Es war einmal... ganz anders!

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Max221B
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Max221B » 05 Apr 2016, 07:45

Waaaaas hab ich da grade bitte gelesen?!?! :lol: :rat: :D

Das war ja eine echt irre Interpretation der Geschichte... Aber echt super geschrieben, ich musste ordentlich lachen, das war ja mega witzig. Wie kommt man nur auf die ganzen Zweideutigkeiten und Wortspiele?! ;)

Von den Namen her wars ja echt ein Tier-Soft-Porno... :D

LG Max
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Re: Es war einmal... ganz anders!

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ArokhsSohn
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon ArokhsSohn » 10 Apr 2016, 23:38

Aaaaalter, was für ein Schweinskram ^^

So etwas habe ich ja noch nie gelesen, es war einfach herrlich. Hab mich lange nicht mehr so amüsiert. Also echt, ich ziehe meinen Hut vor Dir. Wie es Dir gelungen ist, diese ganzen Doppeldeutigkeiten so geschickt auszuformulieren… genial. Du bist wirklich nicht ohne Grund einer der besten Autoren hier. So eine Kreativität sieht man nicht oft.

Hahaha, der rattige Wolf, das süße Ferkel, die verdorbene Sau und der dreckige Eber :lol:

Kritik: einige wenige kleine Fehlerchen und ein Erzählperspektive-Fauxpas an der Stelle, wo Wolfi dem Eber stolz verkündet, wie er den „Knochen“ gemopst hat.

Fazit: saumäßig gute, aber trotzdem intelligente Unterhaltung für zwischendurch, tierisch empfehlenswert :good:

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Skystar
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 11 Jul 2016, 14:34

Nach mehr als drei Monaten gibt es wieder einmal ein Märchen der etwas anderen Art von mir. Übrigens hab ich mich nicht erst vor kurzem zu diesem Märchen entschlossen, sondern schon seit April im Visier. Ich hab aber noch auf ein paar gute Ideen gewartet, die ich in die Geschichte einbringen kann. Ich glaube die Geschichte ist ganz gut geworden und ich würde mich über gutes Feedback freuen, aber auch Kritik les ich immer gerne, um mich zu verbessern. Ich bin übrigens sehr gespannt, ob ihr alle Anspielungen findet... :lol:

PS: Und wer den Titel nicht rafft. Es geht um "Robin Hood" :D



Rob-in Love
Es war einmal in Engstrumpfland, genauer gesagt in Hottingham, dort lebte ein gerissener Gauner, der vom Prinzen gehasst und vom Sheriff steckbrieflich gesucht wurde. Sein Name war Robin Love, doch ein jeder nannte ihn nur Rob. Jeder Bürger von Hottingham kannte Rob, denn er war es, der mit seinen Pfeilen, die Liebe in derer Herzen zurückbrachte, die der eitle und selbstverliebte Prinz John ihnen stahl, um sie alle für sich zu beanspruchen. Denn Prinz John liebte es über alle Maßen, wenn ihm sein Volk zu Füßen lag, ihn verehrten und ihm Honig um seine zarten Lippen schmierten. Mit all seiner Macht und seinem prachtvollen Aussehen zog er die Bürger von Hottingham auf seine Seite und machte sie zu willenlosen Sklaven seinerseits. Doch da tauchte Robin Love auf, ein attraktiver und stattlicher Mann mit Engelsflügen, der Liebespfeile auf die Menschen schoss, so dass sie nicht mehr den Prinzen liebten, sondern einen anderen Menschen um sich herum.
Auch Lady Camille war davon betroffen, sie stand zwar nicht unter dem Einfluss von Prinz John, dafür war sie unsterblich verliebt… „Das Scheusal hat mir einfach meinen herzallerliebste Charlie geklaut.“, sagte sie unter Tränen auf dem Revier zum Sheriff. „Mein geliebter Charlie wurde von einem dieser dubiosen Pfeile getroffen und wandte sich für immer ab von mir. Das ist so traurig, buhuhu!“
„So beruhigen sie sich doch, meine Teuerste.“, sagte der einfühlsame Sheriff von Hottingham mit einem süffisanten Grinsen im Gesicht zu ihr. „Zum Glück konnten wir ein paar Verdächtige einfangen, die wie Robin Love aussehen. Jetzt liegt es nur noch an ihnen, diesen auch zu identifizieren.“
Lady Camille wurden fünf Männer vorgeführt, die alle dieselbe Kleidung wie Robin Love trugen. Besonderes Merkmal: Strumpfhosen! Alle Bewohner in Engstrumpfland trugen bekanntlich enganliegende und äußerst sexy aussehende Strumpfhosen. Lady Camille musterte alle Verdächtigen ganz genau und kam bei jedem einzelnen zu einem Ergebnis: Der Erste war ein gebrechlicher alter Mann namens Dean Connery. „Zu alt!“ Der zweite Mann hieß Erwin Cockster. „Das ist doch nur ein Schauspieler…“ Der dritte Mann grinste blöd aus der Wäsche und hieß Carey Elvis. „Das ist erstens nur eine billige Kopie von Erwin Cockster und zweitens ist das eine Frau!“ Der vierte Mann… pardon… „Was zur Queen hat ein Fuchs hier zu suchen?!“ Kommen wir zum fünften Mann, der jedoch bereits friedlich in seinem gläsernen Sarg schlummerte. „Ach selbst als Skelett macht Errol Vagabund noch eine gute Figur, aber er ist es auch nicht.“ Der Sheriff pfiff in die Hände und sieben Zwerge kamen herbei, die den Sarg abtransportierten. „Der böse Robin Love war leider nicht dabei.“, sagte Lady Camille, die zugleich erneut zum Weinen anfing. „Zudem trugen die ja alle grüne Strumpfhosen, aber Robin Love trägt doch rosa Strumpfhosen, ihr Strumpfhirne!“
„Keine Sorge Lady Camille, wir werden den Übeltäter schon noch in die Finger kriegen.“, versuchte der Sheriff sie zu beruhigen. „Ich, Sheriff Ben von Hottingham, gebe ihnen mein Ehrenwort!“

„Haha, die kriegen mich nie zu fassen!“ lachte Robin Love feuchtfröhlich, als er zusammen mit seinem Bruder am Frühstückstisch saß und sich Honig aufs Brot schmierte. „Der Sheriff ist viel zu dumm, als das ich ihm jemals ins Netz gehen würde und der selbstverliebte Prinz John… der sitzt faul auf seinem Thron, bis sein Hintern alt, runzlig und verfault ist!“
„Jaja, mach dich nur lustig Rob. Am Ende sind wir die Leidtragenden.“, erwiderte Tuck besorgt.
„Ach keine Sorge Tucki. Du bist doch ein Mann der Kirche. Dir wird der Sheriff doch niemals was antun!“, lachte Rob auch weiterhin, ohne auch nur die geringste Sorge zu verspüren.
„Danke, dass du mich daran erinnerst wer ich bin.“, sagte Tuck und machte sich Kreuze über die Stirn und über die Brust, während er betend zur Decke schaute. „Der Papst würde mir die Beine lang machen, wüsste er, was ich für eine Sünde begangen habe.“
„Tuckiii…, du machst dir immer viel zu viele Sorgen. Genieß doch das Leben so wie es ist, oder gefällt dir das etwa nicht?“ Rob rückte näher an seinen Bruder heran und schlang verführerisch seine Arme um ihn. Er kraulte Tuck den Rücken, was dieser mit einem Kichern entgegen nahm. „Tuck, bevor du heute wieder ins Kloster zurückkehrst, wollen wir nochmal… na du weißt schon…“ Rob rückte noch näher heran, bis er fast auf dem Schoß seines Bruders saß. Rob war nämlich sehr vernarrt in seinen Bruder und zwar so sehr, dass sie letzte Nacht heißen und hemmungslosen Sex ausübten.
„Aaargh… du weißt, dass ich dir einfach nicht widerstehen kann.“, sagte Tuck, der seinem Verlangen nachgab und sich augenblicklich die Mönchkutte vom Leib riss. Zum Vorschein kam ein muskulöser Körper mit beharrter Brust. Rob schwang sich in seine Arme und streichelte seinem Bruder über den kahlgeschorenen Kopf, als dieser seine Lippen auf seine presste und sie sich voller Leidenschaft küssten. Tuck behandelte seinen Bruder wie einen Engel und trug ihn in seine Gemächer. Er war schon immer scharf auf seinen Bruder, dessen Haut so weich war, dessen Stimme so hell klang und dessen Augen so leuchtend himmelblau waren, dass er ihn wirklich für einen Engel halten musste. Auch Rob war in seinen eigenen Bruder verliebt und es war ihm egal, dass es dafür ein Gesetz gab, dass ihre Tat verbot, denn niemand konnte ihre Liebe zueinander trennen.

Die Tage vergingen, doch der Sheriff bekam Robin Love einfach nicht zu fassen. In der Zwischenzeit wurde Prinz John immer ungeduldiger und hasserfüllter. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis er seiner Wut freien Lauf ließ, zumal er auch noch damit zu kämpfen hatte, dass Engstrumpfland sich gerade eben erst mithilfe des Brexit von der EU löste und Schrottland damit alles andere als einverstanden war. „Ich weiß die Lage sieht nicht rosig aus Sir, aber ich hab auch gute Neuigkeiten zu verkünden.“, sagte der Sheriff zu seinem Prinzen. „Wir konnten einige der Rebellen einfangen: Dieser Schönling David Kochschinken und dieser Möchtegernmagier Harry Stotter kuscheln eng einander im Tower von Bonbon und naschen Süßigkeiten, damit sie so fett werden, dass sie nicht fliehen können. Oh und erst heute haben wir einen Mönch eingesperrt, der der Bruder von Robin Love ist. Wie war doch gleich sein Name? Vater Tuck? Opa Tuck? Tante Tuck?
„Bruder Tuck, du jämmerlicher Trottel!“, schrie Prinz John und plötzlich brach alles aus ihm heraus, was sich die letzten Tage, Wochen, Monate in ihn angestaut hatte. „Solange Robin Love auf freien Fuß ist, ist es mir egal, wer alles im Tower von Bonbon sitzt, du Nichtsnutz von einem Versager!“ Der Sheriff wich erschrocken und bibbernd zurück, als Prinz John plötzlich inne hielt. „Moment. Sagtest du gerade, ihr hättet Bruder Tuck verhaftet?“ Der Prinz hatte eine Erleuchtung. Er hatte nicht viele davon im Leben, aber heute meinte es das Schicksal wohl gut mit ihm.
„Jaja doch Sir, Bruder Tuck.“, bestätigte der Sheriff noch immer ein wenig ängstlich.
Plötzlich fing Prinz John fies zu Kichern an. „Hehe, heureka, das ist es!“
„Was ist was, ich verstehe nicht.“, sagte der Sheriff verwirrt.
„Natürlich nicht. Du bist ja auch nur der dumme Sheriff, während ich ein Prinz bin, der von Schönheit und Intelligenz gesegnet ist.“, erklärte der Prinz ihm arrogant. „Bruder Tuck, das ist meine Chance! Robin Love wird alles daran setzen seinen Bruder zu befreien und wenn es soweit ist…“ Prinz John tat so, als würde er sich mit einem Finger die Kehle durchschneiden und lächelte dabei boshaft.

Heute war ein besonderer Tag in Hottingham, denn heute ließ sich Prinz John zum König krönen und zu diesem feierlichen Anlass, ließ er Bruder Tuck hinrichten. Hm…, sagte ich feierlich? Natürlich war Prinz Johns wahrer Plan, Robin Love hinzurichten, der seinem Bruder bestimmt zur Rettung eilte. Der Sheriff und seine Leute waren bereits auf ihren Positionen und würden denn mit Liebespfeilen umherschießenden Engel schon die Flügel stutzen, doch ganz so einfach machte Rob es ihnen dann doch nicht. Rob war klug genug, um nicht als er selbst auf der Veranstaltung aufzutauchen. Er hatte sich verkleidet und trug nun eine dunkelbraune Hose, ein weißes Hemd, ein hellbraunes Jackett und eine rote Krawatte. Zudem setzte er einen irren Blick auf und nannte sich fortan Mr. Bohne!
Natürlich kam ganz Engstrumpfland zu der Krönung des Prinzen und ein jeder durfte dem Prinzen die Hand küssen, denn es gab nichts Schöneres für den Prinzen, als begehrt zu werden… und von ganz Engstrumpfland die Spucke auf der Hand zu haben. Auch Rob, als Mr. Bohne getarnt, stellte sich brav in die Reihe, um dem Prinzen seine Untergebenheit zu beweisen. Doch als er endlich vor dem Prinzen stand, verbeugte er sich so stark, dass er den Prinzen mit seinem Kopf niederschlug. Zuerst sah auch Rob nur kleine Sternchen um seinen Kopf herumfliegen, doch dann riss er sich zusammen, um seinen Plan in die Tat umzusetzen. Der Prinz war gerade bewusstlos, das war seine Chance! Rob entledigte sich seiner Tarnung, spreizte seine Engelsflügel aus und flog hoch empor. „Das ist er! Das ist der Bastard, der mir meinen Charlie geklaut hat!“, schrie Lady Camille aufgebracht.
Doch war sie einer der Wenigen, die aufgebracht zu sein schien, denn die meisten Bürger von Engstrumpfland vergötterten Rob und seine Taten und jubelten ihm zu. Sie ließen es auch nicht zu, dass der Sheriff und seine Leute Gewalt an ihm ausübten. So zog Rob ungehindert einen Liebespfeil hervor und legte ihn an den Bogen. Er nahm sein Ziel ins Visier und… feuerte! Der Pfeil traf das Herzen des Prinzen. Inzwischen kam der Sheriff dem Prinzen zu Hilfe, als dieser seine Augen wieder öffnete. „Oh my Darling, was ist nur passiert? Wo bin ich?“
„Sir, geht es ihnen nicht gut? Soll ich jemanden für sie köpfen lassen?“, fragte der Sherif besorgt.
„Du meine Güte nein, das wäre doch fürchterlich!“, entgegnete Prinz John entsetzt, der nun ein ganz anderer Mensch zu sein schien. „Das einzige was ich brauche bist nur du, Darling!“
Prinz John legte seine Arme um den Sheriff, der nicht wusste wie ihm geschah und versuchte sich loszueisen, doch da traf auch ihn ein Liebespfeil von Rob. Nun war auch der Sheriff verliebt und zwar in den Prinzen! „Natürlich Johnnyboy. Ich werde mich gut um dich kümmern.“, sagte der Sheriff nun ebenfalls im liebreizenden Ton, während das ganze Volk bebte vor Lachen, beim Anblick der zwei Verliebten. Doch es kam noch besser: „Ich führe dich nun an einen Ort, wo wir beide ungestört sind und ich dir stolz meinen Big Ben zeigen kann.“
„Oh Darling, das ist wundervoll und ich zeige dir meinen Little John.“, erwiderte der Prinz.
Ein Barde namens Alan a Date hörte begeistert zu. „Ich glaube das eignet sich alles hervorragend für eine Ballade, über die man sich noch in vielen Jahrhunderten erzählen wird.“
In der Zwischenzeit konnte Rob seinen Bruder befreien und ihn glücklich in die Arme nehmen. „Du hast es geschafft Rob!“, rief Tuck außer sich vor Freude. „Du hast nicht nur mir das Leben gerettet, sondern ganz Engstrumpfland die Liebe geschenkt!“
„Hoch lebe Robin Love!“, rief ihm das Volk begeistert zu und wenn sie nicht gestorben waren, dann lebte Rob noch heute glücklich mit seinem Bruder zusammen. Gesetze waren ihnen gleichgültig, denn welchen Sinn hatte das Leben, wenn man nicht den lieben durfte, der einen glücklich machte.

ENDE!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon YB2001 » 11 Jul 2016, 17:51

haha, sehr cool und irgendwie ziemlich lustig :lol: :good:
Uns halten nur die Grenzen, die wir uns selbst setzen.

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Lacky » 12 Jul 2016, 19:55

:lol: Haha, kann ich mich nur YB2001 voll und ganz anschließen.
- In Wirklichkeit ist die Realität ganz anders -

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 13 Jul 2016, 14:09

Danke euch beiden... glaube ich xD
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 08 Jan 2017, 20:46

Endlich ist es wieder soweit! Schon morgen veröffentliche ich eine neue Märchen-Parodie. Das Märchen, dass ich mir dieses Mal vorgenommen habe war: "König Drosselbart"! Wer mit diesem Märchen nicht so vertraut ist, der kann hier eine kurze Inhalts-Beschreibung lesen:

Eine Königstochter verhöhnt alle geladenen Freier, besonders einen König mit schiefem Kinn, seither genannt Drosselbart. Zornig gibt ihr Vater sie einem bettelnden Spielmann, der sie zu sich heimführt. Unterwegs bewundert sie schöne Besitzungen und erfährt voller Reue, dass alles König Drosselbart gehört. Sie muss in des Spielmanns Häuschen arbeiten, der betont ihre Unfähigkeit. Flechten und Spinnen misslingt ihr, so muss sie Geschirr auf dem Markt anbieten. Die Leute kaufen gern, doch das zweite Mal zerbricht ihr ein betrunkener Husar zu Pferde die Ware. Ihr Mann schimpft und schickt sie als Küchenmagd ins Königsschloss, wo sie aushilft und Essensreste heimbringt. Zur Hochzeit des Königspaares will sie zusehen, doch König Drosselbart zerrt sie auf die Tanzfläche, dass ihr die Reste aus den Taschen fallen, holt sie auf der Treppe ein und gibt sich zu erkennen. Er hatte sich als Spielmann verkleidet, ihren Hochmut zu strafen, und war auch der Husar gewesen. Sie feiern Hochzeit.


Ich freu mich auf morgen, denn mit einem neuen Märchen startet man doch gleich sehr viel besser in die neue (verschneite) Woche! :flag:
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 09 Jan 2017, 18:29

Hier wie versprochen, dass nunmehr bereits 13.Märchen von mir. Es ist nicht so lustig wie die bisherigen Märchen-Parodien, genaugenommen sogar das bisher Ernsteste, aber ich finde es dennoch ganz gelungen, weil es wieder eine wichtige Botschaft vermittelt.


König Drosselglied
Es war einmal ein Königssohn, der brachte seinem Vater, dem König, nichts als Ärger und Sorgen. Der Königssohn, der auf den Namen Prinz Schnattergans hörte, war nämlich von Grund auf kratzbürstig und schlecht gelaunt. Der König beschloss deshalb, ihm eine Frau zur Seite zu stellen, die ihm fortan mit Liebe entgegentrat, in der Hoffnung, auch er würde sich eines Tages bessern und seinen Mitmenschen gegenüber freundlicher entgegen treten. Doch als wäre es nicht anders zu erwarten gewesen, wies der Prinz jedes Mädchen von sich, die ihm sein Vater vorstellte. An allen hatte er etwas auszusetzen: Zu dünn, zu dick, zu klein, zu groß, zu gestylt, zu ungepflegt – die Liste war lang! Eines Tages stellte sich dann heraus, dass der Prinz in Wirklichkeit gar nicht auf Frauen stand und sich eher dem männlichen Geschlecht hingezogen fühlte. Nachdem der König sich von diesem Umstand erholt hatte, ließ er alle Prinzen des Landes zu sich rufen, um sich seinem Sohn vorzustellen. Doch erneut hatte dieser allerhand auszusetzen: „ Nein, nein und nochmals nein!“, rief Prinz Schnattergans durch die Thronsaal. „Die taugen doch alle nichts. Der eine hat ein Doppelkinn, der andere ist zu dick und der letzte hat eine krumme Nase. Wen wollt ihr mir als nächstes vorsetzen? Quasimodo?“
„Nur Geduld mein Sohn.“, sagte der König nervös, aber auch genervt von den üblen Launen seines Sohnes. „Ich bin mir sicher, der nächste Prinz wird zu deiner vollsten Zufriedenheit sein. Tretet ein, König Drosselglied!“
Das Tor zum Thronsaal öffnete sich und ein junger Mann trat herein. Prinz Schnattergans musterte ihn von oben bis unten und er musste zugeben, dass König Drosselglied ausgesprochen ansehnlich war. Seine Gesichtszüge waren sehr fein, seine Augen strahlend schön und sein Haar schimmerte vor Glanz. Schon fast war der Königssohn geneigt, sich endlich zufrieden zu geben, als ihm doch noch ein markantes Detail auffiel, welches unübersehbar war. „Was ist das denn in deiner Hose?!“
Der junge König Drosselglied wurde augenblicklich rot im Gesicht. Es war ihm unangenehm, denn von seinem Vater, dem vor einem halben Jahr verstorbenen König, hatte er einen Fluch geerbt, der ihm eine Hexe vor vielen Jahren auferlegt hatte. „Verzeiht Prinz Schnattergans, aber das ist mein bestes Stück, das durch den Fluch einer Hexe zu einer enormen Größe herangewachsen ist.
Prinz Schnattergans blickte erst skeptisch zu König Drosselglied, doch dann fing er allmählich zu Lachen an. Sein Gelächter war so laut, dass es ihm ganzen Schloss zu hören war und in den Gängen wiederhallte, bis ihm die Tränen kamen. König Drosselglied war über das Verhalten von Prinz Schnattergans sehr verletzt und zog traurig von dannen, während der König innerlich tobte vor Wut.
„Genug!“, schrie er, als er mit seinem Sohn allein im Thronsaal sich befand. „Ich hab genug von deinen üblen Launen der Natur. Du bist es nicht würdig ein Prinz zu sein. Das ganze Land lacht über uns und das Volk verspottet dich. Ich werde mir das nicht mehr länger mitansehen und dich für dein Verhalten bestrafen.“ Prinz Schnattergans verging das Lachen, denn was sein Vater der König sagte, das wurde auch in die Tat umgesetzt.
Drei Tage später wurde die Strafe des Königs vollzogen: Er verbannte seinen Sohn aus seinem Königreich und übergab ihm einen bettelnden Spielmann. Der alte Mann hatte einen weißen Bart, trug zerlumpte Kleider und ging in gebückter Haltung. Er hatte keine lebenden Verwandten und so war er sehr froh über die Hilfe, die er für sein Geschäft nun erhielt. Prinz Schnattergans war dem Ganzen natürlich gar nicht wohlgesinnt und sprach zu jeder Zeit schlecht über den alten Spielmann, der zu seinem Glück aber nicht mehr allzu gut hörte und von den ständigen Beleidigungen des Königssohnes nichts mitbekam. Der alte Spielmann wohnte zudem sehr bescheiden in einem alten kleinen Häuschen, was Prinz Schnattergans als Bruchbude abtat. Allerdings befand sich dort auch ein kleines Kämmerchen, in dem sich allerhand interessante Gegenstände befanden, so auch eine kleine Holzpuppe. „Die erinnert mich an ein Märchen, die mir meine Mutter in meiner Kindheit immer vorgelesen hat: „Pinacoladio“. Sie sind aber nicht zufällig dieser alte Puppenmeister?“
„Rede keinen Unsinn und mach dich endlich an die Arbeit.“, sprach der alte Spielmann. „Das Geschirr muss gewaschen werden, der Boden gefegt werden und die Spinnweben an der Decke müssten auch mal wieder beseitigt werden. Mit meinem Rücken geht das nicht mehr. Los an die Arbeit!“
Der junge Königssohn tat wie ihm geheißen, doch hatte er in seinem ganzen Leben noch kein Finger krumm gemacht, sodass er gänzlich unfähig zu allem war, was der Spielmann ihm auftrug. Das Geschirr ließ er zu Boden fallen, den Staub verteilte er nur noch mehr und beim Anblick einer Spinne rannte er wie ein kreischendes Mädchen aus dem Haus, wo er schließlich im Schnee ausrutschte und ihn die Kinder aus der Nachbarschaft auslachten. Jetzt wurde ihm auch bewusst, wie es sich anfühlte, von anderen Menschen ausgelacht zu werden. Doch der Spielmann hatte nur wenig Geduld mit dem jungen Prinzen und so war er es irgendwann leid, ihm weitere Arbeit aufzutragen. „Du bist der unfähigste Mensch, der mir je untergekommen ist. Scher dich raus aus meinem Haus!“
„Pah, als ob man diese Bruchbude Haus nennen konnte.“, entgegnete der Prinz eingeschnappt und tat anschließend wie ihm geheißen. Er fühlte sich in der Bruchbude ohnehin nicht wohl, doch nun war er allein auf den Straßen und da gerade Winter war, fror es ihm am ganzen Leib. Nachdem er frierend durch die Straßen und von Haus zu Haus zog, um Asyl zu betteln, knickte er in einer Gasse neben einem Wirtshaus zusammen. Köstlicher Duft von gebratenem Wildschwein zog aus einem der Küchenfenster und Prinz Schnattergans glaubte schon, sich im Himmel zu befinden, als ihn die kalte Realität einholte. „Hey du!“, rief eine Stimme und ein schwarzbärtiger Mann in Ritterrüstung stand plötzlich vor dem Prinzen. „Wenn du nicht erfrieren willst, dann komm mit mir. Ich bin Soldat im Schloss von König Drosselglied und wir könnten noch ein paar Küchenhilfen gebrauchen. Ich hoffe du kannst Kartoffeln schälen…, aber wenigstens hast du dann ein Dach über dem Kopf.“
Prinz Schnattergans nickte und folgte dem Soldaten zum Schloss von König Drosselglied. Er schämte sich, dass er nun ausgerechnet bei dem Menschen Zuflucht erhielt, den er einst so hämisch ausgelacht hatte. Prinz Schnattergans wollte nicht wieder in die Kälte hinausgetrieben werden und bemühte sich redlich, die Aufgaben in der Küche umzusetzen. In der Tat gab er sich endlich mehr Mühe und stellte sich am Ende gar nicht mal so schlecht an.
Die Wochen vergingen und mit der Zeit bekam Prinz Schnattergans Gefallen an seiner Arbeit. In seinem Gesicht war ein Lächeln abzuzeichnen, das nicht von Spott und Häme gezeichnet war, sondern von Glück und Zufriedenheit. Doch dieses Lächeln verschwand je, als die Köchin des Schlosses ihm eine große Neuigkeit verkündete: „Hast du schon gehört, unser hochgeschätzter König Drosselglied hat endlich den Mann fürs Leben gefunden und möchte ihn heiraten. Die Hochzeit soll in einer Woche stattfinden. Adelige aus allen Herrn und Ländern werden herbeikommen. Das wird unsere Küche zum Kochen bringen, aber ich freu mich so für unseren König. Er ist ein gnädiger Herr und hat es verdient glücklich zu sein, wo doch dieser Fluch der Hexe auf ihm lastet.“
„Dürfen Schlossangestellte ebenfalls auf der Hochzeit erscheinen?“, fragte Prinz Schnattergans neugierig, denn er wollte gerne sehen, wen König Drosselglied zum Mann nahm.
„Aber selbstverständlich…“ Die Köchin lächelte, doch irgendetwas störte Prinz Schnattergans daran.
Eine Woche später stand der Prinz tatsächlich im Thronsaal, in der die Feierlichkeiten zur Hochzeit stattfanden, doch nicht als Gast, wie er es sich vorgestellt hatte, sondern als Kellner, der die dreckigen Gläser einsammelte. Doch Prinz Schnattergans wollte nicht meckern, bekam er doch wenigstens ein bisschen was von der Hochzeit zu sehen. Er staunte nicht schlecht, als er König Drosselglied in seinem prachtvollen Königsgewand erblickte, in dem er einfach fabelhaft aussah. Zwar machte sich sein großes Glied noch immer durch die Hose bemerkbar, aber der Prinz störte sich gar nicht mehr daran. Das einzig Seltsame war, dass er den Bräutigam von König Drosselglied nirgends erblicken konnte. Prinz Schnattergans stellte sich auf Zehenspitzen und blickte im Saal umher, doch konnte er keine Person entdecken, die auch nur ansatzweise danach aussah, als würde sie sich gleich mit König Drosselglied vermählen. Er belauschte die Gespräche der Gäste, doch auch da erfuhr er nicht mehr über den Bräutigam. Es schien sogar so, als ob niemand den Bräutigam des Königs kannte, geschweige denn je zuvor gesehen hätte. Sehr mysteriös!
„Ah siehe da, wenn das nicht mein stets unzufriedener Sohn ist.“, sagte plötzlich eine Stimme und vor dem Prinzen stand plötzlich sein Vater, der König aus dem Nachbarsland. „Wie ich gehört habe, hast du es nicht sehr lange bei dem Spielmann ausgehalten. Jetzt bist du Küchenhilfe in diesem Schloss? Erstaunlich, wie sich die Dinge entwickeln…“
„Vater ich…“ Prinz Schnattergans wusste nichts zu erwidern. Ihm war es inzwischen unangenehm, welche Probleme er seinem Vater all die Jahre bereitet hatte. „Bitte verzeih mir Vater!“ Der König blickte seinen Sohn ernst an, schien aber positiv überrascht über dessen Worte zu sein.
Doch zu einer langen Aussprache kam es nicht, denn plötzlich ertönte die Musik im Saal und alle Gäste fingen zu Tanzen an. Prinz Schnattergans wollte sich spurten und die dreckigen Gläser schnell zurück in die Küche bringen, als völlig unerwartet König Drosselglied vor ihm stand und ihm den Weg versperrte. „Kennen wir uns nicht?“, fragte er mit Argwohn, doch schien er sich schnell an den Prinzen zu erinnern. „Ach ja richtig, seid ihr nicht Prinz Schnattergans? Wobei Prinz Meckerziege wohl eher zu euch gepasst hätte. Wie dem auch sei. Ich war gerade auf der Suche nach meinem zukünftigen Bräutigam, da stolpere ich über euch. Ihr seht in eurer Kleidung zwar nicht wie ein Adeliger aus, aber dennoch will ich euch wie einen der Unseren behandeln. Deshalb meine Frage: Würdet ihr diesen einen Tanz mit mir tanzen?“
Prinz Schnattergans schaute leicht verblüfft. Mit solch einer Wendung der Ereignisse hatte er am allerwenigsten gerechnet. Früher hätte er König Drosselglied schimpfend von dannen gejagt, doch nun freute er sich über dessen freundliches Angebot und sagte schüchtern ja. Als der Prinz den König auf die Tanzfläche begleitete, berührte er erstmals seine Hand. Völlig unerwartet bekam der Prinz weiche Knie. Was war nur los mit ihm? Hatte er etwa Gefühle für König Drosselglied entwickelt? Ich Dummerchen, dachte sich Prinz Schnattergans, wo er doch genau wusste, dass dies die Hochzeit von König Drosselglied war und irgendwo im Saal sein Bräutigam umherschwirrte. „Wo ist eigentlich der Glückliche, den Sie zu ihrem Gatten erwählt haben?“, fragte Prinz Schnattergans ganz beiläufig.
König Drosselglied antwortete nicht, stattdessen lächelte er verschmitzt, als ob Prinz Schnattergans die Antwort kennen müsste. Beim Tanzen kamen sie sich immer näher und alle Augen waren auf den König und den Prinzen gerichtet. Plötzlich zog König Drosselglied den Prinzen näher zu sich heran und Prinz Schnattergans spürte mehr als nur Herzklopfen. „Oh… ist das etwa… verzeiht mein König.“
„Schon in Ordnung, mein Prinz.“, erwiderte König Drosselglied, der nur noch breiter grinste. „Wenn ihr mein zukünftiger Bräutigam werden möchtet, dann werdet ihr mein Glied ohnehin öfters spüren.“
„Wenn ich was werden möchte?!“, fragte Prinz Schnattergans verwirrt, tanzte aber weiter.
„Mein Bräutigam.“, wiederholte König Drosselglied, der mit einem Mal etwas ernster wirkte. „Schon am ersten Tag, als ich euch gesehen habe, war ich hin und weg von euch. Nur euer Charakter war verdorben, aber das haben euer Vater und ich euch zum Glück aller ausgetrieben.“ Nun hörte der Prinz gänzlich zum Tanzen auf und blickte zunächst erschrocken zu seinem Vater und dann zu König Drosselglied. Dieser wiederum klärte ihn auf: „Verzeiht mein Prinz, dass wir euch in die Irre geführt haben, aber euer Vater bat mich ihm zu helfen, euch auf den richtigen Weg zu führen. Also hab ich mich zunächst als alter Spielmann verkleidet und danach als Soldaten, um euch hierher zu locken.“
„Das wart ihr?!“, stieß Prinz Schnattergans erschrocken aus. „A-Aber…, das kann nicht sein. I-Ich meine…, das hätte ich doch gemerkt. Euer Glied… es ist unübersehbar!“
„Deshalb trug ich als Spielmann ja auch zerlumpte Kleider und lief in gebückter Haltung, damit ihr es nicht merkt, und bei einem Soldaten in einer Ritterrüstung sieht man sowieso nichts.“, klärte König Drosselglied ihn auf. „Auch wenn ich zugebe, dass es in der Rüstung ganz schön gezwickt hat…“
Prinz Schnattergans war über diese Offenbarung schockiert. Er fühlte sich betrogen und hintergangen und das von den Menschen, die ihm inzwischen am Allerwichtigsten waren – von seinem Vater und von König Drosselglied, für den er tatsächlich Gefühle entwickelt hatte. Weil er sich bloßgestellt fühlte, rannte der Prinz davon, raus aus dem Thronsaal und raus aus dem Schloss. Doch allzu weit kam er nicht, denn König Drosselglied holte ihn auf der Marmortreppe schnell ein und versperrte ihm den Weg. „Bitte mein Prinz, wenn ich euch verletzt habe, dann tut es mir Leid, aber ich hab das nur getan, weil ihr dabei wart, euer eigenes Leben zu zerstören… und weil ich euch liebe.“ König Drosselglied rückte keinen Schritt zur Seite und wer glaubte, Prinz Schnattergans würde nun rückfällig werden und wieder grenzenlose Wut empfinden, der irrte sich.
Der Prinz schritt langsam auf König Drosselglied zu. Seine Miene wirkte wie versteinert – ernst und traurig zugleich – bis sich plötzlich ein Lächeln in seinem Gesicht abzeichnete. „Naja, eine Flucht wäre ohnehin zwecklos gewesen, denn an eurem langen Glied wäre ich im Leben nicht vorbeigekommen.“ König Drosselglied schmunzelte und Prinz Schnattergans beugte sich zu ihm vor und drückte ihm einen langen Kuss auf die Lippen. Hinter ihnen hatten sich die adeligen Gäste versammelt und applaudierten den frisch Verliebten zu, darunter auch der Vater von Prinz Schnattergans.
Zwei Welten prallten aufeinander, einer unterschiedlicher als der andere und doch haben sie sich am Ende gefunden. Die Liebe bahnt sich eben immer ihren Weg und wenn Prinz Schnattergans nicht gestorben war, dann durfte er höchstpersönlich Hand am Glied der Drossel anlegen!

ENDE!


Auch Lust Geschichten zu schreiben? Dann kann ich dir empfehlen, dass hier mal durchzulesen:
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 14 Feb 2018, 18:41

Was lange währt... keine Ahnung wie lange ich jetzt schon an diesem einen Märchen hier schreibe, aber gestern und heute habe ich es endlich fertiggestellt. Bislang glaube ich auch das längste Märchen. Pünktlich zu Valentinstag kann ich euch also mit einer neuen Märchen-Parodie beglücken. Dieses Mal nehme ich die Artussage aufs Korn. Viel Spaß beim Lesen und ich freue mich über Feedback. :flag:


Artie und die Stripper der Tafelstange
Es war einmal vor sehr langer Zeit, da lebte ein junger Knabe auf dem Hof seines Stiefvaters Sir Erektor. Der Name des Knabes lautete Arthur, doch wurde er von allen einfach nur Artie genannt. Arties Mutter, Miss Vibrator, verstarb bereits im vorherigen Winter an einer tödlichen Grippe und so wurde Artie von seinem Stiefvater allein großgezogen. Sir Erektor behandelte Artie als wäre er sein eigener Sohn, doch verhätschelte er ihn ein wenig zu sehr, so dass aus ihm nie ein richtiger Mann wurde. Er war nur von sehr mickriger Statur, der keinen blassen Schimmer von Schwerstarbeit hatte, was auch seine dünnen Ärmchen erklärte. Muskeln suchte man an ihm vergeblich, doch dafür besaß Artie etwas sehr viel wichtigeres im Leben: Ein Herz!
Wie so ziemlich jeder Mensch auf Erden, trug auch Artie ein Geheimnis mit sich herum, von dem er bisher noch niemanden erzählt hatte: Er stand auf Jungs! Doch da er von zierlicher Statur war und nur selten von seinen Mitmenschen ernst genommen wurde, hatte er sich nie getraut, seiner Vorliebe näher nachzugehen. Bis er irgendwann den Entschluss fasste, endlich ein richtiger Mann zu werden!
Eines Nachts schlich er sich leise vom Hof seines Stiefvaters, um ein einmaliges Abenteuer zu erleben: Er suchte einen Stripclub für schwule Männer auf! Zugegeben, etwas unwohl war ihm schon dabei, aber als er den ersten Fuß über die Schwelle setzte, gab es für ihn kein Zurück mehr.
„Komm nur herein, mein Kleiner.“, sagte der Besitzer des Stripclubs „Camelot“. „Hier wird für jeden etwas Spaß geboten, sogar für einen süßen Twink wie du einer bist.“
Artie trat näher herein und wurde mit jedem Schritt etwas mutiger. An der Bar hockten zwei etwas ältere Männer ohne Haar, die sich ein Bier gönnten und dabei Zärtlichkeiten miteinander austauschten. Nervös blickte sich Artie weiter um und ließ sich dabei von der mittelalterlichen Musik mitreißen. Er fing an, sein Tanzbein zu schwingen, um auf sich aufmerksam zu machen, doch musste er dabei sehr lächerlich ausgesehen haben, da ihn viele Männer nur stirnrunzelnd ansahen.
Da wurde die Musik plötzlich lauter und die Männer um ihn herum, brachen in Begeisterung aus. Artie musste sich nicht lange fragen wieso das so war, denn es dauerte nur wenige Sekunden, da kamen sieben junge Kerle hinter einem Vorhang hervor, von denen einer attraktiver als der andere war. Die sieben Jungs tanzten auf einem höher gelegenen Podest, ließen sich von den Jubelrufen der Männer anspornen und brachten den Schuppen zum Beben. Sie ließen nichts ungenutzt, tanzten wie wild an einer Stange, oder züngelten miteinander, während die Männer ihnen Geldscheine zusteckten. Für jeden Geldschein, den die jungen Kerle erhielten, entledigten sie sich eines Kleidungsstückes, bis sie nur noch in silberner Unterwäsche dastanden, die reichlich knapp bemessen war. Artie glaubte seinen Augen nicht zu trauen: Die sieben jungen Kerle waren megagutgebaut, denn ein jeder besaß einen Sixpack und die Oberarme eines Gorillas. Artie trat näher heran, um mehr zu sehen, da packten ihn plötzlich zwei Hände von unten, die ihn auf das höher gelegene Podest hinauf hievten. Völlig unerwartete fand sich Artie unter den Strippern wieder, während die Männer vor Freude und Geilheit pfiffen und applaudierten. Einer der Stripper kam auf Artie zu. Er hatte langes blondes Haar und den Ansatz eines Bartes. Artie rutschte das Herz in die Hose, als der Stripper seine Hände um seine Taille legte und ihn dazu aufforderte mitzuschwingen. Etwas störrisch versuchte Artie mit dem Hintern zu wackeln, was lautes Gelächter der Männer zur Folge hatte. Artie wurde rot im Gesicht und schämte sich, doch der Stripper gab nicht auf. „Los, zeig was du kannst und vor allem was du hast!“
Mit einem Mal standen zwei weitere Stripper hinter Artie, die ihm die Hose samt Unterwäsche runterzogen, sodass Artie in seiner vollen Pracht dastand. „Ups, war wohl doch keine so gute Idee.“, sagte der Stripper vor ihm lächelnd, als er bei Artie nach unten sah. Die Männer im Stripclub fingen zu lachen an, denn bei Artie war nicht besonders viel zu sehen…
Beschämt rannte Artie schnell hinter den Vorhang, wo ihn keiner mehr angaffen konnte. Er war das Gespött aller Männer. Tränen schossen ihm ins Gesicht, bis der Stripper mit dem langen blonden Haar hinter ihm trat und ihm ein Taschentuch reichte. „Hier ein Tempo…“
„Meine Hose wäre mir lieber.“, erwiderte Artie gekränkt.
„Tut mir Leid, aber die ist wohl flöten gegangen. Ich kann dir einen Schottenrock anbieten…“ Der Stripper ging schnell in seine Umkleide und brachte Artie den Schottenrock. „Besser als nichts.“, meinte der Stripper, nachdem er ein letztes Mal bei Artie nach unten blickte. „Mein Name ist Lanzelang und ich entschuldige mich dafür, dass wir dich gerade so bloßgestellt haben.“
„Ach lass mich doch in Ruhe.“, sagte Artie eingeschnappt.
„Es muss schwer für dich sein, mit nur so wenig gesegnet zu sein.“, meinte Lanzelang, woraufhin Artie ihn nur noch verärgerter ansah. „Verzeih, aber vielleicht gibt es einen Weg, um dies zu ändern!“
„Ach ja, mit Magie oder was?“, fragte Artie, der Lanzelang ansah, als wäre er verrückt.
„In gewisser Weise ja.“, bestätigte Lanzelang. „Es gibt da einen Druiden namens Marlin. Er wohnt außerhalb der Stadt im Zauberwald, in dem ein mysteriöser See liegt. Den ganzen Tag über herrscht dort dichter Nebel und nur wenige trauen sich in die Nähe des Sees, da gemunkelt wird, dass ein Monster dort sein Unwesen treibe. Doch mitten im See, im Verborgenen, soll sich die legendäre Insel Avalon befinden, die einen Schatz beherbergt.“
„Und wie soll mir dieser Schatz nun weiterhelfen?“, fragte Artie skeptisch.
„Eine Legende besagt, dass dieser Schatz nur von einem Jungen in Besitz genommen werden kann, der mit dessen Hilfe zu einem echten Mann wird.“, erklärte Lanzelang Artie genauer. Dieser jedoch blickte den Stripper weiterhin skeptisch an, als wäre das Blut in seinen Adern übergekocht. Wenn du mir nicht glaubst, dann begleite ich dich eben. Dann weißt du, dass ich dich nicht in die Irre führen will und dich belüge. Ich hab gleich Feierabend, dann können wir sofort aufbrechen. Was sagst du?“
Artie war damit einverstanden. Er hatte zwar nach wie vor Bedenken, aber sein Wunsch, ein echter Mann zu werden, war stärker. Also wartete er auf Lanzelang und etwa eine halbe Stunde später begann die Reise zum Zauberwald.

In binnen einer Stunde hatten sie den Zauberwald erreicht. Lanzelang schien sich dort gut auszukennen, denn er führte sie auf direktem Wege zu einem kleinen Häuschen, aus dessen Kamin Rauch emporstieg. Artie stellte überraschend fest, dass das kleine Häuschen aus Lebkuchen und anderen süßen Leckereien bestand. „Wer wohnt hier? Eine alte Hexe?“
„Ich muss doch sehr bitten.“, sagte plötzlich ein alter Mann mit langem weißem Bart. Artie erschrak und fiel rücklings in eine Wanne aus rosa Zuckerglasur. „Jetzt noch ein Marzipanherzchen auf seine Nase geklebt und er gäbe ein süßes Valentinstags-Geschenk ab.“
„Onkel Marlin!“, rief Lanzelang inzwischen laut und umarmte den alten Greis.
„Lanzelang? Mensch, wir haben uns ja seit Ewigkeiten nicht mehr gesehen. Wie viel Zeit ist seit unserer letzten Begegnung vergangen?!“, rief Marlin glückselig.
„Äh… ein Tag?!“, antwortete Lanzelang irritiert. „Onkel, hast du wieder mal deine „Ich-erinnere-mich-an-alles-Pillen“ mit deinen „Amnesie-Tabletten“ verwechselt?“
„Papperlapapp. Sehe ich etwa so aus? Ich mein ja nur… Jedes Mal wenn ich dich sehe, bin ich aufs Neue von deinen beeindruckenden Oberarmen überrascht.“, sagte Marlin froh und munter, während Artie sich aus der rosa Zuckergussglasur befreite und den ganzen Boden damit bekleckerte. „Wer ist dein süßer Begleiter?“ Süß? Artie horchte auf. Dieser alte Mann war doch nicht etwa pädophil, oder etwa doch? „Also süß, weil er von oben bis unten in Zuckerguss getunkt ist.“ Artie atmete sowohl erleichtert, als auch genervt aus. Ein Bad wäre jetzt nicht schlecht, dachte er sich.

Nachdem sich die Beiden etwas bei dem Druiden Marlin ausruhten – und Artie baden konnte – machten sie sich gemeinsam auf zu dem See, von dem Lanzelang sprach. Marlin führte sie unbeschadet bis ans Ufer. Der See war in dichten Nebel gehüllt. Lanzelang hatte bislang also die Wahrheit gesagt, aber ob es hinter dieser Nebelwand tatsächlich eine legendäre Insel gab, auf der sich ein geheimnisvoller Schatz verbarg? „Seid auf der Hut. Hinter diesem Nebel verbergen sich viele Gefahren. Viele die dort hinein gegangen sind, wurden nie wieder gesehen – hauptsächlich Männer.“
„Wie kommen wir über den See?“, fragte Artie besorgt. „I-Ich kann nicht schwimmen.“
„Das hab ich befürchtet.“, meinte Lanzelang, der sich bereits in Badehose präsentieren wollte.
„Überlasst das nur mir. Es gibt da eine Zauberformel, mit dessen Hilfe ich euch trocken über den See bringe.“, sagte Marlin, der sich stolz die Ärmel hochkrempelte. Offenbar freute er sich richtig, endlich mal etwas zu tun zu bekommen. Marlin wollte gerade loslegen, als er innehielt.
„Was ist los Onkel?“, fragte Lanzelang.
„Ich hab die Zauberformel vergessen.“, antwortete Marlin und fing zu lachen an.
Ich beugte mich zu Lanzelang vor. „Wie alt ist dein Onkel eigentlich? 130?“
„Ich bitte dich. So alt nun auch wieder nicht.“, antwortete Lanzelang pampig. „Er ist erst 129!“
„Oh ja…, das ist natürlich sehr viel jünger.“, gab Artie sarkastisch von sich.
„Ah, jetzt erinnere ich mich wieder!“, rief Marlin zwischenzeitlich hellauf begeistert. „Jetzt weiß ich die Zauberformel wieder.“ Marlin schloss seine Augen, streckte seine Hände aus und versuchte sich zu konzentrieren. Dann sagte er laut und deutlich: „Boot!“
Wie aus dem Nichts, tauchte ein kleines Holzboot am Seeufer auf. Lanzelang und Artie starrten Marlin verwirrt an. „Das war alles?“, fragte Artie argwöhnisch.
„Das war alles.“, bestätigte der alte Mann. „Wieso? Wolltet ihr einen Luxusdampfer? Das hat den Menschen auf der Titanic auch nicht viel geholfen…“
„Los jetzt! Lasst uns keine Zeit mehr verlieren!“, rief Artie sichtlich genervt.
„Jawohl! So stell ich mir einen mutigen Seefahrer vor.“, sagte Lanzelang begeistert. „Keine Zeit verlieren. Das Ziel vor Augen!“
Artie und Lanzelang stiegen in das Boot und paddelten los. Der Nebel umgab sie schneller als gedacht und schon bald war vom Abschied winkenden Marlin nichts mehr zu sehen. Die See war ruhig und lediglich das Plätschern des Wassers war zu hören. „Glaubst du, hier gibt es ein Seemonster?“, fragte Artie nach einer Weile verängstigt.
„Keine Ahnung, aber wenn, dann werden wir es sicherlich bald erfahren.“, antwortete Lanzelang ihm, während dieser eifrig weiterpaddelte. An Ausdauer und Kraft mangelte es ihm schließlich nicht.
Die Beiden trieben lange über das Gewässer. Für Artie fühlte es sich wie eine Ewigkeit an, als ihr Boot plötzlich auf Grund lief. „Land. Ist das die Insel Avalon?“, fragte Artie, während er sich umsah.
Lanzelang taute das Boot an einem Felsen fest, ehe sie ins Innere der Insel aufbrachen. Die Bäume standen hier dicht beieinander, was ihnen die Sicht auf das was vor ihnen lag erschwerte. Nach einer Weile hörten sie ein seltsames Geräusch. „Hörst du das?“, fragte Artie. „Was ist das?“
„Dieses Geräusch würde ich unter tausenden von Geräuschen erkennen.“, meinte Lanzelang zugleich. „Da stöhnt jemand, als hätte er gerade wilden und hemmungslosen Sex!“
„WAS?! Hier? Auf dieser Insel?!“, stieß Artie ungläubig aus.
„Ja warum denn nicht? Ist das Paradies auf Erden. Natur, Freiheit, Stille…, naja bis auf das Stöhnen.“, sagte Lanzelang und schmunzelte jetzt. „Los, lass uns nachsehen, wer hier so viel Spaß hat.“
Lanzelang schritt voran. Artie, der noch etwas unsicher war, folgte ihm schließlich. Sie erreichten eine Lichtung, in dessen Mitte ein großer Felsen stand. Etwas ragte daraus empor, aber ihre Aufmerksamkeit galt erst einmal etwas anderem: Am Felsen lehnten zwei Kerle, splitterfasernackt und hatten – wie Lanzelang schon richtig festgestellt hatte – Sex. „Oh ja Ness. Du bist wahrhaftig ein Sexgott!“, rief der Mann, der den passiven Part einnahm. Artie wurde schon rot beim Zusehen, wohingegen Lanzelang sichtlich begeistert zu sein schien.
Was sollten sie jetzt tun? Weiterhin zusehen und auf den Höhepunkt warten? Doch so weit kam es gar nicht erst, denn der Mann namens Ness wurde auf die ungebetenen Zuschauer aufmerksam. „Wer seid ihr denn?“, fragte er, während er sich die Hose wieder hochzog und sein Partner vor Scharm die Flucht ergriff. „Seid ihr gekommen, um an meiner Orgie teilzunehmen?“
„Orgie, was? Nein, vielen Dank!“, lächelte Artie beschämt.
„Auf jeden Fall!“, rief Lanzelang hingegen zugleich, was Artie weniger überraschte.
Ness grinste. „Ich sehe schon. Einer mit dem man(n) Spaß haben kann und einer, der noch etwas schüchtern ist. Ich stehe ja auf beide Sorten von Mann. Mein Name ist Ness und ich bin der Herrscher über Avalon. Die Gestrandeten auf dieser Insel nennen mich aber auch den Sexgott oder aber das Monster im Loch!“ (Anmerkung des Autors: In Schottland ist ein „Loch“ ein „Gewässer“, aber wer hier zweideutig denkt, der denkt goldrichtig!)
Ness schien sichtlich stolz auf seine Titel zu sein, wenngleich Artie ihn ein wenig eingebildet fand, so musste er dennoch zugeben, dass Ness eine Augenweide an Mann war. Er schien einen großen Hammer in seiner Hose zu beherbergen. „Der Junge hier…“ Lanzelang zeigte auf Artie, „… sucht nach dem geheimnisvollen Schatz von Avalon. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als ein echter Mann zu werden.“
„Diesen Wunsch hatten viele, die hierher gereist sind.“, meinte Ness. „Seht her, hier im Felsen befindet sich dieser besagte Schatz, aber keinem ist es bislang gelungen, diesen für sich zu beanspruchen, denn er steckt tief im Felsen drin und keiner konnte ihn bislang herausziehen. Alle gaben sie auf und verloren das Vertrauen in ihre Männlichkeit. Also versuchte ich sie aufzuheitern und machte sie zu meinem Eigen. Nun leben zwei Dutzend an Männern in Avalon. Ohne Sorgen, dafür mit viel Testosteron. In Avalon gibt es nur ein Gesetz: „Keiner gehört irgendwem. Jeder mit jedem und das so oft wie jeder will!“
„Oh mein Gott, dass ist das Paradies auf Erden!“, rief Lanzelang begeistert.
„Ja, ich bin ein Gott. Wollt ihr jetzt mein Monsterteil in euch spüren?!“, fragte Ness selbstverliebt.
„Nein.“, antwortete Artie. Keine Ahnung woher auf einmal dieser Mut kam, denn beim Anblick von Ness konnte er sich selbst kaum zurückhalten, um sich nicht auf ihn zu stürzen, aber im Moment wollte er nur eines: Den Schatz, um endlich ein echter Mann zu werden.
„Dann versuche dein Glück. Ich werde später da sein, um dich in meinen starken Armen aufzufangen.“, sagte Ness. „Danach lasse ich dich erst wieder gehen, wenn ich dich beglückt habe. Ob du dann jedoch noch gehen willst, wage ich zu bezweifeln.“
Artie schluckte. Er konnte seine Augen kaum von Ness abwenden. Dennoch versuchte er sich jetzt auf den Schatz zu konzentrieren. Alles andere war unwichtig. Artie bestieg den Felsen mit all seiner Kraft. Dort ragte etwas aus dem Stein. Etwas langes, etwas gigantisches! Was auch immer es war, er hoffte so sehr, dass es ihm dabei half, endlich auch ein Mann zu werden. Artie legte seine Hände an den Schatz und zog daran, so fest er nur konnte und siehe da… es rührte sich nichts.
„Tja, netter Versuch Kleiner, aber das war wohl nix.“, sagte Ness schadenfroh. Artie überlegte. Mit bloßer Kraft war der Schatz nicht aus dem Felsen zu kriegen. Desillusioniert wollte er schon aufgeben, als er ausrutschte und mit einem Schrei auf den Schatz fiel. Sein Mund nahm den Schatz gänzlich in sich auf. Artie war überrascht, denn der Schatz schmeckte überraschend gut. So gut, dass er sich gar nicht mehr davon befreien konnte und den Schatz mit seiner Zunge abtastete. Dann geschah etwas Unglaubliches: Der Schatz wurde länger und länger und auf einmal hatte Artie ihn in seinen Händen. Lanzelang und Ness fielen die Münder auf. „Das glaube ich einfach nicht!“, rief Ness erstaunt. „Wie ist dir dieses Wunder gelungen?“
Artie zuckte mit den Schultern. „Ein Mann muss nicht nur gut mit seinem eigenen Stück umgehen können, er sollte sich auch gut in die anderen hineinfühlen können. Seht her, das ist der Schatz: Der Dildo aus dem Stein!“
Ness war so beeindruckt von Arties Errungenschaft, dass er sofort auf die Knie ging und sich vor Artie verneigte. „Ich bitte untertänigst um Verzeihung. Ab sofort seid ihr der Herrscher über Avalon! Ich will nicht anmaßend sein, aber bitte…, bitte lasst mich euren Schatz in mir spüren!“ Artie schaute Ness verwundert an. Doch dann grinste er, denn er wusste genau, was er jetzt zu tun hatte. Fünf Minuten später drang er mit dem Dildo in Ness ein, während dieser zeitgleich Lanzelang beglückte.
So gingen die Wünsche aller in Erfüllung. Doch Artie zog es wieder in seine Heimat zurück. Den Dildo überreichte er vor seiner Abreise aber Lanzelang, der bei Ness auf Avalon blieb. Artie brauchte den Dildo nicht, um ein echter Mann zu sein. Alles was er jemals gebraucht hat, war Selbstvertrauen. Die Reise nach Avalon hat ihm das verdeutlicht. Denn nicht der Weg zum Ziel war wichtig, sondern dass das Ziel der Weg war. Und wenn er nicht auf seiner Heimreise gestorben war, dann suchte er die Stripper der Tafelstange anschließend aufs Neue auf, um ihnen zu zeigen, was ein echter Mann alles kann. „Jawohl, Dance, Dance, Dance! Schwingt eure Hüften ihr geilen Hengste. Marlin will was sehen!“, rief der alte Druide aus den Zuschauerreihen und er lebte vergnügt bis an sein Lebensende.

Ende!
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