Eine Geschichte

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peberl
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Eine Geschichte

Beitragvon peberl » 11 Nov 2018, 22:14

Ich war noch ziemlich jung, als ich zum ersten Mal merkte, dass mir Jungen gefallen. Es war ein Junge aus der Nachbarsklasse, in den ich mich scheinbar verguckt hatte. Gemerkt habe ich das, als ich mal bei ihm zuhause war und er sich in meiner Gegenwart ein anderes T-Shirt und eine andere Hose angezogen hat und ich ihn dadurch nur in Unterhose bekleidet gesehen habe. Dies hat mir scheinbar sehr gut gefallen, denn ich konnte meinen Blick nicht von ihm lassen. Leider hat diese Freundschaft, wie es in jungen Jahren so ist, nicht lange gehalten und ich sah ihn nicht mehr wieder. Die Freundschaft ist irgendwie im Sand verlaufen. Später sind wir umgezogen. In der Straße, in die wir gezogen sind, gab es viele Jungen. Zwei haben mir sehr gut gefallen. Einer davon war ein Klassenkamerad meines Bruders. Ich nenne sie mal P (der Klassenkamerad meines Bruders) und M. Mit P habe ich dann oft Fußball gespielt und halt alles gemacht, was man mit seinen Freunden so macht. Mit M kam ich erst später so richtig in Kontakt. Als ich gemerkt habe, was ich für P empfinde, vergingen schon 2 Jahre (inkl. dem Kampf gegen mich selbst, bin ich denn wirklich schwul oder was ist mit mir los usw.) Wir machten so Spielchen miteinander, wenn wir alleine waren (naja, so gegenseitig in die Eier langen und zählen, wer es öfter schafft) und mir gefiel dieses Spiel natürlich besonders. Auch P gefiel es, was aber nach einiger Zeit nachgelassen hat. Leider. Irgendwann hörten die Spielchen auf, was ich echt schade fand. P hab ich dann mal zum Squash eingeladen, natürlich nur aus einem Grund. Ich hatte gehofft, dass wir nach dem Sport zusammen duschen würden und ich ihn dann endlich mal komplett nackt sehen würde. Das war dann auch so, aber mehr war auch nicht. Sein Schwanz hat mir aber wirklich sehr gut gefallen und am liebsten wäre ich zu ihm gegangen und hätte ihm alles gesagt, aber ich wollte unsere Freundschaft nicht gefährden und hatte Angst, dass er nichts mehr mit mir zu tun haben möchte, wenn er weiß, was los ist. Außerdem war ich mir selbst ja auch nicht 100%ig sicher, ob ich schwul, bi oder hetero bin, da ich mich auch für Mädchen interessiert habe. Wir beide, also P und ich, waren öfter beim Squash, aber mehr als zusammen duschen oder mal zusammen in den Whirlpool war leider nicht.

Mit M war es ähnlich, diese Geschichte ist schneller erzählt. M gefiel mir fast noch besser als P. Auch mit M bin ich zum Squash gegangen, aus dem gleichen Grund. Auch hier hab ich endlich M´s Schwanz gesehen, auch hier wäre ich gerne hingegangen, hätte mal Hand angelegt oder so. Aber bei M wusste ich, dass er schon gar nicht schwul oder bi ist und auch da ließ ich es besser sein. Mit M habe ich heute keinen Kontakt mehr, auch wenn er nicht weiß, was los war oder ist.

Ich wollte irgendwie nicht wahr haben, dass ich evtl. schwul oder bi bin, also konzentrierte ich mich wieder mehr auf die Frauen. Immer wieder erwischte ich mich aber dabei, wie ich Jungen und Männern hinterher schaute, dass ich im Fernsehen immer mehr auf die Schauspieler als auf die Schauspielerinnen geachtet habe. Nichts desto Trotz habe ich mich doch weiter auf Frauen konzentriert.

Als ich 18 Jahre alt war, fing ich nach meiner abgeschlossenen Lehre bei einem anderen Arbeitgeber an. 5 Jahre später sollte sich mein Leben etwas ändern. Es fing ein neuer Kollege bei uns an und dieser Typ hat mich von Anfang an total fasziniert. Er ist 5 Jahre jünger als ich, war groß, schlank, hatte kurze Haare und irgendwie so ein Milchbubengesicht, was mir ja wirklich sehr gut gefällt. Ich war auf jeden Fall total begeistert. Erst hat sich kein privater Kontakt ergeben. Nach einiger Zeit haben wir uns aber dienstlich so gut verstanden, dass wir auch mal privat was unternommen haben. Ich hab ihn mal zuhause besucht (er wohnte noch bei seinen Eltern), dann hat er mich zuhause besucht (auch ich wohnte noch bei meinen Eltern, was sich zwei Jahre später allerdings geändert hat) usw. Es ist aber wie immer absolut nichts passiert, weil ich mich eben nicht getraut habe. Ich wollte ihn ja nicht verlieren und ich wusste eben nicht, wie er auf meine Gefühle reagieren würde. Dann hab ich ihn mal gefragt, ob er mit mir für 2 Tage nach Berlin fahren möchte. Ich bin begeisterter Fußball-Fan und mein Verein spielte in Berlin und ich dachte mir, dass er mich da begleiten könnte. Wir würden zum Spiel gehen, dann gemütlich essen gehen, im Hotel übernachten und dann eben am nächsten Tag noch Berlin richtig anschauen. Da er überhaupt nichts mit Fußball am Hut hatte, dachte ich nicht daran, dass er zusagen würde. Doch er sagte zu, was mich total gefreut hat.

Die zwei Tage in Berlin waren super. Wir waren endlich allein für uns, hatten natürlich ein Zimmer, aber zwei einzelne Betten (so ein Mist). Ich denke, ihr könnt es euch denken, es ist mal wieder nichts passiert. Ich habe mich wieder nicht getraut, ihm alles zu sagen. Aber wir machten für nächstes Jahr aus, dass wir für ein paar Tage nach Wien fahren würden. Übrigens, auch mit ihm bin ich zum Squash und ich muss sagen, er hatte wirklich einen super Body und auch einen echt tollen Schwanz. Er war einfach ein Traumboy. Wenn ich ihn besucht habe bei ihm zuhause, dauerte unsere Verabschiedung ca. 30 Minuten. Wir standen immer an der Haustür und er kitzelte mich immer und berührte mich immer am Bauch und ich ihn auch und dann gab es mal eine Umarmung aber mehr eben nicht. Dennoch keimte Hoffnung auf, dass er für mich das gleiche empfinden könnte wie ich für ihn. Immerhin geht er mit mir zum Fußball, obwohl er kein Fußball-Fan ist. Er ging mit mir zum Squash, nicht nur einmal, obwohl er absolut unsportlich ist. Er kitzelte mich ständig, musste mich immer irgendwie berühren, egal wie. Irgendwie konnte man sich da schon Hoffnung machen, oder?

Ein Jahr später fuhren wir wirklich nach Wien. Ich wusste, ich muss es ihm irgendwann mal sagen, sonst würde es ewig so weitergehen. Am ersten Tag in Wien geschah noch nichts, aber am zweiten Tag hab ich ihm im Hotelzimmer (dieses Mal ein Zimmer mit Doppelbett) gesagt, dass ich mich in ihn verliebt habe. Es wurde richtig still im Raum, er sagte nichts. Ich fragte ihn dann noch mal, was er jetzt dazu sagen würde und er sagte, dass er diese Gefühle leider nicht erwidern kann. Am liebsten wäre ich jetzt im Erdboden versunken. Ich hatte mir ehrlich gedacht, dass er auch in mich verliebt sein könnte. Er sagte mir nur, dass sich an unserer Freundschaft dennoch nichts ändern würde. Die restlichen zwei Tage waren einfach furchtbar, wir haben kaum miteinander geredet. Als wir wieder zuhause ankamen, war er sehr schnell verschwunden. Es dauerte wirklich ein halbes Jahr, als wir wieder „normal“ miteinander reden konnten. Tja, Versuch gescheitert.

1 ½ Jahre später habe ich mich dann erneut verliebt. Dieses Mal zur Abwechslung mal wieder in eine Frau. Da ging dann alles ganz schnell. Ein halbes Jahr später bin ich zu ihr gezogen und ein weiteres Jahr darauf haben wir geheiratet. Erneut ein Jahr später wurde unsere Tochter geboren, die ich über alles liebe.

Der Kontakt zu meinem Kollegen, den ich immer noch super fand, hat sich dann wieder normalisiert. Er hat ebenfalls im gleichen Jahr wie ich geheiratet.

Ein paar Monate nach der Geburt meiner Tochter musste ich zu einem Lehrgang für 5 Tage in eine andere Stadt. Mein Kollege musste auch auf den gleichen Lehrgang und ich hab mich wirklich darauf gefreut, aber ohne Hintergedanken. Aber dieser Lehrgang hatte es dann doch in sich. Am Wochenende vorher haben wir uns alle (mein Kollege mit seiner Frau und ich mit meiner Frau) noch bei mir getroffen und haben auch noch ausgemacht, dass wir eine kleine Flasche Birnenlikör mitnehmen würden und uns den irgendwann mal gönnen würden.

Am Montag war Anreise. Am Mittwochabend waren wir dann nach dem ganzen Stress in meinem Zimmer (wir hatten alle Einzelzimmer) und genehmigten uns einen Birnenlikör. Ich saß auf dem Bett und mein Kollege auf dem Stuhl. Wir quatschten so über Gott und die Welt und plötzlich kam ich so auf unseren Wien-Kurzurlaub zu sprechen und dass er wohl anders endete, als er es sich so vorgestellt hatte. Ich hatte ein komisches Gefühl im Magen, musste ihm unbedingt sagen, dass ich immer noch was für ihn empfinde und es mir wirklich lieber wäre, wenn er jetzt nicht auf dem Stuhl, sondern neben mir auf dem Bett sitzen würde. Und dann plötzlich stand er auf und kam zu mir rüber. Ich glaubte nicht, was ich da sah. Wir redeten über meine Gefühle für ihn und ich umarmte ihn. Er hatte scheinbar nichts dagegen. Also sagte ich ihm, dass ich ihn jetzt am liebsten am ganzen Körper streicheln würde. Er hat nichts gesagt. Also fuhr ich mit meiner Hand von seiner Schulter über die Brust runter zum Bauch und noch weiter runter zu seiner Hose. Ich hatte dann wirklich seinen Schwanz in der Hand, wenn auch nur über der Hose. Ich sagte zu ihm, dass für mich jetzt ein Traum wahr werden würde und ich nie mehr daran geglaubt habe, dass es jemals so weit kommen könnte. Dann zog ich ihn aus und sah diesen tollen Körper ganz nackt neben mir sitzen. Ich berührte ihn am Schwanz. Ich dachte, meine Hose platzt gleich. Er war also ganz nackt und ich hatte noch alles an. Plötzlich sagte er zu mir, dass es ja ungerecht ist, wenn er ganz nackt ist und ich noch alles an hätte. Also sagte ich ihm, dass er mich doch ausziehen könne und er ließ sich auch nicht lange bitten. Er zog mich aus und wir saßen uns im Bett im Schneidersitz gegenüber. Ich berührte ihn wieder am Schwanz und er mich auch. Es war ein geiles Gefühl. Wir rubbelten was das Zeug hielt und es dauerte auch nicht lange, da kamen wir beide. Es war das tollste Gefühl, was ich jemals hatte. Er verschwand danach ins Bad. Dann zogen wir uns an. Da es so spät war, gingen wir ins Bett, aber jeder leider in seines. Die nächsten zwei Tage war Stillschweigen vereinbart. Wir haben ausgemacht, dass dies eine einmalige Sache zwischen uns gewesen sein muss, da wir ja verheiratet sind. Die anderen Kollegen durften natürlich auch nicht wissen, was sich ereignet hat. Mein absolut bester Lehrgang ging leider zu Ende.

Ein paar Tage später habe ich meinem Kollegen dann doch gesagt, dass ich nicht möchte, dass es aufhören würde. Er wollte das zu meiner Überraschung auch nicht. Ich war der glücklichste Mensch der Welt. Immer wieder trafen wir uns in seinem Büro und da ging es dann ab. Ich holte ihm einen runter, er mir und wir mussten immer aufpassen, dass uns keiner erwischt. Dann haben wir ausgemacht, dass wir mal zu ihm gehen, wenn seine Frau nicht da ist, damit wir etwas mehr Zeit für uns haben und auch nicht ständig Angst haben müssen, dass uns jemand erwischt. Ich freute mich wie ein kleines Kind auf unser gemeinsames Treffen bei ihm. Ich habe mir schon so manches ausgemalt, was wir da so anstellen könnten. Einfach mal was ausprobieren, ob es überhaupt gefällt usw. Leider kam es nicht dazu. Eines Tages, kurz vor unserem Treffen, schickte er mir eine Mail. In der stand, dass er diese ganze Sache beenden müsse, weil er dies mit seinem Glauben nicht vereinbaren könne. Man muss dazu sagen, er ist kirchlich sehr engagiert. Am Sonntag in der Kirche predigte sein Pfarrer, dass Homosexualität des Teufels Machenschaften seien und direkt in die Hölle führen würde. Da er sehr gläubig ist und streng nach der Bibel lebt, musste er mit mir Schluss machen. Er sagte mir, dass er sowieso zu weit gegangen sei, dies aber nicht mehr rückgängig machen könne. Ich war zu Tode betrübt. Ich suchte nach gegenteiligen Meinungen im Internet, aber ich konnte ihn mit keinem Argument überzeugen. Mein Traum ging also nur einige Wochen, es waren dennoch die schönsten Wochen in meinem Leben.

Heute verstehen wir uns so, wie sich Kollegen verstehen. Man wechselt das ein oder andere Wort und das war´s dann. Er ist mittlerweile auch Vater geworden und scheint mit seiner Frau (die davon natürlich nichts weiß) sehr glücklich zu sein, auch wenn ich mir schon vorstellen könnte, dass er mich gerne mal wieder spüren möchte, was er niemals zugeben würde.

Tja, ich bin mittlerweile von meiner Frau getrennt, seit fast einem Jahr. Auch meine Frau weiß nichts von der ganzen Geschichte und die Trennung von meiner Frau hat auch mit dieser Sache nichts zu tun. Mit P (ist auch geschieden) habe ich immer noch Kontakt, er ist mein bester Kumpel, aber sonst ist nichts. Ich empfinde auch nichts mehr für ihn.

Mich erwische ich immer öfter, dass ich wieder nach Gay-Bildern und Gay-Filmchen im Internet suche und da bin ich auch auf diese Seite gestoßen und da hab ich mir gedacht, ich schreib mal meine Geschichte rein. Auf die Reaktionen bin ich wirklich gespannt.

Mittlerweile hab ich mir selbst eingestanden, dass ich wohl doch bi bin. Spüren würde ich das mal wieder ganz gerne, nur WIE ist die Frage.

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