Wandel des Herzens

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Zuri
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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 06 Aug 2017, 12:17

Mir fiel gestern ein Bild von ruthe bei @nobodyfrm ins Auge, bei dem ich gleich an Tommys Begegnung mit den Zeugen Jehovas denken musste:
teuflische Zeugen Jehovas.jpg
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Re: Wandel des Herzens

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ArokhsSohn
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Re: Wandel des Herzens #84

Beitragvon ArokhsSohn » 07 Aug 2017, 10:59

@bunnylover: Haha, Bunny, keine Sorge, Du hast mich nicht überfordert, im Gegenteil ^^. Vielen Dank für Deine Rückmeldung. Ich habe es am Wochenende leider nicht mehr geschafft, aber heute ist es endlich soweit :-)

@Zuri: ein schönes Bild :-D

Zu Deinem Kommentar davor: Meine Güte, was für ein wahnsinns Schachtelsatz :lol:
Aber Zuri, ich kann Dir nur teilweise recht geben. Sicher, Dein Schreibstil ist speziell (und für Deine Tertiär-Story gelten ja auch sehr spezielle Regeln, nicht wahr ;-) ), dafür aber originell und ideenreich. Ganz so bescheiden, brauchst Du also wirklich nicht sein.

PhrasenwesenA steckt auf der heimlichen Flucht vor der raffgierigen Meute dem bei sich befindlichen PhrasenwesenZ schmunzelnd einige Papiere zu. „Was ist das?“, möchte PhrasenwesenZ wissen, woraufhin PhrasenwesenA ihm freundlich mitteilt, dass PhrasenwesenZ ihm doch vor der Veranstaltung noch Kopien der Notizen zugesandt hat, für den Fall, dass es die daheim vergessen sollte. „Stimmt, daran hatte ich ja gar nicht mehr gedacht. Du hattest recht, es schadet wohl doch nichts, wenn man sich über alle möglichen Eventualitäten Gedanken macht.“
:-)

Zuri hat geschrieben:Da du aber (zurecht) davon ausgehst, dass dies mit voller Absicht passiert ist, lobst du es. Ist das keine Ironie?

Hahaha, ja absolut. Wow, sind ja beachtliche Zahlen zusammengekommen seit 1789 O.o

ein verwirrtes und niedergeschlagenes Phrasenwesen hat geschrieben:Warum knallst du uns die geballte Ladung so in den Thread?

Weil das bei Trailern eben meistens so ist. Da pickt man ein paar dramatische Szenen heraus, die die Stimmung anheizen sollen ^^ Aber ich gebe zu, Du hast nicht unrecht, es ist sehr negativ beladen. Okay, Vorschlag: hier hast Du noch eine zusätzliche Trailerszene, die nicht negativ ist:

Szene 8:
- „Sie mal, dort!“, sagte Kevin.
Mit den Mauern des nach all der Zeit immer noch mächtigen Gebäudes im Rücken, standen sie auf dem Ausläufer des Plateaus und sahen nach Westen. Die Wolken, die sie seit dem Aufstieg begleitet hatten, zogen sich immer mehr zurück, genau wie Kevin es vorhergesagt hatte, und mit ihnen auch die lästigen Schauer. Die warme Vormittagssonne, welche sich endlich durchsetzte, beschien jetzt die Ebene und ein wunderschöner Regenbogen stand über dem Tierne-Stausee, in schillernden Farben leuchtend. Die Aussicht, in Verbindung mit den stark kontrastierten Lichtverhältnissen, war in der Tat atemberaubend und Thomas spürte ein wunderbares Kribbeln in seinem Bauch, als er mit seinem Freund Hand in Hand dort oben stand.



So, jetzt geht es aber endlich mit dem neuen Teil weiter:

Credits:
Thomas Gärtner / Alter: 16 / schwebt auf Wolke 7, von Glücksgefühlen völlig überwältigt
Kevin (Kivan) / Alter: 15 / geheimnisvoll, endlich mit Thomas zusammen, fürchtet sich vor Gewitter
--------------------------
Handlungszeitpunkt: Montag, 28.05.2012 und Dienstag, 29.05.2012
Handlungsort(e): Kevins Zuhause in Andersau / Altleben

Was bisher geschah:
Thomas hatte nach ewig langem Ringen mit sich selbst endlich zu Kevin gefunden. Die beiden genossen die jeweils neue Erfahrung einer Partnerschaft miteinander und wollten das Ganze in Ruhe angehen. Fürs Erste hatten sie dafür auch genug Zeit, verbrachten Sie doch im Moment das Pfingstwochenende ganz ungestört bei Kevin zuhause.
Vor einigen Wochen verlor Thomas sein Handy bei einem Sturz im Wald. Das Ersatztelefon hatte er zudem inzwischen ebenfalls verloren. Kathy hatte derweil Kevin das zuerst verlorene Handy besorgt, als Wiedergutmachung für eine kleine Pechsträhne von Thomas, für die sie verantwortlich war.


(84) Zion und Adara

Nach dem Gewitter der letzten Nacht hatte es noch immer nicht aufgehört, zu regnen. Gleichmäßig, aber stetig, tröpfelte es draußen gegen die Blätter der großen Eiche vor dem Haus. Es war ein grauer Vormittag und so richtig kam Thomas nicht in Fahrt. Na, ich will mich nicht beschweren, dafür hatten wir ja eine sehr sonnige und warme Woche, dachte er bei sich, nachdem er einen Moment aus dem Fenster gesehen hatte. Er lümmelte sich noch ein wenig auf dem gemütlichen, großen Sofa zurecht und sah auf, als Kevin das Zimmer betrat.

„Ich schätze, heute wird es wohl nichts, mit groß draußen aufhalten, es sei denn Du möchtest eine Dauerdusche“, witzelte sein Freund.

Thomas schmunzelte und meinte nur: „Ach, kein Problem, da machen wir uns eben hier drinnen einen gemütlichen Tag.“ Mit einem Seitenblick auf seinen Hund, der faul auf dem großen Ausleger vor dem beeindruckenden, im Moment ausgeschalteten, Flachbildschirm im Wohnzimmer lag, fügte er hinzu: „Aber irgendwann muss ich zumindest Felix‘ Bedürfnissen gerecht werden, da hilft alles nix.“

Kevin setzte sich zu Thomas auf die Couch. „Wie gefällt es Dir bisher?“, wollte er wissen und deutete mit einem Kopfnicken auf das Buch, welches Thomas sich von ihm geliehen hatte und das er schon seit ein paar Stunden in seinen Händen hielt.

„Es ist wirklich gut“, meinte dieser begeistert. „Der Autor hat ein richtiges Händchen für Details, die Beschreibung der Umgebung, sympathische Charaktere und so. Aber er ist auch ein echter Sadist. Ich bin grad bei der Stelle, wo Lio und Koan als einzige nach der Vernichtung eines ganzen Dorfes übrig geblieben sind. Von den ganzen Verletzungen will ich mal noch gar nicht reden.“

„Hahaha“, lachte Kevin, „warte mal ab, bis die Szene mit dem Wachmann kommt.“

Stirnrunzelnd fragte Thomas: „Hat das Buch eigentlich ein Happy-End?“

Mit einem Augenzwinkern antwortete Kevin ihm: „Wo wäre der Spaß, wenn ich Dir das jetzt verraten würde? Das musst Du schon selbst heraus finden.“ Er folgte Thomas‘ Blick auf das Buch und meinte nicht ganz ernsthaft: „Was den Autor betrifft: vielleicht wurde er ja von seinem Verlag gezwungen, so drastisch zu schreiben.“

„Hm?“, äußerte sich Thomas verständnislos, klappte das Buch zu und betrachtete das vielversprechend gestaltete Cover. „Iroc’s "Die Herrschaft des Feuers"“, las er, und weiter: „Verlag: Wachsmann Pain – Fantasie ohne Grenzen. Oh, ja, das erklärt wohl so einiges“, meinte er lachend. Nach einem kurzen Moment hielt er inne und schaute seinen Freund eindringlich an: „Was glaubst Du, wird unsere Geschichte einmal ein Happy-End haben?“

Kevin sah sein Gegenüber liebevoll in die Augen und lächelte ihn an. „Das wird wohl die Zeit zeigen“, sagte er mit sanftmütiger Stimme und voller Zuversicht. „Im Moment bin ich jedenfalls sehr happy.“ Damit beugte er sich über Thomas und gab ihm einen innigen, zärtlichen Kuss auf den Mund, welchen dieser genauso zärtlich, glücklich und willkommen erwiderte.



Nach dem Essen hatten sie beschlossen, dem regnerischen Wetter zu trotzen und waren mit Felix ein Stückchen gegangen. Sie hatten Glück, zu dieser Zeit hatte der Regen etwas nachgelassen, wenngleich es auch nicht völlig aufhörte. Kevin zeigte Thomas den Pfad am neben dem Anwesen gelegenen Wäldchen vorbei in Richtung des Gebirgszugs, welcher bei klarem Himmel ein schönes Panorama bot. „Wenn es wieder trocken ist, möchte ich Dir dort mal eine besondere Stelle zeigen, von der aus man einen wundervollen Blick über die Felder bis zum Tierne-Stausee hat“, verkündete Kevin mit leuchtenden Augen. „Das wird Dir bestimmt gefallen.“

Thomas zeigte sich sofort einverstanden. Gegen eine hübsche Aussicht hatte er noch nie etwas einzuwenden gehabt. Wobei, die schönste Aussicht bietet sich mir ohnehin immer dann, wenn ich Dich ansehe, dachte er verliebt.

Zurück im Haus, hatten sie es sich wieder im Wohnzimmer bequem gemacht. Während Thomas rücklings, mit dem Kopf in Kevins Schoß ruhend, auf der Couch lag und die Augen geschlossen hatte, genoss er die zärtlichen Streicheleinheiten seines Freundes. Im Hintergrund lief aus der Musikanlage in ruhigen Tönen ein klassisches Stück von Tchaikovsky. Plötzlich schoss ihm ein Gedanke durch den Kopf und er öffnete unvermittelt die Augen. „Sag mal, sagtest Du nicht, Deine Eltern würden heute heim kommen?“

„Ja, ich glaube schon“, antwortete Kevin verträumt. „Wie spät ist es denn?“, wollte er wissen, obwohl ein Seitenblick auf die große, in dunklem Holz gehaltene, Wanduhr zur Beantwortung der Frage genügt hätte.

„Kurz nach 16:00 Uhr, warum?“

„Na dann werden sie sicher in Kürze hier sein“, meinte Kevin beiläufig.

„WAS?“ Thomas richtete sich spontan auf und sah sich unruhig um, als erwarte er, dass Kevins Eltern bereits hinter dem Sofa standen. „Und da bist Du so ruhig? Hast Du keine Angst, dass sie uns erwischen?“

Erstaunt blickte Kevin seinen Freund an. „Erwischen? Bei was denn?“

„Na bei… was auch immer wir hier tun…“, stammelte Thomas.

Doch Kevin lächelte entwaffnend. „Was tun wir denn? Wir sind lieb zueinander und tun uns gegenseitig gut. Warum sollten meine Eltern etwas dagegen haben?“ Thomas schaute Kevin nur entgeistert an. „Tommy, ganz ruhig“, Kevin ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, „Du fängst schon wieder an, Dir unnötig Gedanken zu machen.“ Ein Blick genügte, um Kevin zu zeigen, dass sein Freund wieder Gefahr lief, in sein altes, unsicheres Muster zu verfallen. Er reichte ihm die Hand und zog ihn wieder zu sich auf die Couch. „Weißt Du“, begann er, „ich denke wirklich, es ist Zeit, dass Du sie endlich mal kennen lernst.“ Er hatte die Worte kaum zu Ende gesprochen, da ertönte auch schon das Geräusch einer ins Schloss fallenden Tür aus dem Hausflur. „Was für ein Timing, was?“, grinste er sein Gegenüber an.

„Na ja, wenn man vom Teufel spricht…“, meinte Thomas etwas unbeholfen.

„Das hast Du gesagt“, sagte Kevin und wandte seinen Kopf in Richtung Wohnzimmertür.

Die Tür schwang auf und ein hochgewachsener Mann mit schmaler Statur, hellem blondem Haar und in einen weißen Anzug gekleidet, betrag den Raum. Direkt darauf folgte eine ebenso große, auch in weiß gekleidete Frau mit blassem Teint, welche ihrem Mann auf verblüffende Art recht ähnlich sah, in das Zimmer. Wie krass, genauso wie damals, als ich sie kurz im Krankenhaus getroffen habe, dachte Thomas fasziniert.

„Sohn“, erklang die kräftige, Autorität ausstrahlende Stimme des Mannes, „es ist angenehm, Dich wiederzusehen.“

Kevin stand auf, neigte den Kopf und erwiderte: „Vater, Mutter, willkommen zurück. Ich hoffe, Ihr hattet eine unbeschwerliche Reise?“ Er wartete keine Antwort ab, sondern fuhr nahtlos fort, seinen Freund vorzustellen. „Dies ist Thomas, mein Freund. Ich hatte Euch bereits ausführlich von ihm berichtet. Thomas, ich darf Dir meine Eltern vorstellen.“

Thomas kam sich ein wenig fehl am Platze vor. Wie die reden…, fuhr es ihm durch den Kopf. Dann zuckte er kaum merklich zusammen, als ihm bewusst wurde, dass Kevins Eltern ihn mit ihren Blicken zu durchbohren schienen. „Ähm… Hallo…“, begrüßte er sie unbeholfen und streckte zögerlich seine Hand aus.

Die Frau musterte ihn kühl, dann trat sie vor und sagte in Kontrast zu ihrem kalten Äußeren mit einer wohligen Stimme: „In der Tat. Unser Sohn hat uns bereits ausführlich informiert.“ Sie nahm seine Hand, drückte sie unerwartet fest und machte Platz für ihren Mann.

Der trat nun ebenfalls vor Thomas, gab ihm die Hand und musterte ihn. Länger als es üblich wäre, hielt er Thomas fest und dieser versank regelrecht in den Augen des großen Mannes, zu dem er aufsehen musste. Schließlich wandelte sich der Gesichtsausdruck von Kevins Vater unvermittelt und er sagte mit einer dezenten Spur eines Lächelns: „Wo sind nur unsere Manieren geblieben. Bitte vergib uns, wir kommen nicht sehr oft unter… nun ja. Ich bin Zion, dies hier“, er wies mit einer Geste auf Kevins Mutter, „ist meine Frau Adara. Sei uns willkommen, Thomas.“

Adara nickte Thomas nun freundlich zu. „Ich stimme meinem Mann zu, sei willkommen. Du musst wissen, wir haben nicht sehr oft… Gäste. Und die Kreise, in denen wir uns üblicherweise bewegen, sind vermutlich nicht vergleichbar mit dem Umgang, den Du zu pflegen verstehst, vermute ich.“

Nein, wohl kaum, denn ich umgebe mich mit normalen Menschen, dachte Thomas ungewollt zynisch.

„Nun, wie dem auch sei“, Kevins Mutter wandte sich wieder ihm Sohn zu, „wart Ihr bereits intim?“

„MUTTER!“, entfuhr es Kevin entrüstet, der einen Seitenblick auf Thomas warf, welchem die Augen vor Schreck aus dem Kopf zu fallen drohten.



„Was. War. DAS?“, gab Thomas entsetzt von sich, nachdem die beiden Jungs wieder auf Kevins Zimmer waren und dieser die Tür geschlossen hatte.

Er richtete einen reumütigen Blick an Thomas, bevor er antwortete: „Nun ja, das… waren meine Eltern.“ Thomas schüttelte den Kopf und wollte ansetzen, etwas zu sagen, ließ es aber sein. „Ich weiß, sie sind ein wenig wunderlich…“

„Wunderlich trifft es ganz gut“, pflichtete Thomas ihm bei. „Was hat sich Deine Mutter denn nur dabei gedacht?“

„Na ja, meine Eltern wissen schon seit einiger Zeit, dass ich Dich liebe. Da brauchst Du Dir also schonmal keine Sorgen machen“, versuchte Kevin eine Erklärung.

Es schien zu wirken. Thomas setzte sich auf das Bett und fragte interessiert: „Ach ja? Du hast das einfach so erzählt? Wie haben sie darauf reagiert?“

„Es war keine große Sache. Es ist, wie ich Dir auch schon sagte, entscheidend, für wen man Liebe empfindet, nicht welchem Geschlecht diese Person angehört. Meine Eltern wissen das und haben keinen Augenblick über mich geurteilt.“ Kevin machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: „Natürlich waren sie auch neugierig auf Dich, aber ich gebe zu, beim Taktgefühl hat es meinen Eltern noch nie an Nachholbedarf gefehlt.“

„Milde ausgedrückt“, meinte Thomas, winkte dann aber ab. „Egal, aber sag mal, wie Ihr miteinander redet… ist das immer so? Ich meine, es wirkt, wie aus einem Film aus dem Mittelalter oder so… bitte nicht falsch verstehen.“

Kevin lachte und antwortete: „Wie gesagt, sie sind ein wenig wunderlich. Das waren sie schon immer. Vielleicht liegt es an dem, was sie so tun.“

„Ähm… und das wäre?“, fragte Thomas, dem gerade klar wurde, dass er eigentlich nichts weiter von Kevins Familie wusste.

„Mein Vater ist Professor für Philosophie, meine Mutter arbeitet als Professorin für bildende Kunst.“

Thomas machte große Augen. „Auweia, da hast Du große Fußstapfen, in die Du treten kannst. Na Du hattest ja mal erwähnt, dass man von Dir schon früher allerhand erwartet hat.“ Er bemerkte Kevins bemitleidenswerten Gesichtsausdruck und streckte die Arme nach ihm aus. „Komm schon her!“ Kevin kam der Aufforderung gerne nach und gemeinsam machten sie es sich auf seinem großen Bett gemütlich. „Du bist ein echter Glücksgriff, weißt Du das?“

„Ich liebe Dich, Tommy“, sagte Kevin nur und gab seinem Freund einen Kuss.

Schelmisch grinsend erkundigte sich Thomas: „Deine Eltern horchen aber jetzt nicht auf der anderen Seite der Tür, oder?“, woraufhin die beiden Jungs befreiend lachen mussten.

***

Als der Regen sich am folgenden Tag verzogen hatte und es Zeit für Thomas war, nach Hause zurückzukehren, bestand Kevin darauf, ihn zu begleiten. Thomas hatte sich letztendlich geschlagen gegeben und so fuhren sie gemeinsam mit dem Rad nach Altleben – immer in gemächlichem Tempo, damit Felix gut mithalten konnte. Bei Thomas‘ Elternhaus angekommen, stellten sie fest, dass seine Eltern noch nicht daheim waren. „Möchtest Du gleich wieder zurück?“, wollte Thomas wissen.

„Nein, ich hab Zeit“, antwortete Kevin.

„Möchtest Du was Bestimmtes machen?“

„Hmm, da gäbe es tatsächlich etwas“, überlegte Kevin. „Ich bin gerade so gut in Form…“

„Du bist immer gut in Form“, unterbrach Thomas ihn lachend und augenzwinkernd.

„Haha, nein, was ich sagen wollte: vielleicht kannst Du mir ja mal die Waldstrecke zeigen, wo man zu der Stelle kommt, an der Du seinerzeit Dein Handy verloren hast.“

Thomas war nicht allzu begeistert und machte ein zweifelndes Gesicht. „Hast Du Hoffnung, dass es noch irgendwo dort liegt?“

„Mann kann ja nie wissen“, meinte Kevin schulterzuckend. „Aber hast Du nicht gesagt, ich sei ein Glücksgriff? Vielleicht bringe ich Dir ja wirklich Glück…“

Thomas zweifelte zwar immer noch, sah aber keinen Grund, seinem Freund den Wunsch abzuschlagen. „Meinetwegen, es ist immerhin ein schönes Stück Wald, das ich Dir da zeigen kann. Aber ob wir die genaue Strecke finden, wage ich zu bezweifeln, ich bin damals in alle möglichen Richtungen gerannt.“ Er überlegte kurz, dann fügte er hinzu: „Was hältst du davon, wenn wir von der anderen Seite aus anfangen? Da, wo die Hütte im Wald steht – im Dornenkrater.“

Sie aßen noch etwas, dann machten sich die zwei Freunde zusammen mit Felix, der die reichliche Bewegung ganz prima fand, auf den Weg. Nach einer Weile erreichten sie den Forstweg, welcher zum Dornenkrater, dem alten, halb verwitterten Vulkankrater, mit der Hütte mitten im Wald führte, wo sich auch das Erdloch der Diebesbande befand. Schade, irgendwie hatte ich halb gehofft, ich würde Gregor unterwegs treffen. Ich frage mich, ob er von seinen Verletzungen inzwischen wieder genesen ist. Im Krater angekommen, warfen sie einen Blick zu dem Erdloch. Es war inzwischen zugeschüttet worden und nur der Unterschied in der Bodenbeschaffenheit ließ darauf schließen, dass hier vorher etwas anders war. Die Hütte war ebenfalls geräumt und stand vollkommen leer. Von Thomas‘ Schlitterpartie in den Krater waren keine Spuren geblieben, aber er fand die Stelle auch so wieder und beschrieb Kevin anschaulich, wie er durch den Wald gehetzt war, dann dort am Kraterrand das Gleichgewicht verlor und sich hier unten wiederfand. „Aber das Handy wird ganz sicher nicht einfach hier irgendwo rumliegen und auf uns warten“, meinte Thomas lachend und drehte sich bereits zum Gehen um.

„Ähm… Tommy?“

Thomas wandte den Kopf seinem Freund zu und folgte seinem ausgestreckten Arm. „Nein, das ist doch unmöglich!“ Mit einigen schnellen Schritten war er auf die Stelle zugeeilt, auf die Kevin wies. „Waaaas? Wie geht denn sowas?“ Ungläubig hob er das unter einigem alten Laub halb verdeckte Telefon auf, wischte den erstaunlich geringfügigen Schmutz weg und fuhr mit den Fingern darüber. Er warf Kevin einen über alle Maßen erstaunten Blick zu und sprach fassungslos: „Du bringst mir wirklich Glück.“ Kevin grinste nur und Thomas stierte weiterhin auf das wiedergefundene Handy. „Tja, nur befürchte ich, wird es nach all den Wochen in Wind und Wetter wohl nicht mehr funktionieren.“ Eine instinktive Aktivierung des Handys schlug auch fehl, aber inzwischen war der Akku ohnehin vollständig entladen.

Zurück bei Thomas‘ Zuhause, verband er das Handy sofort mit dem Akkuladekabel. Eigentlich totaler Schwachsinn, aber wer weiß…, dachte er bei sich. Er rechnete kein bisschen damit, dass das Teil auch nur eine Zuckung machte, aber tatsächlich ging die Displaybeleuchtung an, als er es mit Strom versorgte. „Das gibt’s nicht“, rief er aufgeregt, als das Telefon sich anschließend auch noch einschalten ließ und ohne Probleme hochfuhr. Er sah Kevin voller Euphorie an, als er ihm erklärte: „Es ist noch alles da, die Kontakte, die Nachrichten, Bilder… alles. Das kann doch gar nicht sein.“

„Na offenbar ja doch“, meinte Kevin immer noch grinsend, bevor Thomas ihm dankbar um den Hals fiel. „Whoa, wofür war das denn? Ich kann doch nix dafür“, fragte er verblüfft, war dabei aber natürlich nicht ganz ehrlich. Wie hätte er ihm auch erklären sollen, woher das Handy wirklich kam.

„Wenn Du nicht darauf bestanden hättest, dass wir noch einmal dorthin gehen, hätte ich es nicht gefunden.“ Thomas zwinkerte seinem Freund erheitert zu. „Vielleicht sollte ich anfangen, Lotto zu spielen?“

Das Lachen der beiden Freunde wurde jäh unterbrochen, als die Stimme von Thomas‘ Mutter von unten herauf erklang. „Tom, kannst Du bitte mal runter kommen?“

Thomas hatte gar nicht gehört, wie das Auto seiner Eltern vorgefahren war, kam aber der Aufforderung umgehend nach. „Bin gleich da“, rief er. Er konnte es kaum erwarten, die guten Neuigkeiten seinen Eltern mitzuteilen. Doch als er das Gesicht seiner Mutter sah, erstarb sein Lächeln. Etwas ist passiert, schoss ihm sofort durch den Kopf.

„Tom, ich habe unschöne Nachrichten für Dich. Es geht um Basti…“


In der nächsten Episode:
Basti hat eine denkwürdige Begegnung und der Wochenendausflug mit seiner Familie nimmt eine unerwartete Wendung.
---------------------------------------

Damit bis zum nächsten Mal ^^

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon bunnylover » 07 Aug 2017, 12:45

Wow,was soll ich noch sagen :good: es wird immer besser und spannender :applause:
Mach nur sobweiter :tease: :yes:

Viel Spaß beim schreiben :lol: :laptop: :disappear:

BB Bunny :zzz:
“Würd' lieber sterben, als nach Hause geh'n
Einfach loslassen im freien Flug
Atmen, warten bis der Staub sich legt
Ruhig Blut, alles gut“
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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 12 Aug 2017, 18:05

Erst tauchen die Zeugen Jehovas auf, dann die Namen der Eltern: Zion und Adara. Zion ist klar jüdisch, steht unter anderem für Jerusalem, eine Turmburg der Jebusiter...

Also hat es doch etwas mit Religion zu tun?

„Nun, wie dem auch sei“, Kevins Mutter wandte sich wieder ihm Sohn zu, „wart Ihr bereits intim?“

„MUTTER!“, entfuhr es Kevin entrüstet, der einen Seitenblick auf Thomas warf, welchem die Augen vor Schreck aus dem Kopf zu fallen drohten.



„Was. War. DAS?“, gab Thomas entsetzt von sich, nachdem die beiden Jungs wieder auf Kevins Zimmer waren und dieser die Tür geschlossen hatte.

[...]

„Es war keine große Sache. Es ist, wie ich Dir auch schon sagte, entscheidend, für wen man Liebe empfindet, nicht welchem Geschlecht diese Person angehört. Meine Eltern wissen das und haben keinen Augenblick über mich geurteilt.“ Kevin machte eine kurze Pause, bevor er fortfuhr: „Natürlich waren sie auch neugierig auf Dich, aber ich gebe zu, beim Taktgefühl hat es meinen Eltern noch nie an Nachholbedarf gefehlt.“

Sie scheinen einfach eine andere Art von Menschen zu sein, als — wie Thomas sie nennt — normale Menschen. Sie sind weiter als viele andere Eltern, offen, aber etwas direkt. Vielleicht sind sie einfach shizoid, also eher sachlich und unemotional. Für Kevins Mutter war die Frage wahrscheinlich einfach rein informativ und sollte Thomas gar nicht bloßstellen.

Die Sache mit dem Handy ist also der Anfang vom Ende, so wie der Trailer es zumindest ankündigt. Denn wenn das rauskommt...

„Tom, kannst Du bitte mal runter kommen? [...] ich habe unschöne Nachrichten für Dich. Es geht um Basti…“

Aber Kathy hat jetzt nicht den Pyromanen geschickt, um Basti "aus dem Weg zu räumen, damit das dritte-Rad-am-Wagen-Problem gelöst ist? oO

Weiß Dennis schon davon?

Oder Kathy hat Sandra geschickt, um Kevin und Thomas schlecht zu machen, sodass Basti jetzt einen Suizidversuch unternommen hat? Ich hoffe es nicht...
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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 14 Aug 2017, 08:24

ArokhsSohn hat geschrieben:Aber Zuri, ich kann Dir nur teilweise recht geben. Sicher, Dein Schreibstil ist speziell (und für Deine Tertiär-Story gelten ja auch sehr spezielle Regeln, nicht wahr ;-) ), dafür aber originell und ideenreich. Ganz so bescheiden, brauchst Du also wirklich nicht sein.

Ja, "sehr spezielle Regeln" könnte man es nennen. Aber die tertiäre Story ist mehr wie ein Schreiblern-Übungs-und-Notizentisch, auf dem man kleine Ausschnitte von dem sieht, woran sich der Autor versucht, aber nie in einer kompletten Geschichte stringent unterbringen konnte.

ArokhsSohn hat geschrieben:PhrasenwesenA [teilt] ihm freundlich [mit], dass PhrasenwesenZ ihm doch vor der Veranstaltung noch Kopien der Notizen zugesandt hat, für den Fall, dass es die daheim vergessen sollte. „Stimmt, daran hatte ich ja gar nicht mehr gedacht. Du hattest recht, es schadet wohl doch nichts, wenn man sich über alle möglichen Eventualitäten Gedanken macht.“

Bei so einem verpeilten Phrasenwesen kann man auch echt nicht gut genug an alle Eventualitäten denken *selffacepalm* :D

-o-0-O-0-o-

"Ich wollte das alles nicht!"
Zuri hebt abwehrend die Hände als Arokh im Forum freudestrahlend feststellt, dass es entgegen der Aussage Zuris doch weitere Kapitel aus der Welt des Wortmalers gibt.
"Aber manchmal kommt alles anders als geplant. Ich konnte es nicht kontrollieren."
Der Grund, mein lieber Arokh ist aber eher, dass ich an der eigentlichen tertiären Story gerade nicht so wirklich vorankomme, und mich hiermit quasi drücke.


-o-0-O-0-o-

"Ich wusste nicht, wo ich hinsollte."
"Komm rein."

Er kochte ihr Suppe und Tee. Gemiensam saßen sie am Tisch. Zunächst schweigend, doch dann stellte er die Frage in die Stille hinein, die ihn schon die ganze Zeit beschäftigte, seitdem sie aufgetaucht war.

"Warum?"
"Warum!?", rief sie aufbrausend und ließ ihren Löffel in die Suppenschüssel zurück fallen. Dann aber beruhigte sie sich, da sie merkte, dass ihre Wut den falschen traf.
"Tut mir leid. Du weißt es ja nicht besser. Wir werden wie Sklaven gehalten, haben keine Rechte, auch nicht auf eine eigene Meinung. Sobald unser Leben beginnt, hat es keine Zukunft mehr; nur noch eine Bestimmung."

Er war erstaunt und beeindruckt, mit wie viel Elan sie neben der Verachtung, die sie für solche Praktiken empfand, sprach und es hörte sich an, als wolle sie für die Ihren kämpfen, um die Unterdrückung zu bekämpfen. Sie war eine starke Frau.

"Ich will das nicht mehr!", brach es mit einem Schluchzer aus ihr heraus uns sie begann zu weinen. Er wusste nicht, was er tun sollte, legte aber schließlich einen Arm um sie, sodass es noch als unverfänglich durchgehen konnte. Sie sank in seine Arme und ihr Körper bebte, während ihre Tränen sein T-Shirt durchnässten. Wie er darauf reagieren sollte, wusste er nicht. Also tat er nichts weiter.

"Ich weiß nicht genau, wo ich herkomme, aber wenn der Herr sechzehn wird, bekommt er eine von uns geschenkt. Von da an dienen wir ihm.", erzählte sie, nachdem sie zu weinen aufgehört und sich frisch gemacht hatte.

-o-0-O-0-o-

"Nun, sie wollte Zuri und Sie gefangen nehmen. Die hatten den Wortmaler offenbar in so ein Autorencamp gesperrt. Als er uns kontaktierte, sagte er uns nur, dass sie da hunderte von Autoren zwingen, für sie Geschichten zu schreiben. Er hatte Angst um sein Leben. Bei seinem Anruf nannte er uns nur sein Pseudonym, wollte uns aber nicht sagen, wo er war und ist seitdem untergetaucht. Nur den Tipp, dass wir hier ein paar von diesen Leuten schnappen könnten, gab er uns noch. So konnten wir Sie vor schlimmeren bewahren."

-o-0-O-0-o-

Ich hoffe, es verwirrt nicht zu sehr, dass PhrasenwesenA und PhrasenwesenZ wieder in unserer Welt sind in diesem Special. Liegt einfach nur daran, dass das Special zwar zum Serienuniversum von WtF gehört, aber nicht wirklich zur tertiären Story.
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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Iroc » 26 Sep 2017, 16:07

So, bin ich auch endlich mal wieder dazu gekommen, zu lesen. *phew*

Hey Arokh, lang nix mehr gehört!

Aber scheinbar hast du ja deutlich produktiver an deiner Geschichte feilen können, als ich. Hab mich gerade zum ersten Mal seit fast 10 Monaten wieder in das Forum verlaufen und konnte zufrieden feststellen, dass ich immerhin vier Seiten neuen Stoff zur Verfügung hatte. Hab immer noch keinen ganzen Überblick über die Kommentare in deiner Geschichte, aber die neuen Teile habe ich gelesen. Und was soll ich sagen: Das reinste Feuerwerk der Gefühle! Es bleibt auf jeden Fall spannend, es werden weitere Charaktere und Antagnonisten ins Leben gerufen und die Love Story entspricht genau dem, worauf ich bei deiner Geschichte so lange gewartet habe. Von daher, best practise! Ich freue mich schon auf weitere Teile.

Bei mir ist inzwischen auch eine Menge passiert. Ich gehe mittlerweile unter die Hemden Fraktion, hab mein Studium fortgesetzt, nehme an einigen Raumfahrt Projekten teil, bin in diversen Innovationswettbewerben ziemlich weit gekommen (ob ich Gewinne erfahre ich übermorgen) und bin kurz davor mein eigenes Unternehmen zu gründen (mit zugebenermaßen für meine Verhältnisse absurden Mengen an Startkapital) . Geht irgendwie alles Schlag auf Schlag, da ist leider nicht viel Zeit für die Geschichte übrig geblieben, geschweige denn für die Beantwortung von Kommentaren. Aber ich hab es auf dem Plan, zumindest hier und da mal wieder etwas Zeit zu investieren, genaueres gibt's dann gegenüber im HdF Thead zu lesen. ^^

LG und schreib bald weiter. ^^

Leon

FunFact: HdF wurde inzwischen um 103 Wörter ergänzt.
How many homophobes does it take to change a light bulb? None. They're afraid of change, even if it will make the world a brighter place.

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon ArokhsSohn » 22 Okt 2017, 03:23

Post 1 von 2 - Kommentare

Hey Leute,

schon wieder bin ich in der blöden Position, mich für meine lange Abwesenheit entschuldigen zu müssen - tut mir ehrlich leid. Es ist irgendwie einfach nicht mein Jahr. Nichts will so richtig gelingen. Aber die Hoffnung bleibt, dass es wieder besser wird. Also, immerhin kann ich garantieren, dass es die nächsten vier Wochen, jedes Wochenende einen Teil zu lesen gibt, denn die Kapitel 85 bis 88 habe ich bereits fertig geschrieben (also habe ich endlich mal bissel Vorlauf, auch nicht verkehrt).

Zu den Kommentaren (die ja genauso überschaubar sind, wie meine eigenen Aktivitäten dieses Jahr :P ):

@bunnylover: Hey Bunny, vielen Dank. Ich hoffe, Du kannst Dich noch aufraffen, weiterzulesen. Ja, das Schreiben an sich macht mir auf jeden Fall Spaß, also daran liegen die Verzögerungen schonmal nicht. Ideen habe ich auch genug, da ist die Quelle also noch lange nicht versiegt.

@Zuri: mein treuer Stammleser, bei Dir bedanke ich mich natürlich auch, vor allem, dass Du die Story immer "oben" hältst ^^
Ich staune immer wieder, wie viel Du weißt O.o Oder Du weißt einfach, wo es steht, was Deine Leistung aber keinesfalls schmälern würde, weil Du ja trotzdem nachschauen müsstest, um das Wissen hier zum Besten zu geben. Wie auch immer: Respekt!
Aber nein, so richtig mit Religion hat es eigentlich nichts zu tun. Die Passage mit den Zeugen ist eher einer realen Inspiration entsprungen und hat so oder so ähnlich tatsächlich stattgefunden :D
ein Analysespezialist hat geschrieben:Sie scheinen einfach eine andere Art von Menschen zu sein, als — wie Thomas sie nennt — normale Menschen. Sie sind weiter als viele andere Eltern, offen, aber etwas direkt. Vielleicht sind sie einfach shizoid, also eher sachlich und unemotional. Für Kevins Mutter war die Frage wahrscheinlich einfach rein informativ und sollte Thomas gar nicht bloßstellen.

Ganz genau, das trifft es wirklich gut :good:

Zuri hat geschrieben:Aber Kathy hat jetzt nicht den Pyromanen geschickt, um Basti "aus dem Weg zu räumen, damit das dritte-Rad-am-Wagen-Problem gelöst ist?

Nein, Kathy hat diesmal nix damit zu tun - auch wenn diese Vorgehensweise tatsächlich irgendwie ihre Handschrift tragen könnte, oder?

Dennis dürfte inzwischen davon wissen, aber ob Sandra dazu fähig wäre, durch Schlechtreden der beiden Turteltauben, Basti in den Suizid zu treiben? Nun ja, käme wohl darauf an, wie sie das macht und wie glaubwürdig das abginge... aber nein, sie ist es auch nicht.

PhrasenwesenA erwacht aus seinem scheinbar permanent zu werden drohenden Winterschlaf, Sommerschlaf... oder doch Ganzjahresschlaf... und widmet sich den Gedankengängen seines verehrten Phrasenkollegen. Zugegeben, es ist für einen Moment verwirrt, muss sich kurz in Erinnerung rufen, welche Zusammenhänge für das Verstehen der Passage erforderlich sind und hat letztendlich doch den entscheidenden Aha-Effekt. PhrasenwesenA drückt den Alles-wird-gut-Button, welcher ob der diesjährigen Dauerbetätigung schon deutliche Abnutzungsspuren zeigt, und schließt damit den Kontakt jener Schaltung, die den Generator des imaginären Wortkonvertes aktiviert, damit die Denkprozesse vorteilhaft beschleunigt und in die richtigen Bahnen gelenkt werden und weitere fantastische Kostproben aus der literarischen Ecke der Phrasenwesenhirne erzeugt werden können.
In der Hoffnung, PhrasenwesenZ neuen Mut, frische Energie und ein wenig Inspiration zugeführt zu haben, lehnt sich PhrasenwesenA auf dem Sofa zurück und wartet auf seinen Freund.


@Iroc: Heyyyyyy, das ist aber schön, dass Du Deine wenige und dafür umso kostbarere Zeit genutzt hast, mir hier ein kleines Statement zu hinterlassen. Offenbar geht es bei Dir ja drunter und drüber (Raumfahrt? O.o Unternehmen? O.O wow), da heißt es wohl einfach abwarten und den Thread oben halten ^^
Btw.: immerhin... 103 Wörter. Das ist doch ein Anfang, oder? ODER?
Vielen Dank jedenfalls für Dein Lob. Ich bin zwar alles andere als zufrieden mit mir selbst (auch, was die Qualität der Kapitel angeht, die ich gerade schreibe), aber solange es gefällt, bleibe ich auch dran. Auch wenn es zugegebenermaßen dieses Jahr echt wenig Fortschritte gegeben hat :-(

So, das war es schon wieder mit den Kommentaren. Das nächste Kapitel folgt gleich, ich muss es nochmal korrekturlesen. Bis gleich.

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Re: Wandel des Herzens #85

Beitragvon ArokhsSohn » 22 Okt 2017, 03:44

Credits:
Bastian „Basti“ Fierer / Alter: 16 / bis Sonntag auf Familienfeier an der Ostsee, unglücklich verliebt
Bastis Eltern: Vater Frank (40) / Mutter Andrea (36)
Bastis Geschwister: Paul (12) / Andrew (9) / Nico (7) / Demi (5)
--------------------------
Handlungszeitpunkt: Samstag, 26.05.2012 bis Sonntag, 27.05.2012
Handlungsort(e): Haide, Rügeninsel Ummanz

Was bisher geschah:
Thomas hatte nach ewig langem Ringen mit sich selbst endlich zu Kevin gefunden. Die beiden genossen die jeweils neue Erfahrung einer Partnerschaft miteinander und wollten das Ganze in Ruhe angehen. Fürs Erste hatten sie dafür auch genug Zeit, verbrachten Sie doch im Moment das Pfingstwochenende ganz ungestört bei Kevin zuhause.
Basti, der unbemerkt von Thomas in diesen, seinen besten Freund, verliebt war, verbrachte das Pfingstwochenende mit seinen Eltern auf der Rügen vorgelagerten Insel Ummanz. Beim Spaziergang in einem nahe gelegenen Wald verlief er sich und hatte eine Begegnung der höchst unerwarteten Art…


(85) Unerwartetes Wiedersehen

„Nun, der Teufel steckt ja bekanntlich im Detail“, erklang da eine Stimme hinter ihm.

Basti wirbelte herum und riss die Augen auf, als er erschrocken rief: „Ach Du Scheiße, was machst Du denn hier?“


Basti war vor Schreck erstarrt. Mit dieser Begegnung hatte er nicht gerechnet und hätte auch gut darauf verzichten können. Der junge Mann, welcher vor Basti stand und bis auf das schwarze Haar und die kalten Augen ein erschreckendes Ebenbild von Kevin, nur ein paar Jahre älter, war, grinste ihn an und antwortete gelassen: „Spazieren gehen, nach was sieht es denn aus?“

Basti, dem ein kalter Schauer über den Rücken lief, ließ sich von der scheinbar unbeeindruckten Reaktion seines Gegenübers irritieren. „Ach halt die Klappe“, gab er schlicht unbeholfen von sich und drehte sich wieder um.

Unerwartet freundlich und in beschwichtigendem Tonfall rief Kevins Doppelgänger ihm hinterher: „Warte doch mal. In der Nähe ist ein Feriendorf, ich arbeite dort als Betreuer. Aber was tust Du hier? Bist weit weg von zu Hause.“

Basti stellte fest, dass wenigstens die Stimme des Typen eine andere war, als die durchaus angenehme Stimme von Kevin. Schnell hatte er sich wieder gefasst, wandte sich um und antwortete: „Na was wohl, Ferien. Und was betreust Du da? Die Gefangenen im Keller?“

Sein Gegenüber lachte. „He, für was hältst Du mich; für ein Monster?“

„Nein, ich halte Dich für einen Idioten. Du hast meinem Freund weh getan.“ Die Erinnerung an den Himmelfahrtstag wurde in Basti lebendig und ließ seine Wut auflodern.

Ungerührt entgegnete der Andere: „Was meinst Du? Oh, die Brillenschlange von neulich?“ Das machte Basti nun wirklich rasend. Die Zornesröte stieg ihm ins Gesicht, als er auf Justin zustampfte. Der hob schnell beschwichtigend die Hände und warf entschuldigend ein: „Lass gut sein; war beschissen gelaufen, ich seh’s ja ein.“ Er wartete, bis Basti sich beruhigt hatte, dann fuhr er fort: „Okay, es tut mir leid, ja?“

„Kannst Du stecken lassen. Und jetzt verschwinde endlich.“ Basti dachte gar nicht daran, herunterzukühlen und drehte sich um, um den lästigen Kerl endlich loszuwerden.

Justin ließ ihn ein paar Schritte gehen, dann unternahm er einen neuen Versuch. „Also hast Du mich schon endgültig verurteilt?“

Es funktionierte. Basti zögerte und blieb schließlich stehen. Hatte er Kevin kürzlich nicht auch zu schnell verurteilt? Ruhiger als zuvor entgegnete er, ohne sich umzudrehen: „Beurteilt, wenn schon. Und ich denke, ich urteile ganz gut.“

„Also gut“, meinte Justin ergeben, und gleich darauf: „Du hast Dich verirrt?“

„Was geht’s Dich an?“, murrte Basti.

Sein Gegenüber zuckte wie beiläufig mit den Schultern. „Ich kenne mich hier gut aus. Wenn Du mir sagst, wo Du hin möchtest, kann ich Dir den Weg zeigen.“

Basti war hin und hergerissen, während er einen Moment überlegte. Schließlich sagte er nur: „Pension Windrose“.

„Kenn‘ ich. Komm, da geht’s lang.“ Sich bereits in Bewegung setzend, deutete der Schwarzhaarige auf den richtigen Weg und übernahm die Führung.

Basti fasste sich und schloss zu ihm auf. „Wie war Dein Name noch gleich?“, wollte er wissen.

„Ich bin Justin.“

„Meine Freunde nennen mich Basti“, sagte dieser und beobachtete seinen Begleiter. Als dieser scheinbar unsicher herüber blickte, grinste Basti ihn an. „Du kannst mich auch so nennen“, bot er Justin an, nicht ohne aber noch hinzuzufügen: „aber bilde Dir da bloß nix drauf ein, ich kann Dich immer noch nicht leiden.“ Schweigend gingen sie die nächsten Meter, bis Basti es nicht mehr aushielt und fragte: „Sag mal, Du hast nicht zufällig einen Bruder oder Cousin namens Kevin?“



Nachdem Justin Basti aus dem Wald geführt und zurück zu seiner Pension begleitet hatte, war von Bastis Abneigung gegen den jungen Mann nicht mehr wirklich viel übrig geblieben. Er empfand bei ihm gemischte Gefühle. Obwohl Justin seltsam fremd wirkte, war er auch durchaus sympathisch und so wollte Basti ihm eine Chance geben. Zum Abschied hielt Justin dem kleineren Jungen die Hand hin. Basti musterte ihn kurz und meinte: „Justin, nichts für ungut, scheinst ja ganz in Ordnung zu sein, aber irgendwie läuft mir bei Dir ein kalter Schauer über den Rücken. Du solltest vielleicht mal an Deinem Imageproblem arbeiten.“ Zufrieden registrierte er einen verdutzten Blick bei seinem Gegenüber, dann reichte er ihm doch die Hand und musste feststellen, dass Justin einen ziemlich festen Händedruck hatte. Ein seltsames Gefühl durchfloss ihn dabei, dass er nirgendwo einordnen konnte.

„Und Du solltest vielleicht nicht ganz so aufmüpfig sein. Man weiß ja nie, an wen man gerät… Kleiner“, grinste Justin ihn an.

Basti grinste frech zurück. „He, werd’s mir merken. Also dann, man sieht sich hoffentlich mal wieder.“

Basti wandte sich um und verschwand in der Haustür. Leise und mehr zu sich selbst, sagte Justin: „Worauf Du Dich verlassen kannst.“



Justin war gerade außer Sichtweite der Pension gekommen, bei welcher er Basti verabschiedet hatte, da trat hinter einer Eiche jener völlig in Schwarz gekleidete Mann hervor, mit dem er sich vor kurzem noch in einem Restaurant unterhalten hatte. Keine Begrüßung abwartend, verlangte der umgehend und mit tiefer, unnatürlicher Stimme: „Justifar, erstatte Bericht!“

Lässig abwinkend antwortete Justin: „Wer sagt’s denn, der Gnom ist tatsächlich verliebt. Nur nicht in unseren blonden Engel, der frecher Weise so aussieht, wie ich, sondern in die andere Type – die Brillenschlange. Ich vermute sogar ganz stark, dass dieser das Schutzobjekt ist, nicht der Kleine hier. Vielleicht soll aber am Ende auch eine Vermittlung zwischen diesen beiden Jungen stattfinden.“ Er spuckte verächtlich aus. „Wie dem auch sei, es spielt jetzt keine Rolle, denn ich habe eine tiefe Verbundenheit zu seinem Freund gespürt. Wenn ich diesen Knirps hier vernichte, schadet es auch dem anderen und damit lässt sich auf jeden Fall eine erstklassige Störung herbeiführen, ganz nach dem Geschmack des Meisters.“ Ein boshaftes Grinsen hatte sich auf Justins Gesicht gelegt.

„Dein Gegenspieler?“, fuhr der schwarze Mann unbeirrt und mit gleichgültiger Miene fort.

Das Grinsen verschwand und wich wieder dem verächtlichen Gesichtsausdruck, als Justin gehorsam antwortete: „Heißt hier Kevin und bedeutet, wenn ich es geschickt anstelle, keine Gefahr.“ Er gab sich betont selbstsicher und fuhr fort: „Ich werde versuchen, diesen Jungen, Basti, zu isolieren. Wenn er nicht das Schutzobjekt ist, dürfte das kein Problem darstellen.“ Schulterzuckend ergänzte er noch: „Und wenn doch, ist es eben eine echte Herausforderung.“

Wieder ertönte die tiefe Stimme des Anderen völlig ungerührt: „Gib Dich nicht zu erkennen. Tust Du es doch, bist Du Deinen Status los – und zwar für alle Ewigkeit.“

„Ja, ja“, entgegnete Justin gereizt, „Jetzt lass mich in Ruhe, ich habe zu tun. Ich muss noch ein kleines Theaterstück vorbereiten…“ Daraufhin verschwand der Mann in Schwarz und Justin ging den Weg in Richtung Wald entlang, bereits die nächsten Schritte planend.



Basti lag am Abend noch lange wach in seinem Bett. Zunächst hatte er über das Telefonat mit Dennis nachgedacht und darüber, wie er nun endlich Thomas gegenüber seine Gefühle gestehen wollte. Doch bald waren seine Gedanken zu der aktuellen Begegnung mit diesem unheimlichen aber doch auf seine ganz eigene Weise interessanten Justin gewandert. Er konnte es nicht begründen, was ihn an diesem finsteren jungen Mann so faszinierte, zumal diese Faszination so verdammt plötzlich aufgekommen war. Irgendwie war ihm die ganze Sache unheimlich, aber trotzdem auch spannend. Schließlich war er sich sicher, dass das einfach nur daher kommen konnte, weil er herausfinden wollte, ob er sich nicht doch in dem Kerl getäuscht hatte, so wie bei Kevin damals. „Und dabei dachte ich immer, ich hätte eine ganz gute Menschenkenntnis“, murmelte er vor sich hin.

***

Der nächste Morgen verlief weitgehend ohne irgendwelche aufregenden Ereignisse. Basti und seine Familie hatten ihre Taschen bereits gepackt und machten sich kurz nach dem Mittagessen auf den langen Heimweg. Basti saß neben Paul, seinem vier Jahre jüngeren Bruder, auf der hintersten Sitzreihe. Seine drei anderen, noch jüngeren Geschwister Andrew, Nico und Demi, die einzige Tochter der Familie Fierer, saßen eine Reihe vor ihm und stritten sich lautstark darüber, ob Nico bei Ich-sehe-etwas-was-Du-nicht-siehst gemogelt hätte. Während der stets stille Paul in sein Buch vertieft war, träumte Basti, aus dem Fenster in die Ferne sehend, vor sich hin. Die Eltern der fünf Kinder störte der Lärm nicht besonders. Sie waren es ohnehin nicht anders gewöhnt und warfen hin und wieder einen lächelnden Blick in den Rückspiegel.

Ohne Vorwarnung endete die Familien-Idylle. Das Chaos kam so plötzlich, dass Basti nicht mehr wusste, wo oben oder unten war. In einer scharfen Rechtskurve versagten die Bremsen des Wagens. Bastis Vater versuchte zwar, die Kurve zu erwischen, der VW war jedoch so schnell, dass er knapp hinter dem Kurvenscheitelpunkt über die Fahrbahnmitte schoss, mit Wucht im Straßengraben aufprallte und schließlich, nachdem er sich einmal überschlagen hatte, rauchend auf dem angrenzenden Feld stehen blieb.

Basti hatte Mühe, sich zu orientieren und seine Sinne zu sortieren. Ein lautes Fiepen malträtierte seine Ohren und das Genick tat ihm weh. Halb benommen stellt er fest, dass sämtliche Airbags ausgelöst hatten. Blinzelnd versuchte er seine Situation zu erfassen. Seine jüngeren Geschwister auf der Sitzbank vor ihm, schrien laut; von seinen Eltern bekam er im Moment nichts mit. Beim Blick auf seinen Sitznachbar, Paul, merkte er, dass der nicht bei Bewusstsein war. Nach dem vierten Versuch gelang es Basti endlich, sich abzuschnallen. Erleichtert atmete er aus, als er den Puls seines Bruders fühlte und feststellte, dass Paul am Leben war. Basti stöhnte vor Schmerz, als er sich aufrichtete, um über die Sitzbank zu sehen. Den drei Kindern in der Reihe vor ihm schien auf den ersten Blick nichts weiter zu fehlen; sie waren jedoch völlig aufgelöst und verängstigt. „Mum? Dad?“, brachte Basti gequält hervor.

„Alles ok… denke ich“, antwortete Bastis Mutter nach einem Moment brüchig. „Frank?“, erkundigte sie sich nach ihrem Mann und wendete sich dann den weinenden Kindern zu, nachdem er stumm und mit geschlossenen Augen genickt hatte, sich sachte das Genick reibend.

Bastis Vater machte ebenfalls Anstalten, sich abzuschnallen, schaffte es aber nicht, da sich das Gurtschloss nicht öffnen ließ. „Mist, ich stecke fest“, murrte er. „Was machen die Kinder?“, fragte er an seine Frau gewandt.

Bastis Mutter hatte mit einiger Mühe ihre Tür aufbekommen, war mit wackeligen Beinen aus dem Auto gewankt und stellte erleichtert fest, dass sich auch die Schiebetür des Sharan öffnen ließ. „Bis auf Paul scheinen alle soweit ok zu sein“, sagte sie laut und murmelte anschließend: „was für ein Glück“. Sie hatte die drei jüngeren Kinder aus dem Auto geholt und als nächstes die Sitzbank umgeklappt, um Basti zu befreien und zu Paul zu gelangen.

Bastis Knie zitterten, als er aus dem Fahrzeug stieg, also ließ er sich auf den Boden sinken.

„Hey, ganz ruhig, mach langsam. Ich helfe Euch“, erklang eine Stimme, mit der er absolut nicht gerechnet hatte.

Basti spürte eine Hand, die ihn sanft an der Schulter berührte, und sah auf. „Du schon wieder?“, war alles, was er verblüfft hervorbringen konnte, als er erneut unerwartet in Justins Gesicht blickte.

Justin lächelte Basti ermutigend an und wendete sich an dessen Eltern. „Ich habe bereits den Rettungsdienst verständigt, wer ist alles verletzt und wie kann ich helfen?“

Basti kümmerte sich nicht weiter um Justin, sondern bewegte sich langsam zu seinen drei jüngeren Geschwistern, um sie zu trösten und zu beruhigen. Er fand es wie ein Wunder, dass ihnen allen offenbar nichts Schlimmeres passiert war und fragte sich nicht eine Sekunde, warum Justin genau im richtigen Moment am richtigen Ort war, sondern war einfach nur dankbar, dass er es war.


In der nächsten Episode:
Thomas ist ganz aufgeregt, über die Neuigkeiten, die Basti ihm erzählt und bekommt einen neuen Grund zum Grübeln.
---------------------------------------


Anhang zu den Credits:
Justin "Justifar" Feutel / Alter: 22 / schwarzhaariger Doppelgänger von Kevin, kalte Augen, schwarze Haare / unklare Motive
der schwarze Mann / Unbekannter, steht mit Justin in Verbindung, führt nichts Gutes im Schilde


Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße,
Arokh

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 22 Okt 2017, 04:22

Wohoo, Arokh! Schön, dass du wieder da bist. Danke für den Wink mit dem Zaunpfahl :D Ja, ich hatte auch gerade eine Schreibblockade, als ich feststellte, dass ich mich andauernd wiederhole :)

Na, worauf bezog sich denn die Passage? Hattest du mehr Erfolg als beim letzten WtF-Kapitel? ;-)

ArokhsSohn hat geschrieben:PhrasenwesenA [lehnt sich] auf dem Sofa zurück und wartet auf seinen Freund

Meinst du mit "Freund" Phrasenwesenkollege und mit dem Sofa das Sofa aus Irocs Showgebäudekomplex oder meinst du Vreund und ein heimisches Sofa?

Man muss halt dazusagen, dass das Special im WdH-Thread wirklich losgelöst war und aus einem Kommentar heraus entstanden ist. Wahrscheinlich werde ich es auch nicht weiterführen. Es kam mir nur spontan in den Sinn.

Wenn ich es jetzt so betrachte, ist es echt verdammt kurz... :D

Justifar... interessanter Name^^

PhrasenwesenZ lehnt sich ebenfalls zurück, überlegt, ob es jetzt noch schnell ein neues Kapitel schreiben soll, da ihm vorgestern wieder Inspiration kam, dankt PhrasenwesenA für Mut, Energie und Inspiration und wünscht diesem dasselbe. Auch freut es sich auf die kommenden Kapitel.

*Ich will auch nach Rügen*
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Re: Wandel des Herzens #86

Beitragvon ArokhsSohn » 29 Okt 2017, 02:39

@Zuri: Hey mein Lieber, ich hoffe doch der Zaunpfahl hatte Dich nicht verletzt ^^
Eine Woche ist rum und gleich kommt ein neuer Teil. Doch zuerst danke ich Dir (wieder einmal) dafür, dass Du nicht gezögert hast, einen Kommentar dazulassen, hat mich sehr gefreut.
Zuri hat geschrieben:Meinst du mit "Freund" Phrasenwesenkollege und mit dem Sofa das Sofa aus Irocs Showgebäudekomplex oder meinst du Vreund und ein heimisches Sofa?

Du hast es schon richtig verstanden, ich meinte den Phrasenwesenkollege und das Sofa aus dem Showgebäudekomplex – ein Insider, könnte man fast meinen ;-)

ein Möchtegernreisender hat geschrieben:Ich will auch nach Rügen

Ich auch! Offen gestanden, war ich da noch nie. Die Ortsbeschreibungen in dieser Geschichte gründen sich auf Google Maps, Google Earth und der Homepage der Pension Windrose :D

Mensch Zuri, so viel kann ich ja heute gar nicht schreiben ^^ Ich werde nachher noch bei HdF vorbeischauen, was Du da so angestellt hast, während ich weg war und dann widme ich mich wohl noch einem gewissen Projekt, von dem Du schon weißt, was ich meine – sollte ich bis dahin nicht eingeschlafen sein; aber es gibt ja heute eine Stunde mehr, was soll da schief gehen :lol:

Vielen Dank nochmal für Deine Unterstützung. Also dann, weiter geht’s:


Credits:
Thomas Gärtner / Alter: 16 / heimlich mit Kevin zusammen, um Basti besorgt, neuerdings misstrauisch
Bastian „Basti“ Fierer / Alter: 16 / sieht häufiger Krankenhäuser von innen, macht turbulente Zeiten durch
Bastis Eltern: Vater Frank (40) / Mutter Andrea (36)
Bastis Geschwister: Paul (12) / Andrew (9) / Nico (7) / Demi (5)
Justin "Justifar" Feutel / Alter: 22 / schwarzhaariger Doppelgänger von Kevin, kalte Augen, schwarze Haare / unklare Motive
--------------------------
Handlungszeitpunkt: Dienstag, 29.05.2012
Handlungsort(e): Neustadt an der Laas

Was bisher geschah:
Thomas war seit dem Wochenende, welches er mit Kevin verbrachte, mit diesem zusammen, wollte diese Beziehung aber vorerst nicht an die große Glocke hängen.
Basti und dessen Angehörige waren über Pfingsten auf Rügen zu einem Familientreffen. Auf dem Heimweg hatte die siebenköpfige Familie aufgrund noch nicht geklärtem Versagen der Bremsen einen Autounfall. Alle Insassen überlebten den Unfall, auch wenn noch nicht endgültig klar war, wer wie schwer verletzt wurde. Der mysteriöse junge Mann, Justin, den Basti unerwarteter Weise kurz zuvor im Wald getroffen hatte, tauchte als Erster am Unfallort auf und bot schnelle Hilfe an.
Unterdessen erfuhr Thomas von seiner Mutter am Tag seiner Rückkehr die schlechten Neuigkeiten über Basti…


(86) Im Krankenhaus… schon wieder

Thomas klopfte trotz seiner Aufregung vorsichtig an der Tür zum Zimmer mit der Nummer 314, wartete den üblichen Zeitraum ab, den die Höflichkeit gebot, und betrat schließlich den Raum. Mit einem schnellen Blick erfasste er die Lage, erkannte Bastis Eltern und ihn selbst neben dem Krankenbett von Paul stehen, während die drei jüngsten Geschwister an einem kleinen Tisch saßen und malten. Die Familie wandte sich in Richtung Tür und lächelte Thomas freundlich an, was er mit einem leisen und knappen „Hey“ erwiderte, bevor er zu Basti schritt und ihn erleichtert umarmte. Nachdem er Bastis Eltern und Geschwister ebenfalls begrüßt und Paul ermutigend die Hand auf den Arm gelegt hatte, erkundigte er sich: „Als ich gehört hatte, wo Ihr seid, hab ich mich, so schnell ich konnte auf den Weg gemacht. Was ist denn überhaupt passiert? Wann ist das passiert und wie geht es Euch?“

„Hey, Tommy, Du bist ja aufgedrehter, als ich sonst“, versuchte Basti ihn zu beruhigen.

„Sorry Basti, es ist nur so, dass… nun ja, es ist noch nicht allzu lange her, dass wir im Krankenhaus waren und meine Mutter sagte etwas von einem Autounfall und ich hatte mein Handy aus und…“, erwiderte er entschuldigend und nervös.

„Ist schon in Ordnung, Tom“, unterbrach ihn Bastis Mutter sanft. An ihren ältesten Sohn gewandt, schlug sie vor: „Schatz, geht doch ein bisschen nach draußen in den Park, da kannst Du ihm alles in Ruhe erzählen. Wir könnten uns doch – sagen wir in einer Stunde – in der Cafeteria treffen.“

Basti nickte zustimmend und verließ mit Thomas das Zimmer, um sich auf den Weg in den Klinik eigenen Park zu machen. Er erzählte seinem besten Freund, wie es dazu kam, dass sie sich abermals im Krankenhaus einfanden und er zur Überwachung für zwei Nächte dort bleiben musste; erzählte, wie plötzlich die Bremsen des Familienwagens versagten und sie aus der Kurve getragen wurden, sich überschlugen und auf dem Feld wieder zum stehen kamen. „Da hatten wir ganz schön Glück im Unglück“, meinte Basti sinnend. „Das Auto landete nicht auf dem Dach, bis auf Dad und Paul wurde niemand ernsthaft verletzt – abgesehen von einem leichten Schleudertrauma – und schnelle Hilfe bekamen wir auch noch, obwohl das alles in einer gottverlassenen Gegend passiert ist.“

Thomas lächelte seinen Freund warm an. Er war sich fast sicher, dass Basti nicht alles so leicht hinnahm, wie er vorgab, beschloss aber, ihn nicht unnötig darauf hinzustoßen, sondern stattdessen zu versuchen, ihm so gut es ging beizustehen. „Basti, das ganze muss der reinste Alptraum gewesen sein. Es ist beeindruckend, dass Du trotzdem immer alles von der positiven Seite siehst. Wie geht es Paul denn, er machte ja einen recht tapferen Eindruck?“

„Ja, er hält sich gut. Der rechte Knöchel und das linke Schlüsselbein sind gebrochen, aber die Ärzte meinen, der Kleine ist zäh und heilt schnell. Und mein Vater wird eine Weile seine linke Hand nicht benutzen können, weil er sich den Daumen gebrochen hat, aber sonst hatten wir wirklich so was wie einen Schutzengel“, führte Basti weiter aus.

Sie hatten sich auf der erstbesten Parkbank, die im Schatten der warmen Spätnachmittagssonne stand, gesetzt und beobachteten nebenbei die Besucher und Patienten, die vorüber kamen. „Ein Schutzengel“, wiederholte Thomas nachdenklich. „Das kann man ja nur hoffen. Immerhin hattet Ihr in letzter Zeit schon genug Pech: erst der Einbruch und die Verwüstung Eurer Wohnung, dann noch so was. Weiß man schon, wie das mit den Bremsen passieren konnte?“

„Nein, keine Ahnung“, antwortete Basti Kopf schüttelnd. „Hauptsache, wir leben noch. So ein Crash ist echt nicht empfehlenswert, kann ich Dir sagen.“ Beide lachten sich unbeschwert an, und nach einem Moment des Schweigens fragte Basti: „Aber was hast Du eigentlich das Wochenende über gemacht?“

Thomas musste schlucken und wurde ein wenig verlegen. Oje, bloß jetzt nichts anmerken lassen.

„Was ist? Man könnte ja meinen, Du hast was Verbotenes getan, so verlegen wie Du wirst“, zog Basti ihn auf. „Komm, gib es zu, Du hast die ganzen Tage über gefaulenzt und im Bett verbracht. Hab gehört, es hat hier geregnet, wie Sau. Deshalb hattest Du Dein Handy nicht an und jetzt ist es Dir peinlich, was?“

„Ich war bei Kevin“, sagte Thomas knapp.

„Wann?“

„Das ganze Wochenende über.“

„Oh“, meinte Basti lediglich. „Und weiter?“

„Nichts weiter“, gab Thomas an und spürte, wie er erneut verlegen wurde. Ich muss das abstellen „Er fragte mich, ob ich Zeit hätte - und die hatte ich - da hat er mich eben eingeladen, das Wochenende bei sich zu verbringen. Er wollte mir mal die Gegend dort zeigen, mit dem Hund spazieren gehen und so was...“

Basti lachte ihn an und klopfte ihm auf die Schulter. „Ach Tommy, warum rechtfertigst Du Dich denn so, als wärst Du fremd gegangen? Ich find Kevin doch inzwischen echt ok, hab ich Dir doch gesagt.“ Er meinte zwar auch, was er sagte, dennoch war da ein unbestimmtes, nagendes Gefühl, was in ihm aufkommen wollte. Basti verdrängte es jedoch und sagte sich, dass Eifersucht jetzt nur wieder alles kaputt machen würde. Was für eine Gefahr sollte denn auch von Kevin schon ausgehen, gemahnte er sich.

„Ich bin froh, dass das zwischen Euch jetzt geklärt ist“, erwiderte Thomas mit ein klein wenig Stolz auf seinen besten Freund. Um trotzdem das Thema auf etwas anderes zu lenken, fragte er: „Wissen Robin und Franzi schon von Deinem neuesten Abenteuer?“



Nachdem sich die beiden Freunde noch ein wenig unterhalten hatten, machten sie sich auf den Weg in die Cafeteria, wo Bastis Vater mit den drei jüngsten Sprösslingen bereits wartete. Frau Fierer war wieder auf das Zimmer von Paul gegangen, um ihm eine versprochene Apfeltasche zu bringen, da er das Bett noch nicht verlassen durfte. Während der Rest von Bastis Familie sich fertig zum Aufbruch machte, stand dieser mit Thomas draußen vor der Tür. „Wie ist das“, wandte sich Thomas an Basti, „fährst Du mit Deinen Eltern dann nach Hause?“

„Nicht direkt“, antwortete Basti etwas ausweichend.

Thomas hob eine Augenbraue. „Hm? Willst Du noch woanders hin?“

Basti vermied es zunächst, Thomas direkt anzusehen, tat es dann aber doch. „Da ist noch etwas, von dem ich Dir nicht erzählt habe. Erinnerst Du Dich an Justin?“

„An wen?“

„Justin. Der Typ, der genau wie Kevin aussieht, bloß in dunkel“, erklärte Basti.

Ach das Arschloch. Thomas erinnerte sich natürlich an den jungen Mann, der ihn bei dem gemeinsamen Ausflug mit seinen Freunden in die Mangel genommen hatte. „An den Idioten kann ich mich allerdings noch erinnern. Wieso, was ist mit dem? Hat er Dir etwas getan?“, wollte er aufbrausend wissen. Wenn der Arsch meinem Basti zu nahe gekommen ist, dann…

Basti wehrte mit den Händen ab und erklärte: „Nein, nein, das nicht… Und ein Idiot ist er auch nicht wirklich.“ Basti konnte es Thomas nicht verdenken, dass dieser ihn nun schockiert und mit großen Augen fragend ansah. „Weißt Du, er war mir und meiner Familie in den letzten Tagen eine wirklich große Hilfe. Justin hat nach dem Unfall den Rettungsdienst informiert und uns bei der Organisation der Rückreise unterstützt. Und seitdem engagiert er sich wirklich sehr, um uns auch sonst behilflich zu sein.“

Thomas unterbrach ihn und schüttelte ungläubig den Kopf. „Moment mal, ich verstehe nur Bahnhof. Wie… ich meine, warum… Hä?“

Basti wollte gerade zu einer weiteren Erklärung ansetzen, da kam sein Vater aus der Cafeteria. „Ah, da bist Du ja. Hör mal, Justin wird jeden Moment da sein, um uns abzuholen. Wir wollen uns noch von Paul verabschieden, kommst Du?“

„Ja, Dad, ich komme gleich nach“, antwortete Basti. Er wendete sich wieder Thomas zu und sagte: „Hör mal, ich muss los. Ich rufe Dich heute Abend an und dann erkläre ich Dir alles ganz genau.“ Noch beim Gehen, drehte er sich zu seinem sprachlos zurück gebliebenen Freund um und rief ihm zu: „Mach Dir keine Sorgen, es ist alles in Ordnung; Du wirst sehen.“

Und weg ist er. Thomas war noch immer fassungslos. Ihm kam es vor, als hätte er mehr verpasst, als er sich vorstellen konnte. Na, auf die Story bin ich ja mal gespannt. Schließlich verließ er das Krankenhaus in Richtung Bahnhof. Er konnte es nicht vermeiden, sich auf dem Parkplatz umzusehen, ob er irgendwo das Gesicht dieses Doppelgängers seines Geliebten erspähen würde. Ihm fiel jedoch nichts auf.

Auch fiel ihm nicht auf, dass sich kurz hinter dem Bereich der Hauptpforte des Krankenhauses – dort, wo sich die Fahrradständer und Sitzgelegenheiten befanden und einige vereinzelte Zierbäume angepflanzt wurden – eben jener junge Mann umdrehte, über den Thomas in diesem Moment rätselte. Justin sah dem hochgewachsenen, schlanken Jungen mit dem dunkelblonden Haar nach und ein selbstgefälliges, bösartiges Lächeln umspielte seine Lippen.


In der nächsten Episode:

Rätselraten, Erklärungsversuche, Unterstellungen und die ein oder andere Einladung
---------------------------------------


Damit bis zum nächsten Mal.
Liebe Grüße,

Arokh

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 29 Okt 2017, 02:09

PhrasenwesenZ setzt sich neben PhrasenwesenA aufs Sofa und wartet, bis der Projektor angeht und ihre Gedanken und Erinnerungen auf die Leinwand überträgt, doch nichts passiert. Eine Zeit später schauen sich beide an und müssen, als sie feststellen, dass sie beide dasselbe erwartet haben, lauthals lachen.

"Tja, dann sollen wir wohl reden.", meint das Phrasenwesen mit dem letzten Buchstaben im Alphabet. "Obwohl das ja überhaupt nicht zu einem Informatiker wie mir passt."
Das Phrasenwesen mit dem ersten Buchstaben im Alphabet nickt.
"Du...", beginnt das andere Phrasenwesen wieder. "Echt klasse, dass gerade wir beide hier sitzen. Ich meine, cool, das alles alles hier und so. Lass uns nur bitte irgendwann mal aus der tertiären Story zurückkommen."
PhrasenwesenA nickt wieder.
"Was ist das?", fragt es schließlich, als sein Blick auf einen DIN A4-Block fällt, der zwischen ihnen liegt.
"Oh, ähm", macht das angesprochene Phrasenwesen. "Das, ähm... tja, das ist die Fortsetzung."
"Darf ich mal?"
"Untersteh' dich! Ich poste es ja gleich im HdF-Thread."
Es greift hinter das Sofa und holt eine Teekanne hervor. "Grüner Tee. Hält wach" Es lächelt wissend.
Dann schaut es auf die Uhr, die gerade wieder eine volle Stunde zeigt. "Na, wer sagt's denn: Wir haben eine Zeitreise gemacht."


Ich kann dir nur sagen: Rügen ist ein Traum. Ich war vor vier Jahren dort.
Leider haben sie jetzt das KdF Prora abgerissen, was zwar von den Nazis gebaut wurde, aber eigentlich eine geschichtsträchtige Bauruine war, die kommenden Generationen die Geschichte des Ortes hätte vermitteln können, aber Investoren wollten ja lieber Luxuswohnungen dort bauen. Die Bevölkerung bekommt ja jetzt schon kaum Jobs außerhalb des Tourismus, geschweige denn bezahlbaren Wohnraum...

-o-0-O-0-o-

Du lässt uns aber echt lange im Dunkeln! Immer passiert was, aber kein Hinweis darauf, welches Ziel genau dabei verfolgt wird, außer natürlich, Basti und Kevin irgendwie zu schaden. Aber insgesamt ist das Ganze noch recht unklar und ich bin echt gespannt, wie es weitergeht.

Justin hängt sich echt rein. Jedenfalls gibt er sich mehr Mühe als Kathy. Das muss man mal an dieser Stelle anmerken :D
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Re: Wandel des Herzens #87

Beitragvon ArokhsSohn » 05 Nov 2017, 03:38

@Zuri: mein treuester und derzeit einziger Kommentator :-) Vielen Dank auch diesmal für Deinen Beitrag!

PhrasenwesenA kehrt gerade von seinem Besuch im HdF-WtF Bereich zurück, wundert sich nicht über das Paradoxon, dass es gerade eben dort neben demselben Phrasenwesen gesessen hatte, welches hier vor der Leinwand sitzt und tüftelt mit ihm zusammen am neuesten Rekord für verboten lange und unmöglich zu überblickende Schachtelsätze, die jeden Rahmen der guten Kommentarsitten sprengen dürften.

Zuri hat geschrieben:"Na, wer sagt's denn: Wir haben eine Zeitreise gemacht."

Eine Zeitreise allerdings, wie erklärst Du Dir sonst, dass Dein Post exakt eine halbe Stunde vor meinem erstellt wurde (Meiner 02:39 / Deiner 02:09), aber dennoch erst nach meinem, sogar mit Bezug darauf, veröffentlicht wurde (komischerweise erscheint dieses Paradoxon nicht, wenn ich angemeldet bin) O.o Tjaha, entweder eine echte Zeitreise oder die mighty Zeitumstellung. Was ist cooler ^^

Grüner Tee hält wach, ja? Muss ich mal versuchen. Dass ich das letzte Kapitel gepostet habe, war schon verdammt fahrlässig, da ich sicher eine halbe Stunde für die Korrekturen gebraucht habe, weil ich immer wieder vor dem Bildschirm weggenickt bin. Habe am nächsten Morgen erstmal geschaut, was für einen Mist ich zusammengeschrieben habe, aber glücklicherweise hat alles soweit gepasst *puh, Glück gehabt – aber ich musste ja unbedingt genau in dieser Nacht noch das neue Kapitel raushauen, Mann, mann, mann*

Okay, zum Story-Verlauf: so ganz lange lasse ich Dich/Euch nicht mehr im Dunkeln. Es wird ziemlich bald und ziemlich schnell klar sein, worauf Justin hinaus will! Reinhängen tut er sich in der Tat. Kathy hatte nie zu solch drastischen Mitteln, wie einem inszenierten Autounfall gegriffen – soweit wir wissen…

Und damit geht es jetzt weiter:

Credits:
Thomas Gärtner / Alter: 16 / heimlich mit Kevin zusammen, um Basti besorgt, neuerdings misstrauisch
Bastian „Basti“ Fierer / Alter: 16 / macht turbulente Zeiten durch, neuerdings kein bisschen misstrauisch
Justin "Justifar" Feutel / Alter: 22 / schwarzhaariger Doppelgänger von Kevin, kalte Augen, bietet Gründe zum Misstrauen
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Handlungszeitpunkt: Dienstag, 29.05.2012
Handlungsort(e): Altleben / Neustadt an der Laas

Was bisher geschah:
Thomas war seit dem Wochenende, welches er mit Kevin verbrachte, mit diesem zusammen, wollte diese Beziehung aber vorerst nicht an die große Glocke hängen.
Auf dem Heimweg vom Kurzurlaub auf Rügen, hatte die siebenköpfige Familie Fierer einen Autounfall. Alle Insassen überlebten den Unfall, auch wenn Bastis Bruder Paul und deren Vater verletzt wurden. Justin, den Basti unerwarteter Weise kurz zuvor im Wald getroffen hatte, tauchte als Erster am Unfallort auf und stand der Familie in der Folgezeit bei.
Sobald Thomas von Bastis Unglück erfahren hatte, suchte er ihn im Krankenhaus auf. Mit den Informationen über die Beteiligung Justins war er jedoch für den Moment überfordert…


(87) Warum tut er das?

Voller Ungeduld, lag Thomas am Abend auf seinem Bett und starrte auf sein Telefon. Es war bereits nach Neun und Basti hatte noch immer nicht angerufen. Er tut es schon noch. Basti hält immer sein Wort, versuchte Thomas sich selbst zu beruhigen. Und tatsächlich klingelte nach weiteren 20 Minuten das Telefon. „Hi Basti, dachte schon, Du hast mich vergessen“, begrüßte er seinen Freund scherzhaft.

„Sorry“, erwiderte Basti, „Justin war bis eben da.“ Ehe Thomas fragen konnte, was das nun schon wieder zu bedeuten hatte, erklärte Basti ihm schnell, wie er Justin am Samstag im Wald bei Haide, auf der Rügeninsel Ummanz, nachdem er sich verlaufen hatte, begegnet war und dieser ihm den Rückweg zur Pension gezeigt hatte, bei der Basti und seine Familie einquartiert waren. Er berichtete, wie er zunächst auch voller Abneigung, aufgrund der Erlebnisse zwei Wochen zuvor, war, dann aber feststellen musste, dass Justin eigentlich ganz okay zu sein schien. „Es ist wirklich so“, erzählte Basti begeistert, „dass manchmal der erste Schein trügt und nicht immer alles so ist, wie es scheint. Justin ist das beste Beispiel. Er half meinen Eltern bei der Klärung mit der Versicherung und dem Rücktransport, hat sich mit mir zusammen um Andrew, Nico und Demi gekümmert und hilft uns bei Fahrten, bis mein Vater wieder voll einsatzfähig ist. Und das alles macht er, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.“

„Und Du findest das nicht ein wenig… seltsam?“, fragte Thomas argwöhnisch.

„Zuerst schon“, gestand Basti ein. „Aber so wie er sich gibt, denke ich, ist das seine Art, sich für den Mist, den er am Männertag verzapft hat, zu entschuldigen.“

Thomas‘ Zweifel konnte das nicht beseitigen. „Ja, aber ist das nicht etwas übertrieben? Er macht ja gleich sowas wie einen Diener daraus. Warum tut er das?“

„Kennst Du denn kein schlechtes Gewissen?“

„Ja, schon“, murrte Thomas. Es gibt da auch ein gewisses Detail, dass Du noch nicht weißt, dachte er und fühlte die Sehnsucht nach Kevins Nähe. „Aber was sagen denn Deine Eltern dazu?“

„Sie sind froh, dass wir in dieser hektischen Zeit so eine freundliche Unterstützung haben“, sagte Basti beiläufig. „Und ich bin es auch. Wir sollten uns wirklich mal gemeinsam treffen, damit Du siehst, dass er total missverstanden ist.“

„Vielleicht…“, gab Thomas zerknirscht nach. Beide schwiegen einen Moment, dann fiel ihm noch etwas ein. „Aber sag mal, wieso war er noch gleich sofort bei der Unfallstelle?“

Basti antwortete gleichgültig: „Keine Ahnung. Ich denke, es war einfach eine glückliche Fügung. Du weißt schon: zur rechten Zeit am rechten Ort.“ Einen weiteren Moment lang herrschte Stille, dann meinte Basti lachend: „Mensch Tommy, wir haben ja völlig vertauschte Rollen diesmal. Du bist ganz schön misstrauisch und siehst Gespenster.“ Er neckte ihn noch ein wenig weiter, indem er sagte: „Man könnte ja fast meinen, Du bist eifersüchtig.“

Das hob Thomas’ Stimmung dann doch und beide lachten befreit. „Haha, ja, könnte man fast meinen – aber nur fast.“ Dann hatte er sich wieder gefangen und gab zu: „Vielleicht sehe ich ja wirklich nur Gespenster, aber ich will mich nicht aufspielen. Ich bin nur um Dich besorgt.“ Thomas atmete kurz durch. „Lass uns doch bald mal was zusammen machen, ja? Wir könnten doch zum Beispiel gemeinsam für die mündlichen Prüfungen lernen. Geo machen wir doch beide, oder?“

Basti stimmte dem Vorschlag zu und so verabredeten sich die beiden für Freitag Nachmittag in der Stadt in ihrem Stammcafe.

+++

Basti hielt den Telefonhörer, nachdem er aufgelegt hatte, nachdenklich in der Hand und sah aus dem Fenster. Draußen hatte sich allmählich die Dunkelheit über die Straße gelegt. Die jüngeren Kinder schliefen schon eine Weile und auch seine Eltern waren heute früher ins Bett gegangen. Er dachte daran, es ihnen gleich zu tun, als sein Handy vibrierte. Interessiert sah Basti nach, wer jetzt noch etwas von ihm wollte und las die Nachricht. >Hey Kleiner, schläfst Du schon oder bist Du noch auf den Beinen? Habe meine Jacke bei Euch vergessen, kann ich sie noch holen kommen? J.< Schulterzuckend antwortete ihm Basti kurz mit >klar, komm vorbei<. Dann ging er leise zur Eingangstür, entdeckte sogleich Justins Jacke, zog sich die Schuhe an und ging nach draußen, um auf ihn zu warten und seine Eltern oder Geschwister nicht zu stören.

Justin musste in der Nähe gewesen sein, denn keine drei Minuten später fuhr sein schwarzer BMW vor und er stieg schwungvoll aus. „Mann, Kleiner, da bin ich aber froh, ich hab noch eine Verabredung und es ist mir heute einfach zu frisch draußen.“

„Ja, sicher“, erwiderte Basti geistesabwesend und reichte die Jacke seinem neuen Freund.

„Alles in Ordnung oder gibt es schlechte Neuigkeiten?“, erkundigte sich Justin besorgt.

„Was? Nein, alles ok soweit“, gab Basti, aus seiner Grübelei erwachend, zurück. „Du, sag mal…“, begann er etwas zögerlich. „Warum tust Du das alles?“

Justin machte eine wegwerfende Handbewegung, als er lachend erwiderte: „Hast Du nicht kürzlich erst gesagt, ich müsste was für mein Image tun?“

„Nein Mann, ernsthaft“, bestand Basti auf eine Antwort.

Der schwarzhaarige, junge Mann zog sich seine Jacke über, sah Basti nachdenklich an und gab als Antwort: „Muss ich wirklich irgendeinen Grund haben? Vielleicht möchte ich ja einfach nur freundlich zu Dir sein, vielleicht möchte ich Dich davon überzeugen, dass ich wirklich kein Arschloch bin oder vielleicht finde ich Dich einfach nur sympathisch und mag Dich. Was würdest Du denn bevorzugen?“

„Ach darum geht es doch gar nicht“, wiegelte Basti etwas unwirsch ab. Und nach einem Moment fügte er hinzu: „Ach komm, ist doch egal. Ich will nicht undankbar erscheinen, also vergiss, was ich gesagt habe.“ Justin erwiderte nichts, sondern stand einfach am Fuß der Treppe, die Hände in den Jackentaschen und sah sein Gegenüber unverwandt an. Die Stille war Basti unangenehm, also schickte er sich an, sich zu verabschieden, da ergriff Justin das Wort.

„Lass uns doch mal was zusammen machen, was meinst Du? Nur Du und ich. Ich meine, einfach nur, um Dich von der Alltagssituation bei Euch zuhause ein wenig abzulenken.“

Basti runzelte amüsiert die Stirn. „Komisch, Du bist heute schon der zweite, der mir so etwas vorschlägt.“

„Ist das schlimm?“

„Nein“, Basti kam wieder einen Schritt auf Justin zu. „Ist es nicht, aber an was hattest Du gedacht?“

Ein kurzes Aufflackern zeigte sich in Justins Augen – zu kurz, um von Basti wahrgenommen zu werden. Er war sich seiner Sache jetzt fast sicher. „Kennst Du Billard?“

„Wofür hältst Du mich, einen Idioten?“, fragte Basti gespielt empört.

„Na immerhin besser, als für ein Monster, oder?“, gab Justin mit einem Augenzwinkern zurück und spielte damit ziemlich offensichtlich auf ihre kürzliche Begegnung im Wald an.

„Ha, ha, sehr witzig“, Basti verstand natürlich sofort. Schließlich stimmte er aber doch zu. „Also gut, wann und wo?“

Mit einer Sicherheit in der Stimme, die beinahe schon auffordernd, anstatt fragend anmutete, was Basti allerdings auch diesmal entging, sagte Justin: „Freitag, gegen 18:00 Uhr werde ich in der Spielhalle am Busbahnhof sein.“

„Freitag, hmm“, murmelte Basti und sah zu Boden. Am Freitag wollte er eigentlich mit Thomas ins Cafe gehen. Er überlegte, dass, wenn er es geschickt anstellte, ja doch auch beides möglich sein sollte. Basti traf eine Entscheidung und sah auf. „Freitag ist gut.“

„Schön“, erwiderte Justin einfach, dann trat eine wohlige Wärme in seine Stimme, wie sie Basti schon die ganzen letzten Tage gewohnt war, als er sich mit den Worten verabschiedete: „Wir sehen uns sicher vorher schon wieder. Ruft mich jederzeit an, wenn ich etwas tun kann, ja? Gute Nacht, Kleiner.“

„Gute Nacht“, gab Basti zurück und wandte sich zur Tür. Als er sie schon geöffnet hatte, drehte er sich noch einmal um. „Ach, Justin?“

„Ja?“

Basti bedachte Justin, der bereits mit einem Bein ins Auto gestiegen war, mit einem ehrlichen Lächeln. „Du bist kein Arschloch!“

Justin erwiderte das Lächeln. „Danke“, gab er schlicht zurück.


In der nächsten Episode:
ein Treffen unter Freunden entwickelt sich anders als gedacht, ein Missgeschick wird ausgewertet und Basti hat einen Vorschlag für den Abend…
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Das war es auch schon wieder für diese Woche.

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 05 Nov 2017, 05:46

#87? Sind das nicht all jene, die nicht AfD gewählt haben?

Da bekommt man auch irgendwann ein Déjà-vu, wenn man aufsteht, sich ein Stück weiter setzt, und wieder an derselben Stelle sitzt, oder? Oder alles sind einfach Klone...

Ich habe einen Moment lang überlegt, ob Justin dafür gesorgt haben könnte, dass sich Basti verläuft, aber ich glaube, das kann der kleine auch schon ganz gut alleine :D Allerdings, an wirklich so ziemlich jeden Satz "Kleiner" anzuhängen, wirkt dann doch etwas auffällig.

Sind so Leute wie Kathy, Justifar und Kivan immer hetero- oder homosexuell oder kann sich das theoretisch auch bei bestimmten Aufträgen ändern, wie beispielsweise jetzt Thomas Kivas Subjekt ist?

Also entweder Justin will einfach einen Keil zwischen die treiben, also dass Basti immer weniger Zeit für Thomas hat und auch weniger Zeit mit diesem verbringen möchte oder Justin will, dass sich Basti in ihn... verliebt? Wäre das zu abwegig?

Vielleicht reicht es schon, zu vermeiden, dass die beiden sich das sagen können, was sie sich noch sagen wollen und Basti dann einzureden, dass Thomas das absichtlich gemacht habe...

„Mensch Tommy, wir haben ja völlig vertauschte Rollen diesmal. Du bist ganz schön misstrauisch und siehst Gespenster.“

Das kommt mir gerade seltsam bekannt vor ;-)

Das Stammcafé kam ja ein paar Kapitel lang nicht mehr vor. Das war ja noch in der letzten Staffel^^
Da war die Welt quasi noch in Ordnung... Wobei, nein, da war doch auch das treffen mit Jenny(?) und Naomi...

Habe ich nur das Gefühl oder ist Justin auch ohne "Ruft mich jederzeit an, wenn ich etwas tun kann, ja?" ständig unter irgendeinem Vorwand dort?

Also entweder schafft es Basti nicht rechtzeitig oder er entscheidet sich spontan, Thomas mitzubringen...

Liebe Grüße,
Zuri
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Re: Wandel des Herzens #88

Beitragvon ArokhsSohn » 12 Nov 2017, 03:46

@Zuri: (als wäre hier ja auch sonst noch jemand, der sich angesprochen fühlen könnte, aber man will ja die Form wahren :-D )

Kein Problem, da wird eben aus der HdF-Con eine Version 2.0 – die heißt dann „Zitat Wars: Episode II - Angriff der Phrasenwesen“ :-P

ein Zählwerk für Größenangaben hat geschrieben:Allerdings, an wirklich so ziemlich jeden Satz "Kleiner" anzuhängen, wirkt dann doch etwas auffällig.

Ach was, er hat es einmal zur Begrüßung und einmal zur Verabschiedung getan. Ja gut, und einmal in der Nachricht. Wenn Justin das als eine Art Running Gag verwenden will, passt das meiner Meinung nach schon. Aber okay, ich pass auf, dass ich es nicht übertreibe.

die Abteilung für Neigungsforschung hat geschrieben:Sind so Leute wie Kathy, Justifar und Kivan immer hetero- oder homosexuell oder kann sich das theoretisch auch bei bestimmten Aufträgen ändern

Die Geschlechtervorliebe ist nicht vorprogrammiert oder so. Was erforderlich ist, um einen Auftrag zu erfüllen, wird passieren. Ist es eine rein physische Angelegenheit, sind Gefühle wohl kaum erforderlich. Im Fall von Thomas sieht es eben anders aus. Und was Justifar betrifft… der hat Gefühle nun wirklich nicht nötig, um zu bekommen, was er will. Vermutlich würden sie ihm sogar eher im Weg stehen und ablenken.

der Motivtheoriegenerator hat geschrieben:Also entweder Justin will einfach einen Keil zwischen die treiben, also dass Basti immer weniger Zeit für Thomas hat und auch weniger Zeit mit diesem verbringen möchte oder Justin will, dass sich Basti in ihn... verliebt? Wäre das zu abwegig?

Es wäre durchaus nicht zu abwegig. Denn einen Keil könnte er so auch zwischen sie treiben. Es ist ja offensichtlich, dass Justin Schaden anrichten will. Dabei wird ihm jedes Mittel recht sein. Warum das so ist, also was ihn antreibt, wird aber definitiv auch aufgeklärt.

Zuris Wahrscheinlichkeitstheorie der zwischenmenschlichen Kommunikation hat geschrieben:Vielleicht reicht es schon, zu vermeiden, dass die beiden sich das sagen können, was sie sich noch sagen wollen

Thomas und Basti haben in der Vergangenheit schon einige Male bewiesen, dass sie Schwierigkeiten zu haben scheinen, sich das eigentlich Wichtige endlich sagen zu können. Ich will die zwei ja auch nicht ewig auf der Stelle treten lassen, aber einmal muss es jetzt noch sein. Es passt auch ganz gut, weil Thomas seine Neuigkeit gern noch ein Weilchen geheim halten möchte und Basti sich in den Kopf gesetzt hat, dass es der richtige Zeitpunkt sein muss (wobei der eigentlich schon längst vorbei ist; die Auflösung wird für beide nicht sehr angenehm, das ist wohl offensichtlich).

Das Stammcafé, wie Du es so treffend bezeichnest, kam zuletzt vor, als die Clique für die Mathe-Prüfung gelernt hat. Und ja, der Vorfall mit Jenny und Naomi war auch dort (Y)

Dein Gefühl bezüglich Justins Anwesenheit trügt nicht. Irgendwie scheint es aber außer Thomas niemand seltsam zu finden, dass der Kerl quasi aus dem Nichts erschienen und jetzt nicht mehr wegzudenken ist…

Ob Basti es rechtzeitig schafft, allein oder nicht, das liest Du gleich:


Credits:
Thomas Gärtner / Alter: 16 / heimlich mit Kevin zusammen, um Basti besorgt, neuerdings misstrauisch
Bastian „Basti“ Fierer / Alter: 16 / macht turbulente Zeiten durch, neuerdings kein bisschen misstrauisch
Robin Friedberg / Alter: 16 / treuer Freund und Kamerad, Partner von Jenny
Franziska „Franzi“ Uhlstätt / Alter: 16 / bandelte mit Dennis an, gemeinsame Freundin von Thomas, Basti und Robin
Justin "Justifar" Feutel / Alter: 22 / schwarzhaariger Doppelgänger von Kevin, kalte Augen, bietet Gründe zum Misstrauen
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Handlungszeitpunkt: Freitag, 01.06.2012
Handlungsort(e): / Neustadt an der Laas

Was bisher geschah:
Thomas war seit dem Wochenende, welches er mit Kevin verbrachte, mit diesem zusammen, wollte diese Beziehung aber vorerst nicht an die große Glocke hängen.
Auf dem Heimweg vom Kurzurlaub auf Rügen, hatte die siebenköpfige Familie Fierer einen Autounfall, bei dem glücklicherweise nur Bastis Bruder Paul und sein Vater ernster verletzt wurden. Justin, den Basti unerwarteter Weise kurz zuvor im Wald getroffen hatte, tauchte als Erster am Unfallort auf und stand der Familie in der Folgezeit bei.
Nachdem Thomas von Basti die Einzelheiten erfahren hatte und herausfand, dass Justin in unnormal kurzer Zeit zu einem wichtigen Bestandteil des Lebens seines Freundes wurde, beschloss er, der Sache auf den Grund zu gehen. Zunächst hatte er sich jedoch mit Basti in ihrem Stamm-Cafe in der Stadt verabredet. Basti selbst hatte sich mit Justin im Spielcasino verabredet und überlegte, ob er Thomas dorthin mitnehmen sollte.


(88) Wie in alten Zeiten

Thomas hatte Kevin gegenüber seine Gedanken geäußert, dass er die Entwicklung mit diesem Justin verdächtig fand, aber Kevin hatte ihn beruhigt, dass er erst einmal abwarten solle, wie sich das weiter entwickeln würde. Teilweise war Kevin aber auch neugierig, was es mit diesem Kerl auf sich hatte, der wie eine ältere Version von sich selbst aussah. Zwar hatte er Kathy gegenüber geäußert, dass er keine Bedenken hätte - etwas anderes als Zufall würde sich dahinter verbergen - dennoch sah er hier Gelegenheit, auf Nummer sicher zu gehen.

Es war Freitag und Thomas freute sich schon darauf, endlich wieder etwas Zeit mit seinem besten Freund verbringen zu können, auch wenn er etwas hin und hergerissen war, hatte er die letzten Tage doch viel Zeit mit Kevin verbracht und fand es schrecklich, von ihm getrennt zu sein. Gern hätte er ihn rund um die Uhr um sich gehabt, doch für Kevin ging der Schulalltag nach den Pfingstferien weiter, während Thomas und seine Kameraden sich mitten in den Prüfungsvorbereitungen befanden.

Der Zug aus Richtung Altleben traf pünktlich 15:50 in Neustadt ein und Thomas wurde bereits von Basti am Bahnsteig erwartet. Es war, wie schon die ganze Woche über, recht durchwachsen und wolkenverhangen. Da es so aussah, als wollte es jeden Moment regnen, hatte Thomas sich einen Schirm mitgenommen, doch zum Einsatz musste er dann doch nicht kommen. Bei der Ankunft am Cafe am Markt dachte Thomas sich, Oje, da hatten wohl nicht nur wir diese Idee. Bei dem Wetter wollen sie alle nach drinnen flüchten. Er wechselte einen Blick mit seinem Freund, der wohl etwas ähnliches dachte.

Basti entdeckte jedoch noch eine freie Nische in der hinteren Ecke des Cafes, deutete darauf und zog Thomas mit sich. „Ganz schön voll heute“, ließ er sich zu der überflüssigen Bemerkung hinreißen.

„Allerdings“, stimmte Thomas zu. „Willst Du doch lieber woanders hin?“

„Nein“, wiegelte Basti lässig ab und fügte lächelnd hinzu: „Hauptsache, Du bist hier.“

Thomas grinste ein wenig verlegen zurück.

Beide schwiegen einen Moment, dann sagte Basti mit lachenden Augen: „Hey, wusstest Du eigentlich, dass zwischen Robin und Jenny gerade Froststimmung ist?“

„Was?“, wollte Thomas schockiert wissen. „Wie das? Und warum siehst Du nicht so aus, als würde Dich das bedrücken?“

Basti kicherte vor sich hin, als er antwortete: „Hihi, stell Dir vor, sie hat – natürlich rein zufällig – ein Bild auf Robs Handy entdeckt, welches sie ein wenig sauer werden ließ.“

„Was für ein Bild?“, fragte Thomas interessiert.

Schelmisch grinsend und mit geheimnisvollem Unterton, antwortete Basti: „Eins mit nackten Tatsachen…“

„Nein!“, rief Thomas bestürzt, „Jenny hat das Bild einer anderen bei ihm entdeckt, und dann auch noch pornomäßig?“

„Oh, nein, nicht ganz. Sie war es schon selbst, die dort zu sehen war“, stellte Basti noch immer kichernd klar.

Etwas irritiert fragte Thomas: „Ok, wo ist dann das Problem? Ich habe zwar nicht gefragt, aber ich denke doch, dass die beiden sich schon nackt gesehen haben, oder? Robin ist ja nun nicht gerade prüde.“

„Du hast aber auch keinen Anstand, oder?“, witzelte Basti. „Nein, das Problem ist, dass sie nichts davon wusste, dass so ein Bild überhaupt existiert. Er hat es heimlich gemacht, während oder nachdem sie unter der Dusche war; das hab ich mir jetzt nicht so genau gemerkt.“

„Oh Maaaann, das ist aber wirklich blöd gelaufen.“

„Ja, ja, aber pass auf, das Beste kommt ja noch.“ Bastis Augen funkelten, als er sich etwas vorbeugte, um Thomas weiter zu berichten. „Als er Jenny das Handy aus der Hand riss, um schnell das Foto zu löschen, ist er ausversehen auf Weiterleiten gekommen. Das Foto ging dann an die letzte Person, die er angerufen hatte – an Franzi.“

„Ach Du Scheiße“, fing Thomas an, bevor sie beide laut lachen mussten. „Ok, dann glaub ich, dass Jenny jetzt wütend ist“, meinte Thomas schließlich.

Nachdem sie sich wieder beruhigt hatten, waren sie erneut still. Beide bekamen ihre bestellte Tasse Cappuccino und jeder für sich schaute nachdenklich seine Tasse an. „Du, Tommy?“, unterbrach Basti plötzlich die Stille.

„Was gibt’s denn?“, erwiderte der Freund und lächelte Basti aufmunternd an.

„Bald ist der Prüfungsstress vorbei und bis zur Lehre ist noch etwas Zeit.“ Basti unterbrach sich einen Moment und schien nach den richtigen Worten zu suchen. „Also ich meine, wir beide haben dann doch Zeit, oder?“

„Theoretisch schon“, meinte Thomas. Praktisch will ich so viel Zeit wie möglich mit Kevin verbringen, dachte er nebenbei. „Aber worauf willst Du hinaus?“

„Ich würde, wenn es soweit ist, gern etwas mit Dir besprechen“, sagte Basti.

„Warum erst dann? Sprich doch jetzt mit mir, jetzt habe ich definitiv Zeit“, argumentierte Thomas logisch.

„Nein, jetzt kann ich nicht“, wich Basti aus. „Es ist kompliziert… Es muss bis nach den Prüfungen warten“, schloss er.

Die Stirn runzelnd und mit einem schiefen Grinsen meinte Thomas: „Du weißt aber schon, dass das gemein ist; erst mit einer geheimnisvollen Information vor der Nase rumwedeln und dann sagen 'och, hab’s mir anders überlegt, sag ich jetzt nicht‘.“ Da Basti ein zerknirschtes Gesicht machte, sagte Thomas noch: „Und ich dachte, ich wäre der Umständliche von uns beiden.“

„Ja, ja, mach Dich nur über mich lustig.“

Thomas lächelte sein Gegenüber beschwichtigend an und legte seine Hand auf Bastis. „Ist schon gut. Aber, wenn Dich etwas beschäftigt, solltest Du nicht so lange warten. Ich bin Dein bester Freund.“ Und nach einem Moment ergänzte er nachdenklich: „Mir ist, als hätten wir so ein ähnliches Gespräch vor einiger Zeit schon einmal geführt.“

„Was meinst Du?“, fragte Basti.

„Ich weiß nicht genau“, stutzte Thomas. „Denkst Du manchmal, wir haben uns in kurzem Abstand stark verändert? Ich meine, worüber haben wir früher immer geredet? Wir haben doch immer so viel gelacht, wie vorhin, oder? Warum wirkst Du immer so nachdenklich in letzter Zeit? Nicht, dass ich von mir behaupten könnte, ich wäre so sorgenfrei wie früher.“

Basti sah Thomas intensiv an und überlegte einen Moment. Schließlich hob er leicht die Schultern und meinte: „Vielleicht werden wir einfach erwachsen.“

„Ja klar, Du und erwachsen“, tönte da auf einmal eine laute Stimme von der Seite.

Thomas zog seine Hand, welche noch immer auf Bastis Hand ruhte, ruckartig zurück und beide sprangen erschrocken auf. „Robin, was tust Du denn hier?“, wollte Thomas wissen.

Robin lachte kurz und sagte stichelnd: „Ich hab Euch zufällig entdeckt und dachte, ich sag mal hallo. Konnte ja nicht ahnen, dass hier einer dem anderen einen Antrag macht.“

Basti, der argwöhnisch Robins Aufmachung beäugte – er trug einen schicken Anzug und hielt in einen opulenten Strauß Rosen in den Händen – konterte schlagfertig: „Sagt der, der offenbar selbst große Pläne hat. Welchen von uns beiden willst Du denn verführen.“

„Ach, mach Dich nicht lächerlich, Zwerg“, entgegnete Robin gespielt verärgert, aber doch etwas verlegen. „Ich bin auf dem Weg zu Jenny.“ Er sah flüchtig zu Thomas und mutmaßte nebenbei: „Ich nehme mal an, Basti hat Dich schon auf den neuesten Stand gebracht?“

Thomas nickte und lächelte seinen Freund aufmunternd an. „Hast Du es eilig oder willst Du Dich noch ein bisschen zu uns setzen?“, fragte er und rutschte demonstrativ einen Platz weiter in Richtung Wand.

Robin nahm das Angebot gern an und berichtete den beiden, wie er vorhatte, seine Partnerin um Verzeihung zu bitten. Zusammen überlegten sie, wie er das am besten anstellen sollte. Es blieb allerdings nicht aus, dass Basti ihn immer wieder mit der Aktion aufzog, was Robin aber meist in gewohnter Weise zu kontern wusste.

Thomas freute sich, nach langer Zeit mal wieder das altbekannte Wechselspiel der Freunde erleben zu dürfen. Das hatten wir viel zu lange nicht mehr, dachte er ein wenig wehmütig.

„Meine Güte, Jungs, da hab ich ja doch richtig geschaut“, erklang nun auch noch eine vertraute, weibliche Stimme. „Rob, mein Lieber, Du siehst verdammt gut aus. Ich vermute, dass erhöht die Chancen, dass Jenny Dich nicht gleich tötet, wenn sie die Tür aufmacht“, neckte Franzi den gemeinsamen Freund, welcher daraufhin nur eine gequälte Grimasse zustande brachte.

Basti und Thomas sahen sich mit bedeutungsvollen Blicken an, bevor der Kleinere sagte: „Sagt mal Leute, verabredet oder so, waren wir jetzt aber nicht alle hier, oder?“

„Wieso“, fragte Franzi gutgelaunt, „Ist doch wie in alten Zeiten, was?“ Sie setzte sich auf den Platz, den Basti ihr höflicherweise frei machte und erklärte den drei Jungs, dass sie sich tatsächlich mit Dennis fürs Kino verabredet hatte. „Aber ich hab noch ein bisschen Zeit, und stellt Euch vor, da sitzen meine besten Freunde in unserem Lieblings-Cafe. Na, wenn das mal nicht ein glücklicher Zufall ist.“ Die vier Freunde lachten ausgelassen, dann wandte Franzi sich direkt an Basti. „Sag mal, wie geht es denn Paulchen?“ Nachdem Basti ihr bestätigte, dass Paul auf dem Weg der Besserung sei und sich schnell erholen würde, gab sie ein wenig gedankenverloren zu: „Ich war wirklich schockiert, als ich von Eurem Unfall erfahren habe. Und ehrlich gesagt, hätte ich gar nicht damit gerechnet, Dich heute schon wieder hier zu sehen – so… unbeschwert. Ich bewundere Dich.“

„Yep, alle bewundern mich und wollen so sein, wie ich. Das ist meine besondere Gabe“, erwiderte er verspielt, übertrieben betont und mit geschwollener Brust.

Die Freunde saßen noch eine Weile so beisammen und unterhielten sich, scheinbar befreit von allen Sorgen, bis Franzi als erste aufstand und sich verabschiedete, da sie sonst zu spät zu ihrem Date kommen würde. Robin tat es ihr einige Minuten später gleich und meinte, nun genügend Kraft gesammelt zu haben, um Jenny gegenüberzutreten. Basti und Thomas wünschten ihm von ganzem Herzen Glück und dann waren sie wieder allein, hatten beide aber ein seliges Strahlen im Gesicht.

„Franzi hatte recht“, eröffnete Thomas, „es war wirklich wie in alten Zeiten. Wir sollten das wieder öfter machen.“

Auch wenn Basti sofort zustimmend nickte, wussten beide tief in ihrem Innersten, dass die Zukunft wohl anders aussehen würde. Nach den Prüfungen und dem damit verbundenen, endgültigen Ende der Schulzeit, würden die Wege der Freunde höchstwahrscheinlich unterschiedliche Richtungen einschlagen und Treffen wie dieses, würden eine Ausnahme bilden. Basti schob die Gedanken beiseite, sah auf die Uhr und stellte erschrocken fest: „Du meine Güte, es ist gleich 18:00 Uhr.“

„Und?“, fragte Thomas.

„Ich bin noch verabredet“, sagte Basti und war bereits im Begriff, aufzustehen, „Im Casino am Busbahnhof.“

„Die Spielhölle meinst Du?“, erkundigte Thomas sich und zog die Stirn in Falten. „Was willst Du denn da? Das Loch ist doch verrufen.“

„Ich habe Justin zugesagt, ihn heute dort zu treffen.“ Basti hielt inne und sah Thomas an. „Kommst Du mit?“

„Ich weiß nicht“, meinte der unentschlossen.

Basti sah in gekonnt unschuldig an und lockte ihn mit den Worten: „Vielleicht willst Du mich ja beschützen.“

Das ist vermutlich gar nicht so weit hergeholt, wenn ich an die Umstände denke, überlegte Thomas. Schließlich seufzte er ergeben, stand auf und sagte: „Na, meinetwegen. Es wäre vermutlich nicht so klug, Dich blindlings und alleine in die nächste Katastrophe rennen zu lassen.“ Beim Verlassen des Cafes ergänzte er noch: „Ich hab ohnehin nix besseres vor.“ Auch wenn das nicht ganz die Wahrheit ist, ich würde eigentlich viel lieber gleich zu Kevin fahren, anstatt meine Zeit in dem Drecksloch zu verbringen. Aber ich kann Basti jetzt nicht allein lassen, schon gar nicht, wenn es schon wieder um diesen komischen Justin geht. Den schaue ich mir heute mal genauer an…


In der nächsten Episode:
Zwei Spiele, ein Streit, ein Gewinner, zwei Verlierer
---------------------------------------

Fortsetzung folgt… nächste Woche, wenn alles gut geht.

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: Wandel des Herzens

Beitragvon Zuri » 12 Nov 2017, 04:24

Wen greifen wir denn an? Hab ich was verpasst? Wurden wir wirklich in einer Klonfabrik auf Geonosis "produziert"? Ich weiß nicht, ob ich den Plänen Lord Sidious', die die Verwirklichung der Version Darth Banes darstellen, entsprungen sein will...

Gefühle sind also weder Kathys noch Justifars Ding... Aber wenn man sie bräuchte, wären sie anpassbar?

Justin "Justifar" Feutel hat geschrieben:„Lass uns doch mal was zusammen machen, was meinst Du? Nur Du und ich. [...]“

„Du meine Güte, es ist gleich 18:00 Uhr. [...] Ich bin noch verabredet [...] Im Casino am Busbahnhof. [...] Ich habe Justin zugesagt, ihn heute dort zu treffen. [...] Kommst Du mit?“

Ich glaube, ich muss nicht viel dazu sagen: Diese beiden Zitate sprechen für sich — explosives Material für das nächste Kapitel...

Thomas freute sich, nach langer Zeit mal wieder das altbekannte Wechselspiel der Freunde erleben zu dürfen. Das hatten wir viel zu lange nicht mehr, dachte er ein wenig wehmütig.
[...]
„[...] stellt Euch vor, da sitzen meine besten Freunde in unserem Lieblings-Cafe. Na, wenn das mal nicht ein glücklicher Zufall ist.“ Die vier Freunde lachten ausgelassen [...]
„Franzi hatte recht“, eröffnete Thomas, „es war wirklich wie in alten Zeiten. Wir sollten das wieder öfter machen.“

Ja, das ist (ich hoffe, ich kann da für alle sprechen) auch für uns (einen) Leser mal wieder eine schöne Szene, die an den Anfang der Geschichte zurückerinnert und die Freunde für einen Moment unbeschwert sein lässt, bis Justifar weiter mit seiner vorbereiteten Zerstörungswut fortfährt...

Das Photo hätten glaube ich schlimmere bekommen können. Ich glaube, Franzi geht da noch den Umständen entsprechend locker mit um, aber Rob hat sich da natürlich ein bisschen was geleistet...

Ich habe einen Kumpel, der mich an Basti erinnert. Da muss man schon bei einigen Szenen schmunzeln :D

In der nächsten Episode:
Zwei Spiele, ein Streit, ein Gewinner, zwei Verlierer

Ich glaube, ich muss nicht groß raten, um vorherzusagen, dass Justifar der Gewinner sein wird, oder?

Übrigens: Leg mal ein bisschen zu :P Iroc ist schon bei Seite 37, obwohl der gar nicht so aktiv ist...^^

Liebe Grüße,
Zuri
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Re: Wandel des Herzens

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