Einsam mit dir

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Max221B
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 21 Sep 2015, 01:36

Oh aber natürlich besteht noch Interesse an der Geschichte mein Lieber!! :)
Und ein schöner Teil, wie immer! Macht unglaublich Spaß zu lesen! :flag:

Ich hoffe nur, dass Patrick mal vom Alkohol wegkommt... Und mal sehen was Leon noch vorhat! Ich freu mich wenn's weitergeht, bis dahin! :)

LG Max
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Re: Einsam mit dir

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schamane
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon schamane » 21 Sep 2015, 18:08

Kann mich Max da nur anschließen :)
Ist wirklich klasse ;)
Der ganz normale Alltag: Morgens mit Hochspannung aufwachen, mit Widerstand zur Arbeit gehen, den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen, .... abends geladen nach Hause kommen.

streamy
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 26 Sep 2015, 18:54

Danke für eure netten Worte, ich versuche das Niveau zu halten! :)
Im heutigen, kürzeren Teil gibt es einmal die Geschichte aus drei verschiedenen Perspektiven zu lesen. Viel Spaß :flag:

_____________________________________________________
Teil 8.1 - Zwickmühlen

Unruhig starrt Katja an die Decke, die sie eigentlich sehen kann, weil es stockduster in ihrem Zimmer ist. Sie muss immer wieder an die Szene mit Jonah in der Küche denken. Er glaubt nicht, dass ich für ihn da bin!! Jahrelang hat Katja sich fast nur um ihren Job gekümmert, fühlte sich richtig wohl in ihrer Position – doch dabei glitt der Blick immer mehr von ihrem Sohn ab, da er ja nie Probleme machte. Wie es wirklich in ihm aussieht, das hat sich Katja nie gefragt. Bis zu dem Gespräch bei Dr. Schmidt, dessen Forderung sie immer noch erfüllen muss und nun in einem wahren Dilemma steckt. Sie muss sich entscheiden: für ihren Ruf oder für ihren Sohn. Eigentlich ist diese Entscheidung total absurd und müsste für eine Mutter einfach zu treffen sein, doch am Ende wird es auf allen Seiten einen großen Knall geben... Außerdem klingelt es gerade an der Tür, um halb drei nachts. Heimlich späht Katja durch ihre Zimmertür in den Flur.

***

„LEON?! Ich dachte du kommst erst morgen!“. Jonah spricht ungewollt lauter als vorgesehen, er will seine Mutter nicht aufwecken. So ganz kann er seine Wut auf Leon nicht verbergen. Andererseits wird ihm einmal mehr bewusst, dass er in Leon verliebt ist wie am ersten Tag, so wie er da im Türrahmen mit seinen süßen Augen steht, die gerade so aussehen als ob er ein Jahr nicht geschlafen hätte. „Danke, danke, dass du aufmachst. Es ging einfach nicht mehr anders“. Leon tritt in die Wohnung und umarmt Jonah innig und mit einem festen Griff. Jonah will ihn erst zurückweisen, doch als er seinen Geruch und seine Wärme wahrnimmt, genauso wie bei ihrem letzten Treffen, lässt er sich voll und ganz in die Umarmung fallen.

***

Das war ja mal wieder typisch Ich. Patrick ringt schon den ganzen Morgen lang mit seinem Gewissen, da er Jonah gestern total betrunken zurückgerufen hatte. Da geb ich ihm schon meine Nummer, damit er mich jederzeit anrufen kann wenn was ist, und ich bringe nur so ein Geblubber rüber. Er beschließt für sich selbst, bei ihm vorbeizuschauen.
Vor dem Haus an der Tür angekommen, in dem neben Jonah und Katja Lange noch fünf weitere Parteien wohnen, und nach einem kurzen Moment des Zögerns, drückt Patrick auf die Türklingel. Die Tür wird freigegeben, doch vor der Wohnungstür der Familie Lange angekommen ist diese immer noch geschlossen. Patrick klopft ein paar Male kurz an die Tür und hält dann inne. Nach einer gefühlten Ewigkeit öffnet sich die Tür und vor Patrick steht: ein sich durch die Augen reibender, nur in Boxershort und T-Shirt bekleideter Jonah! Nicht nur Jonah läuft rot wie eine Tomate an, auch Patrick schämt sich für die Situation und will sich für die Störung entschuldigen. In gewisser Weise jedoch kann er nicht leugnen, dass ihm gefällt, was er da gerade sieht. Unbeholfen krächzt Jonah: „Patrick... Hi...“. Plötzlich tritt eine weitere Person von hinten an Jonah heran, fasst mit seinen Händen um seine Taille und küsst diesen zärtlich und lange auf die Wange. Aus einem Patrick unbekannten Grund, zuckt Jonah dabei heftig zusammen. „Ich sollte dann wohl wieder gehen“. Schon die ersten paar Stufen wieder nach unten gegangen, wird Jonah zurückgehalten. „Warte bitte, ich zieh mich kurz um und komme dann raus“. Nickend verlässt Patrick das Haus und wartet fünf Minuten, bis Jonah wieder vor ihm steht. „Also, was gibt’s?“, fragt Jonah sichtlich nervös. „Ähm ich wollte wirklich nicht stören, wenn ich gewusst hätte, dass du Besuch hast... und wollte mich nur entschuldigen dass ich gestern am Telefon eben – ähm – so dicht war“ - „Ach, ist kein Ding... wirklich nicht“ - „Ist das da oben dein Freund?“ - „Was, oh, nein, das ist Leon – mein bester Freund, also rein freundschaftlich“. - „Hat sich die Schule bei dir heute auch gemel-“. Überraschend drückt Jonah seine Lippen mit voller Leidenschaft auf die von Patrick, ein großer Schwall Hitze durchzuckt die Körper von Beiden. Unsicher erwidert Patrick den Kuss, aber er weiß nicht, ob er wirklich Gefühle für Jonah empfinden könnte. Schließlich hat er ja Jennifer. Zusätzlich bemerken beide nicht, dass die gerade ablaufene Szene im Hintergrund von einer dritten Person auf der anderen Straßenseite beobachtet wird.

- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 20 Okt 2015, 18:43

Oh da hab ich ja einen Teil übersehen, tut mir leid!! Aber es kam auch schon lange kein neuer Teil mehr... Naja ich hoffe da kommt bald wieder was von dir! :)

Und da Patrick den Kuss erwidert zeigt ja schon dass er zumindest ein paar Gefühle für Jonah hegt! :D
Und die dritte Person auf der anderen Straßenseite könnte ja Jennifer sein...

Ich würde mich über einen neuen Teil sehr freuen! :flag:

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 25 Okt 2015, 19:52

Danke wieder für dein regelmäßiges Feedback Max :oops:

Ab nächster Woche habe ich endlich genug Zeit für einige weitere Teile die dann natürlich direkt hier erscheinen.
Da es immer noch sehr viel zu erzählen gibt, gebe ich weiterhin mein Bestes, die Zeiträume zwischen zwei Teilen nicht noch größer werden zu lassen :roll:

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 27 Okt 2015, 19:39

Es geht weiter, viel Spaß beim Lesen! :flag:

_____________________________________________________
Teil 1: Schulstart
Teil 2: Abwärtsspirale
Teil 3: Zersplittert
Teil 4: Tränen im Regen
Teil 5: Beeinflusst
Teil 6: Ein unerwarteter Gast
Teil 7: Erkenntnisse
Teil 8: Zwickmühlen


Teil 8.2:
Es ist gemütlicher als er erwartet hatte. Wie er hier so liegt, die Augen Richtung dem sternenklaren Himmel gerichtet und die Kopfhörer mit leichten Klängen im Ohr. Es dürfte in diesem Moment nicht kälter als 20 Grad sein, eine sanfte Brise kitzelt ihm an der Nase. Der Boden beginnt zu beben und er kneift seine Augen leicht zusammen. Plötzlich beginnt etwas an seinen Füßen zu ziehen. Das Beben wird immer stärker. Das Schwarz vor seinen Augen lichtet sich, und er findet sich nicht auf den Bahngleisen wieder, sondern liegend auf einem Bett in irgendeinem weißen und sterilen Raum.

Von links haucht ihm eine Stimme entgegegen: „Oh Gott, Jonah, du bist wirklich wach!“. Irgendjemand streichelt an seinem Kopf. Er schaut nach rechts... war das Leon? Konnte das wirklich Leon sein? Was hatte das alles zu bedeuten?

***
Es ist also wirklich wahr, mein Sohn ist wirklich schwul, ich kann es gar nicht glauben. Innerlich schreit er auf der anderen Straße, der den Kuss von Jonah und Patrick mitbekommen hat, doch er lässt diesen Schrei nicht nach draußen gelangen. Er zoomt an das Geschehen mit seiner Handykamera heran und schießt ein Foto. Danach lässt er das Handy unauffällig in der rechten Hosentasche verschwinden und läuft die Straße weiter entlang.

„Oh, ähm, tut mir Leid, dass wollte ich wirklich nicht“. Jonah hat sich etwas getraut. Er hat entgegen seiner aktuellen Lebensphilosophie erstmals wieder seine Gefühle zum Ausdruck gebracht. Und – oh Mann! - dieser Kuss hat ihm so unglaublich gut gefallen, dass er Patrick gerade am liebsten totküssen wollen würde. Doch sein eingeschüchterter Verstand gewinnt die Überhand zurück und sorgt dafür, dass Jonah mal wieder vor der Situation – und damit vor Patrick – zurück ins Haus flieht.
„Ist alles in Ordnung?“ Leon schaut Jonah besorgt an und fasst ihm wieder um seine Taille. Jonah zieht sich aus dieser Berührung sofort zurück, er ist mit seinen Gefühlen gerade endgültig am Ende. „Alles bestens“. Unsicher kaut er auf seiner Unterlippe herum. „Jetzt also nochmal ganz langsam – du hast möglicherweise ein Mädchen, mit dem du ein Mal … ja … rumgemacht hast … geschwängert?!“ - „So kann man es gut ausdrücken“ - „Und deswegen kommst du einfach mal so hunderte Kilometer nach mir, während ich am besten gar nicht mehr zu dir kommen darf?“ - „Mensch, Jonah, das ist wirklich schwierig …“ - „Dann erkläre es mir“ - „Ich kann es nicht.“ - „Und warum hast du mich dann gerade vor der Tür vor einem anderen Jungen auf die Wange geküsst? - „Nun ja … das tut man doch mal so unter besten Freunden, oder nicht?“ - „Ja, tolle beste Freunde sind wir, wenn wir uns einmal in einem Jahrzehnt sehen“. Jonah hat es satt, sich in irgendeiner Art und Weise vorführen zu lassen, vor allem wenn noch sein ganzes Gefühlschaos hinzukommt. Er weiß, dass diese Aussage vielleicht ein bisschen hart getroffen ist, doch letztendlich entspricht sie ja nur den gegenwärtigen Tatsachen. Nachdem er Leon heute Nacht in die Wohnung gelassen hatte, redeten sie nicht mehr viel miteinander. Jonah kramte lediglich eine alte Schlafmatratze aus der hintersten Ecke seines Zimmers hervor und legte diese neben sein Bett, worauf er sich selbst in sein eigenes legte. Scheinbar beeindruckte Leon das nicht, denn er legte sich wie selbstverständlich zu ihm ins Bett, was Jonahs Herz fast zum Explodieren brachte. Am Ende war er jedoch so erschöpft vom ganzen Tag und vor allem von der Auseinandersetzung mit seiner Mutter, dass er nach einigen Minuten einschlief und durchschlief bis Patrick an der Tür geklingelt hatte.
„Wie stellst du dir das vor? Wie soll ich dir mit deinem Problem helfen, wenn du mir selbst über Whatsapp aus dem Weg gehst?“ - „Es ist wirklich kompliziert“. Jonahs Blick wird noch grimmiger, er ist einfach nur traurig. Es klopft an der Tür und Jonahs' Mutter tritt herein. Ihr erstauntes Gesicht hätte man mal bildlich festhalten müssen. „Oh, Leon, was eine Freude dich mal wiederzusehen“. Leon lächelt und nickt nur freundlich und gibt ihr die Hand. Danach dreht sich der Kopf von Katrin zu Jonah: „Die Schule hat angerufen, und es gibt da weiterhin so einige Probleme, die wir klären müssen...“.

- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon trimoro » 19 Nov 2015, 20:15

Hey,

deine Geschichte ist toll! Mich würde es freuen, wenn es irgendwann mal weitergeht :)

Der erste Absatz des letzten Teils hat mich doch verwirrt...
Das hört sich nach versuchten suizid an :-? Cliffhanger. Warum ist das passiert?

Grüße
trimoro
...wish somebody could tell me I´m fine...
(Papa Roach - Last Resort)

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 21 Nov 2015, 18:14

Danke für dein Lob trimoro :)

Die Geschichte geht in Kürze weiter und der erste Absatz war natürlich bewusst ein Cliffhanger,
der allerdings auch in einem der nächsten Teile fortgeführt wird ;)

Viele Grüße.

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Max221B
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 21 Nov 2015, 20:38

Oha... Da bedankst du dich für mein regelmäßiges Feedback und dann kommentiere ich so lange nicht mehr! :zzz:
Tut mir leid, passiert manchmal dass ich das einfach vergesse... :D

Hm ja ein neuer Teil und Leon finde ich immer noch sehr seltsam... Also wie er sich verhält. Und natürlich bin ich auch gespannt was Jonahs Mutter genau mit ihm zu klären hat. :)

Na dann hoffe ich mal dass es in Kürze weitergeht wie du geschrieben hast! :flag:

Liebe Grüße
Max
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Keksmonster » 15 Feb 2016, 23:36

Bitte... Bitte schreib weiter. Ich habe mich in dich und deine Geschichten verliebt :*

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 19 Feb 2016, 16:19

Unglaublich, wie schnell die Zeit vergeht, wenn man keine Zeit hat :roll: :D
Deswegen schiebe ich jetzt einfach mal ganz schnell den nächsten Teil ein, damit es nach vielen Monaten schnell weitergehen kann.
Viel Spaß und nochmals Entschuldigung :flag:

_____________________________________________________
Teil 1: Schulstart
Teil 2: Abwärtsspirale
Teil 3: Zersplittert
Teil 4: Tränen im Regen
Teil 5: Beeinflusst
Teil 6: Ein unerwarteter Gast
Teil 7: Erkenntnisse
Teil 8: Zwickmühlen

Teil 9 – Die Drohung:

„Und du sagst mir auch wirklich die Wahrheit, dass du den Feueralarm nicht ausgelöst hast?“ - „Jaaa Mom, ich kanns dir gerne schriftlich geben wenn du mir immer noch nicht glaubst“. Sorgenvoll schaut Katrin in Jonahs Augen.
„Denk daran was ich gestern gesagt habe, sei besser unauffällig“.
Wie er das hasst! Er hatte soeben erfahren, dass er morgen wieder zur Schule gehen kann. Dabei verstand er allerdings nicht, warum so plötzlich scheinbar wieder alles in Butter sein kann, Dr. Schmidt war ja vor nicht allzu langer Zeit noch kurz vorm Explodieren. Immerhin hatte man kein einziges Mal nochmal mit ihm geredet. Moment mal... Patrick hat doch auch gesagt, dass die Schule bei ihm angerufen hat. Irgendwo scheint da also was im Gange gewesen zu sein. „Was ist denn nun mit Leon?“. Jonah ist zwar momentan stinksauer auf Leon, aber er weiß nicht, wann er ihn danach wiedersieht, also ist er froh ihn jetzt hier bei sich zu haben. Wenig Hoffnung keimt in ihm, schließlich will ihm seine Mutter jeglichen Kontakt zu irgendwelchen Jungen verbieten, damit sie bloß keine schlimmen Sachen miteinander anstellen, die dann ganz zufällig die „Öffentlichkeit“ mitbekommen könnte. Allein das seine Mutter das gestern ausgesprochen hat, verzeiht er ihr weiterhin nicht. Es staut sich ganz schön etwas zwischen den Beiden an. Dabei fragt sich Jonah innerlich, ob Leons Eltern überhaupt wissen, dass er hier ist. „Solange er selbst noch Ferien hat, kann er natürlich hier bleiben“. Oh, das hätte Jonah nicht erwartet. Mit einem leisen Danke steht er vom Stuhl in der Küche auf und ist gerade dabei, den Raum zu verlassen, als seine Mutter mit einem seltsam skurillem Blick zu ihm sagt: „Du kennst Leon schon so lange und hast ihn so lange nicht gesehen, ein bisschen Gesellschaft tut dir sicherlich gut“. Da hat sie ausnahmsweise mal Recht.

***

Ich hab es also wirklich getan. Ich bin auf diesen verdammten Deal eingegangen. Gedankenverloren, wie jemand der an einer Autobahnraststätte alleine gelassen wurde, sitzt Katrin in der Küche und verliert jegliches Zeitgefühl. Sie weiß, dass es nur diesen Weg für sie und Jonah gab und gibt. Nach allem was in der Vergangenheit passiert ist, kann und will sie das Leben für ihn nicht noch schlimmer machen...

SIE. ER. Ein verhängnisvoller Moment in einer lauen Silvesternacht. Eine verhängnisvolle Silvesternacht, in der Katrin und Jonah zwei geliebte Menschen verloren haben. Die schlimmste Silvesternacht, die Katrin und Jonah je hatten und die die Tür zur ersten Abwärtsspirale geöffnet hat.

***

„Du kannst solange bleiben, wie du willst“. Erleichtert atmet Leon auf. „Ich wollte gerade schon nachfragen. Dann ist ja alles gut“. - „Alles gut? Ja, träum weiter“. So kennt Jonah Leon. Er läuft mit einer rosaroten Brille durch sein ganzes Leben, nimmt sich immer das beste Stück vom Kuchen und würde wahrscheinlich auch noch kurz vor seinem Tod alles und jeden feiern.
„Glaub mal nicht, dass ich nicht mehr sauer auf dich bin. Du bist mir noch so einige Erklärungen schuldig“. Schnaubend setzt sich Jonah auf sein Bett und wieder kann er dieses Prickeln auf der Haut nicht abwimmeln, als Leon sich zu ihm setzt. „Joar, was machen wir jetzt so?“. Stotternd kommen diese Worte aus Jonah's Mund heraus, so war das eigentlich nicht beabsichtigt. Das kann man auch zweideutig verstehen. Behalte doch endlich mal die Fassung, Jonah. Wie immer in solchen Situationen greift sich Jonah reflexartig sein Handy, um die ihm unangenehme Anspannung ein bisschen zu lindern. Völlig geistesverloren starrt Jonah auf das Display – er hat eine MMS von einem unterdrückten Absender erhalten, die ein Bild beinhaltet, auf dem er und Patrick küssend zu sehen sind – der Kuss, der erst vor gefühlt einigen Augenblicken stattgefunden hat. Weiterhin hat ihm der Absender eine seperate SMS geschrieben, die direkt darunter erscheint: - Ich werde dir das Leben zur Hölle machen, Jonah. Überleg dir das besser mit dem schwul sein. -
Jonah kann einfach wieder nichts anderes, als zu zittern. Der zornige Blick von Leon beruhigt ihn auch nicht wirklich. War das jetzt Hass auf den Absender oder auf den Kuss in seinen Augen? Muss ich diese Hölle jetzt wirklich nochmal durchleben?

_____________________________________________________
Meine Mutter streichelte mir jetzt ebenfalls über den Kopf und ich wollte so langsam echt mal wissen, was hier los ist und warum ich im Krankenhaus bin. Dabei merke ich jedoch schnell, dass ich kaum sprechen kann. „Was.... passiert...“. Das klingt eher wie ein Glucksen als wie eine richtige Frage. „Schatz, wieso hast du das nur getan?“. Mom klingt sichtlich aufgelöst. Ich schau sie nur fragend an. „Du hattest eine Alkoholvergiftung Hase!!“. Das hört sich schon wesentlich vorwurfsvoller an. „Wenn Leon dich nicht noch rechtzeitig von den Gleisen gezogen hätte“. Sie dreht mit tränenvollen Augen ihren Kopf weg.

Schlagartig wird mir wieder alles bewusst. Ich hatte mich an jenem Abend vollends mit Alkohol zugedröhnt und mich dann versucht auf den Bahngleisen umzubringen. Einfach weil ich zu ihnen wollte. Der Grund für meine ganze Einsamkeit. Bei den Gedanken an die Beiden dreht sich mein Herz um. „MOM!“. Ich werde von Schüttelfrost gefangen genommen. „Ich wollte zu ihnen. Ich wollte zu Max und Dana“. Erst will ich die angestauten Tränen unterdrücken, doch dann kommt alles widerstandslos aus mir heraus. Meine Mutter drückt mich so fest an sich wie sie kann und weint mit mir zusammen. Die Silvesternacht. Warum musste das einfach nur passieren?!


- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Keksmonster » 19 Feb 2016, 16:25

Weiter, weiter, weiter, weiter!!!

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 20 Feb 2016, 13:00

Hey das ist ja schön dass es weitergeht! :)
Und brauchst dich nicht zu entschuldigen, wenn keine Zeit da ist, dann ist keine Zeit da. Wenn du mal länger Pause machst, kannst du dich ja einfach mal melden, muss jetzt nicht im Affenzahn ein Teil nach dem nächsten kommen!

Und das ist ja echt mies mit der SMS... naja ich hoffe mal die Hölle bleibt ihm erspart! :flag:

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon xqB20 » 16 Mär 2016, 21:52

Ich würde mich auch über die Fortsetzung freuen :)

Gruß Fabio
live today, love tomorrow. :)

fragolino
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon fragolino » 24 Mär 2016, 15:35

Eine schöne Geschichte!

Re: Einsam mit dir

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