Einsam mit dir

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 29 Jun 2015, 00:07

Max221B hat geschrieben:Ich hoffe doch, Jonah hat irgendwann in deiner Geschichte auch mal richtig Glück! :)

Da brauchst du dir zum Glück keine Sorgen drüber zu machen, das verspreche ich das er es haben wird. ;)

Legen wir direkt los, viel Spaß! :flag:
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Teil 3.3 – Zersplittert:

Jonahs Mutter Katja öffnet die quietschende Tür zum Wohnzimmer, bleibt im Türrahmen stehen und atmet einmal tief ein und aus. „Hi Jonah“. Jonah mag diesen Tonfall nicht, er kündet immer ein bevorstehendes Unheil an. „Wie war's in der Schule?“. Er beißt sich auf die Zunge und antwortet so, als ob heute alles normal gewesen wäre, mit einem schlichten „Gut“. Doch zu seiner Überraschung folgt darauf keine Standpauke, sondern seine Mutter nickt nur. Vielleicht weiß sie es ja noch gar nicht, dass ich von der Schule freigestellt wurde? Sein Puls normalisiert sich wieder. Daraufhin setzt sie sich neben Jonah auf die Couch, um ihren Frust in das Kissen hineinzubrüllen. Da ging heute bei ihr garantiert etwas schief. Schmunzelnd versucht er seine Mutter in eine aufrechte Position zu biegen, allerdings bewirkt das nur, dass sie sich noch fester in das Kissen krallt. Das hat ohne jegliche Zweifel etwas mit dem Interview zu tun. „Mom, was ist denn passiert? Du verhältst dich gerade wie ein kleines Kind“. Da sieht er ein Kissen in sein Gesicht fliegen. „He, nein, ich hab doch nichts gemacht“. Beide müssen lachen, immer heftiger, sodass es beinahe wehtut. Er hat ein sehr inniges und gutes Verhältnis mit seiner Mutter. Von seinem Vater will er jedoch nicht mal anfangsweise anfangen... umso mehr Angst hat er davor, ihr irgendwann von dem heutigen Tag erzählen zu müssen, weil er ihr eigentlich nie Probleme bereitet. Also von der Sache mit dem Feueralarm. Die Geschichte, dass alle ihn spöttisch auslachen und jemand über ihn etwas herausgefunden haben soll, versteht er ja selbst noch nicht ganz. „Du glaubst nicht, was das bei dem Gespräch für ein sturer Esel war. Im Fernsehen tut er immer so als wär er der Beste unterm Himmel... und dann will der mir auf jede zweite Frage nicht antworten und bricht sogar mittendrin ab“. Sie hat sich mittlerweile so in Rage geredet, dass selbst eine hochgehende Bombe draußen ihren Redefluss nicht stoppen könnte. „Meine Chefin wird mich umbringen. Dieser Arsch hat sogar eine Stange Geld gefordert damit ich überhaupt mit ihm reden konnte, und jetzt kann ich damit nicht mal eine halbe Seite füllen“. - „Aber Mom, du und deine Chefin seid doch fast miteinander befreundet, da wird sie dich garantiert nicht direkt umbringen“ - „Ja, nicht direkt“. Jonah verdreht seine Augen. Sie hatte schon viel schlimmere Zeiten in ihrer Zeit als Journalistin durchgemacht, da wird ihr dieser Tag schon nichts kaputt machen. „Ach, was rede ich eigentlich so viel. Wichtiger ist doch was heute Besonderes in der Schule passiert ist“. Jonah schluckt leicht. „Ich sagte doch gerade, dass alles gut war und es keine großen Vorkommnisse gab“. Er weiß, dass seine Mutter sich damit nicht zufrieden geben wird, aber es ist heute so viel passiert, er hat jetzt null Lust seiner Mutter eine Beichte abzulegen. Irgendwann erfährt sie es sowieso. Entweder von mir (eher unwahrscheinlich) oder von Dr. Schmidt (sehr wahrscheinlich). Außerdem weiß er, dass gerade nicht seine Mutter, sondern er das kleine Kind ist. Es ist eben seine Stärke vor Problemen jeglicher Art wegzulaufen. „Ich gehe mal in mein Zimmer“. Seine Mutter schaut ihm skeptisch in die Augen. Lässt sie mich oder lässt sie mich nicht? „Ich werde dann nochmal in der Redaktion vorbeifahren und habe danach eine Verabredung, du musst dir also etwas zu Essen holen, ich lasse dir 10€ hier“. Eine Verabredung? - „Alles klar, danke. Ich habe eh noch kein Hunger“. - „Du bist ja alt genug, selbst zu entscheiden, wann du etwas essen willst. Bis später“. Seine Erleichterung, die von seinen Schultern fällt, versucht er so gut wie möglich vor ihr zu verbergen.

Als er in sein Zimmer kommt, bemerkt er sofort die große Fantapfütze von heute Morgen, die mittlerweile seinen ganzen Boden verklebt hat. In der Schule ist er selbstständig ordentlich, aber sein Zimmer räumt er nur auf, wenn es ihm seine Mutter sagt. Und selbst dann erst einen Tag später. Trotzdem wollte er kein weiteres Problem vor sich hinschieben, also holt er einen alten, nassen Lappen und ein Trockentuch aus der Küche und beseitigt den Fleck. Er legt sich auf sein Bett und bemerkt, dass es seltsam dunkel ist. Er schaut erneut auf seine Uhr: viertel nach vier. Scheinbar wird es heute nach einem milden und sonnigen Morgen und Mittag doch regnen. Jonah stört es nicht, im Gegenteil, er mag den Regen viel lieber als die knallige Sonne. Es kommt ihm ein Gedanke. Wie sagte seine Mutter vor einigen Augenblicken so elegant: „Du musst dir also etwas zu essen holen“. Damit versuchte sie versteckt zum gefühlt tausendsten Mal ihn draußen an die frische Luft zu locken. Aber er würde sich was bestellen. Wie immer. Erst muss er jedoch Hunger bekommen. Er holt sein Smartphone hervor, welches, seitdem er aus dem Bus gestiegen ist, in der rechten Tasche seiner Jeans geschlummtert hat. Er öffnet facebook und verliert in diesem Moment den Glauben an die Welt. Direkt als ersten Post sieht er ein Bild von sich selbst aufleuchten, halbnackt und einen anderen, ihm unbekannten Jungen küssend. Es handelt sich um ein bearbeitetes Bild! Ungewollt schmettert er sein Smartphone in die andere Ecke seines Zimmers, schnappt sich seine Regenjacke aus der Garderobe und läuft direkt nach draußen, hinein in den strömenden Regen. Wut und Trauer wirbeln in seinem Körper mal wieder wild durcheinander. Wer bitte soll herausgefunden haben, was ich selbst nicht weiß? Laut denen bin ich also ..... schwul und ... eine Schwuchtel. So langsam ergeben alle Vorkommnisse vom heutigen Tag einen Sinn. Irgendwer musste das ja in die Welt gesetzt haben. Mit Beweisen. Oder auch nicht. Immerhin erfreuen sich diese Arschlöcher auch an schlecht bearbeiteten Fotos. Jonah kann nicht weiterdenken, als er gegen etwas Massives stößt...

- Fortsetzung folgt -

Re: Einsam mit dir

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 29 Jun 2015, 15:54

Ach herrje...das ist echt spannend! Wer ist denn so gemein und versucht Jonahs Leben zu zerstören, indem er ihn so öffentlich bloßstellt...
Und dann bin ich gespannt, WANN Jonah das erste mal etwas Glück hat, ich hoffe bald! :)
Und ich hoffe auch, dass das Massive gegen das er läuft nicht ein Auto ist, weil er auf die Straße gelaufen ist.
Weiter bitte, du machst es einfach spannend! :flag:

LG Max
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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Tai » 03 Jul 2015, 09:53

Das mit dem Auto dachte ich mir grade auch :o
Bin leider eben erst zum Lesen gekommen, will trotzdem schon mehr :D
Ich muss sagen bisher hat mich keine Geschichte so "lang gehalten", gut gemacht :)
Ich kann Dir nicht weh tun, ohne mich dabei selbst zu verletzen.

♥ 01.01.12 ♥

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 12 Jul 2015, 18:55

Sooo, jetzt geht es weiter. Bitte entschuldigt die große Unterbrechung, ich versuche es nicht nochmal vorkommen zu lassen. :-?
Dafür habe ich einen kleinen, aber feinen Rückblick ohne großen Schnick Schnack erstellt, der die Handlung von Beginn an grob erzählt.

Tai hat geschrieben:Ich muss sagen bisher hat mich keine Geschichte so "lang gehalten", gut gemacht :)

Das freut mich sehr, ich hoffe die Unterbrechung hat dich nicht verschreckt!

Das mit dem Auto ist natürlich am naheliegendsten... jedenfalls mal wieder viel Spaß beim Lesen! :flag:
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Rückblick:
Der erste Schultag nach den Sommerferien hat für den 16-jährigen Jonah begonnen. Jonah ist ein sehr zurückhaltender und in sich gekehrter Junge, der versucht, allen möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Sein einziger und zugleich bester Freund ist Leon, der allerdings hunderte Kilometer weit weg von ihm entfernt wohnt und den er schon seit über einem Jahr nicht mehr gesehen hat.
Am frühen Morgen zuhause noch in Gedanken an ihn versunken, wird er von seiner Mutter, die Journalistin ist und am selben Tag noch ein Interview mit einem großen Star führen wird, zur Schule gefahren. Dort steht er auf dem Schulhof kurz vor dem Zusammenbruch, weil er aus einem ihm unerklärlichen Grund von allen angestarrt und ausgelacht wird. Dabei trifft er auf den neuen Schulleiter Dr. Schmidt, der Jonah in sein Büro bittet. Er möchte, dass Jonah wieder nach Hause geht, um eine mögliche Eskalation zu vermeiden. Jonah möchte sich jedoch nicht unterkriegen lassen und meistert den Aufenthalt in der Aula und die ersten Mathestunden gut. Er erfährt, dass Dr. Schmidt zugleich sein Mathelehrer ist, den er im Laufe der Stunde immer weniger leiden kann. Trotz innerem Widerstand kann er seinen Blick nicht von seinem neuen Mitschüler Patrick wenden, der das Schuljahr wiederholen muss. Als die Stunde beendet ist, verfolgt Patrick Jonah um sich ihm vorzustellen. Nach einem kurzen Wortwechsel geht der Feueralarm los. Beide vermuten einen Probealarm, doch werden sie später von Dr. Schmidt und einem Feuerwehrmann neben einem aufgebrochenen Feuermelder aufgefunden. Dieser sieht in Jonah und Patrick direkt die Schuldigen und betont, dass unter seiner Schulleitung ein Probealarm nicht mehr angekündigt werde. Sie werden vom Unterricht freigestellt und Patrick's Versuche, Jonah zu trösten, scheitern. Auf seinem Sprint Richtung Bushaltestelle wird Jonah dabei von anderen Schülern ziemlich eindeutig beleidigt und versucht seinen Frust durch einen Chat mit Leon abzubauen. Letztendlich lässt er seinen Tränen an der Bushaltestelle freien Lauf, weil er sich selbst von Leon hintergegangen fühlt. Scheinbar gibt es nämlich irgendeinen Grund, weshalb Leon nicht will, dass Jonah ihn besucht. Auf der Busfahrt nach Hause begegnet Jonah überraschenderweise Patrick, der mit hoher Wahrscheinlichkeit ganz in der Nähe von ihm wohnt. Zuhause angekommen gleitet Jonah direkt in einen tiefen Schlaf und träumt ungewollt von Zärtlichkeiten mit Patrick. Als seine Mutter zurückkommt, fürchtet er sich vor ihrer Reaktion, doch seine Mutter hat nichts von dem Trubel in der Schule mitbekommen, also belässt er es vorerst dabei. Sie hat ein ganz eigenes Problem, denn ihr Interview mit dem bekannten Star ist schiefgelaufen. Während des Gesprächs mit ihr wird er sich der guten Beziehung zu ihr bewusst.
Nachdem seine Mutter die Wohnung wieder verlassen hat, entdeckt Jonah ein schlecht bearbeitetes Foto von ihm auf facebook, auf dem er halbnackt abgebildet ist und einen anderen, ihm unbekannten Jungen küsst. Er verliert den Glauben an die Welt und läuft in den strömenden Regen hinein nach draußen. Erst jetzt dämmert ihm so langsam, weshalb ihn heute alle so ausgelacht haben. Plötzlich stößt er gegen etwas Massives...
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Teil 4 – Tränen im Regen:

Jonah ist es in diesem Augenblick eigentlich total egal, wo er gegenstößt. Schlimmer kann es eh nicht mehr werden. Seine warmen Tränen verschmelzen mit den kalten Regentropfen. Allerdings empfängt ihn nicht eine erwartete Dunkelheit, sondern das Massiv vor ihm fängt an zu sprechen. Bekomme ich jetzt also noch Halluzinationen? So langsam lichtet sich der Schleier vor seinen Augen und er blickt mitten in diese fast schon gruselig blauen Augen von Patrick, genau wie heute Morgen im Kursraum. Sofort schreckt Jonah einen Schritt zurück. Es ist eindeutig, diesen Typen wird man genauso wenig los wie einen schönen fetten Pickel im Gesicht. Wahrscheinlich hat er auch schon das tolle Bild auf facebook gesehen. Hoffentlich geht er einfach weiter. Doch nichts dergleichen tritt ein. „Oh Jonah, tut mir Leid, das war meine Schuld“. Die blonden Haare von Patrick kleben kreuz und quer im Gesicht. Aber er sieht trotzdem noch so unwiderstehlich aus! „Was machst du denn bei so einem Mistwetter draußen?“. In Jonah dreht sich alles. Vielleicht stimmt das ja wirklich was die alle behaupten. Mach ich grade das Gerücht wahr? Jetzt so völlig hilflos vor ihm zu stehen und ihn doof anzustarren hilft mir wohl erst recht nicht weiter. Noch bevor Jonah realisiert, dass Patrick ihm eine Frage gestellt hat, legt dieser ihm eine Hand auf die Schulter und fragt, ob alles in Ordnung mit ihm sein. In diesem Moment ganz und gar nicht! Dieses Zucken, dass von Patrick's Hand durch Jonah's ganzen Körper zieht, lässt ihn jedoch kurz entspannen. „HALT!“, schreit Jonah durch den Regen hindurch. Nun ist Patrick derjenige, der zusammenzuckt. Ich darf das nicht zulassen. Ich darf doch Leon nicht einfach vergessen. Am Besten mache ich mir noch eine Pro und Kontra-Liste mit Vor-und Nachteilen von beiden... Reiß dich zusammen, Jonah! Du darfst es nicht zulassen! Und so rennt er – wie jedes Mal wenn es unangenehm für ihn selbst wird – auf und davon. Der Regen ist nicht schwächer geworden, ganz im Gegenteil, wenn man durch ihn hindurchrennt wirkt er wie kleine Nadelstiche überall auf der Haut. „Selbst über die dunklen Momente von früher nachzudenken macht ja mehr Spaß“, murmelt Jonah vor sich hin. „Ich muss hier ganz dringend weg. Nach Leon. Aber wie soll ich das Mom erklären...“. Schon länger hat Jonah vor, sich einfach ein Bahnticket zu kaufen und nach Leon zu fahren. Das Geld hätte er. Ob er dann die Erlaubnis von Leon hat oder nicht ist ihm mittlerweile sowieso egal. Er will einfach mal einen Plan in die Tat umsetzen. Und unter diesen Umständen ist das wohl der beste Zeitpunkt dazu!

*** Währenddessen in Dr. Schmidt's Büro ***
„Herein!“
Katja ist überhaupt nicht wohl bei dem Gedanken, gleich diese Türklinke hinunterzudrücken und in die Höhle des Löwen einzutreten. „Es geht um ihren Sohn“, hatte Dr. Schmidt am Telefon gesagt. UM IHREN JONAH GING ES! Noch nie hatte er ihr großartige Probleme bereitet, gut, er räumt nie sein Zimmer auf und geht nie raus, aber das ist ja nicht Weltbewegendes. Sie fragt sich innerlich, ob sie nicht mal mehr mit ihm unternehmen könnte. Oder reden. Eigentlich weiß sie ja überhaupt nicht, was momentan so in seinem Kopf herumschwirrt. Sie schluckt den Kloß im Hals herunter, eigentlich hätte sie doch bei dem Gespräch vorhin merken müssen das mit ihm was nicht stimmt! Aber nein, sie hat nur ihr Interview im Kopf gehabt. Trotzdem haben sie ein gutes Verhältnis miteinander, oder nicht?
Gegenüber von Dr. Schmidt setzt sie sich auf einen alten Sessel. Dieser Raum hat eine ziemlich seltsame Ausstrahlung. Und Dr. Schmidt sieht nicht besonders erfreut aus. Er kommt direkt zur Sache. „Frau Lange, ihr Sohn wird verdächtigt, mit einem Mitschüler heute unbefugt einen Feueralarm ausgelöst zu haben.“ Meine Güte, das klingt ja wie ein Verhör bei der Kriminalpolizei. „Und deswegen möchte ich Ihnen mitteilen, dass Jonah vorübergehend vom Unterricht suspendiert worden ist“. - „Wie bitte? Haben Sie denn dafür auch genug Beweise? Ansonsten würde ich aufpassen wen sie hier einfach so verdächtigen“. - „Es gibt da ein weitaus schwerwiegenderes Problem. Schauen Sie mal hier“. Dr. Schmidt reicht Katja ein Foto über den Tisch. „Waa-, Was? IST DAS?“. - „Erkennen Sie etwa Ihren eigenen Sohn nicht wieder?“ - „Das ist nie und nimmer ein echtes Bild! Und diesen Jungen den er da küssen soll kenne ich auch nicht“. - „Hören Sie, Ihr Junge ist schwul und stört dadurch den ganzen Schulfrieden! So einen Ausreißer können wir hier nicht gebrauchen!“. „Verstehe ich das richtig? Sie suspendieren meinen Sohn und wollen ihn im besten Fall sogar noch runterschmeißen ohne einen richtigen Grund zu haben?“ - „Das Bild und die Tatsache, dass ich ihn neben einem aufgebrochenen Feuermelder erwischt habe, sagt ja wohl alles“. Katja läuft rot an. Ihr gefällt es gar nicht, in welche aggressive Art das Gespräch gerade abfällt. „Ich verlange, dass sie gar nichts tun bist das zu 100% aufgeklärt ist. Und das Bild gibt Ihnen am wenigsten das Recht, irgendwas zu unternehmen.“ - „Ach, denken Sie das also?“ - „Ja, das denke ich! Sind Sie so homophob oder was? Mein Sohn ist nicht schwul, und selbst wenn er es wäre, sollten Sie direkt von ihrer Position als Schulleiter fliegen!“ - „Frau Lange, wir wollen doch nicht albern werden. Ihrem Ruf als Journalistin tut das sicherlich ebenfalls nicht gut“. Bei dem letzten Satz wird Katja hellhörig. „Was wollen Sie mir damit sagen?“

- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Tai » 12 Jul 2015, 19:59

Zum Glück kein Auto :)

Krass mit dem Schulleiter .. der spiegelt das wovor ich bei meinem damals die größte Angst hatte. Aus meiner Sicht dürfte so jemand nun wirklich nicht als Schulleiter arbeiten - zum einen weil so jemand die Funktion hat eine art Vorbild zu sein, zum anderen muss er jeden gleich behandeln können.. zum zweiten, allein rein statistisch gesehen (ach Gottchen, ja. Aber DIESE find ich durchaus interessant :D) pro Klasse mindestens eine Person mindestens bisexuell ist. *kopfschüttel und klugscheißermodus ausstell*

Ich bin gespannt was da jetzt noch kommt :o

p.S.: nicht verschreckt, aber sehnsüchtig warten lassen :D

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 12 Jul 2015, 23:53

Puh, das Massive ist also kein Auto sondern Patrick, gut! :) Und ich finds süß wie du ihn beschreibst! :oops:

Und mich verschrecken so kleine Unterbrechungen nicht, da gab's schon viel längere Schaffenspausen!
Wär echt ne Idee Jonah zu Leon fahren zu lassen...was süß wäre, wenn Patrick ihm heimlich folgt, ich glaub ja da hat's ziemlich gefunkt! :flag:

Und dieser Dr. Schmidt ist mir jetzt auch ziemlich unsymphatisch geworden, bin gespannt ob der gegen Jonah's Mutter ne fiese Drohung raushaut...
Weiter so, und kleine Spannungspausen sind okay, solange die Geschichte so toll weitergeht! :)

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 20 Jul 2015, 21:59

Guten Abend!

Es geht direkt weiter! Es freut mich, dass ihr hier weiter so fleißig kommentiert :oops:
Und es gibt nun tatsächlich schon mal eine kleine Verfolgung von Jonah durch Patrick.

Viel Spaß! :flag:

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Teil 5.1 – Beeinflusst:
Patrick verfolgt Jonah jetzt schon seit einer Viertelstunde. Wo will der denn bitte hinlaufen? Er kramt im Inneren seiner Regenjackentasche, nimmt ein kleines durchsichtiges Fläschchen heraus und trinkt daraus einen ordentlichen Schluck. Eigentlich wollte Patrick zu seiner Freundin Jennifer, um mit ihr den Abend zu verbringen. Aber er läuft im strömenden Regen einfach Jonah hinterher. Ja genau, warum mache ich das eigentlich? Ich kenne ihn erst seit heute und klebe trotzdem an ihm wie ein schlechter Stalker. Patrick ist sich nicht sicher: tut er das alles nur aus Mitleid? Er hatte solche Schikane und Attacken in der Schule auch schon durch und dann sah er vorhin noch dieses schlecht bearbeitete Foto, auf welchem Jonah halbnackt einen anderen Jungen küsst! Warum bitte erfreut sich jeder an so einem Scheiss? Ich möchte ihm ja deswegen eigentlich einfach nur helfen, damit er sich etwas besser fühlt. Oder vielleicht nerve ich ihn damit total, und ich sollte es sein lassen... Patrick realisiert, dass Jonah soeben auf ein Haus zusteuert und kurz darauf in diesem verschwindet. Zumindest weiß er somit nun, wo Jonah wohnt. Im selben Moment klingelt sein Handy. Ohne auf das Display und damit auf den Anrufer zu schauen nimmt er den Anruf an. „Ja bitte?“ - „PATRICK! Wo steckst Du?!“. Genau mit sowas hat Patrick sowieso schon gerechnet. Kommt er nur eine Minute zu spät, mutiert seine Freundin zu einem aufbrausenden Ungeheuer. „Hast du mal nach draußen geguckt? Ich komm 'ne halbe Stunde später!“ - „Das hoffe ich für dich! Und ich hoffe für dich, dass du genug Zeug dabei hast“ - „Jaja, kennst mich doch“. Damit beendet Patrick abrupt das Gespräch und grummelt laut auf. Der Regen hat – dem Himmel sei Dank – mittlerweile stark nachgelassen. Patrick sieht ein knallrotes Auto vor das Haus fahren, in welchem Jonah vorhin verschwunden war. Diesem Auto gebe ich höchstens noch ein Jahr! Patrick muss grinsen. Aus dem Auto steigt eine Frau mittleren Alters aus und Patrick läuft durch einen spontanen Impuls auf sie zu. Dies überrascht ihn selber, als ob seine Füße sich verselbstständigt hätten. „Ähm, guten Abend, Frau -“ - „WAS? WER BIST DU DENN?“ - „Sind Sie die Mutter von Jonah?“ - „JA! Das bin ich. Wer will das wissen?“ - „Ich bin Patrick, ein Mitschüler von Jonah“ - „Ach, ein M-i-t-s-c-h-ü-l-e-r also“. Sie zieht dieses Wort ätzend lang. „Wohl nicht eher ein Freund? Also so ein richtig fester Freund?“. Bei diesem Lachen von Jonah's Mutter bekommt Patrick eine Gänsehaut. „Verschwinde lieber von hier, ganz schnell! Jonah will nichts mit dir zu tun haben!“. Sie knallt die Tür ihres Autos so heftig zu, dass man meinen könnte, dass es sich nun endgültig ausgefahren hat. Auch wenn diese Frau vor ihm deutlich älter als er ist, so will er es sich doch nicht gefallen lassen von ihr so doof angemacht zu werden. „Sprechen Sie da also wirklich für Ihren Sohn?“, antwortet er sachlich. „Verschwinde besser, bevor ich die Polizei rufe!“ Daraufhin stampft Jonah's Mutter ohne einen weiteren Kommentar ins Haus. Wow, die könnte ja fast meine Freundin übertreffen. Armer Jonah. Ob sie das wohl Ernst meint?. Patrick merkt, dass er hier und heute nicht mehr viel ausrichten kann. Also macht er sich lieber schleunigst auf dem Weg zu seiner Freundin, bevor sie noch komplett ausrastet. Doch vorher trinkt er nochmal aus seiner kleinen Flasche aus der Jackentasche...

***
Jonah hat mittlerweile tausende Angebote der Bahn durchforstet und trotzdem findet er nur Wucherfahrten Richtung Baden-Württemberg. Seit dem letzten Mal, als er zu Leon gefahren ist, ist die Bahn seiner Ansicht nach um hunderte Stangen Geld teurer geworden. Seine Regenjacke hatte er außerdem immer noch an. Als er die billigste Fahrt von allen findet, die immer noch viel zu teuer ist, kreist er unentschlossen mit dem Mauszeiger um den Button „kostenpflichtig buchen“. Das heißt, Hin- und Zurück sind es über 100€. Und was mache ich, wenn mich bei Leon keiner reinlässt? Andererseits muss ich ihr weiterhin weg. Ganz weit weg.
Als Jonah den Knall einer Autotür hört, unterbricht er das Kreisen mit der Maus. Es war nicht irgendeine Autotür, es war DIE unverkennbare Autotür von dem Auto seiner Mutter. Also wenn mir nun kein Donnerwetter bevorsteht... Sie war wahrscheinlich längst bei Dr. Schmidt. Doch es passiert wieder nichts dergleichen. Jonah's Mutter verschwindet sofort in ihrem eigenen Zimmer. Jonah klopft an ihrer Tür. „Mom, ist alles in Ordnung?“. Er erhält keine Reaktion und will die Tür öffnen, doch er bemerkt, dass diese fest verschlossen ist. „MOM?!“. - „Es ist alles gut, Jonah, mach Dir keine Sorgen“. Naja, so hört sich das aber nicht wenn alles gut ist. Die Tür kann er eh schlecht einbrechen und in seinem Kopf läuft grad ein ganz anderer Spielfilm. Jonah schmeißt sich auf sein Bett, den PC mit der Buchungsseite der Deutschen Bahn hat er dabei immer noch an. Das leise Rauschen verwandelt sich nach einer Weile in komplette Stille.
Jonah öffnet die Augen und schreckt er sofort hoch. Er war eingeschlafen! In völliger Dunkelheit! Ohne Fernseher! Panisch steht er auf und will in irgendeine Richtung laufen. Sein Gehirn ist zum Glück so klug ihm zu signalisieren, dass dies keine so gute Idee ist. Also besinnt Jonah sich und tastet die Wand unter Herzklopfen nach dem Lichtschalter ab. Als er ihn findet, knipst er das Licht an und will so schnell wie möglich aus seinem Zimmer Richtung Bad. Aber er bekommt die Tür nicht auf! Wieso bekomme ich die Tür nicht auf? Hallo?! Hört mich jemand? Mom? Panik macht sich in ihm breit. Aus dem Fenster kann er schlecht klettern, es sei denn er möchte vier Stockwerke tief fallen. Schreiend hämmert er gegen die Tür. Die dunklen Schatten holen ihn wieder ein. Seine Vergangenheit. Die Erinnerung an IHN und SIE. Ist das jetzt ein Anfall? Jonah versucht, einen klaren Gedanken zu fassen. Doch es gelingt ihm nicht...

- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 20 Jul 2015, 23:59

Hmm...Patrick hat also ne Freundin...aber da ist schon was zwischen ihm und Jonah, nicht wahr? Sonst würde er ihm ja nicht immer nachlaufen. Und ich bin gespannt was Jonah's Mutter erlebt und zu erzählen hat. Und natürlich was mit Jonah's Vergangenheit ist!!

Weiter so!! Ich kann nur immer wiederholen, wie toll die Geschichte ist, danke streamy! :flag:

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Tai » 23 Jul 2015, 00:02

Endlich hab ich's geschafft weiter zu lesen.. danke für den wieder mal tollen Text :)
Bin wie immer total gespannt wie's weiter geht
Ich kann Dir nicht weh tun, ohne mich dabei selbst zu verletzen.

♥ 01.01.12 ♥

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 06 Aug 2015, 21:41

Max221B hat geschrieben:Hmm...Patrick hat also ne Freundin...aber da ist schon was zwischen ihm und Jonah, nicht wahr?

Wer weiß, wer weiß :roll: In diesem Teil gibt es einige neue Infos über Patrick, also viel Spaß beim Lesen! :flag:

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Teil 5.2 – Beeinflusst:

Voller Qualen blinzelt Patrick dem Tageslicht entgegen. Tausende Presslufthammer hämmern auf seinen Kopf ein, und sein Hals ist so trocken als ob er Monate nichts getrunken hätte. Sein ganzer Körper schreit nach Wasser und einer Tablette, nur mühsam kann er sich auf die Beine bringen. Erst als er eher krabbelnd die Küche anvisiert, realisiert er die Menge Alkohol, die er die letzte Nacht mal wieder zu sich genommen haben musste. Eigentlich verträgt er mittlerweile ziemlich viel Alkhol, doch diesmal musste er es natürlich – auch wie immer – auf die Spitze treiben. Seine Freundin Jennifer liegt währenddessen grunzend und in einer unnatürlichen Schlafposition in ihrem Bett, während er auf der Matratze auf dem Boden geschlafen hatte. Das ist gar nicht gut das dieses Weib in der Schule neben Jonah sitzt. Trotz seines fürchterlichen Katers wundert sich Patrick darüber, dass er morgens schon an Jonah denkt. Im Endeffekt ist er ja selbst kein besseres Vorbild. Will immer mit dem Alkohol trinken aufhören, schafft es meistens jedoch nicht. Seine kleine Flasche in seiner Jackentasche ist zu seinem ständigen Begleiter geworden. Nur die Schule muss er dieses Jahr schaffen. Er will nicht wegen dem Alkohol nochmal ein Jahr wiederholen! Selber loben tut er sich immer dafür, dass er den Drogen, die Jennifer beinahe täglich einnimmt, bis jetzt widerstehen konnte. Er kauft das Zeug lediglich immer ein, und selbst das mit keinem guten Gefühl. Nachdem sich die Tablette zischend in einem Glas Wasser aufgelöst hatte, trinkt Patrick dieses in einem Zug aus, um sich so schnell wie möglich wieder hinlegen zu können. Die kleine Digitaluhr auf dem Nachtschrank zeigt in roten Zahlen 07:15 Uhr an. Er hofft sehr, dass er während der Suspendierung von der Schule nicht zu tief im Alkholsumpf untergeht. Kurz bevor Patrick erneut einschläft, packt ihn der Drang, heute Jonah mal selbst zu den Behauptungen seiner Mutter zu befragen.

***
War das wirklich so eine gute Idee gewesen? Hätte ich ihn wirklich einschließen sollen? Ratlos wälzt sich Katja in ihrem Bett hin und her. Eigentlich hätte sie um 9 längst in der Redaktion sein sollen, aber dafür hat sie jetzt überhaupt keinen freien Kopf. Während sie gestern totale Panik vor der Reaktion ihrer Chefin und Freundin wegen dem ins Wasser gefallene Interview hatte, ist ihr die Arbeit in diesen Augenblicken total egal. Die ganze Zeit tanzt und dreht sich Dr. Schmidt's Gesicht in ihrem Kopf herum und eine flüsternde Stimme fragt ununterbrochen, wie sie sich auf diesen verdammt unmoralischen Deal einlassen konnte. Klar, als Journalistin bekommt man schon mal öfter das ein oder andere fragwürdige Angebot unter die Nase gerieben. Doch da ging es ja auch nie um ihren Sohn! Wenn ich diesen Deal nicht eingegangen wäre, dann wäre er von der Schule geflogen... Ich wäre meinen Job als Journalistin losgewesen... Verdammt, was mach ich nur? Sie hat ihren Sohn eingesperrt, was für eine Schnapsidee bei einem 16-Jährigen! Sie will ihn nur vor sich selbst schützen. Wie hab ich mir das nur vorgestellt? Soll ich ihn jetzt von allen Jungs fernhalten? Und dann noch diese Sache mit dem falschen Feueralarm, den er angeblich verursacht haben soll. Dr. Schmidt sitzt derzeit am längeren Hebel, und diese Tatsache gefällt Katja gar nicht. Ein Gedanke klopft an ihrem Verstand – ein Gedanke, der erst langsam hereinkommt. Sie hat totale Angst, dass Jonah wirklich schwul ist! Ihr Jonah. Schon oft hat sie in der Öffentlichkeit selbst für die Akzeptanz der Homosexualität geworben. Und nun kann sie diesen Gedanken bei ihrem Sohn nicht ertragen? Woher kommt diese Angst? Um ihre verworrenen Gedankengänge endlich zu unterbrechen, entschließt sich Katja, ihre dumme Tat rückgängig zu machen und steht auf, um auf nackten Füßen zu Jonah's Zimmer zu eilen.
Langsam und leise dreht sie das Schloss mit dem Schlüssel zurück, immerhin könnte Jonah noch am Schlafen sein. Als sie die Tür öffnet, erschreckt sie und hält sich unwillkürlich die Hand vor ihren Mund. Jonah sitzt zitternd und schwitzend, seine Beine zu sich gezogen und die Arme fest darum gekettet, auf dem Bett. Dabei schaut er mit einem leeren Blick Richtung Boden. Durch das grelle Licht der Deckenlampe sticht das Glänzen und die Röte seines Gesichts besonders hervor. Schlagartig wird Katja die Reichweite ihres Handelns bewusst. Für ihre Dummheit, Jonahs mögliche Anfälle und seine Vergangenheit nicht vor Augen gesehen zu haben, würde sie sich am liebsten verprügeln. Leise setzt sie sich rechts neben ihn aufs Bett und schlingt ihre Arme um ihn. Eine Umarmung, wie es sie nur zwischen Mutter und Sohn geben kann. „Mom, mach das nie wieder!“. Katja kann auch ihre Tränen nicht mehr zurückhalten. Die nun folgende Zeit wird für beide nicht leicht werden, das spürt sie ganz genau.

***
Ein leichtes Licht wirft der Computer auf Jonah. Er will seiner Mutter keine Vorwürfe dafür machen, dass sie ihn eingeschlossen hat. Dafür hat er die innige Umarmung mit ihr umso mehr genossen, denn davor wurde er das letzte Mal nur von Leon richtig umarmt – vor über einem Jahr. Obwohl er trotzalledem gerne den Grund für die Handlung seiner Mutter gewusst hätte. Jedenfalls strahlt ihm direkt die Deutsche Bahn Seite entgegen, die er gestern Abend nicht geschlossen hatte. Um nicht wieder gefühlte Jahre lang eine Entscheidung treffen zu wollen, schließt er diese mit einem beherzten Mausklick. Er fragt sich, was er mit noch mehr Tagen ohne Schule so anfangen soll. Entspannen und genießen weil er dann keinen Spott ertragen muss? Der Anfall wegen der geschlossenen Tür hat ihn für den heutigen Tag sehr erschöpft. Gerade als er sich seine Kopfhörer in die Ohren stecken will, lässt er diese fallen, weil die Türklingel ertönt.
_____________________________________________________

Um welche ominöse Person handelt es sich wohl, die einfach so bei der Familie Lange klingelt? :D Worum geht es in diesem Deal zwischen Katja und Dr. Schmidt genau? Wird Jonah doch noch heimlich zu Leon fahren?
Es ist noch lange nichts vorbei, und das bedeutet: Fortsetzung folgt (vielleicht sogar bereits morgen :P)

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Max221B » 07 Aug 2015, 01:02

Hehe tja das wird dann wohl Patrick sein... oder du veräppelst uns hier völlig und eine total unbekannte Person ist an der Tür. :D
Danke schonmal für diesen guten Teil!
Und wenn's morgen schon weitergehen würde, das wäre MEEEEGA geil!!!!!! :) :flag:

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 07 Aug 2015, 17:35

Natürlich halte ich mein Versprechen und präsentiere hiermit den nächsten Teil :D
Verbesserungswünsche und Kritik wie immer erwünscht!

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Teil 6: Ein unerwarteter Gast

Erst nach einem kurzen Moment des Innehaltens realisiert Jonah, dass er besser mal zur Tür gehen sollte. Seine Mutter hat sich nämlich vorhin direkt auf dem Weg zur Arbeit gemacht, nachdem sie sich versichert hatte, dass er den restlichen Tag alleine klarkommen würde. Ihn macht eher die Tatsache stutzig, dass überhaupt jemand um diese Uhrzeit bei ihnen an der Tür klingelt. Selbst seine Mutter bekommt kaum Besuch, entweder sie ist arbeiten oder besucht andere. Schnell reibt sich Jonah mit seinen Händen durchs Gesicht, obwohl das sein aktuell grässliches Aussehen nicht verbessert, und eilt daraufhin zur Tür. Er drückt den Knopf für die Haupttür im Erdgeschoss und ein leichtes Summen klingt ihm entgegen. Die Sprechanlage ist schon seit Jahren im ganzen Haus kaputt und deswegen kann Jonah eigentlich auch gerade den nächstbesten Einbrecher ins Haus gelassen haben. Die Schritte im Treppenhaus werden immer lauter und als sie verstummen, späht Jonah vorsichtig durch den Türspion. Da steht Patrick! Jonah stirbt gefühlte tausend Tode. Was macht der denn hier?! Das der nach meinem Abgang gestern mit mir noch etwas zu tun haben möchte ist ja ein Wunder. Oder will er sich auch über das tolle bearbeitete Foto lustig machen? Wie sehe ich eigentlich aus... Wie der Blitz sprintet Jonah ins Badezimmer, klatscht sich Wasser ins Gesicht und kämmt seine Haare durch. So geht es schon etwas besser. Patrick klopft währenddessen gegen die Tür. „Hallo, ist jemand zuhause? Jonah?“ - „Ja, ähm, ich bin da... warte bitte noch kurz“. Jonah fühlt sich, als würde sich sein Puls jede Sekunde verzehnfachen. Ob das an Patrick selbst liegt oder daran, weil er nicht weiss, was er hier will, kann er nicht beantworten. Jonah öffnet langsam die Tür, so, als wäre sie zu etwas ganz Zerbrechlichem geworden. Und da steht er nun vor ihm, in seinem Haus, vor seiner Wohnung. Und noch viel besser als gestern sieht er aus! Die helle Jeans, die Schuhe mit neonblauen Schnürsenkeln und dann dieses graue, enganliegende T-Shirt, dass seine... Aaaargh! Im letzten Moment dringt glücklicherweise die Stimme von Patrick an sein Ohr.
„Hi Jonah, ich dachte du öffnest mir gar nicht mehr“. - „Hmm“. Ein ewig scheinender, peinlicher Moment der Stille entsteht, den Jonah mit allen Mitteln zu durchbrechen versucht. „Ja... Hi Patrick. Was möchtest du denn von mir?“. Ohne es zu wollen gibt Jonah seiner Aussage einen genervten Unterton. - „Darf ich vielleicht reinkommen?“. Er hat wirklich gefragt, ob er reinkommen darf? Hat er das wirklich? Ohne ein weiteres Wort zu verlieren, geht Jonah ein Stück an die Seite, damit Patrick hereinkommen kann.

Patrick sieht sich genau in Jonah's Zimmer um, dabei bleibt sein Blick an dem besonders großen Fernseher hängen. Jonah räuspert sich. „Ähem, ja, sorry für diese … Unordnung“. Jonah zuckt etwas verloren mit den Schultern. Patrick muss schmunzeln, diese unbeholfene Art von Jonah gefällt ihm. „Das ist doch nicht schlimm. Ich hab mich ja nicht angemeldet“ - „Wie hättest du das auch tun sollen, ohne meine Nummer zu haben?“. Jonah läuft knallrot wie eine Tomate an. Vor einigen Momenten bekam er beinahe kein einziges Wort raus, und jetzt sprudelt ihm eine schlagfertige Antwort heraus, die glatt als schlechte Anmache durchgehen könnte. Patrick wandert weiter im Raum umher. „Du hörst sehr sehr gerne Musik, oder?“. Dabei deutet er mit dem Finger auf ein Regel direkt neben dem Fernseher, prall gefüllt mit CD's verschiedener Bands und Künstler, von Lady Gaga bis Marteria. Jonah nickt kaum merklich, er braucht dringend eine kurze Sendepause. „Möchtest du vielleicht etwas trinken? Also nur wenn du willst...“ - „Ein Wasser wäre gut“. Dieses herzliche Lachen von Patrick, damit könnte man alles und jeden dahinschmelzen! Hastig greift sich Jonah zwei Gläser aus dem Küchenschrank und füllt beide jeweils mit Mineralwasser, als er plötzlich eine ihm bekannte Melodie hört. Sein Herz macht einen Aussetzer. Ja, sein Herz hatte seit gestern wirklich Schwerstarbeit zu leisten! Patrick hatte „Run Boy Run“ von Woodkid in die Musikanlage von Jonah reingelegt. Sein Lieblingslied! Gestern hörte er dies noch unter Dusche, mit den Gedanken verloren bei Leon, und jetzt kriegt er seinen Kopf nicht mehr los von Patrick, obwohl ihm diese Tatsache weiterhin ganz und gar nicht gefällt. Zumindest seinem Kopf nicht...
Ohne ihn anzusehen, reicht Jonah Patrick, der weiterhin vor dem Regal mit den CD's steht, das Glas Wasser und setzt sich selbst auf sein Bett. Als Patrick sich völlig unerwartet dicht neben ihn setzt, kann man das Prickeln in der Luft förmlich spüren. Zumindest Jonah tut es. Schnell versucht Jonah das Gespräch wiederaufzunehmen. „Also, was führt dich nun zu mir?“. Patrick lässt sich mit seiner Antwort übertrieben viel Zeit. „Eigentlich dachte ich nur, dass dir bei der Sache mit dem Bild und mit der Schule vielleicht ein bisschen Gesellschaft gut tut“. - „Oh nein danke, ich komme ganz gut alleine klar“. Was sage ich hier bloß? Ich versau mir echt noch alles. Unbehaglich reibt sich Jonah am Nacken und pustet kräftig aus. „Sorry, das ist einfach zu viel für mich im Moment, nichts gegen dich“. Patrick nickt ihm verständnisvoll zu. Jonah steht auf, holt sein Handy vom Schreibtisch, auf welchem auch der Computer steht und öffnet das manipulierte Bild von ihm auf facebook. Er setzt sich zurück neben Patrick – weiter entfernt als vorhin – und hält es ihm unter die Nase. „Guck dir das an! Mittlerweile hat schon eine ganze Großstadt dieses verdammte Bild gesehen und ich kann einfach nur hilflos dasselbe machen“. Patrick rückt wieder näher an Jonah heran und schmiegt seinen rechten Arm um seine Schultern, während er mit dem freien linken Arm in Jonah's Sichtfeld facebook auf dem Handy schließt und das Kontaktbuch aufruft. Jetzt nimmt er das Handy in beide Hände. „Soooo... damit du nicht so überrascht bist, wenn ich das nächste Mal vor deiner Tür stehe, speicher ich dir meine Nummer ein“. Erst so langsam realisiert Jonah, dass Patrick ihn schon wieder an der Schulter angefasst hatte. Er ist kurz davor, alle Bedenken über Bord zu werfen...
„Hey, hast du da etwa eine Wii stehen?“. - „Ähm ja, aber ich habe seeehr lange nicht mehr gespielt“ - „Dann wird’s doch mal wieder höchste Zeit!“ - „Ich weiß nicht ob das so eine gute...“ - „Keine Ausreden! Jetzt wird gezockt...“. Und das „gezockt“ nimmt Patrick ziemlich Ernst. In allen Spielen, sei es Bowling oder Tennis, schlägt Patrick Jonah um weiten. Jonah stört dies im geringsten, denn er fühlt sich endlich mal wieder frei. Er hat Spaß. Er hat Patrick in seinem Zimmer stehen. Seit langer Zeit kann er dank ihm aus seiner Einsamkeit klettern. Erst als die Haustür zuknallt, realisiert er, dass er schon seit vielen Stunden mit Patrick am Wii spielen ist, denn das kann nur seine Mutter sein, die gerade von der Arbeit heimgekommen ist. Einige Sekunden später klopft es an seiner Tür, welche sofort darauf geöffnet wird. „Hallo Jon... oh, Entschuldigung, ich wusste nicht, dass du Besuch hast“. Mit einem grimmigen Blick schaut sie zu Patrick. „Ich wollte gerne etwas mit dir besprechen“. Darauf erwidert Patrick, dass er dann jetzt besser gehen würde. „Nein, du kannst ruhig noch bleiben“. - „Ach, ich komm ein anderes Mal wieder, muss sowieso wieder zu Jennifer“ - „Jennifer? Aber nicht DIE Jennifer aus der Schule, oder?“ - „Doch, genau DIE Jennifer... So, machs gut“. Patrick schnappt sich seine Tasche vom Boden und ist schneller aus Jonah's Zimmer geflüchtet als er gucken konnte. Jonah bleibt irritiert zurück. Liegt sein plötzliches anderes Verhalten etwa an meiner Mutter? „Ich warte auf dich in der Küche“. Ohne ihn eines weiteren Blickes zu würdigen verschwindet Katja aus dem Türrahmen. Der WhatsApp-Ton seines Handys übertönt nur kurz das noch laufende Wii-Spiel. Eine Nachricht von Leon:

--- Müssen uns ganz dringend sehen! Bin morgen Abend um 7 bei dir! ---
- 18:59

Was hatte das jetzt bitte zu bedeuten? Man sieht ihn über ein Jahr lang nicht und dann will er so plötzlich hier sein. Eigentlich sollte Jonah sich freuen, weil er selbst fast die Bahntickets gebucht hatte, doch er ist eher wütend über die Tatsache, dass Leon sich es einfach so rausnimmt ihn zu besuchen wann es ihm passt, während Jonah's Probleme ihn in letzter Zeit nicht im geringsten interessierten. Erstmal muss ich nun klären, was meine Mutter von mir möchte...

- Fortsetzung folgt -

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon Tai » 10 Aug 2015, 00:35

Ohayooo *wink*

Endlich bin ich dazu gekommen weiter zu lesen,
wie immer super Fortsetzung und ich freu mich schon auf die Nächste :)

Bin gespannt, was Leon will..der Kerl ist mir unsympathisch xD
Was mit der Mutter wieder los ist würde mich auch brennend interessieren.
Ich kann Dir nicht weh tun, ohne mich dabei selbst zu verletzen.

♥ 01.01.12 ♥

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon schamane » 03 Sep 2015, 18:01

Bin schon ganz gespannt wie es weiter geht *-* :D
Büdde weiterschreiben :) ;)
Der ganz normale Alltag: Morgens mit Hochspannung aufwachen, mit Widerstand zur Arbeit gehen, den ganzen Tag gegen den Strom schwimmen, .... abends geladen nach Hause kommen.

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Re: Einsam mit dir

Beitragvon streamy » 20 Sep 2015, 19:06

Guten Abend! :)

Schon wieder so eine lange Pause bei mir gewesen, die sich diesmal aber nicht vermeiden ließ :(
Jetzt geht es jedenfalls weiter mit Teil 7 und ich hoffe, dass noch Interesse an der Story besteht.

Viel Spaß :flag:

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Teil 7 - Erkenntnisse

„Du willst WAS?! Mir den Kontakt zu Patrick verbieten? Mich am Besten gleich von allen Jungs isolieren?“. Wutentbrannt steht Jonah von seinem Stuhl auf, der sogleich knallend auf den Boden fällt. Die letzten Worte seiner Mutter gefallen ihm ganz und gar nicht. „Zum letzten Mal: Ich bin NICHT schwul!“. - „Ach, da spricht das eine Foto aber ganz andere Worte“. Jonahs Mutter wollte sich diese Tonart von ihrem Sohn nicht gefallen lassen, denn schließlich ist sie hier die Erwachsene. Schockiert und gleichzeitig traurig schließt Jonah seine Augen, senkt den Kopf und nähert sich seiner Mutter ein Stück entgegen, die gegenüber von ihm am Küchentisch sitzt. Mit einer Träne, die über sein Gesicht läuft, sagt er zu ihr: „Mom, du hast mich in meinem Zimmer eingesperrt. Ich lasse mir so nicht den Kontakt zu anderen verbieten, ich hab doch schon sowieso niemanden“. Jonahs Mutter umfasst mit beiden Händen sein Gesicht. „Aber du hast doch mich!“. Fast unmerklich schüttelt Jonah seinen Kopf, löst seinen Kopf aus ihren Händen und verlässt langsam die Küche. Jonahs Mutter' bleibt wie versteinert am Tisch sitzen, ungläubig über die gerade vergangene Szene.

Bereits seit zwei Stunden wälzt sich Jonah in seinem Bett nach links und nach rechts. Geweint hat er in dieser Zeit nicht, schon im Weinen sieht er keinen Sinn mehr. Bilder aus den vergangenen Tagen vermischen sich in seinem Kopf zu einem einzigen Chaos. Das Gesicht von Dr. Schmidt, in den er sich getäuscht hat. Die Gesichter seiner Mitschüler, die ihn auslachen und sich an dem manipulierten Foto von ihm ergötzen. Seine Mutter, zu der er auf einmal so distanziert ist wie noch nie in seinem Leben. Patrick... PATRICK! Der einzige Funke Hoffnung, der noch in Jonah aufkeimt. Die Stunden mit ihm heute waren die besten, die ich seit gefühlten Jahren hatte... In Verbindung mit ihm schießt ein weiterer Name in seinen Kopf: Jennifer! Was hatte das zu bedeuten, dass er wieder zu Jennifer müsse? Waren die beiden ein Paar? Bei dem Gedanken schnürt sich sein Magen zusammen. Selbst wenn ich auf Mädchen stehen würde, dann würde ich doch nie im Leben mit der zusammen sein wollen. Da war es! Jonah hat wieder vor sich selbst zugegeben, dass er schwul ist. Es wäre doch nur so viel einfacher, wenn es nicht so sein würde. Jonah schnappt sich sein Smartphone, was er eigentlich wie immer tut, wenn er über eine Sache zu viel nachdenkt. Die letzte Nachricht von Leon öffnet sich vor seinem Auge, dass dieser morgen um 7 bei ihm sei. Aus einem unerklärlichen Grund spürt Jonah erneut diese Wut in sich aufkommen, sodass er antwortet:

--- Das darfst du also einfach so bestimmten? Und was machst du bitte wenn ich nicht kann?? ---
- 22:01

Er schließt die Nachricht und sein Herz macht nun doch noch einen Sprung. Schließlich hatte Patrick bei seinem Besuch seine Nummer eingespeichert. Unter dem Eintrag „Patrick :*“ findet er die Nummer. Was soll das „:*“ denn bedeuten? Aus einem Kurzschluss heraus drückt Jonah auf „Anrufen“ und legt nach dem ersten Piepton panisch wieder auf. Zitternd schlägt er sich die Hände auf sein Gesicht und muss grinsen. Er ist verliebt – verliebt in Patrick!

---

Eine nervige Melodie zerrt Jonah aus einem unruhigen Schlaf. Sein Handy klingelt. Total verschlafen wundert er sich darüber, wer ihn bitte anrufen soll und das nachts. Als er jedoch bei einem Blick auf das Display realisiert, dass dort „Patrick“ steht, wechselt sein Körper ruckartig in den Wachmodus. Jonah nimmt den Anruf ab und versucht so normal wie möglich zu sagen: „Ja bitte, Jonah Lange hier?“ - „Aihai, Jonah, hie-ier is Patrick“ - „Ähm, hallo? Du klingst ja gar nicht gut“ - „Oh-oh doch, bei mir ist aaalles in bester Ordnung“ - „Hast du getrunken oder so?“ - Ach quatsch, i-ich trinke doch nich, mein Süßer, a-a-aber du hast mich vorhin angerufen!“. Da hat Patrick Recht. Nur leider ist die Tatsache, dass er betrunken sein muss, mehr als offensichtlich. „Ist wirklich alles in Ordnung bei dir?“ Jonah macht sich unwillkürlich Sorgen. Er konnte nie was mit Alkohol anfangen, hat höchstens mal eine halbe Dose Bier getrunken, einen Rausch hatte er sowieso nie. Am anderen Ende der Leitung ist sich Patrick nur am kaputtlachen, wobei das Meiste seines Lachens in dröhnender Musik untergeht.
Ding-Dong. Jonah stockt der Atem. Es hat an der Haustür geklingelt. Es ist halb drei nachts! Ohne aufzulegen oder etwas weiteres zu Patrick zu sagen, legt er sein Handy weg und schleicht Richtung Wohnungstür. Unschlüssig steht er jetzt davor und weiß nicht, ob er diese wirklich öffnen soll. Als es in immer kürzeren Abständen klingelt, gibt Jonah genervt die Haustür frei und ein Summen ertönt, wie es schon bei dem Besuch von Patrick der Fall war. Wen er darauffolgend nach wenigen Augenblicken durch den Türspion erblickt, stellt seine ganzen Gefühle mal wieder auf den Kopf.

- Fortsetzung folgt -

Re: Einsam mit dir

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