Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

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Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon ploccoson » 02 Jun 2012, 23:44

Hallo,

ich erstelle diesen Thread zu dem Thema, weil ich mich in letzter Zeit damit auseinandergesetzt habe und letztlich neugierig bin, welchen Standpunkt ihr zu diesem Thema vertretet. Sie gilt eher als ein Tabu.

Zoophilie bezeichnet das sexuelle Hingezogensein zu Tieren. Zoophilie kann sexuelle Handlungen beinhalten, aber auch Vorlieben, die nur sekundär, manchmal gar unbewusst der sexuellen Befriedigung des Menschen dienen. Quelle: Wikipedia

Eine kleine Definition, damit klar ist was gemeint wird. Die Zoophilie entweicht der gesellschaftlichen Norm und wird deshalb als eine Paraphilie bezeichnet. Der Sex mit einem Tier ist für die meisten wohl ziemlich undenkbar und da kommt auch die Toleranzgrenze irgendwann zu einem Ende. Jedenfalls zeigen neue Studien ein anderes Bild dieser Neigung. Hani Miletski, eine Sexualtherapeutin, meint, dass Zoophilie genauso wie Hetero- oder Homosexualität lediglich sexuelle Orientierung ist und dass manche Tiere den Sex genauso genießen wie zoophile Menschen. Joseph R. Rosenberger hingegen meinst, dass Tiere diesen Akt auch zustimmen können. Dieses Phänomen haben vielleicht schon Hundebesitzer bemerkt, wenn ihre Hunde versuchen, sich am Bein ihres Herrchens bzw. Frauchens zu reiben. Midas Dekkers, ein Biologe, ist der Meinung, dass sogar Tiere den Akt selber aktiv hervorrufen können.

Ich habe sowieso eine ziemlich tolerante Haltung zum Thema Sexualität, zumal ich diese Toleranz auch von anderen fordere, damit ich akzeptiert. Und so schräg oder auch pervers es sich anhören mag, aber Ja, ich halte den sexuellen Akt zwischen Mensch und Tier für akzeptabel, SOLANGE das Tier damit auch einverstanden ist! Die Würde des Tieres und sein sexuelles Wohlergehen soll im Vordergrund stehen. Im Grunde genommen und biologisch gesehen, sind wir Tiere einer bestimmten Gattung. Nämlich die des Menschen. Ich finde daran wirklich nichts moralisch verwerflich, da es u. a. auch andere Tiere untereinander tun. Beispielsweise Hunde mit Katzen oder Pferde mit Eseln. Doch sollte es das Tier nicht wollen, sage ich sofort NEIN! Das neigt zu Tierquälerei und kann ich nicht tolerieren. Etwas abartig finden, ist künstlich und menschlich! Etwas einkategorisieren ebenfalls! Die Natur und ihre Unregelmäßigkeiten erkennen und entdecken, ist hingegen fasznierend! Ich persönlich finde den Verkehr zwischen Mensch und Tier wirklich eklig und teils abartig, aber dulde ihn, da diese Leute in meinen Augen genauso wie Homosexuelle, eine sexuelle Minderheit sind und möchte klarstellen, dass ich NICHT zoophil bin, aber so denken manche Heteros doch auch über Homosexuelle ...

Ich freue mich auf eure Beiträge!


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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Altanjan » 02 Jun 2012, 23:55

Es ist doch ziemlich egal ob Mensch, Tier, Pflanze, Gegenstand oder Alien^^...

Ich sage mal so, dass jede sexuelle Interaktion akzeptabel ist, solange sie einvernehmlich, ohne jeden Zwang geschieht und kein Schaden entsteht.

Aber hier wirds knifflig, woher wissen wir, ob der/die/das Gegenüber es will oder nicht, ob sich nicht vllt. doch eine Verhaltensstörung daraus entwickeln könnte oder sonstetwas negatives daraus resultiert?!
Auch wenn man sich die Hände noch so schmutzig macht,
es gibt immer einen Weg, sie wieder rein zu waschen.

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon benni-cba » 03 Jun 2012, 00:13

Zoophilie ist in der Tat ein kompliziertes Thema (und gesellschaftlich Tabuisiert).

Es gibt durchaus einige sexuelle Kombinationen & Praktiken, bei denen ich nichts Negatives für das Tier entdecken kann. Allerdings gibt es natürlich auch grenzwertige Sachen und solche, die man einfach nicht machen sollte.

Nun ist das allerdings so, dass Tiere nicht mit uns Sprechen und sagen was sie wollen - bei einigen mag man noch relativ leicht ihren Gemütszustand deuten können (z.B. Hunde) - bei anderen ist das schwerer bis unmöglich. Wie will man das entscheiden, wenn das Tier (für uns) nicht zu deuten ist?

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Luna » 03 Jun 2012, 00:27

ploccoson hat geschrieben: Joseph R. Rosenberger hingegen meinst, dass Tiere diesen Akt auch zustimmen können.


Nur weil irgend ein Typ etwas behauptet, ist es immer noch eine reine Vermutung...

Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon ploccoson » 03 Jun 2012, 00:57

Ich habe eher erwartet, dass ich auf Abneigung stoße, aber bin froh, dass wir dieses Thema neutral einleiten können.
Ich fange langsam an, Zoophilie als eine sexuelle Orientierung anzusehen und für mich ist so eine Orientierung nicht nur das Pflegen einer bestimmten sexuellen Vorliebe, sondern überhaupt die Liebe, das warme Gefühl, die man für jemand bestimmtes empfindet. Ich denke tatsächlich, dass Liebe auch auf andere Arten übertragbar ist. Sprich, dass es Liebe in verschiedenen Formen gibt. Mal vom Sex mit Tieren abgesehen, spielt auch die Zuneigung eine Rolle. Wie sieht ihr eine emotionale Beziehung zum Tier? Schmusen, Küssen, Streicheln, ohne in das Tier "einzudringend".

Die gegenseitige Zustimmung spielt eine sehr große Rolle, und hier kommt es ins Bröckeln. Man merkt einem Hund an, ob es ihm gefällt oder nicht. Entweder er bleibt und macht mit oder er wehrt sich, indem er geht. Das kann anderen größeren Tieren auch entnommen werden. Zwingt man das Tier, ist das falsch und überhaupt nicht akzeptabel. Wie benni-cba schon erwähnt hat, ist es bei manchen Tieren tatsächlich schwer zu erkennen und da sage ich selber auch STOP. Wenn man nicht davon ausgehen kann, dass das Tier damit einverstanden ist, sollte man es lassen.

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Satyrus » 03 Jun 2012, 10:24

Natürlich ist eine Hingabe zum Tier, namentlich die liebevolle Zuneigung, kein Verbrechen und wird alltäglich von Millionen Menschen praktiziert, womit ich "kuscheln, streicheln, kraulen" und anderes meine. Niemand käme auf die Idee, dahinter einen versteckten Gedanken zu vermuten. Auch ich habe meinen Hund gern, er ist ein Familienmitglied und natürlich gebe ich ihm auch Zeichen meiner für ihn empfundenen Liebe durch gemeinsames Spielen und Kuscheln. Dennoch könnte ich mir niemals vorstellen, sexuell mit ihm zu interagieren.

Dass andere Lebewesen (in diesem Fall speziell Säugetiere) mehr als nur emotionale Zuneigung zu Tieren anderer Rassen und Arten verspühren, ist nichts Neues. Doch der Mensch, als höheres geistiges Wesen, dass einen Intellekt besitzt und intelligent ist, sollte nicht die "Naivität" der Tiere für seine eigenen Vorteile nutzen. Wären wir - wie Tiere - triebgesteuert und hätten nichts, was man einen Verstand oder ein Gewissen bezeichnet, so wäre gegen eine auch sexuelle Liebe zum Tier nicht einzuwenden. Wir verstehen aber die Signale der Tiere nicht bzw. nur bedingt und können demnach nicht feststellen, ob das Tier gewillt ist mit einem Menschen sexuell zu interagieren.

Genau diese Problematik ist es, die die Gesellschaft tabuisiert, was aber nicht immer so gewesen ist. In der Antike e. g. gab es die Darstellung von Mischwesen (u. a. Faune), die tatsächlich sexuell aktiv waren und das nicht nur mit Artgenossen, sondern auch mit Menschen. Um Beispiele zu nennen: Satyre werden mit dem Unterleib eines Ziegenbocks und dem Oberkörper eines Menschen dargestellt und waren der Inbegriff der sexuellen Ausschweifung. Zeus verwandelte sich in einen Stier, um die Jungfrau Europa zu entführen - ebenfalls ein berühmtes Beispiel für zoophile Liebe.
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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon timtom » 03 Jun 2012, 15:54

Es wird ja auch differenziert was der Zweck von Handlungen mit dem Tier ist: Wird einem Stier so ein riesen elektro Dildo in den Arsch gesteckt und er per Knopfdruck zur Ejakulation gebracht, dann ist das natuerlich ok. Wenn jemand mit seinem Hund spielt und ihm sexuelle Lust verschafft ist es Tiersex und ein Tabu.
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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Samus » 03 Jun 2012, 16:35

Hmmm ich überlege gerade ob "Furry" auch eine Unterkategorie von Zoophilie ist. Denn ich mag solche Bilder. D:

Aber die Sexuelle Handlung mit einem echten Tier kann ich mir nicht vorstellen.

Aber solche die wie Menschen agieren und die Intelligenz besitzen und bzw. das Tier selber als Human zeigt mag ich durchaus. :/
Am Rande meines Verstandes kichert der Wahnsinn.
Nur der kleine Geist hält Ordnung, das Genie überblickt das Chaos.
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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon ploccoson » 03 Jun 2012, 17:00

Bei "Furry" muss ich komischerweise an Playboy-Häschen denken :roll:
Manche habe es auch gern, wenn man ihnen beim Sex entweder Tiernamen gibt, oder sich wie ein Tier verhält .bzw kleidet .. :tease:

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Sky26 » 03 Jun 2012, 20:52

ploccoson hat geschrieben:Ja, ich halte den sexuellen Akt zwischen Mensch und Tier für akzeptabel, SOLANGE das Tier damit auch einverstanden ist!



Der Mensch nicht? Du meinst dass die Würde des Tieres nicht verletzt werden darf, aber ist es nicht ein Ablegen der Würde des Menschen wenn er so etwas tut?

Ist die Frage erlaubt, wie du zu Pädophilie stehst? Nicht dass es den Rahmen sprengt, ein "anders" oder "auch so" reicht mir.:-)

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon ploccoson » 03 Jun 2012, 21:17

Sky26 hat geschrieben:
ploccoson hat geschrieben:Ja, ich halte den sexuellen Akt zwischen Mensch und Tier für akzeptabel, SOLANGE das Tier damit auch einverstanden ist!



Der Mensch nicht? Du meinst dass die Würde des Tieres nicht verletzt werden darf, aber ist es nicht ein Ablegen der Würde des Menschen wenn er so etwas tut?

Ist die Frage erlaubt, wie du zu Pädophilie stehst? Nicht dass es den Rahmen sprengt, ein "anders" oder "auch so" reicht mir.:-)


Die Würde des Tieres darf auch nicht verletzt werden, weshalb ich auch Vegetarier bin. Der Mensch ruft meistens diesen Akt herbei, nicht das Tier. Solange beide damit einverstanden sind, toleriere ich das. Wird das Tier gezwungen, missbraucht und kann sich nicht wehren, verliert er damit seine Würde was ich für nicht akzeptabel halte. Ich sehe dies nicht als ein Ablegen der Würde beim Menschen, wenn es mit einem Tier verkehrt, da wir letztlich selber Tiere sind und für mich der Mensch und das Tier den selben Stellenwert haben. Aus diesem Grund lehne ich den Konsum von Fleisch ab.

Und ich stehe ablehnend gegenüber der Pädophilie. Der Missbrauch führt zu psychischen Verhaltensstörungen und Leid. Bei Zoophilie gibt es bis heute noch keine empirischen Belege oder Studien, dass es dem Tier danach seelisch schlechter ging aus vorher.

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Lucas98 » 06 Jun 2012, 16:04

Würde hin, Würde her. Der Mensch kann nichts für seine Triebe. Wenn der Mensch nun Pädophil ist und gleichalte strikt ablehnt, dann kann ich doch wohl nichts dafür oder?
Selbiges gilt für Tiere. Gut, ich weiß nicht was ich mit nem riesen Dödel von nem Pferd anfangen soll aber jedem das seine.

Und woher willst du wissen, ob das Tier nun mitmachen will oder nicht?

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon LuLeMaToR » 06 Jun 2012, 18:07

DAS ist das Problem!
Gewalt ist die letzte Zuflucht des Unfähigen.

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon ploccoson » 06 Jun 2012, 22:05

Lucas98 hat geschrieben:Und woher willst du wissen, ob das Tier nun mitmachen will oder nicht?


Ich glaube kaum, dass ein Hund nicht reagieren würde, wenn ihm jemand etwas in seinen Hintern schöbe, falls ihm das nicht gefallen sollte ... oder er seinen Pipimann in seinen Herrchen bzw. sein Fräuchen reinstecken würde, wenn er nicht möchte.

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Re: Zoophilie - Die Liebe zum Tier...

Beitragvon Sky26 » 07 Jun 2012, 00:31

Dann ist die Frage, ob ein Tier MÖCHTE oder nur seinem Fortpflanzungswillen unterworfen ist. Der ist dann fehlgeleitet und das würde der Mensch missbrauchen.

Können andere Tiere als Delfine und Menschenaffen eigentlich Spass beim Sex haben?


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