One Last Night

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Getwet
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One Last Night

Beitragvon Getwet » 27 Okt 2016, 17:32

Hallo liebe Community,

ihr werdet euch wahrscheinlich wundern, dass ich eine neue Geschichte angefangen habe, da "Hold On" ja immer noch so vor sich her dümpelt. Doch leider habe ich für mich beschlossen die Geschichte vorerst nicht mehr weiter zu schreiben, da ich auf eine andere Idee gekommen bin. Nämlich zu der nachfolgenden. Es hatte eine Weile gedauert bis ich mich dazu entschlossen habe Kapitel 1 mit euch zu teilen, da es etwas anderes ist, als ich bisher geschrieben habe, aber ich möchte diese Geschichte wirklich furchtbar gerne erzählen, da ich der Meinung bin, es könnte ziemlich interessant werden.

Außerdem ist es immer wieder interessant zu lesen, was Ihr davon haltet. Und eine bessere Kritik gibt es nicht. :)

Hier vorab ein paar Informationen über die Geschichte.
Sie ist rein fiktiv und "schroffer" geschrieben als meine bisherigen Sachen. Sie wird keine Sexgeschichte, obwohl es teilweise, gerade in Kapitel 1 so klingt, als würde es darauf hinaus laufen. Für das Vokabular an manchen Stellen möchte ich mich entschuldigen, doch für Shane's Charakter, war dies leider Notwendig und kein Mittel zum Zweck.

Nun denn, ich wünsche euch viel Spaß mit Kapitel 1! :flag:

P.S. Dass ich jetzt hier schreibe hat keine Auswirkungen auf den "London... reloaded"-Thread! Da geht es auch weiter!


One Last Night


1. Zum letzten Mal

Heute war wirklich das letzte Mal, dass wusste ich. Ich hatte mich oft dazu hinreißen lassen es irgend einem Homo zu besorgen um es Ihnen zu beweisen, dass ich der Beste war. Und, wenn wir mal ehrlich sind, jeder bestätigte es mir. Vielleicht war das auch der Grund warum es auf mich einen gewissen Reiz ausübte es ihnen so zu besorgen. Sie würden mich nicht vergessen,- nie wieder. Ich sie schon. Sie waren alle auswechselbar, jeder einzelne. Alles ein Haufen von Tucken, die nur einen Zweck hatten: Sich für mich zu bücken. Und sie taten es gerne, denn sie wussten, dass ich Ahnung davon hatte. Niemand konnte es einem Homo so gut besorgen wie ein Hetero. Denn wir waren noch richtige Männer, die wussten wie man seinen Schwanz benutzt.
Wie ab und zu üblich machte ich einen Abstecher in die Homobar der Stadt: Das x-cuses. Zugegebenermaßen war die Bar echt gut, die Musik war klasse, das Ambiente lud ein und das Personal – nun ja, die hatte ich alle schon durch. Weswegen es auch nicht selten war, dass ich etwas aufs Haus bekam. Sie waren eben mit meinen Leistungen zufrieden, was soll ich dazu noch sagen?
„Hey Shane“ begrüßte Rick mich. Ihm gehörte die Bar. Er war eins achtzig groß, trainiert und hatte kurze, dunkel blonde Haare. Seine Augen begannen zu leuchten als er mich sah, „das übliche?“
Ich nickte ihm nur lächelnd zu und bekam meinen Drink, einen „7 and 7“ hingestellt, nachdem ich einen Platz an der Bar eingenommen hatte. Heute war es nicht so voll wie sonst, also würde die Beute heute eher mager ausfallen .
„Heute scheint es nicht so gut für dich zu laufen.“ stellte ich mich an Rick gerichtet fest.
„Mittwoch, Shane. Mittwoch.“ sagte er nur.
Stimmt. Es war Mittwoch, da gingen alle Schwuchteln ins Razor, eine Großraumdisko. Dann musste ich eben hier irgendwie fündig werden, auch wenn es ganz danach aussah als hätte ich die meisten hier schon gehabt und es gab eine Regel: Niemals mehr als einmal mit dem selben. Und was viel wichtiger war: Heute würde das letzte Mal sein, also musste der Letzte, den ich mich aussuchte, etwas sein, womit ich mich zufrieden stellen konnte. Ein Mann, der auch ein richtiger Mann war. Nicht so ein Handtaschenträger, davon hatte ich genug. Die sind einfach zu leicht zu knacken.
„Wieso kommst du eigentlich immer wieder?“ fragte Rick mich.
Noch während er sprach kam ein unterernährter Punk auf mich zu, der sich an meinem Bein rieb und sich die Lippen leckte. Um Gottes Willen... nicht der schon wieder.
„Lass das Glenn.“
„Hab dich nicht so.“ und er fuhr mit seiner Hand weiter an meinem Bein hoch.
„Ich sagte...“ griff seinen Arm fest bis er sein Gesicht verzog und hob ihn weg von mir, „lass das!“
Er ging beleidigt weg. Immer wieder versuchte er es, denn er war einer der wenigen die nicht das Glück hatten von mir gefickt zu werden.
Rick lachte aus und hakte nach: „Und?“
„Der Reiz und mein Ruf.“ sagte ich nur, „Aber hey, mach dir nichts draus. Heute wirst du mich das letzte Mal sehen.“
„Wie?“ er schaute erstaunt, „Was meinst du?“ und zapfte dabei ein Bier.
Ich nippte an meinem Drink, „Na ganz einfach: Heute ist Schluss mit den Homos, irgendwann reicht es mir dann doch.“
Rick lachte aus, „Hörst du dir eigentlich selbst zu?“
„Hmm?“ und nippte nochmal.
„Schau dich mal um.“ sagte er und blickte sich um, „Wie oft kommst du her und wie oft nimmst du Typen mit? Und du tust es immer wieder, wie kannst du dich da selbst noch als Hete bezeichnen?“
„Weil ich eben eine bin.“ gab ich unbeeindruckt zurück.
Na sicher, ich gebe zu für einen heterosexuellen Mann in die Szene zu gehen und Männer zu vögeln war kein normales Verhalten, aber ich muss sagen, dass kommt nicht von irgendwoher. Es hatte alles irgendwann angefangen und seit dem war ich eben auf den Geschmack gekommen. Doch nun reichte es mir und ich beschloss, dass es heute das letzte Mal war.
„Wie du meinst.“ lächelte Rick nur und mixte einen weiteren Drink.
Das war für mich die Gelegenheit mich noch einmal genauer hier umzusehen. In den blitzenden Lichtern von der Decke und der schwachen Nebelmaschine konnte ich nichts interessantes ausmachen. Da waren zwei feminine Männer die sich abschlabberten und aneinander pressten zu den tobenden Bässen eines Elektrosongs. Eine Gruppe aus vier relativ jungen Männern saß in einer Sitzecke neben den Lautsprechern und nippte genüsslich an ihren Cocktails und lachten dabei hysterisch wie eine Gruppe Frauen.
Enttäuscht blickte ich mich um und wusste, mein letzter Abend würde ein Reinfall werden.

„Sag mal Rick, kann es sein das dein Publikum immer schlechter wird?“
„Solange du weiter ab und zu kommst, wird das wohl kaum passieren.“ stellte er fest und hatte ein schelmisches Grinsen aufgesetzt.
Als ich es ihm damals besorgt hatte, hatte er mich angefleht ihn nochmal und nochmal zu ficken; er hatte geschrien wie eine Pornodarstellerin. Es hatte mir gefallen wie unterwürfig er gewesen war und wie bereitwillig er alles mit sich hat machen lassen.
„Schleimer.“ sagte ich nur und nahm einen größeren Schluck von meinem Drink.
„Wenn du heute Abend nicht fündig wirst, dann...-“
„Vergiss es.“ würgte ich ihn ab, „Du kennst meine Regeln.“
Nun war er dennoch hartnäckig und beugte sich vor zu mir um mir etwas ihns Ohr zu flüstern.
„Pass auf, Shane. Es ist dein 'letztes Mal' wie du sagst. Dann sollte es doch jemand sein, der weiß was du magst.“
Zugegebenermaßen war es mit Rick nicht schlecht gewesen, denn er wusste wie ich es mag. Aber ich lehnte dennoch ab. Auch wenn es momentan nach der Flaute aussah, ich hatte mir ein Ziel gesteckt, es musste jemand besonderes sein. Ich würde dafür sorgen dass sich dieser jemand, wie alle anderen auch, an mich erinnert.
„Kannst es dir ja noch überlegen.“ sagte Rick nur und wandte sich wieder seinem Bartresen zu.
Nachdem ich gefühlte zehn Kerle hatte abblitzen lassen und zwei weitere Drinks intus hatte, beschloss ich zu gehen. Möglicherweise war dies ja auch ein Zeichen es nicht mehr zu tun. Ohnehin war es falsch, auch wenn es Spaß machte. Und Frauen hatten einfach ihre Vorzüge, die Männer nicht hatten. Schließlich nahm ich keinen Schwanz in meinen Mund oder küsste sie, ich vögelte sie nur. Doch da ging bei Frauen einfach mehr.
Ich verabschiedete mich von Rick und verlies das x-cuses. Zum letzten Mal.

Es war zwei Uhr morgens und ich war auf dem Heimweg. Etwas angetrunken schwankte ich durch die Straßen und lies mir einige Dinge durch den Kopf gehen. Nach der 'Karriere' die ich in der Szene hingelegt hatte, war dies also mein grand de finalé?
Das kränkte mich mehr als ich wollte und so blieb ich stehen und zückte mein Smartphone. Ich wusste von einigen Homos dass es für gewisse Bedürfnisse Apps gab, die es einem ermöglichten nach einer schnellen, unverbindlichen Nummer zu suchen. Einer Nummer, die man danach nie wieder anrufen oder schreiben würde. Perfekt also für mein heutiges Vorhaben. Ich lud mir also eine dieser Apps herunter und erstellte mir ein Profil mit einem Namen. 1Lasttime. Passend, wie ich fand.
Die Bilder die ich von mir hochlud zeigten höchstens mein Gesicht bis zur Nase oder nur meinen Körper. Auf Schwanzbilder verzichtete ich, davon hätte derjenige dann schließlich noch genug. Ich bekam etliche Nachrichten mit Bildern angehängt, die ich jedoch alle nicht interessant fand.
Irgendwann jedoch schrieb mir leb_muscle, ein wie ich fand sehr ansehnlicher Kerl, der ebenso wie ich, kein komplettes Bild von seinem Gesicht drin hatte.

>Lust auf was zwangloses?
>Klar. Wann und wo?
>Komm zu mir. Ich schicke dir meine Adresse.


Kapitel 1 - Ende
Don't you worry child. See heaven's got a plan for you.

One Last Night

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Re: One Last Night

Beitragvon bunnylover » 18 Jun 2017, 19:02

Omg, ich war ja schon von landschulheim london gefesselt aber das. :o
schreib bitte wieder weiter! :P Ich oder eher für alle die den post gelesen haben ist diese Fortsetzung "überlebwns wichtig" :lol:
“Würd' lieber sterben, als nach Hause geh'n
Einfach loslassen im freien Flug
Atmen, warten bis der Staub sich legt
Ruhig Blut, alles gut“
-Casper

 


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