Schwarzer Schmetterling

Platz für eure Beziehungsstories - fact and fiction
Gay Stories - keine Sexstories!
Benutzeravatar
Matti
new-boy
new-boy
Beiträge: 29
Registriert: 13 Aug 2018, 19:17

Re: Schwarzer Schmetterling

Beitragvon Matti » 12 Jun 2019, 21:30

:oops: na das wird doch :flag: freu mich riesig auf die nächsten Folgen

Re: Schwarzer Schmetterling

Werbung
 

walnuss
Einmalposter
Beiträge: 8
Registriert: 22 Mai 2019, 21:58

Re: Schwarzer Schmetterling

Beitragvon walnuss » 12 Jun 2019, 22:32

Ist echt extrem mitreißend die geschichte.. danke fürs posten :)

Benutzeravatar
Quianye
Greenhorn
Greenhorn
Beiträge: 91
Registriert: 22 Feb 2019, 07:33
Wohnort: Nähe Bamberg
Kontaktdaten:

Re: Schwarzer Schmetterling

Beitragvon Quianye » 15 Jun 2019, 01:33

34. Lauf

„…wir sind ein Gemisch zur Sensation prädestiniert, eine magische Verbindung und ein Teufelselexir…“ Ich stand auf und ging zu meinem Schrank. Ich nahm mir frische Klamotten und ging ins Bad. Nicht das ich mich geschämt hatte mich vor Patrick umzuziehen, Nur wollte ich mir auch ein Bild von Zustand meines Körpers machen. Auch wenn ich es mir nicht anmerken lassen wollte, durchfuhr mich doch noch bei jeder ach so kleinen Bewegung ein stechender Schmerz. Langsam zog ich mir Hose und Unterhose runter und betrachte mich im Bodentiefen Spiegel. Beide Beine waren mit tiefen Kratzern und Rissen versehen, Die Knie waren aufgeschürft. An meinem Bauch war ebenfalls ein länger Schnitt der fast bis hinauf an meine Brust reichte. Hinzu kamen etliche blaue Flecken, mache schon dunkel violett und etwas älter, andere noch ganz frisch. Am auffälligsten war ein mehr als faustgroßes Hämatom an meinem rechten seitlich Oberschenkel welcher mir bei jedem Schritt von seiner Existenz berichtete. Gepaart mit der langsam heilenden Verletzung im Gesucht und meinem gescheiterten Suizidversuch gab Ich im allgemeinen ein ganz schön trauriges Bild ab. Ich seufzte auf. Mit viel Wasser und noch mehr Desinfektionsmittel begann ich meine Wunden zu reinigen. Dann zog ich mich an und ging wieder zu Patrick.

Als ich das Zimmer betrat, staunte ich erst mal nicht schlecht. Er war wieder eingeschlafen. Zufrieden betrachtete ich ihn wie er so friedlich da lag. Seine Brust hob und senkte sich langsam und gleichmäßig. Aus seinem Mund kam ein leises Schnarchen. Er wirkte so niedlich, So zerbrechlich wie er so da lag. Ich brachte es nicht übers Herz ihn jetzt zu wecken. Deshalb beschloss ich, In die Küche zu gehen und uns eine Kleinigkeit zu Essen zu besorgen. Auf dem Weg nach unten vernahm ich immer noch die Sägegeräusche meines Stiefvaters die, im Gegensatz zu Patrick, so überhaupt keine Spur Niedlichkeit in sich trugen. Leise durchforstete ich den Kühlschrank nach etwas Essbarem. Doch bis auf ein paar Stücke Obst blieb meine Suche erfolglos. Mit zwei Äpfeln in der Hand bewegte ich m8ch zurück ins Zimmer und wartete darauf, dass Patrick wieder wach würde.

„Wäre er doch nur ein Mädchen“, dachte ich mir als ich den schlafenden Jungen aus meinen Stuhl heraus beobachtete, „vieles würde so viel einfacher sein.“ Wieder kamen diese Gedanken in mir hoch. Ich konnte sie nicht wirklich verstehn. War ich den tatsächlich auf einmal in einen Jungen verliebt? Aber das war nahezu unmöglich. Seit ich denken kann, war ich immer nur an Mädchen interessiert. Mir wurde aber auch immer mehr bewusst, dass zwischen uns irgend etwas passiert war. Vielleicht war es ja normal so zu empfinden, wenn man so etwas einschneidendes zusammen durch macht. Vielleicht war es nur so eine Art tiefe Verbundenheit die durch die ganzen Ereignisse nur immer mehr verstärkt wurde. Ich konnte mir nicht wirklich einen Reim darauf machen. Als ich so in meinen Gedanken versunken Löcher in die Luft starrte, wachte Patrick wieder auf.

„Sorry, Ich bin wohl kurz eingeschlafen“, sagte er und rieb sich die Augen.
„Macht nix,“ sprach ich und warf ihm den übrigen Apfel hin, „für ein Katerfrühstück hat’s leider nicht gereicht. Aber wenigstens etwas.“
„Danke“, antwortete er knapp und biss genüsslich hinein. Während er so kaute, kramte er sein Handy aus der Hosentasche hervor. Mit einem mal verschluckte er sich und begann zu husten.
„Guck, meine Mim bringt mich um“, brach es mit einem mal aus ihm heraus.
„Was denn los? Sooo schlimm wird es schon nicht sein“, versuchte ich ihn zu beruhigen. Sein Gesicht spiegelte deutlich seine Panik wieder.
„Wie klingen für dich Dreißig verpasste Anrufe und noch mal genau so viele wütende Nachrichten?“
„Dann tut es mir leid, dass deine Henkersmahlzeit so sperrlich ausgefallen ist“, scherzte ich. Doch anstatt seine Anspannung zu lockern, fing ich mir einen vielsagenden Blick ein.
„Tschuldigung“, warf ich schuldbewusst sofort hinterher.
„Die macht mir schon die ganze Zeit die Hölle heiß wegen der Beurlaubung. Jetzt wird sie mich sicher für den Rest meines Lebens in meinem Zimmer anketten.“ Patrick wurde langsam richtig panisch. Mein kleiner Scherz Tat mir immer mehr leid.

„Was hast du ihr eigentlich wegen der Beurlaubung gesagt? Weiß sie von dem Bild?“, fragte ich schließlich.
„Ne, um Gottes Willen. Sie hat zwar bei den anderen ihren Eltern versucht was raus zu bekommen, Aber alles was sie erfahren hat ist, dass das Gerücht rum geht, dass ich was mit dir hätte und deshalb gemobbt werde. Mehr aber auch nicht. Und ich werd den Teufel tun ihr irgend was von der ganzen Scheiße zu erzählen.“
Das war also die offizielle Version? Ich war sprachlos. Für mich klang das so, als wären wir in den Augen der Anderen selbst an dem ganzen Schlamassel schuld. Machen die es sich da nicht etwas sehr einfach. Anderseits konnte man von einer Bände Halbaffen nix andres erwarten.
„Und damit hat sie sich zufrieden gegeben?“, fragte ich weiter. Ich kannte seine Mutter ja auch und wusste genau, dass sie sobald es um ihren Sohn ging zur Oberglucke wurde. Und das sie dann bei so nem Thema sich so einfach abspeisen ließ, hörte sich so gar nicht nach ihr an.
„Was glaubst du den“, kam auch prompt die Bestätigung von Patrick, „ die löchert mich bei jeder Gelegenheit. Die ständige Fragerei hängt mir echt sowas von zum Hals raus. Ich weiß echt nicht, wie lang iSie das noch so durchziehen will.“
„Vielleicht solltest du ihr doch die Wahrheit sagen.“
„Spinnst du? Kannst du die auch nur annähernd vorstellen was die in der Schule veranstalten würde wenn sie davon erfährt? Da soll doch lieber jeder denken ich sei schwul“, sprach er ruhig. Ich konnte gut nachvollziehen was er meinte. Trotzdem fand ich es seinen Eltern ein wenig unfair gegenüber. Letztendlich liebten sie ihn und wollten nur sein bestes. Im Gegensatz zu meinen Erziehungsberechtigten.
„Okay, dann solltest du erst mal schleunigst nach Hause gehen und auf Knien um Verzeihung bitten. Ich kann ja mitkommen wenn du willst so als moralische Unterstützung“, schlug ich vor.
„Danke aber lass mal. Da muss ich jetzt allein durch. Außerdem ist meine Mim nicht unbedingt gut auf dich zu sprechen. Sie meint es wäre alles deine Schuld.“
„Naja, so ganz Unrecht hat sie ja auch nicht.“ Ich war mir bewusst, dass es wirklich vor allem meine Schuld war das er jetzt so viele Probleme an der Backe hatte.
„Hör auf die die Schuld dafür zu geben. Kevin ist ein scheiß Psychopath. Ich hatte mir gedacht, dass er zu dem allen fähig ist. Wie auch immer. Ich weiß dann mal gehen.“

Ich nickte ihm kurz zu. Am liebsten wäre ich mit ihm mit gegangen. Aber was hätte es denn gebracht. Wenn seine Eltern wirklich mir die Schuld daran geben würde es alles nur noch schlimmer machen. Wir standen also auf und machten uns leise auf den Weg nach unten. Doch als ich die Treppe betrat, bekam ich auf einmal ein ungutes Gefühl.
Mit jeder Stufe nach unten, wurde dieses Gefühl stärker. Ich bedeutete Patrick leise zu sein. Auf Zehenspitzen schlichen wir durch das Haus. Hatte ich mich vielleicht getäuscht? Oder wird ich jetzt noch paranoid? Die Antwort war ein klares Nein.

„Da bist du kleine gottverdammte Schwuchtel ja wieder“, drang es aus der geöffneten Küchentür.
„Geh Patrick“, sprach ich hastig. Ich hatte eine wage Vorstellung von dem was gleich passieren wird und ich wollte auf keinen Fall, dass Patrick das mit ansehen muss.
„Aber..“, stammelte er.
„Nix aber, bitte geh…“, Mein Tonfall wurde panischer.
„Wieso soll dein kleiner Schwuchtelfreund denn gehen?“, lallte er und ging weiter auf mich zu. Ich stellte mich breit vor Patrick der immer noch wie angewurzelt stehn. Nur noch wenige Zentimeter trennten uns von einander. Sein Atem ließ mich beinahe den Apfel wieder hoch würgen. Er roch immer noch wie eine ganze Bierfabrik. Offenbar war er immer noch richtig hacke. So hatte ich ihn das letzte mal erlebt, als er seine Diagnose erhalten hatte. In dieser Zeit hatte ich auch öfters mal richtig einstecken müssen. Ich fühlte mich auf einmal wieder wie damals, So schwach und hilflos. Schrot für Schritt euch ich weiter zurück. Die Arme hatte ich weit ausgebreitet um Patrick so gut es ging abzuschirmen.

„Na, schön die ganze Nacht den Arsch gegenseitig wundgefickt, was. Und ich durfte mir das Gejammer deiner verdammten Mutter anhören. Hast du eigentlich schon mal an uns gedacht?“, schrie er mich an. Seine Adern an der Stirn pulsieren. Er war gerade wie eine Sprengladung deren Zündschnur nur noch wenige Millimeter zu brennen hatte.
„Verschwinde endlich!“, schrie ich so laut ich konnte zu Patrick. Da fing ich mir die ersten ein. Ich unterdrückte die Tränen So gut ich könnte. Wütend starrte ich mein Stiefvater an.
„Was glotzt du mich so an du perverse Sau?“ Und wieder. Diesmal auf die Andre Wange. Ich spürte wie mein Herz zu Rasen begann. Meine Hände ballten sich zu Fäusten.
„Und So jemanden wie dich muss ich hier durchfüttern!“, schrie er mir ins Gesicht. Da platzte mir endgültig der Kragen. Ich holte aus und schlug ihm meine Faust ins Gesicht.
„Halt dein Fresse du verdammter Versager“, brüllte ich aus vollen Lungen.
„Warte nur du Missgeburt, Ich prügel dir die Scheiße schon raus.“ Mit diesen Worten packte er mich an der Kehle und drückte mich gegen die Wand. Er zeigte auf Patrick.
„Und du bleibst schon hier Freundchen. Die wird ich helfen meinen Sohn zu vögeln.“ Mir wurde ganz anders bei dem Gedanken das er auch noch Patrick verprügeln würde. Ich nahm mein letztes bisschen Mut zusammen, hob mein Knie und rannte es ihn in seine empfindlichste Stelle. Er sackte etwas zusammen löste aber seinen Griff um meinen Hals nicht.

„Lauf weg verdammt nochmal Patrick,“ schrie ich ihm nochmal zu. Diesmal reagierte er. Mit Angsterfülltem Gesicht drehte er sich um und rannte zur Tür hinaus. Ich war erleichtert. Ihn könnte er jetzt nichts mehr anhaben. Noch völlig in Gedanken spürte ich eine Faust in meinem Magen. In noch mal. Er ließ von meinem Hals ab. Ich sackte zusammen. Als ich so auf dem Boden lag trat er mir noch einmal in die Rippen. Ich hustete. Versuchte mich aufzurichten. Da packte er mich an den Haaren und zog mich zur Tür. Unsanft ließ er mich vor der Tür fallen. Mühsam richtete ich mich trotzdem wieder auf und spuckte ihn eine Ladung Blut vor die Füße.
„Geh mir aus den Augen du widerwärtiges Stück Scheiße“, sagte er und Schloss die Tür vor mir. Ich setzte mich auf die Treppe, wischte mif Blut und Tränen aus dem Gesicht. Da legte such ein Arm um mich und drückte mich fest an einen zarten Körper…
Das Leben ist keine Keksfabrik

Zurück zu „Schwule Geschichten“



Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste