Tipps & Tricks zum Schreiben guter Geschichten

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Skystar
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Tipps & Tricks zum Schreiben guter Geschichten

Beitragvon Skystar » 08 Jan 2017, 11:08

    Tipps & Tricks zum Schreiben guter Geschichten

1) Einleitung
Hallo! Hier schreiben dir eine Reihe von boypoint-Autoren, die sich die letzten Monaten Gedanken darüber gemacht haben, wie andere User von ihren Erfahrungen beim Schreiben von Geschichten profitieren könnten. Wir erstellten eine “grobe” Zusammenfassung von Tipps und Tricks, die du selber gut bei deinen eigenen Geschichten anwenden könntest. Lies dir alles in Ruhe und der Reihe nach durch. Du kannst auch immer wieder auf diese Hilfe zurückgreifen, du musst dir also nicht gleich alles merken. Bedenke jedoch auch, dass manche Themen viel weiter gehen, als die Zusammenfassung zulässt. Würden wir dir alle Regeln aufzeigen, würde dies den Rahmen dieser ohnehin schon großen Zusammenfassung sprengen. Deshalb findest du hier die wichtigsten Punkte und wir hoffen sehr, dass dies dir und vielen anderen Usern eine gute Hilfestellung ist.

Bitte beachte folgende Farben in den jeweiligen Textpassagen:
GRÜN: Dieses Beispiel ist richtig und kann angewendet werden!
ROT: Dieses Beispiel ist falsch und sollte besser nicht angewendet werden!


A) Eine Idee
Es ist natürlich jedem selbst überlassen, wie er an eine Geschichte herangeht, wir können dir hier nur ein paar gutgemeinte Ratschläge geben. Ob du sie anwendest oder nicht, bleibt selbstverständlich dir überlassen.
Denk immer daran: Du bist der Autor und es ist deine Geschichte!

Du willst eine Geschichte schreiben? Nun dazu brauchst du als allererstes mal eine Idee. Dabei sollten zwei Punkte ganz besonders beachtet werden:

Punkt 1: Welche Art von Geschichte soll es sein?
    - Romantik
    - Drama
    - Science-Fiction
    - Schwarzer Humor
    - Fantasy
    - Krimi
    - etc.

Punkt 2: Welche Themen sollen in der Geschichte behandelt werden?
    - Homosexualität
    - Familie
    - Schule / Ausbildung / Beruf
    - Natur / Tiere
    - Medien (Internet, Kino, TV, etc,)
    - Politik
    - Sport (Fußball, Basketball, Hockey, etc.)
    - Internationales (USA, Japan, Afrika, etc.)
    - etc.

B) Erzählsituation
Nachdem man sich dazu entschlossen hat, in welche Richtung die Geschichte gehen soll, sollte man sich überlegen, wie man diese erzählen möchte. Es gibt da die klassische “Ich-Erzählsituation”, in der es einen Protagonisten gibt, aus dessen Sicht wir die Geschichte erleben. Seine Erlebnisse werden quasi durch seine Augen, seine Ohren und seine Gedanken und Erinnerungen übermittelt.
Es gibt aber auch die “Personale Erzählsituation”, in der das Geschehen einer beteiligten Person wiedergegeben wird. Der Erzähler vermittelt dem Leser quasi, was diese Person erlebt. Lasst mich Beides anhand von Beispielen aufführen:

    Beispiel 1:
    - “Ich-Erzählsituation”: Ich war klatschnass, als ich von der Schule nach Hause kam. Es schüttete aus Eimern und ich spürte jeden Tropfen, der bis zu meiner Unterhose vordrang.
    - “Personale Erzählsituation”: Martin war klatschnass, als er von der Schule nach Hause kam. Es schüttete aus Eimern und er spürte jeden Tropfen, der bis in seine Unterhose vordrang.

    Beispiel 2:
    - “Ich-Erzählsituation”: Ich fühlte mich, als hätte Kurt mir mein Herz herausgerissen, eben in jenem Moment, als ich dachte, wir könnten auf ewig glücklich miteinander werden.
    - “Personale Erzählsituation”: Martin fühlte sich, als hätte Kurt ihm sein Herz herausgerissen, eben in jenem Moment, als er dachte, sie könnten auf ewig glücklich miteinander werden.

C) Erzählweise
Wie will ich meine Geschichte erzählen? Soll es eine Art Bericht sein, als würde der Leser das Tagebuch des Protagonisten lesen? Die Geschichte kann aber auch überwiegend aus Dialogen bestehen, so dass der Erzählbericht eher in den Hintergrund rückt. Es gibt auch noch andere Optionen, die wir hier für euch aufgelistet haben. Selbstverständlich muss man sich nicht auf eine Erzählweise festlegen. Es lassen sich auch mehrere Erzählweisen in einer Geschichte verbinden.

    - Berichtendes Erzählen: Der Erzähler gibt das Geschehen in berichtender Form wieder. Das bedeutet, dass die Wiedergabe aus der Beobachtersituation heraus erfolgt. Es ist also nicht gemeint, dass die Wiedergabe besonders sachlich dargestellt wird.
    Beispiel: Ich fragte meinen besten Freund, ob er heute Abend schon etwas vorhabe und keine drei Sekunden später antwortete er mir, dass er heute ins Kino gehe.

    - Szenisches Erzählen: Im Mittelpunkt der Darstellung stehen Dialoge. Der Erzählbericht selbst steht im Hintergrund.
    Beispiel: “Hast du heute bereits was vor?”, fragte ich meinen besten Freund und er antwortete mir keine drei Sekunden später.
    “Ich denke, ich gehe heute Abend noch ins Kino.”


    - Innerer Monolog: Es werden Gedanken und Gefühle einer Person in der ersten Person Singular wiedergegeben.
    Beispiel: Ich fühlte mich so elendig, als hätte mir jemand das Herz herausgerissen. Da stand er nun, brach mir mein Herz und alles war ich noch fühlte, waren Kummer und Schmerz.

    - Erlebte Rede: Die Gedanken und Gefühle einer Person werden in der dritten Person Singular wiedergegeben.
    Beispiel: Tobias sah aus, als hätte ich ihm soeben das Herz herausgerissen. Regungslos stand er vor mir, ich fühlte mich schuldig, denn mir war klar, dass ich ihm Kummer und Schmerz zugefügt hatte.

D) Zeitgestaltung
Bei der Beurteilung der Zeitgestaltung werden zwei Aspekte berücksichtigt: Die Erzählzeit (Zeit, die etwa beim Vorlesen benötigt wird) sowie die erzählte Zeit (Zeit, die während der Handlung vergeht). Ausgehend davon gibt es drei grundlegende Zeiteinteilungen:

    - Zeitraffung: Dabei wird das Geschehen im Buch bzw. im jeweiligen Werk sehr kurz und knapp beschrieben, d.h. es finden zum Teil Sprünge über mehrere Jahre hinweg statt. Alternativ können auch einfache Ereignisse, beispielsweise ein Abendball, in ein bis zwei Sätzen abgehandelt werden, obwohl diese „in real“ einige Stunden dauern würden.

    - Zeitdeckung: Hier gilt: Die Zeit, die zum erzählen der jeweiligen Szene benötigt wird, entspricht etwa der Zeit, die zum vorlesen benötigt wird. Dauert das Vorlesen, beispielsweise einer Textstelle bei der eine junge Dame einen Kuchen bäckt, ähnlich lange wie die Zeit die real zum Backen eines Kuchens benötigt wird, so spricht man von einer Zeitdeckung. Ähnliche Szenen werden zum Beispiel oft von Zwischendialogen begleitet, indem die kochende junge Dame sich währenddessen noch mit ihrer Mutter oder Schwester unterhält.

    - Zeitdehnung: Bei der Zeitdehnung werden Handlungs- oder gar nur Bewegungsabläufe sehr detailliert und oft schon ermüdend ausführlich erzählt. Bei einem Badmintonaufschlag wird beispielsweise ein Bewegungsablauf, der in real unter einer Sekunde dauert, auf einer halben Seite beschrieben. Die zum (Vor-)lesen nötige Zeit ist damit deutlich größer als jene, die in der Erzählung verstreicht – es handelt sich damit um eine Zeitdehnung.


2) Beschreibungen
Da eine Geschichte aus Wörtern besteht und nicht aus Bildern, die man mit den Augen erfassen kann, ist es von enormer Bedeutung zu beschreiben, wo sich deine Geschichte abspielt, wer die Protagonisten (= Hauptdarsteller) oder auch die Antagonisten (= Hauptgegner) sind und wie es in deren Inneren aussieht, sprich die Gefühlsebene.

A) Charaktere
Jede Geschichte hat Charaktere, denn darum lesen wir Geschichten ja auch. Wir wollen ihre Abenteuer miterleben, in deren Welten eintauchen, fühlen was sie fühlen und uns eventuell sogar mit ihnen verbunden fühlen. Wichtig ist, der Schreiber muss dem Leser die Charaktere näher bringen. Dazu ein paar wichtige Informationen:

    1. Wie viele Charaktere sollen in der Geschichte vorkommen?
    2. Geht es um einen Hauptcharakter oder teilen sich mehrere Hauptcharaktere die Geschichte?
    3. Welche Nebencharaktere sollen vorkommen?
    4. Zur Charakterentwicklung sollten einige Stichpunkte angefertigt werden (Charaktereigenschaften), je mehr Eigenschaften, umso tiefgründiger und glaubwürdiger wird ein Charakter.
    5. Am besten fertigt man sich für jeden Charakter ein extra Blatt (oder eine extra Datei) mit einer Übersicht über die einzelnen Eigenschaften an, sortiert nach Herkunft und Umfeld (Geburtsdatum/-ort, Familie, Freunde, Feinde usw.),physischen Daten (Größe, Gewicht, Körperbau, Haare, Augen usw.), und persönlichen Attributen (Vorlieben, Abneigungen, persönliche Ansichten, Erfahrungen, Kenntnisse usw.).
    6. Eine sehr schöne Übersicht bzw. ein sehr gutes Beispiel (auch zum Download) dafür findet man auf http://www.schriftsteller-werden.de .
    7. Auch ist es sehr hilfreich, wenn man die Entwicklung des Charakters in kurzen Stichpunkten entwickelt und notiert.

B) Landschaft
Überlegt werden kann, ob man seine Geschichte in einer fiktiven Umgebung oder in einer real existierenden stattfinden lässt. Letzteres hat den Vorteil, dass man sich die Gegend einfach nur anschauen oder vor Augen vorführen muss, um sie gut beschreiben zu können. Wie unter C) Adjektive beschrieben, ist es für die Vorstellung des Lesers hilfreich und angenehm, wenn die Umgebung, in der die Handlung spielt, gut beschrieben wird. Ein Baum ist eben nicht immer einfach nur ein Baum, sondern er kann groß, klein, gerade so groß wie ein Haus sein, einen dicken Stamm, einen Haupt- und Nebenstamm, eine dicke, durchfurchte Rinde haben, eine ausladende Krone, weit verzweigtes Astwerk, saftgrüne Blätter, bunte, herbstliche Farbtöne, kahl etc.


C) Adjektive
Nicht nur Charaktere und Landschaften sollten mit gut gewählten Adjektiven versehen werden. Auch jeder andere Satz profitiert sehr gut von Adjektiven. Es macht eine Geschichte gleich sehr viel lebendiger, wie du anhand der Beispiele gleich selber feststellen wirst:

    Beispiel 1:
    - Ich kroch aus meinem Bett und zog mir Jeans und Shirt an.
    - Ich kroch müde aus meinem Bett und zog mir langsam Jeans und Shirt an.


    Beispiel 2:
    - Wir aßen die Suppe.
    - Wir aßen die zu heiß gewordene Suppe und verbrannten uns dabei.


    Beispiel 3:
    - Ich vergrub die Schatztruhe unter einem Baum.
    - Ich vergrub die mit Rubinen verzierte Schatztruhe unter einem hohen Baum, dessen Baumkrone reich an immergrünen Blättern war.


3) Rechtschreibung
Die Rechtschreibung ist das A und O, wenn man vorhat, eine Geschichte zu schreiben, deshalb wäre es von enormer Wichtigkeit, dass der Schreiber zumindest die Grundkenntnisse der Rechtschreibung beherrscht. Wir haben mal die wichtigsten Punkte zusammengetragen und euch hier aufgelistet:

A) Groß- und Kleinschrift
„wozu soll denn klein- und Großschrift gut sein, Beherrsche ich doch!“

Ein wichtiger Schritt, um eine gute Geschichte zu schreiben, ist es auf die Groß- und Kleinschreibung zu achten. Die Grundregel lautet, dass Nomen, Satzanfänge und Eigennamen mit großem Anfangsbuchstaben geschrieben werden. Schwierigkeiten können dadurch entstehen, dass nicht immer klar zu erkennen ist, ob ein Substantiv, ein Satzanfang oder ein Eigenname vorliegt. Im Wortinnern erscheinen Großbuchstaben in der Regel nur bei (fachsprachlichen) Abkürzungen, in Zusammensetzungen mit Bindestrich und bei durchgehender Großschreibung.

    Beispiele:
    - EDV (Elektronische Datenverarbeitung), H2O (Wasser)
    - BVerfG (Bundesverfassungsgericht)
    - Schiller-Theater, Fulltime-Job, U-Bahn, 8-Zylinder
    - NEUERÖFFNUNG, RÄUMUNGSVERKAUF
Die folgende Auflistung behandelt die Groß- und Kleinschreibung unter diesen Gesichtspunkten:

    - Nomen: Erde, Kindheit, Verständnis, Reichtum, Verwandtschaft, Aktion, Genie, Verantwortung, Rhythmus, Computer, Pizza, Make-up, Karaoke
    - Namen: Franziska, Thomas, Goethe, Beethoven, Müller-Lüdenscheid, Winnetou, Lassie, Berlin, Schweiz, Mosel, Großglockner
    - Zusammensetzungen und Aneinanderreihungen mit Bindestrich: Mehrzweck-Küchenmaschine, Schwimm-Meisterschaft, das Schaurig-Schöne, in den 90er-Jahren, Mund-zu-Mund-Beatmung
    - Tageszeiten nach Adverbien: vorgestern Nacht, gestern Abend, heute Morgen, übermorgen Vormittag, heute Nachmittag, morgen Mittag
    - Als Nomen gebrauchte Fürwörter: jemandem das Du anbieten, ein gewisser Jemand, Der Hund ist eine Sie

B) Satzzeichen
a) Punkt (.) und Komma (,)

>> Regel Nummer 1:
Der Punkt ist das neutrale Satzschlusszeichen. Er steht nach einem abgeschlossenen [auch mehrteiligen] Ganzsatz:

    Beispiele:
    - Es wird Frühling.
    - Wir freuen uns auf euren Besuch.
    - Wenn du willst, kannst du mitkommen.
    - Das geht nicht.

>> Regel Nummer 2:
Das Komma ist ein Gliederungszeichen. Innerhalb eines Ganzsatzes grenzt es bestimmte Wörter, Wortgruppen oder Teilsätze voneinander oder vom übrigen Text des Satzes ab. Werden solche Wörter, Wortgruppen oder Teilsätze von zwei Kommas eingeschlossen, weil sie in den übergeordneten Text eingeschoben sind, so spricht man auch vom „paarigen" Gebrauch des Kommas. Die folgende Darstellung behandelt die Kommasetzung unter diesen Gesichtspunkten:

    Beispiele:
    - Bei Aufzählungen (Feuer, Wasser, Luft und Erde. / Sie wirkte ruhig, gelassen, entspannt.)
    - Bei nachgestellten Zusätzen (Das ist Michael, mein Bruder. / Sie liest viel, vor allem Krimis.)
    - Bei Datums-, Wohnungs-, Literaturangaben (Sie kommt Mittwoch, den 13. März. / Herr Meier aus Bonn, Lindenstraße 12[,] hat zwei Freikarten gewonnen. / Ich zitiere aus dem Brockhaus, 21. Auflage, Band 14.)
    - Bei Bindewörtern (Wir waren arm, aber gesund.)
    - Bei Teilsätzen (selbstständigen Teilsätzen und Nebensätzen) (Hier stehe ich, ich kann nicht anders. / Nimm das Geld[,] oder lass es bleiben. / Ich freue mich, dass du wieder gesund bist.)
    - Bei mehrteiligen Nebensatzeinleitungen (Angenommen[,] dass morgen gutes Wetter ist ...)
    - Bei Hervorhebungen, Ausrufen, Anreden (Deine Mutter, die habe ich gut gekannt. / Ach, das ist aber schade. / Harry, fahr bitte den Wagen vor.)

b) Ausrufezeichen (!) & Fragezeichen (?)

>> Regel Nummer 1:
Das Ausrufezeichen verleiht dem Vorangehenden einen besonderen Nachdruck:

    Beispiele:
    - Guten Tag!
    - Prosit Neujahr!
    - Welch ein Glück!
    - Ruhe!
    - Verlassen Sie den Raum, wenn Sie sich nicht anständig benehmen können!

>> Regel Nummer 2:
Ein Ausrufezeichen steht auch bei Ausrufesätzen, die die Form einer Frage haben:

    Beispiele:
    - Wie lange soll ich denn noch warten!
    - Ist denn das zu fassen!

>> Regel Nummer 3:
Das Fragezeichen kennzeichnet einen Satz als Frage:

    Beispiele:
    - Wo wohnst du? Wie heißt du?
    - Was gibt es zu essen? Wann? Warum?
    - „Weshalb darf ich das denn nicht?", fragte sie.
    - Kommt er bald nach Hause?
    - Sie heißen auch Meier?

>> Regel Nummer 4:
Gelegentlich werden ein Fragezeichen und ein Ausrufezeichen gesetzt, um einen Fragesatz gleichzeitig als Ausrufesatz zu kennzeichnen:

    Beispiel:
    - Was fällt dir denn ein?!

>> Regel Nummer 5:
Bei untergeordneten Teilsätzen richtet sich das Schlusszeichen nach dem übergeordneten Teilsatz.

    Beispiele:
    - Sie fragte, wann sie kommen solle.
    - Sag mir sofort, woher du das Geld hast!
    - Weiß man schon, wer gewonnen hat?

c) Doppelpunkt (:)

>> Regel Nummer 1:
Der Doppelpunkt steht vor angekündigten wörtlich wiedergegebenen Äußerungen, Gedanken oder Textstellen:

    Beispiele:
    - Friedrich der Große sagte: „Ich bin der erste Diener meines Staates."
    - Eva dachte: „Nur das nicht!"
    - Im Vertrag heißt es: „Mündliche Nebenabreden sind nicht getroffen."

>> Regel Nummer 2:
Der Doppelpunkt steht vor Sätzen, die das vorher Gesagte zusammenfassen oder eine Schlussfolgerung daraus ziehen

    Beispiele:
    - Der Wald, die Felder, der See: All das gehörte früher einem einzigen Mann.
    - Du arbeitest bis spät in die Nacht, rauchst eine Zigarette nach der anderen, gehst kaum noch an die frische Luft: Du machst dich kaputt, mein Lieber!

d) Anführungszeichen (“)

>> Regel Nummer 1:
Anführungszeichen stehen vor und hinter wörtlich wiedergegebenen Äußerungen und Gedanken (direkter Rede):

    Beispiele:
    - Sie sagte: Hier gefällt es mir.
    - Wenn doch nur alles vorüber wäre, dachte Petra.
    - Er brüllte: Bleib sofort stehen!
Wird eine angeführte direkte Rede oder ein Zitat unterbrochen, so setzt man die einzelnen Teile in Anführungszeichen:

    Beispiele:
    - Wir sollten nach Hause gehen, meinte sie. Hier ist jede Diskussion zwecklos.
    - Der Mensch, so heißt es in diesem Buch, ist ein Gemeinschaftswesen.

>> Regel Nummer 2:
Anführungszeichen können vor und hinter Wörtern oder Textpassagen stehen, die hervorgehoben werden sollen. Dazu gehören Wörter oder Wortgruppen (z.B. Sprichwörter, Äußerungen), über die man eine Aussagen machen will:

    Beispiele:
    - In dem Wort Triathlon steckt das griechische tri- (drei).
    - Das Sprichwort Geteiltes Leid ist halbes Leid tröstet nicht immer.
    - Mit einem lauten Mir reichts! verließ sie den Raum.
Auch bei Ironie benutzt man gerne Anführungszeichen, um bestimmte Wörter hervorzuheben:

    Beispiele:
    - Sie hat nur die Silbermedaille gewonnen.
    - Dieser treue Freund verriet ihn als Erster.
Auch zitierte Überschriften, Werktitel (z. B. von Büchern, Filmen, Musikstücken), Namen von Zeitungen und Ähnliches kann man in Anführungszeichen setzen, um sie besser erkennbar zu machen:

    Beispiele:
    - Das Parfum ist ein Roman von Patrick Süskind.
    - Das Zitat stammt aus dem Film Casablanca.

>> Regel Nummer 3:
Eine Anführung innerhalb einer Anführung wird durch halbe Anführungszeichen gekennzeichnet:

    Beispiele:
    - Sie schreibt in ihrem Brief: Ich kann Ihnen nur empfehlen, sich den Besuch der alten Dame in der Neuinszenierung anzusehen.
    - Mit wie vielen h schreibt man Rhythmus?, wollte er wissen.
    - Die Sendung heißt Akte X‘“, sagte sie.

C) Welches Wort denn nun?
Kennst du das Gefühl, wenn du einen Text verfasst und dich plötzlich fragst, WIE du ein bestimmtes Wort nun eigentlich schreiben musst? Uns geht das ganz oft so, unter anderem bei dem nächsten Punkt…

a) das oder dass
Es gibt ein paar einfache Regeln, mit denen du entscheiden kannst, ob du „das“ oder „dass“ benutzen musst. Diese stellen wir dir hier vor:

>> Regel Nummer 1:
Es ist eigentlich ganz einfach: „das“ lässt sich im Gedanken immer durch dieses, welches oder jenes ersetzen, ohne dass der Satz seinen Sinn verliert.

    Beispiele:
    - Das Kind ist glücklich.
    - Dieses Kind ist glücklich.
Wenn das nicht funktioniert, verwendet man „dass“:

    Beispiele:
    - Ich weiß, dass sie schwimmen kann.
    - Ich weiß, dieses sie schwimmen kann.
    - Ich weiß, jenes sie schwimmen kann.
    - Ich weiß, welches sie schwimmen kann.

>> Regel Nummer 2:
Es gibt keine Regel, die besagt, dass nach einem Komma immer „dass“ steht!

    Beispiele:
    - Ich fülle das Wasserglas, das halb leer ist.
    - Ich fülle das Wasserglas, welches halb leer ist.

b) seit oder seid
Der Unterschied zwischen „seit“ und „seid“ ist eigentlich soooo einfach, doch er ist einer der meist gemachten Fehler neben „dass“ und „das“.

Grundsätzlich kann man sagen, dass das Wort „seit“ nur bei Zeitangaben verwendet wird:

    Beispiel 1:
    - „Seit meinem 18. Lebensjahr darf ich endlich Wodka im Supermarkt kaufen.“

    Beispiel 2:
    - „Seit 14 Tagen liege ich im Krankenhaus, da mich ein Auto angefahren hat.“
Das Wort „seid“ hingegen verwendest du, wenn du dieses als Verb oder zum Beschreiben einer Sache benutzen möchtest:

    Beispiel 1:
    - „Seid ihr total wahnsinnig geworden?“

    Beispiel 2:
    - „Ihr seid echt die besten Musiker der Welt!“

c) Tod oder tot
Leider gibt es auch bei diesem unschönen Thema einen wichtigen Unterschied. Tod mit d ist ein Nomen, während tot mit t als Adjektiv fungiert. Lasst uns euch das anhand zweier Beispiele zeigen:

    Beispiele:
    - „Der Tod ist ein Bestandteil unseres Lebens.“
    - „Herr X ist leider tot.“


4) Formatierung
Ein sehr wichtiger Bestandteil einer guten Story ist „die Optik“, also die Textformatierung. Generell gilt, pro Redner/Sprecher ein Absatz:

    Richtig:
    Die Frau, welche am Schalter stand, beäugte den Jungen missbilligend. Harsch fuhr sie ihn an: „Könntest Du mir nun endlich sagen, was genau Du willst, Junge?“
    Der Kleine, schon beim Anblick der strengen Frau eingeschüchtert, erwiderte zögerlich: „Ach, ich denke, ich habe es mir noch einmal anders überlegt.“


    Falsch:
    Die Frau, welche am Schalter stand, beäugte den Jungen missbilligend. Harsch fuhr sie ihn an: „Könntest Du mir nun endlich sagen, was genau Du willst, Junge?“ Der Kleine, schon beim Anblick der strengen Frau eingeschüchtert, erwiderte zögerlich:„Ach, ich denke, ich habe es mir noch einmal anders überlegt.“


5) Wortwahl
Achte bei deinen Geschichten auch immer auf eine gute und abwechslungsreiche Wortwahl. Nimmt man immer von denselben Wörtern Gebrauch, kommt bei so manchem Leser schnell Langeweile auf. Ein Leser muss denken: „Wow, der Autor ist schreibgewandt und schreibt originell.“
Es gibt unzählige Wörter in den verschiedensten Sprachen auf dieser Welt. Wir widmen uns natürlich meistens nur der deutschen Sprache, aber auch die kann bereits sehr vielseitig sein, wie du gleich sehen wirst:

A) sagen
Ein Wort und doch so viele Möglichkeiten. Gerade bei Dialogen wird das Wort „sagen“ unglaublich oft benutzt. Dabei lässt sich dieses Wort so leicht variieren. Nutzt man die Vielfalt, weiß der Leser auch, dass der Autor über einen sehr großen Sprachgebrauch besitzt. Hier ein paar Beispiele für dich:

    Beispiel 1:
    - „Ich habe dir doch gesagt, wie du den Computer bedienen musst.“
    - „Ich habe dir doch erklärt, wie du den Computer bedienen musst.“


    Beispiel 2:
    - „Hört auf im Haus herum zu rennen!“, sagte ich laut.“
    - „Hört auf im Haus herum zu rennen!“, brüllte ich.“


    Beispiel 3:
    - „Ich will aber nicht nach Berlin ziehen!“, sagte ich missgelaunt.
    - „Ich will aber nicht nach Berlin ziehen!“, protestierte ich missgelaunt.

B) gehen
Auch das Wort „gehen“ kann man sehr oft durch andere Wörter austauschen. Auch hier haben wir für dich ein paar Beispiele aufgeführt:

    Beispiel 1:
    - „Ich gehe aus dem Haus und geh die Straße entlang.
    - „Ich verlasse das Haus und schlendere die Straße entlang.


    Beispiel 2:
    - „Er ging durch den Park und kam dabei ordentlich ins Schwitzen.“
    - „Er joggte durch den Park und kam dabei ordentlich ins Schwitzen.“


    Beispiel 3:
    - „Ich ging durch die Küche und versuchte dabei kein Geräusch zu machen.“
    - „Ich schlich durch die Küche und versuchte dabei kein Geräusch zu machen.“
Neben „sagen“ und „gehen“ lassen sich auch viele andere Wörter wie “machen”, „während“ oder „aber“ durch viele andere Wörter ersetzen. Entweder fallen dir dazu selber noch andere Wörter ein, oder du benutzt die folgende Website, die auch uns schon öfters auf die Sprünge half: http://ein.anderes-wort.de/


C) Ein Wort - zwei Bedeutungen
Der Matrose kommt zum Kapitän und sagt: „Wir haben einen blinden Passagier an Bord.“ Kapitän: „Werft ihn ins Meer!“ Matrose: „Erledigt. Und was sollen wir jetzt mit dem Blindenhund machen?“

Es gibt Wörter im Deutschen (aber auch in anderen Sprachen), die haben meist mehr als nur eine Bedeutung. Das ist soweit nicht schlimm, manchmal entstehen daraus sogar die lustigsten Momente. Es wird nur dann schlimm, wenn der Leser keine Ahnung mehr davon hat, was mit dem Wort jetzt eigentlich gemeint ist.

    Beispiel:
    - Ich joggte durch den Wald, als ich einem Boxer begegnete.
Ganz sicher denkt jetzt jeder an einen Sportler, dass wir damit aber eventuell auch die Hunderasse gemeint haben könnten, daran denken wohl die wenigsten, oder? Solche Irrtümer lassen sich natürlich ganz leicht vermeiden:
Möglichkeit 1: Den Satz so schreiben bzw. ausschmücken, dass bei dem Wort keine Verwechslungsgefahr besteht. Beispiel: Ich joggte durch den Wald, als ich einem Boxer begegnete, der auf allen vier Pfoten ein Kätzchen nachjagte und dabei laut bellte.
Möglichkeit 2: Das Wort durch ein anderes Wort austauschen. Im Falle von Boxer zum Beispiel zu dem Wort „Labrador“ oder auch einfach nur „Hund“.
Möglichkeit 3: Das Wort ganz weglassen und den Hund durch ein anderes Tier, wie ein Eichhörnchen, ersetzen, oder den Satz so umschreiben, dass der Jogger einfach niemanden begegnet, fertig.

Es gibt natürlich auch noch so viele andere Wörter, die mehr als nur eine Bedeutung haben. Ein paar listen wir dir hier gerne noch auf:

    - Ball: zum Spielen oder Tanzveranstaltung
    - Bank: zum Sitzen oder Geldinstitut
    - Birne: Obst oder Glühbirne
    - Drache: Ungeheuer oder Papierdrache
    - Eis: gefrorenes Wasser oder Eis zum Schlecken
    - Mutter: die Mama oder das Schraubenteil
    - Ring: Fingerring oder Boxring
    - Strom: Fluss oder elektr. Strom
    - Ton: der Laut oder Lehm zum Töpfern
    - Wanze: das Abhörgerät oder das Insekt
Eine größere Übersicht über Wörter mit mehr als nur einer Bedeutung findest du auch auf folgender Website: http://www.deutschunddeutlich.de/contentLD/GD/GDiv19lDoppelbed.pdf



6) Spannung aufbauen
Der Leser möchte in der Regel bei Laune gehalten werden und sich beim Lesen danach fühlen, als dürfte er das Buch nicht zur Seite legen, weil er sonst was verpassen könnte. Der Leser muss so in die Geschichte vertieft sein, dass komme was wolle, er weiterlesen möchte und dafür gibt es mehrere Wege, um dies zu bewerkstelligen. Wir haben an dieser Stelle einfach mal alle Tipps zusammengetragen, die uns eingefallen sind, um Spannung zu erzeugen:

    1. Identifikation: Je mehr sich dein Leser mit den Charakteren identifiziert, desto mehr wird er Spannung in den entsprechenden Situationen empfinden.
    2. Sinneseindrücke: Unsere Sinne geben uns Aufschluss über die Umgebung, wenn du alle deine Sinne benutzt, wirst du den Leser viel eher ansprechen und tiefer in die Situation ziehen.
    3. Unsicherheit: Gib deinem Charakter Unsicherheit, lass ihn wanken, mach ihn menschlich, damit sich der Leser in ihn einfühlen kann.
    4. Gedanken: Gedanken geben Aufschluss über das Seelenleben von Charakteren, die Spannung ändert sich, je nachdem in welchen Charakter man so Einblick erhält.
    5. Handlungsstränge: Verschiedene Handlungsstränge, die auf ein spannendes Ereignis zusteuern.
    6. Dialoge: Konflikt und Konfrontation im echten Leben werden meistens über die Sprache ausgetauscht. Ein geschickter Schlagabtausch birgt Spannung.
    7. Innerer Konflikt: Lass deine Charaktere mit sich selbst im Kampf liegen.
    8. Provokant: Sei provokant, lass Thesen und Situationen aufkommen, mit denen dein Leser nicht einverstanden ist, du kannst sie später immer noch widerlegen.
    9. Äußerer Konflikt: Lass deinen Charakter mit anderen Charakteren in Konflikt geraten.
    10. Konfrontation: Konfrontiere deine Charaktere mit Situationen, die sie nicht mögen oder sogar fürchten.
    11. Herausforderungen: Stell deine Charaktere vor scheinbar unlösbare Aufgaben.
    12. Cliffhanger: Ändere an einer spannenden Stelle den Ort oder die Sichtweise.
    13. Rätsel: Versorge deinen Leser mit kleinen Rätseln, die er versucht vor dem Protagonisten zu lösen.
    14. Fragen: Lass Fragen aufkommen, die dein Leser gerne beantwortet hätte.
    15. Mehr Fragen: Wirf neue Fragen auf, bevor du Alte beantwortest.
    16. Antworten = Fragen: Jede Antwort sollte ein paar neue Fragen mit sich bringen.
    17. Geheimnisse: Enthalte deinem Leser etwas vor und mach ihm klar, dass er einen Teil noch nicht kennt.
    18. Wissensvorsprung: Gib deinem Leser einen kleinen Wissensvorsprung, so dass er gespannt auf etwas wartet, von dem der Protagonist noch nichts ahnt.
    19. Umwege: Lass eine Frage aufkommen und dann schweife ab, bevor du zu ihrer Antwort zurückkehrst.
    20. Andeutungen: Hinweise auf Dinge, die vielleicht noch passieren können, bieten dir eine breite Palette um Spannung zu erzeugen.
    21. Theorien: Gib dem Leser „Hinweise“, die ihn dazu bringen immer wieder Theorien aufzustellen, die du dann weiter untermauern oder wieder verwerfen kannst.
    22. Widersprüche: Gib deinem Leser Widersprüche, an denen er knabbern kann, solche können auch sehr gut als „Hinweise“ dienen.
    23. Erwartung: Erzeuge in deinem Leser Erwartungen. Lässt sich besonders gut mit „Umwegen“, „Trennung“, „Überraschung“ oder „Faszination“ verbinden.
    24. Gut vs Böse: Lass sehr lange offen wer „gut“ und wer „böse“ ist, so gibst du deinem Leser Gelegenheit für beide Parteien mitzufiebern.
    25. Überraschung: Lass Dinge geschehen, die er gerade nicht erwartet hat.
    26. Trennung: Durch räumliche oder emotionale Trennung von zwei Personen kann Spannung aufgebaut werden, für den Punkt, an dem sie sich (vielleicht) wieder begegnen.
    27. Neugier wecken: Auch Orte, Gegenstände und Personen können Neugier und Spannung wecken, wenn der Leser sie noch nicht kennt, aber gerne kennenlernen würde.
    28. Faszination: Macht, Geld, Wissen sind Dinge, die den Menschen schon faszinieren, seit es ihn gibt, arbeite mit dieser Faszination.
    29. Gefahr: Jede Art von Gefahr ist dazu geeignet, Spannung zu erzeugen.
    30. Ungewöhnliches: Es sind die ungewöhnlichen und nicht die alltäglichen Dinge, die deinen Leser interessieren.
    31. Details: Pikante Details können – in der richtigen Situation erwähnt – schnell Spannung erzeugen.
    32. Mystisches: Lass mystische Dinge geschehen. Das funktioniert in jedem Genre, wenn du am Ende eine rationale Erklärung lieferst.
    33. Fehler: Lass deinen Charakter Fehler machen, gerne auch Offensichtliche, damit dein Leser mitfiebern kann.
Alles in dein Hirn gespeichert? Wohl kaum, aber du kannst jederzeit auf diese Tipps zurückgreifen. Selbst wir können uns nicht alles merken. Punkt 33 kann übrigens auch auf den Autor bezogen werden, denn auch der Autor macht gerne mal einen Fehler. Nobody is Perfect!



7) Korrekturlesen
Wichtig, ganz am Ende immer, bevor du dein Exemplar den Lesern präsentierst, lies es dir noch einmal sorgfältig durch! Manchmal findet man noch den ein oder anderen Fehler. Jeder Autor ärgert sich immer selbst, wenn hinterher Fehler im Text entdeckt worden sind, die eigentlich zu vermeiden gewesen wären. Wir möchten keinem von etwas abraten, aber Korrekturlesen kurz nachdem der Text verfasst wurde, ist in unseren Augen sinnlos. Deine Augen sind durch das viele Schreiben geschwächt, so dass sie mögliche Fehler übersehen würden. Lies deinen Text erst dann noch einmal durch, nachdem mehrere Stunden oder sogar ein Tag vergangen sind. Eine zusätzliche Möglichkeit wäre es, jemand anderem den Text zum Korrekturlesen zu überreichen. Manchmal sehen vier Augen mehr als zwei!

Die meisten Systeme haben ja ohnehin schon eine Rechtschreibkorrektur, wenn du also ein Wort falsch schreibst, dann wird es meistens bereits rot unterzeichnet. Doch Vorsicht: Es kann sein, dass dieses System das Wort einfach nur nicht kennt, es muss nicht zwangsläufig falsch sein! Zumal die Rechtschreibung auch immer wieder verändert wird. Es kommt also auch darauf an, aus welchem Jahr das System ist, auf dem du deinen Text verfasst.
Manchmal benutzen wir auch folgende Seite, um einzelne Sätze zu überprüfen, die in unseren Augen keinen rechten Sinn ergeben, ohne zu erkennen, was denn der Fehler sein könnte: http://www.duden.de/rechtschreibpruefung-online

Wie immer du es auch machst, überstürze nichts, du hast Zeit. Auf einen Tag mehr kommt es letzten Endes auch nicht an. Vergiss nicht: Qualität vor Quantität!



8) Sonstige Tipps

A) Gedichte
Du willst in deiner Geschichte ein Gedicht unterbringen, oder auch so einfach mal ein Gedicht verfassen, dann können wir dich schon mal guten Gewissens auf diese Seite verweisen: http://www.reimemaschine.de/
Auf der Seite findest du viele Wörter, die sich gut auf ein Wort reimen lassen. Ein Gedicht zu schreiben heißt jedoch nicht nur ein paar Wörter zu Reimen zusammen zu basteln, sondern Bilder zu produzieren, die die Gefühle der Leser ansprechen. Ein gutes Gedicht zu lesen ist ein Genuss, denn es kann einen in eine andere Welt entführen. Es kann geheimnisvoll, erschreckend, fantastisch, schwärmerisch oder einfach nur lustig sein - die Hauptsache ist, dass es berührt! Wenn du noch keinen blassen Schimmer hast, wie du anfangen sollst, schau dir die folgenden Tipps an, die wir für dich zusammengestellt habe.

    - Gibt es eine bestimmte Person, für die das Gedicht sein soll?
    - Möchtest du dein Gedicht zu einem bestimmten Anlass schreiben?
    - Welches Thema soll dein Gedicht haben?
    - Welche Gefühle und Stimmungen willst du damit ausdrücken und welche bei der Leserin hervorrufen?
    - Soll es sich reimen oder nicht?
Der letzte Tipp heißt: Sei du selbst! Schreibe über ein Thema, dass ganz tief aus dir selbst kommt. Benutze deine Worte, deine Gefühle! Das bedeutet nicht unbedingt, dass es zutiefst tragisch sein muss, was du schreibst, sondern einfach nur ehrlich. Trau dich ruhig auch mit deinen Zeilen anzuecken; du brauchst nicht allen zu gefallen. Wenn du das versuchst zu beherzigen, kannst du deine Leser mitreißen, sie zum Weinen oder zum Lachen bringen oder sie einfach ein paar Minuten in deine Welt mitnehmen. Viel Spaß beim Dichten!


B) Recherche
Je nachdem, über was man schreiben möchte, ist es sehr empfehlenswert, Recherchen über das Thema anzustellen, um das es geht. Möchte man bspw. eine Geschichte schreiben, in der Pferdesport eine Rolle spielt, sollte man sich erst einmal über die Möglichkeiten, Abläufe und üblicherweise verwendeten Begriffe informieren. Viele Informationen lassen sich heute ganz leicht im Internet finden. Eine riesige und nahezu von allen bekannte Datenquelle ist dabei Wikipedia: https://www.wikipedia.de/


C) Stichpunktartige weitere Tipps
    1. Werde dir im Vorfeld über den Kern deiner Geschichte klar
    2. Erzähl nicht erst eine lange Vorgeschichte
    3. Beschreibe nicht um des Beschreibens willen
    4. Lass die Dinge weg, die deine Geschichte nicht voranbringen
    5. Vermeide wenn möglich Alliterationen (sprich wenn Wörter mit demselben Buchstaben anfangen)
    6. Verzichte auf sinnlose Vorsilben (wie “be-”, “ent-” oder “her-”)
    7. Vergleiche sind genauso schlimm wie Klischees
    8. Sei mehr oder wenig spezifisch (so, dass es für jemanden oder etwas charakteristisch und typisch ist und eine Art kennzeichnet)
    9. Schreiber/Autoren sollten nie generalisieren (=verallgemeinern)
    10. Sei einheitlich und konsistent (=beständig, stabil)
    11. Benutze nicht mehr Wörter als notwendig, es ist äußerst unnötig
    12. „Man oh man“: Sag, wer gemeint ist
    13. Wer braucht rhetorische Fragen?
    14. Fachsprachen und Denglisch richtig dosieren
    15. Übertreibungen sind sehr viel schlimmer als Untertreibungen
    16. Einfach statt doppelt gemoppelt
    17. Vermeide Beleidigungen die unter die Gürtellinie gehen
    18. Lass deine fertige Geschichte ein paar Tage reifen...


D) Hilfreiche Websites
Womit wir auch zu letzten Punkt kommen. An dieser Stelle möchten wir euch noch Websites auflisten, die ich beim Schreiben einer Geschichte hilfreich sein könnten. Neben den bereits genannten Websites, findet ihr darunter auch noch ganz andere. Klickt euch einfach mal durch:



Das war´s! Wir hoffen, euch mit dieser Zusammenfassung weitergeholfen zu haben.
Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr euch natürlich jederzeit an uns wenden. In diesem Sinne, bis bald, eure boypoint-Autoren:

Skystar, SammyBlue & ArokhsSohn !
Mein Geschichten-Forum: http://www.skystar-stories.de/ :flag:

Tipps & Tricks zum Schreiben guter Geschichten

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