Bundestagswahl 2017

Welche Partei werdet ihr voraussichtlich bei der Bundestagswahl wählen?

  • CDU
  • SPD
  • Bündnis '90 die Grüne
  • Die Linke
  • FDP
  • AfD

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Hallo :smiley:

Dieses Jahr findet ja am 24. September die Bundestagswahl statt. Mich würde einfach interessieren, welche Partei ihr wählen werdet und warum? Soll Angela Merkel noch länger unsere Kanzlerin bleiben, oder soll Martin Schulz frischen Wind in die Regierung bringen? Die CDU ist nach wie vor gegen die Ehe für alle. Ist das für euch ein Grund eine andere Partei zu wählen? Schreibt einfach mal was eure momentane politische Sicht ist. Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse :slight_smile:

Liebe Grüße :flag:
Fierybird

Unschlüssig wäre noch eine interessante Wahlmöglichkeit gewesen.

Habe mir eigentlich ursprünglich mit dem Wechsel zu Martin Schulz gedacht, dass ich doch die SPD wählen könnte, auch wenn ich mit der Bildungspolitik (ist zwar Landessache, finde es aber so katastrophal, dass es ein Ausschlusskriterium gewesen wäre) überhaupt nicht einstimme.
Dadurch, dass die SPD ihr Wahlversprechen “100% Gleichstellung nur mit uns” nicht eingehalten hat und da das gerade jetzt mit der Ehe (erst wurde gesagt auf dem Gipfel wird ein Gesetz eingebracht, dann aufeinmal wurde der Schwanz eingezogen, letzendlich haben sie sich dann doch getraut das Thema aufzubringen) eher wie Wahlkampf erscheint, bin ich ziemlich ins Grübeln gekommen. Klar die CDU sitzt am längeren Hebel und lässt die SPD nicht einfach machen, da es aber mehrere Umfragen gibt nach denen ein Großteil im Bundestag für die Ehe ist und selbst in der CDU ein Teil für die Ehe ist, frage ich mich ob mehr Druck seitens der SPD und einzelner CDU’ler es hätte machen können oder ob Merkel da einfach die Mehrheit mit ihrer Meinung erstickt (daher CDU ist außer Frage).

Einziges Problem: Welche andere Partei käme denn dann noch in Frage?

Die AfD ist keine Alternative für mich, wegen ihrer radikalen Hetze gegen LGBT und Ausländer und teils aus meinen Augen komischen Forderungen: Deutsche Flaggen verbrennen verbieten, “völkisch” wieder als gutes Wort in der Gesellschaft verbreiten.
Die FDP ist für mich zu wirtschaftlich angehaucht, obwohl sie die Bildung komplett verändern will, was ich super finde. Da bleibt nur die Frage wie wollen sie einkommensschwächeren Menschen/Familien helfen. Zumal sie mir umweltpolitisch gesehen zu wenig macht.
Die Linke ist auch keine Partei für mich. Sehr gut finde ich, dass sie Kapitalismus überwinden will, wobei ich nicht zustimme ist den durch Sozialismus (was ja Grundlage der Partei ist) zu ersetzen.
Bei der Partei Bündnis '90 die Grüne stimme ich in sehr vielen Punkten überein: Ehe, Legalisierung von Marihuana und Umweltschutz. Jedoch habe ich mich mit der Partei noch nicht genug beschäftigt um hier eine Meinung dazu abzugeben. Und konnten mich bisher hier die Politiker nicht mitreißen.

Naja mal sehen, was sich so in den nächsten Monaten tut, ich werde auf jeden Fall wählen gehen, nur welche Partei es letztendlich wird, dafür habe ich mich noch nicht entschieden.

Die Wahrscheinlichkeit das es erneut auf eine Große Koalition hinausläuft ist mehr als Wahrscheinlich . . .

Die Grünen = Sind für mich nicht wählbar ( einige Politiker sind für mich ein Rotes Tuch )

Die Linken = Ist derzeit eine Option , die ich mir offen lasse ( auch wenn diese Partei die beste Zeit hinter sich hat )

CDU \ CSU = NEIN DANKE ( siehe Grüne )

FDP = Die Lindner Partei ist für mich eine Option

AfD = Einige Ansichten kann man vertreten ( muss man aber nicht ) , als Protest Partei gegen die GROKO eine Option ( da es zum Mitregieren eh nicht reichen wird )

Viele sind ja mit der aktuellen Situation nicht zufrieden und wollen nicht wieder eine GROKO an der Regierung sehen.

Jedoch sehen bei der Politik der großen Koalition nur Merkel und die CDU. Denkt ihr nicht, dass sich die Politik einer neuen großen Koalition, in der die SPD die Mehrheit hat, anders ausfallen würde? Mit Schulz als Bundeskanzler, hätte es sich also auch ausgemerkelt.

Als Protest gegen die aktuelle Situation finde ich es deshalb sinnvoller, die SPD zu wählen, als z.B. die AfD. Damit kann man nicht viel verändern, denn es kommt wahrscheinlich eben wieder zur GROKO. Deshalb muss man meiner Meinung nach die Verhältnisse innerhalb der GROKO verändern, damit die SPD am längeren Hebel sitzt.

Seht ihr das auch so?

Hui, noch keiner, der AfD wählen würde, immerhin :stuck_out_tongue:

Na ja, was heißt immerhin. Die aufgezählten Parteien sind alle furchtbar und die wirklich interessanten erreichen leider niemals genügend Stimmen.

Geht mir auch so, ich würde die Grünen wählen, weil die das geringste Übel sind.

wär aber mal interessant zu sehen, wie gering die übel sind, wenn sind als stärkste partei aus einer wahl hervor gingen. also bundesweit.

Ich kann nicht verstehen, was du meinst, Regal.

war ein wortspiel. bezog sich auf mcadipositas’ post:

ah achso, danke! naja, das ist ja aber schon ziemlich unwahrscheinlich…

jo. aber immerhin hatten oder haben sie in BaWü gezeigt, dass sie’s auch nicht besser oder schlechter machen als die beiden grösseren parteien. ich denke bundesweit fiele das ergebnis auch nicht anders aus.

Klar, wenn eine Partei mehrheitlich für die Regierung veranwortlich ist, steckt sie in den selben Zwängen wie jede andere Partei auch, daher wird sich die Welt durch eine Wahlentscheidung allein nicht unglaublich verändern.
Aber eine zwei verschiedene Parteien werden auf jeden Fall verschiedene Akzente setzen. Die Grünen haben in BW einiges verändert:
Die einschneidendste Veränderung war vermutlich, dass sie öffentlich gemacht haben, dass aus jahrzehntelanger CDU-Regierung viel zu wenig Rückstellungen für Beamtenpensionen da sind, und daher an verschiedenen Stellen im Beamtenapparat massiv kürzen mussten. Das ist der positive Effekt, den ein Regierungswechsel unabhängig von der Ausrichtung der Parteien hat, neue Besen kehren gut und so…
Ein solcher Akzent, den die Grünen darüber hinaus gesetzt haben, ist bspw die Verankerung der Wertschätzung von Vielfalt als eine Leitperspektive im neuen Lehrplan. (klar, die sexuelle Vielfalt ist da wieder unter den Tisch gefallen, aber man kann nich alles haben.) Von der CDU wär das nicht gekommen.
Leider weiß ich jetzt grade auch nicht mehr Beispiele, weil ich nicht mehr in BW wohne und mich daher auch nich so über die Politik dort informiere…
Aber eine Bundesregierung kann auch nochmal über ganz weitreichendere Dinge entscheiden als eine Landesregierung.

ich glaube, dass zb homosexualität fester bestandteil des hessischen lehrplans im aufklärungsunterricht ist, haben die grünen durchgesetzt. und bei uns hat noch die cdu das sagen. in hessen wird es vorläufig utopie sein, dass die grünen mal dominieren, als stärkste partei in der regierung. aber immerhin haben sie hier längste erfahrung als eine in der regierungsverantwortung mitbeteilgte partei als anderswo in deutschland.

Große Koalition bedeutet immer Stillstand, da man zwei Alpha-Parteien hat deren Kompromiss meistens auf gar nichts hinausläuft. Ich habe zwei Prioritäten: Ein Ende der großen Koalition und eine Ende von Merkels Kanzlerschaft.
Grokos sind für parlamentarische Arbeit zudem grausig, da die Regierung die Opposition kaum ernst nimmt und deren Abstimmungen beliebig verschieben kann etc, es ist also furchtbar für die Opposition und somit die Demokratie. Und am Anfang finden die Bürger das gut, weil eben gar nichts passiert, aber auf Dauer stärkt es Randparteien. Nach einer Dauer-Groko in Österreich droht dort bald die FPÖ zu regieren.
Also wenn Merkel, dann bitte keine Groko. Wird dann wahrscheinlich sowas wie eine Jamaika-Koalition.
Noch lieber wäre es mir, wenn diese komplett unfähige Kanzlerin von Schulz abgelöst wird: Ich bevorzuge zwar rot-rot-grün (da ich selbst eher auf Seiten der Linken bin), aber auch eine Ampel wäre allemal besser als das was wir haben.
Groko bedeutet Stillstand und das ist nie gut.

Nächste Woche ist es ja so weit und im Moment sieht es so aus, als ob es leider wieder auf eine Groko hinaus läuft. Am liebsten wäre mir eine starke SPD gewesen, aber die ist am Umfragetiefpunkt angelangt. Deshalb wäre es mir fast lieber wenn die SPD in die Opposition geht und nicht nochmal eine Groko mitmacht, aus der sie dann in vier Jahren noch geschwächter sein wird. Vielleicht würde ich dann doch die Grünen wählen. Knapp eine Woche vor der Wahl weiß ich nicht was ich wählen soll… :confused:

Wie steht es bei euch so? Habt ihr euch schon entschieden oder seid ich auch so ratlos wie ich im Moment?

Ich würde mich freuen wenn noch ein paar mehr in der Umfrage abstimmen würden, damit das Ergebnis etwas repräsentativer wird :slight_smile:

LG Fierybird

Man könnte taktisch die FDP wählen, damit es zu schwarz-gelb kommt statt zu einer Groko. Dass die SPD stärkste Kraft wird, halte ich inzwischen für ausgeschlossen. Ich wähle vermutlich DIE LINKE, weil ich finde, dass sie gute Arbeit leisten in der Opposition und in den Untersuchungsausschüssen.
Falls noch jemand vorhat DIE PARTEI zu wählen: taz.de/!5447201/

Martin Schulz will die SPD-Basis abstimmen lassen über die Koalition und ich glaube, auch wenn die Spitze es nicht kapiert, die Basis weiß, dass die Groko keine gute Idee für die SPD ist.
Ich denke im Moment, dass es schon auf Jamaika (Union + Grüne + FDP) hinausläuft. Klar, die Partei tun jetzt so, als wäre das ausgeschlossen, aber falls die SPD rechtzeitig sagt, dass sie eine Groko ausschließen, werden die das tun. Gerade die Grünen wollen ja unbedingt regieren. Schwarz-gelb bleibt möglich, schwarz-grün sieht unwahrscheinlich aus. Die Grünen könnten Verluste einstecken, die Union wird mittelschwere bis schwere Verluste erleiden. Letztendlich wissen wir das natürlich nicht.

Was mir auf den Schuh drückt, ist, dass die AfD mit 99%-iger Sicherheit in den Bundestag einziehen wird, deren Personal zu 1/3 bis 1/2 aus Nazis besteht. Solche Leute halte ich nicht für eine willkommene Opposition, gerade nach vielem was im Wahlkampf kam (organisierte Störaktionen, verschiedene Äußerung der Spitzenkandidatin, die alte E-Mail von Weidel), gefällt mir das nicht. Deswegen hoffe ich, dass die SPD die Union 2021 in die Opposition schickt, um die AfD überflüssig zu machen. An einen SPD Sieg glaube ich im Moment auch nicht.
Groko und Jamaika sind im Moment die realistischen Optionen im Moment. Ich möchte nur der SPD sagen, dass die Opposition ihr besser tun würde, wenn sie nicht wider Erwarten die Möglichkeit haben den Kanzler zu stellen (dafür müssen sie nicht stärkste Kraft werden!).

Aus all diesen Gründen, stehe ich nach wie vor zu meiner geäußerten Präferenz: Ich werde DIE LINKE wählen. Es gibt vieles, mit dem ich bei dieser Partei nicht übereinstimme, aber im Moment doch am ehesten. U.A. sind sie die einzige Partei, die klar eine Verlängerung der Legislaturperiode auf 5 Jahre ablehnt. Es wird Merkel als Kanzlerin werden, höchstwahrscheinlich. Da will ich eine ordentliche Opposition haben: Stand jetzt garantiert das nur DIE LINKE. Die SPD könnte eben doch wieder Juniorpartner werden und selbst in der Opposition wären sie wohl deutlich kraftloser. Die AfD? Die schließe ich natürlich vollkommen aus, begründen muss ich das denke nicht. Der Kampf um Platz 3 ist völlig offen, Grüne, FDP, DIE LINKE und AfD haben hier Chancen, nach letzten Umfragen die AfD die besten und die Grünen die schlechtesten. Abwarten.

Achso: Ich bin klar gegen eine neue Groko, die sollte die Ausnahme und nicht die Regel sein.

Hatten wir doch schon letztes Mal (2013), Ergebnis war sehr eindeutig: Mit Ja stimmten 75,96 Prozent, mit Nein 23,95 Prozent. Wenn sich die SPD-Fuehrung da nicht ziemlich sicher waere, wuerden sie doch den Mitgliederentscheid gar nicht wieder vorschlagen.

Es gibt auch Parteien, da hat die Parteispitze den Bezug zur Basis verloren, was ich hier nicht ausschließen würde. Dass die Basis gegen eine Fortsetzung stimmen würde ist denkbar. Man sieht ja, es gab schon Ablehnung. Diese wird durchaus gestiegen sein. Zumal die SPD-Führung nach der Wahl immer noch eine Absage erteilen könnte: Unwahrscheinlich, aber denkbar.
Auch einige in der SPD haben begriffen, dass eine Groko kein Dauerzustand sein sollte. Letztlich hängt es aber auch vom Abschneiden der SPD ab, wobei man sich als Richtwerte die miserablen Ergebnisse der beiden letzten Wahlen vornehmen wird.