Hüter der Träume 1 - Der Kampf beginnt

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AlexanderFox
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Hüter der Träume 1 - Der Kampf beginnt

Beitragvon AlexanderFox » 31 Aug 2017, 16:39

Kapitel 1 -Ein Fehler-

Es war der wohl heißeste Tag, den der Sommer bisher hervorgebracht hatte. Schweiß rann Matt unnachgiebig in die Augen während er seine Runden über den glühenden Ascheplatz zog. Wie man bei diesen Temperaturen den College-Sport nach draußen verlegen konnte, war im unbegreiflich. Wobei so unbegreiflich war es nun auch wieder nicht. Immer wieder hatte Matt diese sadistische Seite an seinem momentanen Coach feststellen können. Er liebte es sie von Zeit zu Zeit zu quälen. Erleichtert blieb Matt stehen, als der erlösende Pfiff der Trillerpfeife erklang. „Heute hat der Coach euch aber ganz schön hart drangenommen. Dauerlauf in der prallen Sonne. Da möchte ich echt nicht in deiner Haut stecken.“ Caroline Summer, Matts beste Freundin, war aus dem Schatten des Baumes getreten von wo aus sie das Training der Jungs beobachtet hatte. Sie begleitete Matt zu jedem Training, wenn sie die Zeit fand. „Ich habe nicht umsonst einen Hallensport gewählt und jetzt lässt er uns trotzdem hier draußen in der Sonne schmoren“, antwortete Matt schwer atmend. „Bleibt es bei heute Abend?“, fragte Caroline mit skeptischen Blick. Zu oft hatte Matt sie in letzter Zeit sitzen lassen. „Natürlich. Heute Abend gehen wir zwei Mal wieder so richtig die Sau raus lassen. Aber bevor wir das tun können, muss ich erstmal was gegen den Gestank tun.“ Demonstrativ roch Matt an seinem schweißdurchtränkten Shirt und verzog das Gesicht. „Ja, ich denke das ist wirklich wichtig.“, lächelte Caro und schaute Matt hinterher, der sich auf den Weg in Richtung der Duschen machte.

Pünktlich um sechs Uhr trat Matt zum dritten Mal an diesem Tag aus der Dusche, aber duschen gehörte nun mal zu seinem Ritual dazu, welches er immer vorm feiern gehen durchzog. Er wischte den kondensierten Wasserdampf mit der Hand vom Spiegel um sich zu betrachten. Seine kristallblauen Augen standen in einem starken Kontrast zu den dunkelbraunen Locken. Caro sagte immer, dass ihn das so unwiderstehlich machen würde, aber das sah Matt nicht so. Er fand, dass er einfach nur normal aussah. Nicht sonderlich hübsch, aber auch nicht hässlich. Generell war Matt ein sehr bodenständiger Mensch. Trotzdem achtete er stets auf sein Aussehen. Als er mit dem Zähneputzen fertig war, ging er zurück in sein Zimmer und öffnete den großen Kleiderschrank, der fast eine ganze Wand für sich einnahm. „Was soll ich heute Abend bloß anziehen?“, fragte er sich selbst. Mit kritischem Blick zog er ein Hemd nach dem anderen aus dem Schrank. Allerding landete alles, was es nicht werden sollte, auf dem Boden anstatt wieder im Schrank. Nach ungefähr zehn Hemden und drei verschiedenen Shirts, entschied sich Matt ganz klassisch für eine ausgewaschene Jeans und ein stink normales weißes Shirt ohne Aufdruck. Das weiße Shirt betonte ganz besonders seine stets gebräunte Haut. „Ach du heilige Scheiße. Wie sieht es denn hier aus? Ist hier eine Bombe eingeschlagen?“, platze es seiner Mutter heraus, als sie das Zimmer betrat. Matts Blick wanderte über die Kleidungsstücke, die nun wirr auf dem Boden lagen. „Eine Bombe vielleicht nicht, aber aufräumen könntest du deinen Krempel schon ab und zu“, gab Matt mit einem Lächeln auf den Lippen zurück, weshalb er sich gleich einen Klapps auf den Hinterkopf einfing. „Sei nicht so frech und nun ab mit dir. Man lässt eine Dame nicht warten. Grüß Caro von mir und viel Spaß euch. Und noch was: Bitte übertreib es nicht wieder.“

Keine zwanzig Minuten später saßen Caroline und Matt in der Metro. Es war schon spät und die Leute machten sich so langsam auf den Weg in die Innenstadt. An jeder weiteren Station drängten sich immer mehr Touristen in die schon überfüllte Bahn. „Verdammt. Wenn die Bahn noch einmal hält, werden wir definitiv erdrückt.“, versuchte Caro das Stimmgewirr aus Fremdsprachen zu übertönen. Zwei Stationen später konnten die Beiden endlich die Bahn verlassen. Als sie aus der unterirdischen Bahnstation traten, schlug ihnen eine warme Sommerbrise entgegen. Die Sommerabende in Barcelona waren immer angenehm warm. Ein Hauch von Salz lag in der vom Meer her wehenden Luft. Matt atmete einmal tief durch. Er liebe diesen Duft so sehr. „Na gut. Wo wollen wir hingehen?“, fragte Matt. Caroline setzte eine nachdenkliche Miene auf, doch Matt wusste bereits, dass sie sich schon längst entschieden hatte. „Was denkst du denn von ‘Arena Punto‘? Ein oder zwei Drinks nehmen und dann weiterziehen?“ Matt musterte seine beste Freundin mit einem skeptischen Blick. Er wusste ganz genau, warum sie ausgerechnet das Punto vorgeschlagen hatte. Sie wollte wieder versuchen ihn zu verkuppeln. „Ja ich weiß, was du jetzt denkst. Aber nein. Heute keine Kuppelaktion. Versprochen.“ Matt wusste ganz genau, dass sie hinter ihrem Rücken die Finger kreuzte, trotzdem ließ er sich auf den Vorschlag ein.

In der ‘Arena Punto‘ herrschte schon reges Treiben, als die Beiden das Tanzlokal betraten. Die Barhocker waren alle schon belegt, Touristen tanzten auf der kleinen Tanzfläche und wurden von den Einheimischen begutachtet. Caro und Matt zwängten sich zwischen zwei besetzten Barhockern zur Theke durch. „Hey Juan. Bringst du uns bitte zwei Gin Tonic?“, orderte Matt beim Barkeeper und legte einen Geldschein auf den Tresen. „Lass stecken. Der erste Drink geht auf mich.“ Nach einer ziemlich angeregten Diskussion über die Trainingsmethoden von Matts Coach und zwei weiteren Drinks entschieden sich Caroline und Matt zu tanzen. Die Bar war mittlerweile brechend voll und das Tanzen bestand eher aus einem zwischen den Massen hin und her schaukeln. Ein junger Spanier mit haselnussbraunen Augen und zwei Getränken in der Hand kam auf sie zu. „Darf ich dich auf einen Drink einladen“, fragte er Matt zugewandt. Dieser überlegte nicht lang und nahm dankend das Glas entgegen, woraufhin er einen warnenden Blick von Caroline bekam. Matt stieß mit dem Fremden an und trank einen großen Schluck. Es war ein Longdrink mit Wodka und eindeutig nicht Matts Geschmack, doch er trank ihn aus Höflichkeit aus. Doch mit dem letzten Schluck wurde ihm sein Fehler bewusst. Er hatte das Getränk eines Fremden angenommen und nun fing der ganze Raum sich an zu drehen. Seine Augenlider fingen nun kontrolliert an zu flattern. Die panischen Worte von Caroline drangen nicht mehr zu ihm durch. Er spürte nur noch das Wummern des Basses und mit einem Mal sah er wie der Boden immer näherkam. Dann nur noch Schwärze.

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Re: Hüter der Träume 1 - Der Kampf beginnt

Beitragvon Zuri » 03 Sep 2017, 13:52

Noch eine Geschichte? Da legt aber einer vor :D

Mal kein Fantasy oder kommt das noch?

Geht es denn bei den beiden anderen bald weiter?
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

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Re: Hüter der Träume 1 - Der Kampf beginnt

Beitragvon AlexanderFox » 07 Sep 2017, 14:57

Kapitel 2 -Fieberträume-

Matt schlug die Augen auf. Sein Atem ging schnell und ruckartig. Langsam richtete er sich auf und schaute sich um. Was ist passiert und warum bin ich am Strand?, fragte Matt sich. Das letzte woran er sich erinnern konnte war, dass er ein Getränk ausgegeben bekommen hatte. „Der Mistkerl hat mir Drogen ins Getränk gemischt.“, stellte Matt fest. Doch wie war er dann zum Strand gekommen und wieso hatte Caroline nicht auf ihn aufgepasst. Erst jetzt viel Matt auf, dass die Umgebung seltsam auf ihn wirkte. Er erkannte eindeutig, dass er sich am ‘Platja de la Barceloneta‘ befand, aber irgendetwas störte ihn bei dem Anblick. Doch er konnte nicht so recht sagen, was es ist. Matt stand auf und klopfte sich den Sand von seinen Anziehsachen. Und in genau dem Moment viel ihm auf, was ihn so störte. Dem Stand der Sonne nach musste es längst Mittag sein, doch der Strand war wie leergefegt. Nicht eine Menschenseele befand sich hier. Plötzlich bemerkte er, dass auch nicht die kleinste Brise zu spüren war und dass das Meer glatt wie eine Spiegelfläche vor ihm lag. Was Matt jedoch am meisten verstörte, war die Tatsache, dass er den Mond direkt neben der Sonne erkennen konnte. Genauso wie einen glänzenden Sternenhimmel. Matt schloss für einen kurzen Moment die Augen und Kniff sich in den Arm, doch der erwartete Schmerz blieb aus. „Ich muss träumen.“, stellte er verwundert fest. So intensiv und bewusst hatte er noch nie geträumt. Zumindest glaubte er das. Mit unsicherem Schritt bewegte er sich auf die kilometerlange Strandpromenade zu. Sie wirkte fast gespenstisch so ohne die Strandbesucher und in diesem seltsamen Zwielicht, dass die Sonne entsann.

Er lief einige Meter die Promenade entlang als er plötzlich einen Schatten im Augenwinkel bemerkte. Ein Gefühl verfolgt zu werden stellte sich bei Matt ein. Gänsehaut breitete sich über seine Arme aus. Jedes Mal wenn er sich umdrehte war der Schatten verschwunden. „Oh man Matty. Jetzt wirst du schon im Traum paranoid.“, lachte er über sich selbst. Doch so wirklich wohl fühlte er sich nicht bei dem Gedanken. Immer wieder fragte er sich, warum er nicht aufwachte jetzt da er wusste, dass er träumte. Gerade als er sich seiner Lieblingsstrandbar näherte, bemerkte er wieder den Schatten und war dieses Mal schnell genug. Doch er bereute es sofort. Nicht allzu weit entfernt stand eine Kreatur, die seinem schlimmsten Alptraum entsprungen sein könnte. Die Kreatur war an die zwei Meter groß und besaß ledrige alte Haut. Lange Klauen statt Finger und Rasiermesser scharfe Zähne. Die Kreatur sah aus wie eine Mischung aus Mensch und Fledermaus. Jeder Horrorfilm-Regisseur wäre wohl begeistert gewesen. Starr schaute die Kreatur mit seinen blutroten Augen hinüber zu Matt. Langsam wich Matt zurück. Was auch immer diese Kreatur wollte, Matt verspürte kein Verlangen es herauszufinden. Er hatte gerade wieder einen Meter zwischen sich und die Kreatur gebracht, als diese plötzlich einen markerschütternden Schrei ausstieß und nach vorne stützte. Direkt auf Matt zu. Matte hatte nicht viel Zeit zu überlegen, denn im nächsten Augenblick hatte die Kreatur ihn erreicht und zu Boden gestoßen. Die Kreatur stieß einen fauligen Gestank aus, so als würde irgendwo in einer Ecke eine Ratte verwesen. Matt versuchte auf dem Rücken liegend sich von der grausigen Kreatur zu entfernen. Doch diese holte mit ihren scharfen Klauen aus und schlug in Matt’s Richtung. Dieser hob instinktiv die Arme um den Schlag abzuwehren. Die Klauen schnitten tiefe Wunden in Matt’s Unterarm. Sofort fingen die Wunden an zu bluten. Doch was Matt am meisten beängstigte, waren die unbeschreiblichen Schmerzen, die seinen Körper durchzogen. Es war doch alles nur ein Traum. Er konnte doch eigentlich keine Schmerzen verspüren. Die Kreatur holte ein zweites Mal aus, doch nun war Matt schneller gewesen und hatte sich zur Seite gerollt. Wackelig kam er auf die Beine. Alles was er spürte, war ein schrecklicher Schmerz ausgehend von seinem Arm. Matt sah wie die Kreatur zum finalen Schlag ausholte. Er hatte keine Chance. Er schloss die Augen und wartete auf die spitzen Klauen und den eintretenden Schmerz. Sekunden vergingen und nichts geschah. Langsam öffnete Matt die Augen. Die Kreatur stand noch vor ihm, doch ihr Körper fing schlaff in der Luft. Erst da bemerkte der den stabähnlichen Gegenstand, der die Brust des Wesens von hinten durchstieß. Mit einem saftigen Schmatzen wurde der Stab rückartig aus dem leblosen Körper gezogen, welche sich sofort in feine Aschepartikel verwandelte. Dort wo zuvor die abscheuliche Kreatur gestanden hatte, stand nun ein junger Mann. Matt schätzte ihn auf sein Alter. Goldblonde Strähnen fielen ihm in die Stirn. Seine moosgrünen Augen musterten ihn interessiert. Matt konnte gute definierte Muskeln unter dem Shirt des Anderen erkennen. Er gehörte definitiv zu dem Typ Mann, der Matt sofort auffiel. „Du bist wohl dann jetzt mein Held, oder wie? Der Traum wird ja immer abgefahrener, aber wenigstens weiß mein Hirn worauf ich stehe.“, lachte Matt. Der Unbekannte verzog keine Miene. Ein schriller Schrei schallte über den Horizont. Matt drehte sich in alle Richtungen. Seine Wunde brannte wie die Hölle selbst und er war wirklich nicht erpicht darauf, wieder so einer Kreatur zu begegnen. Das war ein wirklich seltsamer Traum. Der Unbekannte hob langsam seinen Arm und wand seine Hand Matt zu. Er hatte eine seltsame Tätowierung auf der Handfläche und Matt wusste nicht wieso, doch sie kam ihm bekannt vor. Die schwarzen Linien der Tätowierung begannen golden zu Leuchten. „WACH AUF!“, schrie der Unbekannte.

Matt schlug die Augen auf und fand sich in einem Krankenhausbett wieder. Neben dem Bett schlief Caroline auf einem wirklich unbequem wirkenden Stuhl. Ächzend setzte er sich ihm Bett auf und weckte sie dadurch. „Oh mein Gott. Du bist endlich wach. Dieser Mistkerl hat dir was ziemlich Hartes ins Glas gemischt. Du bist noch auf der Tanzfläche zusammengebrochen. Ich habe sofort einen Krankenwagen gerufen. Scheiße Matt. Ich hatte wirklich Angst um dich.“, Tränen standen ihn Caro’s Augen. Sie kam auf Matt zu und drückte ihn fest am sich. „Caro, du erdrückst mich gleich. Ja das muss wirklich was besonders sein, denn ich hatte einen wirklich verrückten Traum.“, bemerkte Matt. In kurzen Worten fasste er seinen wirren Traum für Caro zusammen. „Wow, dass klingt wirklich gruselig. Ich werde mal nach einem Arzt sehen und ihm Bescheid geben, dass du wach bist.“ Gerade als Caro das Zimmer verlassen hatte, durchfuhr Matt ein atemraubender Schmerz. Er betrachtete seinen Arm und erstarrte. Auf seinem Unterarm prangten drei Tiefe Krallenspuren. Wie konnte das möglich sein?

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Re: Hüter der Träume 1 - Der Kampf beginnt

Beitragvon Zuri » 09 Sep 2017, 14:23

Hmmm... ich weiß nicht, wie es noch wird, aber die anderen beiden Geschichten finde ich bis jetzt noch etwas besser :P
Die Mischung Horror-"heißer Typ" ist sowohl einzeln als auch in Kombination nicht so meins...^^

Wird es hauptsächlich um die Ereignisse aus dem Traum gehen, die sich bereits ihren Weg in die Realität zu bahnen versuchen oder gibt es noch einen anderen Handlungsstrang?

Lässt du deine Geschichte eigentlich von jemandem korrekturlesen/editieren?
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

 


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