Mystic Love - Die geheimen Akten

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Skystar
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Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 02 Jul 2017, 12:16

Hallo und herzlich Willkommen zu den geheimen Akten von "Mystic Love". "Mystic Love" ist eine Tetralogie von vier Geschichten die "Der Tierflüsterer", "Die Kunst der Magie", "Aura - Licht und Schatten" und "Der Schattenphönix" heißen und alle bereits abgeschlossen sind. Doch nun folgen noch ein paar einzelne (kurze) Geschichten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Anfangen werde ich mit "Der Tierflüsterer - Reloaded". In dieser Geschichte geht es um Justin Taler, der mit Tieren kommunizieren kann. Die Geschichte setzt kurz nach dem Ende von "Der Tierflüsterer" ein. Also viel Spaß beim Lesen und einen schönen Sonntag euch allen!


    Der Tierflüster – Reloaded

1. Alles ist anders – Teil 1
Ich stand am Straßenrand gegenüber der Schule und blickte auf all die Schüler und Schülerinnen, die das Gebäude ein letztes Mal verließen. Heute war ihr letzter Schultag vor den Sommerferien und für die Schüler aus dem Abschlussjahrgang war es sozusagen das Ende ihrer „Kindheit“. Die Zeit war gekommen, wo sie mit beiden Füßen in die weite Welt hinausgingen, um sich weiter zu entwickeln und ihr eigenes Leben – fernab ihrer fürsorglichen Eltern – lebten. Einige von ihnen wussten vermutlich was sie erwartete, doch andere rannten blindlings in ihr Verderben. Ich will das Ganze nicht zu negativ betrachten, aber die meisten dieser Jungs und Mädchen hatten nicht den leisesten Hauch davon, wie hart und anstrengend das Leben – fernab ihrer heilen Welt – sein konnte.
Nur wenige wussten es wirklich und dazu gehörte auch mein ehemaliger Freund Bobby Forster, der zusammen mit seinen Freunden sein Abitur erfolgreich bestanden hatte. Für ihn brach eine neue Zeit an, ein neues Leben, außerhalb dieser Stadt… und weit weg von den Erlebnissen, die ihm die letzten Monate widerfahren sind.
Es kam mir wie gestern vor, als ich ihn das erste Mal im Wald begegnet bin und mich auf den ersten Blick in ihn verliebt hatte. Doch damals hatte ich große Angst und bin weggelaufen. Warum ich so große Angst hatte? Weil ich mehrere Geheimnisse in mir trug, die sein Leben für immer verändern hätten können, wenn er von ihnen wüsste. Doch das Schicksal wollte es wohl auch so, denn schon bald traf ich Bobby wieder und er konnte sich mit eigenen Augen davon überzeugen, wie ich mich mit Tieren unterhalten konnte. Diese Begabung war ein Geschenk, welches ich bereits seit meiner Geburt besaß, was mich aber auch zum Außenseiter machte. Ich lebte zusammen mit meinem Dad in einem Apartment, ganz in der Nähe eines Zoos, das mein Vater leitete. Meine Mutter starb bei einem tragischen Unfall, als sie das Opfer einer Löwin wurde, was zu einem hohen Alkoholkonsum bei meinem Dad führte, der mich zum Teil wie den letzten Dreck behandelte. Er gab mir die Schuld an ihrem Tod und setzte sogar Gewalt gegen mich an. Dies war eine sehr schwere Zeit für mich, aber zum Glück hatte ich Menschen wie Bobby und meine beste Freundin Anja an meiner Seite, die immer für mich da waren. Anja war eine Angestellte des Zoos meines Vaters, in dem auch ich arbeitete, da mein Dad mich nicht zur Schule gehen ließ. Ich konnte also nicht Lesen und Schreiben, doch Anja brachte es mir bei und als mein Dad sich endlich zu einem Alkoholentzug durchrang und in eine Klinik musste, nahmen mich Anja und ihr Ehemann Paul bei sich auf, als wäre ich ihr kleiner Bruder. In der Zwischenzeit wurde Anthony, ein Angestellter des Zoos, zum neuen Zoodirektor. Anthony saß im Rollstuhl, weil Ben, ebenfalls ein Angestellter des Zoos, ihm ins rechte Bein schoss. Ben war ein Mitglied der Organisation „Animal Welfare“, die es auf mich und meine besondere Begabung mit Tieren zu sprechen abgesehen hatten. Doch da hatte sich die Organisation mit dem Falschen angelegt. Ich brachte eine Herde von Elefanten dazu, Ben niederzutrampeln. Ich hatte keine Wahl, denn Ben bedrohte mich und das Leben meiner Freunde. Auch Bobby und sein bester Freund Tobias wurden immer weiter in die Sache hineingezogen und am Ende konnten wir alle nur ganz knapp einem Feuer entgehen, bei dem der Anführer der Organisation „Animal Welfare“ und dessen Adoptivsohn Vince ums Leben kamen. Es war eine furchtbare Tragödie, die bei uns allen tiefe Wunden hinterließ, doch das Leben ging für uns weiter.
Dem Tode waren wir zwar knapp entronnen, aber auch die Liebe zu Bobby verlor ich, der sich irgendwann in Tobias verliebte. Er wollte es zunächst nicht zugeben, aber irgendwann sah er es doch ein und entschied sich für Tobias. Diese Entscheidung fiel ihm bestimmt nicht leicht, denn er mochte mich nach wie vor sehr gern, wollte mir nicht wehtun und das Erlebte verband uns. Doch in seinem Herzen war nur für einen Jungen Platz und das sollte nun mal nicht ich sein. Nun konnte ich sehen, wie die Zwei Hand in Hand aus der Schule rausmarschierten, mit strahlenden Gesichtern und ihren Freunden um sich herum. Natürlich war ich sehr traurig, die Beiden so eng miteinander zu sehen, doch stimmte es mich glücklich, Bobby in guten Händen zu wissen. Er hatte es sich verdient.
Doch was würde nun aus mir werden? Während Bobby und seine Freunde schon bald wegzogen, um ihr Studium in anderen Städten anzufangen, würde ich weiter hier bleiben und im Zoo arbeiten. Doch wollte ich das wirklich, oder wollte ich vielleicht auch ein völlig neues Leben woanders anfangen?
Ich wandte mich von der Schule ab, ehe Bobby und seine Freunde mich entdecken konnten und schlenderte zwischen einer Baumallee an der Straße entlang, Richtung Zoo. Es war ein sonniger Julitag und die Temperatur war angenehm warm. Für nächste Woche hatte der Wetterbericht jedoch eine Hitzewelle angekündigt, die sich über Deutschland breit machen würde und das bereitete mir jetzt schon große Sorgen, denn die Pinguine und die Eisbären in unserem Zoo waren das warme Klima natürlich nicht gewohnt und in den letzten Jahren, mussten wir uns von vielen von ihnen verabschieden, weil ihnen die Hitze zu sehr zusetzte. Das schmerzte mich immer sehr und am liebsten hätte ich dafür gesorgt, dass sie in sichere und größere Reservate verlegt werden, aber der Aufsichtsrat sah das natürlich ein wenig anders. Meine Meinung war ihnen egal und Anthony war zwar auf meiner Seite, konnte gegen den Aufsichtsrat aber selber nur wenig ausrichten. Dabei wären vier von fünf Aufsichtsräten zu einem Kompromiss bereit, wenn Herr Kamp nicht wäre. Herr Kamp war das Oberhaupt der Aufsichtsbehörde und hatte die Befehlsgewalt. Ihm lagen alle Rechte vorbehalten und er hatte am Ende die Entscheidungsgewalt. Anthony meinte zu mir einmal, dass Herr Kamp eigentlich ein ganz umgänglicher Typ sei, doch sobald er von mir oder meinem Vater hörte, war er wie ausgewechselt. Zwischen ihm und meinem Vater musste in der Vergangenheit also mal etwas vorgefallen sein, aber was, dass wussten leider weder ich noch Anthony.
Plötzlich vibrierte mein Handy in meiner Hosentasche. Mich hatte eine Nachricht von Anja erreicht, die gerade im Zoo beschäftigt war. Ihre Nachricht bescherte mir die nächste Sorgenfalte. Ich begann meine Füße schneller zu bewegen und rannte schließlich schnell zum Zoo.

Fortsetzung folgt...!
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Mystic Love - Die geheimen Akten

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 02 Jul 2017, 22:31

Hey Sky,

das ist ja eine tolle Überraschung, dass es hier noch was neues dazu gibt (ist ja wie bei Evo- super!). Ich muss dazu sagen, dass ich letzte Woche erst mit Kunst der Magie fertig geworden bin und diese Woche mit Aura anfange. Aber weil es ja hier mit Justin aus dem Tierflüsterer (auch noch mein Lieblingscharakter von dort :good: ) weiter geht, kann ich ja gleich live mitlesen ^^

Sehr schön, wie Du quasi die ganze Geschichte in Kurzform vor Justins Augen Revue passieren lässt. Da ich es erst vor kurzem gelesen habe, kommt es mir freilich wie "gestern" vor :-D
Und der Übergang in die unmittelbare Zeit danach, ist Dir auch sehr flüssig gelungen. Was mag da nur schon wieder im Zoo los sein???

Übrigens bin ich gerade überrascht, dass Justin schon seit Geburt über die Gabe verfügt. Beim Lesen von Kunst der Magie dachte ich noch, dass er durch irgendeinen Trank aus dem Magic Shop zu dieser Fähigkeit gekommen sein könnte, weil in einem Nebensatz relativ am Anfang erwähnt wurde, dass es im Shop eben solch einen Trank, der die Fähigkeit mit Tieren zu sprechen verleiht, mal gegeben hat...

Also, ich bin grade begeistert und hab 'ne prima Ausrede, warum ich noch nicht wieder weiter geschrieben habe :-D (nein, Spaß ;-) )

LG, Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 09 Jul 2017, 20:18

Danke ArokhsSohn für dein ausführliches Feedback. Die Idee zu den geheimen Akten hab ich schon lange, hatte ich schon, als ich noch an "Der Schattenphönix" gearbeitet habe. Allerdings war dieses Thema dann erst einmal abgehackt, weil ich froh war, als ich "Der Schattenphönix" endlich zu Ende geschrieben hatte. Die Geschichten von den geheimen Akten werden auch nicht so lange sein. Ich liebe Justin ebenfalls und bin froh, mit ihm anfangen zu können. Und nein, er hat seine Gabe tatsächlich schon seit seiner Geburt, wie man in "Der Schattenphönix" auch erfährt. Den Trank gab es im Mystic-Shop aber tatsächlich, ist ja der ein und derselbe, aber wie du schon selber sagtest - "gab" - Vergangenheit. :wink: :)

Hier geht´s weiter. Dieses Mal auch mit einem etwas längeren Teil und nachdem Teil 1 eher "Der Tierflüsterer" zusammengefasst hat, geht Justin´s Geschichte nun weiter...



2. Alles ist anders – Teil 2
Im Zoo gab es eine Tierarztpraxis, wo Justin auf der Stelle hineilte. Es lag in der Nähe des Haupteingangs, gleich nach dem Gehege der Bisons und der Biber. Justin besaß eine Chipkarte, mit der alle Gebäude für ihn frei zugänglich waren. Endlich an seinem Ziel angekommen, blickte er durch eine große Fensterscheibe in einen hell beleuchteten Raum. In der Mitte des Raums stand ein großer Tisch, auf dem ein Orang-Utan-Weibchen gerade von dem Zoologischen Tierarzt Dr. Feldmann untersucht wurde. Anja war ebenfalls bei ihm, doch als sie Justin im Gang erblickte, gab sie dem Tierarzt Bescheid und verließ den Untersuchungsraum.
„Was ist mit Sheila? Geht es ihr gut?“, fragte Justin sie ohne Umschweife und ohne Luft zu holen. Ohne eine Antwort abzuwarten, wollte er an Anja vorbei stürmen, doch die versperrte ihm den Weg.
„Jetzt hol erst einmal tief Luft, Justin. Sheila geht es gut.“, antwortete Anja ihm. „Sorry, dass ich dir mit meiner Nachricht Sorge bereitet habe, aber ich weiß doch, wie sehr du an Sheila hängst und du hättest mich verteufelt, wenn ich dir nicht Bescheid gegeben hätte.
„Ja okay, aber was ist denn jetzt mit ihr? Was macht Dr. Feldmann da?“, fragte Justin nicht weniger besorgt, während er unentwegt durch die Glasscheibe zu dem Orang-Utan-Weibchen blickte.
„Wie ich bereits sagte, es geht ihr gut. Ehrlich gesagt sogar mehr als gut!“, meinte Anja.
Justin verzog verwirrt das Gesicht. „Wie, was? Ich verstehe nicht.“
„Natürlich nicht. Deshalb bist du ja auch ein Mann und Sheila eine Frau… und zudem im dritten Monat schwanger.“ Anjas Gesicht zeigte plötzlich ein breites Lächeln auf, wohingegen Justin noch immer verwirrt guckte, bis er zu verstehen schien. „Justin, Sheila bekommt ein Baby!“
Justin verstand und brach in Jubelrufen aus. Er umarmte Anja und drückte anschließend seine Hände gegen die Fensterscheibe, um Sheila möglichst nahe zu sein. „Das ist toll, das ist…, wieso hat sie mir davon nichts gesagt?“
„Vermutlich weil sie es selber noch nicht wusste. Erst heute Morgen als…, Moment, was hast du gerade eben gesagt?“ Anja blickte Justin an, dessen Lächeln mit einem Mal verschwand. Justin musste einmal kräftig schlucken, denn im Rausch der Freude, hatte er etwas gesagt, was in Anjas Ohren einfach seltsam klingen musste. Es war eine unbedachte Aussage mit schwerwiegenden Nachwirkungen. Justin mochte Anja sehr, er war ihr so einiges zum Dank verschuldet, weshalb er sie nicht mehr länger über seine verborgenen Kräfte anlügen konnte.

Zum Glück reagierte Anja völlig gelassen. Ihre Reaktion war wirklich einzigartig, denn sie blickte Justin nicht wie jemanden an, der völlig den Verstand verloren zu haben schien, oder plötzlich mit Superkräften ausgestattet war und damit prahlte, sondern wie den Jungen, den sie ihr Leben lang kannte. „Das ist wirklich unglaublich Justin.“, sagte sie, nachdem Justin ihr alles von seinen Fähigkeiten, aber auch von der Organisation „Animal Welfare“ erzählt hatte. Während seiner Erzählung waren die Zwei durch den Zoo spaziert und kamen bei dem Eisbärengehege an. „Dass du mit Tieren kommunizieren kannst…, das ermöglicht dir eine völlig neue Sichtweise auf die Dinge. Du kannst nicht nur ahnen und spüren, was die Tiere empfinden, du weißt es, weil sie es dir sagen!“
„Naja meistens jedenfalls. Bei Erdmännchen Timon bin ich mir nicht sicher, ob er mich nicht nur aufs Korn nimmt. Er sagt immer „Hakuna Matata“ zu mir…, was immer das auch bedeuten mag.“, erzählte Justin, der sich noch immer über dieses freche Erdmännchen aufregen konnte.
„Es gibt keine Sorgen.“
„Was?“
Anja lächelte. „Hakuna Matata – Das bedeutet „Keine Sorgen haben“. Das ist ein weltbekanntes Zitat aus dem Disney-Film „Der König der Löwen“.“
„Aha… das erklärt so manches. Ich gucke keine Filme!“, erklärte Justin sich, als er sich umdrehte und Anthony auf das Eisbärengehege zurollen sehen kam. Er war jedoch nicht alleine, sondern in Begleitung des Zoo-Obervorstands Herr Kamp und dessen Sohn Kevin Kamp. Ein schwarzhaariger, schlaksiger Junge mit einem etwas zu großen Mundwerk. „Anja, Justin, was macht ihr denn hier?“, fragte Anthony die Beiden freundlich, während Herr Kamp gewohnt finster dreinschaute und Kevin sich nicht anmerken ließ, was er gerade dachte.
„Ist das nicht offensichtlich?“, fragte Herr Kamp kühl. „Ihre Pfleger scheinen ihren Job nicht ernst zu nehmen, wenn sie hier gerade ein kleines Päuschen während der Hauptsaison einlegen.“
„Pardon?“ Anja blickte Herr Kamp herabschätzend an, doch der ignorierte sie.
„Anthony, ich weiß, sie sind noch nicht lange Zoodirektor, aber sie täten gut daran, sich fähigere und pflichtbewusstere Pfleger zuzulegen. Wie alt ist dieser Knabe? Dreizehn?“
„Achtzehn!“, antwortete Justin, dessen Abneigung für Herr Kamp von Minute zu Minute weiter anwuchs. Was wollte er hier überhaupt? Herr Kamp sah nicht danach aus, als wäre dies ein privater Hausbesuch. Er trug Anzug und Krawatte und das konnte nur bedeuten, er war geschäftlich hier.
„Ist dies das Gehege der Eisbären?“, fragte Herr Kamp. „Es mangelt an Größe…“ Justin war überrascht. Sah Herr Kamp etwa endlich ein, dass das Gehege der Eisbären zu klein war? „Also ich rede natürlich von den Eisbären. Sind kleiner als ich dachte. Richtige Magneten für Besucher sind sie auch nicht mehr wirklich. Da bräuchte es schon einen Art Knut-Nachfolger.“
„Oh Anthony, da fällt mir ein dir zu sagen, dass Sheila ein Junges erwartet.“, erzählte Anja stolz.
„Sheila? Ist das ein Eisbär?“, fragte Herr Kamp unwissend.
„Unser Orang-Utan-Weibchen.“, erklärte Anthony Herr Kamp. Anthony freute sich über diese Nachricht sehr, doch wurde diese Freude von Herr Kamp sofort im Keim erstickt.
„Na bitte. Da haben wir es doch schon. Ein Baby bei den Orang-Utans. Affen mochten die Menschen schon immer, vor allem die Kinder.“ Justin konnte der Aussage von Herr Kamp nicht beipflichten. Er mochte IHN nämlich ganz und gar nicht. „Jetzt wissen wir, was als Nächstes zu tun ist.“, sagte Herr Kamp fortführen und alle starrten ihn erwartungslos an. „Das Affengehege wird vergrößert und das Gehege der Eisbären kommt weg. Am besten wir verfrachten die Eisbären zurück zum Südpol!“
„Nordpol! Es gibt am Südpol keine Eisbären, sie unwissender, einfältiger, ignoranter…“ Justin war fuchsteufelswild und beleidigte Herr Kamp so gut er konnte. Herr Kamp starrte ihn böse an, doch Anthony warf sich gerade noch rechtzeitig dazwischen.
„Kommen sie Herr Kamp und hören sie nicht auf ihn. Er meint es nicht so. Folgen sie mir und ich bringe sie zu den Pinguinen. Kinder lieben Pinguine, das können sie mir ruhig glauben und vielleicht überdenken sie ihre Entscheidung ja dann noch einmal.“
Justin blieb mit Anja am Eisbärengehege zurück. Die Wut kochte in ihm. Doch sie waren nicht allein – Kevin war noch bei ihnen geblieben. „Mein Vater ist wirklich ein Idiot, aber du hast ein ganz schön freches Mundwerk Kleiner.“, sagte er und rückte Justin auf die Pelle. Kevin kam wirklich sehr nah und auf einmal spürte Justin ein eigenartiges Gefühl.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 11 Jul 2017, 23:21

Hey Sky, da bin ich wieder.

Ausführliches Feedback? Ach komm, da hab ich mich doch noch zurückgehalten (nicht dass sich sonst wieder keiner traut, zu kommentieren, ist ja zur Zeit ohnehin schon verdammt ruhig in der Richtung).

Also gut, neuer Teil, neuer Kommentar: Habe mich sehr gehr gefreut, wieder etwas von Anja zu lesen. Sie war mir damals im Tierflüsterer schon gleich sympathisch und diese Wirkung erzielt sie immer noch sofort. Ihr Verhältnis zu Justin ist wirklich toll, ich war sogar fast schon der Meinung, sie wüsste längst von seiner Gabe, daher war ich zunächst auch gar nicht erstaunt, als er sich „verplappert“ hat.

Deiner Andeutung nach, taucht Justin also auch im Schattenphönix nochmal auf, ja? (dauert ja noch etwas, bis ich in da angekommen bin, hab erst Aura angefangen) Das würde mich aber übelst freuen.

Ansonsten ist es weiterhin richtig schön zu lesen, wie es mit Justin weiter geht. Mit dem Obervorstand hat er ja einen echten Kotzbrocken vor die Nase gesetzt bekommen, für den die Tiere – anders als für Justin – nichts weiter sind, als Handelsprodukte, die sich verkaufen müssen; ansonsten werden sie aus dem Sortiment genommen – Bah! Hoffentlich kann Anthony dem Typen das nochmal aus dem Kopf schlagen (vielleicht ja sogar wortwörtlich, manche scheinen das zu brauchen :-D ).

Von Kevin kann man ja noch nichts sagen, da kaum Informationen da sind (außer, dass er mit seinem Vater wohl nicht einer Meinung ist, was ihn schonmal sympathischer macht ^^).

Ich freu mich auf den nächsten Teil (und erwarte natürlich Höchstleistungen, wie gewöhnlich :-P )

LG, Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 15 Jul 2017, 18:51

Das ist mir jetzt etwas peinlich - und zum Glück blieb es unbemerkt - aber in Teil 2 ist mir ein schwerwiegender Fehler unterlaufen, den ich einfach nicht so stehen lassen kann. Teil 1 wurde nämlich aus Justin´s Sicht erzählt, während Teil 2 plötzlich sachlich abgehandelt wird. Zwar ist es keinem aufgefallen - zumindest hat keiner was gesagt - aber ich möchte das dennoch nicht so stehen lassen, weshalb ich Teil 2 noch einmal neu veröffentliche - aus Justin´s Perspektive! Dieser Teil ist also nur eine Wiederholung des letzten Teils. Morgen folgt Teil 3!


2. Alles ist anders – Teil 2
Im Zoo gab es eine Tierarztpraxis, wo ich auf der Stelle hineilte. Es lag in der Nähe des Haupteingangs, gleich nach dem Gehege der Bisons und der Biber. Ich besaß eine Chipkarte, mit der alle Gebäude für ihn frei zugänglich waren. Endlich an meinem Ziel angekommen, blickte ich durch eine große Fensterscheibe in einen hell beleuchteten Raum. In der Mitte des Raums stand ein großer Tisch, auf dem ein Orang-Utan-Weibchen gerade von dem Zoologischen Tierarzt Dr. Feldmann untersucht wurde. Anja war ebenfalls bei ihm, doch als sie mich im Gang erblickte, gab sie dem Tierarzt Bescheid und verließ den Untersuchungsraum.
„Was ist mit Sheila? Geht es ihr gut?“, fragte ich sie ohne Umschweife und ohne Luft zu holen. Ohne eine Antwort abzuwarten, wollte ich an Anja vorbei stürmen, doch die versperrte mir den Weg.
„Jetzt hol erst einmal tief Luft, Justin. Sheila geht es gut.“, antwortete Anja mir. „Sorry, dass ich dir mit meiner Nachricht Sorge bereitet habe, aber ich weiß doch, wie sehr du an Sheila hängst und du hättest mich verteufelt, wenn ich dir nicht Bescheid gegeben hätte.
„Ja okay, aber was ist denn jetzt mit ihr? Was macht Dr. Feldmann da?“, fragte ich nicht weniger besorgt, während ich unentwegt durch die Glasscheibe zu dem Orang-Utan-Weibchen blickte.
„Wie ich bereits sagte, es geht ihr gut. Ehrlich gesagt sogar mehr als gut!“, meinte Anja.
Ich verzog verwirrt das Gesicht. „Wie, was? Ich verstehe nicht.“
„Natürlich nicht. Deshalb bist du ja auch ein Mann und Sheila eine Frau… und zudem im dritten Monat schwanger.“ Anjas Gesicht zeigte plötzlich ein breites Lächeln auf, wohingegen ich noch immer verwirrt guckte, bis auch ich zu verstehen schien. „Justin, Sheila bekommt ein Baby!“
Endlich fiel auch bei mir der Groschen und ich brach in Jubelrufen aus. Ich umarmte Anja und drückte anschließend meine Hände gegen die Fensterscheibe, um Sheila möglichst nahe zu sein. „Das ist toll, das ist…, wieso hat sie mir davon nichts gesagt?“
„Vermutlich weil sie es selber noch nicht wusste. Erst heute Morgen als…, Moment, was hast du gerade eben gesagt?“ Anja blickte mich an und mein Lächeln verschwand mit einem Mal. Ich musste einmal kräftig schlucken, denn im Rausch der Freude, hatte ich etwas gesagt, was in Anjas Ohren einfach seltsam klingen musste. Es war eine unbedachte Aussage mit schwerwiegenden Nachwirkungen. Ich mochte Anja sehr, sie war mir so einiges zum Dank verschuldet, weshalb ich sie nicht mehr länger über meine verborgenen Kräfte anlügen konnte.

Zum Glück reagierte Anja völlig gelassen. Ihre Reaktion war wirklich einzigartig, denn sie blickte mich nicht wie jemanden an, der völlig den Verstand verloren zu haben schien, oder plötzlich mit Superkräften ausgestattet war und damit prahlte, sondern wie den Jungen, den sie ihr Leben lang kannte. „Das ist wirklich unglaublich Justin.“, sagte sie, nachdem ich ihr alles von meinen Fähigkeiten, aber auch von der Organisation „Animal Welfare“ erzählt hatte. Während meiner Erzählung waren wir Zwei durch den Zoo spaziert und kamen bei dem Eisbärengehege an. „Dass du mit Tieren kommunizieren kannst…, das ermöglicht dir eine völlig neue Sichtweise auf die Dinge. Du kannst nicht nur ahnen und spüren, was die Tiere empfinden, du weißt es, weil sie es dir sagen!“
„Naja meistens jedenfalls. Bei Erdmännchen Timon bin ich mir nicht sicher, ob er mich nicht nur aufs Korn nimmt. Er sagt immer „Hakuna Matata“ zu mir…, was immer das auch bedeuten mag.“, erzählte ich und regte mich noch immer über dieses freche Erdmännchen auf.
„Es gibt keine Sorgen.“
„Was?“
Anja lächelte. „Hakuna Matata – Das bedeutet „Keine Sorgen haben“. Das ist ein weltbekanntes Zitat aus dem Disney-Film „Der König der Löwen“.“
„Aha… das erklärt so manches. Ich gucke keine Filme!“, erklärte ich mir, drehte mich um und sah Anthony auf das Eisbärengehege zurollen. Er war jedoch nicht alleine, sondern in Begleitung des Zoo-Obervorstands Herr Kamp und dessen Sohn Kevin Kamp. Ein schwarzhaariger, schlaksiger Junge mit einem etwas zu großen Mundwerk. „Anja, Justin, was macht ihr denn hier?“, fragte Anthony die Beiden freundlich, während Herr Kamp gewohnt finster dreinschaute und Kevin sich nicht anmerken ließ, was er gerade dachte.
„Ist das nicht offensichtlich?“, fragte Herr Kamp kühl. „Ihre Pfleger scheinen ihren Job nicht ernst zu nehmen, wenn sie hier gerade ein kleines Päuschen während der Hauptsaison einlegen.“
„Pardon?“ Anja blickte Herr Kamp herabschätzend an, doch der ignorierte sie.
„Anthony, ich weiß, sie sind noch nicht lange Zoodirektor, aber sie täten gut daran, sich fähigere und pflichtbewusstere Pfleger zuzulegen. Wie alt ist dieser Knabe? Dreizehn?“
„Achtzehn!“, antwortete ich und meine Abneigung für Herr Kamp wuchs von Minute zu Minute weiter an. Was wollte er hier überhaupt? Herr Kamp sah nicht danach aus, als wäre dies ein privater Hausbesuch. Er trug Anzug und Krawatte und das konnte nur bedeuten, er war geschäftlich hier.
„Ist dies das Gehege der Eisbären?“, fragte Herr Kamp. „Es mangelt an Größe…“ Nun war ich überrascht. Sah Herr Kamp etwa endlich ein, dass das Gehege der Eisbären zu klein war? „Also ich rede natürlich von den Eisbären. Sind kleiner als ich dachte. Richtige Magneten für Besucher sind sie auch nicht mehr wirklich. Da bräuchte es schon einen Art Knut-Nachfolger.“
„Oh Anthony, da fällt mir ein dir zu sagen, dass Sheila ein Junges erwartet.“, erzählte Anja stolz.
„Sheila? Ist das ein Eisbär?“, fragte Herr Kamp unwissend.
„Unser Orang-Utan-Weibchen.“, erklärte Anthony Herr Kamp. Anthony freute sich über diese Nachricht sehr, doch wurde diese Freude von Herr Kamp sofort im Keim erstickt.
„Na bitte. Da haben wir es doch schon. Ein Baby bei den Orang-Utans. Affen mochten die Menschen schon immer, vor allem die Kinder.“ Ich konnte der Aussage von Herr Kamp nicht beipflichten. Ich mochte IHN nämlich ganz und gar nicht. „Jetzt wissen wir, was als Nächstes zu tun ist.“, sagte Herr Kamp fortführend und wir alle starrten ihn erwartungslos an. „Das Affengehege wird vergrößert und das Gehege der Eisbären kommt weg. Am besten wir verfrachten die Eisbären zurück zum Südpol!“
„Nordpol! Es gibt am Südpol keine Eisbären, sie unwissender, einfältiger, ignoranter…“ Ich war fuchsteufelswild und beleidigte Herr Kamp so gut ich konnte. Herr Kamp starrte mich böse an, doch Anthony warf sich gerade noch rechtzeitig dazwischen, um Schlimmeres zu verhindern.
„Kommen sie Herr Kamp und hören sie nicht auf ihn. Er meint es nicht so. Folgen sie mir und ich bringe sie zu den Pinguinen. Kinder lieben Pinguine, das können sie mir ruhig glauben und vielleicht überdenken sie ihre Entscheidung ja dann noch einmal.“
Ich blieb mit Anja am Eisbärengehege zurück. Die Wut kochte in mir. Doch wir waren nicht allein – Kevin war noch bei uns geblieben. „Mein Vater ist wirklich ein Idiot, aber du hast ein ganz schön freches Mundwerk Kleiner.“, sagte er und rückte mir unerwartet auf die Pelle. Kevin kam wirklich sehr nah und auf einmal spürte ich ein eigenartiges Gefühl.

Fortsetzung folgt...!
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 16 Jul 2017, 10:24

Hier nun der 3.Teil, in dem Justin´s Geschichte auf lustige, ominöse und spannende Weise fortgesetzt wird. Viel Spaß!


HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater ist der Chef des örtlichen Zoos. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo von Mr. Taler und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands.

NEBENROLLEN:
2 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.
2 / Her Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates.
3 / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.


3. Ein Plan zum Erhalt der Eisbären – Teil 1
Das Gefühl, das ich bei Kevin verspürte, war weder gut noch schlecht. Es war ein seltsames Gefühl – das Gefühl, sich selbst gegenüber zu stehen, aber das war natürlich völlig absurd.
„Wenn du meine Meinung dazu hören willst, dann solltest du dich von dem Knaben fernhalten. Er tut dir keinesfalls gut und das sag ich nicht nur, weil ich seinen Vater am liebsten auffressen möchte.“, hörte ich die Stimme des Eisbären Hans in meinem Kopf.
„Nur zu, iss ihn auf, dann sind wir ihn endlich los…, aber dich dann leider auch. Ich fürchte, man wird dich dann anschließend einschläfern lassen.“, erklärte ich dem Eisbären, während ich dessen Kot beseitigte. „Weißt du was ein richtig großer Gefallen von dir wäre? Wenn du hier weniger Kot fabrizieren würdest. Immer darf ich ihn wegmachen. Könnt ihr Tiere, nicht einfach Klopapier wie wir Menschen benutzen? Das wäre sehr viel hygienischer.“
„Bin ich ein Waschbär? Als ob ich mit meinen Tatzen an meinen Hintern komme. Das müsstest dann schon du übernehmen.“, erwiderte Eisbär Hans daraufhin lachend, was für Zoo-Besucher, aber wie ein bäriges Brüllen klang. „Oh die zwei kleinen Mädchen da drüben sehen aber lecker aus…“
„Hans!“ Ich blickte den Eisbären warnend an, doch war mir klar, dass er nur einen Scherz gemacht hatte. Er mochte kleine Kinder… meistens. „Ich muss dann mal weiter. Soll ich schöne Grüße von dir an deine Verwandten, die Braunbären ausrichten?“
„Ja, sag ihnen, dass ich viel cooler bin als sie, haha.“, antwortete Hans lachend.
Ich schüttelte lächelnd den Kopf und verließ das Eisbärengehege. Kaum hatte ich das Gatter hinter mir zugezogen, traf ich auch schon Kevin wieder. „Du bist ja immer noch hier.“, gab ich überrascht, aber auch leicht genervt von mir. „Was willst du?“
„Dich fragen, ob du irgendwie nicht ganz richtig im Kopf bist.“, antwortete Kevin mir und starrte mich dabei musternd an. „Das sah gerade aus, als würdest du Selbstgespräche führen, oder glaubst du, der Eisbär redet mit dir?“
„Bitte lass mich doch einfach in Ruhe.“, bat ich sehr freundlich, mogelte mich an Kevin vorbei und stellte den Eimer mit Hans` Kot auf einem Schubkarren ab.
„Mein Vater hat mir ein paar interessante Dinge über dich erzählt.“, sagte Kevin, der meiner Bitte nicht nachkam. „Dein Vater ist Alkoholiker und gerade in einer Entzugsklinik. Du kannst weder lesen noch schreiben, weil du nie eine Schule besucht hast. Deine Mutter ist bei einem Angriff einer Löwin ums Leben gekommen, was du mitansehen musstest und auch als die Elefanten vor ein paar Monaten den Tierpfleger zu Tode getrampelt haben, der Anthony ins Bein schoss, warst du zugeben. Und dann war da noch dieser Brand, in dieser einen Villa, in der du fast dein Leben verloren hast. Du scheinst immer genau dort zu sein, wo was los ist.“
„Ja und, willst du etwa mit mir tauschen? Nur zu. Ich reiß mich nicht darum, ständig dem Tod ins Auge zu blicken.“, entgegnete ich nun wirklich mehr als genervt. Was wollte der Kerl eigentlich von mir? Sollte ich ihm den Schwanz lutschen, oder warum ging er mir jetzt auf die Nerven?“
„Nein, tauschen möchte ich nicht wirklich mit dir…, obwohl…, nein besser nicht, aber du scheinst ein aufregendes Leben zu führen und darum beneide ich dich.“ Tatsache…, er will das ich ihm den Schwanz lutsche. Kevin rückte mir wieder auf die Pelle, als ob er einen Narren an mir gefressen hatte. Er kam sogar so nah, dass sich unsere Oberkörper ganz leicht berührten und ich sein Herz schlagen hören konnte. Diese unfreiwillige Nähe zu dem mir doch völlig fremden Jungen, empfand ich als unangenehm. Also stoß ich Kevin dezent von mir weg. „Hey, hey, immer mit der Ruhe. Tut mir Leid, wenn ich dir zu Nahe getreten bin.“, entschuldigte sich Kevin augenblicklich. Ich wusste nicht, wie ich mich nun ihm gegenüber verhalten sollte. Sollte ich deswegen böse auf ihn sein? Er hat sich aber auch zugleich für sein forsches Herangehen entschuldigt. Doch war Kevin wirklich schwul? Mir war das eigentlich egal, was er war. Ich mochte ihn nicht und das würde sich gewiss nicht ändern. Zumal ich auf eine engere Bindung mit einem Jungen zunächst einmal verzichten konnte. Meine Trennung von Bobby war schließlich noch nicht so lange her. „Ich geh dann mal wieder, aber wir sehen uns bestimmt wieder. Jetzt wo mein Vater das Eisbärengehege abreißen will.“
Kevin verschwand und ich musste diese Begegnung erst einmal verarbeiten. Irgendwie war das alles schon sehr eigenartig. Ich wusste nicht, wo ich Kevin zuordnen sollte. Zu einem Jungen, der tief in sich drin, ein herzensguter Mensch war, oder zu einem Jungen, der psychisch labil war?

„Anthony sagte, Herr Kamp wäre von seiner Entscheidung, dass Gehege der Eisbären zu schließen, nicht mehr abzubringen.“, erzählte Anja ihm und ihrem Ehemann Paul beim gemeinsamen Abendessen in ihrer Wohnung. „Wenigstens die Pinguine dürfen bleiben.“
„Jeder liebt Pinguine, selbst so ein Mann wie Herr Kamp scheint das begriffen zu haben.“, meinte Paul dazu, der sich gerade Tomatensoße über seine Nudeln kippte.
„An sich hab ich ja auch nichts dagegen, wenn Herr Kamp das Affengehege vergrößern lässt, aber muss denn dafür ein anderes Gehege dran glauben? Eisbären sind eine lange Tradition in unserem Zoo und die Besucher würden sie sicherlich schmerzlich vermissen, wenn sie nicht mehr da wären.“, sagte Anja, die Herr Kamp´s Entscheidung nicht nachvollziehen konnte.
„Was würde denn mit euren Eisbären geschehen, wenn Herr Kamp sein geplantes Vorhaben im Vorstand durchsetzen kann?“, fragte Paul neugierig.
„Wir müssten sie an andere Zoos verkaufen. Das wäre eine sehr große Belastung für die Eisbären, die unser warmes Klima ohnehin nicht gewohnt sind.“, antwortete Anja ihrem Gatten.
„Das lasse ich nicht zu.“, sagte ich. Bisher hatte ich noch keinen Bissen zu mir genommen. Ich hatte zwar Hunger, aber meine Gedanken kreisten ständig um die Eisbären, um Herr Kamp… und um Kevin.
„Justin, dieses eine Mal solltest du dich wirklich raushalten.“, sagte Anja. „Herr Kamp hat dich ohnehin schon auf den Kicker. Wenn du dich jetzt einmischt, dann könnte dich das den Job kosten.“
„Nein Anja. Ich lasse nicht zu, dass Herr Kamp im Zoo die Macht an sich reißt. Niemals! Das werde ich zu verhindern wissen.“, sagte ich nun entschieden.
„Und was willst du dagegen tun?“, fragte Anja ihn und musterte mich dabei argwöhnisch. Jetzt wo sie mein Geheimnis kannte, war sie leider auch ein wenig misstrauisch. Dennoch lächelte ich leicht in mich hinein, als mir eine rettende Idee kam.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Mentol » 19 Jul 2017, 21:27

Hallo sky, ich freue mich wieder von dir zu lesen! :)

Find es schön, dass es einen spinnoff der tierflüsterer-geschichte gibt, das war meine lieblingsgeschichte der tetralogie und Justin - nach bobby und Tobias als das beste Pärchen - mein lieblingscharakter.
Ich bin mir 100%ig sicher, dass Kevin schwul ist und sich in Justin verknallt hat, und dieser sich durch die etwas eigenen Annäherungen Kevins in ihn verliebt.

Kann die nächsten Teile kaum erwarten! :)

Grüße, Alex

PS: der Perspektivenunterschied ist mir nicht aufgefallen, obwohl ich beide Teile direkt hintereinander gelesen hab ;)

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 20 Jul 2017, 22:29

Ja, was will Justin da nun eigentlich machen? Das würde mich auch mal interessieren. Allerdings zweifele ich nicht daran, dass ihm sogar noch etwas eingefallen ist, was tatsächlich funktionieren könnte. Immerhin hat er mit Bobby zusammen auch schon geschafft, wozu die Meisten in so einer Situation nicht in der Lage wären (das Ausschalten der Animal Walfare natürlich).

Dieser Kevin ist mir aber auch suspekt. „Herzensguter Mensch oder psychisch labil?“, Justin bringt es auf den Punkt. Diese schon sehr auffällige Aufdringlichkeit – immerhin berührten sich die Oberkörper fast! (das ist schon SEHR nahe dafür, dass man sich nicht kennt) – ist irgendwie befremdlich. Bin gespannt, was Du hier vorhast.

Alles in allem hat mich der Teil wieder sehr gut unterhalten und ich bin gespannt, wie Justin die Rettung der Eisbären umsetzen will.

Btw., mich würde auch mal interessieren, wie seine Gabe nun eigentlich wirkt. Da stand, er hörte die Stimme des Eisbären in seinem Kopf. Das klang zunächst nach Telepathie. Dann aber wurde schnell klar, dass der Bär tatsächlich „spricht“, also Laute von sich gibt. Muss ich mir das so vorstellen, dass Justin die Tierlaute akustisch so aufnimmt wie alle anderen, die Laute sich dann aber in seinem Kopf in verständliche Sprache umwandeln? Faszinierend.

Mir ist übrigens auch nicht aufgefallen, dass der zweite Teil aus einer anderen Perspektive geschrieben ist :-P Aber ich bin ohnehin meist nicht der Aufmerksamste in solchen Dingen.

Oh, eins noch:
Anja hat geschrieben:Herr Kamp hat dich ohnehin schon auf den Kicker

Du meintest „Kieker“. Auf dem Kicker hat man jemanden wohl nur, wenn man ihn treten möchte (wobei, in dem Fall passt das ja auch irgendwie ^^)

LG, Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 24 Jul 2017, 09:42

Sorry für die Verspätung. Kam gestern nicht mehr dazu, einen neuen Teil zu posten, aber jetzt ist er da. Viel Spaß!

@Mentol: Freut mich ebenso, dass du auch hier mitliest. :) Justin mag ich auch gerne, aber ihn nicht zu mögen, ist auch schwer :D
@ArokhsSohn: Ja, genau so wie von dir beschrieben, musst du dir das vorstellen - das mit der Tiersprache!


HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands.

NEBENROLLEN:
2 / Dr. Feldmann: Tierarzt vom Zoo.
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates.
3- / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.


4. Ein Plan zum Erhalt der Eisbären – Teil 2
Ich hatte eine Idee, wie ich die Eisbären unseres Zoo vor ihrer Abschiebung retten konnte. Die Idee barg zwar gewisse Risiken, aber wenn sie von Erfolg gekrönt war, dann hatte ich die Zügel in der Hand und nicht mehr Herr Kamp, der meinte, alles und jeden bestimmen zu können.
„Ich finde deinen Plan ja schon ein wenig grotesk, wenn ich ehrlich bin.“, meinte Anja nachdenklich, nachdem ich ihr und Paul von meiner Idee erzählt hatte. „Sehr nett ist das jedenfalls nicht. Paul, was meinst du dazu?“
Paul hob überfordert die Hände in die Höhe. „Ich enthalte mich besser, denn wenn es um euren Zoo geht, bin ich raus, aber Justins Plan könnte auf jeden Fall funktionieren. Nach seinen bisherigen Schilderungen zufolge scheint dieser Kevin ja wirklich ein wenig…“
Paul konnte seinen Satz nicht zu Ende sagen, denn Anja unterbrach ihn. Ihr schien mein Plan ganz und gar nicht zu gefallen. „Und was ist wenn dein Plan fehlschlägt? Das könnte dich nicht nur deinen Job kosten, du hättest auch noch eine Anklage am Hals.“
„Dieses Risiko ist es wert einzugehen.“, entgegnete ich entschlossen. Für mich kam nur dieser einzige Plan infrage, denn die Zeit drängte. Herr Kamp will den Aufsichtsrat bei ihrer nächsten Sitzung in drei Tagen von seinen Plänen bezüglich des Eisbären- und des Affengeheges in Kenntnis setzen. Anja blickte mich noch immer unsicher an. Mein Plan barg sicherlich ein Risiko, aber es war die einzige Chance, um Hans und die anderen Eisbären bei uns behalten zu können.

Der nächste Tag brach an. Mein Plan stand zwar fest, doch ihn zu schmieden war sehr viel einfacher als ihn auch in die Tat umzusetzen. Frustration breitete sich in mir aus, denn ich hatte keinen blassen Schimmer, wie ich anfangen sollte. Es schien ein Wink des Schicksals zu sein, dass mir auch heute wieder Kevin über den Weg lief – oder war es in Wirklichkeit so, dass er mir nachspionierte?!
„Wieder an Mist ausrechen?“, fragte er mich mit leicht hochnäsiger Stimme, als er mich im Bisongehege mit einem Rechen arbeiten sah. „Hast wohl die Drecksarbeiten abbekommen, was?“
„Hey Kevin, du hier, schon wieder?“, gab ich leicht überrascht von mir, aber insgeheim war ich froh, dass er hier auftauchte. So konnte mein Plan schneller beginnen als erwartet.
„Es sind Sommerferien, mein Dad hat noch einige Inspektionen hier zu erledigen und da er mich nicht allein zu Hause vergammeln lassen möchte, schleppt er mich ständig mit hierher. Früher oder später büxe ich ihm aber doch aus. Keiner mag es eingesperrt zu sein, dass solltest du doch eigentlich am besten wissen, wo du doch jeden Tag umgeben von Tieren bist, die eingesperrt sind.“
„Es ist richtig was du sagst.“, sagte ich, als ich meine Arbeit beendet hatte und das Gehege der Bisons verließ. „Die Tiere sind hier eingesperrt, aber einigen von ihnen, hat das womöglich auch das Leben gerettet. Jarvis, unser Nashorn, wäre sonst womöglich von Wilderern getötet worden, die es auf sein Horn abgesehen hätten, oder Emil, unser Fasan, wir haben ihn schwer verwundet im Wald gefunden. Dr. Feldmann konnte ihm in letzter Sekunde das Leben retten.“
„Man, gebt ihr all euren Tieren einen Namen?“, fragte Kevin mit genervten Gesichtsausdruck.
„Ja klar, sie gehören schließlich zu unserer Familie.“, antwortete ich lächelnd, als ich Kevin nun schweißgebadet gegenüber stand. Die Sonne schien heute wie ein glühend heißer Vulkan hinunter. Ich nutzte diese Gelegenheit und startete meinen Plan. „Die Tiere und Menschen in diesem Zoo, sind die einzig wahre Familie die ich besitze… und wenn du willst, kannst du gerne dazugehören.“ Kevin starrte mich verwundert an, als ob ich den Verstand verloren hätte. Ich erklärte es ihm also genauer: „Du scheinst im Gegensatz zu deinem Vater doch ein ordentlicher Kerl zu sein, ich mag dich sogar ein wenig…, ich könnte mir also vorstellen, dass wir Freunde werden könnten…“
Kevin gluckste, was ich schlecht zuordnen konnte. Fand er meinen Vorschlag bescheuert? Machte er sich über meinen Vorschlag lustig? „Ich mag dich auch… irgendwie.“ Na bitte, wer sagt´s denn! „Aber bilde dir bloß nichts darauf ein. Ich finde du bist ein cooler Typ, aber ich gehör nicht zu deiner Familie!“ Kevin lächelte, als er mir gestand, dass er mich cool fand. Sein Kompliment erfüllte mein kleines Herz mit Stolz und ein kleinwenig Mitgefühl, dass ich Kevin für meinen Plan ausnutzte. Kurz überlegte ich, meinen Plan zu vergessen, aber dann musste ich wieder an Hans und die anderen armen Eisbären denken. Hinzu kam, dass Kevin mir sogar direkt in die Karten spielte: „Weißt du was, wieso stellst du mir deine Familie nicht mal aus nächster Nähe vor? Ich träume schon so lange mal davon, einen Tiger zu streicheln.“
Ich verzog leicht meine Mundwinkel. „Tiger sind zwar zumeist völlig missverstandene Geschöpfe, aber dennoch nicht handzahm. Sie essen Fleisch, das sollte man nie vergessen! Aber ich bringe dich so nah an sie heran wie möglich. Meine Favoriten sind ja die Elefanten. Vor denen musst du wirklich keine Angst haben. Mit ihrem Rüssel können sie wirklich geniale Dinge anstellen…“
Kevin und ich schlenderten den Weg entlang, während ich ihm von den Tieren im Zoo erzählte. Ich kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Ich liebte die Tiere wirklich über alles und würde deswegen auch alles für sie tun. Sogar so zu tun, als würde ich auf Kevin stehen. Kevin suchte sichtlich körperlichen Kontakt zu mir, weshalb ich davon ausgehen konnte, dass er mehr als nur auf Freundschaft mit mir aus war. Natürlich war Kevin absolut nicht mein Typ, aber das musste ich ihm schließlich nicht auf die Nase binden… zumindest solange nicht, bis mein Plan vollendet war. Mein Plan war es schließlich, Kevin soweit zu bringen, bis er mich küsst und am Ende wollte ihm vor seinen Vater bloßstellen, der bestimmt nichts von Kevins queeren Neigungen wusste. Das konnte ich mir bei bestem Willen nicht vorstellen, denn Herr Kamp schien nicht nur starrsinnig und steif wie ein Brett zu sein, sondern auch sehr konservativ zu leben. Wenn er herausfand, dass sein Sohn vom anderen Ufer war, es aber mit allen Mitteln unter Verschluss halten wollte, um seinen eigenen Ruf nicht zu schädigen – was natürlich völliger Schwachsinn war, davon mal abgesehen – dann war bestimmt mit ihm zu reden. Diese Gelegenheit musste ich dann beim Schopfe packen und Herr Kamp dazu zwingen, dass Gehege der Eisbären so zu lassen, wie es ist, wenn nicht bekannt werden soll, dass er einen schwulen Sohn hat. Sicherlich war dieser Plan alles andere als fein, aber in meinen Augen hatte ich gar keine andere Wahl. Anderen Menschen war schließlich auch jedes Mittel Recht, um an ihr Ziel zu gelangen, wieso es ihnen also nicht mit gleicher Münze heimzahlen? Zwar tat es mir leid, den scheinbar sorglosen Kevin für meinen Plan auszunutzen, aber Kevin war bestimmt nicht auch immer ein Kind der Freundlichkeit gewesen. Also: Der Plan zum Erhalt der Eisbären beginnt!

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 29 Jul 2017, 01:57

Hey, wir wollen die Eisbären sehen...

Na sowas, Sky, jetzt geht's langsam rund im Zoo. Dass Justin hart drauf sein kann, wenn es um die Tiere geht, hat er schon im Tierflüsterer gezeigt. Aber was er hier vorhat... Ich stimme Anja zu, der Plan ist grotesk. Und nicht nett ist noch untertrieben.

Btw., der gute Paul kann es ja doch nicht lassen. Erst sagt er, er enthält sich einer Meinung, nur um im gleichen Atemzug zu sagen, dass der Plan auf jeden Fall funktionieren könnte. Ja, was denn nun? Enthalten oder Zustimmen ^^

...Denn unser Leben wäre so leer ohne Bären...

Also, schlechtes Gewissen beiseite - auf zur Rettung der Bären. Und Justin fackelt nicht lange. Gleich bei der erstbesten Gelegenheit macht er sich daran, den Plan in die Tat umzusetzen. Sein Ziel mag ja wirklich nobel sein, keine Frage, aber wie er es erreichen will... das geht nicht gut. Justin will mit den Gefühlen eines anderen Menschen spielen - gaaaanz gefährliches Spiel.

Justin hat geschrieben:Zwar tat es mir leid, den scheinbar sorglosen Kevin für meinen Plan auszunutzen, aber Kevin war bestimmt nicht auch immer ein Kind der Freundlichkeit gewesen.

Uuuhhh, ein schwacher Versuch, sein Gewissen zu beruhigen.

Na ich bin ja mal gespannt, was aus Justins Plan wird. Mir würde es gefallen, wenn er sich noch einmal besinnt und den Plan abwandelt. Solange er nichts weiter über diesen Kevin weiß, ist der Junge unschuldig und verdient so ein Spiel nicht. Stattdessen könnte er ihn kennen lernen, dann (je nach gegenseitiger Sympathie) einweihen und zusammen den Vater irgendwie zum Umdenken bewegen...

Sehr interessantes Kapitel und spannende Richtung, in die es geht. Ob der Plan - wie auch immer - gelingt? Mal sehen, fest steht:

...Wir haben die Eisbären so gern

:-)
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 30 Jul 2017, 20:35

Puh ich schwitze..., aber trotzdem hab ich mir die größte Mühe gegeben, euch wieder einen neuen Teil dieser Geschichte präsentieren zu können.

Hey ArokhsSohn, ja Justin fackelt wirklich nicht lange und das wird auch heute wieder merklich spürbar. Dabei scheint er so manche Grenze zu überschreiten und sichtlich unsympathisch wirken, aber das ist sogar so gewollt von mir. Justin ist nun mal auch nur ein Mensch, der Fehler begeht... wie ich das Ganze am Ende auflöse, darauf kannst du (und natürlich auch alle anderen) dich jetzt schon freuen. Anja wird dabei ebenfalls noch eine wichtige Rolle spielen... und noch eine ganz andere Person! Also dranbleiben und sich überraschen lassen!

Da Justin aber gerade wirklich der Unsympath in spe ist, verspür ich gerade mehr Lust am Schreiben von "Queer durchs Leben" :D - dort geht es übrigens morgen wieder weiter (mit Flo, Moritz, Ricardo & Leonas)!



HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands.

NEBENROLLEN:
1 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Naturschutz“ studieren. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates.


5. Das „Date“ im Zoo – Teil 1
„Und du willst deinen Plan wirklich durchziehen?“ Anja stand hinter mir, während ich mein Aussehen im Spiegel in Augenschein nahm. Ich war frischgeduscht, hatte mir das schönste Shirt übergeworfen und mir sogar die Haare gekämmt, die sonst eher in mehrere Himmelsrichtungen standen.
„Ich will nicht, ich muss!“, antwortete ich meiner Freundin, während ich mich noch mit Deo einsprühte. „Du willst doch auch, dass die Eisbären in unserem Zoo bleiben, oder?“
„Ja schon, aber…“
„Na dann hör doch bitte endlich auf, so zu tun, als würde ich ein Verbrechen begehen. Ich weiß, dass das nicht besonders nett ist was ich tue.“, entgegnete ich, da ich Anjas Bedenken bezüglich meines Plans einfach nicht mehr hören konnte. „Es ist aber nun einmal die einzige Möglichkeit.“
Anja schien noch immer nicht ganz davon überzeugt zu sein, nickte aber. „Du siehst wirklich gut aus. Fast genauso gut, wie an Valentinstag, als du Bobby zu einem Rendezvous ausgeführt hast.“
Meine Laune, die ohnehin schon sehr angespannt war, sank nun vollends in den Keller. Warum musste Anja ausgerechnet jetzt von Bobby anfangen? Es versetzte mir noch immer einen Stich im Herzen, wenn ich an ihn dachte und an die schöne Zeit, die ich mit ihm verbringen konnte. An Valentinstag hatte ich Bobby mit einer Pferdekutsche von Zuhause abgeholt und ihn in einen Stall in der Nähe des Waldes entführt, wo ich ein romantisches Picknick für uns Beide vorbereitet hatte. Der Höhepunkt unseres Abends war dann, als wir uns im Heu zurücklehnten und unser erstes Mal miteinander hatten. Das „Date“ mit Kevin würde aber ganz anders ablaufen!

Kevin wartete bereits am Zooeingang, als ich mit dem Fahrrad dort ankam. Er schien dunkle Farben zu bevorzugen, denn wie so oft, trug er schwarze und graue Kleidung, was im starken Kontrast zu seiner blassen Hautfarbe stand. „Tut mir Leid. Hast du lange gewartet?“, fragte ich ihn, nachdem ich mich bei ihm für mein Zuspätkommen entschuldigt hatte.
Kevin schüttelte den Kopf. „Bin auch erst vor fünf Minuten gekommen. Musste den ganzen Weg herlaufen, weil mein Vater das Auto für sich in Anspruch nahm und ein eigenes Auto besitze ich leider noch nicht. Mein Vater will mir keins kaufen und meint, ich müsse es mir verdienen. Das ist auch ein Grund, warum ich ihn so oft auf seine Geschäftstermine begleite, aber heute muss er ohne mich auskommen, denn schließlich bin ich bereits Feuer und Flamme auf den heutigen Tag.“
Justin stellte sein Fahrrad ab und hielt kurz inne. Kevin hatte etwas gesagt, was in Justin schreckliche Erinnerungen hervorrief. Es benötigte ein paar Sekunden, bis er wieder Herr seiner Gedanken war und wechselte schnell das Thema. „Ich hoffe du hast Geld dabei. Der Eintritt kostet fünfzehn Euro für Erwachsene.“ Kevin sah mich schief an und ich lächelte. „Nur Spaß, du bist selbstverständlich mein Gast. Du kannst dich später aber gerne dafür revanchieren, indem du mich auf ein Eis einlädst.“
Ich versuchte möglichst freundlich zu Kevin zu sein und obwohl mir heute nicht nach Lächeln zumute war, hatte ich während der ganzen Zeit in seiner Nähe ein aufgesetztes Lächeln. Kevin folgte mir in den Zoo und schien sich wahrhaftig auf den heutigen Tag zu freuen.
„Gehen wir als erstes zu den Tigern?“, fragte er mich gleich zu Beginn.
Ich schüttelte lächelnd den Kopf. „Die sind ganz am anderen Ende des Zoos. Wir fangen hier vorne an und arbeiten uns nach hinten durch. Also kommen als erstes die Kamele und die Zebras, danach die Braunbären, die Bisons und die Affen.“
„Och ne, nicht die ollen Kamele.“, gab Kevin gelangweilt von sich, aber ich ließ ihm keine andere Wahl, denn um meinen Plan in die Tat umzusetzen, benötigte ich so viel Zeit wie nur möglich.
So marschierten wir also als erstes zu den Kamelen und dann zu den Zebras. Nebenbei erzählte ich Kevin ein paar interessante Infos über sie, baute aber gelegentlich ein paar lustige Gags ein, um ihn zum Lachen zu bringen. „Treffen sich ein Elefant und ein Kamel, sagt der Elefant zum Kamel: Warum hast du deine Titten auf dem Rücken? Darauf das Kamel: Wenn ich meinen Pimmel mitten im Gesicht hätte, würde ich die Klappe halten.“ Der Witz saß und Kevin lachte ausgelassen. Sein Lachen war ein wenig außergewöhnlich und ansteckend, so dass ich schon sehr bald mitlachen musste.
Die harmonische Stimmung war die Gelegenheit, mich Kevin ein wenig anzunähern. Unsere Arme berührten sich und Kevin schien das nicht zu stören. Er ging zwar nicht darauf ein, wich aber auch nicht zurück. Also näherte ich mich ihm noch ein wenig mehr, so dass meine rechte Hand seine Fingerspitzen berührten. Dieses Mal folgte eine Reaktion seitens Kevins. Doch überraschenderweise wich er nun doch ein wenig seitlich aus. Stand er etwa doch nicht auf mich?
„Ehm… welches Gehege kommt als nächstes?“, fragte er mich, vermutlich um von der unerwarteten Berührung abzulenken, die ihm gerade zuteilwurde.
Ich blickte nach rechts und nach links, da ich aufgrund meines Plans ein wenig den Überblick verloren hatte, doch hatte ich mich wieder schnell orientiert. „Als Nächstes kommen die Giraffen.“
„Ah das ist gut. Gleich daneben ist doch diese Eisdiele.“. sagte Kevin, dem bereits das Wasser im Munde zusammenlief. „Bei so einem heißen Wetter, ist ein Eis genau die richtige Abkühlung.“
Ich grinste. „Du könntest dir ja auch dein Shirt ausziehen. Schwarze Kleidung ist im Sommer nicht vom Vorteil. Es sei denn du möchtest schwitzen wie ein Schwein!“
Kevin schüttelte den Kopf. „Vergiss es! Schwarz ist meine Lieblingsfarbe und abgesehen davon, werde ich hier in der Öffentlichkeit bestimmt keinen Striptease hinlegen!“
„Nicht mal mir zuliebe?“, fragte ich frech und zog dabei eine Schnute, um ihm umzustimmen. Zwar war ich gewiss nicht darauf versessen, Kevins Hühnerbrust zu bestaunen, aber es würde meinem Ziel näher bringen. Allerdings hatte ich mit seiner Abwehrhaltung bereits gerechnet. Nachdem Kevin nicht umzustimmen war, rückte ich ihm auf die Pelle und griff mit beiden Händen unter sein Shirt.
Kevin wich ruckartig zurück. „Hey, was soll denn das?“, fragte er mich.
„Sorry, geht dir das zu schnell?“, gab ich trotz alledem zurück.
„Wovon redest du? Was sollte das gerade eben?“, fragte er mich und schien eindeutig verwirrt zu sein. Hatte ich seine Signale vor ein paar Tagen missverstanden? Egal, jetzt oder nie. Ich wusste, ich hatte nur diese eine Chance und ich musste sie beim Schopf packen. Ich trat erneut näher an Kevin heran und drückte ihm einen Kuss auf den Mund. Kevins Augen waren vor Schreck weit geöffnet. Das hatte er nicht kommen sehen. Er fühlte sich so überrumpelt, dass er ein paar Sekunden benötigte, um klar denken zu können und mich wegzustoßen. Entweder war ich nicht sein Typ, oder der Kerl war einfach nicht schwul. Kevin war definitiv nicht der Einzige, der nun verwirrt war.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 31 Jul 2017, 22:27

Ohhh ja, Justin hat sich verrannt in seinen Plan, aber sowas von…

Ich dachte mir schon, dass Du ihn mit Absicht auf der Sympathie-Skala hast abrutschen lassen. Aber so richtig übel kann ich es Justin noch nicht nehmen. Er ist völlig blind vor Sorge um die Tiere, die ihm nunmal sehr viel bedeuten. Anjas Erwähnung von Bobby wirkt hier wie ein letzter Appell an Justins Gewissen, von dem Plan abzulassen. Wenn das so gedacht war: Wirkung erzielt :good:

Bei der Durchführung des Plans stellt sich Justin dann aber auch so doof an, so völlig überstürzt, dass man schon deutlich merkt, dass ihm die ganze Sache eigentlich total zu wider ist. Im Grunde will er das alles gar nicht machen und es nur ganz schnell hinter sich bringen. Mit etwas Glück kommt Kevin (von dem ich echt glaube, dass er nix Böses im Schilde führt) dahinter, dass hier etwas nicht stimmt. Zu gezwungen und zu gehetzt wirken Justins Aktionen.

Übrigens steht Justins Plan mit der Annahme, Kevin sei schwul und an ihm interessiert, ohnehin auf sehr wackeligen Beinen. Nur weil ein anderer Junge freundlich zu ihm ist, heißt das noch lange nicht, dass er auf das eigene Geschlecht und auch noch auf einen selbst steht (obwohl im „Mystic Love Universum“ die Wahrscheinlichkeit dafür erfahrungsgemäß tatsächlich verdammt hoch ist ;-) ). Das ist schon ziemlich vermessen von Justin, aber wahrscheinlich der Dringlichkeit geschuldet, etwas für die Eisbären tun zu müssen.

Der Fehlerteufel hat auch wieder zugeschlagen, diesmal wieder mit einem spontanen Perspektivwechsel an dieser Stelle:
Justin stellte sein Fahrrad ab und hielt kurz inne. Kevin hatte etwas gesagt, was in Justin schreckliche Erinnerungen hervorrief. Es benötigte ein paar Sekunden, bis er wieder Herr seiner Gedanken war und wechselte schnell das Thema.


Wie gewohnt, machst Du Deine Sache rund um Justins Story sehr gut. Und obwohl Lob bei Dir eigentlich schon Standard ist, weiß ich, dass es schön ist, es trotzdem zu erwähnen ^^ Bitte weiter so! Ach ja, Justins Witz war übrigens herrlich :lol:

LG und bis zum nächsten Mal,
Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 06 Aug 2017, 06:29

@ArokhsSohn (& Mitleser): Du hast ein echt gutes Gespür. Alles was du gesagt hast, stimmt zu 95%. Zwischen Justin und Kevin wird es noch richtig spannend, aber auch Herr Kamp wird noch eine tragende Rollen spielen. Doch zuvor... ach nein..., das verrate ich jetzt nicht. Lies selber und jeder andere natürlich auch!

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
1 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Naturschutz“ studieren. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.


6. Das „Date“ im Zoo – Teil 2
Als ich anfing Kevin zu küssen…, da wusste ich, dass dies ein großer Fehler war. Nicht nur, weil es falsch war, ihn gar nicht liebte und er nur Mittel zum Zweck war, sondern auch, weil unterdrückte Gefühle sich nun ihren Weg in mir nach oben bahnten. Ich konnte Kevins Gesichtsausdruck genau verfolgen. Zuerst Verwirrung, dann Entsetzen, dann Abscheu… und dann Verwunderung. Warum sah er mich nur so an? Weil er nicht wusste, dass ich auf Jungs stand? Nein, es musste einen anderen Grund dafür geben. Ich blickte auf meine Hände, die zu Zittern angefangen hatten und spürte Nässe auf meiner Haut. Ich legte meine rechte Hand behutsam auf meine rechte Wange und stellte zu meiner eigenen Überraschung fest, dass diese ganz feucht war. Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich zu Weinen angefangen hatte. Doch wann und vor allem wieso?
Was wohl gerade in Kevin vorging, wenn er mich so sah? Er schien besorgt zu sein, aber auch verärgert – vermutlich über den Kuss, den ich ihm einfach so auf den Mund drückte. Ich wollte etwas sagen, doch brachte kein Wort aus mir heraus. Immerhin konnte ich noch meine Beine bewegen, also fing ich an zu rennen. Ich rannte in die Richtung, aus der wir gekommen waren. Weg, einfach nur weg. Was war nur los mit mir? Ich wischte mir mit beiden Händen die Tränen aus dem Gesicht. Reiß dich zusammen Justin, dachte ich mir, als ich beinahe in zwei Zoobesucher hineinrannte, die diesem Tag die Krone aufsetzten.
„Justin!“ Voller Euphorie, stürzte sich die kleine Schwester meines ehemaligen Freundes auf mich. Annie freute sich mich zu sehen und umarmte mich vor lauter Wiedersehensfreude. Ich wusste nicht, wie ich auf diese unerwartete Begegnung reagieren sollte. Meine Wangen waren noch immer leicht feucht von meinen Tränen und ich befürchtete, dass meine Gefühle nun völlig verrücktspielten.
„Jetzt lass den armen Jungen schon los Annie. Der ist so hager, du zerdrückst ihn ja noch.“, sagte die Person, in der Begleitung Annie hier war.
„Oma Forster und Annie, was macht ihr denn hier?“, fragte ich überrascht, als ich endlich meine Stimme wieder fand. Doch warum mussten mir ausgerechnet heute und jetzt Bobbys Schwester und seine Oma über den Weg laufen? Spielte mir mein Schicksal einen üblen Streich?
„Na es sind doch Sommerferien, du Dummerchen.“, sagte Annie, während sie mich frech anlächelte.
„Annie wollte unbedingt in den Zoo und da ihre Eltern heute mit Bobby sich seine zukünftige Universität ansehen, habe ich mich dazu bereit erklärt, sie hierher zu begleiten.“, erklärte Oma Forster mir, blickte mich dabei aber auch besorgt an. Ob ihr aufgefallen war, dass ich bis gerade eben noch geweint hatte? „Ist alles in Ordnung bei dir Justin? Wie geht es dir?“
Die Frage musste ja kommen und ich hasste sie! „Mir geht es gut. Alles Bestens.“, antwortete ich schnell, doch wenig glaubwürdig. Nicht einmal ich selber, schenkte meinen Worten Glauben.
„Verzeih wenn ich das sage, aber du siehst nicht so aus, als würde es dir gut gehen.“, sagte Oma Forster, die mich wie erwartet sofort durchschaute. „Seit du und Bobby sich voneinander getrennt habt, haben wir uns leider nicht mehr gesehen. Du solltest aber wissen, dass du ein gern gesehener Gast bei uns Zuhause bist – immer. Bobby sieht das sicherlich genauso.“
Annie umarmte mich zwar nicht mehr, aber hielt stetig meine Hand. Das war süß und fühlte sich erstaunlicherweise gut an. „Bist du traurig wegen Bobby?“, fragte sie mich im bittersüßen Ton. „Ich mag Tobi zwar sehr, aber dich mag ich genauso und ich finde es schade, dass ihr nicht mehr zusammen seid.“
„So spielt das Leben.“, kam es aus mir, was sich aber wie ein dummer Spruch anhörte. „Bobby hat sich von mir getrennt. Nicht ich mich von ihm. Wenn ihr mich jetzt bitte entschuldigen würdet…“ Ich löste mich von Annie und marschierte an den Beiden vorbei. Zehn Schritte später blieb ich aber bereits wieder stehen und drehte mich nochmals zu ihnen um. „Verzeiht, wenn meine Worte etwas harsch klingen. Ich meine es nicht böse. Ich… ich bin nur noch nicht soweit.“ Annie schien darüber traurig zu sein, nickte mir aber verständnisvoll zu und Oma Forster war sowieso in allen Belangen sehr verständnisvoll. Sie warf mir ein aufmunterndes Lächeln entgegen, was meine Traurigkeit zwar nicht komplett besiegte, aber Balsam für meine Seele war.
Danach drehte ich mich wieder um und ging weiter. Nur wohin? Der Plan, Kevin zu verführen, war deutlich fehlgeschlagen und im Nachhinein war es der dümmste Plan, den ich jemals umgesetzt habe. Ich wollte den Zoo einfach nur noch verlassen und mich irgendwohin verkriechen, um über alles nachzudenken. Der Ausgang vom Zoo war bereits in Sichtweite, als mich plötzlich eine Hand am linken Arm festhielt. Erschrocken drehte ich mich um und stellte zu meinem Bedauern fest, dass Kevin mich eingeholt hatte. Er wollte jetzt sicher ein paar Antworten von mir.
„Ich weiß warum du das getan hast.“
Das zweifelte ich doch sehr an. „Nein, ich glaube nicht…“
„Dann hast du dich also nicht mit mir verabredet, um dich von deinem Liebeskummer abzulenken?“, fragte Kevin mich und nun war ich verwundert. Das konnte er doch eigentlich gar nicht wissen. „Mein Dad hat mir erzählt, dass du bis vor kurzem mit einem Jungen zusammen warst und meinte, ich solle mich von dir fernhalten. Deshalb bin ich heute zu Fuß gekommen. Das ich kein Auto habe war gelogen. Ich wollte nur nicht, dass mein Dad mir Fragen stellt, wohin ich will.“
„Woher weiß dein Dad eigentlich, dass ich auf Jungs stehe?“, fragte ich nun interessiert.
„Na dein Dad war schließlich der Zoodirektor und mein Dad weiß gerne möglichst alles über diesen und sein Leben. Das schließt seine Familie natürlich mit ein. Glaub mir, mein Dad findet Mittel und Wege, an die wichtigen Informationen ranzukommen. Unter anderem, indem er das Personal solange durchlöchert, bis diese nachgeben, aus Angst, sie könnten ihren Job verlieren.“
Ich schüttelte verärgert den Kopf und wollte gehen, doch Kevin hielt mich erneut am Arm fest. „Hör zu Justin. Ich bin dir nicht böse, dass du mich geküsst hast, aber tu das nie wieder! Ich bin nicht schwul. Ja ich weiß, eine Schande für die Homo-Welt, aber das könnte ich den Mädels im Leben nicht antun.“ Wovon schwafelt der gerade? Bezeichnete er sich gerade selber als der größte Hengst auf Erden? „Aber was ich eigentlich sagen will ist, dass mir nicht klar war, dass du unser Treffen hier als „Date“ angesehen hast. Vermutlich wolltest du dich nur über deinen Ex-Freund hinwegtrösten, aber dafür bin ich der Falsche.“
Ich wusste nicht was ich darauf sagen sollte. „Naja…, hab wohl deine Zeichen falsch gedeutet.“
Kevin machte auf einmal große Augen, als wäre bei ihm nun der Groschen gefallen. „Weil ich dir bei unserem Kennenlernen so auf die Pelle gerückt bin? Tja das… nun ja, das hatte weniger mit dir zu tun, sondern eher damit, dass uns Beiden dasselbe Schicksal ereilt hat. Ich wollte testen, ob ich mich irgendwie mit dir verbunden fühle.“ Bitte was? Ich blickte Kevin verständnislos an.

Fortsetzung folgt...!
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 09 Aug 2017, 22:29

Hallo Sky,

ach, das freut mich aber, dass ich diesmal halbwegs richtig liege. Das glückt mir ja sonst bei Deinen Geschichten eher selten. Deine Plot-Twists lassen mich doch regelrecht gegen die Wand prallen :-D

Es stimmt also doch: Nur weil jemand nett zu einem ist, heißt das nicht, dass er automatisch auf einen steht. Diese Entwicklung finde ich gut, weil sie sehr realitätsnah ist. Sehr interessant ist diese Aussage von Kevin dann aber:

Kevin hat geschrieben:das hatte weniger mit dir zu tun, sondern eher damit, dass uns Beiden dasselbe Schicksal ereilt hat. Ich wollte testen, ob ich mich irgendwie mit dir verbunden fühle.

Okay, wie und was hat er damit gemeint? Selbes Schicksal… *kramt gerade in seinem löchrigen Sieb mit dem völlig überzogenen Namen „Gedächtnis“*
Ein familiäres Schicksal evtl. (Mutter verloren)? Ein emotionales Schicksal (verlorene Partnerschaft)? Oder etwa etwas ganz anderes… … sollte er womöglich auch eine besondere Gabe haben? Aber woher sollte Kevin das von Justin dann wissen? Oder denke ich hier einfach schon wieder viiiieeeel zu weit?

Justin hat geschrieben:Erst jetzt wurde mir bewusst, dass ich zu Weinen angefangen hatte.

Sag ich doch, er hasst, was er da tut. Genau aus diesem Grund mag ich Justin nachwievor so gerne. Er tut, was er denkt, was getan werden muss – opfert sich quasi. Aber er tut es nicht für sich, sondern für eine gute Sache, auch wenn der Zweck eben nicht immer die Mittel heiligt, was er ja eigentlich auch einsieht. Justin ist eben einer von den Guten :-)

Den Cameo-Auftritt von Annie und Bobbys Oma fand ich grandios. Annie ist niedlich und Bobbys Oma fand ich schon immer super („Gibt es jetzt einen Schnaps?“ :lol: )

Justin hat geschrieben:Bobby hat sich von mir getrennt. Nicht ich mich von ihm.

Kann es sein, dass Justin Bobby irgendwo immer noch liebt? Ich meine, die Trennung damals war auch ziemlich tragisch und heftig. Und so, wie Justin im aktuellen Teil reagiert, deutet für mich ziemlich viel darauf hin…

Nun ja, jetzt wo Justins dämlicher Plan dahin ist, könnte er sich vielleicht doch mal Kevin anvertrauen. Vielleicht finden der Sohn des Zoodirektors und der Sohn des Vorstandsvorsitzenden gemeinsam eine Lösung, die vielversprechender aussieht.

Ich bin weiterhin sehr angetan von Deiner Story und freue mich auf das nächste Kapitel.

LG, Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 13 Aug 2017, 10:57

Guten Morgen und einen schönen Sonntagmorgen (zum Zweiten, denn mein erster Beitrag wurde gelöscht, weil das Internet gesponnen hat -.-)!
Heute wird Justin´s Vergangenheit aufgearbeitet und wie könnte das besser funktionieren, als mit Rückblenden? Kann man sowas überhaupt als Rückblenden bezeichnen, wenn es keine Bilder gibt? Naja egal, es werden auf jeden Fall Dialoge und Momente aus "Der Tierflüsterer" aufgegriffen.+

@ArokhsSohn:

ArokhsSohn hat geschrieben:Deine Plot-Twists lassen mich doch regelrecht gegen die Wand prallen :D

Tut das nicht weh? o.O :P

ArokhsSohn hat geschrieben:Es stimmt also doch: Nur weil jemand nett zu einem ist, heißt das nicht, dass er automatisch auf einen steht. Diese Entwicklung finde ich gut, weil sie sehr realitätsnah ist.

Nicht das es noch heißt, in meinen Geschichten würde es nur Jungs und Männer geben, die schwul sind.

ArokhsSohn hat geschrieben:Ein familiäres Schicksal evtl. (Mutter verloren)? Ein emotionales Schicksal (verlorene Partnerschaft)? Oder etwa etwas ganz anderes… … sollte er womöglich auch eine besondere Gabe haben? Aber woher sollte Kevin das von Justin dann wissen? Oder denke ich hier einfach schon wieder viiiieeeel zu weit?

Okay, ich verrate es dir... ja wirklich... am Ende der Geschichte! :P

ArokhsSohn hat geschrieben:Justin ist eben einer von den Guten :)

Natürlich! Justin ist und war schon immer einer der Guten und sollte er doch mal was Böses machen, dann ist es seiner Menschlichkeit zuzuschieben.

ArokhsSohn hat geschrieben:Den Cameo-Auftritt von Annie und Bobbys Oma fand ich grandios. Annie ist niedlich und Bobbys Oma fand ich schon immer super („Gibt es jetzt einen Schnaps?“ :lol: )

Was wäre eine Mystic Love-Geschichte ohne Oma Forster? Das ginge ja mal gar nicht! o.O Ihr Auftritt sollte aber auch was in Justin auslösen, gerade in dem Moment, als er einen großen Fehler begehen sollte. Ihr Auftritt war auch denke ich ganz gut erklärt, ohne sich gezwungen anzufühlen.

ArokhsSohn hat geschrieben:Kann es sein, dass Justin Bobby irgendwo immer noch liebt? Ich meine, die Trennung damals war auch ziemlich tragisch und heftig. Und so, wie Justin im aktuellen Teil reagiert, deutet für mich ziemlich viel darauf hin…

Die Frage, ob Justin Bobby noch immer liebt, erübrigt sich in meinen Augen. Man darf auch nicht vergessen, dass zwischen "Der Tierflüsterer" und "Der Tierflüsterer - Reloaded" nur maximal zwei Wochen vergangen sind. Bobbys und Justins letzte gemeinsame Szene und die Erlebnisse mit "Animal Welfare" sind noch nicht allzu lange her. Bobby hat Justin auch erst vor kurzem gesagt, wie sehr er Tobias liebt und das er mit ihm zusammen sein möchte.

So... posten die Zweite (bitte funktioniere!!!)


HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
7 / Herr Taler: Vater von Justin; Verlor seine Frau bei einem Unfall im Zoo. Zurzeit macht er einen Alkoholentzug, um später wieder für seinen Sohn da zu sein.
3+4 / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.
1, 7 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Naturschutz“ studieren. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.
1 / Tobias „Tobi“ Henning: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Leistungssport“ studieren. Er ist Bobbys bester Freund, verliebt in ihn und nun auch mit ihm zusammen.


7. Spiel mit dem Feuer – Teil 1
Mit sehr langsamen Schritten schlenderte ich über die Wiese am Waldrand entlang. Mein Ziel war die Pferdekoppel, in der ich einmal die Wochen Reitstunden gab. Der Weg dorthin war nicht weit, doch da ich mir reichlich Zeit ließ, konnten sich allerlei Gedanken in mein Gehirn ansammeln. Mein Leben war ein einziges Durcheinander – von Geburt an. Meine Mutter verstarb, mein Vater wurde zu einem Alkoholiker und ich… ich besaß die einzigartige Gabe mich mit Tieren zu verständigen, was zwar gewisse Vorteile mit sich brachte, leider aber auch Nachteile. Ich habe Menschen getötet. Carlos Perrez und Ben waren zwar böse Menschen, aber das gab mir nicht das Recht, Richter und Henker zugleich zu verkörpern und auf einmal hallten Bobbys Worte von damals in meinem Kopf wieder: „Du sprichst mit Tieren Justin – das ist eine besondere Gabe, aber ich fürchte, dass dir diese Gabe langsam zu Kopfe steigt und sie dir aus den Händen gleitet. Du verlierst die Kontrolle darüber und jetzt ist sogar ein Mensch dadurch umgekommen.“ Bobby starrte mich mit Tränen in den Augen an. Doch ich rührte mich nicht und schwieg. „Leb wohl.“, sagte Bobby unter Tränen, ging ein oder zwei Schritte rückwärts, ehe er sich von mir abwandte und sich immer weiter von mir entfernte.
Bereits damals hatten Bobby und ich uns getrennt, wenngleich die Gefühle füreinander noch immer da waren. Liebe verschwindet nicht einfach von heute auf morgen und ich liebte Bobby wirklich – ich tu es immer noch. Er war meine erste große Liebe und für ihn hätte ich alles getan. An Valentinstag hab ich uns eine Pferdekutsche organisiert und bin mit ihm hierher gefahren, wo ein romantisches Dinner auf uns wartete. Ich betrat die Pferdekoppel und musste an unsere erste gemeinsame Nacht denken. „Bobby, das alles hier – hab ich nur für dich getan! Dafür habe ich auch gar kein Geschenk von dir als Gegenleistung erwartet und weißt du warum? Weil du mir jeden Tag aufs Neue ein Geschenk machst. Als ich dich noch nicht kannte, war ich nur ein Schatten meiner selbst. Erst als ich dich kennen lernte, wurde mein Körper mit neuem Leben erfüllt. Erst durch dich erfuhr ich, wie es ist, einen Menschen über alles zu lieben und ihn beschützen zu wollen. Deine Anwesenheit, deine Nähe zu mir, deine Liebe – das sind deine Geschenke an mich, die du mir jeden Tag aus Neue machst, wenn wir uns sehen. Du bist der einzige Junge den ich liebe und immer lieben werde!“
Ich war damals wirklich ein Schatten meiner selbst und als Bobby mit mir Schluss machte, da dachte ich, es würde wieder so wie früher werden. Früher… war alles scheiße. Ich musste nur an meinen Vater denken und was er mir an Anjas und Pauls Hochzeitstag alles an den Kopf geworfen hat, was mein Selbstwertgefühl verringerte: „Mein Sohn Justin.“ Mein Vater packte mich unter seine Arme, so dass ich kaum Luft bekam. „Er ist so ein lieber Junge, wissen sie das? Ein wenig eigenartig vielleicht, aber wer wäre das nicht… wenn er für den Tod seiner Mutter verantwortlich wäre?!“
„Lass mich los Dad und hör mit dem Unsinn auf!“, schrie ich nun verzweifelt.
Doch mein Vater hatte noch nicht genug: „Sie haben ja keine Ahnung, wie schwer das ist, einen Sohn als Mörder zu haben und zu versuchen ihn groß zu ziehen. Aber ich liebe ihn dennoch. Er ist mein Fleisch und Blut. Ich liebe ihn, so wie ich meine Frau geliebt habe – bis er sie umbrachte!“

Diese Worte und so viele andere, die seinen Mund verließen und mir entgegen flogen, verletzten mich und brachten mich an den Rand der Verzweiflung. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie die Risse meiner eisenharten Rüstung irgendwann zu groß waren und die Rüstung zerberste. Vor Bobby brach alles aus mir heraus, was mein Herz und meine Seele belastete: "Sieh dich doch um, dass ist das Werk meines Vaters! Jeden Abend, wenn er von der Arbeit heim kommt, dann kippt er sich mehrere Flaschen Bier ein. Er weigert sich die Couch zu verlassen, außer wenn er aufs Klo muss. Das Kochen, das Waschen, das Einkaufen, den Hausputz, das übernehme alles ich! Ich zahle im Namen meines Vaters jede Rechnung, nehme die Post entgegen, oder kümmere mich um anstehende Termine, weil er nicht dazu in der Lage ist! Ich hab gar keine Zeit irgendetwas von irgendwem zu lernen, weil ich hier für mich und meinen Vater sorgen muss!“
Bobby war der erste Mensch in meinem Leben, dem ich all meine Sorgen anvertrauen konnte. Klar, war es nicht immer leicht und es dauerte eine ganze Weile, bis ich mich ihm gegenüber öffnete und ihm all meine Geheimnisse anvertraute. Das sorgte nicht nur für einen Streit in unserer Beziehung: „Ich bin dein Freund!“, schrie Bobby mir zu. „Wie viele Geheimnisse willst du noch vor mir haben? Wie viele Lügen willst du mir noch erzählen?“
Dabei wollte ich ihn immer nur beschützen – und zwar vor mir selber! Meine Mutter wurde zwar von einer Löwin getötet, aber das war einzig und allein die Schuld von Carlos Perrez, der die Löwin absichtlich nicht richtig betäubt hatte. Er war ein Mitglied der Tierschutzorganisation „Animal Welfare“, denen jedes Mittel recht war. Die Löwin wurde eingeschläfert, doch die Tochter der Löwin erzählte mir später die bittere Wahrheit, weshalb ich dafür sorgte, dass Carlos Perrez dasselbe Schicksal erlitt, wie meine Mutter.
Bereits damals war mir klar, dass ich ein gefährliches Spiel mit dem Feuer begann und ich behielt Recht, denn es war der Beginn einer tragischen Geschichte. Vincent Gold, der leibliche Sohn von Carlos Perrez wollte sich für den Tod seines Vaters an mir rächen und verbündete sich mit den Mitgliedern von „Animal Welfare“. Sie nahmen mich gefangen, um sich meiner Fähigkeit mit Tieren zu sprechen zu bemächtigen. Zusätzlich wurden Bobby und sein Freund Tobias in die Sache mit hinein gezogen und das Drama nahm seinen Lauf. Bobby, Tobias und ich kamen beinahe ums Leben, als wir uns gegen die „Animal Welfare“-Organisation zur Wehr setzten. Eigentlich waren wir ja noch Kinder und dennoch musste jeder von uns schreckliches erleben und über sich hinauswachsen. Wir zerschlugen die Tierschutzorganisation und Vince kam in einem Feuer ums Leben, dass er selbst verursacht hatte. Bobby und Tobias konnten mich mit letzter Kraft aus den Flammen retten und mein Leben, welches sich langsam normalisiert hatte, geriet dadurch wieder völlig aus den Fugen.
Ich ging über die Pferdekoppel und hielt vor dem Gatter eines schönen weißen Rosses an. Das stattliche Pferd war mein guter alter Freund Whisper, den ich fast so sehr liebte, wie ich Bobby noch immer liebte. „Na mein alter Freund.“, sagte ich und streichelte ihm sanft durchs Fell. Ich schmiegte meinen Kopf sanft an dem des Pferdes und konnte genau hören und fühlen, was Whisper empfand.
Die angenehme Ruhe war jedoch nur von kurzer Dauer, als mich eine Nachricht von Anja erreichte: „Plan hat funktioniert, aber wieso bist du so plötzlich abgehauen?“ Sie schickte mir auch ein Bild, das den Kuss zwischen mir und Kevin bewies. Damit hatte ich ihn, oder besser gesagt seinen Vater in der Hand…, doch… wollte ich das wirklich? Sollte ich wirklich erneut ein Spiel mit dem Feuer beginnen?

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

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