Es war einmal... ganz anders!

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 03 Apr 2014, 16:49

Heute Abend gibt´s ein neues Märchen, aber ich wollte euch schon mal dieses Bild zeigen, dass ich gestern durch Zufall fand.
Es gibt ihn also wirklich: Den coolen Motorrad fahrenden Wolf :D

Ich danke euch für eure konstruktive Kritik poopsie und PurpleGecko. Das hat mich dazu angespornt, mir beim nächsten Märchen wieder mehr Mühe zu geben. Das tapfere Schneiderlein kannte ich auch vorher nicht wirklich und ich hab mich wohl zu eng an die Vorlage gehalten, aber das nächste Märchen wird besser - versprochen! :)
Die Fehler, die du angesprochen hast, hab ich übrigens in meinen Unterlagen korrigiert, PurpleGecko!
Nebenbei auch danke für das Lob, auch an Deathknigh, RisingStar95 und dessen Freundin^^
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Re: Es war einmal... ganz anders!

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 03 Apr 2014, 21:51

Wie versprochen, das dritte Märchen. Ich nahm mir dieses Mal keines der Gebrüder Grimm vor, sondern ein Anderes. Kleiner Tipp: Langsam und genau lesen, denn selbst das einfachste Wort kann eine andere Bedeutung haben, als sonst üblich. Bin seeeehr gespannt über eure Meinung...

Pinacoladio
Es war einmal in einer kleinen Ortschaft namens Holzhausen, dass umringt von den zwei Wäldern Grünwald und Schwarzwald war. Da lebten nur Holzköpfe und der größte unter ihnen war Wald Disney, der Puppenmeister. Sein größter Traum, einen eigenen Sohn großzuziehen, wurde ihm von der Waldfee Linda Linde bereits erfüllt, doch hatte auch sein Sohn einen großen Traum. Sein Name war Pinacoladio, geboren aus Pinienholz, Ananassaft und Kokosnusscreme, und er wünschte sich nichts sehnlicher, als die große Liebe zu finden. Allerdings war Pinacoladio nicht holzsexuell, denn die wunderschönen Kirschblüten bekehrten ihn zum gleichen Geschlecht. Jedoch gab es in Holzhausen nicht viele, die so wie er waren und so fühlte er sich schon sehr bald einsam.
In der Baumschule zogen ihn seine Mitschüler immer auf und sogar seine Lehrer waren ihm feindlich gesinnt. „Pinacoladio, deine Noten in Holzmatik lassen wieder einmal sehr zu wünschen übrig.“, sagte sein Lehrer Herr Mahagoni zu ihm, als er ihm eine Klassenarbeit zurückreichte.
Völlig frustriert, zog es den kleinen Pinacoladio jeden Tag nach der Schule in seine Stammkneipe „Zur goldenen Baumkrone“, in der er sich einen Pina Colada nach dem Anderen gönnte. Als der Kneipenwirt ihn fragte, ob er nicht langsam genug habe, sagte er: „Nein, ich gieß mir jetzt einen hinter die Rinde, dass ich nur so einen hinter der Krone habe, dass die Linde rauscht!“
Eines schönen Tages setzte sich ein anderer Holzkopf an die Bar, den Pinacoladio vom Sehen aus der Schule her kannte. Sein Name war Holzmichel und er war der Sohn des Rebellenführers Baumbart, der einen Aufstand gegen die Menschen anzettelte. Die Beiden fingen an sich zu unterhalten und als sie sich ein wenig näher kennen lernten, wurden sie zu immer engeren Freunden.
Pinacoladios Einsamkeit schien sich dem Ende zu neigen, doch war er inzwischen so süchtig nach seinem Pina Colada, dass er seiner Stammkneipe auch weiterhin regelmäßige Besuche abstattete. Holzmichel bat ihn inständig darum, das Trinken sein zu lassen, doch Pinacoladio wollte nicht auf ihn hören und so fand er sich schon sehr bald in der Schwarzwaldklinik wieder. Der Holz-Nasen-Ohren-Arzt diagnostizierte ihm Asthma und verschrieb ihm strenge Brettruhe. Doch Pinacoladio machte sich nicht viel aus Regeln, Gesetzen und Verordnungen und so kam es wie es kommen musste. „Ich war gerade erneut bei meinem HNO-Arzt.“, sagte er zum Holzmichel, während sie einen Spaziergang durch Holzhausen unternahmen. „Jetzt schein ich auch noch Holzwürmer am Astloch und an der Wurzel zu haben. Mir bleibt auch gar nichts erspart!“
„Weil du nie auf die Anderen hörst und immer nur das tust, was dir gefällt.“, erwiderte Holzmichel nur wenig mitfühlend. „Du bist genauso wie meine Tante Tannemarie. Die wollte auch nie auf ihren Arzt hören und nun hat sie nicht mehr alle Tannen an der Nadel und geht am Birkenstock.“
„Also schön…, ich gelobe Besserung.“, sagte Pinacoladio, damit Holzmichel endlich Ruhe gab. Doch dann geschah etwas Unerwartetes und ihm völlig Neues. Seine Holzbeine fingen zu schrumpfen an, so dass er nun ein Kopf kleiner als Holzmichel war. „W-Was ist passiert?!“, fragte er schockiert.
Ein grünes Licht erschien vor den beiden Holzköpfen und kurz darauf stand die Waldfee Linda Linde vor ihnen. „Mein lieber Pinacoladio, ich habe dir nicht Leben ins Holz gehaucht, damit du deine Freunde und dich selber anschwindelst. Vergiss nie: Lügen haben kurze Beine! Du wirst erst dann wieder zu deiner alten Größe heranwachsen, wenn du lernst, immer die Wahrheit zu sagen.“ Nach diesen Worten verschwand die gute Waldfee wieder so schnell, wie sie auch kam.
„Na toll. Jetzt mutier ich auch noch zu einem Gartenholzzwerg.“, sagte Pinacoladio sarkastisch.
Die Tage vergingen, doch zeigte Pinacoladio keine Besserung und befand sich noch immer auf dem Holzweg. Dafür lernte er aber Holzmichels Vater Baumbart kennen, der an einem Wochenendtag die Holzköpfe von Holzhausen zu einer Demonstration gegen die Menschen aufrief. „Meine sehr verehrten Holzköpfe, es ist an der Zeit, etwas gegen die Grausamkeit der Mensch zu unternehmen. Zu lange schon stehen sie in unserem Schatten, zu lange schon rodeln sie unsere Verwandten ab, um sich ein warmes Feuerchen zu machen, oder Papier daraus herzustellen. Der tragische Verlust von Familie Buche, die zu Büchern verarbeitet wurden, betrübt uns auch heute noch sehr. Auch Familie Tanne leidet alle Jahre wieder, denn sie werden jedes Jahr im Dezember als Schmuckstück in deren Wohnzimmer aufgestellt. Dann tun die Menschen auch noch so, als würden sie ihn anbeten, indem sie „Oh Tannenbaum singen!“. Die Menschen essen ihre Nahrung mit Ahornsirup, womit Familie Ahorn ihre Kinder zeugt. Sie benennen Straßen nach uns, vom Eschenweg bis hin zur Fichtenstraße. Und wollen wir nicht die Augsburger Puppenkiste vergessen, in der Unseresgleichen zu Sklavenarbeit genötigt werden. Das ist barbarisch und verabscheuungswürdig! Es ist an der Zeit, dass wir den Menschen Einhalt gebieten, da wir sonst alle Waldsterben!“
„Dein Vater ist sehr überzeugend.“, sagte Pinacoladio zu Holzmichel, nachdem die Zuhörer seinem Vater laut applaudierten und ihm in allen Punkten Recht gaben. „Mich hat er auf seiner Seite.“
Die Tage vergingen und der Kampf gegen die Menschen kam bedrohlich näher. Pinacoladio und Holzmichel hängten in ganz Holzhausen Blätter aus, die zu einer Demonstration aufriefen. Ein Blatt hängten sie an ein Schaufenster der örtlichen Bäckerei. „Frisch gebackenes Schwarzbrot! Hergestellt aus feinsten biologischem Sägemehl des Schwarzwaldes.“, rief der Bäckermeister Uwe Ulme. „Probieren sie auch unseren Baumkuchen, so knackig wie eine frische Baumkruste.“
„Ich hätte gerne ein Schwarzbrot und ein Stück von dem lecker aussehenden Nusskuchen.“, bestellte der Kunde namens Nussknacker, als Pinacoladio und Holzmichel die Bäckerei gerade verließen.
„Willst du dir auch was kaufen?“, fragte Holzmichel seinen Freund.
„Ich hab leider kein Moos mehr.“, antwortete Pinacoladio ihm.
Holzmichel stutzte, doch wechselte er lieber das Thema. „Nicht mehr lange und es kommt zum Krieg gegen die barbarischen Menschen.“, meinte Holzmichel. „Fühlst du dich fit genug?“
„Selbstverständlich.“, sagte Pinacoladio, was aber leider einer Lüge glich. Trotz neuer Ziele und eines sehr guten Freundes, kam er einfach nicht von seiner Sucht nach Pina Colada los. Zur Strafe schrumpften seine Beine erneut und er reichte Holzmichel gerade mal noch zur Brust.
„Wieso lügst du mich an?“, fragte Holzmichel seinen Freund enttäuscht. „Merkst du nicht, wie kaputt du dich damit machst? Selbst ein Kiefernorthopäde wird dir da nicht mehr helfen können.“
„Es ist meine Sache was ich tue und was nicht.“, erwiderte Pinacoladio erzürnt.
„Dann habe ich mich wohl in dir geirrt und ich habe kein Platz mehr in deinem Leben. Du tust mir Leid!“, sagte Holzmichel und ließ den klein geratenen Pinacoladio alleine.
Frustriert schlenderte Pinacoladio alleine durch die Gegend. Er spazierte durch den blühenden Grünwald, als ihm ein Wesen der Menschen über dem Weg lief. Es war ein streunender Hund, der nichts Besseres zu tun hatte, als an Pinacoladios Bein hinzupinkeln. „Sehe ich etwa so aus, als möchte ich von dir gegossen werden?!“, schimpfte er mit dem Hund und scheuchte ihn davon. Am Ende seiner Kräfte setzte sich Pinacoladio ins Gras und tankte im Sonnenlicht. Die Sonne macht seine Kruste schön knusprig und er würde sich schon sehr bald wieder Besser fühlen.
Irgendwann kam eine Cowboypuppe an ihm vorbei. „Verzeihung, aber ich glaube mich verirrt zu haben. Ich suche die Widerstandsbekämpfung gegen die Menschen.“
Pinacoladio war drauf und dran der fremden Puppe aus Frust eine Lüge aufzutischen, doch dann würde er noch weiter schrumpfen, also besann er sich rechtzeitig. Er beschloss, die Cowboypuppe nicht anzulügen: „Folgen sie einfach dem Waldweg in diese Richtung. Dann an der Kreuzung links und schon sind sie am Ziel.“ Pinacoladio erzählte die Wahrheit und wurde dafür belohnt. Seine Beine schossen wieder etwas in die Höhe und zeitgleich wuchs auch seine Nase.
„Hey, das ist ja cool.“, sagte die Cowboypuppe begeistert. „Also quasi immer der Nase nach. Woody, der Cowboy bedankt sich recht herzlich. Kann ich dir auch was Gutes tun?“
„Können sie mir sagen, wie ich meinem Freund meine Gefühle gestehen soll, obwohl ich bei ihm unten durch bin?“, fragte Pinacoladio, der Woodys Angebot gerne in Anspruch nahm.
„Sag ihm, wie leid es dir täte, aber versprich ihm nichts, was du am Ende nicht zu halten gedenkst. Du musst ihm zeigen, dass es dir ernst ist und darfst ihn nicht enttäuschen. Auf jeden Fall nicht so schnell aufgeben. Ein Freund sagte einmal zu mir: Bis zur Unendlichkeit und noch viel weiter – und er hatte Recht! Also dann, ich bin in Eile. Ich hoffe man sieht sich bald wieder.“ Dann schritt Woody davon.
Der Cowboy hatte Recht und Pinacoladio beschloss den Kampf gegen seine Sucht nach Pina Colada zu bekämpfen, indem er einen Entzug antrat. Frohen Mutes suchte er seinen Freund Holzmichel auf, der sehr glücklich über Pinacoladios Entscheidung war. „Es gab da mal einen Holzkopf, der klebte sich mal mit dem Klebestift Pitt ein Brett vor den Kopf. Seitdem nennt er sich Brett Pitt.“, erzählte Pinacoladio seinem Freund. „Auch ich lief mit einem Brett vorm Kopf herum, denn du bedeutest mir so wahnsinnig viel, dass ich Angst hatte, dich für immer zu verlieren. Ich same auf alle Pina Colada dieser Welt, denn mein Herz aus Holz klopft nur für dich – Ich liebe Dich!“
Holzmichel war gerührt über Pinacoladios Liebesgeständnis und er wusste auch, dass dieser ihm die Wahrheit erzählte, denn er wuchs wieder auf seine ursprüngliche Größe. „Jetzt muss ich nur noch den Wachstumsschub meiner Nase in den Griff kriegen.“, meinte Pinacoladio.
„Ach… eigentlich finde ich das gar nicht so schlecht. Stell dir nur mal vor, was du mit deiner langen Nase in meinem Astloch alles anstellen kannst.“ Holzmichel lachte und Pinacoladio ebenfalls.
Die Beiden waren nun endlich glücklich vereint und wenn sie nicht gestorben waren, dann würden sie Ast in Ast den Kampf gegen die Menschen antreten und Pinacoladio würde fortan Pinienkerne in seinen Freund pflanzen. PS: Der Holzmichel lebt tatsächlich noch!

Ende!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon RisingStar95 » 03 Apr 2014, 22:48

Also ich finds wieder super <3 nur eine Freundin :P
Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat manchmal nur keine Lust, mit Idioten, zu diskutieren. - Albert Einstein

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon poopsie » 03 Apr 2014, 23:11

Herzlichen Glückwünsch!

skystar ist zu seiner alten Form zurückgekehrt! Herrliche Wortspiele wie die Holzwürmer am Astloch und Wurzel. Hab mich weggeschmissen vor lachen. Was eine Kritik ausmacht. Kann nur sagen, weiter so und bald das nächste Märchen. :flag:

LG poopsie

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon PurpleGecko » 03 Apr 2014, 23:31

Und wieder muss ich mich poopsie anschließen ... :D Großartig! Man merkt den Unterschied zum letzten Teil deutlich, man weiß sofort: da hat jemand dran gefeilt und geschliffen :D Sehr originelle Wortspiele (nich alle find ich lustig, aber viele - das ist Geschmackssache), herrliche Einfälle und schöne Wendungen. Toll. Ich denk fast, das ist sogar noch besser als dein Pinkkäppchen.

Respekt, und bitte behalt dieses Niveau bei! :flag:
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Deathknigh » 03 Apr 2014, 23:55

So viele schöne wortspiele :) du bist echt ein richtig guter autor und es hat echt spass gemacht das gedicht zu lesen :)
Wer braucht schon satzzeichen wenn er smilys hat :D und großbuchstaben sind überbewertet

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 18 Apr 2014, 00:22

Danke Deathknigh, poopsie, PurpleGecko & RisingStar95. Freut mich sehr, dass euch Pinacoladio wieder besser gefallen hat. :)
Das heutige Märchen ist etwas länger geworden. Das nächste Märchen wird dann hoffentlich wieder etwas kürzer. Auch die späte Uhrzeit gerade kommt der Geschichte zugute, da sie...nicht ganz jugendfrei ist xD Sie ist auf jeden Fall ein wenig derber, aber da man diese Geschichten hier nicht allzu ernst nehmen sollte, geht das schon in Ordnung denke ich. Sind ja auch Märchen-Parodien! Das Märchen beruht wie der Titel ahnen lässt, auf "Alice im Wunderland". Viele bekannte Figuren treten in einer etwas anderen Variante in Erscheinung: Die Herzkönigin, Dodo, der verrückte Hutmacher, das weiße Kaninchen der Märzhase, Tweedle Dee & Tweedle Dum, die Grinsekatze und die Raupe Absalom. Viel Spaß beim Lesen und geht nicht zu hart mit mir ins Gericht.^^



Elvis im Kanalisationen-Land
Es war einmal ein talentierter Sänger namens Elvis, der stand vor dem größten Auftritt seines Lebens. 6666 Fans warteten bereits vor der Bühne auf ihr großes Idol. Doch Elvis bekam Lampenfieber vor seinen bevorstehenden Auftritt. „Ich glaub ich mach mir gleich in die Hose.“, sagte Elvis zu seinem Manager, der ihm zur Seite stand und beruhigend auf ihn einredete.
„Keine Bange! Hier sind ein paar Tampons. Geh da raus und rock die Bühne!“, ermutigte Bill Lizard, sein Manager, ihn. Elvis bedankte sich bei seinem Manager und bat um eine Minute für sich.
In dieser Zeit stopfte sich Elvis ein paar Tampons in die Hose. Da sah er in einem Spiegel etwas sehr Ungewöhnliches: Ein rosarotes Kaninchen mit steifen Ohrwaschel. Jedes Mädchen hätte dieses Kaninchen für süß empfunden, doch Elvis empfand ein ganz anderes Gefühl: Geil!
Die Neugier war in Elvis geweckt. Sein großer Auftritt war wie weggeblasen und er folgte dem rosaroten Kaninchen hinaus ins Freie. Doch auf einmal war das Kaninchen wie vom Erdboden verschluckt. Elvis blickte sich um und achtete dabei nicht auf eine Umgebung und wo er mit seinen Füßen hin trat. Er bemerkte einen offenen Gullideckel nicht und fiel in die Kanalisation!
Nach etwa einer halben Stunde Flugzeit in die Tiefe, bei der die Schwerelosigkeit außer Kraft gesetzt wurde und Elvis ein wenig Zeitung las und Tanzschritte übte, landete er schließlich im eiskalten und miefigen Kanalisationswasser. Es gab sicherlich schönere Orte, an denen er landen konnte – das Schlaraffenland, oder einen Strip-Club zum Beispiel.
Während Elvis im kalten und stinkenden Wasser trieb und nach einem Ausgang suchte, hörte er auf einmal einen krächzenden Gesang. Sie kam von hinten, doch war es zu dunkel um etwas zu erkennen. Der Gesang wurde lauter und allmählich bildete sich eine schattenhafte Silhouette, die sich mehr und mehr zu einer Person formte. Wobei Person nicht ganz zutreffend war, denn es war ein behaarter Riesenvogel! „Dodo ist da - Dodo das ist der Hit! Dodo ist da - Weil Dodo dodorig klingt. Dodo ist da – Willst du Dodo sein, sing mit Dodo mit! Dodo ist da – Das wird ein Riesenspaß!“ Es war tatsächlich ein Dodo der ein Liedchen trällerte! Er stand auf einem Baumstamm und trieb auf dem Wasser in der Kanalisation. Als er an Elvis vorbei trieb, grüßte er ihn sogar recht freundlich: „Ich wünsche einen wunderschönen Tag und einen nicht allzu harten Aufprall aufs Wasser!“
Aufprall aufs Wasser? Dieser Dodo scheint leicht verrückt zu sein…, doch da hörte Elvis in der Ferne ein Rauschen. Zu spät bemerkte er, dass er auf einen Wasserfall zu trieb und während der Dodo sich mit einem Seemannsgruß bei ihm verabschiedete, stürzte er erneut in die Tiefe.
Elvis tauchte unter Wasser und schluckte einiges an Wasser. Er versuchte sich an die Wasseroberfläche zu kämpfen, doch war die Strömung zu stark. Er hatte Glück im Unglück, denn etwas sehr Großes zog ihn aus dem Wasser. Elvis pustete und hustete und als er sich umblickte, wurde ihm klar, dass er sich in einer Art Riesenschüssel befand. Wie er da hinein kam, war ihm nicht so ganz bewusst, dafür erschrak er aber ziemlich, als ihn zwei große Kulleraugen anstarrten. Eine imposante Stimme ertönte: „Na sowas, wer schwimmt den da in meinem Spermientee?!“ Elvis blickte verdutzt zu der riesigen Gestalt und dann zu der Brühe in der er sich gerade befand. Spermientee? Das klingt… abenteuerlich! „Oh verzeih, wie unhöflich ich doch bin.“, entschuldigte sich der Riese bei Elvis. „Wo bleiben nur meine Manieren. Ich bin der verrückte Dildomacher!“
„D-Du bist so groß!“, stieß Elvis erstaunt aus.
„Hm ja…ich bitte noch einmal vielmals um Entschuldigung. Ich war ein wenig erregt, da passiert mir sowas ständig.“, gluckerte der verrückte Dildomacher. Kurz darauf schrumpfte er, samt seiner Teetasse in sich zusammen. Elvis sprang noch rechtzeitig aus der Tasse heraus und landete mit einem Purzelbaum auf einer sicherer gelegenen Ebene. „Darf ich dir eine Tasse Spermientee anbieten? Sie ist wirklich köstlich! Möchtest du Pfeffer, Marmelade, Ketchup oder Senf in deinem Tee haben?“
„Vielen Dank, aber ich glaube ich verzichte lieber.“, antwortete Elvis ihm und hoffte, dass er damit nicht zu unhöflich war. Ihm war nur gerade nicht sonderlich nach Spermientee. „Sind sie alleine?“
„Alleine ja. Einsam und alleine!“, antwortete der verrückte Dildomacher ihm traurig, während er mit einem Dildo in seiner Tasse rumrührte.
„Haben sie vielleicht ein rosarotes Kaninchen hier vorbei hoppeln sehen?“, fragte ich anschließend.
„Ja hab ich, hab ich. Es ist da hinten in meinem bescheidenen Unterhosenhäuschen – zusammen mit dem Fetishhasen. Die treiben es mal wieder wie die Karnickel hö hö.“ Der verrückte Dildomacher lachte erneut und begann ein Liedchen zu trällern: „Die Statistik sagt, der Mensch hat 117mal im Jahr Geschlechtsverkehr, alle anderen Tage im Jahr sind soooo stink öde und mögen wir nicht. Also lass uns feiern! Viel Erfolg beim nächsten Sex…“
„Meinst du mich?“, fragte Elvis irritiert.
„Ich mein Dich!“, sang der verrückte Dildomacher. „Drum leg dir einen Dildo zu, denn bist du mal allein, so kannst du es dir selber besoooooorgen – füüüüür Diiiiiiich!“ Elvis klatschte dem verrückten Dildomacher Applaus. Das war für ihn definitiv die verrückteste Tee-Party aller Zeiten. „Und jetzt…“, Der verrückte Dildomacher zwinkerte Elvis verführerisch zu. „…eine Tasse Spermientee?!“
„Nein danke.“, lehnte Elvis erneut ab. „Es war wirklich reizend bei ihnen, aber ich muss nun weiter. Das rosarote Kaninchen scheint beschäftigt zu sein, da will ich lieber nicht weiter stören. Ich muss wieder nach Hause und ein Konzert geben!“
Elvis verabschiedete sich von dem verrückten Dildomacher ganz schnell. Traurig winkte der verrückte Dildomacher ihm hinterher und als er wieder alleine war, sagte er: „So! Zeit für eine neue Erektion. Wo hab ich nur meinen Dildo hingelegt? Ah, im Spermientee schwimmt er…“
Elvis lief inzwischen seitlich der Kanalisation entlang. Er war auf der Suche nach dem Ausgang, doch konnte er ihn bei bestem Willen nicht finden. Nach einiger Zeit packte ihn die Verzweiflung und er glaubte sich schon in der Kanalisation verirrt zu haben. Da packten ihn auf einmal vier Arme und zogen ihn in einen Seitenzufluss. Zwei identisch aussehende Männchen standen ihm gegenüber.
„Na sowas, wer seid ihr denn?“, fragte Elvis die Beiden.
„Mein Name ist Tweedle Passiv.“, antworte der Linke.
„Und ich heiße Tweedle Aktiv.“, antwortete der Rechte.
„Freut mich sehr eure Bekanntschaft zu machen.“, erwiderte Elvis freundlich. „Wisst ihr vielleicht, wie ich aus dieser Kanalisation wieder herauskomme?“
„Hm…eventuell.“, antworteten Elvis Beide zugleich. „Was bist du denn bereit, dafür zu tun, wenn wir dir die Antwort sagen?“ Die beiden Tweedles rückten Elvis auf die Pelle.
„Ich äh… weiß nicht. Was wollt ihr denn dafür? Ich hab leider kein Geld dabei.“, sagte Elvis zu ihnen.
„Geld? Schauen wir für dich aus, als wären wir zwei Stricher?!“, fragte die Tweedles Elvis beleidigt.
„Nein, so war das doch gar nicht gemeint!“, erwiderte Elvis ganz schnell und entschuldigte sich.
„Also gut.“, sagten die Tweedles und rückten noch näher an Elvis heran. Inzwischen berührten ihre Körpers bereits den seinen und Elvis fühlte sich unwohl in seiner Haut. „Stehst du auf Abenteuer? Wir sind nämlich sehr abenteuerlustig und würde uns freuen, wenn du uns Gesellschaft leistest.“
„Äh also…“ Elvis bekam ein ganz mulmiges Gefühl bei den Beiden. Tweedle Passiv stand vor ihm und schmiegte sich an ihn heran, während Tweedle Aktiv sich von hinten an ihn heran warf und seine Arme um ihn legte. „I-ich glaube, ich muss gehen. Ja, ich muss definitiv gehen.“ Elvis entriss sich den Beiden und lief in schnellen Schritten davon. Er blickte nicht zurück, doch glaubte er, dass die Beiden ihn nicht verfolgten und er ihnen gerade noch so entkommen war.
Allerdings wusste er jetzt immer noch nicht, wie er aus dieser stinkenden und äußerst eigenartigen Kanalisation herausfinden sollte. „Katzenklo, Katzenklo, ja das macht mein Hintern froh. Katzenklo, Katzenklo, ja das macht mein Hintern froh!“ Wo kam denn nun dieser Gesang wieder her. Die Leute hier, hatten schon sehr eigenartige Liedtexte. Elvis schaute sich um, doch konnte er niemanden sehen. „Hier oben, du knuffiger kleiner Kerl.“ Elvis blickte zur Decke rauf. Auf einem Rohr konnte er etwas entdecken. Es hatte keinen Körperbau und bestand lediglich aus einem Gesicht, das wiederum aber etwas seltsam aussah, denn es war ein… „Haaallooo, ich bin der Grinsepopo!“
„Duuu… bist ein sprechendes Hinterteil?!“, sagte Elvis verwirrt.
„Woran du das nur erkannt hast. Faszinierend!“, grinste der Grinsepopo.
„Eigentlich wundert mich hier gar nichts mehr.“, sagte Elvis inzwischen gleichgültig. Er wollte der seltsamen Kreatur keinerlei Beachtung mehr schenken und setzte seinen Weg fort, doch der Grinsepopo holte ihn auf einem Baumstamm im Wasser treibend wieder ein.
„Ich weiß wieso du hier bist.“, sagte der Grinsepopo. „Du warst neugierig und bist durch einen Glücksfall hier gelandet. Nun bereust du es allerdings und suchst den Ausgang aus diesem Paradies.“
„Paradies? Ich weiß wirklich nicht, was an diesem stinkenden Ort paradiesisch sein soll.“, entgegnete Elvis mies gelaunt.
„Warum? Hier sind doch alle total irre – ist das nicht schön?“, grinste der Grinsepopo freudig. Elvis teilte seine Meinung nicht. „Gib doch zu, dass du es hier bei uns geil findest!“
„Ich werde gar nichts zugeben. Ich will hier nur wieder raus.“, sagte Elvis stur.
„Wenn du hier raus willst, dann frag doch den Herzkönig nach dem Ausgang!“, sagte der Grinsepopo.
„Den Herzkönig? Welchen Herzkönig denn?“, fragte Elvis nun wieder neugierig.
„Na der, der gerade hinter dir steht und dir am liebsten den Schwanz abschneiden will.“, antwortete ihm der Grinsepopo belustigt, nur um sich kurz darauf in Luft aufzulösen.
Elvis erstarrte vor Schreck. Er drehte sich um und da stand tatsächlich ein Mann mit Krone vor ihm, gefolgt von einigen seiner Untertanen. „Was führt dich in mein Königreich?“, fragte der Herzkönig.
Elvis beschloss einfach die Wahrheit zu sagen: „Ein rosarotes Kaninchen?“
„Hat mich einer gerufen?!“ Da war es. Das rosarote Kaninchen hoppelte herbei, während es gerade an einer Möhre knabberte. „Wer ist das, Schatz?“ Schatz? Hatte das rosarote Kaninchen den Herzkönig gerade Schatz genannt? Elvis dachte, dass es mit dem Fetishhasen zusammen wäre.
„Ich weiß es noch nicht, aber ich glaube gleich wird es einen Schwanz weniger in meinem Königreich geben.“, erwiderte der Herzkönig dem rosaroten Kaninchen. Das rosarote Kaninchen applaudiere begeistert mit seinen Vorderpfoten, während Elvis es nur verächtlich anstarrte.
„Mein lieber Herzkönig. Wisst ihr eigentlich, dass das rosarote Kaninchen euch mit dem Fetishhasen betrogen hat? Erst vorhin haben sie es wie die Karnickel miteinander getrieben.“, sagte Elvis.
Das rosarote Kaninchen wurde starr vor Schreck und verschluckte sich an seiner Mohrrübe. Der Herzkönig blickte zu seinem Gefährten, ehe er Elvis misstrauisch anblickte. „Hast du für solch eine Behauptung denn auch Beweise?“
„Be-Beweise?“, wiederholte Elvis nervös. Wenn er nicht gleicht etwas tat, dann würde er für immer seinen Schwanz verlieren! Er hing doch so an seinem Schwanz und der Schwanz an ihm…
„Hihi, das wird lustig.“, grinste der wieder erschienene Grinsepopo. Doch nur ich schien ihn zu sehen.
„Halt die Klappe!“, rief ich ihm zu und handelte mir damit den Zorn des Herzkönigs ein.
„Was hast du gesagt?! Wie spricht du eigentlich mit mir?!“, stieß er erzürnt aus.
„Ich habe doch nicht euch gemeint, mein Herzkönig.“, versuchte Elvis, ihn schnell zu besänftigen.
„Verzeiht bitte und was die Beweise anbelangt, der verrückte Dildomacher kann es bezeugen!“
„Der verrückte Dildomacher ist verrückt! Keiner der noch alle Tassen im Schrank hat, schenkt diesem durchgeknallten Irren Glauben.“, sagte das rosarote Kaninchen angriffslustig.
„Ich finde euch ehrlich gesagt, alle ein wenig durchgeknallt.“, nuschelte Elvis vor sich hin.
„Genug!“, schrie der Herzkönig. „Das Gericht wird entscheiden, wer die Wahrheit sagt und wer lügt.“
Es war wie Zauberei, dass sich innerhalb zehn Minuten ein ganzer Gerichtsaal in der Kanalisation erhob – samt Geschworenen und Zeugen. Der Herzkönig nahm dabei die Rolle des Richters ein.
„Ich rufe den verrückten Dildomacher in den Zeugenstand!“, rief eine an der Pfeife rauchende Raupe namens Absalom, die als Anwalt fungierte. „Was können sie uns über die Anklage berichten, dass das rosarote Kaninchen und der Fetishhasen es wie die Karnickel trieben?“
„Wie die Karnickel? Wer sagt denn so etwas Abscheuliches? Das ist alles erstunken und erlogen!“, erklärte der verrückte Dildomacher und ich schnaubte auf.
„Als Nächstes rufe ich den Fetishhasen in den Zeugenstand!“, rief die Raupe Absalom, die vor Langeweile gähnte und am liebsten ein Nickerchen halten würde.
„Mein Alibi für die angenommene Tatzeit? Ich habe Herrn Fuchs damit beauftragt, dass er Frau Huhn ein paar Eier stehlen soll, damit ich sie bunt anmalen und dann bei ebay verkaufen kann.“, antwortete der Fetishhase.
Elvis platzte allmählich der Kragen. „Das Langohr lügt, eure Majestät!“, rief er in den Gerichtssaal und zog sich damit erneut den Zorn des Herzkönigs zu.
„Ruhe, oder es heißt „Ab mit dem Schwanz!“.“, drohte er Elvis, während die Raupe Absalom mit Eiern zu jonglieren begann.
Da kam Elvis eine verrückte Idee. Da hier alle so durchgeknallt waren, glaubte er, dass sein Plan aufgehen könnte. „Seht eure Hoheit!“, rief er und zeigte auf die Raupe Absalom. „Der Fetishhase kann die Eier von Frau Huhn gar nicht gestohlen haben, da er mit ihnen jongliert!“
Absalom ließ vor Schreck ein Ei nach dem anderen fallen. Das Dotter verteilte sich auf den Boden, was der verrückte Dildomacher sich noch schnell genüsslich in eine Tasse Spermientee mischte. Dem Fetishhasen und dem rosaroten Kaninchen wurden bewusst, das ihre Affäre aufgeflogen war. Der Herzkönig rief: „Ab mit den Schwänzen!“, und deutete dabei auf die beiden Karnickel, die kurz darauf von Tweedle Aktiv und Tweedle Passiv abgeführt wurden.
Elvis war froh, heil aus der Sache raus gekommen zu sein, doch bestand immer noch das Problem, dass er nicht wusste, wie er wieder nach Hause gelangen sollte. „Oh, hab ich was verpasst?“, fragte Dodo, der wie aus dem Nichts erschien. „Kennt ihr schon alle den Dodo-Song?“ Dodo fing wieder zu Krächzen an und nun reichte es Elvis wirklich. Er wollte hier nur noch weg. Absalom erschien es genauso zu ergehen. Der Rauch seiner Pfeife umhüllte ihn in ein regenbogenfarbenes Licht und kurz darauf erhob sich ein wunderschöner Schmetterling. Absalom machte die Flatter. Elvis sprang in die Luft und klammerte sich an seine Füße. „Hey, lass los – du unverschämter Bengel!“, rief Absalom Elvis zu. Absalom schüttelte Elvis ab und erneut fiel Elvis in die Tiefe. Er schrie aus voller Kehle und landete anschließend wieder im dreckigen und stinkigen Wasser.
Als er jedoch wieder an die Oberfläche schwamm, konnte er den Sternenhimmel sehen. Vor ihm ragten die Häuser seiner Heimat und die Halle, in der er sein Konzert geben sollte. Elvis schaute auf die Uhr und stellte fest, dass seit seinem Sturz in die Kanalisation gerade mal eine Minute vergangen war. Er konnte also noch immer hinaus auf die Bühne gehen und seinen Fans ordentlich einheizen. Sein Lampenfieber war jedenfalls verschwunden. 6.666 Fans waren ihm dann doch lieber, als dieser verrückte Haufen in der Kanalisation. Elvis trat seinen Rückweg in die Konzerthalle an und merkte dabei gar nicht, dass der Vollmond wie ein grinsender Popo aussah. Und wenn er nicht gestorben war… halt Moment… leider muss ich euch mitteilen, dass er starb, auch wenn einige seiner Hardcore-Fans felsenfest behaupten, dass Elvis lebt!

Ende!
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Deathknigh » 20 Apr 2014, 11:43

Haha sagen wir mal eine sehr interessante geschichte ^^ ungewöhnlich triffts wohl besser :p
Wer braucht schon satzzeichen wenn er smilys hat :D und großbuchstaben sind überbewertet

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon poopsie » 24 Apr 2014, 01:22

ja, da fehlen einem die Worte! Musste die Geschichte dreimal durchlesen. oh sky, wie fällt einem nur soviel Schwachsinn ein. Oder besser gesagt, was muss man dazu einnehmen um so was zu schreiben? Trotzdem genial. Mehr davon! Werde wohl nie müde deine Geschichten zu lesen. Du überrascht immer aufs Neue!

Weiter so!

LG poopsie

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon MegaOli » 24 Apr 2014, 19:07

Mensch, das war ja mal eine Geschichte :D
Wie kannst du sowas schreiben, ohne Angst zu haben, dass ale ein Herzinfarkt bekommen, wenn sie sowas lesen :D

Also mit hats echt super gefallen und ich warte auf ein weiteres Märchen :)

Gruß Oli
It's a very nice day today heute! 8) :D

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon GoldenStar18 » 24 Apr 2014, 19:16

Grinsepopo XD

Ich kann nicht mehr :D
Manchmal sollte man nicht zu viel nachdenken - wenn sich was richtig anfühlt ist wahrscheinlich auch so

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 24 Apr 2014, 19:52

Danke schon einmal an meine lieben Kommentatoren und auch alle anderen Leser. Mir war klar, dass dieses Märchen in dieser Art sehr gewagt ist, aber damit unterscheidet sie sich wenigstens gut von den Anderen. Am Besten gefiel mir der Besuch beim verrückten Dildomacher, mit dem Spermientee xD
@poopsie: Ich hab eben eine blühende Fantasie. Glaub mir, manchmal ist selbst mir das nicht geheuer, weil es sich dann auch in meinen Träumen widerspiegelt^^

Derzeit arbeite ich an der Umsetzung von "Schneewittchen und die sieben Zwerge", also wieder etwas Klassisches. Danach habe ich mir die "Bremer Stadtmusikanten" vorgenommen. ^^
Doch mein Hauptaugenmerk liegt natürlich auf meiner "Mystic Love"-Reihe - "Der Schattenphönix", die deshalb natürlich Vorrang hat.
Gestern eröffnete ich auch meine ersten eigenen Blog - http://mystic-love.myblog.de/ - Hier poste ich gerade "Der Tierflüsterer" ganz neu und ich würde mich über jeden Besucher / Leser sehr freuen. Schaut doch mal rein, wenn ihr Lust und Zeit habt. Würde mich freuen.

Liebe Grüße
Himmelsstern
Mein Geschichten-Forum: http://www.skystar-stories.de/ :flag:

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon PurpleGecko » 25 Apr 2014, 22:38

Hmm, ich fand die Geschichte von Pinacoladio irgendwie einfallsreicher, aber das ist Geschmackssache. Originell ist sie auf jeden Fall. :D

Mein Lieblingssatz: "Er hing doch so an seinem Schwanz und der Schwanz an ihm…" Sehr passend :D

Schneewittchen? Ich bin gespannt ;) :flag:
"Und was ist Wahrheit? Dass das Universum im Urknall entstanden ist?"
"Das ist Unfug.(...) Letztlich ist das nichts als Marketing." - Robert Laughlin im SPIEGEL

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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Skystar » 03 Mai 2014, 15:29

Zwei Wochen hat es gedauert, aber hier kommt endlich das 5.Märchen. Für das nächste Märchen nehme ich mir wieder ein Kürzeres, weniger Anspruchsvolleres, vor -.- . Schneewittchen und die 7 Zwerge hat einfach sehr viele Charaktere, auf die man Rücksicht nehmen muss. Ich hoffe ihr habt euren Spaß. Ist vielleicht nicht so gut wie die Vorherigen, aber hat dennoch seine guten Szenen :D

Schneeflittchen und die sieben, minus eins, Zwerge
Es war einmal eine wunderschöne Prinzessin. Ihre Haut war so weiß wie Koks, ihre Lippen so rot wie eine scharfe Chilischote und ihr Haar so schwarz wie ihre Lederpeitsche im Schrank. Der Name der Prinzessin lautete Schneeflittchen. Den Namen erhielt sie von ihrem Vater, der seine Frau bei der Geburt seiner Tochter verlor. Schneeflittchens Mutter war nämlich süchtig nach dem weißen Pulverschnee – auch Koks genannt – und umwarb die Männer in ihrem Königreich. Nun hatte Schneeflittchens Vater aber eine neue Frau zur Königin genommen und die war sehr eifersüchtig auf Schneeflittchens Schönheit und deren Männerverschleiß, den sie ganz offensichtlich von ihrer verstorbenen Mutter geerbt hatte.
Eines wunderschönen Tages, stand Schneeflittchens Stiefmutter vor dem Zauberspiegel in ihrem Schlafsaal und sprach ein paar magische Worte: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das begehrteste Flittchen im ganzen Land?“ Im Spiegel erschien ein kleiner Zwerg, der sich gerade die Haare kämmte und dabei ebenfalls in den Spiegel starrte. Er schenkte der Königin zunächst keinerlei Beachtung, also klopfte diese dreimal gegen den Spiegel. „Hallo? Ich rede mit dir du verdammter Zwerg im Spiegel!“
Der Zwerg im Spiegel war empört. „Man Trulla, sehen sie nicht, dass sie mich stören? Ich hoffe es ist was Wichtiges, denn ich hab noch einen Termin bei der Maniküre. Was wollen sie also von mir?!“
„Spieglein, Spieglein an der Wand…“, wiederholte die Königin.
„Jaja, das sagten sie bereits. Kommen sie zum Kernpunkt!“, forderte der Zwerg genervt auf.
„Ich will wissen, wer das begehrteste Flittchen im ganzen Land ist.“, erklärte die Königin noch einmal.
„Ist das alles? Deswegen stören sie mich bei meiner Haarpflege?“, fragte der Zwerg wiederholt genervt, ohne dabei den Kamm aus seiner Hand zu legen. „Na sie haben vielleicht Nerven. Ich steh kurz davor, Mister Kleinwüchsiger 2014 zu werden und sie…!“
Die Königin funkelte den Zwerg boshaft an und kurz darauf schoss ein roter Blitzstrahl aus ihren Augen. Rauch kam aus dem Spiegel und als die Sicht wieder frei wurde, erblickte man den Zwerg kohlrabenschwarz, dessen Haare in alle Himmelsrichtungen standen. Der Kamm fiel ihm aus der Hand und der Zwerg sagte: „Sie, meine Königin, sind das begehrteste Flittchen im ganzen Land, doch Schneeflittchen, die gerade ein heißes Schaumbad zu sich nimmt, ist noch viel begehrter als ihr!“
Die Königin stieß einen lauten Schrei aus und befahl den Jäger zu sich, dessen Name Jack the Ripper war. „Die Gerüchte besagen, dass du der beste und skrupelloseste Frauenmörder aller Zeiten warst. Deshalb befehle ich dir, begleite Schneeflittchen hinaus in den Wald und bring sie zur Strecke!“
Jack the Ripper tat wie ihm befohlen und begleitete das junge Schneeflittchen hinaus in den düsteren Wald. Krächzend hüpfte das Schneeflittchen durch die Gegend und riss ohne jeglichen Grund Blumen aus der Erde und schreckte jedes Tier auf, das ihren Weg kreuzte. Jack the Ripper behagte dies sehr und als Schneeflittchen ihn auch noch augenzwinkernd und verführerisch anlächelte, konnte er nicht mehr an sich halten. Er zog das Schneeflittchen eng an seinen mit Waffen versehenen Körper und gab ihr einen feuchten Kuss. Schneeflittchen steckte ihm daraufhin die Zunge in den Hals und leckte ihm hinterher das Gesicht ab. Von Romantik konnte hier wahrlich nicht die Rede sein!
Hinterher warnte Jack the Ripper sie: „Du musst flüchten, Schneeflittchen. Ich glaube, dass die Königin dich tot sehen will. Sie hat ihren Befehl allerdings nicht eindeutig gesagt. Sie sagte, ich soll dich zur Strecke bringen und genau das habe ich getan. Das da vorne ist die Minenstrecke. Setz dich in einen der Minenwaggons und der wird dich in Sicherheit bringen. Pass gut auf dich auf!“
„Vielen dank Jacky.“ Schneeflittchen gab ihrem Flirt noch einen Abschiedskuss, ehe sie sich in eine der Minenwaggons setzte. Sie legte den Hebel um und die wilde Fahrt konnte beginnen. Die Schienen führten durch den ganzen Wald und Schneeflittchen glaubte, Geister und andere Spukgestalten zu sehen. Sie bekam furchtbare Angst und verkroch sich mit den Händen überm Kopf im Minenwaggon.
Inzwischen kehrte der Jäger ins Schloss zurück und tischte der Königin ein Lügenmärchen auf. „Ich hab sie wie befohlen in den Wald gelockt, dort habe ich sie dann abgestochen, in tausend Stücke zerlegt und jedes einzelne Körperteil dann im Wald verstreut, wo sie als Tierfutter endete.“
„Das hast du sehr gut gemacht. Als Belohnung erhältst du für eine Nacht meinen Körper, denn ich bin das begehrteste Flittchen im ganzen Land!“, entgegnete die Königin und fing an sich zu entblößen.
Als sich die Königin am nächsten Morgen stolz im Spiegel bewunderte, rief sie erneut die magischen Worte: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist das begehrteste Flittchen im ganzen Land?“
Wieder erschien ihr der eitle Zwerg, der sich gerade eine Gurkenmaske ins Gesicht legte. „Meine Mama sagte mir immer, dass Gemüse gesund sei…, das war allerding bevor sie an einer Gurke erstickte. Oder war das eine Zucchini? Ich kann die Beiden immer nicht auseinander halten…“
„Antworte auf meine Frage Zwerg, oder ich sorge eigenhändig dafür, dass du den Unterschied zwischen den Beiden erkennen wirst…“, drohte die Königin dem Zwerg.
„Schon gut, schon gut… ihr meine Königin, seid das begehrteste Flittchen im ganzen Land, doch Schneeflittchen, sieben Straßen weiter, bei meinen sechs Zwergen-Freunden, ist noch tausendfach begehrter als ihr!“ Diese Antwort erwartete die Königin keineswegs und so kam es, dass sie noch lauter schrie als zuvor und alle Gurken aus dem Gesicht des Zwerges flogen.
Derweil nahm Schneeflittchens turbulente Minenfahrt ein Ende und sie landete vor einem kleinen Zipfelmützenhaus, aus dessen Schornstein Rauch zog. Schneeflittchen hatte noch immer furchtbare Angst und so lag es nun an den sechs Zwergen, die in dem Häuschen wohnten, ihr Mut zu machen.
„Heyhooo….“, begrüßte sie der älteste Zwerg namens Pädo.
„Habt…“, sprach der Zwerg namens Hetero.
„…keine…“, sagte der Zwerg namens Homo.
„…Angst…“, fügte der Zwerg namens Trans hinzu.
„…vor…“, setzte der Zwerg namens Bi fort.
„…uns!“, beendete der Zwerg namens A den Satz.
„W-Wer seid ihr?“, fragte Schneeflittchen ängstlich, während sie noch etwas unsicher aus dem Minenwaggon stieg, indem sie Hetero und A die Hände reichte und die ihr hinaushalfen.
„Wir sind die sieben Zwerge!“, stieß Homo erfreut aus.
„Sieben?“ Schneeflittchen zählte kurz durch und benutzte dabei den Taschenrechner, den jede moderne Frau heutzutage bei sich trug. „Aber ich sehe nur Sex… äh ich meine Sechs!“
„Das liegt daran, dass der liebe Metro es vorzog, sich in einen Spiegel einzunisten, damit er sich tagein-tagaus darin bewundern kann.“, erklärte der Zwergen-Anführer Pädo ihr.
„Verstehe.“, sagte Schneeflittchen etwas irritiert, während die Zwerge sie in ihr Häuschen begleiteten. Es duftete stark nach was zu Essen und Schneeflittchen leckte sich gierig das Maul.
„Heute hab ich gekocht!“, erklärte Homo ihr stolz. „Es gibt Spiegelei auf Omeletts mit Rührei und gekochten Eiern. Heute hergestellt aus stinknormalen Hühnereiern. Wir wechseln uns jeden Tag ab. Letzte Woche gab es Straußeneier, die Woche davor faule Eier und davor Eier vom Mann…!“
Schneeflittchen sah Homo angewidert an und da war sie nicht die Einzige. „W-i-d-e-r-l-i-c-h-!“, stieß Hetero angeekelt aus und auch A schien bereits etwas Grün im Gesicht zu sein.
„Wollt ihr auch ein paar Eier?“, fragte Homo Schneeflittchen munter.
„Oh nein danke, ich hatte heute schon welche.“, log Schneeflittchen und ließ sich zu einem Rülpser hinreißen, der Hetero und Bi abschreckte, aber dafür Trans gehörig antörnte.
„Uh la la, du bist wohl eine ganz wilde Maus.“, sagte er, während er überrascht mit seiner Federboa herumwedelte. Auch sonst war Trans sehr feminin gekleidet.
„Genug jetzt!“, rief Pädo lautstark und alle wurden wie auf Befehl mucksmäuschenstill. „Unser Gast ist sicherlich müde und will sich etwas hinlegen. Wer will mit ihr in einem Bett schlafen?“
„Ich, ich, ich!“, riefen Hetero, Bi und A gleichzeitig und voller Begeisterung.
„Oh, das freut mich aber. Nehmt euch allerdings in Acht vor mir, denn ich bin ein Männer verschlingendes Flittchen.“, warnte Schneeflittchen die drei Zwerge, während sie amüsiert und verführerisch lächelte.
„Na gut, ihr könnt sie haben.“, sagte A, der so gar nicht scharf auf diese Art von Frau war.
„Ich trete sie gerne an dir ab.“, sagte Bi zu Hetero, da er gerade ohnehin mehr auf Männer stand.
Hetero grinste freudig. Er stand auf hübsche Prinzessinnen und dies wäre das erste Mal, dass er eine in seinem Bett hätte. Allerdings machte ihm Pädo einen Strich durch die Rechnung. „Ich denke, das Beste wird es sein, wenn du heute Nacht in meinem Bett schläft. Du musst nämlich wissen, ich steh auf junges Frischfleisch und wir wollen den armen kleinen Hetero doch nicht so viel Reife zumuten.“
Hetero wollte protestieren, doch traute er sich nicht, da Pädo hier der Zwergen-Boss war. Allerdings sorgte Schneeflittchen bereits für Genugtuung: „Kriegen sie überhaupt noch einen hoch? Außerdem weiß ich nicht, ob ich mich mit so etwas „Kleeeeeinem“ zufrieden gebe.“, sagte sie langsam.
Zwerg Pädo baute sich empört vor ihr auf und lief knallrot an. Ihm stand die Wut ins Gesicht geschrieben, aber er riss sich zusammen und ging wortlos alleine zu Bett.
„Komm Darling, du darfst dich in meinem Bett ausruhen.“, sagte Trans. „Ich werde mich allerdings nicht zu dir gesellen. Wenn ich dir einen Tipp geben darf: Spiel nicht mit den Herzen der Männer, selbst wenn sie dir noch so klein und noch so dumm erscheinen mögen.“
„Ach, ich weiß eigentlich selber nicht genau, wieso ich so bin wie ich bin.“, erwiderte Schneeflittchen frustriert, während sie vor Trans Bett standen und er ihr das Kissen noch einmal neu ausschüttelte.
„Ich glaube ja, dass du dich ein wenig einsam fühlt und einfach nur nach Nähe sehnst.“, mischte sich nun A ein, der bei der Unterhaltung lauschte. „Du suchst die große Liebe…!“
„Da ist sie nicht die Einzige.“, sagte Homo traurig, der im Fenstersims saß und zu den Sternen am Nachthimmel hinaus blickte. Auch er suchte schon seit geraumer Zeit nach der großen Liebe.
„Das Problem bei der Suche nach der großen Liebe besteht darin, dass alle Männer Schweine sind.“, sagte Trans nun wieder. „Man sollte ihnen nicht über den Weg trauen, sonst betrügen sie dich hinter deinem Rücken. Ich kenn das und spreche da aus Erfahrung!“
„Männer sind Schweine und Frauen sind Giftschlangen. Wie soll man sich da denn da nur für ein Geschlecht entscheiden?“, fragte Bi genervt, der sich schon seit einiger Zeit mit diesem Dilemma auseinandersetzen muss, da er einfach nicht wusste, ob er mehr auf Frauen, oder auf Männer stand.
„Das Beste wird es sein, wir gehen jetzt alle schlafen. Morgen sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.“, sagte Hetero, der die Hoffnung auf ein Liaison mit Schneeflittchen nicht aufgab.
Und tatsächlich – am nächsten Morgen sah die Welt für Schneeflittchen wirklich ganz anders aus, da nämlich alle sechs Zwerge zum Arbeiten in den Bergstollen unterwegs waren und sie ganz alleine im Zipfelmützenhaus war. Erstmalig ohne Männer… und Schneeflittchen genoss es in vollen Zügen.
„Rote Tomaten, frische rote Tomaten!“, rief eine alte Verkäuferin, die am Nachmittag des Weges kam und sich ein wenig bei Schneeflittchen ausruhen wollte. „Darf ich dem hüb…hust…schen Fräulein eine rote Tomate anbieten?“, fragte die alte Dame das Schneeflittchen.
„Haben sie vielleicht auch rote Äpfel? Von Tomaten bekomme ich immer Ausschlag.“, meinte Schneeflittchen, die mit mulmigen Gefühl die Tomaten begutachtete.
„Nein, ich habe keine roten Äpfel!“, pflaumte die alte Dame Schneeflittchen nun ungeduldig an. „Jetzt iss schon eine dieser verdammten Tomaten, die ich nur für dich vergif… äh verschönert habe.“
Schneeflittchen wollte nicht unhöflich erscheinen, nahm sich schließlich einer der doch recht köstlich aussehenden Tomaten und biss hinein. Die alte Dame stieß ein boshaftes Gelächter aus. Kurz darauf spürte Schneeflittchen einen stechenden Schmerz im Herzen und kippte leblos um.
Es war vollbracht! Die alte Dame, die sich in Wahrheit als die böse Königin herausstellte – Zitat der Königin: „In dieser Verkleidung wird mich niemand erkennen!“ – hatte Schneeflittchen zur Strecke gebracht… äh ich meine um die Ecke gebracht…. Nein halt, das hat sie ja auch nicht… sie hat sie eben einfach getötet! Punkt, Aus, Ende! Wieso verkomplizieren, wenn es auch einfach geht.
Als die sechs Zwerge am frühen Abend von dem Bergstollen nach Hause kamen und das leblose Schneeflittchen vor ihrem Zipfelmützenhaus vorfanden, brachen sie sofort in tiefe Trauer aus. Sie kannten sie zwar erst seit vierundzwanzig Stunden, aber innerhalb dieser kurzen Zeit, ist sie ihnen bereits sehr ans Herz gewachsen…, auch wenn Pädo noch immer ein wenig vor sich hin grummelte.
Die Zwerge wollten der Prinzessin eine ganz besondere Ehre erweisen und in einem ganz besonderen Sarg beerdigen. Sie zogen ihr zur Beerdigung ein schwarzes Lederoutfit an, das mit ihrem schwarzen Haar harmonierte, sie statteten den Sarg mit weißen Kissen aus, die mit Koks gefüllt waren, dass an ihre schneeweiße Haut erinnern sollte und sie legten ihre eine Kette von roten Chilischoten um den Hals, dass an ihren roten Kussmund erinnerte.
In tiefer Trauer nahmen sie Abschied von ihrem heißblütigen Schneeflittchen, als ein Reiter hinzu stieß und der Zeremonie ein Ende setzte. „Sie sieht wunderschön aus.“, sagte der Reiter, als er das Schneeflittchen im gläsernen Sarg näher betrachtete. „Ich werde der Prinzessin ebenfalls eine letzte Ehre erweisen, indem ich ihr einen Kuss meinerseits überreiche, der voller Zuneigung zu ihr ist. Der Reiter bückte sich zu Schneeflittchen hinunter und schenkte ihr zum Abschied einen leidenschaftlichen Kuss – einen Kuss der wahren Liebe!
Was nun folgte, überraschte und erfreute die Zwerge und den Reiter gleichermaßen, denn ihr geliebtes Schneeflittchen eröffnete auf wundersame Art und Weise ihre Augen wieder. Neues Leben wurde ihr eingehaucht und sie fühlte sich glücklicher als jemals zuvor. Sie warf ihrem Retter verliebte Blicke zu und war erstaunt, dass es sich dabei um eine junge Frau handelte. „So ist das also.“, sagte Schneeflittchen. „Ich fühle mich in Wahrheit zum weiblichen Geschlecht hingezogen.“
Es war ein Happy End ohnegleichen, nur die böse Königin wusste noch nichts davon. Als sie erneut den Zwerg im Spiegel rief und ihm die Frage, nach dem begehrtesten Flittchen im ganzen Land stellte, da antwortete dieser ihr: „Ihr meine Königin, seid das begehrteste Flittchen im ganzen Land, doch das Schneeflittchen, das die wahre Liebe fand, ist einfach unübertrefflich begehrter als ihr!“ Die Königin war fassungslos. Das war nicht möglich…, oder doch?! Die Königin ertrug diese Schmach nicht länger und verbannte sich selber in den Zauberspiegel, wofür der Zwerg Metro wieder frei kam und Mister Kleinwüchsiger 2014 wurde. „Ich bin einfach traumhaft schön.“, meinte Metro selbstverliebt.
Und wenn sie alle nicht gestorben waren, dann fand jeder der Zwerge noch sein wahres Glück, das Schneeflittchen ritt mit ihrer Traumfrau in den Sonnenuntergang und wo immer sie auch landen würden… ob nun in einem fernen Land, oder im Bett…, es würde mit einer Brise Pulverschnee – auch Koks genannt – und einer Lederpeitsche enden.

ENDE!
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Dragon900
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Re: Es war einmal... ganz anders!

Beitragvon Dragon900 » 04 Mai 2014, 00:17

Herrje wie du diese Geschichten verwandelst. :lol: Fand sie eigentlich genauso gut, wie die zuvor.
Wobei auf Platz 1 momentan Elvis im Kanalisationen-Land bei mir steht. :D

Dürfte eigentlich gar nicht so einfach sein, die alle so umzuwandeln, wahnsinn ^^
Es gibt nur zwei Tage in deinem Leben an denen du nichts ändern kannst. Der eine ist gestern und der andere ist morgen.

Dalai Lama

Re: Es war einmal... ganz anders!

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