Mystic Love - Die geheimen Akten

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Skystar
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 20 Aug 2017, 14:23

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
7+8 / Herr Taler: Vater von Justin; Verlor seine Frau bei einem Unfall im Zoo. Zurzeit macht er einen Alkoholentzug, um später wieder für seinen Sohn da zu sein.
1, 7+8 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Naturschutz“ studieren. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.
1 / Tobias „Tobi“ Henning: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Leistungssport“ studieren. Er ist Bobbys bester Freund, verliebt in ihn und nun auch mit ihm zusammen.


8. Spiel mit dem Feuer – Teil 2
Ich stieg auf mein weißes Pferd Whisper und unternahm einen kleinen Ritt mit ihm, um ein wenig auf andere Gedanken zu kommen. Zuerst galoppierte ich über die grüne Wiese, auf der viele gelbe und blaue Blumen wuchsen. Die Sonne wärmte meine Haut und eine sanfte warme Brise wehte mir ins Gesicht. Ich fühlte mich frei und geborgen, wenn ich mit Whisper durch die Natur ritt. Doch egal wie sehr ich mich auch anzustrengen versuchte, meine Gedanken kehrten immer wieder zu Bobby, meinem Vater, Kevin und allen anderen zurück und das Glücksgefühl, dass mich eben noch beflügelte, verschwand so schnell wie die Sonne hinter einer Wolke. Erneut erinnerte ich mich an etwas, was Bobby einmal zu mir gesagt hatte. Dies war noch gar nicht so lange her, richtete er diese Worte doch an jenem Tag zu mir, als er mir gestand, er würde gerne mit Tobias zusammen sein: „Tja… du weißt sicherlich, was mir zu meinem Glück noch fehlen würde.“, sagte ich damals und sah Bobby mit meinen blauen Augen an, die er immerzu als wunderschön bezeichnete.
„Ich denke nicht, dass ein Mensch jemals zu hundert Prozent glücklich sein wird.“, erwiderte Bobby.

Seine Antwort stimmte mich einerseits traurig, andererseits aber auch nachdenklich, denn im Grunde genommen hatte er Recht. Der Mensch konnte nie genug vom Glück kriegen. Es gab immer etwas, wovon er glaubte, dass es zu seinem Glück beitragen würde. Dabei sollte man sich eigentlich mit dem zufrieden geben, was einem gegeben war. Ich zum Beispiel. Meine Fähigkeit, mit Tieren zu sprechen, mag mir so allerlei Probleme und Kummer bereitet haben, aber Bobby hatte Recht. Es ist eine Gabe, denn es gab sicherlich viele Menschen, die sich gerne einmal mit Tieren unterhalten wollen würden. Wobei sie dann auch schnell merken würden, dass nicht jeder Papagei einen Cracker haben möchte, oder der Hund sich hin und wieder denkt, ihr Herrchen soll das blöde Stöckchen doch selber holen.
Bobby mag sich für Tobias entschieden haben, aber egal was die Zukunft uns auch brachte, wir würden dennoch weiterhin Freunde bleiben, die sich aufeinander verlassen konnten. Vielleicht werde ich ihn nie wiedersehen…, aber das glaubte ich nicht. Das Schicksal würde uns eines Tages wieder zusammenführen und uns in ein neues aufregendes Abenteuer hineinziehen.
Und dann war da ja auch noch mein Vater. Die letzten Jahre mit ihm waren wirklich die Hölle, aber er schien seine Fehler eingesehen zu haben und hat sich bei mir entschuldigt: „Ich habe deine Mutter verloren, ich habe den Zoo verloren, ich habe meine Ehre und meinen Stolz verloren und ich habe dich verloren. Viel davon kann ich nicht mehr retten, aber ich kann zumindest versuchen, dich zu retten. Du bist mein Sohn Justin, ich liebe dich und ich bereue meine Taten!“
Ob es jemals wieder so werden wird wie früher, zwischen mir und meinem Vater? Die Zukunft wird es zeigen, doch momentan musste ich mich auf die Gegenwart konzentrieren. Ich zügelte mein Pferd und galoppierte langsam in den Wald hinein, bis zu der Stelle, wo Bobby und ich uns kennenlernten. Mit einem Lächeln erinnerte ich mich an unsere erste Begegnung zurück. Danach begab ich mich wieder auf den Rückweg zur Pferdekoppel, wo ich Whisper in den Stall brachte und er Heu zum Fressen bekam. „Das hast du dir jetzt verdient.“, sagte ich zu ihm.
Anschließend legte ich mich auf einer freien Fläche selber ins Heu, um endlich eine Entscheidung bezüglich der Kamps zu treffen. Ich hatte das Foto. Das Foto, welches einen Kuss von mir und Kevin zeigte. Damit könnte ich zu Kevin´s Vater gehen und ihn erpressen. Sollte er sein Vorhaben, dass Eisbärengehege abzureißen, wirklich in die Tat umsetzen, würde jedermann erfahren, was sein Sohn in seiner Freizeit trieb. Eigentlich war dies ja eine Lüge und ein Verbrechen schon dreimal nicht, aber Herr Kamp war Stolz und Ehre wichtiger als alles andere, weshalb er bestimmt darauf einging.
Ich klatschte mir die Hände ins Gesicht. Nein, das konnte ich nicht machen. Wenn ich Herr Kamp damit erpresse, würde er sich früher oder später an mich rächen. Dabei könnten unschuldige Personen zu Schaden kommen… so wie früher. Erneut dachte ich an Bobby und Tobias, die in Gefahr gerieten, weil ich Vince´s Vater auf dem Gewissen habe. Die Entführung, die vorgezogene Waffe, das Feuer…, wir hätten beinahe unser Leben verloren! Dies durfte sich auf keinen Fall wiederholen.
Ich hatte meine Entscheidung getroffen. Ich würde Anja darum beten, das Foto wieder zu löschen. Mein Entschluss stand fest. Es musste einen anderen Weg geben, um Herrn Kamp aufzuhalten. Dies war nicht der richtige Weg und ich wollte ihn keinesfalls bestreiten.
Mit dieser Entscheidung im Kopf, beruhigten sich meine Gedanken im Kopf endlich und ich schloss zufrieden meine Äuglein, bis ich irgendwann im Heu einschlief. Irgendwann wachte ich jedoch mit dem Geruch von Verbranntem in der Nase wieder auf. Langsam öffnete ich meine Augen. Ich hatte keine Ahnung wie spät es war, oder wie lange ich gepennt habe, aber draußen schien es bereits dunkel geworden zu sein. Im Pferdestall hingegen war es hell – zu hell! Im Pferdestall war ein Feuer ausgebrochen! Panik durchströmte meinen Körper, während sich das Feuer immer weiter ausbreitete und der Qualm mir um die Ohren flog. Da der Pferdestall überwiegend aus Holz bestand und es hier auch viel Heu und Stroh gab, breitete sich das Feuer natürlich immens aus. Es knisterte überall und auch die Pferde gerieten in Panik. Whisper! Ich musste an meinen Freund denken und rannte augenblicklich zu ihm. Er war noch immer in seinem Gatter eingesperrt, streifte wild umher, während das Feuer ihn immer weiter einschloss. Es gab für ihn kein Entkommen, wäre ich nicht zu seiner Rettung herbeigeeilt und hätte ihn befreit. Er schlug mit seinen Vorderbeinen wild um sich, doch konnte ich ihn zu meinem und seinem Glück beruhigen. „Schnell, bring dich in Sicherheit mein Freund!“, rief ich ihm zu, während ich mit meiner rechten Hand beruhigend über seinen Kopf streichelte. „Mach dir keine Sorgen um mich. Ich rette deine Kameraden und komme dann gleich nach!“ Whisper galoppierte davon. Besorgt blickte ihm nach, wie er sich durch das Feuer kämpfte und betete, dass er es unversehrt ins Freie schaffte. Schleunigst machte ich mich auf den Weg zu den anderen Pferden, doch je mehr sich das Feuer im Stall ausbreitete, desto unerträglicher wurde es. Die Hitze brachte meinen ganzen Körper zum Glühen und der Qualm schoss mir in die Augen, was dazu führte, dass diese in Tränen ausbrachen. Meine Sicht wurde immer schlechter und je länger ich mich dem Feuer aussetzte, desto größer wurde meine Angst. Dennoch gelang es mir, alle Pferde in letzter Sekunde zu befreien. Ob sie es ins Freie schafften, wusste ich jedoch nicht. Ich wollte ihnen hinterher eilen, doch da brach ein brennender Balken von der Decke hinunter. Er verfehlte mich zum Glück nur um Haaresbreite, doch nun lag ich wie gelähmt auf dem Boden. Erinnerungen an das Feuer in Vince` Villa kamen in mir hoch. Damals trug mich Tobias hinaus und Bobby musste eine Mund-zu-Mund-Beatmung bei mir einsetzen. Beide konnten mich dieses Mal nicht retten. Ich war allein – umgeben von Feuer, der inzwischen den ganzen Stall in Brand gesetzt hatte. Die Decke knarzte und es konnte sich nur noch um Sekunden handeln, bis sie einstürzte und mich unter sich begrub.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 27 Aug 2017, 14:38

Sonntag! Und was gibt es an jedem Sonntag? Genau: Einen neuen Teil von "Der Tierflüsterer - Reloaded"! Viel Spaß! :flag:

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
7-9 / Herr Taler: Vater von Justin; Verlor seine Frau bei einem Unfall im Zoo. Zurzeit macht er einen Alkoholentzug, um später wieder für seinen Sohn da zu sein.
3+4 / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.
2 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.
1, 7+8 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Naturschutz“ studieren. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.
1 / Tobias „Tobi“ Henning: Hat soeben die Schule beendet und will demnächst „Leistungssport“ studieren. Er ist Bobbys bester Freund, verliebt in ihn und nun auch mit ihm zusammen.


9. Spiel mit dem Feuer – Teil 3
Die Flammen um mich herum wurden immer größer und gewaltiger. Das Feuer war außer Kontrolle geraten und ich befand mich mittendrin. Der gesamte Pferdestall brannte lichterloh und die Decke drohte jeden Augenblick in sich zusammenzubrechen. In der Ferne glaubte ich die Sirenen der Feuerwehr zu hören. Rettung schien in greifbarer Nähe zu sein, wenn es für mich nicht schon zu spät war. Ich war von den Flammen umringt. Einen Fluchtweg schien es für mich also nicht mehr zu geben. Zumal ich wie gelähmt am Boden kauerte und auf mein Ende wartete. Die enorme Hitze war unerträglich und es fühlte sich bereits so an, als würde meine Haut brennen. Mein ganzer Körper glühte, meine Augen tränten durch den stickigen Rauch und das Einzige an das ich überhaupt noch denken konnte, war die Person, die ich am meisten liebte: Bobby!
Ich habe ihn verloren und das war meine Schuld. Ich hab ihn die ganze Zeit nur angelogen und ihn damit in tödliche Gefahr gebracht. Klar, dass er irgendwann genug von mir hatte und sich in Tobias verliebt, der immer für ihn da war und auch stets ehrlich zu ihm war. Ich war nicht gut genug für Bobby und habe die Quittung dafür bezahlt. Nun würde ich in den Flammen umkommen. Vielleicht auch besser so. Meine Gabe hat mir nichts als Scherereien gebracht. Es ist besser, wenn sie mit mir stirbt. Es tat mir nur für die Eisbären leid, denen ich nun nicht mehr helfen kann. Und Anja…, gerne hätte ich mich von ihr verabschiedet und ihr gesagt, wie leid es mir tut.
Es knackste. Gleich brach die Decke in sich zusammen und ich würde unter dem Schutt begraben. Doch mit ein wenig Glück würde ich dies nicht mehr spüren, denn alles um mich herum drehte sich. Ich konnte meine Augen nicht mehr länger offen halten. Gerade als ich dabei war, mein Bewusstsein zu verlieren, glaubte ich eine Stimme zu hören: „Gib nicht auf! Bitte gib jetzt nicht auf Justin! Es gibt noch so viel was du erreichen kannst und so viele Menschen, die um dich trauern würde. Bitte lass diese Menschen nicht im Stich! Und auch die Tiere nicht, die fest an dich glauben. Bitte gib nicht auf!“
Diese Worte, wo sie auch herkamen und von wem sie stammten, flößten mir neuen Lebenswillen ein. Mein ganzer Körper zitterte, aber mit letzter Kraft stützte ich mich vom Boden ab und stellte mich auf die Beine. Ich durfte keine Zeit mehr verlieren. Wenn ich hier lebend herauskommen möchte, dann gab es nur einen einzigen Ausweg: Mitten durchs Feuer hindurch! Vielleicht bedeutete dies meinen Tod, aber wenigstens hatte ich dann bis zum bitteren Ende gekämpft und nicht aufgegeben.
Ich wollte gerade zum Sprung ansetzen, als das Schicksal mir ein Zeichen sendete. Ein großer Wasserstrahl löschte die Flammen am Eingang zum Stall, so dass mir ein Weg geebnet wurde. Ich verlor keine Zeit mehr und rannte los, sprang über Flammen hinweg und kämpfte mich durch Rauch und Dampf gleichermaßen. Das Feuer berührte meine Haut. Ich schrie, setzte zu einem großen Sprung an und beförderte mich ins Freie hinaus. Um mich herum, konnte ich einen entsetzen Schrei wahrnehmen. Mehrere Feuerwehrmänner kamen zugleich auf mich zugestürmt, brachten mich in Sicherheit und wickelten mich in einer Art Kühldecke ein, die meine Schmerzen linderte. Ich lächelte, denn ich hatte es aus eigener Kraft und ohne Hilfe aus den Flammen geschafft. Erschöpft und zufrieden mit mir selbst, schloss ich meine Augen.

Als ich meine Augen wieder öffnete, war es still und dunkel um mich herum. Ich lag in einem Bett. Mit aller Wahrscheinlichkeit hatte man mich schnellstmöglich ins Krankenhaus gebracht. Man hatte mir ein Beatmungsgerät aufgesetzt. Mein Hals kratzte ganz fürchterlich. Vermutlich hatte ich viele giftige Dämpfe eingeatmet und eine Rauchvergiftung, was mich aber nicht weiter störte. Meine Arme fühlten sich schwer wie Blei an, denn ich konnte sie nicht bewegen.
„Keine Sorge, das wird schon wieder. Du hattest enorm viel Glück, denn die Verbrennungen sind nicht so schlimm ausgefallen, wie anfangs angenommen.“, sagte eine Stimme zu mir und erst jetzt bemerkte ich, dass ich nicht alleine im Zimmer war. Eine Person saß auf einem Stuhl neben meinem Bett und hielt mich schützend an meiner rechten Schulter fest. Ich wollte lächeln, doch spürte ich sofort einen stechenden Schmerz auf meinen Lippen. Egal. Ich war einfach nur froh, dass er hier war. Ich war glücklich, dass mein Dad hier bei mir war!
„Anja hat mich angerufen und mir erzählt, was passiert ist. Das war ein ziemlich großer Schock für mich. Das war nun schon der zweite Brand, bei dem ich fast meinen Sohn verloren hätte. Ich hatte schrecklich große Angst um dich…“ Meinem Dad kamen langsam die Tränen. Er versuchte sie zu unterdrücken und mir zu beweisen, wie stark er sei, doch kam er nicht umhin, die Tränen zuzulassen. „Was hätte ich denn gemacht, wenn ich dich nun auch noch verloren hätte. Ich glaube, dass hätte ich nicht verwunden.“ Mein Dad wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. Es schien, als wollte er für mich auf tapfer machen, dabei zeugte es von keiner Schwäche, wenn man weinte. „Ich hab meinen Entzug sofort abgebrochen und bin wie der Teufel hierher gerast. Doch keine Sorge, ich nehme meinen Entzug sofort wieder auf, sobald es dir wieder besser geht.“, fügte er noch schnell hinzu. „Anja und Paul waren auch schon hier und Anthony hat angerufen und sich nach dir erkundigt. Wir haben uns alle sehr große Sorgen um dich gemacht. Ach ja und der Sohn von Herrn Kamp hat sich nach dir erkundigt. Anja hat ihn jedoch wieder weggeschickt. Seid ihr etwa seit neustem miteinander befreundet?“ Ich wollte mit dem Kopf schütteln, fühlte mich aber nicht einmal dazu im Stande. Kevin – Er war der Letzte, an den ich jetzt denken wollte. Meine Gedanken kreisten um die Stimme, die mir das Leben gerettet hat. Mir war klar, dass sie nicht wirklich real war, aber ohne sie, hätte ich nicht die nötige Kraft gefunden, mich aus den Flammen zu retten. Die Feuerwehr wäre zu meiner Rettung zu spät gekommen und hätte mich nicht mehr aus dem Feuer befreien können. „Es wird alles wieder gut Justin.“, sagte mein Dad, der mich wieder aus meinen Gedanken riss. „Jetzt wird alles wieder gut – ich verspreche es!“

„Herr Kamp hat den Aufsichtsrat dazu überredet, dass Eisbärengehege zu entfernen und das Affengehege zu erweitern. Letzteres stimmt einen zwar positiv, aber zu welchem Preis…“ Eine Woche war seit dem Brand in der Pferdekoppel vergangen. Meine Genesung schritt sehr gut voran, aber ich lag immer noch im Krankenhaus und musste mich schonen. Immerhin konnte ich inzwischen meine Arme wieder bewegen und auch das Sprechen fiel mir wieder leicht, jetzt wo ich das Beatmungsgerät losgeworden bin. Anja besuchte mich täglich und hielt mich über die Entwicklungen im Zoo auf dem Laufenden. Ich war frustriert. Herr Kamp hatte meine Abwesenheit schamlos ausgenutzt. Mir waren die Hände gebunden und jede Rettung auf den Erhalt des Eisbärengeheges schien verloren, doch…: „Ach und eines wollte ich dir noch sagen. Ich hab nur darauf gewartet, bis es dir wieder etwas besser geht.“, sagte Anja, die seltsam angespannt wirkte. „Die Feuerwehr hat den Brand in der Pferdekoppel natürlich untersucht und überprüft, wie er zustande gekommen ist.“ Ich blickte Anja bettelnd nach der Antwort auf diese Frage an. Die Antwort schockierte mich: „Es scheint alles darauf hinzudeuten, dass es Brandstiftung war. Du weißt was das bedeutet Justin? Irgendjemand hat absichtlich das Feuer gelegt, im Bewusstsein, dass du in den Flammen umkommen könntest!“

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 03 Sep 2017, 16:44

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
3+4 / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.
2 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.


10. Die Entscheidung – Teil 1
Vor drei Tagen wurde ich aus dem Krankenhaus entlassen. Ich hatte das Feuer überlebt – gar dagegen angekämpft und trotzdem fühlte ich mich niedergeschlagen. Trübsal blasend lag ich im Eisbärengehege neben Hans, als wäre es das Normalste auf der Welt. In der Ferne hörte ich eine Kinderstimme, die zu ihrer Mutter sagte: „Mami guck mal, da liegt ein Junge neben dem Eisbären!“ Das ich einfach so neben einem wilden Tier lag, war für die Zoobesucher natürlich ungewöhnlich, wenn nicht sogar phänomenal und schon bald bildete sich ein Grüppchen von Schaulustigen vor dem Eisbärengehege. Mich kümmerte das nicht, aber ein wenig Schadenfreude verspürte ich schon.
„Hey Justin.“, sprach mich mein Eisbärenkumpel Hans von der Seite her an. „Ich finde es zwar nett von dir, dass du mir in der restlichen Zeit, die mir hier noch verbleibt, Gesellschaft leisten möchtest, aber deinetwegen bekomme ich noch Probleme. Ich hab keine Lust eingeschläfert zu werden, nur weil jedermann glaubt, ich würde gleich über dich herfallen und dich aufessen.“
„Wer soll das schon denken? Schließlich rieche ich nicht nach vergammelten Fisch.“, entgegnete ich gelangweilt, da ich nicht gewillt war aufzustehen.
„Aha! Wusste ich doch, dass der Fisch vergammelt ist, den ihr mir immer anbietet!“, rief Hans mir augenblicklich zu und gab dabei einen lauten Brüller von sich, der die Zoobesucher dazu veranlasste, aufzuschrecken. Vermutlich dachten sie, dass mich Hans jetzt verspeisen würde, dabei verabscheute er Menschenfleisch – besonders wenn es so zart ist wie das meinige.
„Verdammt nochmal, Justin!“ Zu den Schaulustigen mischte sich nun auch Anja dazu, in deren Gesicht ich ablesen konnte, dass sie wütend zu sein schien. Sie quetschte sich durch die Menschen hindurch und betrat das Eisbärengehege. „Steh auf, oder willst du dem Zoo Scherereien bereiten?!“
„Wenn Herr Kamp dafür büßen muss, wieso nicht?“, gab ich als Antwort zurück.
„Idiot! Idiot, Idiot, Idiot!“, schimpfte Anja und beleidigte mich vor allen Leuten. „Willst du, dass der Zoo deinetwegen geschlossen wird? Das ist bestimmt nicht das, was du willst. Also steh auf und scher dich hier raus, oder ich verpass dir einen Arschtritt, der dich zum Mond katapultiert.“ Anja hatte Recht! Ich stand also auf und verließ mit ihr das Eisbärengehege. Bereits nach kurzer Zeit, legte sich der Tumult wieder und Anja konnte weiterhin ungestört über mich herfallen. „Was hast du dir nur dabei gedacht? Wann begreifst du endlich, dass du mit deinen Aktionen alles nur schlimmer machst?“ Anja blickte mich wütend an, aber als sie mein reumütiges Gesicht erblickte, wurde sie ein wenig ruhiger und freundlicher. „Ich weiß ja wie traurig du darüber bist, dass Herr Kamp sich bezüglich des Eisbärengeheges durchsetzen konnte, aber mit Aktionen wie der von geradeeben, schadest du am Ende nur Anthony und dem guten Ruf unseres Zoos. Das willst du sicher nicht!“
„Nein, natürlich nicht.“, sagte ich. „Mich kotzt es nur einfach an, dass mir quasi die Hände gebunden sind. Ich kann einfach nichts tun, um Hans und seinen Freunden zu helfen.“
„Die Polizei und die Feuerwehr haben also noch immer nicht herausgefunden, wer den Brand auf der Pferdekoppel gelegt hat?“, fragte Anja. „Ich würde meinen letzten Cent darauf verwetten, dass es Kevin war. Nachdem er begriffen hat, dass du ihn nur ausgenutzt hast, wollte er sich an dir rächen.“
„Hm.“ Anjas Überlegung war mir nicht neu und ich dachte fieberhaft darüber nach. „Ich kann nicht glauben, dass Kevin zu so etwas im Stande wäre. Ich meine…, wir sprechen hier schließlich von einem Mordversuch! Ich wäre in dem Feuer beinahe ums Leben gekommen!“
„Bitte sag das nicht. Bei dem Gedanken wird mir noch immer ganz flau im Magen.“, sagte Anja, der bei dieser Vorstellung noch immer ganz bang ums Herz wurde. „Was ist mit dem Foto?“
„Das mich und Kevin beim Küssen zeigt? Hab ich zerschnitten und weggeworfen.“, erklärte ich Anja und bereute es keine Sekunde. „Auf dem Foto war ohnehin nicht viel zu erkennen. Dein Versteck im Gebüsch war ein wenig zu gut.“
„Entschuldige mal. Das war dein bescheuerter Plan, nicht meiner!“, entgegnete Anja eingeschnappt.
„Jedenfalls stehen wir jetzt wieder bei null da, aber es ist eh zu spät. Ich kann nichts mehr tun.“, sagte ich betrübt. „Der Aufsichtsrat hat seine Entscheidung längst getroffen. Im Herbst rollen die Bagger an und Hans und seine Freunde werden in einen anderen Zoo verfrachtet…, sofern sie den Transport überleben. Nicht, dass ich es gutheiße was sie getan haben, aber genau in diesem Moment wünschte ich mir, die „Animal Welfare“-Organisation würde hier eines ihrer krummen Dinger abziehen, um den Eisbären zu helfen.“
„Todessehnsucht? Als hätten wir nicht schon genug Probleme…“, entgegnete Anja, die meinem Wunsch nichts abgewinnen konnte. „Soll ich Paul vielleicht nicht doch darum bitten, dass er sich der Sache annimmt, um den Brandstifter ausfindig zu machen?“
„Nein. Die Polizei und die Feuerwehr haben nichts herausgefunden, also wird Paul auch nichts finden, was uns weiterhilft. Es gibt keinen Grund ihn damit zu belasten.“, argumentierte ich, auch wenn ich Anjas Vorschlag gegenüber dankbar war. Doch wollte ich ihr und Paul nicht noch mehr Ärger und Stress bereiten, als sie meinetwegen ohnehin schon hatten.
„Können wir es dann nicht einfach Kevin anlasten?“, fragte Anja, deren Vorschlag natürlich nicht ernst gemeint war.
„Das würde ich an eurer Stelle lieber sein lassen!“ Anja und ich drehten uns erschrocken um. Wie aus dem Nichts stand plötzlich Kevin hinter uns. Wann hat der sich an uns herangeschlichen und wieviel hat er von unserer Unterhaltung mitangehört?
„Wie lange stehst du da schon?“, fragte Anja ihn, die meinen Gedanken aussprach.
„Lange genug um zu wissen, dass ihr mir was ankreiden wollt, was ich nicht begangen habe.“, antwortete Kevin ihr, doch sein Blick haftete unentwegt auf mich. War es Wut, Hass oder Abscheu was er mir entgegenbrachte? Ich konnte seine Blicke mir gegenüber nicht genau zuordnen. „Wenn ihr schon jemanden für das Feuer verantwortlich machen wollt, dann doch bitte demjenigen, der auch wirklich dafür verantwortlich ist.“
„Und wer soll das deiner Meinung nach bitte schön sein?“, fragte Anja argwöhnisch. Ich glaubte kurz ein Lächeln in Kevins Gesicht zu erblicken. Was hatte er nur vor?

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 10 Sep 2017, 09:50

Diese Geschichte geht auf ihr Ende zu...

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2, 11 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
2, 11 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.


11. Die Entscheidung – Teil 2
Ich klopfte dreimal. „Ich bin beschäftigt!“, rief Anthony aus seinem Büro heraus, doch schenkte ich dieser Aussage keinerlei Beachtung, denn egal was er gerade zu tun gedachte, das was ich ihm zu sagen hatte, war hundertmal wichtiger. Also betrat ich ohne seine Erlaubnis dessen Büro, woraufhin ich mir einen bösen Blick einhandelte. „Was?! Ich sagte doch…, was wollt ihr?!“, fragte Anthony uns leicht sauer, als Anja und ich sein Büro betraten, um ihm eine wichtige Neuigkeit zu übermitteln.
„Tut uns Leid Anthony, aber wir müssen mit dir reden.“, entschuldigte sich Anja bei ihm, während Anthony seinen Stift ablegte, mit dem er gerade noch ein paar Dokumente ausgefüllt hatte.
„Ich hoffe es ist wichtig.“, sagte Anthony desinteressiert. „Herr Kamp verlangt von mir, dass ich…“
„Herr Kamp wird zukünftig gar nichts mehr von dir verlangen.“, warf ich schnell dazwischen.“
Anja grinste und auch ich konnte nicht anders, als ein schadenfrohes Grinsen aufzusetzen. Anthony fand dies unheimlich und beäugelte uns misstrauisch. „Was habt ihr jetzt schon wieder angestellt?“

Einige Stunden zuvor:
Die Fahrstuhltür öffnete sich und Kevin, Anja und ich betraten einen ockergelben Gang, der trostlos und leer erschien. Wir bogen nach links ab und blieben erst wieder vor einem Raum stehen, an dessen Tür ein Schild angebracht war, wo „Konferenzraum“ geschrieben stand. Bevor ich klopfte, wandte ich mich noch einmal an Kevin, der außergewöhnlich ruhig geworden war. „Und du bist dir ganz sicher?“, fragte ich bei ihm nach. „Wenn wir erst einmal drin sind, dann gibt es kein Zurück mehr. Wenn du willst, dann kannst du auch hier draußen warten. Du musst nicht dabei sein, wenn…“
„Jetzt halt schon den Mund und klopf endlich!“, befahl Kevin, der zwar innerlich mit sich zu hadern schien, aber eine Entscheidung getroffen hatte.
Justin lächelte dezent und klopfte schließlich an der Tür. Ohne zu warten, öffnete er die Tür und betrat einen großen Raum mit großen Fenstern, von wo aus für gewöhnlich die Sonne hereinschien. Nur heute war der Himmel bewölkt und so herrschte bereits im Vorfeld eine unangenehme Düsternis. Vier Männer und eine Frau saßen auf ihren bequemen Stühlen um einen runden Tisch herum und alle drehten sich zu ihnen um, als sie unerlaubterweise den Konferenzraum betraten.
„Habt ihr schon einmal was von Anklopfen gehört?!“, schimpfte Herr Kamp, Kevins Vater, mit ihnen.
„Ich hab angeklopft. Nur hab ich nicht gewartet.“, erklärte ich ihm frech.
„Also da hört sich doch alles auf. Kevin!“ Herr Kamp wandte sich nun direkt an seinen Sohn. Offenbar war er es leid, sich mit mir zu unterhalten. „Was soll dieser Aufruhr? Ihr könnt doch nicht einfach so hier herein platzen, während wir mitten in einer Besprechung sind.“
„Sorry Dad, aber ich denke du solltest dir anhören, was Justin zu sagen hat.“, erklärte Kevin seinem Vater. „Und auch die anderen verehrten Vorstandsmitglieder sollten gut zuhören.“
„Jetzt reicht es mir aber wirklich!“, schrie Herr Kamp, der sich erbost von seinem Stuhl erhob. „Ihr verlasst augenblicklich diesen Raum, sonst werde ich…“
„Sonst werden Sie WAS?!“, entgegnete ich sofort. „Uns feuern? Mit Feuer kennen sie sich ja wie mir scheint gut aus, nicht wahr Herr Kamp?“ Volltreffer! Herr Kamp wurde kreidebleich im Gesicht, also hatte Kevin uns die Wahrheit erzählt. Jetzt durfte ich nur keinen Fehler begehen. „Wer ein Spiel mit dem Feuer beginnt, muss immer mit den Konsequenzen rechnen!“
Ein anderes Vorstandsmitglied, der etwas beleibter war, stand nun ebenfalls von seinem Stuhl auf und verlangte nach einer Erklärung: „Dürften wir bitte erfahren, was das hier werden soll? Herr Kamp, wer sind die Frau und der Junge?“
„Verzeihung. Mein Name ist Anja und ich bin Tierpflegerin in dem Zoo, über dessen Zukunft sie hier gerade reden.“, stellte sich Anja bei den Vorstandsmitgliedern vor. „Das hier ist Justin, ebenfalls Tierpfleger und der Sohn von Herrn Taler, dem ehemaligen Zoo-Chefs, Kevin dürften Sie alle ja bereits kennen. Wir sind gekommen, um dafür Sorge zu tragen, dass das Eisbärengehege in unserem Zoo erhalten bleibt und die Eisbären auch weiterhin bei uns leben dürfen.“
„Wie bitte? Aber diese Entscheidung wurde doch schon längst getroffen.“, sagte die Frau aus dem Vorstand. „Außerdem denke ich nicht, dass ihr Drei in dieser Angelegenheit ein Mitspracherecht habt. Es ist schon sehr unhöflich, hier ohne Ankündigung hereinzuschneien.“
„Verzeihen Sie… nochmals.“, entschuldigte ich mich abermals. „Aber Sie alle werden gleich verstehen, warum wird diese Konferenz gesprengt haben. Doch vorher möchte ich Herrn Kamp die Gelegenheit geben, sich selber zu dem Thema zu äußern.“
„Ich wüsste nicht, wozu ich mich äußern sollte. Von meiner Seite aus ist alles geklärt.“, sagte Herr Kamp, der sich inzwischen wieder gefangen hatte und versuchte, uns aus dem Raum zu werfen. „Ihr geht jetzt besser, oder ich werde das Wachpersonal rufen, dass euch hinausführt.“
„Das könnten Sie tun, wir könnten aber auch gleich die Polizei rufen.“, meinte ich und freute mich innerlich, endlich mal am längeren Hebel zu sitzen. „Dann können Sie ihnen auch erklären, was sie am 3.August am späten Abend auf der Pferdekuppel zu suchen hatten. Ich bin mir sicher, dass interessiert die Polizei BRENNEND!“ Ein Lob an meine Wortspiele heute.
Herr Kamp´s Gesichtsfarbe verschwand wieder und seine Augen wurden groß, während sein ganzer Körper sich verkrampfte. Ich konnte spüren, wie es in seinem Innersten vor Wut loderte, doch dieses eine Mal konnte er nichts dagegen tun. Ihm waren die Hände gebunden. Nichtsdestotrotz versuchte er sich natürlich aus der Sache herauszumogeln, indem er auf Unschuldsengel spielte. „Ich hab nicht den blassesten Schimmer wovon du redest Junge. Willst du etwa behaupten, ich hätte etwas mit dem unglücklichen Brand zu tun, der in der Pferdekoppel ausgebrochen ist? Das ist doch lächerlich. Welchen Grund hätte ich dazu?“
„Oh da würden mir tausend Gründe einfallen, unter anderem einfach weil Sie ein Arsch sind.“, entgegnete ich nun wütend. Glaubte Herr Kamp wirklich, dass ihm jemand die Unschuldsnummer abkaufte? „Doch der wahre und einzige Grund dürfte wohl derer sein, dass Sie Angst hatten, ich würde ihnen ihren schönen ausgeklügelten Plan ruinieren – wieder einmal!“
„Junge… ich weiß noch immer nicht, wovon du redest und ich denke wirklich, du solltest nicht länger unsere Zeit verschwenden.“, sagte Herr Kamp, der erneut versuchte, uns rauszuwerfen, aber ich entzog mich seiner, lief ein wenig im Raum umher und versuchte möglichst ruhig zu bleiben.
„Wenn Sie mir nicht glauben wollen, dann vielleicht ihrem eigenen Sohn?!“ Der Zorn, den Herr Kamp mir signalisierte, schlug schlagartig um. Seine Augen richteten sich nun auf Kevin, der sich bisher bedeckt hielt. Ich warf Kevin einen mutigen Blick zu und hoffte, dass dieser jetzt keinen Rückzieher machte. Kevin kannte die Geheimnisse seines Vaters und es war an der Zeit, diese aufzudecken!

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 17 Sep 2017, 21:09

HAUPTROLLEN:
1- / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2- / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2- / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2, 11+12 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
2, 11+12 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.


12. Die Entscheidung – Teil 3
Die Lage war äußerst angespannt. Die Augen der Vorstandsmitglieder waren auf uns gerichtet, doch als ich Kevin ins Spiel brachte, stand plötzlich er im Mittelpunkt. Sein Vater starrte ihn mit böse funkelnden Augen an, als ob der Teufel persönlich in ihm stecken würde. Ich hoffte sehr, dass Kevin sich auf meine Seite schlug, denn wenn nicht, dann hatte ich keinerlei Beweise gegen Herr Kamp.
„Kevin, warum lässt du dich von diesem verwirrten Knaben so einlullen?“, fragte Herr Kamp seinen Sohn wütend. „Siehst du denn nicht, dass das Feuer sein Hirn verbrannt hat?“
„Oh, hier hat nur einer mein Hirn verbrannt und das waren SIE!“, schrie ich Herrn Kamp an, da ich mich einfach nicht zurückhalten konnte. Ich war so wütend! „Sie haben nämlich das Feuer in der Pferdekoppel gelegt, um mich aus dem Weg zu räumen. Sie wollten mich beseitigen, weil ich Ihnen mehrmals in die Quere gekommen bin.“
Herr Kamps Wut verflog, stattdessen legte er ein unschuldiges Gesicht auf. „Was erzählst du denn da Junge? Ich soll das Feuer gelegt haben? So ein Unsinn!“
„Das ist kein Unsinn, sondern die Wahrheit!“, rief Anja nun laut und nicht minder wütend.
Ich blickte zu Kevin, der bislang noch kein Wort zu dem Thema gesagt hatte. Bitte Kevin, flehte ich in Gedanken, lass mich jetzt nicht im Stich. Hatte Herr Kamp seinen Sohn bereits so sehr eingeschüchtert, dass dieser nun einen Rückzieher machte und nicht mehr für mich aussagen wollte?
„Ich rufe jetzt das Sicherheitspersonal. Das geht jetzt wirklich zu weit!“, meinte Herr Kamp.
Kevin machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. „Lass das sein, Vater. Sieh es ein, du bist in die Enge getrieben worden. Du hättest eben nicht so viele Fehler machen dürfen.“ Gott sei Dank! Kevin hatte endlich gesprochen und würde nun die ganze Wahrheit vor dem Vorstand auf den Tisch ausbreiten. „Dein erster Fehler war zu glauben, alle für dumm zu verkaufen und zu glauben, du kämst damit durch. Steuerhinterziehung und körperliche Hausgewalt waren zwei weitere Fehler, die du begangen hast. Dein größter Fehler jedoch war es, dich als Handlanger einer Organisation anzuschließen, nur um doppelt so viel Kohle zu kassieren.“ Ich sah den Blick in Herr Kamps Gesicht. Es war ein Mix aus Angst und Verzweiflung, während er kreidebleich wurde. „Sehr geehrte Vorstandsmitglieder…“, Kevin schien seinen Mut gefunden zu haben und wandte sich nun alle in diesem Raum, „Mein Vater, war indirekt ein Mitglied der Verbrecherorganisation Animal Welfare, von denen Sie sicherlich alle in den letzten Wochen in der Zeitung gelesen haben. Er war zwar nicht maßgeblich an deren Aktionen beteiligt, aber hat dafür gesorgt, dass sich diverse zwielichtige Organisationsmitglieder in den Zoo als Pfleger einschleusen konnten. Als Belohnung hat er dafür eine ordentliche Geldsumme kassiert, die er dann als Schwarzgeld in den Zoo geschmuggelt hat, wo er für sich weiteren Gewinn erwirtschaftet hat. Er hat also nicht nur Sie alle hier im Raum und das Finanzamt hinters Licht geführt, sondern ist auch noch heil davongekommen, als die Organisation von Justin und seinen Freunden zerschlagen wurde.“ Herr Kamp musste kräftig schlucken, während ich ihn nicht aus den Augen ließ und nichts als Abscheu für diesen Mann empfand. Das sich noch immer ein Mitglied von Animal Welfare auf freien Fuß befand, war für mich ein echter Schock. „Zwar versuchte mein Vater sich nichts anmerken zu lassen…“, fuhr Kevin indessen fort, „…aber sein Hass auf Justin war grenzenlos. Ich muss zu meinem Bedauern gestehen, dass ich davon wusste. Da ich aber auf den Respekt, den Stolz und die Zuneigung meines Vaters aus war, war ich blind der Wahrheit gegenüber – nämlich das mein Vater in allen Belangen keine Skrupel kannte und selbst vor einem Mord nicht zurückschreckte. Dabei hätte ich es eigentlich besser wissen müssen…“ Kevin umgriff seinen Körper mit seinen Händen und zitterte leicht. Meine Wut verrauchte und ich empfand Mitleid für Kevin, der wie ich unter seinem Vater leiden musste. „Wie dem auch sei…“, sagte Kevin, ohne auf seine eigenen Schmerzen näher einzugehen. „Als ich meinem Vater aus Treue ihm gegenüber erzählte, dass Justin versuchte, seine Pläne bezüglich des Eisbärengeheges zu stoppen, da hatte er den Entschluss gefasst, das Hindernis „Justin“ ein für alle Mal loszuwerden. Mein Vater hat in jener Nacht, am 3.August das Feuer in der Pferdekoppel gelegt, mit dem Wissen, dass sich Justin Taler darin befand. Er wollte ihn umbringen, auch aus Sorge, Justin würde irgendwann hinter seine Beteiligung bei Animal Welfare kommen.“ Kevin hatte zu Ende erzählt und in den Gesichtern der Vorstandsmitglieder konnte ich blankes Entsetzen erkennen. Sie waren nicht minder erschüttert, wie ich, als Kevin mir vor wenigen Stunden die ganze Wahrheit erzählte. „Ich weiß, dass ist alles schwer zu begreifen, aber wenn Sie Beweise wollen, dann lade ich Sie alle herzlich zu uns nach Hause ein. Dort liegen genug Beweise herum, über das Schwarzgeld und seine Beteiligung an der Organisation.“
Herr Kamp war ganz still geworden. Zwar konnte ich noch immer die Wut in seinen Augen sehen, die inzwischen nicht nur mir, sondern auch seinem Sohn galt, aber auch Angst und die Erkenntnis, alles verloren zu haben, was er sich in den letzten Jahren aufgebaut hatte.

Einige Stunden später:
„Danach haben die übrigen Vorstandsmitglieder Herr Kamp mit sofortiger Wirkung aus dem Vorstand geworfen. Der trifft hier keine Entscheidungen mehr!“, erklärte ich Anthony zufrieden.
„Ich hatte bereits zuvor die Polizei verständigt.“, erklärte Anja weiter. „Kevin gab seine Geschichte auch ihnen noch einmal zu Protokoll. Daraufhin folgte eine Hausdurchsuchung und alle Beweise die gegen Herr Kamp sprachen, wurden sichergestellt. Damit sind wir diesen Mann endlich los!“
„Unfassbar…UNFASSBAR!“ Anthony war sprachlos, aber auch er schien froh zu sein. Über das Ausscheiden von Herr Kamp aus dem Vorstand war sicherlich keiner unglücklich. „Und wie geht es nun weiter? Ich meine bezüglich des Eisbärengeheges.“
„Nun die Entscheidung steht zwar noch aus, dürfte aber zu Gunsten der Eisbären ausfallen.“, antwortete ich Anthony glücklich. „Bis auf Herr Kamp hatten sich nämlich alle Vorstandsmitglieder gegen den Abriss des Eisbärengeheges ausgesprochen. Unglaublich was dieser Mann für eine Macht im Vorstand hatte, wenn er vier andere Vorstandsmitglieder überstimmen konnte.“
„Na wenn das mal kein Grund zum Feiern ist. Ich lade das gesamte Zoopersonal heute Abend zum Barbecue ein!“, rief Anthony freudig. „Eine Frage hätte ich allerdings noch: Was ist mit Kevin?“
Anja und ich tauschten kurze Blicke miteinander aus, aber schwiegen beide zu dem Thema. Anthony schien das egal zu sein. Wir waren Herr Kamp los und das wollte er feiern. Doch wenn ich an Kevin dachte, wurde ich doch ein wenig wehmütig. Der Sieg hatte doch seinen Preis.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 24 Sep 2017, 19:24

HAUPTROLLEN:
1-13 / Justin Taler: Er kann mit Tieren kommunizieren. Sein Vater war der Chef des örtlichen Zoos, macht aktuell aber einen Alkoholentzug. Seine Mutter verstarb bei einem Unfall im Zoo. Er war mit Bobby zusammen.
2-13 / Anja Schmied: Arbeitet im Zoo und versteht sich gut mit Justin, da sie früher sein Kindermädchen war. Sie ist mit Paul verheiratet.
2-13 / Kevin Kamp: Sohn des Zoo-Obervorstands. Justin glaubt, er könnte schwul sein und benutzt ihn deshalb, um seinen Vater zu zwingen, das Eisbärengehege nicht zu entfernen.

NEBENROLLEN:
2, 11+12 / Herr Kamp: Obervorstand des Zoo-Aufsichtsrates; Vater von Kevin.
7-9 / Herr Taler: Vater von Justin; Verlor seine Frau bei einem Unfall im Zoo. Zurzeit macht er einen Alkoholentzug, um später wieder für seinen Sohn da zu sein.
3+4 / Paul Schmied: Ist der Ehemann von Anja und beruflich ein Detektiv.
2, 11-13 / Anthony Hasselraub: Zoodirektor; seitdem er angeschossen wurde, sitzt er im Rollstuhl.
2, 13 / Dr. Feldmann: Tierarzt vom Zoo.
1, 7-9, 13 / Robert „Bobby“ Forster: Hat soeben die Schule beendet und studiert nun „Naturschutz“. Er trennte sich von Justin und kam später mit seinem besten Freund Tobias zusammen.


13. Neun Monate später…
„Also wirklich Hans…, können du und deine Freunde nicht auch eine Toilette wie wir Menschen benutzen?“, fragte ich meinen Eisbärenfreund mit genervten, aber auch lächelndem Gesichtsausdruck, während ich deren Kot mit einem Rechen zusammenglaubte.
„Klar doch, stell einfach eine dieser hässlichen Kloschüsseln in meinen Vorgarten und bring mir Toilettenpapier.“, scherzte Hans, während er auf seiner Spielwiese faulenzte. „Dann haben die Leute wenigstens was zum Gucken…, aber wenn sie lachen, fresse ich sie auf!“
Ich schüttelte grinsend den Kopf. Eine Unterhaltung mit Hans war immer lustig, wenngleich ich auch immer den Kürzeren zog. Zum Glück war der Winter jetzt vorbei, wobei Hans diese Jahreszeit natürlich bevorzugte. Auch ich erinnere mich gerne an die Wintermonate zurück, wenn Schnee vom Himmel herab fiel und das Thermometer Minusgrade anzeigte. Dann ging ich am liebsten zu Hans, um mich in sein weiches, weißes Fell einzukuscheln. Nur gut, dass an mir nicht so viel dran war. Laut Hans, eignete ich mich gerade mal als Zahnstocher. Unverschämtheit!
Nun war es Ende April und die Natur blühte wieder auf und die Vögel kehrten aus dem Süden zurück. Auch die ersten Familien und Schulgruppen besuchten den Zoo. Doch ein Rückkehrer zog ganz besonders seine Aufmerksamkeit auf mich. „Hallo Justin.“ Es war Kevin!
„Hey Kevin, wow, wir haben uns ja eine Ewigkeit nicht mehr gesehen…“, stellte ich fest, während ich das Gehege der Eisbären verließ, meinen Rechen zur Seite legte und die Arbeiterhandschuhe auszog.
„Naja, acht Monate oder so. Wohne jetzt in Berlin, in einer WG mit zwei anderen Jungs. Sind ganz okay, auch wenn es nicht immer einfach ist.“, erzählte Kevin mir. „Und wie ist es dir so ergangen?“
„Hm…, bei mir ist eigentlich alles beim Alten, wie du siehst. Naja fast…, mein Vater hat seinen Entzug erfolgreich beendet und ist wieder nach Hause zurückgekehrt. In die alte Wohnung konnte er zwar nicht mehr, aber er hat eine neue Wohnung am Stadtrand gefunden. Ihm wurde sogar ein Platz im Vorstand angeboten, den er aber dankend abgelehnt hat. Sobald die Wohnung fertig eingerichtet ist, werde ich wohl zu ihm ziehen. Wir verstehen uns jetzt viel besser als früher…!“
„Hm, das ist schön…“, sagte Kevin, der zugleich melancholisch wurde.
„Hast du mal was von deinem Vater gehört?“, fragte ich, obwohl ich nicht das geringste Interesse daran verspürte, zu wissen, wie es Herr Kamp ging. Aber ich konnte es in Kevins Gesicht ablesen, dass er über die Ereignisse von damals noch nicht hinweg war und vermutlich würde es auch noch viel Zeit benötigen, bis er ein normales und sorgenfreies Leben führen konnte. Der erste Schritt war jedoch schon getan.
„Mein Vater versauert im Gefängnis, aber ehrlich gesagt, verspür ich kein Mitleid.“, gab Kevin ehrlich zu. „Was er sich alles geleistet hat…, er hat es verdient, dass man ihn eingebuchtet hat. Ich hab ihn einmal besucht. Ein paar Tage nachdem er ins Gefängnis gekommen ist, aber er war nur darauf aus mich mit verschiedenen Schimpfwörtern zu beleidigen und hat mir die Pest an den Hals gewünscht. Daraufhin hab ich zu ihm gesagt, dass er mich mal kann und mich für immer von ihm verabschiedet.“ Kevin hielt einen kurzen Moment inne, während ich tröstend meine rechte Hand auf dessen linken Arm legte. „All die Jahre hab ich gehofft, mein Vater würde sich ändern. Doch diese Hoffnung war trügerisch, denn mein Vater ist ganz anders als deiner. Dein Vater war krank, als er dich geschlagen hat. Meiner hingegen war einfach nur boshaft und gemein, wenn er mir Prügel verabreichte.“
„Das tut mir ehrlich Leid für dich.“, erwiderte ich mitfühlend.
Kevin lächelte traurig und winkte ab. „Ach, schon in Ordnung. Die Zeit heilt alle Wunden, oder nicht? Ich komm schon darüber hinweg. Ich lass mir von dem Mann doch nicht mein ganzes Leben ruinieren. Jetzt lass uns mal nicht zu viel über unsere alten Herren reden. Der eigentliche Grund warum ich hier bin ist, weil ich mich noch gar nicht richtig bei dir für damals bedankt habe.“
„Bedankt?“ Ich war verwirrt. „Ich hab dich skrupellos ausgenutzt, um deinen Vater zu erpressen. Jetzt sag mir bitte nicht, dass du dich für den Kuss von damals bedanken möchtest…!“
„Doch… irgendwie schon…, durch dich hab ich herausgefunden, wer ich wirklich bin.“, antwortete Kevin mir mit großen Augen. Ich konnte es nicht fassen. War Kevin jetzt tatsächlich schwul geworden?! Plötzlich breitete sich ein Grinsen in Kevins Gesicht aus. „Ha angeschmiert! Nein, ich bevorzuge auch weiterhin das weibliche Geschlecht. Sorry Kumpel!“
„Haha…, du Scherzkeks…“, entgegnete ich leicht derangiert.
„Ich wollte mich bei dir bedanken, weil ich ohne deine Hilfe niemals den Mut gehabt hätte, mich gegen meinen Vater zu stellen. Ohne dich, würde ich noch heute mit ihm zusammenwohnen und unter seiner Herrschaft leiden. Ich weiß, das klingt jetzt etwas theatralisch, aber es entspricht leider der Wahrheit. Nur dank dir, geht es mir heute tausendmal besser, also danke!“
Kevins Worte machten mich verlegen und ich kam nicht umhin, leicht rot zu werden. Zum Glück tauchte just in diesem Augenblick Anja auf, die Kevins Dankesrede unterbrach und uns eine freudige Mitteilung machte: „Justin, es ist soweit! Sheila. Sie, bekommt gerade ihr Baby!“
„Was?!“ Die Freude war mir ins Gesicht geschrieben. Anja rannte los und ich folgte ihr auf direktem Wege. Kevin blieb jedoch zurück, also blieb ich auch noch einmal kurz stehen. „Was ist? Wartest du auf eine Extraeinladung? Du darfst erstmalig bei der Geburt eines Affenbabys dabei sein.“ Kevin lächelte, rannte los und gemeinsam folgten wir Anja zur Tierarztpraxis von Dr. Feldmann.

Es waren ein paar aufregende, aber auch wundersame und schöne Minuten, in denen wir Zeuge dieser Geburt wurden. Auch Anthony war gekommen, um dem freudigen Ereignis beizuwohnen. Das kleine Affenbaby sah wirklich zuckersüß aus und zauberte uns allen ein Lächeln ins Gesicht. Dr. Feldmann kümmerte sich liebevoll um die Mutter und deren Neugeborenes. „Das Kind und die Mutter sind wohlauf. Jetzt heißt es abwarten, aber ich bin da recht zuversichtlich.“
„Kümmern Sie sich bitte gut um die Beiden.“, meinte Anthony.
„Das sind wirklich fabelhafte Neuigkeiten! Das muss ich gleich Paul mitteilen.“, sagte Anja, die zu ihrem Handy griff und ihren Mann anrief, nachdem sie den Kreißsaal verließ.
„Schön, nicht wahr?“, fragte ich Kevin, der seinen Blick von dem Affenbaby gar nicht mehr abwenden konnte. In seinen Augen konnte ich ein Leuchten erkennen.
„Wunderschön.“, antwortete Kevin lediglich, aber sanft lächelnd.
„Anthony, darf Kevin dem Kleinen einen Namen geben?“, fragte ich den Zoo-Chef.
Anthony blickte kurz zu Kevin, dann zu Dr. Feldmann, der damit einverstanden war, und nickte anschließend selber. „Ich? Aber woher soll ich denn einen passenden Namen finden?“, fragte Kevin überrascht.
„Lass dir Zeit und denk in Ruhe nach. Es hat keine Eile.“, gab ich ihm den Tipp, während ich dem Affenbaby über die winzige Brust streichelte.
„Hm…“ Kevin dachte tatsächlich fieberhaft nach. In der Zwischenzeit kehrte auch Anja wieder zurück, die Paul von der Geburt Bericht erstattet hatte. Nach etwa fünf Minuten glaubte Kevin einen passenden Namen für den Kleinen gefunden zu haben. „Ich werde ihn Tayo nennen.“
„Tayo? Klingt schön, was bedeutet er?“, fragte Anja ihn interessiert.“
Kevin lächelte. „Tayo bedeutet übersetzt „geboren zum glücklich sein“.“
„Ja…, das ist der richtige Name.“, sagte ich und lächelte nun ebenfalls. „Der glückliche Tayo!“

Die Sonne ging im Westen langsam unter und der Zoo schloss für diesen Tag seine Pforten. Es war ein sehr schöner Frühlingstag, doch um ihn noch schöner zu machen, musste ich einen Anruf machen. Ich hatte schon lange mit dem Gedanken gespielt, jene Person anzurufen. Sicherlich war es ein wenig komisch, mich nun bei ihm zu melden, aber ich wollte ihm einfach sagen, was ich in der letzten Zeit alles erlebt hatte und wie ich mich inzwischen fühlte. Denn ich musste nicht lange darüber grübeln, um herauszufinden, welche Stimme ich in meinem Kopf gehörte hatte, als mich das Feuer in der Pferdekoppel eingeschlossen hatte. Da es nicht mein Vater war, konnte es sich nur um eine einzige Person dabei handeln. Zwar hatten wir uns getrennt, aber im Herzen waren wir noch immer vereint. Sollte ich ihm das genau so sagen? Hm… überleg ich mir noch. Jedenfalls wollte ich ihm sagen, dass ich glücklich bin und dass er sich um mich keine Sorgen zu machen braucht. Ich suchte also den Kontakt in mein Handy und stellte die Verbindung her. Es dauerte nur wenige Sekunden und die gewünschte Person nahm ab. „Hallo? Justin bist du das? Ist alles in Ordnung bei dir?“
„Hey Bobby…“, sagte ich glücklich und blickte dem Sonnenuntergang entgegen. „Ja, bei mir ist alles in Ordnung. In bester Ordnung sogar! Es gibt da ein paar Dinge, die wollte ich dir unbedingt sagen…“

ENDE!


Diese Geschichte ist nun zu Ende. Normalerweise hatte ich noch ein paar kleinere Geschichten für euch auf Lager, aber da das Interesse hier nur sehr gering war, schließe ich die Akte nun und widme mich wieder voll und ganz "Queer durchs Leben". Danke an diejenigen, die diese Geschichte mitverfolgt haben! :flag:
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ritteruni » 24 Sep 2017, 23:15

Ah ein tolles Ende

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 25 Sep 2017, 20:00

Mehr gibt es dazu wohl nicht zu sagen, haha, danke ritteruni :D
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ritteruni » 25 Sep 2017, 21:01

Gerne ich habe mich auch gewundert über diese wenige Rückmeldungen.

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 24 Okt 2017, 17:42

Hi Sky,

sorry, dass ich mich jetzt erst zurück melde, Schande über mich. Es lag jedenfalls nicht daran, dass mich Deine Geschichten nicht interessieren würden, Oh nein, ganz bestimmt nicht! Aber Du weißt, dass ich, sobald ich wieder aus der Versenkung auftauche, Deinen Stories Tribut zolle ^^

So auch hier: Dadurch, dass ich zwei Monate ausgesetzt habe, konnte ich jetzt den Rest der Story in einem Rutsch lesen, ist ja auch von Vorteil :-P (besonders, da es ganz schön „heiß“ herging).

Skystar hat geschrieben:Nicht das es noch heißt, in meinen Geschichten würde es nur Jungs und Männer geben, die schwul sind.

Also zumindest gerade bei „Kunst der Magie“ war das schon verdammt auffallend. Aber dazu komme ich noch, wenn ich meine Rezension vom Schattenphönix fertig habe (irgendwann mal, Du kennst mich ja ;-) ).

Oh, übrigens passt der Begriff Rückblenden schon ganz gut, denn im Idealfall erzeugt ja das geschriebene Wort Bilder im Kopf des Lesers, nicht wahr? Für meinen Geschmack bekommst Du das sehr gut hin, bei mir läuft IMMER ein Film mit klaren Bildern ab, wenn ich Deine Geschichten lese (Iroc z. Bsp. bekommt das RICHTIG gut hin, da er sehr viel Details beschreibt - dann wird nur halt auch die Story entsprechend länger).


Zu den restlichen Teilen:
Die Rückblenden-Episoden haben mir sehr gut gefallen. Ich war sofort wieder im Tierflüsterer drinnen und finde es nachwievor unglaublich schade, dass Bobby nicht mit Justin zusammen geblieben ist (JUSTIN! Ich hätte mich immer für Justin entschieden). Also insofern sind die Rückblenden schon wieder ganz schön gemein gewesen, da sie gleich wieder alte Wunden aufgerissen haben :-P
Justins Erinnerung hat geschrieben:Du bist der einzige Junge den ich liebe und immer lieben werde!

Dass er dann im Angesicht des Todes auch nur an Bobby denken kann, macht die Sache (für mich) wieder nur tragischer.

Aber ansonsten waren das alles sehr passende Szenen, die Justins doch sehr dramatische Vergangenheit noch einmal schön verdeutlicht haben (auch wenn ich die sehr detailreiche Wiedergabe des feurigen Finales in Vinces Villa jetzt fast etwas übertrieben gezwungen empfunden habe; aber es hat wohl als Einstimmung auf die Feuerhölle gelten sollen, die darauf gefolgt ist).

Ich habe mich sehr gefreut, dass Justin von selbst auf den Trichter gekommen ist, dass sein eingeschlagener Weg mit Kevin falsch ist. Justin ist eben nicht ohne Grund mein Lieblingscharakter im Mystic Love Universum (zumindest bisher, ich bin ja noch nicht beim Schattenphönix durch).

Die Sache rund ums Feuer war natürlich sehr spannend und hat die Parallelen zum Feuer, welches er erst wenige Wochen vorher erlebt hat, gut vorgebracht. Daher hätte auch wirklich dieser Passus zur Einstimmung gereicht:
Justin hat geschrieben:Erinnerungen an das Feuer in Vince` Villa kamen in mir hoch.

Dass Kevin das Feuer gelegt haben sollte, kam mir allerdings nicht ein einziges Mal in den Sinn, das konnte ich mir einfach nicht vorstellen und ich bin froh, dass ich ihn da richtig eingeschätzt habe. Es sind eben doch nicht alle Kevins und Justins dieser Welt Idioten (gib es zu, das war doch pure Absicht, dass die tragenden Charaktere dieser Geschichte genau diese beiden Namen erhalten haben, oder? :-) )

Justins ausweglose Gemütslage nach Verkünden der Schließung des Eisbärengeheges war auch sehr schön dargestellt. Im Zusammenspiel mit Anja gelingt Dir das Schreiben von Justin aber sowieso immer hervorragend. Seine Verzweiflung kam jedenfalls gut rüber und war sehr glaubhaft dargestellt.
Die Auflösung dieser „ausweglosen“ Situation hat mir dann übrigens richtig gut gefallen. So dieses Schema mit einer Szene, der dann eine Szene folgt, die einige Zeit zuvor geschehen ist und die aktuelle Szene einleitet, finde ich immer wieder toll. Das hast Du super hingekriegt (bis auf das eine Mal, wo Du wieder von der Ich-Erzählung in die Sichtweise der 3. Person gewechselt bist). Das coole Zusammenspiel von Kevin und Justin war genau das: cool. Die zwei haben von Dir eine wunderbare Chemie zugeschrieben bekommen.

Btw.:
der Autor in Vertretung durch Justin hat geschrieben:Ein Lob an meine Wortspiele heute.

Du warst offenbar Feuer und Flamme bei dem Kapitel. Oder mit Feuereifer dabei? Auf jeden Fall waren die Gemüter im Vorstandsraum ganz schön erhitzt und die Auflösung sehr spannend geschrieben. Richtig cool war aber die Enthüllung, wie die Animal Walfare Bande überhaupt in den Zoo gekommen ist, da hab ich nicht schlecht gestaunt *Holy Plottwist*
Da schließt sich der Kreis und es fühlt sich richtig so an!

durch dich hab ich herausgefunden, wer ich wirklich bin.“, antwortete Kevin mir mit großen Augen. Ich konnte es nicht fassen. War Kevin jetzt tatsächlich schwul geworden?! Plötzlich breitete sich ein Grinsen in Kevins Gesicht aus. „Ha angeschmiert! Nein, ich bevorzuge auch weiterhin das weibliche Geschlecht. Sorry Kumpel!“
„Haha…, du Scherzkeks…“, entgegnete ich leicht derangiert.

Ich muss ja gestehen, da hättest Du mich beinahe gehabt. War schon so am denken „Hä, macht er es jetzt doch?“ Ich meine, klar für Justin wäre da evtl. sogar was draus geworden, aber so wie Du es jetzt klar gestellt hast, gefällt es mir irgendwie besser.

Oh, und ein neues Wort habe ich auch noch gelernt: derangiert musste ich tatsächlich erstmal googlen.

Ein wunderschöner Schluss der Geschichte und eine sehr liebe Geste von Justin, dass er Kevin den Vortritt bei der Namenswahl gegeben hat. Richtig perfekt fand ich den Schluss eigentlich, als Justin Bobby angerufen hat und sich herausstellte, dass es Bobbys Stimme war, die Justin im Feuer gehört hatte *Holy Plottwist 2.0* Sag schon, hat meine Hoffnung auf das Pairing Justin/Bobby (Bostin? Jubby?) doch noch irgendwann seine Berechtigung? Aber wahrscheinlich ist das echt nur Wunschdenken, denn mit Tobias hatte Bobby ja auch ein gutes Los gezogen. Na ja, wer weiß, eines Tages vielleicht…


Schade, schon ist es wieder vorbei. Aber Justin nochmal so in Aktion erlebt zu haben, war für mich traumhaft. Er hat es wirklich mehr als verdient, ein eigenes Spin-Off zu bekommen und ich bin mit dem Ergebnis richtig zufrieden. Vielen lieben Dank für das schöne Erlebnis!!!

Willst Du es Dir nicht doch noch überlegen, noch mehr aus den „geheimen Akten“ zu bringen? Ich bin bestimmt nicht der Einzige, der sich darüber freuen würde, auch wenn hier in letzter Zeit starke Funkstille herrscht.


Liebe Grüße und bis zur nächsten Geschichte,
Arokh


P.S.: Achso, war da nun eigentlich was dran, an meiner Vermutung, Kevin hätte auch irgendeine Gabe oder ist es einfach die Parallele zwischen ihren Vätern, die die tolle Chemie zwischen den zwei Jungs erzeugt? Ich würde mal eher auf Letzteres tippen, sonst hättest Du bestimmt was in der Richtung geschrieben, oder?

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 26 Okt 2017, 18:38

Omg, ArokhsSohn is back und hinterlässt mir (natürlich) zugleich wieder einen Aufsatz. Freut mich aber natürlich und mal schauen was ich bezüglich deiner Fragen und Anmerkungen tun kann.

Zunächst mal...
ArokhsSohn hat geschrieben:sorry, dass ich mich jetzt erst zurück melde, Schande über mich. Es lag jedenfalls nicht daran, dass mich Deine Geschichten nicht interessieren würden, Oh nein, ganz bestimmt nicht! Aber Du weißt, dass ich, sobald ich wieder aus der Versenkung auftauche, Deinen Stories Tribut zolle ^^

Ja weiß ich und ich nehme es dir nie krumm, wenn du mal nicht kommentierst. Dafür sind deine Kommentare immer besonders lang, wenn du wieder aus der Versenkung auftauchst.

So und jetzt zu...
ArokhsSohn hat geschrieben:Also zumindest gerade bei „Kunst der Magie“ war das schon verdammt auffallend. Aber dazu komme ich noch, wenn ich meine Rezension vom Schattenphönix fertig habe (irgendwann mal, Du kennst mich ja).

Wie weit bist du denn inzwischen beim Schattenphönix, oder hast du da noch gar nicht angefangen? Ich bin ja echt gespannt auf diese Rezension... die vermutlich 100 Seiten lang ist und für die ich einen Monat zum lesen brauche... :lol:

ArokhsSohn hat geschrieben:...und finde es nachwievor unglaublich schade, dass Bobby nicht mit Justin zusammen geblieben ist (JUSTIN! Ich hätte mich immer für Justin entschieden)

Ich liebe Justin auch, sehr sogar, aber damals kam es mir richtig vor Bobby mit Tobias zusammenkommen zu lassen. Auch heute denke ich noch, dass das die richtige Entscheidung war. Ich stehe natürlich dazu! Mein Bauchgefühl hat mir damals gesagt, dass das so richtig sei, bzw. hab ich das Ende damals ja mehr oder weniger offen gelassen und erst bei "Die Kunst der Magie" aufgelöst, aber die Entscheidung traf ich bereits vorher.

ArokhsSohn hat geschrieben:Es sind eben doch nicht alle Kevins und Justins dieser Welt Idioten (gib es zu, das war doch pure Absicht, dass die tragenden Charaktere dieser Geschichte genau diese beiden Namen erhalten haben, oder?)

Den Namen Kevin hab ich wirklich gewählt, weil er so unbeliebt ist (angeblich), aber den Namen Justin mag ich ehrlich gesagt sehr gerne (und nein, ich bin kein Justin Bieber-Fan. Justin Timberlake höre ich auch nur bedingt. Mit den beiden hat das also nichts zu tun!).

ArokhsSohn hat geschrieben:Die Auflösung dieser „ausweglosen“ Situation hat mir dann übrigens richtig gut gefallen. So dieses Schema mit einer Szene, der dann eine Szene folgt, die einige Zeit zuvor geschehen ist und die aktuelle Szene einleitet, finde ich immer wieder toll. Das hast Du super hingekriegt (bis auf das eine Mal, wo Du wieder von der Ich-Erzählung in die Sichtweise der 3. Person gewechselt bist). Das coole Zusammenspiel von Kevin und Justin war genau das: cool. Die zwei haben von Dir eine wunderbare Chemie zugeschrieben bekommen.

Freut mich SEHR, dass mir das anscheinend so gut gelungen ist. Ganz leicht zu schreiben, war dieses Kapitel nämlich nicht, auch wenn es schon Kapitel (in anderen Geschichten) gab, für die ich deutlich mehr Zeit investieren musste. Vielleicht kennst du das von deiner eigenen Geschichte. Manchmal geht es flüssig von der Hand und manchmal denkst du dir... ne, das geht nicht, dass muss ich anders schreiben, nein das muss da hin und nein, dieser Charakter muss auch noch erwähnt werden, usw. :D

Kommen wir nun zu meinen *Plot-Twists*
ArokhsSohn hat geschrieben:Richtig cool war aber die Enthüllung, wie die Animal Walfare Bande überhaupt in den Zoo gekommen ist, da hab ich nicht schlecht gestaunt *Holy Plottwist*
Da schließt sich der Kreis und es fühlt sich richtig so an!

Schlag mich meinetwegen, aber die Idee hatte ich nicht von Anfang an. *Mich selbst hau* Wann ich darauf gekommen bin, es so zu machen, weiß ich nicht mehr genau, denn die Grundidee war eigentlich, dass nicht Kevin, sondern sein Vater homosexuell sei!!! Abstrus? Deswegen hab ich das am Ende auch nicht gemacht, weil die Idee bescheuert war! Da Herr Kamp mit den Finanzen vom Zoo zu tun hatte, kam mir dann aber die Idee mit Animal Welfare *mich nochmal hau*, was wie du schon selber sagtest, den Kreis wirklich perfekt schließt und sogar Sinn ergab (Viel besser als meine erste Idee *Mich dreifach hau*!)

ArokhsSohn hat geschrieben:Oh, und ein neues Wort habe ich auch noch gelernt: derangiert musste ich tatsächlich erstmal googlen.

Man lernt nie aus... :P

ArokhsSohn hat geschrieben:Richtig perfekt fand ich den Schluss eigentlich, als Justin Bobby angerufen hat und sich herausstellte, dass es Bobbys Stimme war, die Justin im Feuer gehört hatte *Holy Plottwist 2.0* Sag schon, hat meine Hoffnung auf das Pairing Justin/Bobby (Bostin? Jubby?) doch noch irgendwann seine Berechtigung? Aber wahrscheinlich ist das echt nur Wunschdenken, denn mit Tobias hatte Bobby ja auch ein gutes Los gezogen. Na ja, wer weiß, eines Tages vielleicht…

1. Bobby und Justin - vergiss es! Die Beiden werden nie wieder zusammenkommen. Lies das Ende von "Der Schattenphönix" und du wirst es verstehen.
2. War das wirklich eine so große Überraschung, dass Justin Bobbys Stimme vernommen hat? Nachdem es nicht sein Vater war, gab es schließlich nicht mehr allzu viele möglichen Personen, die dafür in Frage kämen. Außer Bobby vielleicht noch Anja, Kevin oder Justin´s Mutter. Bobby war da aber am naheliegendsten. Man darf wirklich nicht vergessen, dass nur wenige Wochen nach "Der Tierflüsterer" vergangen sind und Justins Gefühle für Bobby da noch sehr stark waren. Im Angesichts des Todes denkt man dann zumeist an Menschen, die einem im Leben am wichtigsten waren und in Justins Fall dürfte das zu dem Zeitpunkt Bobby gewesen sein.

ArokhsSohn hat geschrieben:Willst Du es Dir nicht doch noch überlegen, noch mehr aus den „geheimen Akten“ zu bringen?

3. Ich wollte ja noch mehr geheime Geschichten schreiben, eine davon hätte von Bobby und Tobias in der Zukunft gehandelt, aber ob es dazu noch kommen wird, weiß ich nicht. Zunächst werde ich mich "Queer durchs Leben" widmen und dann steht ja noch der Abschluss der Weihnachtsgeschichte bevor!

ArokhsSohn hat geschrieben:P.S.: Achso, war da nun eigentlich was dran, an meiner Vermutung, Kevin hätte auch irgendeine Gabe oder ist es einfach die Parallele zwischen ihren Vätern, die die tolle Chemie zwischen den zwei Jungs erzeugt? Ich würde mal eher auf Letzteres tippen, sonst hättest Du bestimmt was in der Richtung geschrieben, oder?

Kevin hatte keine Gabe. Ich hab das damals etwas überdramatisiert, um den Eindruck zu erwecken, Kevin sei auch schwul. In Wirklichkeit hat Kevin sich nur mit Justin verbunden gefühlt, weil er gehört hatte, dass dessen Vater ihn ebenfalls einmal schlug.

So ich glaube das war´s...!^^
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon ArokhsSohn » 26 Okt 2017, 20:58

Hey Sky,

schön, wenn ich Dir eine Freude machen konnte ^^
Umso schöner, dass Du Dir die Zeit für eine so ausführliche Antwort genommen hast.

Beim Schattenphönix bin ich noch nicht. Ich bin aktuell noch mitten in "Aura", welches ich aber bis jetzt schon deutlich besser, als "Kunst der Magie" finde. Ich weiß, da gab es durchaus andere Meinungen...
Oh, 100 Seiten wird die Rezension nicht lang, da werd ich ja nie fertig :lol: Bis jetzt sind es, glaube ich, grade mal 3 Seiten (schreib ja laufend mit, aber nur das für mich Prägnanteste). Wenn es umfangreicher hätte ausfallen sollen, hätte ich mich früher beeilen sollen, als die Teile noch liefen. Ich hoffe, ich komme noch rechtzeitig zum Finale von "Queer durchs Leben" zum Zug (Die Storie(s) sind richtig toll geworden!)

ein Masochist hat geschrieben:Schlag mich meinetwegen (gleich 3x!?)

Aber nicht doch... die vielen blauen Flecke... sieht doch nicht schön aus ;-)
Das geht mir manchmal auch so, dass spontan eine Idee kommt, die sich im nachhinein super ins Story-Gefüge einfügt - ist doch toll, sowas :good:

Skystar hat geschrieben:Bobby und Justin - vergiss es!

:( Schade, na hätt ja sein können. Okay, jetzt bin ich übelst gespannt auf Schattenphönix. Mist, wäre ich doch nur Flash, da hätte ich alles im Nu durch... Andererseits wär's ja dann auch viel zu schnell vorbei... Ach, immer dieser Zwiespalt.

Zu 2.: Ich hatte ja erst vermutet, dass es die Stimme von Justins Mutter war ^^

Zu 3.: Eine Geschichte mit Bobby und Tobias in der Zukunft? JAAAA, BITTTEEEE!!!! Mach bitte! Bitte, bitte, bitte, bitte!
Und auf die Weihnachtsgeschichte freu ich mich besonders! ENDLICH geht es bald weiter...

LG, Arokh

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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 28 Okt 2017, 20:06

Hey Arokh

"Aura - Licht und Schatten" gehört auch zu meinen Lieblingsgeschichten... hm... ach all meine Geschichten gefallen mir. Dilemma! :lol: Wobei "Aura - Licht und Schatten" schon etwas Besonderes war, da Nicks Humor einzigartig war/ist.

ArokhsSohn hat geschrieben:Zu 3.: Eine Geschichte mit Bobby und Tobias in der Zukunft? JAAAA, BITTTEEEE!!!! Mach bitte! Bitte, bitte, bitte, bitte!
Und auf die Weihnachtsgeschichte freu ich mich besonders! ENDLICH geht es bald weiter...

Die Geschichte um Bobby und Tobias kommt vielleicht irgendwann..., aber nicht in naher Zukunft. Ich würde diese Geschichte gerne erzählen, weil ich tolle Einfälle dafür habe, aber momentan stehen andere Geschichten auf meiner To-Do-Liste.

Und ja, ENDLICH geht es in der Weihnachtsgeschichte weiter, doch auch hier wird es der letzte Teil sein!

Gruß
Himmelsstern
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Max221B » 13 Dez 2017, 01:39

Oh man das war so schön was von Justin zu hören... ehm lesen. Ich war seit puh... Über nem halben Jahr nicht mehr auf Boypoint. Hab ich ja bei deiner Weihnachtsgeschichte schon geschrieben. Hab totale Flashbacks an all deine Geschichten. Ich würde mich echt mega freuen wenn du noch ein bisschen hier weiter schreibst. Da steckt soviel Erinnerung und Emotion drinne, in deinen Geschichten und meinen Erinnerungen.

Ich glaube ein Grund, dass hier fast nichts an Rückmeldungen kam liegt daran, dass viele frühere Leser nicht mehr aktiv auf Boypoint sind. Wie ich auch lange Zeit. Sonst würdest du sicher mehr Rückmeldungen bekommen.
Deine Geschichten erinnern mich immer wieder an schöne Zeiten, voll krass.
Ich weiß nicht, wenn du keine weiteren Extras zur Mystic Love Reihe mehr schreibst oder veröffentlichst, dann werde ich wohl alle alten Geschichten von dir durchlesen müssen. Aber vielleicht nachm Abi, sonst kann ich mich gar nicht konzentrieren. :D

Ein Herzchen ❤ und gute Nacht!
LG Max
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

Beitragvon Skystar » 13 Dez 2017, 18:56

Heeey Max221B :)
Für dich war es schön, was von Justin zu lesen und für mich ist es schön, was von dir zu lesen :D
Ja, leider sind einige meiner treuen Leser von früher nicht mehr da. Umso schöner, wenn sie wie du wieder hier auftauchen und gelegentlich vielleicht einen Kommentar hinterlassen.
Aktuell ich keine Fortsetzung dieser Geschichte hier geplant, aber das hat bei mir nichts zu heißen. Ich hab nur schon ein paar Projekte, die ich 2018 angehen möchte und "Mystic Love" gehört da aktuell nicht dazu. Wenn du mehr erfahren möchtest, dann guck mal in meinem Forum hier vorbei. Dort gebe ich demnächst bekannt, was ich für 2018 so angedacht habe :wink:

Ansonsten bleibt mir nur noch eines zu sagen: Danke, viel Glück beim Abi und Frohe Weihnachten schon einmal! :flag:
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Re: Mystic Love - Die geheimen Akten

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