vorsichtig wie möglich in sein Bett zu hieven. Doch er wachte auf und murmelte: „Was isn‘ los Süßer?“
Ich schmunzelte obwohl ich nicht wusste wie er das jetzt genau wie er das meinte. „Du bist eingeschlafen und da wollte ich dich ins Bett bringen“, sagte ich.
„Oh Nein, Nein, Nein. Das kann ich schon selber“, sagte er mit fester Stimme und begann sich bis auf die Unterhose auszuziehen. Dann guckte er mich an und fragte: „Worauf wartest du? Oder willst du in deinen Sachen schlafen?“
„Nein. Natürlich nicht“, sagte ich hastig und begann mich auch bis auf die Unterhose auszuziehen. Währenddessen trank Markus noch die Reste unserer Wodka-Colas aus und ließ sich aufs Bett fallen. Ich überlegte kurz und legte mich neben ihn in sein Bett. „Gute Nacht“, sagte ich leise. „Gute Nacht“, sagte Markus etwas lauter. Nach einer Weile in der ich ihn die ganze Zeit angesehen hatte, fielen mir die Augen zu. Doch dann spürte ich etwas an meiner Wange.

To be continued…

Und sorry, dass ich euch mit so einem Cliff-Hänger zwei Tage auf etwas neues warten lasse :flag:

was soll das jetzt heißen??? 2TAGE!!! Willst du uns zu tote quälen???

Ps: Super Geschichte

Ich kann euch beruhigen. Ich habe heute noch die Zeit gefunden einen Teil für morgen zu schreiben. Also keine Angst.
Ihr werdet noch früh genug erfahren wie es weiter geht ;D

Euer GoldenStar18

Obwohl ich gestern schon mal online war, fällt mir die Geschichte jetzt erst auf.
Hut ab, mir gefällt sie sehr gut. Du hast einen schönen Schreibstil, auch wenn du manchmal etwas auf die Rechtschreibung schauen könntest. :wink:
Was mir besonders gut an dieser Geschichte gefällt, sind die zwischendrin eingefügten YT-Links. So kommt man zu neuen Songs (also ich beispielsweise habe nie Glee gesehen und die Songs sind somit größtenteils neu für mich) und kann sie, während man hier weiter liest, im Hintergrund hören. Eine tolle Idee, wirklich!
Ich freue mich jetzt schon auf die nächsten Kapitel, auch wenn ich mir denken kann, was er jetzt an seiner Wange spürt. :smiley:

Grüße
Timmy

Jetzt wird es ernst für beide.Nach der Wange,was kommt dann?
Bin ja so gespannt.Ich liebe diese Story.

Herzlichen Glückwunsch an alle ungeduldigen Leser. HIER IST EIN NEUER TEIL nur für euch. Um den Gedanken von mehreren Charakteren zu folgen, habe ich etwas Neues ausprobiert.
Schreibt mir in die Komentare, ob es euch gefällt :wink: Nun aber:
Bühne frei für Teil nummär 7!!!


Teil 7

Plötzlich lag ich mit weit aufgerissenen Augen im Bett. Mein Schwarm lag neben mir, mit nichts als seiner roten Unterhose bekleidet und strich mir zärtlich mit seiner Hand über die Wange. Markus lag auf der Seite und sah mich mit seinen verträumten, schokoladenbraunen Augen an, die ich ja so liebte. Er lächelte. Ich lächelte zurück. Er begann mich zu streicheln. Langsam rückte ich mit meiner Hand zu ihm rüber. Ich berührte vorsichtig seine Brust. Sie war weich und warm. Langsam strich ich darüber. Er hatte inzwischen seine Hand über meinen Hals zu meinem Rücken wandern lassen. Langsam rückten wir näher zusammen. Inzwischen konnte ich seinen warmen Atem spüren. Langsam richteten wir uns auf. Seine Hand auf meinem Rücken drückte mich langsam in seine Richtung. Unsere Gesichter kamen uns näher und näher. Schließlich küssten wir uns. In meinem Kopf explodierte ein Feuerwerk. Genauso hatte ich mir immer meinen ersten richtigen Kuss vorgestellt. Unglaublich zärtlich und emotional. Seine Lippen waren weicher als ich es mir vorgestellt hatte und schmeckten leicht nach Cola. Langsam legte er mir seine Hände an meine Hüften und übte einen sachten Druck aus. Ich legte ihm meine Hände um den Hals. Wir begannen uns inniger zu küssen und ein warmes Gefühl breitete sich in mir aus. Endlich verstand ich was all die Liebeslieder eigentlich bedeuteten. Doch eines schoss mir sofort in den Kopf: youtube.com/watch?v=q9ayN39xmsI So glücklich war ich schon ewige Zeit nicht mehr gewesen.
Wir lagen uns noch lange im Arm und küssten uns bis wir schließlich friedlich einschliefen.
Am nächsten Morgen wurde ich von den ersten Sonnenstrahlen geweckt, die durch das Fenster schienen. Einen kurzen Moment dachte ich das ganze wäre nur ein wunderschöner Traum gewesen, doch Markus lag dicht an mich geschmiegt neben mir und hatte seinen Arm um mich gelegt. Er schlief noch. Er sah so friedlich aus. Seine Haare waren noch verstrubbelter als sie sowieso schon immer waren. Ich hatte nie etwas Niedlicheres gesehen. Eigentlich wollte ich ihn nicht wecken, doch ich konnte nicht wiederstehen ihn sanft auf die Wange zu küssen. Er brummte etwas im Schlaf doch er wachte noch nicht auf. Ich legte mich auf die Seite und beschloss ihm beim Schlafen zu zusehen. Ich beobachtete wie sich sein Brustkorb hob und senkte. Immer noch eng aneinander geschmiegt lagen wir da. Nach etwa einer Stunde gab ich ihm wieder einen Kuss, doch diesmal auf den Mund. Dieses Mal wachte er dabei auf. Seine Augen öffneten sich ein wenig. „Guten Morgen“, flüsterte ich. Mein Gesicht war etwa eine Handbreite von ihm entfernt. Sofort riss er entsetzt die Augen auf und rückte schlagartig von mir weg. Bestürzt sah er mich an und fing an zu stottern: „Du… Du… Ist das gestern wirklich passiert?“
Ich konnte die Panik in seiner Stimme hören. „Ja“, sagte ich verwirrt. Seine Augen weiteten sich noch mehr. „Was haben wir gemacht? Sag schon!“, rief er und rückte immer weiter mehr von mir weg. Ich begriff nicht was das sollte und sagte unsicher: „Wir haben uns geküsst. Ziemlich lange sogar.“
„Nein“, stotterte Markus und sah sich verzweifelnd um. „Nein, Nein, das kann nicht sein! Das ist nicht passiert.“
„Doch. Du hast mich gestreichelt und dann geküsst. Und ich habe den Kuss erwidert.“
„Das stimmt nicht! Du lügst!“, rief er aufgebracht und zog sich ein T-Shirt an das neben seinem Bett lag, als könnte ich ihm gefährlich werden wenn er noch länger oben ohne war. In seiner Hektik bemerkte er nicht, dass es meines war. Mir waren inzwischen die Tränen gekommen. „Nein. Ich lüge dich nicht an. Wir haben uns geküsst.“
„Mit Zunge?“
„Ja. Natürlich.“
„Das kann nicht sein. Ich bin hetero und nichts anderes!“ schrie er schon fast. Inzwischen waren mir die Tränen gekommen. Vor noch einer Minute dachte ich, dass dies der schönste Tag meines Lebens werden würde. Ich hatte es nie für möglich gehalten, dass es zu bisher schlimmsten werden würde. Langsam stand ich vom Bett auf. Markus und ich standen uns gegenüber. Sein Gesicht war wütend, meines tränenverschmiert. Eine Zeit lang standen wir uns gegenüber. Irgendwann sagte er trocken: „Ich glaube es ist das Beste wenn du gehst.“
Ich schluchzte kurz und zog mir Hose und Socken an. Dann sah ich ihn an. „Du hast mein T-Shirt an“, sagte ich kurz zu ihm und er riss es sich vom Leib und warf es mir zu. Als ich es anhatte sah ich ihn noch einmal flehend an doch er sagte nur noch einmal: „Geh bitte. Und erzähl bloß niemanden hiervon.“
Daraufhin rannte ich aus seinem Zimmer. Ich schnappte mir meinen Rucksack und stürmte aus seinem Haus.
So konnte ich nicht sehen, wie er sich nach einiger Zeit die Hände vor sein Gesicht schlug, sich auf sein Bett sacken ließ und ihn tiefe Schluchzer packten.
Währenddessen rannte ich. Ich rannte und rannte immer weiter. Ich wusste nicht wohin aber es war mir egal. Ich wollte nur weg von hier. Weg von diesem Menschen, den ich so sehr liebte und der mich gerade so verletzt hatte, wie ich es mir nie vorstellen hätte können.
Irgendwann hörte ich auf zu rennen. Ich war mitten in dem Ort in dem Markus zu Hause war. Ganz in der Nähe stand eine Bushaltestelle. Ich ging zu ihr hin und schaute mir an wann der nächste Bus ging. Er würde erst in einer halben Stunde kommen und so setzte ich mich alleine in ein kleines Café. Dort setzte ich mich ans Fenster und starrte hinaus. Als eine Kellnerin kam und mich freundlich fragte was ich wolle, bestellte ich mir eine heiße Schokolade. Ich hatte keinen Hunger. In der Zeit in der ich wartete rief ich Celina an. Ich fragte sie ob ich sie am Nachmittag besuchen könne. Sie sagte mir, dass sie für mich immer Zeit hätte und fragte mich was los ist. Sie musste schon an meinem Tonfall gemerkt haben, dass ich traurig war. Aber ich sagte ihr, dass ich ihr es persönlich sagen wollte. Ich hatte beschlossen, mich bei ihr zu outen. Das war ein Risiko, wenn man bedachte wie mich Markus von sich gestoßen hatte, doch ich war mir sicher, dass Celina es verstehen und für mich da sein würde.
Die Kellnerin brachte mir die heiße Schokolade und ich trank sie zügig aus. Ich verbrannte mir die Lippen an dem heißen Gebräu, doch es störte mich nicht. Ich bezahlte und ging zur Bushaltestelle. Dort war niemand in der Nähe also beschloss ich zu singen. Ich kramte nach meinen Kopfhörern und setzte sie mir auf. Eigentlich hatte ich beschlossen „A Thousand Years“ zu meinem neuen Projekt zu machen, doch ich hatte es mir anders überlegt. Ich wählte den Song auf meinem Handy aus, drückte auf Play und fing an zu singen. youtube.com/watch?v=EjhXohnNwv8
Während ich den Song sang kullerten mir erneut die Tränen die Wangen hinunter. Als schließlich der Bus kam hatte ich keine Tränen mehr. Das warme und wohlige Gefühl war aus meinem Bauch verschwunden und es blieb nur eine unglaubliche Leere.

Aus Markus Perspektive:
Was hatte er nur getan? Gerade hatte er den Menschen der ihm so wichtig war einfach von sich gestoßen. Nur weil es ihm Angst machte was die Leute wohl sagen würden wenn herauskam, dass er heimlich auch auf Jungs stand. Es war ihm klar geworden als er Maxi in der Karaoke Bar singen hörte. Es war so viel Traurigkeit und Sehnsucht in dem Song gewesen.
Seit dem Moment hatte er teilweise bewusst, teilweise unbewusst versucht Maxi näher zu kommen. Er hatte das ganze gestern so sehr gewollt. Ganze drei Monate hatte er darauf hingearbeitet. Er hatte absichtlich oft sein T-Shirt für Sport vergessen nur um ihn um Hilfe zu bitten. Er war so oft es ging oben ohne herum gelaufen wie es ging. Er hatte sogar an den Vortagen trainiert, damit er ihn so gut es ging imponieren konnte. Auch den Song hatte er absichtlich gewählt. Die Botschaft „Don’t you want me?“ wollte er nur zu gerne rüberbringen. Und in der Nacht konnte er sich schließlich nicht mehr beherrschen als er Maxi so da liegen sah. In der Zeit in der Maxi ihn angesehen hatte, hatte er so getan als hätte er die Augen zu. Doch einen Spalt breit waren sie immer offen gewesen.
Und dann kam der Morgen. Und mit ihm die Panik. Er hatte schlichtweg Panik bekommen. Und Angst. Schreckliche Angst. Angst davor was andere zu ihm sagen würden, wenn herauskam, dass er Maxi geküsst hatte. Angst davor, dass seine Freunde sich von ihm abwenden könnten und dass seine Eltern ihn deswegen verstoßen könnten. Er wollte seinen Status bei den Leuten nicht verlieren und so wählte er die dümmste und schlechteste Entscheidung seines Lebens.
Erst als Maxi verletzt und todtraurig aus seinem Haus stürmte und er ihn durchs Fenster in Richtung Straße laufen sah, wurde ihm klar was er gerade verloren hatte. Ihm wurde klar, dass all die Sachen, die vor denen er sich fürchtete, für ihn ertragbar wären. Solange er nur ihn hatte.
Sofort stürmte er Maxi nach in Richtung der nächsten Haltestelle. Doch dort war er nicht. Schluchzer schüttelten ihn. Dies war das erste Mal, dass er in der Öffentlichkeit Gefühle zeigte, die er normalerweise hinter einer coolen und lässigen Maske versteckte. Erneut schlug er die Hände vor sein Gesicht, damit niemand seine Tränen sah und ließ sich mit den Knien auf den vom Regen nassen Boden sinken.

To be continued…

“A Thousand Years”, eine geniale Entscheidung für diesen Augenblick.
Nur schade, dass er so schnell vorüber war. Und dann auch noch mit so einem unheilvollem Morgen begann. Traurig, was die Gesellschaft mit so einer Person wie Markus anstellt.
Aber es ist schön zu sehen, dass dann doch ein ach so cooler Typ wie Markus auch Gefühle hat und sie zeigen kann, auch wenn er die Hände vor sein Gesicht hält.
Ich bin total gespannt, wie es weiter geht.

Danke @timmyboy. Ich finds schön dass dir die Geschichte so gut gefällt. Ich habe lange für den perfekten Song für diese Szene gesucht. Gefunden hab ich einige gute aber sie warens einfach nicht. Dann hab ich es gesehen und mir gedacht:
“Das ist es” ;D

I have died every day waiting for you
Darling don’t be afraid i have loved you for a thousand years
I’ll love you for a thousand more…

Das war einfach perfekt schwärm

Lg euer GoldenStar18 :wink: