Niemals alleine

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Everdeen
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Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 11 Jul 2012, 20:14

Kapitel eins
Zwei Jahr zuvor

Es traf mich wie ein Schlag direkt in die Magengrube. Meine Beine gaben unter meinem plötzlich so schweren Gewicht nach. Ich brach zu Boden und Tränen bannten sich ihren Weg über meine Wangen. Ich spürte wie unter mir meine heile Welt in tausend kleine Scherben zersprang während in meinem Kopf immer wieder diese Worte nachhallten. «Es tut mir sehr leid Jasper. Er hat es nicht geschafft.» Mit diesen Worten überreichte mir Oberoffizier Jackson die Uniform von Tim.
Die Männer verließen das Schiff und rannten in die Arme ihrer Familien. Nur ich blieb alleine. Alleine auf dem Boden zurück. Zurück mit dem Gewissen, dass Tim McCloud nicht dieses Schiff verlassen würde um mich in seine starken Arme zu schließen. Ich wusste, dass er mir nie wieder sagen würde, wie sehr er mich liebt. Nie wieder würde ich morgens neben ihm aufwachen. Nie wieder in seine ozeanischen Augen schauen und wissen wie glücklich ich bin.

Drei Tage nach der Ankunft der Soldaten wurde Tim beerdigt. Es war ein sonniger Tag. Ein Tag an dem man nie denken würde, dass er so traurig zu ende gehen würde. Zu meiner Linken stärkte mir meine Familie den Rücken und zu meiner Rechten meiner zwei besten Freunde, Jesse Pear und Kiara Thomson. Und mit dem absenken des Sarges begannen die Erinnerungen und meine Gefühle erloschen.


Kapitel 2
Heute

«Es wird Zeit das du aufstehst. Es ist schon fast 13 Uhr Häschen. Du verschläfst noch den ganzen Sommer.» Meine Mom zog an meiner Bettdecke und versuchte mich zum aufstehen zu überreden. «Mom. Lass mich in Ruhe. Ich will nicht raus.» Besorgt schaute sie mich an. Sie kannte ganz genau den Grund weshalb ich nicht aufstand. «Hör mal Häschen. Tims Tod ist nun zwei Jahre her. Denkst du nicht das es Zeit wird dein Leben weiter zu leben? Glaubst du Tim hätte gewollt, dass du so endest? Es ist tragisch was passiert ist, aber es ist passiert und wir können es nicht rückgängig machen». Meine Augen füllten sich mit Tränen. Es war jeden Morgen das selbe Gespräch, welches mich in die Realität zurück holte. Solang ich die Augen geschlossen hielt, lag er neben mir. Doch das Licht der Sonne ließ ihn immer mehr verblassen. «Geh dich fertig machen und komm dann runter. Ich mach dir was zu essen.» Ich hörte wie meine Mutter die Treppen ins Erdgeschoss hinab ging. Ich wusste was ich ihr antat. Sie litt unter meiner Verzweiflung genauso, aber eher aus Sorge um mich.
Langsam setzte ich mich auf und blinzelte ins warme Sonnenlicht. Es war ein wunderschöner Sommertag. Die Ferien hatten schon begonnen. Langsam schlenderte ich ins Bad und stellte mich unter die Dusche. Das kühle Wasser belebte meinen Körper aus seinem tiefen Schlaf. Der Blick in den Spiegel war auch mal ein schöneres Erlebnis gewesen. Ich band mir meine zotteligen blonden Haare zu einem Dutt wie ihn momentan alle coolen Surfer trugen. Da stand ich nun. Ein Meter und 90 Zentimeter. Der Sixpack in trainierter Form und die Haut gesund gebräunt. Eigentlich eine gutaussehende Erscheinung, doch seit 2 Jahren begleiteten mich diese dunklen Augenringe. Aber was sollte man auch erwarten wenn man Nachts durchschnittlich 4 Stunden schläft? Ich zog mir meine Shorts und ein weißes Hemd an. In der Küche erwartete mich meine Mom mit einem lecker duftenden Gericht welches ich sofort verschlang. Alpträume machten hungrig. Als ich fertig gegessen hatte, schnappte ich mir meine Tasche und mein Skateboard. Als ich die Tür öffnete blies mir der Sommer seinen warmen Atem entgegen und mit ihm eine Erinnerung.


Kapitel 3
Vergangenheit

«Lass das Tim.» Lachend versuchte ich immer wieder dem Wasserstrahl auszuweichen, den Tim mit dem Gartenschlauch auf mich schoss. «Du sollst das Auto sauer machen und nicht mich. Ein zweites mal Duschen muss ich heute nicht mehr.» Ich hatte den Satz noch nicht ganz ausgesprochen als mich der Strahl erwischte. Ich schnappte mir den Wassereimer und schleuderte den Inhalt gen Tim. Ich fing an zu lachen, den nun war er voller Schaum. Tim packte mich von hinten und wir landeten gemeinsam in Grass. «Ich liebe dich.» flüsterte mir Tim ins Ohr. Ich schaute ihm in die Augen und küsste ihn mit all meiner Liebe. «Musst du wirklich dahin? Was ist das denn für ein Einsatz? Wird es lange dauern?» Fragend schaute ich ihn an. «Wir sollen nur etwas aufpassen. Nichts wildes. Mir kann nichts passieren und in drei Monaten bin ich ja wieder zurück.»
«Pass auf dich auf. Versprichst du mir das?» «Ich verspreche es dir.»


Kapitel 4
Heute

Egal wo ich hinschaute. Alles erinnerte mich an meine gemeinsame Zeit mit Tim. Ich war damals erst 17 Jahre alt als er starb. Ich hatte ihn mit 15 in der High School kennengelernt. Es war liebe auf den ersten Blick.
Ich fuhr auf meinem Skateboard die Straße runter. In Gedanken versunken hatte ich beinah den großen Umzugswagen übersehen, der in die Straße einbog. Ich könnte ihm gerade so ausweichen, als mein Blick auf die Augen in der Fahrerkabine vielen. Der Rest des Gesichtes blieb hinter der getönten Fensterscheibe verborgen. Ich sah nur die ozeanischen Augen. Mein Körper wurde starr und begann zu Zittern. Der einzige Gedanke in meinem Kopf war klar und deutlich zu hören.

«Tim!»

Fortsetzung folgt...
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Re: Niemals alleine

Beitragvon Dragon900 » 11 Jul 2012, 20:41

oh je ist sehr emotional geschrieben. Aber schöne Story. Freue mich auf die Fortsetzung. :)
Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben an denen du nichts ändern kannst. Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

Dalai Lama

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Re: Niemals alleine

Beitragvon Unbekannt » 11 Jul 2012, 21:18

Schreib weiter, der Anfang gefällt mir schon verdammt gut! *-*

BUMBUM
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Re: Niemals alleine

Beitragvon BUMBUM » 11 Jul 2012, 21:58

Wow echt klasse! :D
Wann kommen die nächsten KAPITEL!

Turkgaga
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Re: Niemals alleine

Beitragvon Turkgaga » 11 Jul 2012, 22:05

Yaay das war toll.
Next Chapter Please :)

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Re: Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 11 Jul 2012, 22:08

Die nächsten Kapitel werden morgen um 17 Uhr online gehen.
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Re: Niemals alleine

Beitragvon ollivio » 12 Jul 2012, 02:14

Ein neuer guter Schreiber, sieh an :)
Was du nicht willst dass man dir tu, das füg auch keinem and´ren zu

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Re: Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 13 Jul 2012, 12:25

Kapitel 5
Heute

«Das kann nicht nicht sein. Tim ist tot. » Gedanken schossen mir durch den Kopf. Meine Schläfen begannen zu schmerzen und das Blut fing an wie wild durch meine Adern zu pochen. Tim war im Irak-Einsatz gefallen, da war ich mir sicher. Wir hatten ihn begraben. Wie konnte er also in diesem Wagen sitzen? Ich merkte wie ich keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte.
«Du schaust aus als hättest du einen Geist gesehen.» Ich hatte gar nicht bemerkt das Jesse plötzlich neben mir stand. «Ist alles okay mit dir? Können wir endlich los zum Strand?» Skeptisch betrachtete er mich mit seinen kalten grauen Augen. «Ähm klar. Kann los gehen. Sorry, war gerade mit meinen Gedanken wo anders.» «Das hat man ja kaum gemerkt.» bemerkte Jesse Pear mit ironischer Stimme.
Unsere Skateboards trugen uns in Richtung Strand und als wir gerade den letzten Hügel passierten konnten wir die Wellen schon brechen hören. «Das hört sich ja nach einem perfekten Surf-Tag an.» Ich schenkte der Bemerkung von Jesse keine Aufmerksamkeit. Meine Gedanken waren stets bei den Augen im Wagen. «Hay Jesse. Es tut mir leid. Ich muss nochmal zurück. Fahr du schon mal vor.»

So schnell es ging fuhr ich den Weg zurück. Ich war mir einfach nicht mehr sicher gewesen, was ich gesehen hatte. War das wirklich Tim in dem Wagen gewesen? Nein er war tot. Oder vielleicht doch nicht? Mein Kopf schmerzte schrecklich. All die Fragen quälten mich so sehr. Bestand die winzige Möglichkeit, dass man sich geirrt hatte? Das Tim gar nicht gestorben war?

Fortsetzung folgt...
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Re: Niemals alleine

Beitragvon ollivio » 13 Jul 2012, 13:46

... hoffentlich bald :)
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Re: Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 16 Jul 2012, 19:27

Mein Skateboard trug mich so schnell es ging in unsere Nachbarschaft zurück. Ich hielt Ausschau nach dem Umzugswagen, doch er war nirgends zu sehen. Hatte ich mir das nur eingebildet? Nein. «John. John mein Liebling. Bring die Kisten, die noch draußen stehen bitte in den Keller.» Ich drehte mich in alle Richtungen um, um die Frau zu finden zu der die Stimme gehörte. Und da stand er. Meine Größe nur breitere Schultern. Mittellanges, gestyltes, braunes Haar. Ich hätte ihn vielleicht 2 Jahre älter geschätzt. Als er in meine Richtung schaute sah ich sie. Die ozeanischen Augen. Ich hatte nicht Tim gesehen, sondern den Neuen in der Nachbarschaft und sein Name war John. Er warf mir ein Lächeln zu und begann die Kisten ins Haus zu tragen. Ich rannte so schnell es ging durch unseren Vorgarten. «Jasper? Ich dachte du wärst mit Jesse und Kiara am Stand verabredet?» Ich gab meinem Vater keine Antwort sondern rannte zielgerichtet in mein Zimmer und warf mich in mein Bett. Den Kopf im Kopfkissen vergraben.


Kapitel 6
Vergangenheit

Da stand ich nun und direkt vor mir, die Tür zum Nachsitzen. Was hatte ich mir auch nur eingebildet mit dem Skateboard den Flur entlang zu fahren? Ich drehte den Türknauf und öffnete die Tür. «Ah, Mister Tress. Schön dass sie es einrichten konnten» vernahm ich die sarkastisch klingende Stimme von Mister Flush, meinem Englischlehrer. Was für ein blöder Name dachte ich mir jedes Mal. Und als mein Blick durch den kleinen Raum streifte blieb er an Tim McCloud, dem Star-Pitcher des Baseballteams, regelrecht kleben. Auch er schaute mich an und lächelte kurz auf.
Ich setzte mich direkt hinter ihn und versuchte ihn nicht anzustarren. Es war dämlich, denn er würde es gar nicht merken, aber die Anderen schon.
Nach 1 Stunde landete dann ein kleiner Zettel auf meinem Tisch als ich begann meine Sachen einzupacken und aufzubrechen.

Hay Jasper,
ich weiß das kommt nun bisschen spontan, aber hast du vielleicht
gleich noch Lust etwas zu unternehmen? Ich muss zwar noch ne
Stunde länger bleiben, aber danach habe ich großen Hunger auf
ein Eis. Ich lade dich ein.

Tim

Mit schneller Schrift krakelte ich die Worte: Ja, gerne! auf das Blatt und warf es beim vorbeigehen
auf den Tisch von Tim. Kaum war ich aus der Tür machte mein Herz einen Sprung vor Freude und riss meinen Körper mit in die Höhe.


Kapitel 7
Heute

Meine Mutter betrat mein Zimmer mit einem Wäschekorb voller dreckiger Wäsche. «Jasper hast du noch was an Wäsche? Ich will die Maschine gleich noch anwerfen bevor wir gehen.» Ich schaute meine Mom fragend an. «Wohin geht ihr denn?» «Wir, du bist damit auch gemeint, sind heute Abend bei der Familie Parker eingeladen zum BBQ. Sie sind heute erst eingezogen und haben die ganze Nachbarschaft eingeladen. Ist das nicht nett?» Sie lächelte mich an und ich wusste, dass meine Mutter Mrs Parker jetzt schon als neue Freundin sah. Das hatte mir gerade noch gefehlt. «Ach und noch was. Beim nächsten Mal solltest du nicht deine Pornoheftchen unter deiner Wäsche verstecken.» Mit dieser Bemerkung verließ sie das Zimmer und ich bemerkte wie ich knall rot wurde. Man war mir das peinlich.
Ich schnappte mir mein Smartphone und informierte Jesse, dass ich es nicht mehr zum Strand schaffen würde. Ich ignorierte seine beleidigte Antwort und begab mich ins Badezimmer. «Vielleicht sollte ich mich noch was hinlegen bis heute Abend. Schaden wird es mir bestimmt nicht.» Zwei Stunden nachdem ich mich hingelegt hatte, klingelt der Wecker. Er war eigentlich funktionslos, denn ich hatte nicht eine Sekunde schlafen können. Ich war viel zu nervös gewesen. Ich wollte einfach nicht John begegnen, oder eher seinen Augen. «Jasper, Häschen. Mach dich fertig. Wir wollen gleich los.» rief meine Mom im Flur. Ich hatte keine Eile. Eher versuchte ich den Moment so lang wie möglich herauszuzögern. Ich duschte mich, putzte mir die Zähne ordentlicher als denn je und zog mich an. Ich entschied mich für meine kurze Jeanshose und ein rotes Hemd. Zusammen mit meinem offenen, strähnigen, blonden Haar war es das perfekte Outfit. Selbst die Augenringe waren nur noch ein leichter Schatten. Ich sah gut aus. «Häschen, du sahst lange nicht mehr so ausgeschlafen aus wie heute.» Ich hatte gar nicht gehört wie meine Mom ins Zimmer geschlichen kam und doch teilten wir sofort die gleiche Meinung. «Ja. Ich sehe aus wie ein Frauenheld.» Ich lächelte sie an. «Jasper, mach dir nichts vor. Man weiß aus 100 Meter Entfernung dass du schwul bist, wenn du anfängst zu tanzen. Das merken wir Frauen.» Sie lachte und gab mir einen Kuss auf die Wange. Meine Mom war ein Traum. Sie hatte mich von Anfang an unterstützt in meiner Homosexualität. Während die meisten Mütter Anfangen für ihre Kinder zu betten wenn sie schwul oder lesbisch sind, fing meine Mom sofort mit mir an über Jungs in der Stadt zu tuscheln. Manchmal ist es wirklich peinlich, trotzdem ist es mir lieber.


Kapitel 8
Heute

«Hallo Mrs und Mr Tress. Schön das sie gekommen sind.» begrüßte uns eine schlanke, attraktive Frau. Sie hatte sich genauso gut gehalten wie Mom. «Hallo Mrs Parker. Vielen Dank nochmal für die Einladung. Das ist Jasper. Er ist unser Sohn.» stellte mich meine Mom vor. «Hallo Jasper, freut mich. Wir haben auch einen Sohn, John. Er müsste in deinem Alter sein.» «Freut mich auch.» erwiderte ich höflich. In Wirklichkeit wollte ich eigentlich einfach nur weg. Ich wollte John nicht sehen, geschweige denn kennenlernen. Doch das interessierte hier keinen. «John. John komm doch mal bitte rüber. Ich möchte dir die Familie Tress vorstellen.» Und ehe ich mich versah, stand er auch schon vor mir. «Das sind Mrs und Mr Tress. Sie wohnen direkt gegenüber.» «Hallo Mrs und Mr Tress. Es freut mich sehr sie kennenzulernen.» «Und das hier ist Jasper. Er ist ihr Sohn.» Die ozeanischen Augen nahmen mich in Visier. Mir wurde warm und kalt im Wechsel. Ein Gefühl in mir rebellierte. Ein Gefühl das ich kannte und doch nicht war haben wollte. «Hallo Jasper. Ich bin John.» Er hielt mir die Hand hin ohne auch nur eine Sekunde den Augenkontakt abzubrechen. «Hey. Freut mich.» log ich und ergriff die Hand. Es durchfuhr mich wie ein elektrischer Stoß.

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Re: Niemals alleine

Beitragvon ollivio » 17 Jul 2012, 03:26

Nicht schlecht :) Die Rückblicke zwischendurch sind keine schlechte Idee...
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Re: Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 20 Jul 2012, 10:17

Den ganzen Abend stand ich in einer Ecke und versuchte John aus dem Weg zu gehen, was sich als sehr schwierig rausstellte. Ich hatte Kiara gebeten so schnell es ging herzukommen, denn es würde sich um einen Notfall handeln. Ich erwähnt nicht, dass der Notfall meiner Größe entsprach und verdammt gut aussah. Meine Eltern waren richtig angetan von der Familie Parker, was wohl auf Gegenseitigkeit beruhte. Das hatte mir gerade noch gefehlt. Ich beobachtete die Vierergruppe wie sie gemeinsam lachten und hatte gar nicht bemerkt, dass John plötzlich hinter mir stand. «Du fährst also Skateboard. Gehst du auch am Strand Surfen?» Erschrocken fuhr ich herum. Verdammt. Da waren sie wieder. Diese unbeschreiblichen Augen und ich hatte das Gefühl, sie würde mir direkt in die Seele schauen. Im Augenkontakthalten war er wirklich sehr gut. «Ähm. Ja, ab und zu mit meinen Leuten unten am West Beach.» «Das klingt gut. Kann ich mal mit euch gehen? Du bist jetzt ja der erste in meinem Alter den ich hier kenne.» fragte er mich ohne den Blick abzuwenden. «Klar kannste Mal mitkommen. Bist du denn gut?» hörte ich eine Stimme hinter mir antworten. «Früher war ich jeden Tag im Meer. Ich denke ich kann mit euch mithalten.» «Sehr gut. Ich bin Kiara. Die bessere Hälfte von Jasper und das ist wörtlich gemeint.» Sie fing an zu kichern. «Hay, ich bin John.» Das hatte mir ja noch gerade gefehlt. Statt mich aus meiner Not zu retten, reitet mich Kiara weiter hinein. «Ich werde mir mal eben was zu trinken besorgen.» log ich und verschwand in der Menge. Als ich aus Sichtweite war verschwand ich durchs Gartentürchen.


Kapitel 9
Heute

«Hay du Vollpfosten. Wo warst du gestern hin verschwunden? John und ich haben uns schon Sorgen gemacht.» Es war gerade mal acht Uhr und ich wünderte mich, dass Kiara es wagte mich aus meinen tiefen Träumen zu reißen durch ihren Anruf. «Sorry. Mir ging es gestern plötzlich gar nicht gut und da bin ich besser nach Hause gegangen. «Naja ob ich dir das glauben soll? Aufjedenfall wollen wir heute zum Wellenreiten zum West Beach. Bist du dabei?» Ich setzte mich im Bett auf und wurde von einem warmen Sonnenstrahl geblendet. Es würde ein perfekter Strandtag werden. «Klar bin ich dabei. Sonst verpasse ich noch was. In einer Stunde am Beach-Club?» «Ist abgemacht. Ich sag Jesse bescheid.» Mit diesen Worten legte sie auf und setzte so den Startschuss für meinen Tag. Ich stellte mich unter die Dusche und entschied mich kalt zu duschen. Schnell schlüpfte ich in meinen Surfanzug ließ jedoch den Teil der meinen Oberkörper vor Kälte schützen sollte locken nach unten hängen. Manchmal muss man mit einem trainierten Oberkörper halt angeben. Ich hinterließ eine kleine Nachricht für meine Eltern und stopfte mir was von den Brötchen in den Mund.

Fortsetzung folgt...
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Re: Niemals alleine

Beitragvon ollivio » 20 Jul 2012, 10:27

*mit gespielter Geduld warte* :)
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Re: Niemals alleine

Beitragvon Dragon900 » 20 Jul 2012, 10:31

ebenfalls ^^
Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben an denen du nichts ändern kannst. Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

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Re: Niemals alleine

Beitragvon Everdeen » 20 Jul 2012, 11:23

Ich sah Kiara schon vom Weiten als ich den Strand betrat. Es war auch nicht schwer, denn sie war immer dort, wo die meisten Jungs sich versammelten hatten. Kein Wunder. Sie hatte langes blondes Haar und eine schöne Sonnenbräune. Nicht zu vergessenen ihre schlanke Figur und der meines erachten zu große Vorbau. In der Stadt hielt man uns oft für Geschwister und vielleicht verstanden wir uns genau deshalb so gut. Als ich näher kam erkannte ich auch Jesse auf seinem Board. Doch er war nicht alleine. Da surfte gleich einer neben ihm. Noch ehe ich diese Person erkennen konnte fiel sie ins Wasser. «Hay Kiara. Da bin ich. Sag mal wer ist denn da draußen mit Jesse?» Als Kiara mich erblickte umarmte sie mich herzlich. «Irgend so ein Greg. Jesse hat ihn wohl gestern abgeschleppt.» Sie lächelte mich an und nickte in Richtung der Beiden. «So hier, dein Eis. Ach Jasper. Alles gut?» Als ich mich umdrehte wusste ich schon längst wem die Stimme gehörte. «Hay John. Ja alles gut soweit.» Vor mir stand John. Nur in knapper Badeshorts, die einen Blick auf seinen Körper bot. Sein Körper war gut trainiert und er sah verdammt sexy aus. Ich biss mir auf die Unterlippe. Nicht so starren, dachte ich mir. Eine Schweißperle rann sein perfektes Sixpack entlang und ich spürte in mir ein wildes Verlangen. Wie konnte ich das nur zulassen? Wie konnte ich nur an so was denken?
Ich spürte eine Regung in meiner Hose. Schnell war ich meine Sachen in den Sand und rannte mitsamt meinem Board Richtung Wasser. «Der Letzte der im Wasser ist muss ne Rund heute Abend ausgeben.» rief ich im laufen. Ich stürzte mich ins kühle Nass und bemerkte wie sich mein Körper entspannte und die Hitze vertrieben wurde.

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Re: Niemals alleine

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