Queer durchs Leben

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ArokhsSohn
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 02 Nov 2017, 00:19

OMG, Skystar hat wieder zugeschlagen und bringt das Leben der Protagonisten gehörig durcheinander - nicht, dass es vorher relaxt gewesen ist :D

Ach Sky, mag sein, dass GENIAL übertrieben ist... ist mir aber egal, ich sag es trotzdem :-P Ich finde Deine Geschichten einfach nur super. Aber das mit Nils... na, dazu später mehr. Es dürfte klar sein, wer hier der Jubiläums-favourit war und ist, oder?

Joa, Eric... WTF, ein Amoklauf? Also ist vielleicht Erics Freund Adam der mutmaßliche Amokläufer? Fühlt sich Eric dafür verantwortlich? Es deutet im Moment zumindest stark darauf hin. Na auf die Entwicklung bin ich ja mal gespannt.

Bei Damian ist Dir auch wieder schön das in-die-Irre-Führen gelungen. Dachte ich erst noch "Okay, hat er sich halt für Marcus entschieden", wurde ich im nächsten Teil überrascht, als Damian sich doch darauf besonnen hat, dass er Timo liebt... bis er sagt, dass er beide liebt?! Ähh, und nun? Bigamie vielleicht?

Manuelas Part war bei den 10 Kapiteln leider das Schwächste. Dabei lag das nicht daran, dass es irgendwie langweilig geschrieben wurde, nein, vielmehr sind einfach die Teile von Jannik, Felix und Nils im Vergleich nicht zu überbieten.

Felix... soso, hat er den Lucas ja mal ordentlich provoziert. Aber ist die Aktion wirklich als Beleg für Lucas' Neigung endgültig? Was, wenn Lucas dem Felix nur genau das gegeben hat, was er wollte, um zu zeigen, dass er so eine Provokation nicht auf sich beruhen lassen würde. Also es würde mich jetzt ehrlich gesagt auch nicht überraschen, wenn sich heraus stellt, dass Lucas mit Felix gespielt hat. Ist auch nicht ganz so wichtig, wichtiger ist, dass endlich eine ordentliche Dynamik in das Gespann Lucas-Felix-Jakob-Moritz gekommen ist. Da ist ja echt alles wieder offen. Ein bisschen niedlich fand ich ja schon, wie Moritz dem Jakob hinterherdackelt und ganz unglücklich ist, dass dieser nun nicht mehr zum Kinderheim zu Besuch kommen will. Da hat sich wohl jemand etwas erhofft...

Erhofft hat sich Jannik ja auch was: Du liebe Güte, er hat es wirklich getan. Die Reaktion des Referendars war aber nun wirklich vorherzusehen. Sehr gut hast Du aber die Szene geschrieben, in der Jannik völlig blind vor Liebe und noch im Freudentaumel der Gefühle behauptet, Herr Kronthaler wolle das auch. Oje, wenn das mal nicht außer Kontrolle gerät...

Für einen kurzen Moment dachte ich, Jannik könnte evtl. aufgrund der Ereignisse zum Amokläufer werden. Aber der Bullshit-Button hat schnell geleuchtet, denn woher kämen dann Erics Schuldgefühle und überhaupt wäre da längst eine Bemerkung des Therapeuten gekommen, schließlich ist Jannik ja sein... äh... Neffe/Enkel (hab ich vergessen, sorry - das war doch aber so, oder?)

Ich vermute immer noch ganz stark, dass Erics Story in der Zukunft spielt. Ich weiß jetzt nicht mehr wo, aber irgendwo (ist noch nicht allzu lange her), ist Eric in die Sitzung von Nils geplatzt. Das kann doch nur bedeuten, dass Nils den Autounfall überstanden und sich dann in Therapie (wegen der Träumerei mit Valentin) begeben hat.
Oder haue ich da was durcheinander? Oder noch schlimmer, ich bin wieder einer falschen Spur gefolgt, und die Sitzung von Nils liegt in der Vergangenheit. Als er zum Therapeuten sagte, er habe jemanden kennen gelernt, kann er auch Valentin gemeint haben. Aber warum säße er dann überhaupt beim Therapeuten? Nein, nein, ich denke Theorie 1 ist richtig :-)

Aber es war schon cool, wie Du den Story-Hergang über Janniks und Nils' Kapitel verteilt hast (mit dem Radiobericht vom Falschfahrer), das hatte was und man bekommt immer stärker den Eindruck eines letztendlich zusammenhängenden Bildes.

Mensch Sky, wie viele Teile willst Du uns jetzt warten lassen, bis Du das Schicksal von Nils aufklärst? Und was erwartet Jannik nun in der Schule? Wird der Referendar sogar einen deutlichen Schlussstrich ziehen, evtl. sich versetzen lassen (wie will er das aber erklären, ohne zuviel zu sagen?)? Was wird aus der Lucas- Felix-Jacob-Moritz Kombei, da ist alles offen? Und wann gibt es neue Details zu Erics "Vorfall"? Wie immer, kann ich es kaum erwarten, wie und wann es weitergeht!

Liebe Grüße,
Arokh

Re: Queer durchs Leben

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 02 Nov 2017, 11:29

Also Arokh... ich bin enttäuscht von dir. Kaum ein Wort zu "deinem" Nils? Zuerst sagst du "dazu später mehr" und dann kommt da eigentlich nichts, außer das du die Verbindung mit dem Radio gut fandest (welches übrigens bei Damian und nicht bei Jannik vorkam!). Oder meintest du vielleicht, weil Jannik damals beinahe angefahren wurde und es jetzt Nils wirklich traf? Aber kein Wort über den Unfall selbst? :o

Dein Bullshit-Button jedoch gefällt mir sehr! :D Nein, Jannik ist nicht der Amokläufer!

Ich glaube bei Damian gab es die meisten WTF-Momente oder? Zuerst, dass er und Timo eine offene Beziehung führen, weshalb Damian gar nicht wirklich fremdging, dann die Offenbarung dass Marcus Timos Bruder ist, mit dem Damian den One-Night-Stand hatte, dann dass die Brüder bereits etwas miteinander hatten und jetzt die Verwirrung von Damians Gefühlen. Ehrlich gesagt ist dies auch die einzige Geschichte, wo ich noch unsicher bin, wie ich sie enden lassen soll. Für Vorschläge bin ich also noch offen! :wink:

Das Manuelas Part am schwächsten ausfällt, da muss ich dir übrigens zustimmen. Das ist mir schon beim schreiben aufgefallen bzw. wie du schon sagtest, ist der Teil nicht schlecht, aber er stinkt gegen die anderen einfach ab. Ich hätte ihren Part auch auf Kapitel 52 verlegen können und stattdessen doch nur vier Geschichten in Kapitel 51 bringen sollen. Warum er schwächer ausfällt ist auch schnell erklärt: Bei Nils und Jannik ist einem klar, dass man gerade auf eine Katastrophe zusteuert, was die Spannung antreibt. Auch bei Damian und Felix besteht die Gefahr, dass es noch zu einer Katastrophe kommt. Moritz Part hingegen harmoniert einfach gerade prächtig mit dem von Felix. Bei Manuela weiß man, dass gerade nicht viel Schlimmes passieren kann... (oder?). Hinzu kommt, dass bei Manuela quasi ein neuer Abschnitt begonnen hat. Zuerst ihre Trennung von ihrem Ehemann, dann der Besuch der Schwiegermutter, zuletzt der neue Job. Das wirkt bei ihr wie mehrere kleine Episoden, im Gegensatz zu den anderen. Janniks Handlung dreht sich ja NUR um den Referendar, nur so als Beispiel.

Das Gespann Lucas-Felix-Jacob-Moritz gefällt mir auch sehr gut. Das liegt auch daran, dass - von Moritz vielleicht mal abgesehen - alle keine Engel sind und dennoch einen um den Fingern wickeln können. Lucas ist da aber wohl das große Fragezeichen, ob hinter seinen Taten nicht auch ein Plan steckt. Felix könnte noch richtig auf die Fre**e (pardon^^) fallen.

Zu deiner Theorie Eric´s Geschichte spielt in der Zukunft: Dazu kann ich natürlich noch nichts verraten! Allgemein nicht, welche Geschichte sich wo befindet, wobei Damian, Flo, Manuela, Felix & Moritz schon einmal in einer Zeitlinie spielen müssen. Dies trifft auch bei Nils und Jannik zu. Es gibt aber auch noch zwei Charaktere, die hatten bislang noch gar keinen (oder fast keinen) Kontakt zu den anderen... :wink:

Sonst kann ich eigentlich gerade nicht viel mehr sagen, außer abwarten und Tee trinken... oder Kaffee, oder Bier, oder was auch immer du bevorzugst^^.
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 02 Nov 2017, 23:29

Siehst Du nun, wie fertig Du mich machst mit Deinen fiesen Cliffhangern? Da verhau ich schon die Inhalte der Kapitel und vergesse sogar noch was zu meiner Lieblings-Storyline zu sagen...

Vielleicht habe ich ja aber auch mit Absicht vergessen, was dazu zu schreiben. Soll doch mal jemand anderes das tun ^^. Nein, ehrlich, was ist hier nur los? Kann doch nicht sein, dass ich der einzige bin, der zu dieser Geschichte was zu sagen hat. Zu Zeiten von Evo sah das noch ganz anders aus (ach Cosmo... der fehlt mir schon sehr *Abschweif-Modus Ende*).

Vorschläge für Damian? Hmm, mir wäre es natürlich am liebsten, er besinnt sich komplett auf Timo. Der Arme bereut es ohnehin schon ganz fürchterlich, Damian zu dieser offenen Beziehung genötigt zu haben. Ein Happy-End täte hier gut (aber das sag ich eh immer, also machst Du bestimmt das Gegenteil :) ). Mach doch mal was ganz neues: Damian bekommt keinen von beiden (gut, hatten wir schon bei Kunst der Magie), während Timo und Marcus zusammen durchbrennen (DAS wäre neu... weil sehr gewagt, wenn man bedenkt, in welchem Verhältnis die beiden sonst noch stehen...).
Für die Entwicklung von Nils' und Janniks Geschichten habe ich schon jeweils einen Vorschlag. Den behalte ich aber mal lieber für mich, sonst machst Du mit sehr hoher Warscheinlichkeit das Gegenteil :-P

Prophetstar hat geschrieben:Felix könnte noch richtig auf die Fre**e (pardon^^) fallen

Ha, sag ich doch. Wenn das mal kein Wink mit dem Dramapfahl ist ;-)

Was die Charakterbezüge betrifft: Leonas ist ja indirekt über Sarah mit Nils' Geschichte verbunden. Einzig bei Ricardo gab es IMO noch gar keine Que(e)rverweise. Was sagt uns das? Öhh, nix :-D
Ich bleibe trotzdem erstmal dabei, dass Erics Geschichte den anderen zeitlich voraus ist. Vielleicht ist seine Story sogar der rote Faden, in dem sich die anderen irgendwie treffen. Ich hoffe mal auf ein episches Finale!

Gut, nun zu Nils... den habe ich wirklich irgendwie vergessen; muss wohl so eine Art Selbstschutz wegen unerträglicher Spannung gewesen sein. Tja, dass Valentin nicht zum Essen kommen würde, war ja von vornherein klar, es sei denn alle Anwesenden bekommen spontan eine Gruppenhalluzination. Dass Nils mit Ralf aneinander rasselt, ist auch konsequent - weil früher bereits geschehen. Ja, wenn es um Valentin geht, lässt Nils nix anbrennen (außer die Realität vielleich... ein bisschen ;-) ). Aber genauso konsequent ist auch, dass Ralf ihm sofort hinterher läuft und sich bei seinem Bruder entschuldigen möchte. Er hat wohl wirklich ein großes Herz.
Und was soll ich schon zu dem Unfall sagen? Das war ein unerwarteter und fieser Zug von Dir - also Business as usual :-D Ich meine, ich hätte schon damit gerechnet, dass Nils flüchtet (entweder weg von zu Hause oder weg von der Realität). Vermutlich bekommt er so wenigstens genügend Zeit, um Valentin zur Rede zu stellen, warum der nicht zum Essen erschienen ist ^^.

Jetzt mal ehrlich: wie krass muss das sein, wenn man, wie Nils eben, so dermaßen in seinen Träumen gefangen ist, dass man diese also solches nicht mehr von der Wirklichkeit unterscheiden kann. Ich meine, er MUSS doch wissen, dass er Valentin nur treffen kann, wenn er schläft. Wie geht das, dass er ohne groß zu zögern, ihn dann zum Essen einlädt? Da kann ich mich überhaupt nicht hineinversetzen, weil das so offensichtlich falsch ist. Gerade deswegen finde ich seine Story aber auch am interessantesten, weil die Bedingungen für sein Handeln so wahnsinnig krass sind. Wie er das überwinden will, das interessiert mich mehr als brennend.

So Sky, es tut mir leid, dass ich Dich enttäuscht habe und hoffe, Dich mit meinem bescheidenen Kommentar ein wenig besänftigen zu können. Es ist aber auch nicht einfach, wenn man für fünf oder sechs Leute schreiben muss, das musst Du doch zugeben :lol:

Liebe Grüße,
Arokh

PS.: Tee, Earl Grey, heiß! (Wenn du verstehst, was ich meine :-D )

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 03 Nov 2017, 23:22

Schönen guten (späten) Abend. Normalerweise poste ich ja immer zwei Kapitel pro Woche, aber Kapitel 51 war ja quasi als "Beilage" zum Jubiläumskapitel, weshalb jetzt auch noch Kapitel 52 folgt. Das muss dann aber auch übers Wochenende reichen... :lol:

Das Beste: Ich hab euch bezüglich der Vorschau angeschmiert. Nicht Moritz ist heute dabei, sondern Nils! :P

ArokhsSohn:
Sorry, dass ich dich fertig mache..., kommt wieder vor!^^
Ich muss gerade ehrlich gestehen, dass ich Cosmo (O:Evo-1570) gar nicht vermisse. Hab auch gar keine Zeit dazu, weil ich so beschäftigt mit dieser Geschichte hier bin und auch in der Plan für die nächste Weihnachtsgeschichte stecke. Da bleibt für anderes keine Zeit.
Danke jedenfalls für deinen Vorschlag für Damian. Was am Ende dabei herauskommt, wirst du hoffentlich bald lesen. bei Jannik und Nils hast du glaub ich mal den Wunsch geäußert, dass die beiden am Ende zusammen kommen. Na mal abwarten...
Ich gebe zu, du hast es nicht leicht, wenn du hier fast alles ausschließlich alleine kommentieren musst. Mein Mitgefühl hast du jedenfalls :hug: :hug: und was Nils angeht... der Arme hat das Schlimmste leider noch nicht überstanden, aber dazu liest du ja jetzt oder bald mehr!

Viel Spaß und schönes Wochenende!

52 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Die Gebete von ArokhsSohn und mir wurde erhört: Heute gibt es einen weiteren Teil von Nils! Das war aber auch ein mieser Cliffhanger in Kapitel 50, als Nils wütend auf die Straße rannte und plötzlich von einem Auto angefahren wurde. Ich hoffe übrigens, dass der Mistkerl bald geschnappt wird, bevor er noch wirklich jemanden umbringt..., denn das Nils tot ist, daran dürfte wohl kein Leser geglaubt haben, oder? Die anderen drei Geschichten heute interessieren da einen eigentlich nur wenig. Manuelas Part ging im letzten Kapitel ein wenig unter. Offenbar ist ihre Tochter Marie jetzt in eine Schlägerei geraten... hm. Bei Leonas und Ricardo könnte es schon interessanter werden: Man bedenke, dass die beiden Charaktere irgendwie einen speziellen Status in der ganzen Geschichte einnehmen. Beide hatten bislang noch keinen Kontakt mit den anderen Protagonisten (außer Ralfs Sarah ist auch Leonas Sarah, was sogar anzunehmen, aber noch nicht zu 100% bestätigt ist) und beide durften in den letzten beiden Jubiläumskapitel nicht glänzen (Flo zwar auch nicht, aber die hatte davor wenigstens noch einen fiesen Cliffhanger, als sie sich zum ritzen anfing...). Skystar hat mir zugesagt, dass Leonas und Ricardo neben Felix in den nächsten Kapiteln im Mittelpunkt stehen werden.

    Na da bin ich ja mal gespannt. Ihr auch?
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
Marie Klingenbach (13): Tochter von Manuela und Roland
-
Nils Tannenlöh: verliebt in Valentin, der allerdings nur eine Traumfigur zu sein scheint
Valentin: Schwarm von Nils, den er in seinen Träumen kennengelernt hat
Ralf Tannenlöh: Nils großer Bruder
Sarah: Freundin von Ralf
Herr und Frau Tannenlöh: Die Eltern von Ralf und Nils
-
Ricardo (17): hatte Sex, während er dabei fotografiert wurde
Sanchez: Gebürtiger Spanier und Model von Martin
-
Leonas: Leicht übergewichtig; heimlicher Freund von Kai
Kai: Anführer einer Schulclique; heimlicher Freund von Leonas
Sarah Wichtel: Beste Freundin von Leonas


Manuela – Teil 20
Manuela hielt mit ihrem Auto vor der Schule ihrer Tochter an und wollte gerade aussteigen, als Marie angerannt kam, die Autotür aufschlug und sich auf den Beifahrersitz setzte. „Fahr los!“
„Wie bitte? Marie was soll das? Ich bin hier, um mit deiner Rektorin zu reden.“, sagte Manuela, die den Autoschlüssel zog und aus dem Auto stieg. „Ich verstehe nicht, wieso du dich mit einem anderen Mädchen prügelst. Das passt einfach nicht zu dir.“, sagte sie zu ihrer Tochter, die ebenfalls wieder ausstieg.
Maries Wut war noch nicht verraucht und nun keifte sie ihre Mutter an. „Du verstehst vieles nicht. Können wir jetzt fahren?!“
„Nein!“, entgegnete Manuela, die nun mit Marie im Schlepptau ins Schulgebäude zurückkehrte. Dort suchte sie auf direktem Wege das Büro der Schuldirektorin auf – Frau Kirchberger. Frau Kirchberger war eine sehr elegant gekleidete Frau mit blonden Locken. Für ihr Alter sah sie ausgesprochen gut aus, was auch einige Schüler bemerkt hatten und ihr nicht selten verliebte Blicke zuwarfen. Nur doof für alle, dass sie bereits glücklich vergeben war.
„Danke, dass Sie gekommen sind.“, begrüßte Frau Kirchberger Manuela, als sie gemeinsam mit Marie das Büro betrat. Marie schien zu schmollen. Sie war wütend. Auf wen und warum, würde Manuela sicherlich gleich erfahren. „Marie, hast du mit deiner Mutter bereits darüber geredet, was heute in der Schule vorgefallen ist?“, fragte die Rektorin, doch Marie schüttelte den Kopf, während sie mit verschränkten Armen neben ihrer Mutter saß. „Nun Frau Klingenbach, Marie hatte heute während der zweiten Pause einen handfesten Streit mit einem Mädchen aus ihrer Klasse. Augenzeugen zufolge, soll sie dabei leider sehr… rabiat vorgegangen sein.“
„Das Miststück hat es verdient!“, schimpfte Marie uneinsichtig.
„MARIE! Wie redest du denn? Hab ich dir beigebracht, so über andere Leute zu reden?“, fragte Manuela ihre Tochter nun wütend. Manuelas Geduldsfaden war lang, aber auch er bekam nun langsam Risse. „Jetzt erklär mir bitte endlich, warum du dich so aufführst?“ Manuela traute sich gar nicht zu fragen, aber sie musste: „Hat das was mit mir zu tun? Bitte sag schon…“
Marie verdrehte ihre Augen. „Herrgott Mum, nicht die ganze Welt dreht sich nur um dich. „Chantal hatte es einfach verdient, denn schließlich hatte sie mir den Freund ausgespannt!“
Manuela blickte verwirrt drein. „Du hattest einen Freund? Davon wusste ich ja gar nichts.“
„Es gibt viele Dinge, die du nicht über mich weißt.“, meinte Marie daraufhin.
„Wie auch immer.“, brachte sich Frau Kirchberger nun wieder in die Unterhaltung mit ein. „Marie, dir muss klar sein, dass dein Verhalten inakzeptabel ist und ich dir einen Verweis geben muss. Ich tu das wirklich nur ungern, aber so sind die Regeln. Noch ein Vorfall und ich muss dich der Schule verweisen. Verstanden?“ Marie nickte stumm „Gut, dann wäre das ja geklärt.“

Leonas – Teil 18
„Ich schwöre dir, wenn Kai weiterhin in der Schule gegen dich stänkert, dann raste ich aus!“, drohte Sarah ihrem Freund Leonas, als sie sich der Schule näherten. Leonas war ein wenig unbehaglich zumute. Zwar hatte Sarah ihm sein Geheimnis verziehen und sich damit abgefunden, dass er mit dem ihr meistgehassten Typen der Schule zusammen war, aber sie machte dennoch keinen Hehl daraus, ihn auch weiterhin nicht ausstehen zu können. Leonas konnte nur hoffen, dass er sich niemals zwischen Sarah und Kai entscheiden müsste, denn er wüsste nicht, was er dann hätte tun sollen. „Das er Angst hat, verstehe ich ja sogar, aber muss er dann mit seiner Clique ständig über dich herziehen?“, fragte Sarah wütend. Ohne eine Antwort abzuwarten, plauderte sie weiter. Leonas kam eigentlich kein einziges Mal zu Wort. „Ich meine, wenn er dich wirklich liebt, dann verletzt er sich dadurch doch nur selbst, wenn er dich verletzt. Ergibt das Sinn, was ich da von mir gebe? Na auch egal. Die Schule kann echt die Hölle auf Erden sein und außer einer Sechs in Mathe und fehlendem Klopapier auf den Toiletten gibt es an der Schule nichts Schlimmeres, als gemobbt zu werden. Wenn herauskommt, dass Kai s-c-h-w-u-l ist…“, Sarah buchstabierte das Wort leise, denn sie waren nun von ihren Mitschülern umgeben und die sollten natürlich nichts spitzkriegen, „…dann war er die längste Zeit der Anführer einer Clique und der Traum aller Mädchen.“
„Außer dir…“, sagte Leonas, der auch endlich mal zu Wort kam. „Hey, jetzt da du weißt, dass Kai b-i ist – und nicht s-c-h-w-u-l wie du sagtest – vielleicht stehst du jetzt mehr auf ihn.“ Sarah starrte ihren Freund mit großen Augen schockiert an. „Na immerhin hast du ein Faible für Gay-Guys!“
„Nur damit eines mal ganz klar ist.“ Sarah rückte ihrem Freund bedrohlich auf die Pelle und drückte ihm ihren rechten Zeigefinger in seine Brust. „Ich bin nicht und werde niemals deine Schwulenmutti sein! Eher erschieß ich mich… und dich gleich mit dazu, damit ich dann nicht so alleine bin, wenn ich dafür in der Hölle lande.“ Leonas blickte seine Freundin stirnrunzelnd an. „Was? Du glaubst nicht, dass du auch in der Hölle landest? Na ich werde dich schon mit runterzerren, wenn es sein muss.“
Leonas grinste, doch als er ihr Klassenzimmer betrat, verschwand es jäh wieder.

Nils – Teil 20
„Boah, ich würde sagen wir fangen jetzt an. Ich hab Hunger! Außerdem wird das gute Essen kalt.“, sagte Ralf, Nils großer Bruder, ungeduldig, während ihm der Magen knurrte.
„Lass uns doch bitte noch fünf Minuten warten.“, sagte Nils niedergeschlagen.
„Das hast du vor fünf Minuten schon gesagt und fünf Minuten vor fünf Minuten ebenso…“, entgegnete Ralf nun leicht genervt. „Kommt dein Freund nun, oder nicht.“
Wie bestellt, läutete es an der Haustür und Nils Familie konnte so schnell gar nicht schauen, da war Nils auch schon zur Tür gerannt, um seinen Freund Zutritt in sein Haus zu gewährend. Zwanzig Sekunden später kam Nils mit seinem Freund in die Küche und stellte ihn der ganzen Familie vor. „Mum, Dad und Ralf, das ist mein Freund Valentin.“ Nils Lächeln breitete sich über sein ganzes Gesicht aus, als er sah, wie überrascht seine Familie über das Eintreffen von Valentin war. Dieser wirkte leicht nervös und sogar verschwitzt, dafür gab es aber einen guten Grund.
„Tut mir Leid, dass ich zu spät bin, aber als ich auf dem Weg hierher war, ist mir eingefallen, dass ich doch nicht ohne einen Strauß Blumen für die Mutter von Nils hier aufkreuzen kann.“, erklärte Valentin der gesamten Familie und als er Sarah, die Freundin von Ralf sah, pflückte er noch schnell eine violette Blume aus dem Strauß heraus und fügte hinzu: „Und die ist für dich, junges Fräulein.“
„Ich glaub´s nicht…“, sagte Ralf, während sein Mund die ganze Zeit offen stand. „Dich gibt es ja wirklich!“ Nils warf seinem großen Bruder einen bösen Blick zu, doch zum Glück war wenigstens auf seine Eltern Verlass, die Valentin nun herzlich willkommen hießen. Nachdem schließlich wieder alle Platz genommen hatten, rief Ralf voller Enthusiasmus: „Prima! Jetzt lasst uns essen!“
Beim Essen beugte sich Nils` Mutter leicht zu ihrem Sohn rüber und flüsterte ihm zu: „Dein Freund ist ein richtiger Kavalier… und so gutaussehend. Denn musst du behalten!“
Nils` Gesichtsfarbe nahm ein dezentes rosa an. Es freute ihn, dass seine Mutter so über Valentin dachte und er versprach ihr: „Das werde ich Mum. Valentin und ich bleiben für immer zusammen!“ Dann – als würde ein Blitz in ihr Haus einschlagen – schlug Nils die Augen auf.

Ricardo – Teil 19
„Denk immer daran. Das ist nur ein Job… mit ein wenig Spaß.“ In Ricardos Kopf hallte eine Stimme wieder, die ihn daran erinnerte, was er heute getan hatte. „Mach dich locker. Mach dich frei.“ Ricardos Anspannung schien grenzenlos, doch letzten Endes hat er sich frei gemacht… sehr sogar. „Hol einmal tief Luft… sehr schön. Wenn du dann soweit bist, fangen wir an.“ Ricardo konnte sich nicht helfen, aber er nahm jedes Geräusch im Raum wahr und sei es auch noch so klein. Das Surren der Klimaanlage, das Ticken der Uhr an der Wand und das fließende Wasser aus dem Hahn. „Das machst du sehr gut Ricardo. Jetzt lehn dich zurück…“ Ricardo stand vorm Spiegel und begutachtete sein Gesicht. Er nahm sich eine Hand voll Wasser und klatschte es sich ins Gesicht. „Lass dich einfach fallen. Entspann dich!“ Entspannen? Diese Bemerkung hatte dafür gesorgt, dass Ricardo nur noch angespannter war und sie eine Zwangspause einlegen mussten. „Befrei dich von deinen Sorgen. Denk jetzt nicht an die Menschen, die das vielleicht nicht gutheißen würden. Die verstehen das nicht. Du hast hier einen Job zu erledigen.“ Ricardo klatschte sich eine zweite Hand voll kaltes Wasser ins Gesicht und betrachtete sich ein letztes Mal im Spiegel. Was hatte er getan? „Du tust das schließlich, um Kohle zu kriegen und nebenbei hast du auch noch ein wenig Spaß…“ Komisch. Ricardo hatte sich das alles irgendwie spaßiger vorgestellt. Wobei ganz blindlings war er auch nicht. Das andere Leute im Raum sein würden, war ihm von vornherein klar, aber als ihm sein Partner vorgestellt wurde…
Die Tür öffnete sich. „Na Kleiner, den ersten Tag gut überstanden?“, fragte ihn Barry Gold, einer der bestbezahltesten und angesagtesten Pornodarsteller Deutschlands. Barry Gold war natürlich nicht sein richtiger Name. Den Namen benutzte er nur in der Pornoindustrie. Seinen richtigen Namen kannte er gar nicht. Barry war so um die Mitte Zwanzig, hatte kurzes braunes Haar und hatte ideale Bodymaße. Er sah nicht so gut wie Sanchez aus, aber er war keinesfalls unansehnlich. „Dich stört´s doch nicht, wenn ich mich vor deinen Augen umziehe oder?“, fragte Barry ihn ungeniert, während er sich bereits das Shirt über den Kopf streifte und sich seine Hose abschüttelte. „Du hast von mir ja ohnehin bereits alles gesehen. Ach übrigens: Du bist wirklich gut bestückt. Kompliment!“
Ricardo wurde leicht verlegen und brachte nur ein schüchternes „Danke“ heraus. Er konnte es noch immer kaum glauben. Hatte er gerade wirklich Sex mit einem Unbekannten vor laufender Kamera?

53 --- Nils (Teil 21), Ricardo (Teil 20), Manuela (Teil 21) & Leonas (Teil 19) !
(Änderungen vorbehalten!)
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 04 Nov 2017, 18:32

Hallo Himmelsstern,

ein halber Sadist hat geschrieben:Sorry, dass ich dich fertig mache..., kommt wieder vor!

Das Schlimme ist, ich glaube Dir das sofort :lol:

Ein sich in Erinnerung Verdrängen übender Autor hat geschrieben:Ich muss gerade ehrlich gestehen, dass ich Cosmo (O:Evo-1570) gar nicht vermisse.

Pfff, dann mach ich das eben für uns beide *sehnsüchtig in den Himmel schau und vergeblich auf eine Sternschnuppe warte*

Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte! hat geschrieben:(außer Ralfs Sarah ist auch Leonas Sarah, was sogar anzunehmen, aber noch nicht zu 100% bestätigt ist)

Ach so? Aber Skystar hat am 31.10. zum Jubiläum Folgendes geschrieben:
Skystar hat geschrieben:Zu deiner Frage, ob Ralfs Freundin Sarah dieselbe wie Leonas beste Freundin ist: Sagen wir es mal so, eine Person mit einem ähnlichen oder gar gleichen Namen wie bei Flo und Florian (Manuelas Sohn) wird es in dieser Geschichte nicht ehr geben – also JA! Dazu kommt aber noch bald was...

Was auch immer „dazu kommt noch was“ bedeuten mag…


Manuelas Part war im Vergleich zu den anderen nun nicht weltbewegend, hat mich aber immer noch ganz gut unterhalten – Teendrama eben. Pubertier rastet aus und macht Stress, Mutter ist ratlos (hat sie doch gute Erziehung nicht vermissen lassen) und fragt, ob es ihre Schuld ist und Teeny lässt durchblicken, dass Mum keine Ahnung hat, was vor ihrer Nase so ab geht. Ist alles nicht neu, macht keinen Schimmer, was es zum Gesamtbild beizutragen hat, aber trotz allem glaubhaft geschrieben. Dieses Wechselspiel zwischen Mutter und Tochter ist ganz gut gelungen. Ich konnte mir Marie sehr gut als angepisste Göre vorstellen, die ihrer Mutter mit gelangweilten Blicken Gemeinheiten an den Kopf wirft.

Leonas‘ Kapitel zeigt uns also den Tag nach der ungewollten Offenbarung. Es passt zu dem bisher gezeigten Bild von Sarah, dass sie Leonas verziehen und Kai quasi gebilligt hat, sich aber dennoch über die Umstände „mordsmäßig“ aufregt (irgendwie ja auch zu recht). Im Prinzip liegt es jetzt an Kai, die Situation irgendwie aufzulösen. Aber was hat das jetzt schon wieder zu bedeuten:
Leonas grinste, doch als er ihr Klassenzimmer betrat, verschwand es jäh wieder.

Steht die Clique um Kai schon wieder für eine neue Aktion bereit? Ist das dann vielleicht sogar der Wendepunkt, an dem Kai sich endlich mal offen vor Leonas stellt? Ich weiß nicht, aber das nächste Kapitel könnte entscheidend sein. Sehe ich das richtig?

Ricardos Job-Eskapaden gehen weiter. Halbnackte Fotos – Akt-Fotos – Sex-Video – was kommt als nächstes? Läuft Ricardo hier etwa Gefahr, zu tief in etwas hineinzuschlittern, was er wirklich später bereuen wird? Vor allem: der Junge ist 17! Ist das überhaupt erlaubt? Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen… Ich bin gespannt, ob Ricardo hier nicht eine Tür aufgestoßen hat, die er nicht wieder zu bekommt…

Und zum Schluss: Nils natürlich!
Och nö, schreib ich nix zu, sollen mal andere machen…

*wartet*

*wartet noch eine weitere Stunde*

*wartet noch viele Stunden*



Was? Wieder keiner da? Maaaannn, dabei habe ich extra einen Tag gewartet. Also gut, dann eben wieder ich – ein echter OMAC (One Man Alone Commentator) :-D

Okaaaayyy, das hast Du unerwartet fortgeführt… Für einen Moment war ich verwirrt, dann wurde mir aber schnell klar, dass sich Nils hier in einem Traum befindet. Und es könnte auch alles so schön sein, wenn nicht
„Das werde ich Mum. Valentin und ich bleiben für immer zusammen!“ Dann – als würde ein Blitz in ihr Haus einschlagen – schlug Nils die Augen auf.

Das war eine sehr starke Szene, bei der Nils schlagartig und wahrscheinlich grausam in die Realität zurück geholt wurde. Ich kann es mir richtig bildlich vorstellen: Nils fühlt alles Glück der Welt, nur um in der nächsten Sekunde zu realisieren, dass nichts davon Wirklichkeit ist (wenn er es überhaupt endlich realisiert, das steht ja noch offen).
Bitte schnell weiter, ich brenne hier vor Neugier!

der Fehlerteufel hat geschrieben:Denn musst du behalten!

Ein n zuviel


Hab ich wieder was vergessen? Ich glaube nicht. Also dann Sky, halt Dich ran, ich freue mich auf die Fortsetzung.

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 05 Nov 2017, 13:14

Arokh... du schaffst es auch jeden Mal, dass ich wegen dir einen eigenen Beitrag verfassen muss, um auf deine Kommentare einzugehen. Prima! :good:

ein echter OMAC hat geschrieben:*wartet*
*wartet noch eine weitere Stunde*
*wartet noch viele Stunden*
Was? Wieder keiner da? Maaaannn, dabei habe ich extra einen Tag gewartet. Also gut, dann eben wieder ich – ein echter OMAC (One Man Alone Commentator)

Falls ich es noch nicht oft genug gesagt habe: DANKE, dass du meine Geschichte verfolgst und kommentierst. Das freut mich wirklich sehr!

ArokhsSohn, der Cosmo heiß und innig vermisst, hat geschrieben:Pfff, dann mach ich das eben für uns beide *sehnsüchtig in den Himmel schau und vergeblich auf eine Sternschnuppe warte*

Naja, was ich gesagt habe, stimmt so nicht ganz. Im Frühjahr hatte ich angefangen, "O:Evo-1570" neu zu schreiben - Fehler korrigiert, aber auch neue Szenen eingefügt und stellenweise verändert, ABER dann hat ja mein Laptop den Geist aufgegeben und die Daten waren allesamt gelöscht. Danach kam ich nicht mehr dazu, es noch einmal zu versuchen und die Lust war auch nicht mehr vorhanden..., aber kommt bestimmt wieder und dann gibt es für euch "NEO:Evo-1570" für euch zu lesen! :wink:

Ein Thesen schmiedender ArokhsSohn hat geschrieben:Steht die Clique um Kai schon wieder für eine neue Aktion bereit? Ist das dann vielleicht sogar der Wendepunkt, an dem Kai sich endlich mal offen vor Leonas stellt? Ich weiß nicht, aber das nächste Kapitel könnte entscheidend sein. Sehe ich das richtig?

Siehst du... nicht richtig! Ich gebe aber zu, dass ich das als erstes geplant hatte, es mir dann aber 1. zu offensichtlich und 2. zu schnell gegangen wäre, weshalb ich erst einmal noch eine andere Hürde eingebaut habe, die einige Teile von Leonas in Beschlag nehmen wird. Ein kleiner Tipp: Ich hab das eingebaut, was ich für eine andere Geschichte geplant hatte, aber aus Platzgründen weggelassen hat. Ob du darauf kommst ist fraglich, aber vielleicht bist du ja so schlau, wie ich dich halte^^.

- Zu Sarah: In der Geschichte wurde es noch nicht bestätigt! Ich selber hab es mit ja bestätigt! :)
- Zu Manuela: Du hast das sehr gut zusammengefasst und beschrieben. Ungefähr so geht es mir genauso, nur mit dem Unterschied, dass ich weiß, was bei Manuela als nächstes ansteht bzw. wie ihre Geschichte enden wird.
- Zu Ricardo: Ebenfalls gut zusammengefasst und hier liegst du sogar mal richtig...!!! (Spannung nehm...)

Ein neugieriger ArokhsSohn hat geschrieben:Das war eine sehr starke Szene, bei der Nils schlagartig und wahrscheinlich grausam in die Realität zurück geholt wurde. Ich kann es mir richtig bildlich vorstellen: Nils fühlt alles Glück der Welt, nur um in der nächsten Sekunde zu realisieren, dass nichts davon Wirklichkeit ist (wenn er es überhaupt endlich realisiert, das steht ja noch offen).
Bitte schnell weiter, ich brenne hier vor Neugier!

Du hast Nils richtig gern, oder?^^ Naja, du kennst vielleicht die Regel, es wird immer erst schlimmer, bevor es besser wird. Nils muss sich am Abgrund befinden, bevor er REALISIERT, dass Valentin nicht echt ist. Einfach noch ein bisschen warten... *deine Neugier zügelt*

PS: Danke für den Hinweis auf den Fehler. Wurde korrigiert!
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 07 Nov 2017, 17:16

53 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Nach dem Schockmoment, als Nils von einem Auto angefahren wurde... (in Skystar´s Geschichten sollte man besser nicht über Straßen laufen, oder noch besser, sich gleich von allen Autos fern halten!*), geht es heute wieder etwas "gemächlicher" zu, aber nur etwas, denn alle Anzeichen stehen noch immer auf Sturm. Während es bei Manuela nach wie vor so aussieht, als würde sich alles zum Guten entwickeln...(was mich langsam sehr misstrauisch werden lässt), sieht es bei Ricardo und Leonas nicht ganz so rosig aus. Ricardo hat seinen ersten Pornodreh hinter sich. Soweit okay..., oder doch nicht? Leonas hingegen hat mal wieder Grund zur Sorge. Warum, werdet ihr am Ende des heutigen Kapitels erfahren. Natürlich darf auch Nils nicht fehlen. Hat er endlich eingesehen, dass Valentin nicht wirklich existiert? Wenn ja, dann ist seine Geschichte ja jetzt eigentlich zu Ende erzählt oder?

    Genießt dieses Kapitel und wir lesen am Freitag wieder voneinander
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

    * "Die Kunst der Magie": Leon und Oskar hatten einen Autounfall, bei dem Oskar starb / "Aura - Licht und Schatten": Marcus wurde von einem Auto angefahren und landete im Koma / "Eine neue Weihnachtsgeschichte": Lukas wurde beinahe von einem Auto angefahren / "O:Evo-1570": Tamara und ihre Mutter krachten mit ihrem Auto gegen eine unsichtbare Barriere / "Queer durchs Leben": Moritz Eltern starben durch ein Unwetter bei einem Autounfall; Jannik wurde beinahe von einem Auto angefahren; Nils wurde von einem Auto angefahren - Ergo: Autos sind böööse!!! :lol:

ROLLENLISTE:

Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
Roland Klingenbach: Pilot; reagiert geschockt über das Outing seiner Frau
Marie Klingenbach (13): Tochter von Manuela und Roland
Florian Klingenbach (10): Sohn von Manuela und Roland
Gertrud Klingenbach: Mutter von Roland; Großmutter von Marie und Florian
-
Nils Tannenlöh: verliebt in Valentin, der allerdings nur eine Traumfigur zu sein scheint
Valentin: Schwarm von Nils, den er in seinen Träumen kennengelernt hat
Ralf Tannenlöh: Nils großer Bruder
Herr und Frau Tannenlöh: Die Eltern von Ralf und Nils
-
Ricardo (17): hatte Sex, während er dabei fotografiert wurde
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf
Dennis Garson: Geschäftsführer eines Pornostudios
Barry Gold: Angesagtester Pornodarsteller Deutschlands
Rambo: Hund von Martin
-
Leonas: Leicht übergewichtig; heimlicher Freund von Kai
Kai: Anführer einer Schulclique; heimlicher Freund von Leonas
Sarah Wichtel: Beste Freundin von Leonas


Nils – Teil 21
Nils schlug seine Augen auf und blickte in das grelle Licht der Lampe, die von der Decke hing. Er versuchte seinen Kopf zu wenden, um zu erkennen, wo er sich befand, doch die kleinste Bewegung bereitete ihm Schmerzen. Seine Beine und Arme fühlten sich schwer wie Blei an. Was war nur los mit ihm? Er wollte nach Hilfe rufen, doch brachte er lediglich ein kratzendes Stöhnen von sich.
„Beweg dich nicht. Bleib ruhig liegen und schon deine Stimme.“, sagte Ralf, sein großer Bruder, der neben seinem Bett auf einem Stuhl saß und sich nun über ihn beugte. „Mensch Kleiner, was bin ich froh, dass du wieder aufgewacht bist. Du ahnst gar nicht, was für Sorgen wir uns alle um dich gemacht haben.“
Nils wollte Genaueres erfahren und mit kratziger Stimme fragte er: „Was ist passiert?“
„Weißt du das nicht mehr? Du bist auf die Straße gerannt und wurdest von einem Auto angefahren. Das war dieser Mistkerl, der schon seit längerer Zeit schonungslos durch die Gegend rast, als ob die Straßen ihm gehören würden. Der Bastard ist davon gerast und hat dich einfach liegen gelassen. Dad hat sofort den Krankenwagen und die Polizei gerufen.“, erzählte Ralf ihm. „Die Ärzte haben dich lange operiert. Du hast eine gebrochene Rippe, eine Gehirnerschütterung und mehrere innere Blutungen. Mum hat die ganze Zeit nur geheult. Sie hat die Hoffnung fast schon aufgegeben, dass du es packst, aber ich hab fest daran geglaubt. Mum ist gerade draußen und spricht mit dem Oberarzt. Du wirst hier für eine sehr lange Zeit bleiben müssen. Dad ist Zuhause, da die Polizei alle Einzelheiten wissen möchte, aber er kommt nach, sobald er kann. Ich bin wirklich froh, dass du aufgewacht bist!“
Nils verstand alles was Ralf ihm erzählte, erinnerte sich aber nur Bruchstückweise an das Auto, das ihn überfahren hat. Alles ging so furchtbar schnell… Nils blickte auf sich herab. Fast sein kompletter Körper war in Gips und Verbänden gehüllt. Wäre heute schon Halloween, könnte er locker als Mumie umher wandern. Doch eine weitere Frage beschäftigte ihn sehr: „Ist er gekommen?“
„Wer? Wer soll gekommen sein?“, fragte Ralf irritiert nach.
„Valentin.“, sagte Nils, der noch immer fest daran glaubte, dass Valentin wirklich real sei.

Ricardo – Teil 20
Ricardo stieg aus dem Bus. Seit längerer Zeit traf er sich endlich mal wieder mit Martin, dem Mann, mit dem alles angefangen hatte. Zuerst war es nur ein harmloses Fotoshooting, doch zuletzt kam er in den „Genuss“ einen Porno zu drehen. Zugegeben, ganz wohl war ihm nicht dabei, dennoch tat er alles aus freien Stücken. Probleme gab es bislang keine, könnte es aber, wenn seine Eltern jemals davon erfuhren. Sein Glück, dass sie sich niemals Schwulen-Pornos ansehen werden! Das er erst siebzehn und damit noch minderjährig war, könnte ein weiteres Problem darstellen, aber was niemand weiß…, dem Geschäftsführer von „Hard Cocks & Sexy Ass“, Dennis Garson, schien das jedenfalls egal zu sein. Ricardo glaubte sogar, dass er mehrere Minderjährige beschäftigte…
„Möchtest du zu uns?“ Ricardo war vor einem Haus stehen geblieben, von dem er dachte, es wäre das von Martin. Doch hatte er sich geirrt, denn Martins Haus kam erst als nächstes. Ein Junge spielte in der Hofeinfahrt mit seinem Basketball und warf ihn immerzu in den Korb, der über der Garage hing. „Meine Eltern sind nicht Zuhause. Kann ich dir vielleicht weiterhelfen?“
„Äh nein… tut mir Leid, hab mich nur am Haus geirrt.“, entschuldigte sich Ricardo und ging weiter.
Kurz darauf stand er vor dem richtigen Haus und Rambo begrüßte ihn freudig an der Tür. „Na der Gute hat dich ja inzwischen richtig gern.“, stellte Martin erfreut fest. „Ich hab mich schon gefragt, wann du wieder an meiner Tür klopfst. Hab mich sehr über deinen Anruf gefreut.“
„Hallo Martin.“, begrüßte Ricardo denn Mann ebenfalls.
Die Beiden setzten sich auf die Couch, auf der Ricardo schon bei seinem ersten Besuch saß und redeten über die letzten Wochen, während Rambo sich auf den Teppich zusammenrollte und vor sich hin döste. „Also.“, sagte Martin schließlich. „Wann wolltest du mir erzählen, dass du jetzt ins Pornogeschäft eingestiegen bist?“ Ricardo blickte Martin überrascht an. „Komm schon. Dennis Garson und ich stehen in Kontakt.“ Na das hätte sich Ricardo ja denken können.
Ricardo erzählte Martin daraufhin alles über den Einstieg ins Pornogeschäft und als er damit fertig war, sagte Martin lediglich. „Das ist deine Entscheidung. Gewagt, aber auch mutig und Barry Gold… hui… da beneide ich dich!“ Martin lächelte fasziniert, bis er sich zu Ricardo vorbeugte und ihn mit einem besorgten Blick ansah. „Aber einen Gesundheitscheck hast du machen lassen, oder?“ Ricardos starrer Blick war Antwort genug.

Manuela – Teil 21
Als Manuela ihre Tochter nach Hause fuhr, herrschte eisernes Schweigen im Auto. Manuela wusste zwar, dass ihre Tochter sauer war, aber dennoch wollte sie das Thema nicht mit einem Verweis auf sich beruhen lassen. „Das dir das andere Mädchen deinen Freund weggeschnappt hat, tut mir Leid Marie, aber dennoch darfst du dich nicht prügeln. Was ist nur los mit dir? Warum tust du das?“
Maries Antwort folgte prompt und zu Manuelas Erstaunen war diese nicht pampig, dafür aber sehr melancholisch. „Ich hab einfach gerade von allem und jedem die Schnauze voll, verstehst du?“
„Das ist doch nicht nur wegen dem Jungen, oder?“, harkte Manuela nach. „Bitte sag die Wahrheit.“
Aus den Augenwinkeln heraus, sah Manuela wie ihre Tochter mit dem Kopf schüttelte. „Der Typ kann mich mal. Der ist für mich gestorben. Ich weiß auch nicht. Irgendwie scheint gerade alles den Bach runterzugehen. Mein Leben, deine Ehe mit Dad, Florian…“
„Florian? Was ist mit Florian?“, fragte Manuela nun besorgt nach.
„Er hasst mich, weil ich so gemein zu dir bin.“, erklärte Marie ihr rasch. „Er will nicht verstehen, warum ich so sauer auf dich bin… war…“
„War?“ In Manuelas Gesicht zauberte sich ein Anflug von Lächeln, dennoch wollte sie nicht den Morgen vor dem Abend loben und die Diskussion mit ihrer Tochter fortführen. „Glaub mir bitte, dass ich eurem Vater nie wehtun wollte. Manchmal passieren Dinge im Leben, die lassen sich nicht erklären und dafür gibt es auch keine Entschuldigungen. Es ist wie es ist.“
„Wie auch immer.“, sagte Marie, die sich nach wie vor ihrem Trübsal hingab und ihre rechte Wange an die Fensterscheibe anlehnte. „Weißt du was das Schlimmste an der ganzen Sache ist?“ Manuela blickte ihre Tochter ratlos an, doch musste sie sich wieder schnell auf den Verkehr konzentrieren. Es gab in letzter Zeit genug Idioten, die auf den Straßen unterwegs waren. „Da Dad immer unterwegs ist…“, setzte Marie fort, „… passt Grandma jetzt meistens auf mich auf. Das ist die Hölle!“
Manuela konnte sich ihr Lachen nun leider nicht mehr verkneifen. Sie kannte Gertrud zur Genüge.
„Na dann komm ich wohl besser nicht mit rein. Sonst besteht die Gefahr, dass mich deine Grandma mit ihrem Besen davonjagt.“, meinte Manuela und erstmals nach langer Zeit gelang es auch ihr, ihrer Tochter ein Lächeln abzugewinnen. Gertrud die alte Hexe. Das stimmte beide ein wenig fröhlich.

Leonas – Teil 19
Leonas tippte mit seinen Füßen ungeduldig hin und her, während er immer wieder auf die Uhr an der Wand und danach auf sein Handy schaute. Der Unterricht interessierte ihn heute gar nicht, denn er war sehr besorgt. Kai war heute nicht zur Schule erschienen und das, obwohl dieser ihm heute Morgen noch „Bis später!“ als letzte Nachricht zukommen ließ. War ihm vielleicht etwas zugestoßen. Er fragte bei einem Jungen aus Kai´s Clique nach, der Leonas zunächst verwirrt und dann böse ansah. „Keine Ahnung. Wir wissen auch nicht wo er steckt und wenn, dann würden wir es DIR bestimmt nicht sagen. Das geht dich nämlich einen feuchten Scheißdreck an!“
Leonas ignorierte die letzte Aussage und blickte erneut besorgt auf sein Handy. Er hat mehrmals versucht Kai zu kontaktieren, aber er las seine Nachrichten nicht mehr. In der ersten Pause nutzte Leonas schließlich die Gelegenheit und rief ihn auf sein Handy an. Die Überraschung folgte prompt: Kai drückte ihn weg! „Er hat mich weggedrückt.“, sagte Leonas schockiert zu seiner Freundin.
„Du willst das vielleicht jetzt nicht hören, aber ich hab dir doch gesagt, dass er ein Arsch ist.“, sagte Sarah, deren Meinung über Kai gerade völlig unangebracht war.
Leonas wandte sich anschließend an ihre Klassenlehrerin und fragte, ob sie etwas über Kais Verbleib wusste. Ihre Antwort war aufschlussreich: „Kai hat Grippe. Seine Mutter hat vorhin im Sekretariat angerufen und ihn für die ganze Woche krank gemeldet.“ Endlich wusste Leonas, warum Kai nicht zur Schule erschien. Sein Verhalten war dennoch eigenartig.
Leonas war zwar bewusst, dass Kai es nicht mochte, wenn er bei ihm Zuhause aufschlug, aber er wollte unbedingt wissen, warum er ihn weggedrückt hatte und nicht auf seine Nachrichten reagierte. Also marschierte er nach der Schule geradewegs zu Kai, statt zu sich nach Hause. Bereits aus der Ferne konnte Leonas erkennen, dass bei Kai die Vorhänge zugezogen waren. Schlief er vielleicht gerade? Leonas wusste er ging ein Risiko ein, wenn er bei Kai klingelte, aber seine Sorge war größer als alles andere. „Guten Tag Frau Schumann, ich bin ein Klassenkamerad von Kai und wollte ihm die Hausaufgaben vorbeibringen.“, log Leonas, ohne rot zu werden.
Frau Schumann blickte ihn zuerst verwirrt, dann skeptisch und schließlich ganz finster an. „Du bist das, richtig?“ Leonas verstand nicht, was sie meinte. „Du bist der Junge, der meinem Sohn den Kopf verdreht hat!“ Nun musste Leonas kräftig schlucken. Hat Kai sich etwa bei seinen Eltern geoutet?

54 --- Flo (Teil 18), Ricardo (Teil 21), Leonas (Teil 20) & Nils (Teil 22) !
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon MusaMelody » 07 Nov 2017, 20:00

Ich bin auch mal wieder zurück! Ist ja echt viiiel passiert..

Eeeendlich hat Jannik den Kronthaler geküsst! Gott wie ich mich darüber gefreut habe xD (Seine Rkt war zwar erstmal zu erwarten, aber trotzdem.. yaay x3)
Sorry wenn ich das Mal so hart raushaue, aber meiner Meinung nach ist Nils von allen guten Geistern verlassen worden.. das ist schon sehr realitätsfern.. aber echt.
Wie das mit Lucas und Felix weitergeht.. hm, trauen tu ich dem Lucas nicht ganz. Aber wer weiß...
Das bei Ricardo ist auch etwas krass, hoffe der bekommt keine Schwierigkeiten wegen dem Gesundheitstest und dem Pornofilm da..
Oh-oh, Leonas ist jetzt wohl in Schwierigkeiten. Und Kai wahrscheinlich erst. Ob die Mutter ihn geschlagen hat, nicht wollte dass das gesehen wird und ihn deswegen krankgemeldet hat?

Bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht.
LG
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 08 Nov 2017, 23:09

Hey Sky, starker Teil wieder einmal!

Nils ist also wieder erwacht, aber noch nicht so, wie wir uns das wünschen würden. Ich frage mich wirklich, wann er realisiert, was Valentin wirklich ist bzw. was notwendig sein muss, damit er es realisiert. Ich rieche da einen neuen Konflikt mit seinem Bruder. Vielleicht ist dieser auch derjenige, der es schafft Nils endlich wirklich die Augen zu öffnen...
Fest steht, etwas MUSS dringend geschehen. Wie ist das eigentlich, hat Valentin Nils jemals erzählt, wo er "wohnt"?

Manuelas Parts sind tatsächlich seit einiger Zeit verdächtig ruhig und sorgenfrei. Das ist mir zunächst gar nicht so klar gewesen, aber jetzt, wo Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte! darauf hingewiesen hat, finde ich das auch... eigenartig. Da kommt doch noch was...

kein Autoliebhaber hat geschrieben:Ergo: Autos sind böööse!!!

:lol: Du hast Recht, das ist ja wirklich erschreckend, wie viele Auto-Zwischenfälle es in Deinen Geschichten gab ^^

Aha, also hat die Jobberei von Ricardo doch Schattenseiten. Sehr schön hat mir gefallen, dass Du das grenzwertige Verhältnis zwischen seinem Alter und der Tätigkeit herausgestellt hast. Aber was hat es jetzt mit dem Gesundheitscheck auf sich? Und was könnten Ricardo da für Probleme erwachsen? Hätte er den vor Beginn der Dreharbeiten haben müssen, dann hätte doch der Produzent darauf geachtet, oder?

Leonas' Kapitel fand ich sehr gut diesmal. Was der Hintergrund zu Kais Reaktionen (oder vielmehr Ausbleiben dieser) ist, könnte tatsächlich ein (unfreiwilliges?) Outing seinen Eltern gegenüber sein. Aber ist das von Kai ausgegangen, der endlich anfangen wollte, Farbe zu Leonas zu bekennen oder wurde er "verraten"? Wenn ja, von wem? Außer Leonas und Kai weiß doch nur noch Sarah von der Beziehung. Und ich glaube irgendwie nicht, dass sie da drin verwickelt ist.
Jedenfalls spricht es stark für Leonas, dass er sich einen Dreck darum schert, was Kais Clique von ihm halten mag. Er macht sich Sorgen um seinen Freund und spricht die Typen darauf an, egal, ob sie ihn daraufhin beleidigen. Kai ist Leonas wichtiger, als sein eigenes Ego - das ist schön.

Da es nächstes Mal mit fast denselben Leuten weitergeht, freue ich mich jetzt schon riesig auf Freitag :-)

LG, Arokh

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 10 Nov 2017, 17:48

Hallo zusammen!
Ich hab es mal ausgerechnet und wenn alles gut läuft, endet diese Geschichte mit Kapitel 68, vielleicht auch erst mit Kapitel 70. Abwarten. Jedenfalls war meine Einschätzung, dass mit Kapitel 50 das letzte Drittel begann, goldrichtig.

@MusaMelody: Yeah, noch ein Jannik-Fan :D Bei ihm wirst du dich übrigens gedulden müssen, bis es weiter geht. Erst in Kapitel 58 spielt Jannik wieder eine Rolle. Bis dahin musst du mit Ricardo, Leonas und Co. Vorlieb nehmen. Bei Leonas war deine Einschätzung gar nicht mal sooo schlecht, aber das kannst du gleich selber nachlesen. Und zu Nils: Da hast du natürlich absolut richtig. Es mag hart ausgedrückt sein, aber es entspricht den Tatsachen. Dennoch kann Nils einem doch Leid tun oder? Jedenfalls wartet heute noch ein längerer von ihm auf euch.

@ArokhsSohn: Sieh mal einer an... du warst nur an zweiter Stelle, der kommentiert hat xD. Zu Nils: Valentin hat ihm glaub ich nie erzählt, wo er wohnt, bzw. wissen wir auch nicht alles, was Nils mit Valentin in seinen Träumen erlebt hat. Das bleibt eurer Fantasie überlassen. Ich hab es aber allgemein vermieden, Infos über Valentin rauszuhausen, da er ja nicht existiert. Zu Manuela: ^^ Als Tipp am Rande, noch einmal Kapitel 42 mit ihr durchlesen. Zu Leonas: Ist er jetzt in deiner Gunst gestiegen?^^


54 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Realitätsverlust. So bezeichnet man das, was Nils widerfahren ist - leider. Ob er heute einsehen wird, dass Valentin nur in seiner Fantasie existiert? Während Nils quasi an sein Bett gefesselt ist, haben auch Flo, Ricardo und Leonas mit Problemen zu kämpfen. Flo hat offenbar richtig angefangen, sich zu ritzen. Das das auf Dauer keine Lösung ist, sollte jedem von uns klar sein. Man darf gespannt sein, welche Rolle hier Alexander noch spielen wird. Ricardo hat seinen ersten Pornodreh hinter sich. Dieser Mr. Garson ist einem jedoch suspekt, wenn er A) Minderjährige beschäftigt und B) von ihnen gar keinen Gesundheitsnachweis verlangt. Das ist nicht nur gefährlich, sondern auch absolut bescheuert! Jedenfalls könnte Ricardo sich damit sein Leben versaut haben. Zu guter Letzt noch Leonas: Sein Freund Kai hat sich allem Anschein nach endlich bei seinen Eltern geoutet. Oder war es gar unfreiwillig? Sicher werden wir heute mehr darüber erfahren. Eines steht jedenfalls fest: Leonas und Kai ist bislang keine fröhliche Beziehung gegönnt. Doch Leonas wird so schnell nicht aufgeben...

    Mit diesen Worten verabschiede ich mich ins Wochenende. Bis bald!
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Nils Tannenlöh: verliebt in Valentin, der allerdings nur eine Traumfigur zu sein scheint
Valentin: Schwarm von Nils, den er in seinen Träumen kennengelernt hat
Ralf Tannenlöh: Nils großer Bruder
Herr und Frau Tannenlöh: Die Eltern von Ralf und Nils
-
Ricardo (17): hatte Sex, während er dabei fotografiert wurde
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf
-
Leonas: Leicht übergewichtig; heimlicher Freund von Kai
Kai Schumann: Anführer einer Schulclique; heimlicher Freund von Leonas
Frau Schumann: Kais Mutter
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; arbeitet als Servicekraft in einem Restaurant
Sebastian: Bester Freund von Flo
Alexander: Junger Mann, den Flo auf der Straße kennenlernte


Flo – Teil 18
Flo unternahm mit ihrem Freund Sebastian einen Spaziergang durch den Park. Es war schönstes Oktoberwetter. Ein goldener Herbst sozusagen. „Ist das nicht herrlich?“, fragte Sebastian seine Freundin. „Meinetwegen könnte es das ganze Jahr über Herbst sein. Nicht zu heiß, nicht zu kalt und all die vielen bunten Farben in der Natur. Ein Traum! Nur eine Sache stört mich irgendwie ein wenig: Warum in Herrgottsnamen bist du eingepackt, wie im tiefsten Winter?“
„Mich friert es eben leicht.“, meinte Flo, was aber gelogen war. Sie versuchte lediglich die Narben an ihrem Arm zu verdecken. Sebastian würde es nicht gutheißen, was Flo tat. Sie war ja selbst darüber besorgt gewesen, was sie getan hatte, aber es war irgendwie wie ein Zwang.
Flo hörte ein Rascheln hinter sich und drehte sich schlagartig um. Zwei Jungs tollten im Herbstlaub umher. Flo atmete erleichtert aus. „Was ist denn los? Das ist jetzt schon das dritte Mal heute, dass du dich schreckartig umdrehst. Glaubst du, dich verfolgt irgendjemand?“
Flo täuschte ein Lächeln vor. „Sei nicht albern. Ich bin eben nur ein wenig schreckhaft. Schließlich ist auch bald Halloween. Dieses Fest mochte ich noch nie!“
„Dich friert`s leicht und du bist schreckhaft. Ist notiert.“, sagte Sebastian, wenngleich auch skeptisch.
Die beiden Freunde setzten ihren Spaziergang unbeschwert fort, ungeahnt dessen, dass Flo sich nicht getäuscht hatte und sie tatsächlich verfolgt wurden. Hinter einem Baum lauerte eine Person. Genauer gesagt ein Mann. Es war Alexander!

Ricardo – Teil 21
„Danke, dass du mich hierher begleitest hast.“, sagte Ricardo zu Martin, während sie im Wartezimmer des Gesundheitsamtes saßen und Martin in einer Zeitschrift blätterte. „Wenn du aber was Dringenderes vorhast, dann kannst du mich gerne alleine lassen.“
Martin warf die Zeitschrift zurück auf den Stapel und blickte Ricardo mit runzelnder Stirn an. „Mach jetzt nicht auf taff Kleiner. Du bist allein. Du hast nur mich, denn außer mir weiß schließlich keiner was du getan hast… oder in diesem Fall nicht getan hast.“ Ricardo blickte beschämt zu Boden. „Du willst, dass ich gehe? Dann gehe ich, aber dann hätte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich genau weiß, wie du dich gerade fühlst und dieses Gefühl wird nicht vorübergehen, bis du das Testergebnis in deinen Händen hältst. Glaub mir, ich war schon einmal in derselben Lage wie du.“
„Und was kam bei dir raus?“, fragte Ricardo nun neugierig.“
Martin antwortete zunächst nicht und blickte Ricardo aufmunternd an. Doch dann: „Nicht dein Alter war damals der Grund, warum ich nicht mit dir Sex haben wollte. Genügt dir das als Antwort?“ Ricardo war von dieser Erkenntnis sichtlich betroffen. Martin hatte also HIV?! „Und? Wirst du noch einmal einen Porno drehen? Wirst du der neue Star am Pornohimmel?“
Ricardo schüttelte den Kopf. „Ich denke nicht. Das ist doch nicht so mein Ding.“
Martin wirkte erleichtert. „Da bin ich ehrlich gesagt froh darüber. Du bist ein lieber Kerl und noch sehr jung…, mach dein Leben nicht mit so etwas kaputt.“
„Ricardo Vasquez!“, rief eine Assistentin ihn auf.
Ricardo atmete ein und wieder aus. „Vielleicht hab ich das schon…“

Leonas – Teil 20
Leonas war so überrascht von der Aussage von Frau Schumann, dass er zunächst kein Wort aus sich herausbrachte. Vermutlich ein Fehler, da Kais Mutter dies als Bestätigung ihrer Aussage ansah. Doch das was folgte, schockiert Leonas nur noch mehr: „Jetzt hör mir gut zu, denn ich werde dir das nur einmal sagen.“ Frau Schumann kam Leonas bedrohlich nah und sah ihn mit einem Blick an, der so hasserfüllt war, dass Leonas richtig Angst bekam. „Mein Sohn… will mir dir und deinesgleichen nichts mehr zu tun haben. Was auch immer du ihn eingeredet haben magst, wir werden dafür Sorge tragen, dass er nicht so wird. Notfalls wird sein Vater es schon aus ihm herausprügeln.“
Leonas klappte der Mund auf, doch noch ehe er ein Wort sagen konnte, schlug Frau Schumann ihm die Tür wieder vor der Nase zu. Leonas stand starr vor dem Haus. Was sollte er tun? Er konnte doch jetzt nicht einfach nach Hause gehen und Kai seinem Schicksal überlassen.
Leonas blickte sich hilfesuchend um, als er ein Abflussrohr an der Hauswand entdeckte, welches an Kais Zimmerfenster vorbei lief. Leonas sah sich um, ob ihn keiner sah und als er seinen Schulranzen auf dem Beet der Schumanns abgelegt hatte, machte er sich an den Aufstieg. Leicht fiel es ihm nicht, aber für Kai brachte er eine noch nie dagewesene Kraft auf, die ihn bis nach oben brachte. Leonas klopfte vorsichtig an Kais Fenster, denn die Gefahr, dass er von seiner Mutter entdeckt wurde, bestand noch immer. Zunächst tat sich nichts und Leonas klopfte ein weiteres Mal. Dann jedoch mit Erfolg, denn Kai zog den Vorhang zur Seite. „Le-Leonas!“, rief er mehr als überrascht.
„Lass mich rein.“, sagte Leonas bettelnd.
„Geht nicht. Mein Dad hat die Fenster verriegelt.“, erklärte Kai ihm. „Und bevor du fragst: Mit einem sehr starken Kleber. Sie haben mir auch meinen Computer und mein Handy weggenommen und mich hier eingesperrt. Ich… ich hab mich heute Morgen bei ihnen geoutet.“ Leonas sah Kai mitfühlend an und als er Kummer und Leid in seinen Augen sah, brach es ihm das Herz ihn so zu sehen. „Hey.“, sagte Kai plötzlich. „Bist du etwa aus eigener Kraft hier hochgeklettert?“
Leonas lächelte. „Ich mag ´ne Niete in Sport sein, aber für dich würde ich alles tun.“
Kai ließ sich zu einem Lächeln durchringen, was jedoch nur von kurzer Dauer war. „Meine Eltern meinten ich sei krank! Kannst du dir das vorstellen? Meine eigenen Eltern!“
„Ich werde dich hier rausholen. Ich weiß noch nicht wie, aber ich hol dich hier raus, versprochen!“ Leonas legte seine rechte Hand an Kais Fenster, während er sich mit seiner linken Hand am Rohr festklammerte. Kai legte seine Hand ebenfalls an die Fensterscheibe. Zwischen den Beiden lag eine Barriere, aber Leonas nahm sich fest vor, auch diese Hürde zu meistern.

Nils – Teil 22
Nils lag in seinem Bett und konnte an nur eines denken: Valentin. Sein Unfall und seine Verletzungen interessierten ihn gar nicht. Er wollte einzig und allein wissen, wie es Valentin ging. Ob er schon von seinem Unfall gehört hatte? Vielleicht war er schon auf dem Weg zu ihm. „Wo ist mein Handy?“
„Hm? Ach so, nun das ist bei deinem Unfall kaputt gegangen.“, antwortete Ralf ihm. „Oh Mann, ich halt´s nicht mehr aus. Meine Blase. Ich benutz mal kurz deine Toilette hier.“
Ralf verzog sich auf die Toilette und ließ Nils für einen Moment alleine im Zimmer. Dies sollte sich als Fehler erweisen, denn sein kleiner Bruder stürzte sich in die Erinnerungen mit Valentin: „Du bist süß, wenn du peinlich berührt bist, aber jetzt sollten wir uns trennen.“, sagte Valentin bei einem ihrer ersten Dates zu Nils und drückte ihm einen zarten Kuss auf die Wange.
„Trennen? Schade…, aber sehen wir uns denn mal wieder?“, fragte Nils leicht enttäuscht, obwohl der kleine Kuss auf seine Wange seine Glückshormone enorm in Wallung brachten.
„Ich denke schon…, wenn du es willst.“, antwortete Valentin ihm lächelnd.
„Ich will.“

Nils blickte auf sich herab. Er war eigentlich bewegungsunfähig und zudem an allerlei Schläuchen angeschlossen, doch wurde ihm das alles zunehmend egal. Er wollte Valentin wiedersehen. Er musste Valentin wiedersehen. „Dein Freund ist ein richtiger Kavalier… und so gutaussehend.“, sagte Nils Mutter heute Abend beim Dinner zu ihm. „Den musst du behalten!“
„Das werde ich Mum. Valentin und ich bleiben für immer zusammen!“, entgegnete Nils stolz.

Nils bewegte seine Muskeln. Tausende Schmerzen ereilten ihn, doch dies war ihm schlichtweg egal. Nils löste sich von den Schläuchen und versuchte aufzustehen. Dies ging jedoch gründlich schief und Nils stürzte zu Boden. „Hey Nils, was ist da draußen bei dir los?!“, hörte er Ralf laut rufen.
„Weißt du was ich glaube? Deinen Valentin gibt es gar nicht. Du hältst uns hier alle nur zum Narren.“, sagte Ralf beim Dinner, als Valentin zunächst nicht erschienen war.
„Valentin existiert!“, schrie Nils. „Es ist mir egal, was du oder alle anderen glauben. Valentin ist mein Freund und wir werden auf ewig zusammen bleiben!“

Nils` Träume vermischten sich mit der Realität. Er konnte nicht mehr auseinanderhalten was Fiktion und was der Wirklichkeit entsprach. Nils Wille, Valentin wiederzusehen, gab ihm eine noch nie dagewesene Kraft. Nils versuchte vom Boden aufzustehen. In seinen Gedanken rief er immer wieder „Valentin, ich komme zu dir!“, bis er es irgendwann auch laut aussprach.
Das Herz pochte, jeder Muskel schmerzte und Nils drohte die Besinnung zu verlieren, doch er versuchte es weiter und gelangte sogar zur Tür. Da tauchte Ralf wieder im Zimmer auf und hielt ihn zurück, auf den Flur zu kriechen. „Verdammt Nils, was tust du denn? Bist du verrückt geworden?!“
Und in diesem einen Moment erlitt Nils einen Nervenzusammenbruch. „Lass mich los! Ich muss zu Valentin! Er wartet doch auf mich! Du sollst mich loslassen!“, schrie er und Tränen rannen ihm ins Gesicht. Nils schlug mit seinen Armen umher, was ihm nur noch mehr Schmerzen einbrachte.
Nils Geschrei sorgte dafür, dass zwei Krankenschwestern, der Arzt und seine Mutter angerannt kamen. Seine Mutter war fassungslos und hielt sich die Hände vor den Mund, während das Krankenhauspersonal seine Arbeit vollrichtete. Doch Nils schrie immerzu: „Lasst mich los! Ihr versteht das nicht. Valentin braucht mich – ich brauche ihn!“
„Bitte versprich mir, dass du mich nie – nie wieder verlässt! Bitte bleib für immer bei mir!“
„Ich verspreche es.“, sagte Valentin, was Nils selig stimmte.
Nils hatte keine Chance. All seine Kraft war vergebens. Sein einst so wunderschöner Traum, hatte sich zu einem Albtraum entwickelt.

55 --- Moritz (Teil 23), Flo (Teil 19), Felix (Teil 23) & Ricardo (Teil 22) !
(Änderungen vorbehalten!)


So und anbei gibt es endlich mal wieder eine Übersicht über alle bisherigen Verbindungen. Musste die Skizze neu überarbeiten:
Dateianhänge
Queer durchs Leben.png
Verbindungen der Protagonisten
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 13 Nov 2017, 18:03

55 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Neue Woche, neues Glück..., oder sollte ich besser Unglück sagen? Nachdem in Kapitel 54 die Geschichten von Ricardo und Flo fortgesetzt wurden, geht es heute nahtlos weiter. Flo hat mit ihrer inneren Angst zu kämpfen, die ungeahnte Ausmaße annimmt, während Ricardo mit einer Entscheidung zu kämpfen hat, die sein ganzes Leben beeinflussen könnte. Beide Rollen sind nicht sooo beliebt (zumindest, hat sich keiner großartig dazu geäußert), weshalb es heute auch bei Moritz und Felix weitergeht. Die Zwei sind nämlich beliebt! Nachdem Jacob Felix dabei gesehen hat, wie er einen anderen Jungen küsst, hatte er die Schnauze von allem voll - auch von Moritz? Wie wird es Moritz nun im Kinderheim ergehen, wo Jacob ihn womöglich nicht mehr besuchen kommt? Während Moritz uns auch im darauffolgenden Kapitel beehren wird, haben wir es bei Felix heute mit einem kleinen "One-Night-Stand" zu tun. Die Hochzeit rückt immer näher und in Anbetracht dessen, dass Skystar im Finalfieber ist, können wir uns mit Sicherheit auf einiges gefasst machen.

    Schöne warmerfüllende Grüße
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Max: Kater von Moritz
Lara: Waisenkind; bezeichnet sich selbst als vorlaut und direkt
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
Frau Hoffman: Arbeitet bei der Trauerbewältigung
-
Felix Brecheisen (17): lebte in einem Kinderheim, bis Frau Brecheisen ihn adoptierte
Lucas Brecheisen(15): wohlhabend aufgewachsen; ziemlich vorlaut und frech
Amadeus Wohlfahrt: Ein Junge aus einer wohlhabenden Familie; soll Felix heiraten
Charlotte Brecheisen: Französin; adoptierte Felix ohne ihn näher kennenzulernen
-
Ricardo Vasquez (17): hat einen Vertrag bei einem Pornostudio unterschrieben
Sanchez: Gebürtiger Spanier und Model von Martin
Dennis Garson: Geschäftsführer eines Pornostudios
Barry Gold: Angesagtester Pornodarsteller Deutschlands
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; ritzt sich
Alexander: Ehemaliger Date-Partner, der Flo nun hinterherzuspionieren scheint


Moritz – Teil 23
Moritz saß allein in seinem Zimmer… und langweilte sich. Seitdem Jacob ihn nicht mehr besuchte, war jeder Tag wie der andere: Lang und unfassbar öde! Dabei bot das Waisenhaus eigentlich so viele tolle Möglichkeiten, um ein wenig Spaß zu haben. Nur hatte er irgendwie keine Lust drauf…
Die anderen Kinder… waren okay, ja sie waren okay. Moritz hatte sich tatsächlich bemüht, den anderen Jungs etwas näher zu kommen, aber keiner von ihnen war wie Jacob und außerdem hatte es den Anschein, als wollten die anderen Jungs gar nichts mit ihm zu tun haben wollen. Sobald Moritz ihnen den Rücken zuwandte, tuschelten sie untereinander über ihn. Glaubten sie etwa, das bekäme er nicht mit? Er bekam jedes einzelne Wort mit! „Ich weiß nicht wie ihr das seht Jungs, aber dieser Moritz ist irgendwie eigenartig.“, sagte ein dunkelhaariger Junge, der einen Kopf kleiner als Moritz war. „Ich glaube, der will gar nicht gemocht werden. Der gehört zu der Sorte Einzelgänger.“
Moritz konnte es nur schwer begreifen, aber allem Anschein nach, hatte er hier nur einen einzigen wirklichen Freund und der war klein, ein Rumtreiber und sehr haarig. „Na Max, hast du wenigstens schon einen Freund hier gefunden? Vielleicht eine Maus namens Jerry?“, fragte Moritz seinen Kater, als dieser durchs Fenster sprang und ihn mit einem freudigen Miau begrüßte. „Ja, das dachte ich mir. Da geht es dir nicht anders wie mir. Oh man… mein einziger Gesprächspartner ist ein Kater.“
Moritz stand auf und verließ sein Zimmer, um den anderen Kindern im Aufenthaltsraum ein wenig Gesellschaft zu leisten. Er hatte gehofft, Lara hier anzutreffen, doch konnte er sie nicht erspähen. Dafür aber die Jungs, die ständig über ihn tratschten. „Hey, seht mal wer da ist.“, sagte der kleine, dunkelhaarige Junge, der gerade mit drei anderen Jungs Billard und Darts spielte. „Scheint so, als hätte er endlich herausgefunden, wie er seine Zimmertür öffnen kann.“ Die anderen Jungs lachten über diese dumme Bemerkung. Moritz ignorierte die Vier und setzte sich auf das Sofa. Er zog ein paar Zeitschriften zu sich heran und blätterte sie durch.
Doch die Langeweile war einfach nicht zu vertreiben. Bis Herr Hendricks im Aufenthaltsraum erschien und nach ihm suchte. „Ah, wie ich sehe, hast du dich hier inzwischen ein wenig besser eingelebt.“, meinte er, was aber eigentlich so gar nicht stimmte. „Moritz, das ist jetzt vielleicht der falsche Zeitpunkt, aber ich muss dich dennoch bitten, mich in mein Büro zu begleiten.“
„Was gibt es denn?“, fragte Moritz irritiert. „Hat Max wieder etwas angestellt?“
„Max?“ Nun war es Herr Hendricks, der irritiert guckte. „Oh Max, dein Kater, nein, der benimmt sie genauso vorbildlich wie sein Herrchen. Nein, es geht um etwas ganz anderes. Frau Hoffman ist hier, die kann dir alles viel besser erklären als ich.“

Flo – Teil 19
Flo saß unruhig im Wohnzimmer und spielte an ihren Fingern herum. Eine innere Unruhe hatte sie heimgesucht, denn Flo glaubte, dass Alexander sie heimlich beschattete. War er etwa einer dieser irren Stalker? Flo packte mit ihrer rechten Hand ihr linkes Handgelenk, wo sie sich zuletzt Wunden zugefügt hatte. Die Unruhe in ihr, sorgte dafür, dass sie sich zunächst leicht und dann immer mehr zu kratzen begann. Irgendwann hielt es Flo nicht mehr länger aus und sie ging ans Fenster, um einen Blick auf die Straße zu erhaschen. Von Alexander war nichts zu sehen, doch konnte er sich genauso gut verstecken und nur darauf warten, ihr in einem unachtsamen Moment aufzulauern. Sein Motiv war ihr aber nicht ganz klar. Er hatte schließlich sie abserviert und nicht umgekehrt.
Flo ließ ihr Handgelenk los und griff sich mit beiden Händen an die Brust, um durchzuatmen, aber vergebens. Flo rannte ins Badezimmer, schloss hinter sich die Tür ab und kramte in ihren Kosmetik-Utensilien nach etwas Bestimmten. Je länger ihre Suche anhielt, desto unruhiger und panischer wurde sie und als ihre Suche zunächst erfolglos verlief, schüttete sie den ganzen Inhalt ihres Beutelchens ins Waschbecken. Schließlich fand sie doch noch das, wonach sie gesucht hatte: Eine Nagelfeile. Flo setzte sich mit dem Rücken zur Badewanne und ließ die Nagelfeile über ihr Handgelenk wandern. Angst. Panik. Verzweiflung. Flo sah nur einen Ausweg, auch wenn er falsch war. Sich selbst Schmerzen zuzufügen, lähmte sie und verbannte ihre Angst für eine gewisse Zeit hinter eine Barriere. Doch was würde passieren, wenn diese Barriere für immer verschwand?

Felix – Teil 23
In wenigen Tagen war die Hochzeit. Familie Brecheisen und die Eltern von Amadeus überließen nichts dem Zufall und planten jedes einzelne Detail. Am 3.November sollte die Hochzeit steigen. Die Trauung und die anschließende Hochzeitsfeier sollten auf dem Grundstück der Brecheisens erfolgen. Frau Brecheisen schien die Hochzeit bereits von langer Hand geplant zu haben, denn als sie an einer Rose in ihrem Rosengarten schnupperte, sagte sie: „Ich wusste bereits damals, dass es sich lohnen würde, die alle hier anzupflanzen. Das wird eine Traumhochzeit!“
Felix war sich sicher, dass ihr Traum schon bald ein jähes Ende fand, wenn Amadeus „nein“ sagen würde, aber das behielt er natürlich für sich. Stattdessen spielte er vorerst mit und gab sich als den perfekten Bräutigam aus. „Ich hab mein Ehegelübde fertiggeschrieben. Darf ich es euch vorlesen?“
„Aber natürlich. Nur keine falsche Bescheidenheit.“, sagte Frau Brecheisen, während sie gemeinsam im Wohnzimmer saßen. Auch Lucas war zugeben, der sich gelangweilt die Fingernägel schnitt.
Felix stellte sich vor den Beiden auf und las laut vor, was er sich auf einem Zettel notiert hatte: „Lieber Amadeus. Völlig unerwartet bist du in mein Leben getreten und völlig unerwartet hast du Besitz von meinem Herz ergriffen. Es schlägt so laut, wenn du in meiner Nähe bist, es schlägt für immer, solange ich an dich denke und es wird nie aufhören zu schlagen, auch wenn einer von uns nicht mehr da ist. Meine Vergangenheit ist von Trauer und Schmerz erfüllt, doch dank dir, ist meine Zukunft mit Hoffnung und viel Liebe erfüllt. Du bist mein leuchtender Stern am Nachthimmel, der mir den Weg weist, damit ich nicht verloren geh. Ich werde bei dir sein – für immer und ewig!“
Felix hörte auf zu lesen. Ganz unerwartet stand Frau Brecheisen auf und klatschte gerührt in ihre Hände. „Fabelhaft! Wunderschön! Das ist einfach hinreißend!“ Felix lächelte kurz beschämt und blickte zu Lucas, der zwar überrascht wirkte, aber auch aussah, als müsste er sich übergeben.
Felix lächelte dennoch in sich hinein, obwohl ihm gar nicht nach Lächeln zumute war. Als er das Ehegelübde schrieb, musste er nämlich nicht an Amadeus, sondern an Jacob denken. Er vermisste ihn so sehr, wie keinen anderen und hoffte, dass er noch immer auf ihn wartete.

Ricardo – Teil 22
Ricardo stand vor dem Gebäudekomplex, was nach außen hin eigentlich nichts hergab. Doch innen drin ging es turbulent zu. Die meisten Menschen wussten vermutlich gar nicht, dass in dem Gebäude Pornos gedreht wurden. Die Nachbarschaft würde dies vermutlich nicht gutheißen, auch wenn sie sich hier im Industriegebiet befanden.
„Freut mich, dass du hier bist. Ich hab schon geglaubt, wir hätten dich beim ersten Mal vertrieben.“, begrüßte Dennis Garson ihn und begleitete ihn daraufhin in dessen Büro. „Der Regisseur meinte, du wärst sehr aufgeregt gewesen, aber das ist normal. Jedem Neuling ergeht es so.“
„Ich hoffe, dass Video taugt wenigstens zu was.“, meinte Ricardo etwas beschämt.
„Ach du hast es noch gar nicht gesehen? Es ist bereits auf der Plattform anzusehen. Du musst dich nur einloggen. Warte, ich zeig es dir…“ Mr. Garson tippte in seinen Laptop, doch Ricardo winkte ab.
„Nicht nötig. Ich kann es mir Zuhause genauso gut ansehen. Als Darsteller hab ich ja freien Zugang darauf.“, meinte Ricardo, der zwar daran interessiert war, sein erstes Werk zu bestaunen, aber nicht in der Gegenwart von Mr. Garson oder sonst irgendjemanden.
„Barry hat von dir geschwärmt.“, sagte Mr. Garson plötzlich, was Ricardo überraschte. „Er meinte für einen Jungspund wie dich, hast du dich sehr vorbildlich und gut geschlagen und er muss es wissen. Er hat im selben Alter wie du mit dem Drehen von Pornos angefangen. Jetzt ist er mitte zwanzig und ein echter Pornostar. Wer weiß, vielleicht wirst du ja sein Nachfolger?!“
„Ja also was das anbelangt…“ Ricardo versuchte die richtigen Worte zu finden, denn ein wenig unangenehm war ihm das schon. „Ich glaube das war mein erster und zugleich auch letzter Dreh zu einem Porno. Verstehen Sie mich nicht falsch, es war toll und so, aber nicht so meins, glaube ich.“
Dennis Garson atmete frustriert aus. „Schade, aber da kann man nichts machen. Du hast Talent Junge und hättest eine rosige Zukunft vor dir gehabt, aber ich will dich schließlich zu nichts zwingen.“
„Also ist unser Vertrag passé?“, harkte Ricardo vorsichtig nach.
„Aber sicher doch. Natürlich!“, antwortete Mr. Garson euphorisch. „Schade nur, dass ich nun den geplanten Dreh mit Sanchez Gutierrez absagen muss. Er hatte sich schon so auf dich gefreut. Er meinte, er kenne dich bereits und du wärst ein klasse Typ.“
„Sanchez?“, wiederholte Ricardo nun verblüfft. „Sanchez aus Spanien?“ Mr. Garson nickte und Ricardo biss sich auf die Unterlippe. „Nun…, ich glaube ich habe meine Meinung geändert. Wenn es nicht zu spät ist, dann würde ich beim nächsten Videodreh doch gerne dabei sein wollen…!“

56 --- Damian (Teil 23), Flo (Teil 20), Moritz (Teil 24) !
(Ausnahmsweise mal wieder nur drei Geschichten in einem Kapitel!)
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 15 Nov 2017, 21:49

Hi Sky,

bei den neuen Teilen ist wieder alles dabei: von „Na ja, gut halt eben“ bis hin zu „Boah, noch mehr Gefühl und ich zerfließe“.

Flo’s Teile sind jetzt nicht schlecht, sie rangiert aber immer noch an letzter Stelle. Dafür sind einfach zu viele richtig fesselnde Teile der anderen dabei. Wobei es schon durchaus spannend ist, wie sich ihr Drang sich selbst zu verletzen noch entwickeln wird. Sie ist da ganz schön von äußeren Umständen getrieben, was je nach psychischer Stabilität echt gefährlich werden kann. Und was geht denn mit diesem Alexander, dass er ihr versteckt folgt? Stalker? Ich meine, ernsthaftes Interesse schön und gut, aber das wirkt einfach mal nur verdächtig.

Bei Ricardo wundert mich etwas Martins Reaktion und Aussage, dass er froh ist, dass Ricardo keine Pornos mehr drehen will. Ganz so unverwandt sind seine Bilderchen ja nun auch nicht, oder? Davon mal abgesehen, macht Martin ja auch Geld mit einem Minderjährigen… Kommt mir ein bisschen scheinheilig vor, der Gute.
Tja und aus dem Absprung aus dem Geschäft wird wohl erstmal nix, denn wenn es um den hübschen Spanier geht, schweigen alle Alarmglocken bei Ricardo. Ist das Zufall, dass Sanchez ebenfalls Geschäfte mit Martin UND Garson macht oder wieso steht ganz plötzlich ein Dreh mit dem Kerl auf dem Plan, den Ricardo so vergöttert. Es ist ja nicht so, dass Martin dass nicht wüsste und dies Garson mitgeteilt haben könnte… Da wird doch wohl nicht mit Lockmitteln der etwas anderen Art gearbeitet…
Ich lese den Teil übrigens so, dass bei Ricardo gesundheitlich alles i. O. ist?

Leonas‘ Part war dieses Mal wirklich schön und hat ihn im Ranking definitiv „nach oben klettern“ lassen ^^
Ich finde es gut, dass Kai sich getraut hat, sich zu outen – die Reaktion darauf… darüber brauchen wir nicht zu diskutieren – da hat sich doch endlich gezeigt, dass Leonas ihm wirklich wichtig ist. Die Abschlussszene des letzten Teils war ja wirklich unheimlich süß. Ich bin gespannt, was Leonas auf die Beine stellen will, um Kai zu helfen.

Der Hammer an Emotionalität war natürlich Nils. Seine Situation ist so dermaßen verzweifelt, dass es wirklich weh tut, ihn da so verblendet zu sehen. Die Rückblenden waren in dem Zusammenhang wirklich gut platziert und haben den Effekt verstärkt. Und am Ende, als er den Nervenzusammenbruch hatte, ist mir echt ein Schauer über den Rücken gelaufen. Das war richtig heftig und hat mich absolut erreicht!

Ach übrigens:
Nils` Träume vermischten sich mit der Realität. Er konnte nicht mehr auseinanderhalten was Fiktion und was der Wirklichkeit entsprach. Nils Wille, Valentin wiederzusehen, gab ihm eine noch nie dagewesene Kraft. Nils versuchte vom Boden aufzustehen.

Da steht meiner Meinung nach zu oft hintereinander Nils am Anfang. Vielleicht könntest Du das etwas abwechslungsreicher gestalten.


Oha, Moritz hat sich wohl offenbar ein bisschen in Jacob verguckt. Nun ja, wenn das mit Jacob und Felix tatsächlich in die Brüche gehen sollte, wäre da ja vielleicht sogar was für ihn drin… Bin ja mal gespannt, was es nun wieder für ihn neues gibt. Das Kapitel fühlte sich wie ein Zwischenschritt zwischen zwei Abschnitten an.

Herr Hendricks hat geschrieben:Oh Max, dein Kater, nein, der benimmt sie genauso vorbildlich wie sein Herrchen.

Ein kleines Fehlerchen: sich anstatt sie


Herrlich, wie Felix das Spiel der Brecheisens an sich reißt und diese hervorragend schmalzige Liebeserklärung aus dem Ärmel schüttelt. Da er das aus einem völlig anderen Grund tut, als Frau Brecheisen annimmt, ist das echt gelungen :lol:

Auch Lucas war zugeben

zugegen


LG, Arokh

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 16 Nov 2017, 18:10

Hi!
Heute gibt es ausnahmsweise mal wieder nur drei Handlungen zu lesen. Warum? Weil diese zusammen genauso lang sind, wie vier Handlungen sonst. Sprich, die heutigen Teile fallen etwas länger aus, aber das war gerade im Fall von Moritz heute auch bitter nötig.

@ArokhsSohn: Darf ich dein Ranking mal raten?^^ 1. Nils (natürlich) 2. Jannik 3. Leonas 4. Felix 5. Moritz 6. Eric 7. Ricardo 8. Damian 9. Manuela 10. Flo -> Kann sein, dass sich Felix und Moritz bei dir einen Platz teilen und Ricardo und Damian andersrum sind. Sag mir, wenn ich falsch liege.

Danke für die (Fehler-)Hinweise zur Geschichte.
Was Leonas plant, könnt ihr bereits in Kapitel 57 lesen, denn dann ist Leonas schon wieder mit von der Partie. Erwarte jetzt aber nicht den großen Clou^^. Bei Ricardo hingegen wird es noch so richtig spannend... ach wenn du wüsstest, was ich weiß... :lol:
Zu Nils: Die Geschichte neigt sich ja dem Ende zu und die lasse ich wie immer mit einem ordentlichen Knall enden (u.a. die Hochzeit von Felix und was bei Eric vorgefallen ist), weshalb ich den großen Knall bei Nils schon ein wenig früher eingeläutet habe, um später nicht alles auf einmal zu präsentieren. Nils´ Handlung ist demnach fast abgeschlossen. Es kommen schätzungsweise nur noch zwei oder drei Teile mit ihm. Es ist aber schön, dass diese Story so guten Anklang bei dir gefunden hat, wenn man bedenkt, wie öde sie am Anfang noch gewirkt hat...

56 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Also ich fand Felix` Ehegelübde sehr schön. Nur noch kurz meine Meinung zu diesem Thema, denn Felix beehrt uns heute leider nicht mit seiner Anwesenheit, wobei es jetzt wirklich nur noch eine Frage der Zeit sein kann, bis die Hochzeit stattfinden wird. Zuvor jedoch erfährt Moritz ein paar brennend heiße News. Vermisst eigentlich noch jemand Jacob, außer Moritz? Alle Hände sollten jetzt nach oben gehen! Damian steht derweil zwischen den Stühlen und muss eine Entscheidung treffen. Dafür bekommt er Unterstützung von einer unerwarteten Person. Und dann ist da noch Flo, die sich im letzten Kapitel aufs Neue geritzt hat. Zugegeben, ihre Storyline reicht nicht ganz an die der anderen heran, aber der letzte Teil von ihr war bislang ihr bester Teil, da er sehr gut geschrieben wurde. Man hat die Angst richtig gespürt, die Flo selbst empfindet und kam nicht umhin, Mitgefühl für sie zu empfinden. Doch wie geht es heute mit ihr weiter?

    Drei Teile? Bitte beim nächsten Mal wieder mehr!
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
Frau Hoffman: Arbeitet bei der Trauerbewältigung
-
Damian (20): führt eine offene Beziehung mit seinem Freund
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine Offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; ritzt sich
Sebastian: Bester Freund von Flo und schwul
Alexander: Ehemaliger Date-Partner, der Flo nun hinterher zu spionieren scheint
Patrick Traunstein: ursprünglich mal ein Mädchen mit dem Namen Patricia


Damian – Teil 23
Damian saß in der Universitäts-Bibliothek, um sich ein paar Notizen über ein Thema zu machen. Als er jedoch damit fertig war, stand er nicht sofort auf. Er blätterte noch ein wenig in ein paar anderen Büchern rum, nur aus dem Grund, um nicht so schnell nach Hause zu müssen. Er hatte Angst, dort seinem Freund Timo über den Weg zu laufen. Er war ihm noch immer eine Antwort schuldig. Liebte er ihn noch immer so wie früher, oder hatten sich seine Gefühle ihm gegenüber inzwischen verändert? Und wie stark waren seine Gefühle für Marcus wirklich? Damian versuchte wirklich auf sein Herz zu hören, aber gerade hatte er das Gefühl, dass dieses ihn einfach nur quälen möchte.
„Ist das Buch interessant? Wohl eher nicht, denn du starrst seit fünf Minuten dieselbe Seite an.“, sagte plötzlich eine Stimme hinter Damian.
Damian neigte seinen Kopf zur Seite und blickte in das Gesicht eines Jungen, von dem er glaubte, ihn schon einmal gesehen zu haben. „Entschuldigung, kennen wir uns?“
Der Junge verzog das Gesicht. „Ja, aber das das dich nicht an mich erinnerst, zeigt mir nur, dass du damals wirklich kein Interesse an mir hattest. Sebastian. Sebastian Schmitz. Wir haben uns in einer Bar kennengelernt. Zuerst hatte es den Anschein, als würdest du mit mir flirten, aber dann schienst du mit deinen Gedanken ganz woanders gewesen zu sein und ich bin leicht wütend abgedampft.“
„Oh… ich erinnere mich.“, sagte Damian. „Tut mir Leid. An dem Abend war ich mit meinen Gedanken woanders.“
„Liebeskummer?“, fragte Sebastian frei heraus.
„Was? Wie kommst du drauf?“, fragte Damian irritiert.
„Ist das nicht meistens so? Was ist es diesmal? Hat der Typ dich betrogen oder du ihn? Ich würde ja eher auf letzteres tippen, wenn ich bedenke, was zwischen uns war. Oder weißt du nicht, ob du in ihn verliebt bist oder nicht? Hat er einen anderen? Ist eine dritte Person im Spiel?“ Sebastian stellte unzählige Fragen. Damian war leicht genervt, wenngleich Sebastian auch Recht behielt.
„Ich habe einen Freund und weiß nicht, ob ich ihn noch genauso liebe wie früher.“, erzählte Damian ihm schließlich. „Er wollte eine offene Beziehung. Nur deshalb war ich damals in der Bar, aber ich war nicht glücklich damit. Inzwischen hat mein Freund zwar seinen Fehler eingesehen, aber leider hab ich mich inzwischen auch in einen anderen verknallt – seinen Bruder!“
„Oha…, das stellte jede Liebesschnulze in den Schatten.“, gab Sebastian zu Gemüte, während er sich neben Damian auf den freien Stuhl setzte. „Und nun weißt du nicht, für wen du dich entscheiden sollst?“ Damian nickte lediglich. „Nun wenn dir dein Herz nicht sagen kann, wie du dich entscheiden sollst, dann gibt es nur eine Lösung: Du erstellst eine Pro-und Kontra-Liste!“

Flo – Teil 20
„Seit einiger Zeit hab ich ständig das Gefühl, dass mich jemand heimlich verfolgt. Ich erwische mich immer öfters dabei, wie ich mich umdrehe, weil ich glaube, Schritte gehört zu haben. Meine Angst wächst ins Unermessliche. Ich glaube es ist Alexander, der mich heimlich beschattet, aber sobald ich einmal geblinzelt habe, ist er nicht mehr da. Er ist wie ein Geist, der umherwandert und mich einfach nicht in Ruhe lassen will. Ich kann deswegen nicht zur Polizei gehen. Die würden mich für verrückt halten und könnten ohnehin nichts unternehmen, solange nichts Ernsthaftes vorgefallen ist. Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich tun soll. Ich hab Angst, wenn ich in der Früh aus dem Haus gehe und ich hab Angst, wenn ich abends nach Hause komme und ins Bett gehe. Die Tage sind für mich nur noch düster und grau. In der Arbeit läuft es auch nicht so gut. Die Leute um mich herum, sehen mich an, als wäre ich keine von ihnen, aber ich bin immer noch ein Mensch! Nur weil ich mich operieren lassen habe, um das zu werden, wie ich mich fühle, bin ich doch nicht weniger wert als sie. Aber sie geben mir eben das Gefühl nichts wert zu sein. Mein Selbstwertgefühl hat darunter zu leiden und ich verlier mehr und mehr die Kontrolle über mich und meinen Körper. Die Angst hat aus mir einen Menschen gemacht, der ich eigentlich gar nicht sein möchte. Dabei weiß ich gar nicht mehr richtig, wer ich eigentlich wirklich bin. Bin ich immer noch Florentine Neumann? Vielleicht war ich das auch nie und ich bin noch immer Florian Neumann, der nun im falschen Körper steckt, von dem er glaubte, es wäre das Richtige. Was ist richtig und was ist falsch? Ich weiß mir einfach nicht mehr weiterzuhelfen und deshalb hab ich mich Hilfesuchend an dich gewendet. Bitte hilf mir!“
Flo blickte die ihr gegenübersitzende Person verzweifelt an. Vor dieser Unterhaltung hatte sie Angst, aber das war nichts zu der Angst, die sie sonst derzeit verspürte, wenn sie allein unterwegs war. „Ich bin froh, dass du zu mir gekommen bist.“ Die Person reichte Flo ihre Hände, damit sie erkennen konnte, dass sie nicht allein war und sich wirklich jemand um sie sorgte. „Wir kriegen das wieder in den Griff Flo. Du leidest offensichtlich an einer schweren Depression und hast mit einer Identitätsstörung zu kämpfen. Das ist völlig normal bei dem, was du durchgemacht hast. Ich kenne da aber einen guten Therapeuten, der dir helfen kann. Ich selber war schon bei ihm und er hat mir wirklich sehr geholfen. Und was diesen Dreckskerl Alexander angeht…, um den kümmern wir uns ab sofort gemeinsam, aber dazu werden wir die Hilfe deines Freundes Sebastian benötigen.“
„Danke Patrick.“, sagte Flo, die ihrem Freund aus Kindertagen das erste Lächeln seit Tagen entgegen brachte. „Ich wusste, dass ich dir vertrauen kann und du mir helfen wirst.“

Moritz – Teil 24
Moritz begleitete Herr Hendricks in dessen Büro, wo Frau Hoffman bereits auf ihn wartete. Als Moritz das Büro betrat, musste er an seinen kleinen nächtlichen Ausflug mit Jacob von vor einer Woche zurückdenken. Auch wenn er damals reichlich Schiss hatte, so musste er sich dennoch eingestehen, dass es irrsinnig viel Spaß gemacht hatte. Nun war er also wieder in diesem Büro, doch der heutige Anlass gab ihn Grund zur Sorge. Frau Hoffman hatte zwar damals angekündigt, ihn des Öfteren hier zu besuchen, aber allem Anschein nach, gab es heute auch einen sehr triftigen Grund dazu.
„Hallo Moritz, es ist schön dich wiederzusehen. Wie geht es dir denn?“, fragte die Frau ihn.
„Danke, recht gut eigentlich.“, antwortete Moritz ihr, was sogar stimmte. Im Augenblick fühlte er sich recht wohl, wenngleich ihm auch langweilig war.
„Das ist schön.“, sagte Frau Hoffman und die beiden setzten sich auf zwei Stühle, während auch Herr Hendricks hinter seinem Pult seinen Platz einnahm. „Ich besuche dich heute nicht ohne Grund. Es gibt da ein paar neue Entwicklungen, über dich ich dich informieren möchte. Bitte verzeih, wenn ich mit der Tür ins Haus fallen sollte, aber es länger aufzuschieben, wäre unverantwortlich von mir. Du bist zwar noch nicht volljährig, aber ich denke du bist alt genug, um gewisse Dinge zu erfahren.“
„Um was für Dinge geht es denn?“, fragte Moritz nun umso neugieriger.
„Nun, zunächst einmal kann ich dir mitteilen, dass ein Testament deiner Eltern gefunden wurde.“, sagte Frau Hoffman, die einen Zettel aus ihrer Aktentasche herauszog. „In diesem steht, im Falle unseres Todes vererben wir all unser Hab und Gut unserem einzigen Sohn Moritz Hanssen. Anbei sind ein paar dieser Dinge aufgelistet worden, unter anderem das zurzeit leerstehende Haus. Hinzu kommen einige tausende Euros, die dir deine Eltern auf ihren Kontos hinterlassen haben.“ Moritz hörte Frau Hoffman aufmerksam zu, aber es kam ihm wahnwitzig vor, irgendwann in das alte Haus zurückzukehren, das allerlei Erinnerungen an seine Eltern und die glücklichen Momente mit ihnen in sich trägt. „Ich weiß, dass das gerade sehr schmerzhaft für dich sein muss, Moritz. Dies ist sicherlich nur ein geringfügiger Trost für dich.“, sagte Frau Hoffman. „Die weitaus wichtigere Information aber folgt jetzt erst noch.“ Frau Hoffman hielt kurz inne und zog einen Brief aus ihrer Aktentasche, den sie Moritz überreichte. „Verzeih, dass ich ihn geöffnet habe, aber du bist nun einmal minderjährig und wir mussten den Nachlass deiner Eltern sehr genau überprüfen.“
„Was steht in dem Brief?“, fragte Moritz, während er den Umschlag musterte.
„Du hast mir doch erzählt, dass du keine weiteren lebenden Verwandten mehr hast, außer deiner Großtante Doris, oder?“ Moritz nickte langsam. „Nun ja…, wie sich nun herausgestellt hast, ist das nicht ganz korrekt. Du hast noch einen weiteren lebenden Verwandten!“

57 --- Eric (Teil 18), Damian (Teil 24), Moritz (Teil 25) & Leonas (Teil 21) !
(Änderungen möglich, aber unwahrscheinlich!)
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ArokhsSohn » 18 Nov 2017, 23:57

Hey Sky,

wie gemein, nur drei Teile diesmal :-( Und soooo lang, waren die nun auch wieder nicht. Aber was soll's, besser als kein Teil (ich weiß, ich kann nie genug bekommen ^^)

Heeyyyy, kannst Du Gedanken lesen? Dein Ranking haut tatsächlich genau so 100%ig hin!

Gleich vorab:
Sebastian, aus Damian Teil 23 hat geschrieben:„Ja, aber das das dich nicht an mich erinnerst,

"dass Du"

Soso, eine Pro/Kontra Liste soll Damian also erstellen. Das kann, muss aber nicht von Erfolg gekrönt sein. Ich spreche da aus Erfahrung. Habe auch schon Pro und Kontra gegenüber gestellt und war hinterher immer noch genauso unentschlossen, wie vorher. Am Ende ist eine Gefühlssache wahrscheinlich nicht mit Logik zu lösen, also denke ich, so einfach wird es für Damian vielleicht nicht, sich zu entscheiden. Ach komm, er soll bei Timo bleiben - so, jetzt wird er garantiert das Gegenteil machen :lol:

Bei Flos Part bin ich mir nicht sicher, ob sie nicht doch einfach nur Gespenster sieht. Ja, Alexander hat sie an dem Tag verfolgt, aber ist das wirklich die ganze letzte Zeit so, wie sie es darstellt? Da hat man ja (zumindest als außenstehender Leser) nicht allzuviel mitbekommen.
Vielleicht weiß Alexander sich auch nicht besser zu helfen und meint es gar nicht böse. Na ja, wir werden es sicher bald erfahren, denn hier werden ja scheinbar auch Pläne geschmiedet...

Hey, wer hätt's gedacht, bei Moritz kommt wieder Schwung in die Story - sag ich doch. Ich denke übrigens nicht, dass wir Jacob das letzte Mal gesehen haben. Mit Sicherheit wird er bei Felix noch einmal auftauchen, aber ich könnte mir vorstellen, dass Moritz ihm ebenfalls noch einmal begegnet. Ja, aber wer ist denn jetzt das verschollene Familienmitglied? Da es sonst vermutlich niemand macht, spekuliere ich jetzt mal wild vor mich hin:

Moritz hat
1. einen Halbbruder, den sein Vater mit einer anderen Frau gezeugt hat.
2. einen Vater, denn sein verstorbener Vater ist nicht sein Erzeuger, sondern seine Mutter hatte sich von diesem getrennt
3. einen Onkel, der aber ein Verbrecher ist und im Gefängnis sitzt...
3.1 ...bis er vor einigen Wochen ausgebrochen ist und jetzt...
3.1.1 ...als rücksichtsloser Fahrer durch die Gegend fährt und wahllos Leute umfährt
3.1.2 ...als räuberischer Landstreicher sein Unwesen treibt
3.2 ...wegen Mord
3.3 ...wegen Vergewaltigung
3.4 ...wegen Missbrauch
3.5 ...wegen etwas, dass er nicht getan hat (ich merke schon, die Idee mit dem Verwandten, der im Gefängnis sitzt, hat es mir angetan, aber das wird es wohl eh nicht sein ^^)
4. einen Bruder, der - aus welchen Gründen auch immer - zur Adoption freigegeben wurde...
4.1 ...namens Jacob
4.2 ...namens Felix
5. einen Onkel, der homosexuell ist und deswegen von Moritz' Eltern verleugnet wurde (wir haben nie erfahren, wie seine Eltern zu der Thematik standen, denn zum Outing sollte es ja niemals kommen...)

Okay, ich geb's zu, viele der Theorien sind vermutlich Blödsinn, aber die Sache mit dem leiblichen Vater finde ich jetzt ehrlich gesagt nicht zuuuu weit hergeholt, oder?

Liebe Grüße,
Arokh

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 20 Nov 2017, 22:16

Heute kommt das neuste Kapitel ausnahmsweise mal etwas später. Sorry, aber ging heute einfach nicht früher, aber dafür wartet das heutige Kapitel wieder mit vier Geschichten auf!

@ArokhsSohn:
- Wenn ich Gedanken lesen könnte, dann hättest du Grund zur Sorge, was ich noch alles in dir lesen könnte :P
- Damian: Lange hab ich überlegt, wie ich seine Geschichte enden lasse, aber inzwischen weiß ich es... sei gespannt!
- Jacob wird natürlich noch einmal auftauchen. Das wann und das wie ist das Entscheidende hierbei.
- Deine Theorien zu Moritz Verwandten... sind alle falsch! :lol: Wobei ein paar gute Gedanken dabei waren, nur Felix oder Jacob als Halbbruder? Ne sorry, das wäre zu viel den Zufalls. :D Deine Theorie mit dem leiblichen Vater vergiss auch mal. So etwas ähnliches hatte ich schon bei Bobby in "Der Tierflüsterer".
- Du musst gegen deine Sucht ankämpfen, meine Geschichte zu verschlingen, denn sie wird bald enden!!!

57 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Und da hat Skystar im letzten Kapitel schon wieder die nächste Bombe platzen lassen: Moritz hat noch einen weiteren lebenden Verwandten! Doch wer mag das sein? Ein Bruder? Eine Schwester? Oder war ein Elternteil gar nicht sein richtiger Elternteil? Fragen über Fragen - heute gibt es Antworten! Nach einer Antwort sucht auch Damian. Nämlich für wen er sich entscheiden soll - Timo oder Marcus? Mal ernsthaft: Die Frage stellt sich inzwischen schon so lange, dass ich nur hoffen kann, dass die Antwort darauf ein bisschen interessanter ausfällt. Interessant wird es heute zumindest bei Leonas, der alle Hebel in Bewegung setzt, um Kai aus den "Klauen" seiner Eltern zu befreien (Anmerkung: Wobei eigentlich nur Kais Mutter im Weg steht, denn Kais Vater taucht in der Geschichte nicht auf). Und dann ist da noch Eric... der Arme scheint wirklich mit sich zu kämpfen.

    Schönen späten Abend, wünscht euch
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz Hanssen (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
Frau Hoffman: Arbeitet bei der Trauerbewältigung
-
Eric Großfürst (16): geht regelmäßig zu Sitzungen bei einem Therapeuten; Grund: muss mit dem Tod von Menschen zu tun haben
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric
-
Damian (20): ist in seinen Freund Timo und dessen Bruder Marcus verliebt
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian
-
Leonas: Leicht übergewichtig; heimlicher Freund von Kai
Kai Schumann: Anführer einer Schulclique; heimlicher Freund von Leonas
Sarah Wichtel: Beste Freundin von Leonas
Frau Schumann: Kais Mutter


Eric – Teil 18
„Beim Amoklauf in der Schule kamen viele Menschen zu schaden.“, sagte Eric, der noch immer die Bilder vor seinen Augen hatte. „Zwei Menschen kamen ums Leben, neun weitere Menschen wurden schwer verletzt und so ziemlich jeder Schüler, Lehrer oder Elternteil hat im darauffolgenden psychische Schäden davongetragen, die vermutlich ein Leben lang anhalten werden. Man könnte zurecht sagen, dass dies der schrecklichste Tag in meinem ganzen Leben war, aber im Grunde genommen hält dieser Tag nach wie vor an. Mir gehen diese schrecklichen Dinge einfach nicht mehr aus dem Kopf. Vor allem aber glaube ich, dass das meine alleinige Schuld war!“ Eric beugte sich nach vorne und vergrub sein Gesicht in seinen Händen. Er konnte die Tränen nicht stoppen, die sich ihren Weg nach draußen bahnten. Zu groß waren die Schuldgefühle seitens Erics.
„Eric.“ Dr. Böhmer legte sein Klemmbrett und seinen Stift zur Seite, beugte sich ebenfalls nach vorne und versuchte dem Jungen auf seine Art und Weise zu helfen. „Was geschehen ist, ist in der Tat furchtbar, aber dir die Schuld an alledem zu geben, bringt keinem etwas. Auch du wurdest ein Opfer der Umstände und hast viel Leid ertragen müssen. Schließlich bist du deshalb bei mir, weil du es nicht mehr länger ertragen konntest und weil du daran zu zerbrechen drohst.“
Eric hörte auf zu weinen und blickte Dr. Böhmer mit verweinten Augen an. „Eigentlich war es der Wunsch meiner Väter, dass ich zu ihnen komme. Von alleine wäre ich vermutlich nie auf die Idee gekommen, einen Seelenklempner… pardon, Therapeuten aufzusuchen.“
„Papperlapapp und wenn schon.“, sagte Dr. Böhmer und winkte ab. „Du bist aus zwei ganz wichtigen Gründen hier: Erstens weil du deine Väter liebst und du weißt, dass wenn es dir miserabel geht, dann geht es ihnen ebenfalls miserabel. Und Zweitens, weil du nicht mehr in den Spiegel gucken kannst, ohne von Selbstvorwürfen geplagt zu werden. Mal ganz davon abgesehen, dass du seit Monaten nicht mehr zur Schule gegangen bist. Also kommen wir zum entscheidenden Erlebnis!“
Eric nickte, während er kurz ein Taschentuch aus einer Box zog und schniefte. „Also schön… kommen wir zu dem Tag, wo die Erde mit einem Mal für viele Menschen stillstand.“

Damian – Teil 24
Damian beherzigte Sebastians Ratschlag und erstellte eine Pro- und Kontra-Liste von Timo und Marcus. Zunächst kam ihm die Idee dumm und albern vor, aber da er einfach nicht mehr weiter wusste und sich seit Tagen den Kopf zermarterte, für wen er sich entscheiden soll, befolgte er den Tipp doch noch. Also zog Damian ein Blatt Papier herbei, legte zwei Spalten an und legte los: „Pro Timo. Na das ist einfach, er ist super. Pro Marcus. Hm… er ist auch super.“ Damian blickte ungläubig auf das Blatt Papier und strich beide Male das Wort „super“ durch.
„Okay jetzt ernsthaft Damian, konzentrier dich. Pro Timo: Er ist sehr groß, dass mag ich an ihm, weil ich mich dadurch bei ihm sicher fühle. Er sieht teuflisch gut aus. Er ist süß, wenn er dumm aus der Wäsche guckt. Er ist ein kleiner Tollpatsch und er bringt mich immer zum Lachen. Negativ: Er kann ein richtiger Arsch sein und das ohne jeden Grund. Er hat mich zu dieser bescheuerten offenen Beziehung überredet. Kann ich mir sicher sein, dass ich ihn glücklich mache und auch umgekehrt?“
Damian betrachtete die Liste und glaubte, die wichtigsten Punkte notiert zu haben. Also ging er zu Marcus über: „An Marcus gefällt mir, dass man sich mit ihm gut unterhalten kann. Er ist sehr reinlich, was man von Timo nicht gerade behaupten kann. Er hat gute Manieren und sieht in seinen Jeans zum Anbeißen gut aus. Was geht nicht: Er ist der Bruder meines aktuellen Freundes!“ Klar, dieser Punkt musste ganz oben auf die Liste, denn wenn sich Damian tatsächlich für Marcus entscheiden sollte, dann wären Probleme vorprogrammiert. „Er ist nicht Timo…“ Mehr fiel Damian zu Marcus eigentlich gar nicht ein, weil er ihn noch nicht so sehr kannte, wie Timo. Vielleicht sollte er ihn einfach mal daten und dann weitersehen? Damian überlegte kurz und schrieb dann noch zwei Punkte bei beiden Jungs in die Pro-Liste dazu: „Der Sex ist der Hammer!“
Damian las sich noch einmal alles genau durch, aber er kam zu der Erkenntnis, dass ihm die Liste nicht wirklich weiterhalf. Am Ende war es eben doch eine Entscheidung des Herzens. Er zerknüllte das Papier also und warf es im hohen Bogen in den Papiereimer.

Moritz – Teil 25
„Soll das ein Witz sein?“, fragte Moritz und blickte sowohl Frau Hoffman, als auch Herr Hendricks ungläubig an. „Wenn das ein Scherz sein soll, dann ist er nicht besonders komisch.“
„Tut mir Leid dir das sagen zu müssen Moritz, aber das ist alles andere als ein Witz.“, entgegnete Frau Hoffman, die ihm nun Unterlagen zuschob, bei dem ein Foto von einem jungen Mädchen angehängt war. Sie hatte langes braunes Haar und Sommersprossen im Gesicht. Sie konnte nicht älter als zwölf sein. „Das ist Emilia, deine Halbschwester.“, sagte Frau Hoffman schließlich zu ihm.
Moritz schüttelte den Kopf. „Das kann nicht sein. Unmöglich. Sie ist jünger als ich. Dann müsste ja mein Vater fremdgegangen sein, denn ich kann mit Gewissheit sagen, dass meine Mutter nach mir nicht mehr schwanger war. Aber mein Vater wäre meiner Mutter nie fremdgegangen!“
Frau Hoffman verzog das Gesicht leicht. „Leider irrst du dich schon wieder. Ich habe mit Emilias Mutter gesprochen und sie hat mir bestätigt, dass sie vor zehn Jahren eine Affäre mit deinem Vater gehabt hatte. Dein Vater hat die Affäre aber von sich aus beendet, vermutlich aus Schuldgefühlen gegenüber deiner Mutter, und Emilias Mutter hat es vorgezogen, ihm nicht von ihrer Schwangerschaft zu erzählen. Sie wollte ihn nicht in eine unangenehme Lage bringen, oder das er sich zwischen ihr und seiner Tochter oder deiner Mutter und dir entscheiden müsste.“
„Bullshit!“, schrie Moritz nun. „Das ist doch alles ausgemachter Blödsinn! Mein Vater hatte keine Affäre. Diese Frau lügt!“
„Warum? Warum sollte sie so etwas tun?“, fragte Herr Hendricks nun.
Moritz musste kurz überlegen, aber dann war er sich sicher: „Na um an dem Testament beteiligt zu werden. Sie will an das Erbe meines Vaters ran.“
„Moritz…“, Frau Hoffman hielt kurz inne. „Dein Vater hat ihr in der Tat was vererbt, aber nur seiner Tochter Emilia, die erst darauf zugreifen kann, wenn sie volljährig ist.“
„W-Was? Moment, sie sagten doch, mein Vater wusste nichts davon.“, sagte Moritz nun irritiert.
„Das hat Emilias Mutter gesagt, aber es scheint so, als wusste dein Vater doch davon.“, sagte Frau Hoffman und Moritz verstand immer weniger. „Vielleicht hatte er es aber auch erst sehr viel später herausgefunden. Wir wissen es leider nicht, aber Tatsache ist, dass dein Vater Emilia mit im Testament bedacht hat. Nur deshalb wissen wir auch von alledem.“
Moritz schüttelte den Kopf. „Das ist doch irre…“

Leonas – Teil 21
Leonas drückte auf die Klingel und wartete. Kurze Zeit später wurde ihm die Tür geöffnet, doch Kais Mutter sah alles andere als erfreut aus. „Du schon wieder. Hab ich dir nicht gesagt, dass mein Sohn nichts mehr mit dir zu tun haben möchte?“, fauchte sie Leonas an. „Jetzt verschwindet hier!“
Leonas wurde die Tür erneut vor der Nase zugeschlagen und er drehte sich zu seiner Freundin Sarah um. „Naja…, das erklärt zumindest, von wem Kai das Arschloch-Gen hat.“, sagte sie verstört.
Leonas lächelte, denn er hatte einen Plan. Also klingelte er aufs Neue. „Machen Sie bitte auf, oder ich sehe mich gezwungen die Polizei einzuschalten!“, rief er laut und deutlich
Es dauerte nur wenige Sekunden, da öffnete Frau Schumann die Tür aufs Neue. Mit einem verächtlichen, aber auch leicht nervösen Gesichtsausdruck starrte sie Leonas an. „Die Polizei? Was willst du Ihnen denn sagen? Das ich meinen Sohn gegen seinen Willen hier festhalte? Das ist doch Blödsinn. Die Polizei wird nichts unternehmen, ohne handfeste Beweise.“
„Sie haben Recht. Wie dumm von mir.“, sagte Leonas cool, woraufhin Frau Schumann siegessicher nickte und die Haustür wieder zuknallen wollte, doch soweit kam es nicht. „Aaaaber…“, fing Leonas von neuem an, „… die Jugendschutzbehörde wird sich sicherlich brennend für den Fall interessieren.“
„Du kleine miese Ratte.“, sagte Frau Schumann abfällig. „Nur zu, tu was du nicht lassen kannst, aber bedenke die Konsequenzen. Schaltest du das Jugendamt ein, kann es sein, dass du Kai für längere Zeit nicht mehr wiedersiehst.“
Nun war es Leonas der nickte und dabei traurig, aber auch entschlossen wirkte. „Dieses Opfer bin ich bereit einzugehen. Wichtig ist nur, dass Kai nicht mehr länger von ihnen misshandelt wird. Sie haben ihn eingesperrt, halten ihn gegen seinen Willen fest. Das ist Kindesmisshandlung!“
„Du dummer kleiner Junge.“, sagte Frau Schumann kopfschüttelnd. „Keiner wird dir, oder deiner kleinen Freundin hier Glauben schenken. Du hast keine Beweise.“
Nun war es Sarah die verstört lachte. „Wenn hier einer dumm ist, dann ja wohl sie. Vielleicht mag man uns keinen Glauben schenken, aber Kai wird man auf jeden Fall glauben!“
Frau Schumanns Gesichtszüge fielen zunehmend aus der Fassung. Doch sie gab sich weiterhin nicht kampflos geschlagen. „Ich lasse mir nicht drohen. Ihr seid Kinder… und jetzt verschwindet!“
„Keiner wird hier gehen, denn die Kinder sind im Recht und sie im Unrecht, Frau Schumann.“, sagte plötzlich eine erwachsenere Stimme. Ein Mann trat hinter der Mauer vor, hinter der er sich bis jetzt bedeckt hielt und alles mitangehört hatte. „Madam, mein Name ist Edward Großfürst und ich bin von der Jugendschutzbehörde. Vielleicht wäre es besser, wenn sie ihren Mann nach Hause konsultieren…, ach und Kai, den lassen sie auf der Stelle aus seinem Zimmer frei. Hab ich mich klar und deutlich ausgedrückt?!“ Frau Schumann fiel die Kinnlade herunter, während Leonas siegesgewiss lächelte.

58 --- Leonas (Teil 22), Jannik (Teil 22), Eric (Teil 19) & Manuela (Teil 22) !
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Re: Queer durchs Leben

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