Hamsterrad mit ganz viel Salz

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Zuri
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Re: Hamsterrad mit ganz viel Salz

Beitragvon Zuri » 28 Jul 2018, 15:35

Ah, okay. Das Aquarium benutzt du also als pas pro toto.

RTL II ist ja auch der anspruchsvollste Fernsehsender überhaupt :D
Was die Sache mit dem Rundfunk angeht, kann ich dir da voll und ganz zustimmen, da das genau das war, was ich beim Lesen des Abschnitts auch gedacht habe.

zwiebelfisch hat geschrieben:Würde ich insofern bejahen, als dass er aufgrund seiner vielen Ängste meist nur einen Weg sieht, den er dann konsequent verfolgt, egal, was andere dazu meinen, und ob es kontraproduktiv ist. Am Anfang hat er noch versucht, das zu verbergen und alles recht zu machen, aber das konnte er auch nicht durchhalten, weil da die Anforderungen an ihn selbst zu hoch waren.

Das kenne ich insofern auch von mir, dass ich manchmal Dinge tue, die so nicht der optimalste Weg sind, aber ich weiß dann, würde ich es 100 %ig richtig machen, würde ich versagen. Solange nur ich den Kollateralschaden zutragen habe, nehme ich das dann in Kauf, anstatt mir wieder selbst Ausreden zu erzählen, warum ich das jetzt wieder nicht konnte/geschafft hab und damit meinen bisherigen Therapieerfolg zunichte mache.

"[...] Liegt es daran, dass du viel trinkst, wenn du trinkst?"

Der Satz ergibt gerade nicht so viel Sinn oder überlese ich da was?^^

Magnus scheint es nichts auszumachen, sturzbesoffen zu sein. Er erzählt das ja fast schon stolz. Auf die schickierte Reaktion des Ich-Erzählers geht er nicht so wirklich ein...

Das Gespräch der beiden zum bevorzugten Transportmittel scheint ja auch nicht auf einen Nenner zu gelangen. Es sind zwar Kompromissvorschläge da, aber letztendlich beharrt jeder der beiden auf seiner Seite und will sich da nicht wegbewegen. Die Art und Weise wie das kommuniziert wird, lässt die Situation sehr angespannt sein und schadet wahrscheinlich den beiden etwas.
Aber wie man sieht, ist es zwischen euch da stärker gewesen, als diese Differenz und du warst bereit, weitaus mehr mit ihm auszuhalten.

Und dieses Gefühl, etwas einfach nicht tun zu können. Dass sich alles in einem sträubt, das kenne ich auch sehr gut aus der Depression. Manchmal hilft Willenskraft, manchmal aber auch nur Abstand. Dann muss man sich selbst besser kennen lernen und generell sein Leben in den Griff bekommen und kann es dann erneut versuchen.
"Sei du selbst. Alles andere wirst du eh verkacken" — Marie Meimberg

Re: Hamsterrad mit ganz viel Salz

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Re: Hamsterrad mit ganz viel Salz

Beitragvon zwiebelfisch » 28 Jul 2018, 21:21

Zuri hat geschrieben:Ah, okay. Das Aquarium benutzt du also als pas pro toto.


Genau ;-).

Zuri hat geschrieben: Das kenne ich insofern auch von mir, dass ich manchmal Dinge tue, die so nicht der optimalste Weg sind, aber ich weiß dann, würde ich es 100 %ig richtig machen, würde ich versagen. Solange nur ich den Kollateralschaden zutragen habe, nehme ich das dann in Kauf, anstatt mir wieder selbst Ausreden zu erzählen, warum ich das jetzt wieder nicht konnte/geschafft hab und damit meinen bisherigen Therapieerfolg zunichte mache.


Das kann ich nachvollziehen.

Zuri hat geschrieben:
"[...] Liegt es daran, dass du viel trinkst, wenn du trinkst?"

Der Satz ergibt gerade nicht so viel Sinn oder überlese ich da was?^^

Magnus scheint es nichts auszumachen, sturzbesoffen zu sein. Er erzählt das ja fast schon stolz. Auf die schickierte Reaktion des Ich-Erzählers geht er nicht so wirklich ein...


Das stimmt, das hat der Ich-Erzähhler auch so empfunden. Die oben angesprochene Frage richtet sich danach, ob Magnus, wenn er denn mal trinkt (weil er das eben nicht regelmäßig tut), dann gleich so viel trinkt, dass er, wie du schreibst, "sturzbesoffen" ist.

Zuri hat geschrieben: Das Gespräch der beiden zum bevorzugten Transportmittel scheint ja auch nicht auf einen Nenner zu gelangen. Es sind zwar Kompromissvorschläge da, aber letztendlich beharrt jeder der beiden auf seiner Seite und will sich da nicht wegbewegen. Die Art und Weise wie das kommuniziert wird, lässt die Situation sehr angespannt sein und schadet wahrscheinlich den beiden etwas.
Aber wie man sieht, ist es zwischen euch da stärker gewesen, als diese Differenz und du warst bereit, weitaus mehr mit ihm auszuhalten.


Das war eine problematische Situation. Es stand zwischenzeitlich das Angebot eines Kurzstreckenflugs im Raum, und zwar nach Amsterdam, doch relativ bald verlor Magnus das Interesse daran schon wieder und wollte dann nach Teneriffa oder Fuerteventura, während er in der Bahnfrage gar nicht entgegenkam. Letztlich kam zum Verkehrsmittel auch dazu, dass der Ich-Erzähler nun mal Flugangst hat, und dass das neue Ziel für ihn auch nicht mehr so interessant bzw. sinnvoll war. Zusätzlich scheiterten als Gegenleistung für einen Flug, der in der mentalen Vorbereitung äußerst schwierig gewesen wäre, Versuche, ihn bei einer Flugbuchung gleichzeitig auch dazu zu bewegen, ein anderes Reiseziel mit dem Zug anzusteuern, da er dazu nicht ernsthaft bereit war. Infolgedessen wurde das Thema einfach fallengelassen. Der negative Beigeschmack war auch, dass sich der Ich-Erzähler nicht darauf verlassen konnte, dass die Beziehung ausgewogen bleiben würde. Trotzdem war zu diesem Zeitpunkt noch die Bereitschaft da, mehr auszuhalten, das stimmt.

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