Queer durchs Leben

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Skystar
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 26 Sep 2017, 20:51

Nachdem ich beim letzten näher auf die Verbindung Felix und Moritz eingegangen bis, dieses Mal die Verbindung Felix und Manuela. Wie es der "Zufall" so wollte, ist Felix' Adoptivmutter keine geringere als eine von Manuelas besten Freundinnen. In Kapitel 25 feierten die Brecheisens eine Party in ihrer Villa, bei der auch Manuela und ihr Sohn eingeladen waren. Im darauffolgenden Kapitel hat deshalb Felix mit Manuelas Sohn Florian Fußball gespielt. Jetzt ist das aber nicht so, als wäre mir dies erst in jenem Kapitel eingefallen, ich könnte Frau Brecheisen zu eine von Manuelas Freundinnen machen, sondern schon zu Beginn der Geschichte. In Kapitel 4 wird erstmals der Name "Charlotte" genannt, eine Freundin von Manuela. Die Brecheisens sind ja bekanntlich reich und da Manuelas (Ex-)Mann auch nicht schlecht verdient, leben die Klingenbachs auch nicht gerade in ärmlichen Verhältnissen. Also ist es durchaus möglich, dass die beiden Damen befreundet sind, wobei ich mich gerade ernsthaft frage, wie Manuela mit Charlotte klar kommt, die einfach so ein Kind adoptiert und ihn zu einer Heirat zwingt... naja... manche Leute sind eben blind für das Böse im Menschen :P .

42 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Valentin ist wieder aufgetaucht, worüber Nils sich sehr freut - fragt sich nur noch wie lange. Ich werde das Gefühl nicht los, dass schon bald etwas Schlimmes geschehen wird. Doch zunächst widmen wir uns vier anderen Geschichten, in denen es nicht weniger turbulent zugeht. Moritz und Jacob haben endlich Felix' Brief gefunden! An dieser Stelle muss man einfach mal erwähnen, dass Moritz immer mehr in Felix' Geschichte integriert wird, während seine eigene quasi zum erliegen kam. Hier merkt man deutlich, wie die Geschichten miteinander verschmelzen und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis sich Moritz und Felix (erneut) gegenüber stehen werden. Felix scheint seinen Freund aber gar nicht so sehr zu vermissen, wie ich finde, denn er scheint sich mit Amadeus - seinem Verlobten - immer mehr anzufreunden. Dieser unterbreitet Felix heute einen Vorschlag. In der Zwischenzeit spricht sich Leonas mit Kai aus, der ihm offenbar zurückhaben möchte. Bei aller Liebe, aber darauf wird Leonas doch nicht wirklich eingehen oder... ODER?! Manuelas kleiner Part heute geht ein wenig unter, aber wer weiß, was uns bei ihr noch alles erwartet...

    Sollte es hier Leser geben, die die AfD am Sonntag gewählt haben, die möchten sich doch freundlichst... verpissen!
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Max: Kater von Moritz
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
-
Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
Marie Klingenbach (13): Tochter von Manuela und Roland
-
Felix Brecheisen (17): lebte in einem Kinderheim, bis Frau Brecheisen ihn adoptierte
Amadeus Wohlfahrt: Ein Junge aus einer wohlhabenden Familie; soll Felix heiraten
Mathéo: Page & Chauffeur der Familie Brecheisen
-
Leonas: Leicht übergewichtig; ehemaliger heimlicher Freund von Kai
Kai: Anführer einer Schulclique; ehemaliger heimlicher Freund von Leonas


Manuela – Teil 16
Fast vierzehn Jahre waren vergangen, als Manuela das letzte Mal arbeiten ging. Seit der Geburt ihrer Kinder war sie immerzu zu Hause, um für sie zu sorgen, den Haushalt zu regeln und für ihren Mann da zu sein, wenn er abends von einem langen Flug nach Hause kam. Die Zeiten waren nun vorbei – und das in allen Belangen – und Manuela musste sich umstellen auf ihr neues Leben. Ihr Mann und ihre Tochter waren ausgezogen, sie hatte einen neuen Job und sie stand auf Frauen. Das war eine große Veränderung in ihrem Leben, aber momentan bereute sie keine ihrer Entscheidungen. Sie hatte Freundinnen die hinter ihr standen und ihr Sohn liebte sie nach wie vor. Lediglich Maries Verhalten ihr gegenüber stimmte sie immerzu traurig. Eine Besserung war leider nicht in Sicht, aber mit diesen Gedanken konnte sie sich jetzt gerade nicht beschäftigen, denn heute hatte sie ihren ersten Arbeitstag in dem Restaurant, in dem sie sich beworben hatte.
Manuela stand vor dem Spiegel und nahm letzte Schönheitskorrekturen an sich vor, als ihr Handy vibrierte, welches neben dem Waschbecken lag. Manuela griff nach ihrem Handy und las die Nachricht, die ihr jemand geschickt hatte: „Toi, toi, toi heute, du schaffst das Honey!“ Der Nachricht folgte ein Kusssmiley, der Manuela das Herz erwärmte.

Leonas – Teil 14
Natürlich stimmte Kais Nachricht Leonas überaus glücklich, dennoch ließ er ein wenig Vorsicht walten. Warum hat Kai sich so plötzlich umentschieden und will nun doch wieder mit ihm zusammen sein? Um dies zu verstehen, ließ sich Leonas auf ein Treffen mit ihm ein. Natürlich tat er das – er liebte Kai – und sein einziger Wunsch war es, mit ihm wieder zusammen zu kommen.
So kam es noch vor Schulbeginn am nächsten Tag zu dem besagten Treffen. Kai wartete in einer kleinen Seitenstraße auf Leonas, in der sich lediglich eine schwarze Katze aufhielt, die bei Leonas Eintreffen aber über eine Mauer kraxelte und verschwand. „Danke, dass du gekommen bist.“, sagte Kai und ein kleines Lächeln breitete sich in seinem Gesicht aus. Offensichtlich war er wirklich froh, Leonas zu sehen. Doch so leicht wollte er es Kai nicht machen.
„Warum hast du dich so plötzlich umentschieden?“, fragte Leonas ihn mit ernster Miene. Am liebsten hätte er Kai einfach in die Arme genommen und ihn nie mehr losgelassen, aber so einfach war das alles nicht. „Erst machst du mit mir Schluss und jetzt willst du doch wieder mit mir zusammen sein?“
„Also ich…, ja will ich.“, sagte Kai, der seine Entscheidung von damals wohl wirklich bereute. Doch damit Leonas ihm Glauben schenkte, musste er sich schon etwas mehr anstrengen.
„Also gestern raus, heute rein und morgen wieder raus, oder was?“, fragte Leonas ihn absichtlich ein wenig provokant. Er wollte sich von Kai nicht für dumm verkaufen lassen, egal wie stark sein Herz für ihn schlug. „Weißt du eigentlich, wie es mir die letzten Tage ergangen ist? Natürlich weißt du das! Du hast gesehen, wie ich im Sportunterricht umgekippt bin… Du willst doch nicht etwa wieder mit mir zusammen sein, um dein schlechtes Gewissen zu beruhigen, oder?“
„Ich will mit dir zusammen sein, weil ich dich liebe!“, entgegnete Kai verzweifelt.
Kais Worte versetzen Leonas in eine kurze Schockstarre. „Was hast du gerade gesagt?“
„Das ich mit dir zusammen sein möchte?“, wiederholte Kai fragend.
„Nein, das danach!“
„Da-Das ich dich liebe…“, wiederholte Kai verlegen. Erstmals lächelte Leonas Kai an. Dann kam er auf ihn zugestürmt und küsste ihn leidenschaftlich auf den Mund. Als sie sich wieder voneinander lösten, fragte Kai: „Bedeutet das, du verzeihst mir, einfach so?“
„Ja, weil ich dich ebenfalls liebe und dir deswegen diesen Fehler verzeihe.“, erklärte Leonas seinem Freund und die Zwei küssten sich ein weiteres Mal.

Moritz – Teil 18
„Lieber Jacob. Ich hoffe wirklich sehr, dass du meinen Brief an dich findest. Wenn jemand dazu in der Lage ist ihn zu finden, dann du! Ich bedauere es wirklich sehr, dass ich mich nicht mehr von dir verabschieden konnte, aber plötzlich ging alles so schnell. Eine komische Frau tauchte hier auf, kurz nachdem du gegangen bist, und hat beschlossen, mich zu adoptieren. Mir ist nicht klar warum sie das tut, denn sie kennt mich erst seit wenigen Sekunden, aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass mit der irgendwas nicht stimmt. Doch mach dir bitte keine Sorgen um mich, denn ich werde zu dir zurückkehren. Ich weiß noch nicht wie und wann, aber ich kehre zu…“ Hier endete der Brief und Jacob hörte auf, laut vorzulesen. „Naja, der Rest ist mir bekannt.“, sagte Jacob und zog den Fetzen Papier aus der Hosentasche, den Max vom Brief abgerissen hat. „…rück. Bitte warte auf mich. Felix!“
„Na endlich weißt du was Sache ist.“, sagte Moritz, der gespannt neben Jacob auf dem Bett saß und mit zugehört hatte. „Jetzt heißt es wohl einfach abwarten, bis er wieder zurückkommt.“
Jacob schwieg und gab sich nachdenklich. „Hm…“
„Und sollte er hier auftauchen, wenn du nicht da bist, dann werde ich ihm berichten, dass du seinen Brief gefunden hast und hier auf ihn gewartet hast.“
„Nein.“, sagte Jacob unerwartet, aber fest entschlossen. „Seit seinem Weggang sind inzwischen mehrere Wochen vergangen. Wenn er vorgehabt hätte, hierher zurückzukehren, dann wäre er schon längst wieder hier.“
„Naja, vielleicht gefällt es ihm aber auch in seiner neuen Familie…“, meinte Moritz.
„Das…, oder ihm ist was dazwischen gekommen.“, sagte Jacob, der Moritz nun direkt in die Augen sah. Dabei waren sich ihre Köpfe sehr nah, ein wenig zu nah für Moritz Geschmack, der leicht nervös wurde, aufstand und wirr in seinem Zimmer umher lief. „Ich werde ihn suchen gehen.“, sagte Jacob schließlich, der von Moritz Gefühlschaos nichts mitbekam. Moritz blieb augenblicklich stehen und wirkte nur wenig erfreut über Jacobs Entschluss. „Felix hat in seinem Brief geschrieben, dass er zu mir zurückkehren will. Er ist nicht der Typ für falsche Versprechen.“
„O-Okay…, aber wo willst du anfangen zu suchen?“, fragte Moritz, der Jacobs Plan anzweifelte.
Jacob lächelte dezent, denn er war nicht dumm. „Natürlich im Büro von Herr Hendricks!“

Felix – Teil 19
Felix und Amadeus warteten an der Straße auf Mathéo, der jeden Moment mit der Stretchlimousine eintreffen müsste. Wer hätte es gedacht, aber Felix empfand dieses Treffen als überraschend angenehm. Vor allem aber war es schön, mal aus der Villa herauszukommen und sich wieder unter andere Menschen zu mischen. Die Brecheisens hatten einen surrealen und steifen Eindruck bei Felix hinterlassen und jede Abwechslung war ihm deshalb stets willkommen.
Felix blickte die Straße entlang und entdeckte ein Kino an der Kreuzung. Jetzt wusste er endlich, wo er sich gerade befand. Er blickte weiter die Straße hinunter, in die Richtung in der das Kinderheim lag, in dem er viele Jahre lebte. Sein Instinkt trieb ihn dort zurück, denn ihm war bewusst, dass Jacob auf ihn warten würde. Doch ein seltsames Gefühl hielt ihn davon ab und nicht zuletzt auch Amadeus: „Du musst mich übrigens nicht heiraten, wenn du nicht möchtest.“
„Was? Muss ich nicht?“, gab Felix überrascht von sich und drehte sich wieder zu seinem Verlobten um, der ihm ein sanftes und zufriedenes Lächeln schenkte.
„Nein. Meine Eltern wollen mich vermählen, aber ich denke ich bin noch nicht bereit dazu zu heiraten.“, erklärte Amadeus ihm. „Genaugenommen geht es nicht einmal um mich oder dich, sondern wieder einmal nur um die Geschäfte, die meine Eltern und deine Adoptiveltern durch die Heirat abwickeln können. Das ist echt nervig, aber um meine Eltern stolz zu machen, will ich ihnen diesen Gefallen tun.“
„Also… willst du mich doch heiraten?“, fragte Felix nun völlig verwirrt.
Amadeus lächelte. „Vorschlag zu Güte. Die Hochzeit findet statt. Wir lassen alles über uns ergehen und du sagst bei der alles entscheidenden Frage „Ja, ich will“, damit der Groll der Brecheisens nicht über dich hereinbricht. Ich hingegen werde „Nein“ sagen und alles ist geritzt. Meine Eltern werden zwar toben, aber es verstehen. Im Gegensatz zu dir, kann man mich nicht einfach so rauswerfen. Was sagst du dazu? Ist zwar mit Risiken verbunden, aber zumindest eine Option für uns Beide.“
„Also ich weiß nicht…“ Felix verzog skeptisch sein Gesicht, als auch schon Mathéo vorfuhr und ihnen die Türe aufhielt. „Also gut… abgemacht. Die Hochzeit findet statt!“

43 --- Damian (Teil 17), Ricardo (Teil 16), Manuela (Teil 17) & Flo (Teil 15) !
(Änderungen vorbehalten!)
Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

Bunte Herbtsgrüße
Himmelsstern! :flag:

Re: Queer durchs Leben

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 29 Sep 2017, 15:01

Hallo. Gleich vorweg: Nächste Woche wird wahrscheinlich kein neues Kapitel erscheinen, da ich ein paar Tage fort bin und es deswegen vermutlich nicht schaffen werde. Soviel zur schlechten Nachricht. Die gute Nachricht: Heute kommt noch ein neues Kapitel, also viel Spaß!

Lasst mich nur noch schnell auf die nächste Verbindung eingehen, die auch heute wieder zu Tage kommt: Manuela und Flo! Zwei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich dennoch über den Weg liefen, als beide auf der Suche nach einem Job waren. Flo war es ja schon länger - leider erfolglos (Kapitel 18) - doch in Kapitel 30 fanden beide ihr Glück und liefen sich zugleich vor dem Restaurant über den Weg, in dem sie sich beworben haben. Heute, in Kapitel 43, wird diese Begegnung fortgesetzt!

43 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Oha, da ist im letzten Kapitel ja doch so einiges passiert: Leonas ist wieder mit Kai zusammen (Bitte was?!) und Amadeus und Felix wollen die Hochzeit vollziehen, aber beim Ja-Wort kneifen (Bitte was x2?!). Nun gut..., ob das nicht alles am Ende im absoluten Chaos endet, bleibt wohl abzuwarten. Erstmal geht es wieder etwas ruhiger zu, denn Manuela und Flo treten heute ihre neuen Jobs an - der lustigerweise derselbe ist. Wir werden also sehr viele gemeinsamen Szenen zwischen den beiden Damen erleben, denke ich mir. Inzwischen erhält Ricardo die ersten Reaktionen auf seine "Bilder" und Damian sucht das Gespräch mit Timo. "Die Ruhe vor dem Sturm" ist wohl nicht umsonst ein Sprichwort...

    Ich wünsch euch allen ein schönes Wochenende und Skystar natürlich ein paar schöne freie Tage
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
-
Damian (20): führt eine offene Beziehung mit seinem Freund
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine Offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian
-
Ricardo (17): ließ sich von Martin halbnackt ablichten
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf
Sanchez: Gebürtiger Spanier und Model von Martin
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; arbeitet als Servicekraft in einem Restaurant


Damian – Teil 17
Freitagabend. Der Tag an dem sowohl Damian als auch Timo wieder einmal Spaß mit anderen Jungs haben konnten. Doch Timo war schon länger nicht mehr mit anderen Jungs aus und verbrachte die meisten Freitage inzwischen auf der Couch vor dem Fernseher. Damian ging die letzten Freitage zwar noch weiterhin aus, aber stets alleine und ohne auf der Suche nach netten Typen, mit denen er am Ende im Bett landete. Sein letzter One-Night-Stand war Marcus und das lag nun inzwischen schon einen Monat zurück. Die Erinnerung daran, war jedoch nach wie vor in Damians Gedanken verankert und es ließ ihn einfach nicht los, wie sowohl er, als auch Timo mit ihm Sex hatten. Sein eigener Bruder! Normalerweise sollte Damian Abscheu diesbezüglich empfinden, aber ehrlich gesagt fühlte er das genaue Gegenteil davon. Die Vorstellung machte ihn heiß… und geil. Damian hatte es gar nicht länger nötig mit anderen Jungs rumzumachen, denn seine Gedanken bescherten ihm schon selber ein reines Glücksgefühl.
Doch ganz egal was er dabei fühlte, in einem Punkt war er unglücklich: Die Beziehung zu Timo befand sich zum derzeitigen Zeitpunkt auf dem Abstellgleis und es war nur noch eine Frage der Zeit, bis Timo die Reißlinie zog und ihre Beziehung beendete. Damian konnte sich selbst dafür schlagen, denn jetzt war er es, der das Ende ihrer Beziehung herbeiführen könnte. „Timo, wir müssen reden!“, rief er seinem Freund zu, denn der hatte den Fernseher mal wieder auf voller Lautstärke. Timo stellte den Fernseher leiser und blickte Damian wartend an. Er lag lediglich mit Boxershorts und einem Shirts bekleidet auf der Couch, neben ihm eine Chips-Tüte und auf ihm Chipskrümel. „Ehm… also wie soll ich es sagen…, ich äh…“ Ja was wollte Damian ihm jetzt eigentlich sagen? Das er Sex mit seinem Bruder hatte? Das er feuchte Träume von ihm und Timo hatte?
„Was immer du zu sagen hast, beeil dich bitte. Der Dummkopf kriegt in der Sendung gleich eine aufs Maul. Das ist die witzigste Stelle im ganzen Film.“, sagte Timo ungeduldig.
Also schön, dachte sich Damian und haute es raus: „Ich will keine Offene Beziehung mehr!“

Ricardo – Teil 16
Ricardo lag Zuhause in seinem Bett und hatte die Augen geschlossen. Eine Woche war vergangen, als er mit Sanchez gemeinsamen Sex hatte. Das Gefühl war unbeschreiblich und Ricardo erinnerte sich sehr gerne daran zurück. Weniger gerne erinnerte er sich aber daran zurück, was danach folgte: Sanchez verabschiedete sich von Ricardo und flog zurück in sein Heimatland. Seitdem herrschte eine ungewollte Funkstille zwischen den Beiden und auch mit Martin hatte er seitdem keinen Kontakt mehr. Ricardo versuchte sich von dem Abschied nicht zu sehr runterziehen zu lassen, immerhin hatte er durch die Sex-Fotos reichlich Kohle eingeheimst, wie ihm Martin in einer E-Mail mitteilte. Zwar war er noch lange davon entfernt, wie Dagobert Duck in Geld zu schwimmen, aber immerhin konnte er sich jetzt so einiges leisten, unter anderem die neue Nintendo Switch Konsole. Seinen Eltern erklärte er diesen Kauf damit, dass er dafür mehrere Monate gespart hatte, denn von seiner neuen Einnahmequelle wollte er ihnen lieber nichts erzählen. Sie hätten es nicht verstanden und würden sicherlich ausflippen, wenn sie erfuhren, woher das Geld stammte. Nur gut, dass er bald von Zuhause ausziehen wollte, denn wenn seine Mutter in etwas besonders gut war, dann in Dingen herumschnüffeln, die sie nichts angingen. Vor etwa drei Jahren, als Ricardo gerade in der Schule war, hatte sie es satt, den Saustall in seinem Zimmer mitanzusehen und räumte aufs gründlichste bei ihm auf. Das hatte zur Folge, dass sie auch seine Pornohefte unter seinem Bett fand – auf dem natürlich nur nackte Männer abgebildet waren. Immerhin: So blieb Ricardo das Outing erspart. Schön war es dennoch nicht, eher peinlich, aber zum Glück gingen seine Eltern letzten Endes locker mit dem Thema um. Doch bei seiner neuen Einnahmequelle würden die Zwei bestimmt nicht locker bleiben.
Ricardos Laptop machte ein Geräusch, welches immer dann ertönte, wenn er eine neue Nachricht bei Gayromeo erhielt. Ricardo war nicht allzu neugierig darauf, wer ihm die Nachricht schickte. Es waren noch immer dieselben perversen alten Männer von früher. Einige von ihnen hatte er inzwischen gesperrt, aber es kamen stets neue bei ihm an. Doch als zwei weitere Nachrichten folgten, wurde Ricardo doch neugierig – naja ihm war eigentlich vielmehr langweilig. Ricardo öffnete die erste Nachricht und las: „Hallo, dich kenne ich doch. Du gehörst doch zu Martins Models oder nicht? Hab deine Fotos gesehen…, auch die Sex-Fotos!“ Ricardo schluckte einmal kräftig.

Manuela – Teil 17
„Unser Team bekommt heute reichhaltige Verstärkung in Form von Frauenpower.“, sagte der Chef des Restaurants, in dem Manuela heute ihren neuen Job als Kellnerin antrat. Nicht ihr Traumberuf, aber es brachte Geld ein. „Wenn ich kurz vorstellen darf.“, fuhr der Chef fort, während Manuela reihum in die Gesichter ihrer neuen Kollegen blickte. „Das ist Irina Moustaki aus Griechenland. Sie wird das Team in der Küche unterstützen.“ Der Chef zeigte auf eine bildhübsche junge Frau an die Dreißig mit langen blonden Haaren, die sie sich für den Einsatz in der Küche zu einem Zopf hochgebunden hat. Irina lächelte ihre Kollegen verführerisch zu – vor allem ihre männlichen Kollegen – und Manuela wusste sofort, wo bei ihr der Hase lief. „Dann haben wir hier Manuela Klingenbach, sie wird das Team im Service-Bereich und beim Ausschenken verstärken.“ Manuela verbeugte sich galant vor all ihren Kollegen und ließ sie wissen, dass sie sich freute, sie alle kennen zu lernen. „Und zu guter Letzt darf ich euch noch Florentine Neumann vorstellen. Sie wird dem Service-Team ebenfalls tatkräftig zur Hand gehen.“ Der Chef zeigte auf die junge Frau neben sich. Manuela kannte sie bereits, denn sie hatte sie nach ihrem Vorstellungsgespräch vor dem Restaurant angetroffen. Sie war damals irre nervös und Manuela versuchte sie zu beruhigen. Offenbar mit Erfolg, denn sie hatte den Job. „Sehr schön. Das wäre dann alles gewesen.“, sagte der Chef und klatschte dabei zweimal in die Hände. „Helfen Sie ihren neuen Kolleginnen bitte, sich gut hier einzufinden. In einer Stunde kommen die ersten Gäste, also zackzack, lasst das Fett in der Pfanne brutzeln und poliert die Gläser!“
Die Versammlung löste sich jäh auf. Die Köche verschwanden zusammen mit Irina in der Küche – zwei Köche hielten ihr breit lächelnd die Tür auf – und die Servicekräfte gingen ebenfalls ihren Verpflichtungen nach. Manuela wurde einem etwas älteren Herr zugewiesen, der in einem Jahr in den Ruhestand ging. Er zeigte ihr, wo sich das Geschirr, das Besteck, die Servietten, die Speisekarten und alle anderen wichtigen Utensilien sich befanden. Manuela hörte aufmerksam zu, um sich alles einzuprägen, als sie einen Schrei aus der Küche vernahm.

Flo – Teil 15
„Und zu guter Letzt darf ich euch noch Florentine Neumann vorstellen. Sie wird dem Service-Team ebenfalls tatkräftig zur Hand gehen.“, sagte der Chef, als er seinen Angestellte Flo vorstellte.
Flo blickte reihum, stets bemüht, freundlich zu lächeln. Der erste Eindruck zählte und doch verspürte sie ein seltsames Gefühl, als ob alle Augen nur auf sie gerichtet wären.
Nachdem der Chef die alte mit der neuen Belegschaft vertraut machte, wurde jeder der neu im Team war, einem der älteren anvertraut, um den Neuen in seine Arbeiten zu unterweisen. „Willkommen im Team. Florentine richtig?“, begrüßte sie ein junger Mann, der nicht älter als vierzig sein durfte.
„Ja, aber all meine Freunde nennen mich nur Flo…, also wenn Sie wollen dann…“
„Nein will ich nicht, aber danke, „Nur-Flo“.“, sagte der junge Mann sofort und Flo glaubte einen gewissen Unterton aus seiner Stimme herauszuhören. Hatte sie den Mann irgendwie verärgert? Wohl kaum, den sie kannte ihn ja erst seit heute, ebenso wie alle anderen hier. Lediglich der anderen Frau, die heute ebenfalls neu im Service-Bereich anfing, war sie schon einmal begegnet. Bei passender Gelegenheit wollte sich Flo bei ihr bedanken. „Also ich werde dir alles zeigen und das Nötigste beibringen.“, fuhr der Mann unterdessen unbeirrt fort. „Pass bitte gut auf, denn ich werde alles nur einmal sagen und zeigen. Ich will keine unnötige Zeit mit jemanden wie dir verschwenden…“
„Wie bitte?“ Flo war schockiert, über die Ausdrucksweise des Mannes und warf ihm einen vorwurfsvollen Blick zu. „Entschuldigen Sie bitte, aber was habe ich Ihnen getan, dass sie so mit mir reden?“ Flo versuchte ruhig und freundlich zu bleiben, was ihr enorm schwer fiel.
Der junge Mann legte die weißen Tischdecken zur Seite, die er aus einer Schublade zog und legte genervt seine Hände auf seine Hüfte. „Was soll schon sein. Hör mal, ich versuch wirklich aufgeschlossen mit allem und jeden umzugehen, aber auch ich habe meine Grenzen.“
„Was meinen Sie damit?“, harkte Flo nach, obwohl sie die Antwort bereits ahnte.
„Na dich und deinesgleichen. Die ganze Belegschaft weiß davon, was du bist.“, antwortete der Mann, woraufhin Flo leicht die Kinnlade runterfiel. Plötzlich hörte sie einen Schrei aus der Küche.

44 --- Eric (Teil 14), Manuela (Teil 18), Ricardo (Teil 17) & Damian (Teil 18) !
(Änderungen vorbehalten!)
Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 09 Okt 2017, 18:21

Hier bin ich wieder und wie ich sehe, hat sich hier... nichts getan... :cry: :lol:
Naja gut, vielleicht hilft es euch, wenn ich euch sage, dass ich diese Geschichte noch dieses Jahr zu Ende bringen möchte. Demnach kommt nicht mehr so viel und wir steuern mit voller Geschwindigkeit das Finale an! :wink:

Noch ein kleiner Exkurs über die letzte bisherige Verbindung (Da kommen irgendwann noch welche, keine Sorge): Damian und Flo! Genaugenommen sind die beiden sich nicht persönlich über den Weg gelaufen, aber Damian kennt Flos besten Freund Sebastian! In Kapitel 29 hatten die beiden Jungs ein kleines, naja "Rendezvous" lässt sich schwer sagen, aber so etwas in der Art. Damian lebte wieder einmal die Offene Beziehung aus und verabredete sich mit Sebastian. Da er mit seinen Gedanken aber wo ganz anders war (Marcus, seine Beziehung zu Timo), hat er Sebastian schnell vergrault. Ob Damian und Flo sich noch persönlich über den Weg laufen werden, wir die Zeit mit sich bringen...

44 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Mehr als eine Woche ist vergangen seit dem letzten Kapitel. Deshalb hier wieder einmal eine kleine Auffrischung der bisherigen Ereignisse: Wir erinnern uns: Damian und Timo führten bislang eine offene Beziehung, die von Timo ausging. Jener wollte sie beenden, doch Damian bislang nicht. Im letzten Kapitel hat er aber eingesehen, dass es so nicht weiter gehen kann, da ihre Beziehung in Gefahr war. Also hat Damian seinem Freund gesagt, dass auch er die offene Beziehung beenden möchte. Na endlich! Das ist gut, wäre da nicht noch der kleine Haken namens Marcus, Timos Bruder, mit dem BEIDE Sex hatten! Apropos Sex: Ricardo hatte mit dem heißen Spanier Sanchez Sex, während Fotos von ihnen gemacht wurden. Hm... finde ich persönlich ja etwas unangenehm, aber offensichtlich hatten die beiden Jungs kein Problem damit. Doch nun wird Ricardo von einem User bei GayRomeo angeschrieben, der eben jene Fotos auch gesehen hat. Und ich werde noch immer nicht das Gefühl los, dass sich Ricardo immer weiter in ein Dilemma reinreitet... Weniger problematisch geht es bei Manuela weiter, die zusammen mit Flo ihren neuen Job angetreten hat. Mal ehrlich: Wen interessiert das? Hier sollte schnellstmöglich Spannung reinkommen, bevor dieser Handlungsbogen uns alle zum einschlafen bringt. Immerhin bekommen wir endlich wieder mehr Lesestoff von Eric! Juhu! Wird auch Zeit..., vor allem dass wir endlich erfahren, was in seiner Vergangenheit vorgefallen ist und was für Menschen dabei wie ums Leben gekommen sind.

    Lange Einleitung, aber jetzt geht es endlich weiter
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Eric Großfürst (15): geht regelmäßig zu Sitzungen bei einem Therapeuten; Grund: muss mit dem Tod von Menschen zu tun haben
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric
Adam: Schulfreund von Eric, in den er sich später auch verliebte
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Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
Irina Moustaki: Köchin aus Griechenland; Kollegin von Manuela
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Damian (20): führt eine offene Beziehung mit seinem Freund
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine Offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian
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Ricardo (17): ließ sich von Martin halbnackt ablichten
Martin (34): GayRomeo-Bekanntschaft von Ricardo; Fotograf
Sanchez: Gebürtiger Spanier und Model von Martin
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Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; arbeitet als Servicekraft in einem Restaurant

Eric – Teil 14
„Glauben Sie, dass ich jemals über das alles hinwegkommen werde?“, fragte Eric betrübt, als er nach langer Abstinenz den Weg zu Dr. Böhmers Couch zurückgefunden hat.
„Das liegt einzig und allein an dir Eric. Der Weg ist steinig und schwer und ich kann dir lediglich meine helfende Hand reichen, um dich wohlbehalten durchzubringen.“, antwortete der Therapeut ihm.
„Ich glaube allmählich, dass ich darüber nie hinwegkommen werde.“, meinte Eric, dessen Augen feucht wurden. Die schlimmen Erinnerungen begleiteten ihn auf Schritt und Tritt und er verlor die Hoffnung, jemals wieder der Alte zu werden.
„Das alles braucht Zeit. Vor allem aber musst du dir Zeit geben, das Erlebte von damals zu verarbeiten.“, erklärte Dr. Böhmer ihm. „Stehst du denn noch in Kontakt zu deinen Mitschülern?“
„Die haben sich alle von mir abgewandt, nach dem Vorfall von damals. Meine Väter lassen mich gerade von einem Privatlehrer unterrichten, aber ich weiß nicht, wie lange sie den noch bezahlen können.“, antwortete Eric. „Ich hab das Gefühl, ich falle jedem nur noch zu Last. Meine Väter geben sich wirklich Mühe, aber auch sie können nicht die Wunde in meiner Seele behandeln.“
„Eine Seele und ein Herz zu reparieren ist nicht zu vergleichen mit einer kaputten Vase oder einer kaputten Mikrowelle.“, sagte Dr. Böhmer. „Eine Vase kann man kleben und eine Mikrowelle im Notfall einfach austauschen, aber das Herz und die Seele eines Menschen sind weitaus zerbrechlicher und es bleiben immer Narben zurück, aber auch die verblassen mit der Zeit, wenngleich sie auch immer da sein werden und dich dein Leben lang begleiten werden.“
„Und was soll ich dann ihrer Meinung nach tun?“, fragte Eric nach.
„Dir helfen lassen. Nicht nur von mir, auch von deinen Vätern, aber dazu benötigt es deine Mithilfe.“, antwortete Dr. Böhmer. „In unserer letzten Sitzung, die leider unterbrochen wurde, wolltest du mir erzählen, wann du Adam die Wahrheit über deine wahren Gefühle gebeichtet hast.“
Eric nickte. „Ja wollte ich… und genau in diesem Teil kommt nun Levin ins Spiel.“

Manuela – Teil 18
Manuela wandte sich zur Küchentür, aus der der Schrei kam, als auch schon die neue Köchin Irina Moustaki mit wütendem Blick aus der Küche kam und ins Büro des Chefs stampfte. Einer der zwei jungen Köche, die ihr vorhin galant die Tür aufhielten, grinste ihr hinterher. Der ältere Mann, der Manuela in ihre Arbeit einwies, fragte: „Was hast du jetzt schon wieder angestellt?“
„Sie hat mich gefragt, ob ich die Soße zu scharf finde, da hab ich nur gesagt, dass das einzig scharfe sie hier sei.“, antwortete der junge Koch. Manuela rollte innerlich mit den Augen. Was für eine plumpe Anmache und deswegen der ganze Aufstand? „Na gut, ich hab ihr zusätzlich auch noch in den Hintern gekniffen. Auch der ist scharf…!“
„Herrgott Junge, wann wirst du endlich erwachsen?!“, rief der ältere Bedienstete ihm zu und schlug ihm dabei auf den Hinterkopf, was zur Folge hatte, dass dem Koch die Mütze zu Boden fiel. „Nur weil der Chef dein Onkel von dem Restaurant hier ist, brauchst du nicht glauben, dass du dir hier alles erlauben kannst.“
„Ach seien sie doch still, sie alter Knauser.“, erwiderte der Koch nun genervt.
Manuela hatte genug gehört und widmete sich wieder ihrer Arbeit, als sie in den Augenwinkeln sah, wie Florentine Neumann mit feuchten Augen im Gesicht auf die Toilette rannte. So sah ab sofort ihr neuer Berufsalltag aus und Manuela freute sich bereits jetzt auf den Feierabend.

Ricardo – Teil 17
Dass bei Gayromeo auch ein paar Kunden von Martin herumschwirren, hätte sich Ricardo eigentlich auch denken können. Nun hat ihn eben einer dieser Kunden von den Fotos wiedererkannt. Ein Mann, Mitte vierzig, schrieb Ricardo, wie toll seine Fotos geworden sind: „Du wirkst auf deinen Bildern sehr natürlich. Martin war schon immer ein sehr guter Fotograf, aber er beweist auch ein sehr gutes Händchen bei seiner Auswahl der Models…“
Ricardo tippte in die Tasten und antwortete zurück. So entstand eine kleine Unterhaltung mit dem Mann, der unerwartet nett zu sein schien. „Genaugenommen hat sich das nur zufällig ergeben, aber danke!“ Die Komplimente über seine Fotos machten Ricardo verlegen, aber das war nichts im Vergleich zu dem, was er fühlte, als der Mann auf die Fotos mit ihm und Sanchez zu sprechen kam.
„Mein persönliches Highlight waren aber deine Bilder mit dem heißen Spanier. Man die waren echt der Hammer!“, schrieb der Mann, der auf den Usernamen „Unicorn-70“ hörte.
Ricardo musste unweigerlich schmunzeln und bekam bei den Gedanken an Sanchez bereits wieder einen Ständer. Dies erübrigte sich allerdings auch schnell wieder, als er daran dachte, dass Sanchez wieder in Spanien war und er seitdem keinen Kontakt mehr mit ihm gehabt hatte.
In der Zwischenzeit unterhielt er sich mit Unicorn-70 fleißig weiter: „Kennen Sie Martin persönlich?“
„Nicht direkt, nur per E-Mail.“, schrieb der Mann zurück und weiter: „Um ehrlich zu sein, wollte ich ihm mal ein paar Models für meine Transaktionen abwerben.“
„Sind sie Unternehmer einer Modelagentur?“, fragte Ricardo weiter nach, dessen Interesse damit geweckt wurde.
Es dauerte ein paar Minuten, bis Unicorn-70 ihm antwortete. Ricardo dachte schon, der Mann sei offline gegangen, aber offensichtlich hat er an einer längeren Antwort gefeilt: „Nein. Ich hoffe du verurteilst mich jetzt nicht, wenn ich dir das erzähle, aber ich drehe Pornofilme! Nicht das mich das geil machen würde, ich verdiene einfach nur meinen Lebensunterhalt damit. Die Jungs die für mich drehen, kriegen gar nicht mit, wenn ich mit im Raum bin. Ich verfolge dabei auch gar keine Hintergedanken, also denk bitte nicht, dass ich ein perverser Lustmolch sei! Ich rechtfertige mich deshalb, weil das immer gleich alle denken, wenn ich ihnen sage, was ich beruflich mache. Dabei glaubst du gar nicht, was ich mir schon alles anhören musste. Hinterher gucken sich dann aber doch alle meine Videos an. Nun ja, ich muss jetzt auch weiter machen mit meiner Arbeit. Ein Video zurecht schneiden. Wenn ich dich jetzt nicht abgeschreckt habe, dann würde ich mich freuen, wenn wir wieder einmal miteinander schreiben würden. PS: Ich könnte dich mir gut in einer meiner Videos vorstellen!“

Damian – Teil 18
Timo schaltete den Fernseher aus, stand von der Couch auf und ging auf Damian zu. Ehe sich Damian versah, küsste sein Freund ihn heiß und innig. Erst als er sich wieder von ihm löste, konnte er nach dem Grund dafür fragen: „Weil ich dich einfach abgöttisch liebe und zu dieser dummen Idee mit der Offenen Beziehung überredet habe.“, erklärte Timo sein Handeln. „Ich will nur mit dir zusammen sein und mit keinem anderen!“
Das war der Auslöser, der auch Damians Herz wieder neu entfachte und ihn dazu verleitete, seinen Freund ebenfalls zu küssen. Vor einer Minute hatte er noch geglaubt, dass von ihrer Liebe zueinander von früher nichts mehr übrig sei, aber zum Glück hatte er sich geirrt. Sie war noch immer da und auch wenn es seltsam klang, es fühlte sich wie ein Neuanfang an.
Damian legte seine Arme um Timo und fühlte die Wärme seines Körpers. Der Wunsch ihn nie mehr loszulassen, war so groß wie nie. Timo schien denselben Gedanken zu haben. Auch er legte seine Arme um Damian und hob ihn sachte hoch, als wäre er leicht wie eine Feder. Timo war nicht der muskulöse Typ, aber er war sehr groß, gute zwei Meter, und da war es für ihn natürlich ein Leichtes, den ein Meter fünfundachtzig großen Damian hochzuheben und ihn zugleich ins Schlafzimmer bis zum Bett zu tragen, wo er ihn schließlich auf den Rücken warf und sich über ihn abstütze.
Was folgte war eine heiße Liebesnacht, bei der die Beiden alles um sich herum vergaßen. Dies war der erste Sex seit Wochen und es fühlte sich genauso schön und leidenschaftlich an wie früher. Sie sich unentwegt weiter, während sie oberkörperfrei im Bett lagen und sich gegenseitig zärtlich über die Haut streichelten. Damian hatte vergessen, wie schön es sich anfühlte, seine Hände über Timos zarte Haut fahren zu lassen und gleichzeitig seine Zunge in seinem Mund zu spüren. Was er aber nicht vergessen hatte, war wie gut sein Freund untenrum ausgestattet war. Jetzt gab es für Beide kein Halten mehr und kurz darauf lagen beide komplett nackt im Bett. Timo hörte auf Damian zu küssen und warf ihn auf den Bauch. Dabei grinste er lustvoll und kannte kein Halten mehr. Es war ein wildes, leidenschaftliches und romantisches Abenteuer, bis zu jenem Moment, als Damian wohl der bislang größte Fehler widerfuhr: „Hm ja, das fühlt sich toll an, Marcus!“

45 --- Jannik (Teil 17), Damian (Teil 19), Eric (Teil 15) & Ricardo (Teil 18) !
(Änderungen vorbehalten!)
Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon ritteruni » 11 Okt 2017, 14:13

Hui da fängt es für Damian so gut an und dann das hier. Ayayay daraus wird es ein großes Drama ergeben.

Sonst alles gut geschrieben wie immer. :-)

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 12 Okt 2017, 20:36

Guten Abend zusammen und danke ritteruni für dein Lob :)
Fast hätte ich es vergessen, aber es gab ja noch eine Verbindung, wenn auch nur sehr indirekt: Damian und Jannik! Könnte sein, dass ihr jetzt denkt "Häh, wann war das?". Wie gesagt, es war indirekt. Ihr erinnert euch sicherlich noch daran, wie Jannik beinahe von einem Auto angefahren wurde und er nur mit heiler Haut davon kam, weil Herr Kronthaler ihn zur Seite zog (siehe Kapitel 20). In Kapitel 35 waren Damian und Timo mit dem Auto zu Marcus unterwegs und da erzählte Timo ganz beiläufig von einem wild gewordenen Raser, der unschuldige Passanten anfährt. Zufall? Wohl kaum. An dieser Stelle sei gesagt, dass die Geschichte um den Autofahrer noch nicht zu Ende ist! :wink:

Nun noch ein völlig anderes Thema: Wir nähern uns Kapitel 50 und für dieses hab ich mir etwas ganz besonderes für euch einfallen lassen. Zum einen wird es in diesem Kapitel gleich 5 Geschichten geben und zum anderen startet in Kapitel 50 das Finale von "Queer durchs Leben", denn die ersten Geschichten werden auf die Spitze getrieben. Es wird spannend, romantisch und dramatisch! Also lassen wir es krachen! :flag:

45 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Habt ihr beim *hust* Sex *hust* mit eurem Freund schon einmal den Namen eines anderen Jungen genannt? Wenn ja, wie ist das ausgegangen? Damian ist genau dies passiert. Hinzu kommt, dass es auch noch der Bruder seines Freundes war, mit dem er zuvor Sex hatte. Das bietet Konfliktpotenzial ohne Ende und man darf gespannt sein, wie Damian´s Geschichte enden wird. Mit Marcus oder mit Timo an seiner Seite? Oder gar mit beiden oder keinem?! Irgendwie muss ich gerade an Leon, Max und Zack aus "Die Kunst der Magie" denken. Nun ja, es gibt aber auch noch drei andere Geschichten in diesem Kapitel: Eric beim Therapeuten, Janniks Schwärmerei für den Referendar und Ricardo - der ein unmoralisches Angebot erhält.

    Einen schönen Donnerstagabend, wünscht euch
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Jannik (15): Schüler, der von dem neuen Referendar schwärmt
Herr Kronthaler: der neue Referendar an Janniks Schule
Herr Meier: Klassenlehrer von Jannik
-
Eric Großfürst (15): geht regelmäßig zu Sitzungen bei einem Therapeuten; Grund: muss mit dem Tod von Menschen zu tun haben
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric
Adam: Schulfreund von Eric, in den er glaubte, sich verliebt zu haben
Levin: Schulfreund von Eric; in den er sich sofort verliebte
-
Damian (20): führt eine offene Beziehung mit seinem Freund
Timo: Damians Freund; schlug seinem Freund eine Offene Beziehung vor
Marcus: Timos großer Bruder und One-Night-Stand von Damian
-
Ricardo (17): hatte Sex, während er dabei fotografiert wurde


Jannik – Teil 17
Jannik saß an seinem Schreibtisch bei sich Zuhause und arbeitete an seinen Mathe-Hausaufgaben. Doch seit gut einer halben Stunde ging nichts mehr vorwärts, da Jannik bei einer Aufgabe einfach nicht mehr weiter wusste. Er rechnete, schrieb mit seinem Bleistift Zahlen in sein Heft und radierte sie kurz darauf wieder weg, weil er wusste, dass dies falsch war. Ihm standen die Haare zu Berge, so genervt war er von den Aufgaben, die Herr Meier ihnen auftrug. Irgendwann hatte Jannik einfach keine Lust mehr und warf den Bleistift auf den Schreibtisch. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück, schloss seine Augen und wollte die Zahlen vergessen, die in seinem Kopf herumschwirrten. Doch irgendwie konnte er sich nicht so recht davon befreien, bis er an Herrn Kronthaler dachte. Noch immer hatte er Gefühle für den Referendar und er himmelte ihn heimlich an. Heute trug Herr Kronthaler eine besonders enganliegende Hose, die seinen Hintern gut zur Geltung brachte. Die Augen aller Mädchen in seiner Klasse waren nur auf Herrn Kronthaler gerichtet. Niemand ahnte, dass auch Jannik ein Auge auf den jungen Referendar geworfen hatte und wenn es nach ihm ginge, dann sollte das auch so bleiben! Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn jemand dahinter käme. Er wäre das Gespött der Klasse, nein, der ganzen Schule!
Während Jannik über all dies nachdachte, kritzelte er völlig unterbewusst eine Zeichnung in sein Matheheft. Erst nach einer ganzen Weile, sah er, was er soeben getan hat. Ein rotes Herz mit den Flügeln eines Engels und einem großen K in der Mitte. Offensichtlicher konnte es kaum noch sein. Da fiel Jannik ein, dass er gar nicht Herrn Kronthalers Vornamen kannte. Ob er ihn mal danach fragen sollte? Oder ging das bereits zu weit? Er wollte keinesfalls in seine Privatsphäre einbrechen. Jannik schüttelte den Kopf, nahm sich den Radiergummi zur Hand und legte ihn beim Herz im Heft an.

Damian – Teil 19
„Hm ja, das fühlt sich toll an, Marcus!“
„Was hast du da gerade gesagt?“, fragte Timo seinen Freund und hielt sofort inne.
Damian, der seine Augen geschlossen hatte und sich seiner Sehnsucht hingab, schlug mit einem Mal die Augen auf. Erst jetzt wurde ihm bewusst, was er soeben von sich gegeben hatte. Die Lage war mehr als peinlich – sie war katastrophal! „Ich äh… weiß nicht…“
„Du hast soeben den Namen meines Bruders genannt.“, sagte Timo mit geschocktem Gesichtsausdruck, während er sich immer mehr zurückzog.
„Nein, hab ich nicht.“, log Damian, der nicht wusste, was er tun sollte.
„Und jetzt lügst du mich an?“, fragte Timo, der aus dem Bett stieg und sich seine Boxershorts wieder anzog. „Hast du etwa Gefühle für meinen Bruder?“
„Nein!“, entgegnete Damian sofort und etwas lauter. „Ich weiß nicht wieso ich seinen Namen gesagt habe. Vermutlich musste ich noch an unseren letzten gemeinsamen Nachmittag denken.“
„Also gibst du zu, dass du seinen Namen gesagt hast.“, entgegnete Timo daraufhin.
„Ich… ich…“ Der Druck, der nun auf Damian lastete war zu groß und Damian konnte dem nicht mehr länger standhalten und platzte mit der ganzen Wahrheit raus: „Also schön, ich hatte Sex mit Marcus, aber das war bevor du ihn mir als deinen Bruder vorgestellt hast. Ich kannte ihn damals noch gar nicht und wusste nicht, dass er dein Bruder ist und er wusste nicht, dass ich dein Freund bin!“
Timos Augen wurden immer größer und der Schock stand ihm ins Gesicht geschrieben. Er sagte kein Wort und ließ sich zurück aufs Bett fallen, wo er zunächst sitzen blieb und sich die Hände vors Gesicht schlug. Damian fühlte sich etwas leichter, nachdem die Wahrheit endlich draußen war, aber ebenso tat es ihm in der Seele weh, seinen Freund nun so zu sehen. Er hatte das schließlich nie gewollt. Das alles war eine Verkettung unglücklicher Zufälle. „Wieso hast du es mir nicht eher gesagt?“, fragte Timo ihn schließlich nach mehreren Minuten des Schweigens.
„Weiß nicht. Aus Angst, dass du mich verlassen könntest? Weil es mir peinlich war und weil ich nicht wollte, dass du auf mich oder deinen Bruder wütend bist?“, erklärte Damian ihm selber ein wenig überfordert. Damian setzte sich zu seinem Freund auf die Kante des Bettes und beide schwiegen sich daraufhin erneut an. Keiner schien zu wissen, wie es nun weiter gehen sollte.

Eric – Teil 15
„Levin kam neu an unsere Schule. Seine Eltern waren aus den Niederlanden zu uns hergezogen, er konnte aber bereits perfekt Deutsch, da er auch hier in Deutschland aufgewachsen war.“, erzählte Eric, während seiner Sitzung bei Dr. Böhmer. „Levin…, er war so ziemlich das genaue Gegenteil von Adam. Adam war dunkelhaarig, Levin hingegen strohblond. Adam war gut ausgewachsen, Levin hingegen etwas schmächtiger und kleiner, aber sein Lächeln… es brachte Eisberge zum schmelzen – und es eroberte mein Herz im Sturm. Da ich meiner Gefühle für Adam lange Zeit nicht bewusst war, glaubte ich nicht an die Liebe auf den ersten Blick, bis Levin in mein Leben trat. Das mag jetzt wie ein albernes Märchen der Gebrüder Grimm klingen, aber Levin war mein kleiner Prinz, der die Sonne in mein Leben zurückbrachte. Ich hatte nur Dunkelheit vor Augen, aber mit ihm schien alles so einfach zu sein. Zunächst näherten wir uns nur ganz langsam an. Ich gebe zu, ich war ein wenig schüchtern und aufgrund von Adam auch ein wenig voreingenommen meinen Gefühlen für Levin gegenüber, aber ich konnte mich ihnen nicht verwehren und bereits nach einer Woche, küsste ich Levin. Wir hatten uns fürs Kino verabredet. Adam war an jenem Abend mit seinen Eltern zu einer Hochzeit bei Verwandten eingeladen. Also verbrachte ich meinen Samstagabend mit Levin im Kino. Wir teilten uns auch das Popcorn, was zur Folge hatte, dass sich unsere Hände immer wieder berührten, wenn wir zum Popcorn griffen. Ich spürte ein Kribbeln in meinen Fingern und mein Herz pochte wie wild. Levin war derjenige, von dem die erste Initiative ausging, als er seinen Arm um mich legte. Als der Film zu Ende war und der Abspann lief, sahen wir uns gegenseitig in die Augen und da tat ich es einfach: Ich küsste ihn! Ob ich es damals bereut habe? Nein, bestimmt nicht! Ob ich es heute bereue? Nein, auch nicht. Aber ich bereue es, nicht reinen Tisch mit Adam gemacht zu haben, bevor das mit Levin entstand. Ich glaubte damals, im siebten Himmel zu schweben, aber in Wahrheit war ich dazu verdammt in der Hölle zu schmoren.“

Ricardo – Teil 18
„Achthundert, neunhundert, eintausend. Eintausend Euro gehören dir, wenn du bei dieser einmaligen Angelegenheit mitmachst.“, sagte der Mann, der Ricardo gegenüber auf der Couch saß und ihm ein Bündel von Hundert-Euro-Scheinen zeigte, die er stolz in seiner Hand hielt.
„S-So wenig?“, fragte Ricardo, der hoffte, dass dies nicht unfreundlich erschien.
Der Mann lächelte zaghaft. „Schon klar, dein Körper ist dir mehr wert, als diese paar lausigen Scheine. Das verstehe ich, aber mehr kann ich dir nicht geben für eine einmalige Sache. Hättest du einen Vertrag bei mir, dann sehe die Angelegenheit schon wieder anders aus, aber das hast du ja bereits von vornherein abgelehnt, wie du mir in einer Message ganz deutlich klar gemacht hast.“ Ricardo überlegte kurz, denn er wollte sich das Ganze noch einmal ganz genau durch den Kopf gehen lassen. Dem Mann schien bewusst zu sein, was in Ricardos Kopf gerade vor sich ging. „Ich kann deine Bedenken diesbezüglich sehr gut nachvollziehen. Lass dir das alles noch einmal gut durch den Kopf gehen und melde dich dann einfach wieder bei mir, wenn du eine Entscheidung getroffen hast.“
Der Mann wartete, doch Ricardo stand nicht von seinem Sitzplatz auf. Er hatte bereits Zeit, sich das alles durch den Kopf gehen zu lassen, sonst wäre er jetzt nicht hier an diesem Ort. „Ich mach´s!“
„Junge, hast du dir das auch wirklich gut überlegt?“, fragte der Mann ihn noch einmal. „Du weißt, ich würde dich wirklich sehr gerne dabei haben, aber nur, wenn du dir auch zu hundert Prozent sicher bist. Ein Pornodreh ist nicht so angenehm, wie du dir das vielleicht vorstellst.“
„Jaja, da stehen ein paar Leute um mich herum und gaffen mich an, wie ich von einem anderen Kerl gefickt werde…“, sagte Ricardo frei heraus, da er sich das bildlich gut vorstellen konnte.
Der Mann nickte. „Also bleibst du bei deiner Entscheidung?“
„Ja, ich bin dabei!“, antwortete Ricardo.
„Wunderbar! Dann Herzlich Willkommen bei „Hard Cocks & Sexy Ass“.“, sagte der Mann namens Dennis Garson, den Ricardo bei GayRomeo kennengelernt hatte und der der stolze Besitzer eines Pornostudios war. Ricardo lächelte zaghaft und hoffte, seine Entscheidung nicht zu bereuen.

46 --- Flo (Teil 16), Leonas (Teil 15), Moritz (Teil 19) & Eric (Teil 16) !
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Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 16 Okt 2017, 17:30

Da bin ich wieder! Heute Abend geh ich ins Kino, aber davor möchte ich euch (wer auch immer das sein mag :lol: ) noch neuen Lesestoff geben. Wie angekündigt, wird es bald das 50.Kapitel geben. Dieses wird übrigens am 31.Oktober, also genau an Halloween, veröffentlicht und nur einen Tag darauf, am 1.November (Allerheiligen) folgt das 51.Kapitel welches ebenfalls noch fünf Geschichten zu bieten hat. Danach geht es wieder mit vier Geschichten weiter bzw. langsam zu Ende...! :flag:

PS: Da Florentine und Manuela sich erst kennengelernt hatten, ist auszuschließen, dass Florentine, Manuelas Sohn Flo ist! Nur mal noch so kurz fürs Protokoll, weil ich glaube, dass das mal jemand vermutet hat.

46 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Die Sonne scheint und der Herbst könnte somit nicht schöner sein. All die bunten Farben an den Bäumen..., bunt geht es auch in dieser Geschichte zu. Ein bunt zusammengewürfelter Haufen von Protagonisten, die alle mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben: Jannik, der in seinen Referendar verliebt ist; Damian, der beim Sex den Namen des Bruders seines Freundes ausstößt; Flo, die in ihrer Arbeit aufgrund ihrer Geschlechtsumwandlung gemobbt wird, ... die Liste ist lang. Mobbing scheint ohnehin ein großes Thema zu sein, denn nicht nur Flo hat damit zu kämpfen. Hier entsteht eine Parallele zu Leonas, der von seinen Mitschülern aufgrund seines Körpergewichts gemobbt wird. Unschön! Immerhin ist Leonas jetzt wieder mit Kai zusammen, doch werden sie die Probleme von damals jetzt endlich anpacken? Auch Eric hat einiges aufzuarbeiten. Seine Sitzungen bei Dr. Böhmer gestalten sich wieder interessant. Nur schade, dass nach dem heutigen Kapitel wieder ein Cut erfolgt. Und was treibt Moritz unterdessen? Der bricht mal ebenso in ein Büro ein. Auweia, hoffentlich nimmt das alles ein gutes Ende... hm... bei Skystar schwer vorstellbar, zumal er gesagt hat, dass die Geschichte in der Kategorie "Drama" einzuordnen ist.

    Nichtsdestotrotz wünsche ich den 10 Protagonisten nur das Beste
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
-
Eric Großfürst (15): geht regelmäßig zu Sitzungen bei einem Therapeuten; Grund: muss mit dem Tod von Menschen zu tun haben
Dr. Böhmer: Therapeut von Eric
Adam: Schulfreund von Eric, in den er glaubte, sich verliebt zu haben
Levin: Schulfreund von Eric; in den er sich sofort verliebte
-
Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
-
Leonas: Leicht übergewichtig; ehemaliger heimlicher Freund von Kai
Kai: Anführer einer Schulclique; ehemaliger heimlicher Freund von Leonas
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; arbeitet als Servicekraft in einem Restaurant
Alexander: Junger Mann, den Flo auf der Straße kennenlernte


Flo – Teil 16
Flo ging still ihrer Arbeit nach und wechselte mit ihren Kollegen kaum ein Wort, außer es ging um die Bestellungen der Restaurant-Gäste. Sie hatte das ständige Gefühl, von allen beobachtet zu werden. Wie sich herausstellte, war der Chef sehr offen und ehrlich zu seinen Angestellten, weshalb er sie bereits im Vorfeld darauf hinwies, was Flo war. Flo war zwar deswegen keineswegs sauer auf ihren Chef, denn früher oder später wäre es ohnehin rausgekommen, aber sie hatte es satt, ständig zu hören, WAS sie war. Sie war ein Mensch und kein Cyborg, auf dessen Gefühle man herumtrampeln konnte. Lediglich in Manuela Klingenbach schien sie eine verständnisvolle Zuhörerin gefunden zu haben. Wären diese Unterstützung und das Geld nicht, welches sie in dem Restaurant verdiente, um ihre Studiengebühren zu bezahlen, dann hätte Flo den Job ganz schnell wieder gekündigt. Doch Flo wollte auch nicht klein beigeben und sich von ihren Kollegen drangsalieren lassen. Sie bewies Kampfeswillen und Durchhaltevermögen, egal wie schwarz der Tag auch zu sein schien.
„Für mich bitte den Zwiebelrostbraten und eine Weißweinschorle.“, bestellte eine Frau bei ihr.
„Und ich kriege einmal das Rumpsteak und ein Weißbier.“, bestellte ihr Ehemann bei Flo.
„Bringe ich Ihnen sofort.“, sagte Flo, die sich die Bestellung auf ihrem Zettel notierte.
Anschließend überreichte sie den Zettel einer ihrer Kolleginnen hinter der Theke, die sie nur geringschätzig ansah. „Was soll das heißen?“, fragte sie, als er den Zettel begutachtete. „Das kann man ja unmöglich lesen. So miserabel schreiben eigentlich nur Jungs…“
Plötzlich tauchte Manuela auf und zog den Zettel unter ihrer Nase weg. „Ich weiß gar nicht was du hast. Das lässt sich einwandfrei lesen. Vielleicht legst du dir mal eine Brille zu, denn offensichtlich siehst du schlechter als ein Nashorn, von denen man sagt, dass sie ein sehr schlechtes Sehvermögen besitzen.“ Das hat gesessen! Die Kollegin starrte Manuela und Flo missgelaunt an, sagte aber kein weiteres Wort und widmete sich der Bestellung.
„Danke.“, sagte Flo leise zu Manuela, die sie daraufhin freundlich anlächelte.
„Hallo Flo.“ Flo drehte sich überrascht um. Auf einmal stand Alexander hinter ihr.

Leonas – Teil 15
Leonas war glücklich. Die Tage, in denen er sich einsam und verlassen fühlte, waren zu Ende, denn nun war Kai wieder an seiner Seite. Die Frage, ob er ihm zu schnell verziehen hat, stellte sich ihm gar nicht. Leonas war sich seiner Körperstatur bewusst und ein Gedanke ließ ihn nie los: So einen gutaussehenden Freund wie Kai würde er nie mehr wieder bekommen. Ein oberflächlicher Gedanke? Auf jeden Fall, aber Leonas Selbstwertgefühl hatte auch enorme Risse bekommen. Die Sticheleien seiner Mitschüler, die zum Teil unter die Gürtellinie gingen, setzten ihm mehr zu, als er sich selber eingestand. Wenn er sich im Spiegel betrachtete, hasste er das Bild, welches er sah. Wenn er sich auf die Waage stellte, dann meldete sich sein schlechtes Gewissen. Kai merkte zwar oft an, dass er ihn so liebte wie er war und das es nicht nur auf das Aussehen, sondern auch auf die Persönlichkeit ankam, aber Leonas Selbstwertgefühl war schon soweit zerstört, dass diese Worte im Nichts verhallten.
„Hey Leonas, hörst du mir überhaupt zu?“, fragte Kai seinen Freund, als sie sich wieder einmal heimlich bei Leonas Zuhause trafen. Seine Eltern legten heute einen Wellnesstag ein, bei denen Leonas sie nicht begleiten wollte – wieder aufgrund seiner Körperstatur, obwohl er sich einredete, dass Kai der Grund sei, da er sich so natürlich mit ihm treffen konnte. Kai wollte sich noch immer nicht bei seiner Familie und seinen Freunden outen und so ging das Versteckspiel erneut weiter.
„Wo bist du denn heute mit deinen Gedanken, hm?“, fragte Kai Leonas, während sie zusammen auf dem Bett saßen und Kai seinen Freund leicht von der Seite anstubste.
„Wann wirst du allen erzählen, dass du schwul bist?“, platzte es aus Leonas heraus.
Kais Mund stand leicht offen. Mit dieser Frage hatte er jetzt nicht gerechnet. „Bald.“, antwortete er.
„Bald? Das hast du mir vor ein paar Wochen schon einmal gesagt.“, sagte Leonas unzufrieden. „Wann ist denn für dich „bald“?“
„Warum drängst du mich so. Wir sind doch gerade erst wieder zusammen gekommen. Das finde ich echt nicht in Ordnung von dir.“, meinte Kai, was Leonas zutiefst erschütterte. Jetzt war er also wieder Schuld? Das Thema wurde sofort totgeschwiegen, doch Leonas konnte sich nicht von den Gedanken befreien, dass sich Kai deshalb nicht outete, weil er sich für ihn schämte.

Moritz – Teil 19
„Du weißt, dass das verboten ist, was wir hier gerade machen?“, fragte Moritz Jacob im Flüsterton, während beide mit leisen Schritten durch die Gänge des Kinderheims schlichen. Jacob lief vorne weg, weil Moritz ein wenig Angst davor hatte, erwischt zu werden. Dennoch musste Moritz ihm den Weg weisen. Den Weg zum Büro von Herr Hendricks, in das sie jetzt einbrechen wollten. Es war kurz nach Mitternacht und alles schlief. Es war dunkel in den Gängen und nur an wenigen Stellen brannte ein kleines Licht, jedoch sehr gedämpft.
„Verboten ist doch gut. Das bringt den nötigen Adrenalinkick mit ins Spiel.“, meinte Jacob, während er unaufhaltsam voranschritt, nachdem Moritz ihm sagte, dass er um die nächste Ecke biegen musste.
„Und was wenn wir erwischt werden? Die könnten mich rauswerfen!“, meinte Moritz besorgt.
„Ach Quatsch! Die werfen doch keinen Jungen raus, der keine Eltern mehr hat…“ Noch im selben Moment als Jacob das sagte, wusste er, dass er einen Fehler beging. Moritz war stehen geblieben und blickte Jacob erschrocken und traurig zugleich an. „Hey Mann, tut mir Leid.“, entschuldigte sich Jacob, sich seines Fehlers bewusst. „Das war dumm und unsensibel von mir…“
„Ja war es und ich trete dir gleich in den Allerwertesten.“, entgegnete Moritz.
„Verdient hätte ich es…“, gab sich Jacob reumütig.
„Nicht deswegen du Idiot! Geh weiter, oder wir werden wirklich noch erwischt!“, erklärte Moritz ihm, woraufhin die Beiden ihren Weg zum Büro fortsetzten. Es grenzte an ein Wunder, dass sie nicht erwischt wurden, aber schließlich schafften sie es zu ihrem Ziel, ohne entdeckt zu werden. „Wie gedenkst du eigentlich, dort hinein zu kommen?“, fragte Moritz seinen Komplizen, während er sich selbst dafür schlagen könnte, ihm diese Frage nicht schon eher gestellt zu haben.
„Ach, ich kenn da ein paar Tricks.“, meinte Jacob, während sie vor der Tür standen.
„Du willst mir jetzt aber nicht weismachen, du hättest rein zufällig eine Haarnadel in deiner Hosentasche, die auch noch reinzufällig die Tür aufsperrt, wie es uns in Filmen immer weisgemacht wird.“, sagte Moritz mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Pff…, sehe ich etwa so aus? Wer braucht schon eine Haarnadel, wenn er die Kreditkarte seines Vaters bei sich hat?!“ Jacob zog voller Stolz eine Kreditkarte aus seiner Hosentasche.
Moritz runzelte mit der Stirn. „Wieso trägst du die Kreditkarte deines Vaters bei dir?“
„Och, die hab ich ihm vorgestern aus dem Portmonee stibitzt.“, erklärte Jacob ihm, diesmal ohne auch nur die geringsten Anzeichen von Reue zu zeigen. Und plötzlich stellte sich Moritz eine Frage: Wer war Jacob überhaupt?

Eric – Teil 16
„Als ich Levin geküsst hatte, vergas ich alles um mich herum, unter anderem auch Adam. Ich hab sogar vergessen, dass der Film zu Ende war und wir eigentlich das Kino hätten verlassen müssen.“, erzählte Eric unaufhaltsam weiter, während Dr. Böhmer ihm aufmerksam zuhörte. Es schien fast so, als hätte Eric endlich den Mut und die nötige Kraft gefunden, die ganze Geschichte zu erzählen. Sein Therapeut wollte es demnach partout vermeiden, ihn zu unterbrechen. „Inzwischen war schon die Putzkolonne aufgetaucht, um die Sessel vom Popcorn zu befreien. Wir wurden dann gebeten, den Saal zu verlassen, doch der schöne Abend war damit noch längst nicht zu Ende.“ In Eric´s Gesicht zeichnete sich ein Lächeln ab. Die Erinnerung an damals stimmte ihn glücklich. „Es war bereits dunkel und Levin und ich spazierten durch die Stadt, Hand in Hand, und sprachen über Gott und die Welt. Ich glaub mit keiner anderen Person hab ich mich jemals so gut unterhalten, wie an diesem Abend mit Levin. Eigentlich hätte ich um Zehne Zuhause sein müssen, aber ich vergaß die Zeit um mich herum, denn mit Levin fühlte sich jede Sekunde wie die Ewigkeit an. Irgendwann sah ich dann aber doch auf die Uhr und musste mich schweren Herzens von ihm trennen – aber nicht ohne einen Abschiedskuss. Die Tage darauf trafen wir uns immer öfters und alles schien bester Dinge zu sein, wenn da nicht Adam gewesen wäre. Ich traute mich nicht, ihm zu sagen, was ich wirklich für ihn empfand, geschweige denn, dass ich mich in Levin verliebt hatte. Der größte Fehler meines Lebens! Ich hatte keine Ahnung, was das für Auswirkungen auf unser aller Leben haben würde.“
„Womit wir zum Kernpunkt deines Hierseins kommen.“, sagte Dr. Böhmer, der sich nun doch zu Wort meldete. „Eric…, ich höre dir wirklich gerne aufmerksam zu, aber wir müssen jetzt über das Wesentliche sprechen. Das, weswegen du heute hier bist.“
Eric lachte, obwohl ihm nicht danach zumute war. „Ich sollte nicht hier sein. Ich sollte tot sein!“

47 --- Nils (Teil 16), Moritz (Teil 20), Leonas (Teil 16) & Flo (Teil 17) !
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Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon MusaMelody » 18 Okt 2017, 22:56

So, ich melde mich auch mal wieder. Meine Ausbildung und der Stress haben mich leider in der Hand...
Habe mir jetzt die letzten Kapitel angeschaut.
Der arme Damian, mal läuft es ganz gut, und dann kommt das mit Marcus raus. Mannoman. xD
Ich glaube, in Flo und Manuela haben sich 2 Freundinnen gefunden und das freut mich sehr für die beiden, die es davor nicht einfach hatten.
Bei Ricardo wird's auch spannend, frage mich wie der Pornodreh für ihn wird. Und bei Moritz und Jacob erst....

Werde versuchen, wieder aktiver mitzulesen!
LG :)
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Re: Queer durchs Leben

Beitragvon Skystar » 19 Okt 2017, 18:58

Hi MusaMelody! :) Macht nichts, dass du nicht so viel Zeit hast. Ich freu mich, wenn meine Geschichte überhaupt gelesen wird.
Magst du Damian denn am liebsten?

47 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    "Ist noch jemand so gespannt auf das Jubiläum wie ich? Skystar hat mir versprochen, dass im und ums Jubiläum einige Geschichten ihren absoluten Höhepunkt erreichen und die Weichen fürs Finale gestellt werden. Bereits im heutigen Kapitel zeichnet sich ein wenig ab, was uns jetzt dann alles erwartet... Moritz und Jacob brechen in das Büro von Herr Hendricks ein, um mehr über Felix`Verbleib herauszufinden. Zwischen Moritz und Felix gibt es also weiterhin eine Verbindung, die momentan nur von Manuela und Flo übertroffen wird, die sich inzwischen mehrere gemeinsamen Szenen teilen. So auch heute wieder. Alexander taucht bei Flo in der Arbeit auf, was fatale Folgen am Ende haben wird! Auch die Probleme bei Leonas und Kai gehen weiter. Wird Kai sich endlich outen? Ich denke, allzu lange wird es nicht mehr dauern und dann wird es interessant zu sehen sein, ob Kai zu Leonas steht, oder nicht! Inzwischen darf Nils wieder mit seinem charmanten Bruder agieren. Ich mag die gemeinsamen Bruderszenen irgendwie sehr gerne, denn Nils scheint seinem großen Bruder wirklich wichtig zu sein.

    Liebe Grüße an alle stillen Leser
    -Der-dessen-Name-ihn-nicht-nennen-möchte!"

ROLLENLISTE:

Moritz (16): Seine Eltern starben, noch vor seinem Outing; kam in ein Kinderheim
Jacob: Freund von Felix, der von Frau Brecheisen adoptiert wurde
Herr Hendricks: Betreuer des Kinderheims
-
Manuela Klingenbach: ehemalige Stewardess; outete sich bei ihrem Mann als lesbisch
-
Nils: verliebt in Valentin, der allerdings nur eine Traumfigur zu sein scheint
Valentin: Schwarm von Nils, den er in seinen Träumen kennengelernt hat
Ralf: Nils großer Bruder
-
Leonas: Leicht übergewichtig; ehemaliger heimlicher Freund von Kai
Kai: Anführer einer Schulclique; ehemaliger heimlicher Freund von Leonas
Sarah: Beste Freundin von Leonas
-
Florentine „Flo“ Neumann (22): Transgender; arbeitet als Servicekraft in einem Restaurant
Alexander: Junger Mann, den Flo auf der Straße kennenlernte


Nils – Teil 16
Nils kletterte aus der Dusche und trocknete sich mit einem Handtuch ab, als sein Bruder an der Badezimmertür klopfte. „Hey Kleiner, bist du bald fertig. Ich muss dann auch mal rein!“
Nils band sich das Handtuch um die Hüfte und öffnete seinem Bruder anschließend die Tür. „Kannst rein, bin fertig.“, sagte er, während er sich noch schnell mit Deo einsprühte.
„Sag mal, für wen machst du dich den so hübsch?“, fragte Ralf ihn breit grinsend. „Gehst du heute Abend etwa aus? Das würde ja einem achten Weltwunder gleichen.“
„Haha, du Komiker. Reinzufällig hab ich heute tatsächlich ein Date – und zwar mit dem tollsten, bestaussehensten und umwerfesten Jungen der ganzen Stadt!“, rief Nils seinem Bruder glücklich entgegen, während er sich langsam aus dem Badezimmer zurückzog.
„Hey prima. Glückwunsch Kleiner!“, rief Ralf seinem kleinen Bruder ebenfalls glücklich zu. Er freute sich für Nils, für den er sich nur das Beste wünschte. „Hey, ich hab da eine Idee. Ich hab Mum und Dad erzählt, dass ich ihnen nächste Woche gerne meine neue Freundin vorstellen möchte. Wie wäre es, wenn du deinen Freund auch einlädst? Mum und Dad hätten sicherlich nichts dagegen. Das du auf Kerle stehst, hast du ihnen ja bereits verklickert, oder?“
Nils nickte. „Ja hab ich, aber findest du nicht, dass das noch ein bisschen früh wäre…?“
„Papperlapapp. Die sollen sich nicht so anstellen.“, sagte Ralf und winkte die Bedenken locker ab. „Das wird schon! Also abgemacht. Ich bring meine Freundin mit und du deinen Freund.“
„Oookay.“, sagte Nils etwas unsicher. „Also dann, gute Nacht!“
„Wie was? Gute Nacht?“, fragte Ralf nun irritiert.
Nils guckte seinen Bruder mit großen Augen an und wiederholte seine Aussage: „Gute Nacht!“ Danach verschwand Nils in sein Zimmer und legte sich in sein Bett zum Schlafen, um bei wieder bei Valentin sein zu können. Ralf hingegen blieb sehr verwirrt im Badezimmer zurück.

Moritz – Teil 20
„Dafür kommen wir ganz sicher in die Jugendstrafanstalt.“, meinte Moritz, als sie es geschafft hatten, in Herr Hendricks Büro einzubrechen.
„Man Moritz, du bist ja ein richtiger kleiner Schisser.“, zog Jacob ihn schmunzelnd auf, während er zugleich damit anfing, die Schubladen und Regale zu durchsuchen, um Hinweise auf Felix Verbleib herauszufinden. In einem Schrank standen unzählige Ordner, mit Daten über die Kinder in dem Heim. Zum Glück waren diese nach dem Alphabet geordnet, sonst hätten Jacob und Moritz sich schwer getan, etwas über Felix herauszufinden. So war ihnen das Glück hold und nach etwa einer viertel Stunde – die sich für Moritz aber wie eine Ewigkeit anfühlte – wurden sie fündig. „Na also.“, stieß Jacob erfreut aus, als er Felix Akte fand. „Felix Kiebitz, geboren im Jahr 2000, verlor seine Eltern mit vierzehn bei einem tragischen Autounfall. Adoptiert von Arnulf und Charlotte Brecheisen. Ja wohl, hier steht alles drin!“, rief Jacob erfreut, wohlgemerkt ein wenig zu laut. Doch ausnahmsweise störte sich Moritz nicht daran, denn als Jacob Felix` Akte laut vorlas, wurde ihm ganz flau im Magen. Felix verlor seine Eltern also ebenfalls bei einem tragischen Autounfall? Damit verband sie dasselbe Schicksal. Unweigerlich kamen Moritz die Erinnerungen an seine Eltern hoch. „Da steht auch die Adresse seiner neuen Familie drin. Oh man, dass ist ja am anderen Ende der Stadt.“
„Gut, können wir dann jetzt bitte gehen.“, brach Moritz sein Schweigen.
Jacob nickte, während er sich die Adresse mit einem Filzstift auf seinem Arm notierte. Moritz schritt schon einmal voran, doch als er das Büro verließ, traf ihn der Strahl einer Taschenlampe im Gesicht.

Leonas – Teil 16
Leonas saß im Unterricht und schrieb von der Tafel ab. Seine Augen und seine Hände waren ganz dem Unterricht gewidmet, aber seine Gedanken waren einzig und allein bei Kai. Er wollte seinen Freund natürlich zu nichts drängen, aber wenn er sich nicht bald outen würde, dann sah er ihre Beziehung erneut in Gefahr. Doch würde Leonas die Kraft aufbringen, sich von ihm zu trennen?
„Halt, da steht nicht Türkei, sondern Turkestan.“, sagte Sarah plötzlich neben ihm. Leonas blickte verwirrt in sein Heft, zur Tafel und wieder in sein Heft. Seine Freundin hatte Recht. Offenbar war er in seinen Gedanken so sehr bei Kai, dass er Türkei statt Turkestan schrieb. „Mensch Leonas, wo bist du denn schon wieder mit deinen Gedanken?“, fragte Sarah ihn.
Leonas schwieg. Er konnte ihr nicht von ihm und Kai erzählen, auch wenn er es gerne täte. Schon öfters hat er darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, wenn er mit seiner besten Freundin über seine Beziehung sprechen könnte. Sie hätte bestimmt ein paar hilfreiche Tipps für ihn, auch wenn sie Kai nicht ausstehen konnte.
Der Tag verging und der Abend brach an. Leonas zog es vor, den Tag auf seinem Zimmer allein zu verbringen. Auf Gesellschaft hatte er heute keine Lust. Doch Kai meldete sich mit einer Nachricht bei ihm und wollte sich noch heute mit ihm treffen, also stand er auf, zog sich Schuhe und eine Jacke an und ging hinaus. Kai wartete auf ihn an ihrem geheimen Treffpunkt, einer Mountainbike-Anlage. Da heute schlechtes Wetter war, waren sie hier ganz ungestört. „Hey.“, begrüßte Kai ihn. „Danke, dass du so schnell gekommen bist. Ich hab mir Sorgen gemacht. Du warst heute so ruhig in der Schule und hast dich noch nicht einmal verabschiedet.“
„Ich bin immer ruhig in der Schule.“, warf Leonas leicht trotzig ein. „Und wieso sollte ich mich bei dir verabschieden? Um mich von deinen Kumpanen wieder anpöbeln zu lassen, wie fett ich doch sei?“
„Okay, du bist verstimmt, das verstehe ich, aber was soll ich deiner Meinung nach denn tun?“, fragte Kai ihn. „Sag es mir doch bitte Leonas.“
„Du weißt genau, was du für mich tun kannst…“, antwortete Leonas ihm.
Kai wusste daraufhin nicht mehr, was er sagen sollte. Er legte seine Arme um seinen Freund und nahm ihn in die Arme. Im Trösten war er wenigstens gut. Leonas konnte Kais Herzschlag spüren und legte seine Arme ebenfalls um seinen Freund, als ihre beiden Herzen unerwartet zum Stillstand kamen. „Das glaub ich jetzt nicht.“, sagte eine Stimme. Wie aus dem Nichts stand Sarah plötzlich vor den Beiden. Ihr Mund stand offen und ihre Augen waren groß, von dem was sie da erblickte.

Flo – Teil 17
„Verflucht noch eins, was willst du hier, Alexander?“, fragte Flo wütend.
Alexander blickte sich verwirrt um. „Das ist doch ein Restaurant und ich habe Hunger.“
„Und da kommst du ausgerechnet hierher? Stalkst du mich jetzt etwa?“, fragte Flo ihn erschüttert.
„Du meine Güte, komm mal wieder runter. Hast du vergessen, dass ich schon einmal mit dir hier war und ich hier des Öfteren herkomme?“, erwiderte Alexander nun selbst genervt. „Ich wusste nicht, dass du hier inzwischen arbeitest. Ich denke, ich werde mir jetzt mal einen Platz suchen, denn allem Anschein nach, wird man hier nicht mehr vom Personal einem Platz zugewiesen.
„Doch, doch, verständlich Sir. Verzeihen Sie bitte!“, rief Manuela, die noch immer daneben stand und alles mitangehört hatte. „Folgen Sie mir doch bitte.“
Manuela ging voran und Alexander folgte ihr. Flo blickte ihm nach. Sie glaubte nicht daran, dass er nur reinzufällig hier war, denn er hatte damals noch mitbekommen, wie sie hier nach der freien Stelle angefragt hatte. Doch wenn dem so war, was wollte er von ihr? Wollte er sie etwa noch immer zurückhaben? Er muss doch einsehen, dass er keine Chance mehr bei ihr hatte.
„Hey du. Steh hier nicht so faul in der Gegend herum und verteil die Drinks.“, sagte die Kollegin hinterm Tresen. „Du glaubst wohl, du wirst hier fürs Rumstehen und Schwatzen bezahlt…
Flo ignorierte die dumme Bemerkung ihrer Kollegin und nahm das Tablett mit den Getränken in die Hand. Alexander, der inzwischen einen Platz eingenommen hatte und von Manuela die Speisekarte überreicht bekam, winkte ihr schmunzelnd zu, was zur Folge hatte, dass Flo kurz unaufmerksam war, über die Handtasche eines Gastes stolperte und das Tablett zu Boden fiel. Das Klirren und Scheppern war im gesamten Restaurant zu hören. Flos Kollegen schüttelten lediglich den Kopf und sahen zu, wie Flo die Scherben vom Boden aufsammelte. Lediglich Manuela kam ihr zugleich zu Hilfe. Als Flo sich wieder erhob, konnte sie sehen, wie der Platz leer war, auf dem bis gerade eben Alexander noch gesessen war. Ein kalter Schauer lief ihr über den Rücken. Offenbar behielt sie Recht mit ihrer Vermutung, dass er sehr wohl wusste, dass sie hier inzwischen arbeitete.
„Entschuldige mich bitte kurz.“, sagte Flo zu Manuela und rannte verängstigt zur Toilette. Sie verriegelte die Kabine, kniete sich leicht hin und fing zu Weinen an. Flo war verzweifelt, verängstigt, aber auch wütend und traurig. Sie hatte das Gefühl, keiner würde sie wirklich verstehen. Sie wusste nicht mehr wohin mit ihren Emotionen, weshalb sie nur noch einen Ausweg sah. Sie krempelte sich die Ärmel ihres weißen Hemdes hoch, dass sie für die Arbeit trug, und zog eine Glasscherbe hervor, die sie sich vorhin beim Einsammeln in die Hosentasche gesteckt hatte. Flo begutachtete die Glasscherbe zunächst, bis sie sich die scharfe Kante in ihrem Arm schnitt.

48 --- Jannik (Teil 18), Leonas (Teil 17), Nils (Teil 17) & Moritz (Teil 21) !
(Nur noch zwei Kapitel bis zum Jubiläumskapitel!)
Meine neue Geschichte: "Queer durchs Leben" !

Bunte Herbtsgrüße
Himmelsstern! :flag:

Re: Queer durchs Leben

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