Es war einmal... ganz anders!

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 16 Mai 2014, 11:02

Danke Dragon900 :flag:
Ich kann bereits verkünden, dass ich morgen das neuste Märchen posten werde. Es wird eine Parodie von "Tarzan". Als Vorlage nahm ich aber weniger das Buch, sondern mehr die Disney-Variante, die vielleicht einige kennen. Gibt ja auch ein Musical dazu, mit den Songs von Phil Collins! <3
Es ist vielleicht kein klassisches Märchen, so wie "Rotkäppchen" oder "Schneewittchen", aber in gewisser Weise auch ein Märchen.
Mal schauen, welches Märchen ich mir danach vorknöpfe. Hat jemand einen Vorschlag? :D
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Re: Es war einmal... ganz anders!

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon GoldenStar18 » 16 Mai 2014, 13:07

Däumelinchen*
Brüderchen und Schwesterchen
Hänsel und Gretel
Dornröschen
Rapunzel
Die schneekönigin
Aschenputtl*
Die schöne und das Biest*
Die kleine meerjungfrau*
Aladin und die wunderlampe*

Typische Märchen und Geschichten
Die besten von denen ich denke dass man was gutes draus machen kann hab ich mit nem * gekennzeichnet
Wenn du wissen willst wie ich das im speziellen meine frag einfach per pn oä
Manchmal sollte man nicht zu viel nachdenken - wenn sich was richtig anfühlt ist wahrscheinlich auch so

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 17 Mai 2014, 20:29

Bis auf "Däumelinchen" und "Die Schneekönigin" hatte ich schon alle auf meiner Liste der geplanten Märchen. Danke dir jedenfalls Maxi <3 Bei Rapunzel hab ich schon eine sehr gute Idee. Auch die letzten vier von dir genannten dürften nicht allzu schwer umzusetzen sein.^^ Würde mich schon interessieren, was du da für Ideen hättest. :)

Das heutige Märchen ist vielleicht weniger lustig und durchgeknallt wie die vorigen, aber ich wollte mich dieses Mal ein bisschen mehr auf eine Liebesromanze konzentrieren. Da die Geschichte allerdings nicht allzu lang werden sollte, war dies gar nicht so leicht. Hoffe euch gefällt das Ergebnis...



Ich Tarzan, du Jay!
Es war einmal in einer längst vergangenen Zeit. Da segelte ein Handelsschiff über die sieben Weltmeere, als es in einen Sturm geriet und von der See verschlungen wurde. Ein Mann und eine Frau konnten sich mit ihrem Neugeborenen zum Glück in einem Beiboot in Sicherheit bringen und strandeten auf einer unbekannten Insel. Dort wurden die Eltern des Neugeborenen jedoch von einem gefährlichen Leoparden getötet. Als der Leopard auch über das Neugeborene herfallen wollte, kam ein Gorillaweibchen dem Baby zur Hilfe und rettete ihm das Leben. Das Gorillaweibchen nahm das Baby mit zu ihrer Herde und fortan wurde es von den Gorillas groß gezogen. Sie nannten es Tarzan, das mit den Jahren zu einem stattlichen Mann heranwuchs. Zwanzig Jahre sind seitdem vergangen und genau hier beginnt unsere Geschichte!
„Auuuuwauuuuuwauuuuw!“, schrie Tarzan, der lediglich mit einem Lendenschurz bekleidet war, durch den Dschungel, während er sich von Liane zu Liane schwang.
„Heilige Bananenschale! Dieses Gebrüll hält doch kein Affe aus.“, jammerte sein bester Gorillakumpel Terki am Erdboden, der sich bei dem Gejaule lieber die Ohren zuhielt.
„Ich versuche nur meine Liebe zum Dschungel zum Ausdruck zu bringen.“, erklärte Tarzan ihm, als er neben ihm zur Landung ansetzte und stolz seine Brust rausdrückte.
„Na hoffentlich jaulst du nicht auch so, wenn du dich mal in was beziehungsweise wen anderes verliebst.“, meinte Terki zu ihm. „Und bring deine Brust nicht so zum Ausdruck, oder willst du mich damit etwa beeindrucken?“ Terki streckte seine Brust ebenfalls raus, die allerdings viel haariger war.
„Etwas anderes lieben als den Dschungel? Was könnte man denn sonst lieben, Terki?“, fragte Tarzan seinen besten Freund, da er keine Ahnung von der wahren Liebe hatte.
„Ähm…äh…also die Sache ist die… ich äh…also äh…“, stotterte Terki herum.
„Heilige Krokodilschuppen. Terki, du stotterst herum, wie ein weichgespülter Orang-Utan. Sag mir was los ist! Vielleicht kann ich dir helfen.“ Tarzan blickte seinen besten Freund mit seinen großen Kulleraugen an, während er ihm dezent näher auf den Pelz rückte.
Terki schien für einen kurzen Moment nachzudenken und mit sich zu hadern. Tarzan starrte ihn mit einem so freundlichen Gesicht an, dass es ihm nur sehr schwer fiel, ihm nicht seine wahren Gefühle auf den Tisch zu legen. „Musst du mich mit deinen Kokosnuss-Augen so anstarren? Und diese Fratze… diese grinsende, feuchtfröhliche, gutgemeinte, liebevolle Fratze. Bäh! Igitt!“ Nein, Terki konnte Tarzan einfach keinen reinen Bambusmilch einschenken. Wie könnte er auch. Er selber war ein haariger Gorilla und Tarzan ein nackter Affe, der nur leider nichts von seiner Herkunft wusste.
Tarzan wollte zwar nicht nachgeben, doch als ein lautes Geräusch den Urwald erschütterte, wurde seine Aufmerksamkeit umgelenkt. Eine Schar Vögel stieg über den Bäumen hervor und flogen über den Urwald und über die Köpfe von Tarzan und Terki hinweg. Dabei fiel Vogeldreck auf Terkis Schulter. „Sag mal, du blödes Federvieh, benutz beim nächsten Mal doch auch Bananenblätter, wie wir Affen. Eine Unverschämtheit! Entleert der blöde Piepmatz seinen Darm auf meiner Schulter…!“ Terki versuchte sich von dem Vogeldreck zu befreien und merkte dabei gar nicht, dass Tarzan inzwischen dem Geräusch nachging. „Tarzan? Tarzan?!“, schrie Terki verzweifelt nach seinem besten Freund, als er dessen Verschwinden bemerkte. Terki hielt das für kein gutes Omen…
Tarzan schwang sich elegant von Liane zu Liane, um den fremden Geräusch auf den Grund zu gehen. Was könnte das nur gewesen sein? Er kam der Antwort auf die Spur, als er auf einem Ast zum Stillstand kam und am Boden drei Wesen entdeckte…, die ihm ähnlich und doch auch nicht ähnlich sahen. Sie hatten dieselbe Haut wie er, doch trugen sie ihren Lendenschurz auch über ihre Brüste – ja sogar auf ihren Köpfen und an ihren Füßen! Einer der drei Wesen hielt eine Art Werkzeug in seinen Händen und als er die Elefanten am Wasserfall trompeten hörte, ließ er sein Werkzeug Feuer speien. „Mister Doryan!“, rief der Junge, der hinter dem anderen Mann her trottete – er sah hübsch aus... „Sie führen sich wie ein Elefant im Porzellanladen auf. Wir sind hier um die Tiere zu beobachten und nicht um ihnen Angst einzujagen! Mit ihrer sinnlosen Schießerei, vertreiben sie die Tiere doch nur.“
„Mister Cheeky, würden sie ihrem Sohn bitte erklären, dass meine Aufgabe darin besteht, sie Beide zu beschützen, damit wir nicht alle als Tigerfutter enden?!“, bat Mister Doryan einen älteren Mann.
„Daddy, würdest du Mister Doryan bitte erklären, dass es in Afrika keine Tiger gibt? Die leben nämlich in Asien!“, sagte der Junge mit dem braunen strubbeligen Haar.
Mister Cheeky, der Vater von dem Jungen, wollte sich allerdings auf keine der beiden Seiten stellen. „Mister Doryan, Jay, würdet ihr Beide bitte eure verdammten Mäuler stopfen und endlich ruhig sein. Wir sind hier im gefährlichsten Dschungel der Welt und ihr habt nichts Besseres zu tun, als euch ständig in den Haaren zu liegen. Ich glaube langsam, dass ihr Zwei total Banane seid!“
„Na schön.“, sagte der Junge namens Jay schließlich etwas beleidigt. „Ihr Beiden dürft gerne alleine weiter ziehen. Ich ziehe es vor hier zu bleiben und werde versuchen den Aracombus Norahla Nervigus auf meinem Kunstbrett zu verewigen. Wenn ihr gestattet?!“ Der Junge verließ seine Herde und da er Tarzan so sehr in den Bann zog, folgte dieser ihm erst einmal unauffällig, von Ast zu Ast.
Jay setzte sich auf einen Felsen und beobachtete einen sehr ansehnlichen Vogel, der ihm gegenüber auf einem Zweig saß. Der Junge zog etwas aus seiner Tasche hervor und fing an, darauf herum zu werkeln. Voller Neugier und Interesse beobachtete Tarzan den Jungen. Ein so wundersames Wesen hatte er noch nie erblickt. Er wollte näher an das Geschöpf herantreten und es aus der Nähe beobachten. Tarzan hatte keine Furcht, denn er hielt sich für den König des Dschungels. Er ging also volles Risiko ein. Er kletterte zwischen den Bäumen entlang und ließ sich dann vor dem Jungen zu Boden fallen. Der Junge schrak beim Anblick von Tarzan fürchterlich auf. Er warf ihm das Kunstbrett entgegen, als er das Gleichgewicht verlor und rücklings vom Stein runterfallen zu drohte. Tarzan reagierte sofort und griff nach dessen Hand, die seiner so ähnlich war. Dies war ihre erste Berührung und Tarzan hatte das erste Mal in seinem Leben Schmetterlinge im Bauch. Info nebenbei: Terkis Leibspeise waren Schmetterlinge, doch Tarzan stand nicht auf dieses Flatterinsekt.
Der Junge brach in Panik aus und wusste nicht wie ihm geschah. Er riss sich von Tarzan Hand los und kroch rücklings auf allen Vieren zu einem Baum. „E-Ein nackter Mann…!“, stieß er entsetzt aus.
Tarzan hob inzwischen das Kunstbrett auf und musterte die Zeichnung bis ins kleinste Detail. So fremd und doch so wunderschön! Dann hob Tarzan den Bleistift auf, den der Junge ebenfalls zu Boden fallen ließ. Zuerst schnupperte er misstrauisch daran, dann knabberte er an der Spitze, nur um die Mine kurz darauf wieder auszuspucken und zu keuchen wie alter ein Opa, der im Sterben lag. Tarzan juckte es am Hinterteil und er fragte sich, ob dieses kleine Gerät auch geeignet war, um…
„B-Bist du vielleicht unterbelichtet, oder sowas?“, fragte der Junge ihn vorsichtig, doch Tarzan verstand kein Wort, was er zu ihm sagte. „Hallooo ich rede mit dir… was immer du auch sein magst.“
Tarzan ging auf allen Vieren, aber in anmutiger Haltung auf den Jungen zu. Mit seinen großen Kulleraugen musterte er den Jungen von oben bis unten. Dabei kam er ihm ganz nah, bis sich ihre Körper berührten. Tarzan schnupperte an dem Jungen, der nicht nach Affen roch. Er sah dabei zu, wie das Gesicht des Jungen so rot wie die ein Arsch vom Pavian wurde. Tarzans Nase berührte nun die Nase des anderen Jungen, der wie gelähmt zu sein schien. Dann spürte Tarzan eine Regung etwas weiter unten – es kam aus dem langen Lendenschurz, den der Junge trug. „Wage es ja nicht!“, warnte der Junge ihn eindringlich, doch da Tarzan kein Wort verstand… Er wollte die Beule im Lendenschurz des Jungen gerade mit seinen Händen untersuchen, als dieser ihn mit seinem Fuß wegtrat. „Ich hab gesagt, hör auf!“, schrie der Junge ihn nun wütend und knallrot an.
Tarzan ließ sich vom Geschrei des Jungen nicht beirren. Stattdessen schlug er sich mit einer Faust stolz auf die Brust und rief ihm seinen Namen zu: „T-A-R-Z-A-N!“
„Taaarzaaan?“, wiederholte der Junge langsam. „Was für ein bescheuerter Name ist das denn bitte? Welcher hirnamputierte Idiot hat dir diesen Namen verabreicht? Da hätte man dich genauso gut Mowgli oder Pocahontas nennen können.“
Tarzan räusperte sich freudig, denn er verstand: „Ich Tarzan, du Mowgli-Pocahontas!“
Der Junge musste unweigerlich lachen. „Nein, nein, nein, ich heiße Jay!“
Tarzan schaute den Jungen schief an. „Ich Tarzan, du nein, nein, nein, ich heiße Jay?!“
Der Junge lachte erneut und versuchte Tarzan mit seinem Herzen zu erklären, wie er hieß. „Jay.“, sagte er, mit der Handfläche an seinem Herzen. „Tarzan.“, sagte er, nachdem er seine Handfläche auf Tarzans Brust legte, an der Stelle, wo sich dessen Herz befand.
„Jay.“, wiederholte Tarzan langsam und dahinschmelzend, der nun verstanden hatte.
Dann tat Tarzan etwas, was Jay sehr in Verlegenheit brachte. Er zog ihn an sich heran, so dass sie Brust an Brust lagen. Tarzan konnte das Herzklopfen des Jungen spüren und fühlte sich glücklich. Jay hingegen wurde knallrot im Gesicht, da er einem halbnackten Mann noch nie so nahe war. Allerdings konnte er nicht abtreiten, dass es ihm nicht gefiel und er schmunzelte.
Tarzan wollte mehr über Jay erfahren und von wo er herkam und auch Jay wollte mehr über Tarzans Leben im Dschungel erfahren. So trafen die Beiden sich in den darauffolgenden Tagen immer heimlich und Jay brachte Tarzan dabei die Sprache der Menschen bei. Lediglich Tarzans Mutter, die Gorilladame Kalai, und sein bester Freund Terki bekamen Tarzans heimliche Ausflüge mit. Kalai war bewusst, dass Tarzan zu den Menschen gehörte und hinderte ihn nicht daran, doch Terki war sehr betrübt darüber und auch enttäuscht von Tarzan, dass er seine Familie und ihn im Stich ließ.
Eines wunderschönen Tages als Tarzan sich heimlich an das Camp der Menschen anschlich, um Jay zu beobachten, bekam er eine Unterhaltung zwischen ihm und Mister Doryan mit. „Sechs Tage sind wir nun schon hier und noch immer keine Spur von Gorillas oder anderen wildgewordenen Affen.“, sagte Mister Doryan, der sich lauthals bei Jay beschwerte, der derweil in einem Buch zu lesen schien.
„Mister Doryan. Affen sind sehr intelligente Tiere.“, erwiderte Jay. „Theorien besagen zwar, dass wir vom Affen abstammen, aber ich glaube, dass sie als Einziger vom Esel abstammen.“
„Jaaaay.“, sagte Mister Doryan nun ganz langsam. „Mir gefällt dein Humor. Hast du schon einmal übers Heiraten nachgedacht. Ich könnte dir da einen reifen und attraktiven Mann empfehlen.“
Jay stand von seinem Stuhl auf und schlug das Buch abrupt zu, indem er las. „Danke kein Bedarf, Mister Doryan. Vielen Dank dafür übrigens, dass sie meine neue Orientierung schamlos ausnutzen.“
Als Tarzan spätabends wieder in das Nest seiner Familie zurückkehrte, erwartete Terki ihn bereits. „Na, auch mal wieder da?“, fragte er seinen besten Freund säuerlich. „Hast du deinem neuen Freund erzählt, wie du als kleiner Junge mal mit einer Liane gegen einen Baum geknallt bist?!“
„Warum bist du so wütend? Hab ich dir was getan?“, fragte Tarzan nun.
„Da laust mich doch der Affe. Du musst echt Bananenmatsch in den Augen haben… bleib mir bloß vom Laib, du haarloser Affe!“, antwortete Terki ihm nun richtig wütend. Dann ging er auf allen Vieren davon und ließ einen verwirrten Tarzan zurück.
Tarzan legte sich zu seiner Mutter ins Nest zum Schlafen. Nur das er überhaupt nicht müde war. Seine Gedanken kreisten ständig um Jay und seine Welt, während er zum Sternenhimmel empor blickte. Irgendwann, spät in der Nacht, hörte er ein Rascheln im Gebüsch. Tarzan ging in Verteidigungsstellung, denn es könnte ja ein gefräßiger Leopard sein… doch es war kein Leopard, sondern Jay, der Tarzan aufsuchte, um ihn vor Mister Doryan zu warnen. „Er hat dich entdeckt, Tarzan! Er ist dir in euer Nest gefolgt und will alle Gorillas einsperren und mit aufs Festland nehmen.“ Es verging keine Sekunde, da hörte Tarzan einen Schuss. Sofort rannten er und Jay zu der Stelle, von der der Schuss kam. Terki lag tot auf dem Erdboden, vor ihm, Mister Doryan mit einem hämischen Grinsen und einem Gewehr in der Hand. „Doryan, sie Mörder!“, schrie Jay ihn an und ging mit geballten Fäusten auf ihn zu, doch Mister Doryan schubste ihn einfach zur Seite.
„Klappe zu, Affe tot!“, rief Mister Doryan erfreut und zielte mit seinem Gewehr nun auf Tarzan. Doch Tarzan war agil und wich seinem Schuss aus. Dann stürzte er sich auf den entsetzten Mister Doryan und es kam zu einem Handgemenge. Es folgte ein weiterer Schuss. Jay stand erschrocken daneben und fürchtete um Tarzans Leben. Doch der Schuss traf Mister Doryan, der nun leblos in Tarzans muskulösen Armen hochgehoben wurde, als Zeichen seines Triumphes.
Bereits am Tag darauf, beschloss Jays Vater, Mister Cheeky, wieder abzureisen. „Oh Tarzan, es tut mir so furchtbar Leid, was da im Dschungel geschehen ist. Vielleicht sieht man sich eines Tages wieder.“, sagte er und verabschiedete sich bei Tarzan mit einem Händeschütteln.
Jay tat sich nur sehr schwer, Abschied von Tarzan zu nehmen. Er brachte keine Worte heraus, also legte Tarzan seine Hand auf Jays Herz und brachte ihn damit zum lächeln. „Ich werde dich sehr vermissen.“, sagte Jay schließlich. Tarzan blickte ihn traurig an. Zuerst verlor er seinen besten Freund und nun auch noch sein Herz. Jay marschierte zusammen mit seinem Vater zurück zum Boot, als er plötzlich stehen blieb, kehrt machte und zurück in Tarzans Arme rannte. Er warf ihn zu Boden, woraufhin sie im Sand landeten, und schenkte ihm einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann ist Jay entweder bei Tarzan geblieben, oder er ist mit seinem Vater mitgegangen, aber eines Tages wieder gekommen, da ihre Herzen nun eins waren. Tarzan war der König des Dschungels und fand die Liebe seines Lebens.

ENDE!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 01 Jun 2014, 21:13

Keine Kommentare zum letzten Märchen? Naja macht nichts, war wohl nicht so gut. Falls sich dadurch jemand gekränkt gefühlt hat, tut es mir wirklich leid. Die betreffende Person wird es dann schon wissen. Vielleicht taugt das neue Märchen ja wieder mehr...

>Die folgende Geschichte ist eine freie Interpretation des klassischen Märchens "Die Bremer Stadtmusikanten". Für empörende Gesichter entschuldige ich mich bereits vorher. Zudem entschuldige ich mich auch bei den vier Musikern, die meiner Märchen-Parodie zum Opfer fielen..., aber eigentlich tut es mir nur geringfügig leid. Danke!<

Die flotten Flirtmusikanten
Es war einmal auf einem Bauernhof, da lebte ein junges Pferd, das stets vom Sohn des Bauers schikaniert wurde. Als das junge Pferd diese Qual eines Tages nicht mehr ertrug, warf er den Bauernsohn bei einem Ausritt vom Sattel und galoppierte in die Wildnis davon.
Auf seinem abenteuerlichen Ritt, entdeckte das Pferd prachtvolle Städte, wundersame Wälder und gewaltige Berge. Als es eines späten Abends völlig erschöpft nach einem Rastplatz Ausschau hielt, fand es ein altes Haus, mitten im Volkswald. Das Haus schien bewohnt zu sein, denn aus dem Inneren drang Licht und laute Musik. Vorsichtig lugte das junge Pferd durchs Fenster hindurch und entdeckte dort einen singenden und tanzenden Wissenschaftler, der sich über irgendetwas zu freuen schien (http://www.youtube.com/watch?v=EiTzzbw7TdE). „Endlich hab ich es geschafft! Die ultimative Formel, die mir zu Reichtum, Macht und Ruhm führen wird. Ich bin ein Genie!“ Der Wissenschaftler hüpfte wie ein wild gewordenes Känguru in seinem Häuschen umher, während auf einem Tisch mehrere, farblich unterschiedliche, Elixiere in Glasbehältern standen. Doch etwas viel Wichtigeres zog die Aufmerksamkeit des jungen Pferdes auf sich. In dem kleinen Häuschen standen mehrere Käfige, in denen Tiere gefangen waren.
Das junge Pferd hatte keinen Schimmer was sich dort drinnen zutrug, aber es wusste, dass es den anderen Tieren helfen musste. Das junge Pferd hielt sich nämlich für ein edles und starkes Ross, mit einer ordentlichen Portion Mut und kraftvollen Hufeisen an allen vier Beinen. Es machte sich zum Angriff bereit und schlug mit seinen beiden Vorderbeinen die morsche Holztür ein. Der verrückte Wissenschaftler hörte abrupt zu tanzen auf und erschrak beim Anblick des starken Pferdes. Dabei stürzte er gegen den Tisch und der Inhalt in den Glasbehälter verteilte sich über den gesamten Boden. Das junge Pferd bedrohte den Wissenschaftler mit seinen kraftvollen Hufeisen, woraufhin dieser panisch die Flucht ergriff und in der Dunkelheit des Volkswaldes verschwand. Das junge Pferd befreite die Tiere aus den Käfigen, die ihm dafür sehr dankbar waren und sofort in ihre Freiheit hinaus zogen. Lediglich ein Sperling, der nicht mehr fähig war zu fliegen, eine Zecke, die einfach zu langsam vom Fleck kam und ein Bieber, der unter Rückenschmerzen litt, befanden sich nun noch mit dem jungen Pferd im Raum. Da leuchteten die Elixiere hell auf und ein mächtiger Zauber befiel die vier Tiere. Das Licht erfüllte das ganze Häuschen und leuchte bis in den Nachthimmel hinauf…
Am Rande des Volkswaldes lebte ein junges Mädchen alleine mit ihrer Mutter, da ihr Vater sich gerade im Krieg befand. Sie marschierte zum Brunnen, um Wasser mit einem Eimer daraus hervor zu ziehen. Dabei trällerte sie ein leises und trauriges Lied vor sich hin, zu Ehren ihres Vaters (http://www.youtube.com/watch?v=y6Sxv-sUYtM). Da hörte sie ein Geräusch aus den Büschen, die am Waldrand lagen und als sie der Ursache auf den Grund ging, stockte ihr der Atem. Vier splitternackte Jungs traten hervor, die ihre „Kronjuwelen“ zur Schau stellten. Das Mädchen kreischte auf, wurde tomatenrot im Gesicht und hielt sich die Hände vors Gesicht. Als sie vorsichtig durch ihre Finger hindurch sah, musterte sie die einzelnen Jungs etwas genauer. Der ganz links außen war der Größte der Vier und trug Schlagringe an beiden Händen und seltsamerweise auch an den Füßen… Neben ihm stand ein frisch tätowierter Junge, der unter Rückenschmerzen litt. Ganz rechts außen stand ein Junge, der sich recht ritterlich benahm, wenn ihn auch irgendetwas zu bedrücken schien. Und der letzte der vier Jungs war zugleich auch der Kleinste und streckte stolz seine Brust raus, die sich aber auch sehen lassen konnte. „W-Wer seid ihr?“, fragte das junge Mädchen die vier Jungs etwas ängstlich, aber nach wie vor auch peinlich berührt.
„Wiiiir….“, sagte der Kleinste ganz langsam.
„Wir sind die flotten Flirtmusikanten!“, kam ihm der tätowierte Junge zuvor und die anderen Drei bestätigten dies nach kurzem Zögern mit einem Nicken. „Ich bin Justin Bieba.“, stellte sich der tätowierte Junge bei dem Mädchen vor und kam ihr dabei so nah, dass sie fast in Ohnmacht fiel.
„Ich nenne mich Hoch zu Ross Lynch.“, prahlte der Junge mit den Schlagringen.
„Bei mir reicht es, wenn du mich Sperling Knight nennst.“, erklärte der betrübte Junge ihr.
„Ich heiße Zecke Efron.“, stellte sich der kleinste Junge bei ihr vor, ging vor ihr auf die Knie und gab ihr zur Begrüßung einen zärtlichen Kuss auf ihre rechte Handfläche.
„Ihr seid Musiker? Schwimmen Musiker in der Regel nicht in Geld? Wieso streunt ihr hier also nackt durch die Gegend?“, stellte das Mädchen ihnen als unzählige Fragen.
„Weil die Menschenmädels doch auf nackte Jungs stehen, ist doch klar!“, stieß Justin Bieba euphorisch aus, der keine Hemmungen an den Tag legte und sich hübsch, cool und geil fand.
„Kannst du uns vielleicht Unterschlupf gewähren?“, fragte Zecke Efron das Mädchen höflich. „Und äh… vielleicht hast du auch etwas für uns, das wir uns Überziehen können.“
„Ja sicherlich. Die Kleidung meines Dads müsste euch passen. Wartet hier. Wenn meine Mutter euch so sieht, kriegt sie einen Herzinfarkt.“, antwortete das Mädchen ihm und ging in ihr Haus zurück.
Drei Monate später: Die Bremer Pop-Arena war gefüllt mit kreischenden Teenies – vorwiegend junge Mädchen mit Zahnspangen – die darauf warteten, dass ihre Idole, die flotten Flirtmusikanten, die Bühne betraten und die Arena rockten. Ein Mädchen hatte ein Schild gebastelt, auf dem geschrieben stand: „Justin Bieba, ich will ein Kind von dir!“. Ein anderes Mädchen trug ein Top mit reichlich Ausschnitt – der hüpfen ihre Zwillinge regelrecht heraus… - auf dem geschrieben stand: „Justin Bieba, ich will dich – nimm mich!“
Hinter der Bühne warteten die vier Jungs auf ihren großen Bühnenauftritt – inzwischen natürlich angezogen. Sperling Knight schaute betrübt hinterm Vorhang hervor. „Das ist unfair. Neunzig Prozent der Mädchen da draußen, sind nur deinetwegen hier.“, sagte er empört zu Justin Bieba.
„Ich bin eben ein heißer Vulkan.“, erwiderte Justin cool, dessen Hose so weit unten hing, dass ein Baby darin hineinpassen würde.
„Na hoffentlich brichst du nicht irgendwann aus. Finger weg von Cannabis, Alkohol und anderen Drogen!“, warnte Hoch zu Ross Lynch seinen Bandkumpanen und drohte ihm zusätzlich mit seinen Schlagringen. In seinem Lederoutfit und seiner gestylten Frisur, wirkte er viel cooler als Justin Bieba.
„Mich interessiert nur die Musik. Ich will singen und tanzen, weil es mir Freude bereitet.“, sagte Zecke Efron, der sein Glück bei dem Mädchen fand, das ihnen vor drei Monaten Unterschlupf gewährte. Bevor es auf Tournee ging, versprach er ihr etwas: „Wenn ich wieder zurückkehre, dann werden wir Beide heiraten und dann bleibe ich bei dir und deiner Mutter und pass auf euch auf!“
„Es geht los.“, sagte Hoch zu Ross Lynch schließlich. „Ach und Justin… reiß dich bitte zusammen. Wir wollen nicht, dass wieder alle Mädchen aus der ersten Reihe in Ohnmacht fallen, nur weil du ihnen mal kurz zuzwinkerst. Und hup mit deinen Wurstfingern nicht auf ihren Melonen herum!“
Die große Show begann und die vier Jungs legten einen atemberaubenden ersten Auftritt hin. (http://www.tvfanatic.com/videos/glee-cast-somebody-to-love/) Jeder zeigte sein Können. Justin Bieba war eindeutig der Beliebteste bei den Mädchen, einfach weil er cool rüber kam. Zecke Efron kam bei den Mädels zwar auch cool rüber, aber er war offen vergeben. Hoch zu Ross Lynch besaß ebenfalls sehr viele Fans. Lediglich Sperling Knight schien niemanden zu mögen. Er war ein in sich gekehrter Junge, wirkte oftmals traurig, was seinem rechten unbeweglichen Arm zu schulden kam. Der verrückte Wissenschaftler hatte ihm bei seiner Gefangenschaft den rechten Flügel gebrochen. Seitdem konnte er nicht mehr in die Lüfte gleiten und er vermisste das Fliegen so sehr.
Fast zwei Stunden volle Power für die vier Jungs, doch sie genossen es in vollen Zügen. In ihrer Tiergestalt waren sie nie so begehrt gewesen. Hoch zu Ross Lynch erinnerte sich nur zu gut daran, wie er vom Sohn des Bauern täglich schikaniert wurde und auf Zecke Efron wurde gerne hin und wieder mal herumgetrampelt. Er rächte sich dann allerdings meistens dadurch, dass er seinem Angreifer eine Krankheit übertrug. „Er hat es verdient.“, grummelte Zecke Efron nachtragend.
Bei ihrem letzten Auftritt gaben die Vier noch einmal alles und sangen, was ihre wundersamen Stimmen hergaben. Ob die Elixiere des Wissenschaftlers etwas mit ihrem betörenden Gesang zu tun hatten? Eine Frage, die wohl nie geklärt werden würde…
„Das war der absolute Megawahnsinn!“, rief Justin Bieba, nach ihrem Auftritt, in der Kabine. Sein Körper war verschwitzt, was er zu seinem Vorteil ziehen zu wusste. „Ich geh jetzt noch einmal da raus und such mir ein heißes Schneckerl… also ein Mädchen, keine Schnecke, wenn ihr versteht.“
„Bist du es nicht langsam leid, jeden Abend ein anderes unschuldiges Mädchen abzuschleppen?“, fragte Sperling Knight ihn, dem Justin Biebas Eskapaden langsam gehörig auf die Nerven gingen.
„Warum denn? Die Mädels stehen drauf. Ich bin ihr Spielzeug und ich spiele gerne…“, grinste Justin Bieba. „Ist dir wieder mal eine Laus über die Leber gelaufen? Deine depressive Art geht mir allmählich auf den Chips…“
„Keks… das heißt „das geht mir auf den Keks“.“, korrigierte Zecke Efron ihn.
„Mir doch Fleisch… Wurst… oder was die Menschen da sagen.“, erwiderte Justin Bieba nun aufbrausend. „Was hast du eigentlich für ein Problem, Sperling?!“
„Justin, jetzt beruhig dich bitte wieder ein wenig.“, mischte sich nun Hoch zu Ross Lynch ein, der die Position als Anführer innehatte. „Siehst du nicht, dass Sperling immer noch frustriert darüber ist, dass er womöglich nie wieder fliegen kann? Für ihn ist das Menschendasein die größte Umstellung!“
„Das ist es doch gar nicht…, ja auch…, aber das ist nicht das Hauptproblem.“, sagte Sperling nun. Seine drei Bandkumpane blickten ihn an, doch Sperling rückte nicht mit der Sprache raus.
„Waoh, dieses elektronische Ding in meiner Hosentasche vibriert schon wieder.“, sagte Zecke Efron und zog sein Handy heraus. „Ist bestimmt mein kleines Zeckenweibchen. Bin mal kurz weg.“
Zecke Efron verließ den Raum und Hoch zu Ross Lynch tat es ihm kurz darauf gleich. „Ich rede mal kurz mit unserem Manager. Stellt in der Zwischenzeit bitte keine Dummheit an.“
Stille kehrte in den Raum ein. Sperling Knight saß niedergeschlagen auf dem Sofa und blickte zum Teppichboden, während Justin Bieba sich vor einen Spiegel setzte und seine Augenbrauen zupfte. Im Spiegel beobachtete er unterdessen auch Sperling. Irgendwann legte er schließlich seine raue Schale ab, setzte sich zu seinem Kumpanen aufs Sofa und legte ihm die Hand auf die Schulter. „Tut mir Leid. Was immer dich auch bedrückt, du kannst jederzeit mit mir reden. Das weißt du doch, oder?“
Sperling traute sich nicht, Justin in die Augen zu sehen, aber er antwortete ihm: „Danke, das weiß ich wirklich sehr zu schätzen… vor allem, weil es von dir kommt.“ Sperling entfuhr ein Lächeln, das auch Justin nicht entging und er grinste. „Darf ich dir eine Frage stellen?“, fragte Sperling ihn hinterher.
„Du frägst mich, ob du mir eine Frage stellen kannst? Ist das nicht ein Widerspruch in sich?“ Justin lachte. Sperling warf ihm einen bockigen Blick zu und haute ihm sachte aufs Knie.
„Glaubst du eigentlich an Liebe auf den ersten Blick?“, fragte Sperling ihn schließlich. Justin hörte abrupt zu Lachen auf und blickte seinen Kumpan verdutzt an. Sperling war es unangenehm mit ihm darüber zu reden. Er wurde unruhig, doch musste nun das raus, was er seit drei Monaten mit sich herum schleppte. „Weißt du…, als ich dich das erste Mal sah…, also damals im Wald… wo wir Beide ganz nackt waren…“ Sperling räusperte sich und wurde rot im Gesicht. „Du bist mir auf den ersten Blick aufgefallen und ich hab mich in jener Nacht Kopf über Hals in dich verliebt.“
Zuerst war Justin Bieba sprachlos, doch dann sagte er: „Das heißt „Hals über Kopf“ und nicht „Kopf über Hals“ du Spinner… und wenn ich ehrlich bin… mir erging es bei dir genauso. Doch hab ich nicht deinen Mut, und verbarg meine wahren Gefühle hinter meiner vorgegaukelten Coolness.“
Nun war es Sperling, der Justin verdutzt anstarrte. „Soll das etwa heißen…?“
„Genau das soll es heißen.“ Justin beugte sich zu Sperling rüber und gab ihm einen leidenschaftlichen Kuss auf den Mund. Sperling musste nicht mehr fliegen können, um glücklich zu werden. Er schwebte auch so schon auf Wolke Sechs… Sex… oder war es Sieben?
Die Tür zur Kabine ging abrupt auf und Zecke Efron stürmte herein. „Fantastische Neuigkeiten! Der Vater meiner Freundin ist endlich nach Hause zurückgekehrt und das Beste ist, er steht auf meine Musik! Oha…, hab ich was verpasst? Zecke Efron blickte überrascht zum Sofa, auf dem Justin Bieba und Sperling Knight bereits oberkörperfrei lagen und sich ihrer Liebe hingaben.
„Ich sag ja, euch kann meine keine Sekunde aus den Augen lassen.“, meinte Hoch zu Ross Lynch, der nun ebenfalls zurückkehrte und lächelnd das Schauspiel vor ihm beobachtete.
Und wenn sie nicht gestorben waren, so waren die vier flotten Flirtmusikanten auch noch heute Menschen, genossen ihr neues Leben in vollen Bussen… ich meine Zügen und sangen ihre Lieder aus vollen Nieren… Herzen. Entschuldigung! The Show must go on für die vier flotten Flirtmusikanten!

ENDE!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon RisingStar95 » 02 Jun 2014, 00:05

Nachdem ich nach Wochen auch mal wieder online bin :bp:
hab euch vermisst *zu sich selber sag :tut hier nichts zur Sache*


war ich froh so viele Neue Märche/Disneyfilme zulesen
Ich find alle einfach hämmermäßig :flag: , ich muss immer Lachen , auch wenn ich mal traurig bin.
Deine Geschichten zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht danke dafür *Kussi*

Mach weiter so : bin ein großer Fan

Ich verneige mich vor einem Künstler der sein Handwerk , das Geschichten schreiben , versteht

*Hut abzieh und verneig*

LG

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Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat manchmal nur keine Lust, mit Idioten, zu diskutieren. - Albert Einstein

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 25 Sep 2014, 20:55

Nach langer Zeit gibt es endlich mal wieder eine märchenhafte Geschichte von mir. Wie der Titel zeigt, hab ich mir dieses Mal die Geschichte des Froschkönigs vorgenommen und ich hoffe sehr, das sie euch gefällt.

Der Froschkönig, nur in rosa-violett und im Karo-Jackett
Es war einmal vor sehr langer Zeit, da hüpfte eine junge Prinzessin wie ein Känguru durch den Schlossgarten und spielte mit ihrer goldenen Kugel. Durch ein Missgeschick ihrerseits – Frauen, diese Tollpatsche – fiel ihr ihre goldene Kugel in einen Brunnen. Die Prinzessin blickte in den Brunnen hinunter und sah ihre Kugel im Wasser versinken, als plötzlich ein seltsames Wesen herbei sprang und sich vor der Prinzessin auf den Brunnen niederließ. Das Wesen war von Kopf bis Schenkel rosa-violett und es trug ein Karo-Jackett. Jawohl ein Karo-Jackett! Es war ein Frosch und als es nur einmal laut quakte, verfiel die Prinzessin in Panik, schrie sich die Seele aus dem Leib: „Iiiiiiiiihhh, aaaahhhhhhh, bääääääh!“… und ergriff vor Ekel und Abscheu die Flucht – Frauen, diese krächzenden Krähen.
Keine viertel Stunde später kehrte die Prinzessin mit ihrem ärmlich gekleideten Stallburschen zurück. „Stallbursche, klettere in den Brunnen und hol mir meine goldene Kugel zurück. Das ist ein Befehl!“, richtete sie ihre krächzende Stimme an den Stallburschen und warf ihm einen hochnäsigen Blick zu. Dann schritt sie wieder davon, denn sie wollte dem Frosch keinesfalls noch einmal begegnen und lieber im Schloss auf ihre geliebte goldene Kugel warten.
Der Stallbursche warf einen unsicheren Blick in den Brunnen. Dann drehte er sich um und blickte der Prinzessin hinterher. „Blöde Kuh!“ Anmerkung: Frauen, diese blöden Kühe.
„So spricht man aber nicht mit seinen Schlossgebietern.“, sagte eine Stimme hinter ihm.
„Ja ich weiß, aber bei der alten Schnepfe mach ich eine Ausnah…“, der Stallbursche drehte sich wieder dem Brunnen zu und merkte erst jetzt, dass er sich gerade mit einem Frosch unterhielt. „Was zum Froschteufel… du bist ja rosa-violett und trägst ein Karo-Jackett. Wie abgefahren ist das denn?!“
„Und das ich sprechen kann, obwohl ich ein Frosch bin, ist nicht abgefahren? Du bist ein seltsamer Junge.“, entgegnete der Frosch. „Oh verdammt, mich juckst am Rücken. Kannst du mal kratzen?“
„Äh nein, ganz sicher nicht.“, antwortete der Stallbursche ihm angewidert.
„Dann eben nicht. Zum Glück hab ich eine Alternative.“, sagte der Frosch und klappte seine lange und dehnbare Zunge aus, mit derer Hilfe er sich den Rücken kratzte.
Der Stallbursche versuchte den Frosch zu ignorieren, was sich als schwierig erwies, denn schließlich trug er ein Karo-Jackett. Ja ein Karo-Jackett! Wieder blickte er den Brunnen hinunter und er wurde das ungute Gefühl nicht los, dass er sich alle Knochen brechen würde, wenn er dort hinunter kletterte. Als sein Blick erneut zum Frosch wanderte, kam ihm eine Idee. „Sag mal, du lieber, hübscher, eleganter und gar nicht schleimiger Frosch…, kannst du mir einen Gefallen tun?“
„Lass mich raten. Du willst, dass ich dort hinunter springe, um die goldene Kugel der krächzenden Krähe zurück zu bringen, da ich ein Amphibie bin und mir keine Knochen brechen kann.“
„Ganz genau!“, gluckste der Stallbursche frech.
„Also gut, ich mach es. Auch auf die Gefahr hin, dass ich als Froschmatsch ein jähes Ende finde, aber dafür musst du mir auch einen Gefallen erwidern.“, sagte der Frosch. Der Stallbursche setzte einen skeptischen Blick auf und der Frosch fing ein quakendes Kichern an.
Eine Stunde später konnte die Prinzessin – auch unter den Titeln blöde Kuh und krächzende Krähe bekannt – ihre heißgeliebte goldene Kugel wieder in ihren Händen halten. Ihre Freude war groß, doch wollte sie ihre Kugel erst einmal von dem dreckigen Brunnenwasser reinwaschen – Frauen, die sind nicht nur blond, sondern auch blöd.
Die Freude des Stallburschen hielt sich jedoch in Grenzen, denn er musste dem Frosch für das Wiedererlangen der Kugel ein Versprechen geben. Als er sich abends in seiner bescheidenen Kammer befand, klopfte der Frosch mit seiner Zunge an seinem Fenster. Er saß auf dem Fenstersims, über ihm der sternenklare Nachthimmel. „Ich bin so frei.“, sagte der Frosch und hüpfte mit einem Sprung in die Kammer, nachdem der Stallbursche das Fenster öffnete. „Oh cool, ist das die Besenkammer?“
„Äh… das ist mein Schlafzimmer.“, entgegnete der Stallbursche verwirrt.
„Oh.“, quakte der Frosch und blickte sich bestürzt in der Kammer um, in der sich außer einem Tisch mit Stuhl, noch eine kleine Kommode und ein Bett befanden. „Machen wir das Beste daraus. Ich hoffe wenigstens, dass in der Kommode Platz für mein Jackett ist.“
„Ich glaube, dass lässt sich einrichten.“, sagte der Stallbursche, der den Frosch erstmals anlächelte. „Und du bist dir sicher, dass du hier einziehen willst?“
„Das war unser Abkommen. Ich besorge dir die goldene Kugel der Prinzessin und dafür darf ich bei dir einziehen, an deinem Tisch Speis und Trank verzehren und in deinem Bettchen schlafen.“
„Also beim Essen werde ich meinen Würgereiz noch zurückhalten können, aber ich bin mir nicht sicher, ob mir das auch beim Schlafen im Bett gelingt.“, meinte der Stallbursche ehrlich.
„Macht es dir Spaß, auf meinen Gefühlen rum zu trampeln? Ja, ich bin ein schleimiger und rosa-violetter Frosch im Karo-Jackett, aber ich hab auch Gefühle, eine Seele… und ein Herz!“ Der Frosch ließ traurig seinen Kopf sinken und dem Stallburschen taten seine Worte auf einmal Leid.
Er nahm den kleinen Frosch auf seine Hand und streichelte mit einem Finger über seine glatte Haut – die im Übrigen alles andere als schleimig war. Der Stallbursche und der Frosch waren sich auf einmal ganz nah. Erstmals verspürte der Stallbursche keine Abscheu mehr gegenüber dem Frosch. Kurz darauf setzte er ihn auf dem Tisch wieder ab und servierte sich und dem rosa-violetten Amphibie etwas zu Essen. Fliegen waren leider ausverkauft, aber dafür gab es Brot, Wurst und Käse, dazu ein köstlicher Met und etwas Milch von einer Kuh. Anmerkung: Die Kuhmilch stammt natürlich nicht von der sogenannten blöden Kuh…
Erst als sie fertig zu Abend gegessen hatten, bemerkte der Frosch, auf was für einen wunderschönen, handgemachten Holztisch er die ganze Zeit saß. „Da ist aber jemand handwerklich sehr begabt.“
„Oh, vielen Dank.“, sagte der Stallbursche.
„Wie? Den Tisch hast du fertiggestellt?“, erwiderte der Frosch perplex.
„Den Tisch, den Stuhl, die Kommode und das Bett. Alle Möbel die hier stehen, sind durch meine eigenen Hände entstanden.“, klärte der Stallbursche ihn auf.
„Du hast das Zeug zu einem Zimmerer und verschwendest dein Talent hier am Hofe dieser eitlen und hochnäsigen Prinzessin?!“, meinte der Frosch ehrlich. „Junge, mach was aus deiner Zukunft!“
„Das ist nicht möglich. Ich hab zwar zwei sehr begabte Hände, aber dafür zwei linke Füße. Außerdem hab ich nicht genug Geld, um mir eine eigene Zimmerei aufzubauen.“, erklärte der Stallbursche ihm.
„Es mangelt dir also an Geld… hm…“, nuschelte der Frosch vor sich her.
Der Stallbursche ließ ein lautes Gähnen von sich und sagte hinterher: „Ich bin müde und es ist auch schon spät. Wir sollten langsam schlafen gehen. Sicher, dass du in meinem Bett schlafen willst? Nicht, dass du doch noch als Matsch endest, falls ich mich versehentlich auf dich drauf lege.“
Der Frosch quakte lachend. „Haha, schon okay, ich mach es mir einfach hier auf dem Tisch ein wenig gemütlich. Falls du aber noch eine weiche Unterlage und eine kleine Decke für mich hast, wäre ich dir zutiefst dankbar, edler Stallbursche.“
Der Stallbursche brachte dem Frosch ein kleines Kissen, auf dem er schlafen konnte, und seinen Schal für den Winter, der als Zudecke diente. Der Frosch machte es sich gemütlich und bereits nach kurzer Zeit schlummerte er im Reich der Amphibienträume. Der Stallbursche beobachtete ihn lächelnd und war ihm zutiefst dankbar. Der Frosch veränderte ihn irgendwie zum Positiven. Danach ging auch er ins Bett und träumte von einer eigenen Zimmerei und einem Jungen, der ihm beim Aufbau half. Der Junge war sehr ansehnlich und trug eine Krone auf den Kopf. Er war bestimmt ein Prinz.
„Aufmachen! Im Namen der Prinzessin, öffnet die Tür!“, rief eine bedrohliche Stimme und als der Stallbursche die Tür zu seiner Kammer öffnete, stand die königliche Wache vor ihm. „Du wirst beschuldigt, aus der Vorratskammer des Schlosses den Met gestohlen zu haben. Du wirst dazu aufgefordert, mich unverzüglich ins Schloss zu geleiten. Was zur Hölle…“ Der Blick der Wache fiel auf den rosa-violetten Frosch, der gerade dabei war, sich sein Karo-Jackett überzuziehen.
„Ich begleite den Jungen, aber vorher zieh ich mir was drüber, sonst fühl ich mich so nackt.“, meinte der Frosch und sprang danach auf die Schulter des Stallburschen, der inzwischen jegliche Abscheu vor der Amphibie überwunden hatte.
Zurück im Schloss, standen der Stallbursche und der Frosch der blöden Kuh, pardon, ich meine natürlich der geschätzten Prinzessin gegenüber, die sie voller Hass und Ekel anstarrte. „Das glaub ich ja wohl nicht. Dieses abscheuliche Vieh gehört als zu euch. Dafür und für den Diebstahl werde ich euch in die Kerker des Schlosses werfen lassen, wo ihr jämmerlich verhungern werdet!“
„Oh das glaube ich kaum.“, quakte der Frosch feuchtfröhlich, während dem Stallburschen vor Angst die Knie zitterten. „Hab keine Furcht, edler Stallbursche. Ihr könnt uns Beide retten.“
„Wie denn?“, fragte der Stallbursche den Frosch ungläubig.
„Küsst mich und ihr werdet Zeuge eines Wunders!“, bat der Frosch ihn freundlich darum.
„Ich soll was?!“, stieß der Stallbursche entsetzt aus, während die Prinzessin in schallendes Gelächter ausbrach. Frauen, sind ätzender als jede Säure oder Lauge dieser Welt.
„Bitte, ihr müsst mir vertrauen.“, sagte der Frosch. „Wir haben uns doch gestern Abend wahrhaft prächtig unterhalten. Wir waren auf einer Wellenlänge, trotz meines abscheulichen Aussehens.“
„J-Ja schon, aber wie soll ein Kuss uns weiter helfen?“, fragte der Stallbursche weiterhin verwirrt, doch der Frosch blieb stumm. Sie sahen sich gegenseitig in die Augen, während die Prinzessin dem ganzen Trauerspiel ein Ende bereiten wollte und die Wache zu sich rief. Sollte der Stallbursche wirklich diesen Frosch küssen? Er vertraute dem Frosch und ließ es drauf ankommen. Sein Kopf näherte sich seiner Hand, auf der der Frosch saß. Er konnte nur hoffen, dass der Kuss wenigstens ohne Zunge vonstattenging. Dann küsste der Stallbursche den Frosch und ein rosa-violetter Rauch umhüllte die Beiden. Als sich der Rauch lichtete, spürte der Stallbursche die zarten Lippen eines Menschen. Er öffnete die Augen und blickte in das Gesicht des Prinzen, aus seinem Traum. Der Prinz strahlte ihn fröhlich und dankbar an, während er auf sein Karo-Jackett hinabblickte. Auf dem Prinzen lag nämlich ein böser Fluch und nur der Kuss des Glaubens und der Liebe konnte ihn davon befreien. Die Prinzessin saß wie versteinert da – Frauen… -, während der Prinz den Stallburschen unter seinen Schutz nahm. Hand in Hand marschierten sie aus dem Schloss und kehrten in das Königreich des Prinzen zurück, dessen Volk ihn bereits sehnsüchtig vermisste.
Und wenn sie nicht gestorben sind, dann errichteten sie gemeinsam eine Zimmerei, in der der ehemalige Stallbursche sein Talent ausführen konnte. Jeder hat des Anderes sein Leben verändert und dafür waren sie sich nicht nur dankbar, sondern sie liebten sich auch für immer und ewig.

ENDE!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 18 Apr 2015, 23:57

Mal wieder ein "Märchen" der modernen Art. Bei Gefallen würde es hier sogar eine Fortsetzung geben...

Gaylight – Bis(s) zum ersten Kuss
Es war einmal ein italienischer Junge mit rosa Schweinehaut – sein Name Bastiano Duck. Seine Eltern lebten geschieden und an zwei verschiedenen Orten. Während seine Mutter in Italien zu Hause war und dort als Callgirl ihr Geld verdiente, lebte sein Vater in Orks, einer kleinen hässlichen Ortschaft in Amerika, und arbeitete dort als einer dieser Freund und Helfer, auch „Polizist“ genannt. Bastiano zog gerade zu seinem Vater, als er jemanden kennen lernte, der sein Leben für immer verändern sollte.
„Und wie gefällt es dir hier bisher so?“, fragte Carlos Duck seinen Sohn am Mittagstisch in seiner Lieblingskneipe „Blutdurst“. In seiner Stimme lag eine gewisse Nervosität, da er Bastiano seit mehr als einem Jahr nicht mehr zu Gesicht bekam und dieser bereits wieder ein Jahr älter geworden war.
„Es ist nass… es regnet den ganzen Tag.“, antwortete sein Sohn ihm sehr gelangweilt.
„Nun ja… mit dem sonnigen Italien ist das hier natürlich nicht zu vergleichen.“, erwiderte Carlos, als die Tür der Kneipe sich öffnete und vier Jugendliche reinstolzierten.
Die vier Jugendlichen sahen optisch nicht viel älter als Bastiano aus, doch dieser wurde das unruhige Gefühl nicht los, das sie innerlich um einiges älter waren, als sie vorgaben. Die vier Jugendlichen setzten sich gemeinsam an einen Tisch. Bastiano musterte sie neugierig. „Dad, wer sind die?“
„Die da? Oh das sind die Addams, von denen du dich aber lieber fern halten solltest. Die sind nicht ganz richtig im Hirn.“, erklärte sein Vater ihm. „Sie sind eigentlich allesamt Geschwister, aber Gerüchten zufolge treiben sie es miteinander. Dieser muskulöse Knabe mit dem Kreuz eines Stiers und dem kurzen Haar heißt Damon und sein Bruder mit dem rotblonden Haar und dem Modelblick heißt Stefan. Die zwei Mädels die sich ständig gegenseitig in den Haaren streicheln heißen Caroline und Elena. Beide haben sich ihre Brüste vergrößern lassen. Sowohl die beiden Jungs, als auch die Mädels sollen ein Paar sein. Ich halte ja nicht viel von Gerüchten, aber wer weiß was da dran ist. Da fällt mir gerade ein, da fehlt glaube ich noch einer…“
Die Tür zur Kneipe ging erneut auf und ein weiterer Jugendlicher kam herein. „Wer ist das?!“, fragte Bastiano seinen Vater erneut, während ihm vor Verwunderung sein Mund weit offen stand.
„Wenn man vom Teufel spricht… das ist Edgardo. Er ist der Jüngste der Addams und vermutlich der einzige Single unter ihnen.“, antworte Carlos seinem Sohn, bevor er aus seinem Glas trank. Als er es wieder abstellte, fügte er noch hinzu: Wobei Single zu sein bei ihm so viel bedeutet wie, jeden Abend eine oder einen abzuschleppen, die er dann mit seiner Mörderaussehen umbringen kann… oder einfach nur flachlegt, je nachdem welchem Gerücht man Glauben schenken mag.
Bastiano konnte seinen Blick von Edgardo gar nicht abwenden. Dieser stolzierte in die Kneipe nicht einfach so wie seine vier Geschwister herein, sondern schien er regelrecht zu schweben. War er vielleicht sowas wie eine Fee, … oder eine Art Geist. Zumal von Edgardo eine besondere Ausstrahlung ausging, die Bastiano zusätzlich in seinen Bann zog. Edgardo bemerkte, dass Bastiano ihn anstarrte und als sich ihre Blicke trafen, setzte Edgardo ein verschmitztes Lächeln auf. Ab diesem Moment war Bastiano eines ganz klar: Er musste Edgardo genauer kennen lernen!
Die Tage vergingen und Bastiano kehrte des Öfteren in die Lieblingskneipe seines Vaters zurück um noch einmal auf Edgardo zu treffen – doch ohne Erfolg. Er war bereits ganz deprimiert und als er an einem der selten sonnigen Tage über den Parkplatz schlenderte, war er so sehr in seinen Gedanken bei Edgardo, dass er die Gefahr nicht kommen sah, die auf ihn zuraste. Ein Autofahrer verlor die Kontrolle über seinen Wagen und raste auf Bastiano zu. Als dieser die Gefahr endlich bemerkte, schien für ihn bereits alles zu spät sein. Er bückte sich, legte die Hände über den Kopf und schloss seine Augen. Aus. Vorbei. Nun würde er ins Jenseits wandern. Wer weiß… wenn Edgardo wirklich ein Geist war, dann würde er ihn dort vielleicht wieder treffen. Bastiano wartete auf sein bevorstehendes Ende, doch blieb dieser überraschenderweise aus. Als Bastiano nämlich seine Augen wieder langsam öffnete, sah er Edgardo neben sich knien, der mit einer Hand das Auto abgewehrt und Bastiano somit das Leben gerettet hat.
Bastiano blickte Edgardo verwundert an, aber nicht schockiert oder verängstigt. „Okay, was bist du? Superman?“ Edgardo antwortete ihm nicht, doch blickte er ihn weiterhin hypnotisch an.
„Meeeein Auuuutooo!“, jammerte der Fahrer, der ausgestiegen war und die große Delle in seinem Wagen entdeckte, für die Edgardo verantwortlich war. „Das wirst du mir zahlen!“
„Halt die Klappe, oder ich fresse dich bei lebendigem Leibe auf.“, drohte Edgardo ihm mit einem ernsten Blick und der Fahrer bekam es sofort mit der Angst zu tun. Plötzlich lächelte Edgardo und das bereitete mir nun Angst. „Nur Spaß.“, sagte er und klopfte dem Fahrer freundschaftlich auf die Schulter. „Meine Versicherung wird für den Schaden aufkommen, mach dir da mal keine Sorgen.“
Als der Fahrer fort war und Bastiano und Edgardo alleine waren, zog Letzterer es vor in den Wald zu verschwinden. Bastiano folgte ihm, denn seine Neugier kannte keine Grenzen und der mysteriöse Junge zog ihn regelrecht in seinen Bann. Doch als sich Bastiano mitten im Wald befand, verlor er Edgardo aus den Augen. In der Ferne hörte er das Heulen eines Wolfes, obwohl es noch helllichter Tag war und die Sonne brütend heiß von oben herunter schien. Bastiano wollte schon wieder nach Hause gehen, als etwas hinter ihm hoch oben von einem Baum runter sprang. Bastiano drehte sich erschrocken um und entdeckte Edgardo – splitterfasernackt. „Zum Teufel nochmal, was…?!“, stieß Bastiano erschrocken aus, während er peinlichst berührt war und versuchte wegzuschauen. Edgardo schien das Ganze weitaus weniger auszumachen und er kam Bastiano barfuß entgegen.
„Zum Teufel? Naja knapp vorbei, ist auch vorbei.“, sagte Edgardo, der Bastiano nun freundlich entgegen lächelte, während er seine Hände berührte und diese auf seinen nackten Oberkörper legte. „Fühlst du das?“, fragte Edgardo ihn, während er Bastianos Hand langsam seinen Körper abtasten ließ. „Fühlst du die Kälte meines Körpers?“
„Ehrlich gesagt fühl ich gerade was ganz anderes und das ist lang, hart und seeehr erregt.“, antwortete Bastiano ihm, der nun einen Blick riskierte und dabei Edgardos bestes Stück bestaunte.
„Deine unschuldige süße Art gefällt mir.“, flüsterte Edgardo Bastiano ins Ohr. „Rate was ich bin!“
„Ehm… ich weiß nicht.“, sagte Bastiano leicht verlegen. Er wollte nichts Falsches sagen. „Du bist nicht Superman…, auch nicht der Teufel, aber was bist du dann?“ Bastianos Augen rollten nun über den ganzen Körper von Edgardo. Seine Haut war blass, sein Körper kalt, seine Augen funkelten wie Sterne und seine Zähne… „D-Du bist ein Va-Vampir?!“, antwortete Bastiano schließlich mit zittriger Stimme, als er erstmals die spitzen Eckzähne von Edgardo bemerkte.
„Ganz genau.“, bestätigte Edgardo ihm leise. „Hast du nun Angst vor mir?“
„Hätte ich denn einen Grund, Angst vor dir zu haben?“, erwiderte Bastiano mit einer Gegenfrage.
Edgardo wich von sich aus ein paar Schritte zurück. Er schien sich nicht ganz wohl zu fühlen und mit sich selbst zu kämpfen. Bastiano blickte ihn besorgt an, doch Edgardo streckte ihm seine Hand entgegen, damit er ihm nicht näher kam. „Ich bitte dich, bleib fern von mir. Ich mag dich irgendwie und will dich deshalb nicht verletzen. Dein Blut… es riecht so appetitlich, dass ich dir am liebsten um den Hals fallen würde, um es zu kosten. Doch wenn ich erst einmal zubeiße, dann kann es passieren, dass ich die Kontrolle über mich verliere und… und dich töte!
„Ich habe keine Angst.“, sagte Bastiano daraufhin tapfer, denn ihm gefiel was er sah… und das nicht nur, weil Edgardo nackt vor ihm stand und erregt war. Edgardo gefiel ihm auch schon deshalb, weil er eine ungeheure Anziehungskraft auf ihn ausübte und er gerne mehr über ihn wissen wollen würde.
„Ich sollte jetzt gehen.“, sagte Edgardo, nachdem er sich wieder unter Kontrolle hatte. „ Zuhause wartet eine Orgie mit meinen Geschwistern auf mich. Die will ich auf gar keinen Fall versäumen und danach kommt mein Lieblingsfilm im Fernsehen: „Vampire Diaries vs. Teen Wolf“ Ich liebe es, wenn die Vampire denn Wölfen das Fell über die Ohren ziehen und sie als Kuscheldecken verwenden.“
„Öhm… okay. Sehen wir uns wieder?“, fragte Bastiano hoffnungsvoll.
„Ich werde immer in deiner Nähe sein.“, antwortete Edgardo ihm verführerisch lächelnd, ehe er wie ein Eichhörnchen auf einen hohen Baum kraxelte und dann von Baum zu Baum sprang.
Inzwischen brach auch die Dämmerung herein und die Sonne verschwand hinter den Wolken. Bastiano beschloss sich ebenfalls auf den Heimweg zu machen, doch da tauchte eine Person auf und versperrte ihm den Weg. Die Person hatte rotes lockiges Haar, trug ein schwarzes Lederkleid und Netzstrümpfe an den Beinen. „Findest du mich sexy?“, fragte die Person Bastiano bedrohlich.
„Um ehrlich zu sein: Nein!“, antwortete Bastiano angewidert, denn die Person, die vor ihm stand, war ein erwachsender Mann in Frauenkleidern. „Bist nicht mein Typ, sorry.“
„Schon klar. Du stehst lieber auf zarte Jungs, wie diesen Edgardo. Das der liebe Eddy mir aber auch immer dazwischen funken muss.“, jammerte der Mann, während er seine spitzen Fingernägel in einen Baumstamm rammte und dort Kratzspuren hinterließ. „Ich bin Victor, aber für dich Darling bin ich gerne Vicky. Du darfst gerne mal an mir lecken, wenn ich dich dafür mal anknabbern darf.“
„Tut mir Leid, aber ich sollte jetzt nach Hause gehen. Mein Dad ist Polizist und er macht sich bestimmt schon Sorgen um mich.“, sagte Bastiano, der absichtlich erwähnte, dass sein Dad ein Cop ist, damit der fremde Mann ihn schneller in Ruh ließ. Doch es kam anders…
„Uuuuh ein Bulle, wie aufregend. Vielleicht darf Daddys kleiner Liebling ja mal seine Handschellen ausleihen. Dann können wir Fesselspiele miteinander spielen.“ Victor leckte sich mit seiner Zunge verführerisch über den Mund, während er vor Bastiano die Beine spreizte.
„Ich gehe jetzt.“, sagte Bastiano bestimmend, doch Victor ließ ihn nicht so einfach gehen. Er setzte zu einem Sprung an und versperrte Bastiano den Weg, der nun ängstlich zurück wich.
„Dich muss man wohl zu deinem Glück zwingen.“, meinte Victor. „Also schön, dann eben auf die altmodische Art und Weise. Eiskalt zubeißen und dir das Blut aussaugen, hat durchaus seine Vorzüge. So kann ich mich wenigstens an dem süßen Klang deines qualvollen Schreies ergötzen.“ Victor kam Bastiano bedrohlich nahe und drängte ihn in eine Ecke. Weglaufen war zwecklos. Bastiano stolperte über eine Wurzel und landete rücklings im Laub der Blätter. Er kroch auf allen Vieren vor Victor davon, denn nun hatte er wirklich Angst. Victor war kurz davor sich auf ihn drauf zu stürzen, als plötzlich Edgardo vom Baum sprang und sich dem bösen Vampir in die Quere stellte. „Finger weg, das ist meine Beute!“, befahl Victor ihm, doch Edgardo stellte sich schützend vor Bastiano.
„Der Junge ist nicht zum Verzehr gedacht!“, erwiderte Edgardo wütend, während er Victor seine scharfen Zähne zeigte. Die Beiden stürmten schließlich aufeinander zu und kämpften mit ihren Krallen und Spitzzähnen. Bastiano beobachte das Schauspiel und hoffte, dass Edgardo den Kampf gewann. Victor fügte Edgardo eine fiese Wunde am linken Arm zu, doch Edgardo kämpfte trotz seiner Verletzung erbittert weiter. Er stürzte sich auf Victor, riss ihn zu Boden und biss ihm den Kopf ab. Bastiano drehte verängstigt seinen Kopf zur Seite und schloss seine Augen, bis der Spuk vorbei war. Er hörte leise Schritte auf sich zukommen und als er seine Augen wieder öffnete, stand Edgardo vor ihm. „Du bist nun in Sicherheit.“
Bastiano war erleichtert und glücklich. Er sprang vom Boden auf und legte seine Arme um Edgardo. Er war so froh, dass ihm nichts zugestoßen ist. Edgardo fühlte sich von dieser Umarmung völlig überrumpelt, doch ließ er sich dazu hinreißen, die Umarmung zu erwidern. „Dieser Victor hat mir Angst gemacht.“, sagte Bastiano noch immer leicht aufgelöst. „Er sagte, ich wäre seine Beute.“
„Du bist aber keine Beute. Du bist viel mehr als das. Du bist vielleicht der erste Junge, den ich nach all den vielen Vampirjahren wieder lieben könnte.“ Edgardos Worte berührten Bastianos Herz sehr. So sehr, dass er sich noch näher an ihn heranwagte und ihn zärtlich küsste. Er spürte keine Furcht, dass Edgardo ihn beißen könnte. Er vertraute ihm und sein Herz klopfte wie wild.
Und wenn Bastiano nicht gestorben ist, denn Edgardo ist ja bereits tot, dann würde er noch viele weitere Abenteuer mit Edgardo erleben. Er würde dessen Familie kennen lernen und deren ungewöhnlichen Essensgewohnheiten – das alles und noch viel mehr bei „Bis(s) zum ersten Date“!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon GoldenStar18 » 19 Apr 2015, 12:54

Also erstmal... das original ist immer noch schwuler XD

Gut geschrieben aber irgendwie... nicht so meins
Manchmal sollte man nicht zu viel nachdenken - wenn sich was richtig anfühlt ist wahrscheinlich auch so

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 20 Apr 2015, 19:57

Danke dir für das Feedback Maxi!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon YB2001 » 22 Apr 2015, 14:49

Sehr coole Storys. Die letzte gefiel mir am aller besten. Wie immer auch sehr schön geschrieben!

LG
Jan
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 09 Jan 2016, 23:20

Ist schon eine Weile her, dass ich hier ein neues Märchen gepostet habe. War nicht so, dass ich keine Zeit dafür gefunden hätte, aber die letzten drei Märchen kamen ja doch eher bescheiden an, weshalb ich mich eher um andere Projekte gekümmert habe. Doch nun habe ich beschlossen, mal wieder ein neues Märchen zu "skyfizieren" :D. Es ist "Aladdin (und die Wunderlampe)" oder in meinem Fall nun "Galaddin und die Liebeslampe". Sie ist noch nicht ganz fertig, aber es geht schon gut voran und ist auch nicht ganz so abgedreht, wie die vorherigen. Dennoch versuche ich ein paar nette Ideen einzubauen. Wer jedoch noch nette Ideen dazu hat, kann sie mir gerne hier oder per PN mitteilen. Würde mich freuen. Zumal es in dem Märchen ohnehin um Wünsche geht und ich eure Wünsche gerne in die Tat umsetzen würde.

Lg
Himmelsstern
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon YB2001 » 10 Jan 2016, 14:07

Hab zwar keine produktiven Ideen, freue mich aber trotzdem auf das Ergebnis :)
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Max221B » 10 Jan 2016, 15:29

Also Märchen sind jetzt nicht so meins... Aber Aladdin und die Wunderlampe wäre auch sehr witzig das n bisschen umzukrempeln! :)

Ich bin gespannt in welchem Zusammenhang du den Satz: ''Drei mal feste rubbeln'' einbaust! :D
Hoffentlich im Zusammenhang mit einer harmlosen Lampe! :P
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 26 Jan 2016, 20:50

Wie bereits angekündigt, gibt es von mir mal wieder ein neues Märchen. Ich hoffe es gefällt euch und schreibt ein wenig was dazu.
PS: Sorry Max, aber dein sogenannter Spruch wurde nicht eingebaut^^.


Galadin und die Liebeslampe
Es war einmal im Orient, in Bagdad – der Stadt von Reichtum und Macht. Im prachtvollen Palast lebte der Sultan zusammen mit seinem Sohn, Prinz Ali Gaga, und samt seinen 40 Leibwächtern. Sie besaßen unendlich viel Gold, doch der Reichtum allein, machten den Prinzen nicht glücklich. Er sehnte sich nach der großen Liebe, einem Menschen, mit dem er sein Leben teilen konnte. Doch sein Vater der Sultan erduldete nur eine Prinzessin an der Seite seines Sohnes, womit des Prinzen Leids besiegelt wurde. Der Prinz hatte nämlich nicht vor, jetzt oder jemals eine Prinzessin zu heiraten. Er zog das männliche Geschlecht dem weiblichen vor, was sein Vater jedoch keineswegs duldete.
Prinz Ali Gaga fühlte sich unendlich traurig und glaubte bereits, niemals wirklich glücklich zu werden. Doch war er nicht der Einzige, der das Gefühl der Einsamkeit in sich trug.
Außerhalb des Palastes, hinter den Mauern, in den schmutzigen und dunklen Gassen von Bagdad, gab es einen jungen Mann, der das gleiche Gefühl empfand: Sein Name war Galadin, dessen Eltern bereits vor vielen Jahren am Hungertod verstarben. Seitdem streunte Galadin als Waisenjunge durch die Straßen von Bagdad, immer auf der Hut vor dem Gesetz. Sein Lebenswille war schon beinahe erloschen, wäre ihm eines Nachts nicht ein Wunder widerfahren.
Galadin befand sich in seinem Versteck, über den Dächern von Bagdad. Über ihn erstreckte sich der endlose Nachthimmel, der heute sternenklar war. Galadin guckte verträumt hinauf und wünschte sich so sehr, einmal im Leben Glück zu haben, als gerade eine Sternschnuppe vorbeiflog. Galadin musste etwas genauer hinsehen, als er plötzlich ein Funkeln im Himmel beobachten konnte. Das Funkeln wurde größer und kam mit unaufhaltsamer Geschwindigkeit auf ihn zu. Galadin wollte schon davon laufen, als sich das Funkeln lediglich als kleiner Gegenstand in Form einer Lampe herausstellte. Die Lampe landete unversehrt, aber laut klimpernd, vor Galadins Füßen. Verblüfft und misstrauisch blickte Galadin auf die Lampe herab. Dass eine Lampe einfach so vom Himmel fiel, konnte nicht mit rechten Dingen zugehen. Vielleicht hatte ein Dämon seine Finger im Spiel. Andererseits… dann wäre die Lampe aus der Erde empor gestiegen und nicht vom Himmel gefallen, wo doch angeblich die Engel hausten. Galadin nahm die Lampe – wenn auch leicht zögerlich – in die Hand und musterte sie von oben bis unten. Die Lampe war staubig und sehr wertvoll sah sie auch nicht aus. Schade, dachte sich Galadin, der sich schon erhofft hatte, die Lampe gegen ein wenig Essbares umtauschen zu können. Vielleicht wäre sie ja wertvoller, wenn sie nicht so verdreckt wäre… Galadin rieb ein wenig an der Lampe, um sie sauber zu bekommen, bis er eine Einschrift darauf entziffern konnte: „Dies ist keine Öllampe, sondern eine batteriebetriebene Lampe. Lege bitte deshalb eine Batterie ein!“ Ganz zuuufällig... hatte Galadin noch eine Batterie über. Er legte die Batterie in das dafür vorgegebene Fach ein, ehe etwas Unglaubliches geschah: Die Lampe fing wie eine Teekanne zu pfeifen an und heißer Dampf stieg in Form von kleinen Herzchen empor. Vor Schreck ließ Galadin die Lampe zugleich zu Boden fallen, während er rücklings auf allen Vieren Abstand davon nahm. Die Herzchen aus Dampf blieben in der kühlen Nachtluft hängen und formten sich anschließend zu einer Gestalt mit einem Kopf und zwei Armen. Die Gestalt besaß keine Füße, dafür aber einen langen Schwanz, der bis in die Lampe zurückreichte. Mit großen Augen starrte Galadin auf die Gestalt vor sich, die einem männlichen Bodybuilder glich – wenn auch in rosa! Bei solch Muskeln, würde Prinz Hercules, der Vetter dritten Grades von Prinz Ali Gaga, vor Neid erblassen.
Mit tiefer männlicher Stimme sprach die Gestalt schließlich zu Galadin: „Ich bin Hubbjann, der Dschinn aus der Liebeslampe! Drei Wünsche hast du frei und die Liebe einer Person sei dein.“
„Ernsthaft? Dich gibt es wirklich? Ich dachte das sei nur ein Märchen…“, erwiderte Galadin.
„Sehe ich für dich etwa wie eine Märchenfigur aus?!“, erwiderte der Dschinn aufgebracht und verwandelte sich daraufhin in die gute Fee aus „Aschenputtel“. „Was kann ich für dich tun, mein Liebster?“, fragte er Galadin nun mit weiblicher Stimme. „Oh warte einen Moment. Bibbidi Babbidi Boo!“ Der Dschinn verwandelte sich erneut und zwar diesmal in kein irdisches Wesen. „So besser? Du kannst mich O:Evo-1570 nennen.“ Der Dschinn lachte famos. „Nur ein Scherz. So bescheuert schau ich nicht aus. Meine wahre Gestalt ist um einiges beeindruckender und imposanter!“ Daraufhin verwandelte sich der Dschinn ein drittes Mal und kehrte wieder in seine Ausgangslage zurück.
„Hm… du sagtest ich hab drei Wünsche frei?“, wiederholte Galadin unsicher und skeptisch.
„Drei! Uno, due, tre und nix quattro, du italienisch verstehen?!“, antworte Hubbjann ihm.
„Und egal was?“, fragte Galadin weiter.
„Da ich ein Dschinn der Liebe bin, kann ich auch nur Wünsche erfüllen, die mit der Liebe zu tun haben und selbst da gibt es öhm naja… ein paar gewisse Regeln. Regel Nummero Eins: Ich kann dich nicht mit Geschwistern von dir zusammen bringen. Inzest, du verstehst? Regel Nummero Zwei: Auch Tiere sind in der Liebe ein Tabu – vor allem Schlangen, Kakerlaken, Papageien und Drachen! Und Regel Nummero Drei: Ich kann keine verloren gegangenen Lieben wieder zum Leben erwecken! Tote sollte man besser nicht wecken, danach sind sie so mürrisch, dass sie zu Koffeinjunkies werden und dich für Kaffee sogar bei einem Sklavenhändler verkaufen würden.“
„Ähm okay…“ Galadin merkte sich die drei Regeln, von denen er ohnehin keine brechen wollte. Doch welche drei Wünsche sollte er nun äußern. Er ging ein wenig in sich und schloss die Augen. In seinen Träumen hatte er schon oft von der großen Liebe geträumt. Ein Traum hatte es ihm ganz besonders angetan und das war der Traum, in dem der beliebte Prinz Ali Gaga drin vorkam und für ihn den Bauchtanz tanzte. „Ich hab einen Wunsch: Ich wünsche mir, dass sich Prinz Ali Gaga in mich verliebt!“ Auf des Prinzen Reichtum war Galadin nicht aus, aber immerhin hätte sich dann seine Hungersnot erledigt, dachte er sich.
Der Dschinn klatschte dreimal in die Hände und rief: „Dein Wunsch oh Herr, sei mir Befehl!“

Drei Tage später: Galadins Wunsch wurde wahr. Prinz Ali Gaga hatte sich unsterblich in den Straßenjungen verliebt, sehr zum Ärgernis des Sultans. Nun befand sich Galadin ihm Palast, wurde von oben bis unten bedient und musste sich nie mehr auf der Straße um das letzte gammelige Brot kloppen. Das Leben im Palast könnte nicht schöner sein, wenn sich nicht die Eintönigkeit schnell im Alltag von Galadin ausbreitete.
„Hey Gal.“, flüsterte Hubbjann aus seiner Liebeslampe seinem Herrn zu. „Wie nennt man die Frau eines Sultans? Sultanine!“ Der Dschinn lachte sich über seinen eigenen Witz kaputt, doch Galadin fand das alles andere als komisch. Zu gelangweilt war er inzwischen. Dabei wollte Hubbjann ihn doch nur ein wenig aufheitern. „Hey komm schon. Du hast das bekommen, was du immer wolltest und noch mehr! Vergiss nicht, du hast noch immer zwei Wünsche frei!“
„Sehr schön. Kannst du dann dafür sorgen, dass sich ein Tiger in mich verliebt?“, fragte Galadin ihn müde. „So ein zahmer Tiger zum Kuscheln wäre jetzt was Feines.“
„No Way – Keine Chance! Regel Nummero Zwei, schon vergessen? Zumal Tiger nie zahm sind, außer vielleicht in diesem einen Billig-Film… wie hieß der doch gleich… ach ja genau „Aladdin“.“ Hubbjann lachte sich kaputt. „Der Film war so hirnverbrannt: Zahme Tiger, fliegende Teppiche, Aladdin mit Doppel-D und dann auch noch dieser lächerlich aussehende blaue Dschinn! War der zur Hälfte ein Schlumpf oder einfach nur sturzbetrunken?!“
Die große Tür zum Gemach ging auf und Prinz Ali Gaga trat mit einem breiten Lächeln herein. Er hatte rosa Herzchen in den Augen, so verliebt war er in Galadin – ja wirklich, da waren tatsächlich rosa Herzchen zu sehen! „Gute Neuigkeiten!“, rief er seinem Schatz zu. „Ich habe alles Notwendige in die Wege geleitet, dass uns eine unvergessliche Traumhochzeit arrangiert wird.“
„Was?!“, stieß Galadin erschrocken aus, für den das völlig unerwartet kam. Zumal er jetzt noch gar nicht ans Heiraten dachte.
„Freust du dich?“, fragte der Prinz erfreut. „Die Einladungen wurden bereits verschickt. Könige, Lords, Sultans – die Größten der Großen werden erscheinen, ganz Bagdad ist eingeladen, dazu an die zehntausend Kamele, tausend Elefanten und fünfzigtausend Vögel verschiedenster Arten, die in den Himmel empor steigen werden… , also die Vögel, nicht die Elefanten.“
„Weil Elefanten auch nicht fliegen, denn das können sie nicht, es sei denn, sie trinken Red Bull.“, meinte Hubbjann verschmitzt, den Prinz Ali Gaga gar nicht wahrnahm.
„Gute Idee. Red Bull könnte ich jetzt auch gebrauchen, zu aller erst um mich zu betrinken und dann davon zu fliegen.“, sagte Galadin, der über die Hochzeitspläne des Prinzen alles andere als erfreut zu sein schien.
„Welche Torte wünscht du dir zu unserer Hochzeit?“, fragte Prinz Ali Gaga weiterhin vergnügt.
„Wie wäre es mit einem Sandkuchen?“, schlug Hubbjann vor und zauberte zugleich einen Kuchen in seiner Hand hervor, der wirklich aus Sand bestand. „Sand gibt es hier schließlich in Hülle und Fülle!“
Nun riss der Geduldsfaden von Galadin vollends. „Genug!“, schrie er und sowohl Hubbjann, als auch Prinz Ali Gaga wurden mucksmäuschenstill. „Das geht zu weit! So hatte ich mir das Alles nicht vorgestellt. Dschinn, ich wünsche mir, dass alles wieder so wird, wie es vorher war und Prinz Ali Gaga keinerlei romantische Gefühle mehr für mich hegt.“
Hubbjann runzelte zunächst mit der Stirn, doch dann klatschte er dreimal in die Hände und rief wie auch schon beim ersten Wunsch: „Dein Wunsch oh Herr, sei mir Befehl!“
Der Liebeszauber löste sich sofort und Prinz Ali Gaga wurde bewusst was er getan hatte. Natürlich war er stinkwütend auf Galadin, weshalb er ihn auch zugleich in den Kerker werfen ließ. Zwar versuchte Galadin seinem Schicksal zu entfliehen, doch seine Versuche waren vergebens: „Mohn öffne dich! ...Kümmel öffne dich! … Ecstasy öffne dich! …, ach verdammt, wie ging das doch gleich?“
Einige Zeit später suchte der Prinz Galadin im Kerker auf, um ihn aufgrund seiner Tat zur Rede zu stellen: „Wieso hast du das getan? Warst du hinter meinem Vermögen her?“
„Nein.“, antwortete Galadin ihm reumütig, während seine Arme an Ketten festgebunden waren. „Als Prinz könnt ihr es euch vielleicht nicht vorstellen, aber das Leben in den Straßen Bagdads ist dreckig, hart und gefährlich. Jeden Tag kämpft man ums nackte Überleben, tagsüber ist es zu heiß und nachts manchmal bitterlich kalt. Ich hatte es satt, beziehungsweise war ich nicht satt, denn mein Magen war immer leer, da es nicht genug Essen für mich gab.“
„Wie gerne würde ich dich in die Wüste schicken…, aber da laufen schon genug Kamele herum!“, erwiderte Prinz Ali Gaga daraufhin, woraufhin Galadin den Prinzen ganz verwundert ansah. Der Prinz ließ sich zu einem Lächeln hinreißen und erklärte: „Ja, ich verzeihe dir und werde dich begnadigen. Du bist frei, aber nur unter der Bedingung, dass du fortan mein Diener sein wirst. Du wirst tun was ich dir auftrage und mir nicht mehr von der Seite weichen, es sei denn ich befehle es dir. Ach… und natürlich erhältst du demnach auch ein eigenes Zimmer, mit Bett, Nahrung und allem was dazu gehört.“ Galadin blickte den Prinzen weiterhin verwundert an. Er wusste, dass was der Prinz für ihn tat, war mehr als nur großzügig, weshalb er ihm auch zu tiefst dankbar war.
Galadin war nun glücklich, doch gab es da noch immer einen Wunsch, den er beim Dschinn frei hatte. „Was ist denn nun dein dritter Wunsch?“, fragte Hubbjann ihn allmählich ungeduldig.
Galadin hatte im Kerker genug Zeit gehabt, über seinen dritten Wunsch nachzudenken und nun, wo er selber frei war, hatte er nur noch einen Wunsch: „Hubbjann…, ich wünsche dir die Freiheit!“
Hubbjann schaute seinen Meister erstaunt an, doch dann schüttelte er den Kopf: „Lieb von dir, aber geht leider nicht. Ich kann nur Wünsche erfüllen, die die Liebe betreffen.“
Galadin lächelte zärtlich. „Ja ich weiß und weil ich dich so sehr liebe, schenke ich dir auch die Freiheit! Du hast so viel für mich getan. Ohne dich wäre ich heute nicht hier und dafür danke ich dir von ganzen Herzen. Hubbjann – du bist frei!“
Hubbjann wurde umringt von funkelnden Herzen. Seine Ketten, die ihn an die Lampe fesselten, lösten sich und er war von nun an frei. „YEAH!“, schrie Hubbjann begeistert aus und verwandelte sich zugleich in eine Rakete, die in den Himmel schoss, wo sie zugleich explodierte, woraufhin er sich in buntes Konfetti verwandelte, das auf Bagdad und deren Bewohner regnete. Auch Galadin war nun glücklich, wenn er sich auch eingestehen musste, dass er den verrückten Dschinn vermissen würde. Doch… „Wieder da!“, rief Hubbjann auf einmal und Galadin war überrascht und erfreut zugleich. „Ich habe mich so an deine Anwesenheit gewöhnt, dass ich dir gerne auch weiterhin Gesellschaft leisten möchte… natürlich nur wenn du erlaubst.“ Hubbjann verbeugte sich vor Galadin, der dem Dschinn diesen Wunsch gerne von den Lippen ablas.
Fortan waren Galadin und Hubbjann ein unzertrennliches Duo, die Prinz Ali Gaga mehr als nur einmal in den Wahnsinn trieben, mit ihren verrückten Ideen, ihm aber auch des Öfteren ein Lächeln ins Gesicht zauberten. Keiner von ihnen war nun mehr allein und wenn sie nicht gestorben sind, dann lebten sie glücklich und verliebt bis ans Ende ihre sonnigen Tage in Bagdad.

ENDE!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon YB2001 » 30 Jan 2016, 20:18

Alter, das is ja echt mega geil geworden :lol: :good:

Diese ganzen Anspielungen auf alles mögliche... xD

Würde mich freuen, bald wieder was in der Richtung zu lesen :)
Uns halten nur die Grenzen, die wir uns selbst setzen.

Re: Es war einmal... ganz anders!

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