Ehemann

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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 16 Jul 2019, 00:26

Iiiieh, ja so etwas würde ich auch nicht essen. Wir hatten wahrscheinlich so eine Standard-Salami-Schinken-Pizza^^
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Re: Ehemann

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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 16 Jul 2019, 06:24

Hey Zuri,
Endlich gehts bei dir mal weiter. Hab mich schon fast wie ein Alleinunterhalter gefühlt :lol:
Als sie Pizzeria aufkam, musste ich spontan an Susi&Strolch denken. Schade das es kein Teller Pasta mit viel Fleischbällchrn wurde. Andrerseits wäre da die Enttäuschung noch viel größer geworden :-?
Frei mich schon auf den nächsten Teil
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 16 Jul 2019, 11:01

Hey Quianye, Ttut mir leid, ich war im Urlaub und jetzt im Krankenhaus mit ungewollten digital detox und wollte eigentlich schon viel früher was posten ;-)

Sonst fühle ich mich als Autor immer wie ein Alleinunterhalter :D

Ja, das wäre natürlich auch romantisch gewesen. Muss ich mir mal für die nächste Gelegenheit zurechtlegen... Wobei ich da schlecht auf einen Teller hätte bestehen können^^

Du "freist" dich? Bist du Bayer?
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 16 Jul 2019, 12:34

Zuri hat geschrieben:Du "freist" dich? Bist du Bayer?

Franke wenn man es genau nimmt. :lol:
Das frei macht aber die von mir bereits an anderer Stelle erwähnte automatische Texterkennung...
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 16 Jul 2019, 13:29

Ja, auto incorrect. Der Problematik hat Ellen DeGeneres eine ganze Rubrik gewidmet^^

Habt ihr beiden schon irgendwelche Motive, Metaphern oder Foreshadowing ausmachen können oder etwas, das das Potenzial dazu hätte?
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 16 Jul 2019, 13:58

Methapern? Aloi Vera aus Amsterdam klingt für mich doch höchst verdächtig

Ansonsten scheint ja das Thema Essen eine gewisse Rolle zu spielen.

Für weiteres bin ich entweder zu blöd oder Du hast es einfach sehr gut versteckt...
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 16 Jul 2019, 14:06

Wieso Aloe Vera?

Okay, dann kommt das noch. Vielleicht sieht man das besser, wenn Dinge zum zweiten oder dritten Mal auftauchen ;-)
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 17 Jul 2019, 16:16

Da ich euch vor dem letzten Kapitel so lange hab warten lassen, nun recht kurz nach diesem das nächste. Ich hoffe, euch gefällt die Szene ;-)



Ehemann
Part 6

Sonnenuntergang

Abends fuhren die beiden zu sich in die Unterkunft und ich in meine WG. Einige Zeit später schrieb mich Colin an und wir redeten über den Tag. Schnell kamen wir auf den soziophoben Moment an der Alster zu sprechen. Er versicherte mir, dass ich das ruhig hätte tun können und ermunterte mich, genau das bei der nächsten Gelegenheit einfach zu tun. Also nahm ich mir vor, beim nächsten Mal mutiger zu sein. Irgendwie geben mir seine Worte Kraft.



Am nächsten Tag trafen wir uns wieder. Gemeinsam besuchten wir Planten un Blomen — einen Park im Hamburger Stadtteil St. Pauli — und stellten relativ schnell fest, dass Mark einmal die Stunde Hunger bekam und quengelig wurde, wenn wir keinen Imbiss aufsuchten. Wieder kam ich mir so vor, als würde ich mit einer zweiten Person — in diesem Fall Colin — zusammen Mark betreuen.

Abends wollten die beiden unbedingt in die Lange Reihe. Das ist Hamburgs Schwulenstraße. Es war Mittwoch und es war absolut nichts los. Die einzigen Gäste der Bar, für die wir uns entschieden, waren ein Mann und eine Frau, die an einem Tisch weiter hinten saßen und sich unterhielten. Heteros waren in dieser Straße normal. An sonnigen Tagen findet man ganz Hamburg hier. Einen großen Bogen um die Straße zu machen, fiele den allermeisten im Traum nicht ein.

Das einzige Schwule hier in St. Georg — so heißt das Stadtviertel, in dem sich auch die Lange Reihe befindet und in dem ich drei Monate gewohnt hatte — waren vielleicht noch die paar verstreuten Regenbogenfahnen. Sonst sah alles fast schon enttäuschend gewöhnlich aus. Ein paar Clubs, die 18+-Events anbieten und sich in den Seitenstraßen befinden, bilden da die absolute Ausnahme.



Am darauffolgenden Tag war auf dem Dom — unser vierteljährliches Hamburger Volksfest, welches Mark 'Kirmes' nennt, obwohl das Wort hier oben niemand benutzt — LGBT*-Tag. Mark hatte irgendwo zwei von den massenhaft verteilten Pappregenbogenfahnen zwei Exemplare gefunden und lief nun damit herum. Um zum halben Preis mit einem Fahrgeschäft fahren zu können, gaben sich Mark und Colin beim Kartenkauf als Paar aus. Ich wartete solange davor, da ich generell nicht Achterbahn fahre. Als ihre Fahrt beendet war, kamen sie von hinten angelaufen und auf einmal hielt mir jemand die Hände vor die Augen. Für mich bestand kein Zweifel daran, dass es sich dabei um Mark handelte, da dieser für derlei Späße bekannt war. Doch ich irrte mich: Es war Colin. Damit hatte ich nicht gerechnet. Ihn hatte ich nicht so eingeschätzt, auch wenn ich ihn durch lange Chats und Skypegespräche mittlerweile recht gut kannte. Er schien in dem Moment geradezu übermütig gewesen zu sein. Wir entschieden uns danach schließlich für ein Labyrinth als Fahrgeschäft. Mark war der erste, der wieder draußen war und auf uns wartete. Als Colin und ich die vor uns liegende Treppe erklommen hatten, erreichten wir das Dach des Fahrgeschäfts, wonach es nicht mehr weit bis zum Ausgang war. Von hier oben konnte man auf das Heiligengeistfeld blicken, auf dem der Dom schon seit Jahrzehnten stattfand. Man sah das St.-Pauli-Stadion, den Hochbunker und Teile des Stadtteils nach dem sich die zweite Hamburger Fußballmannschaft benannt hatte.
Noch ein paar Schritte und wir waren draußen. Wir aber wollten noch nicht raus. Das eilte nicht. Ich kam hinter Colin die Treppe hinauf und er blieb am Geländer stehen. Ich gesellte mich zu ihm. Das war wohl das erste Mal, dass er St. Pauli von oben sah. Aber er schaute sich nicht nur die Stadt aus der Vogelperspektive an. Er genoss den Sonnenuntergang, der den Himmel orangerot färbte. Ich hatte nichts dagegen einzuwenden, diesen Anblick einige Momente auf mich wirken zu lassen. "Schön, nicht?", kommentierte Colin, ohne den Blick abzuwenden.

Ich gab einen zustimmenden Lauf von mir — darauf bedacht, diesen Moment nicht durch zu viel Worte oder ablenkenden Laute zu unterbrechen. Es freute mich, dass wir beide die Schönheit dieses Naturschauspiels zu schätzen wussten. Er schien gerade so fasziniert zu sein. Dann beendete etwas anderes diesen Moment. Colins Handy vibrierte.
"Mark", informierte er mich, als er aufs Display geschaut hatte. "Er will, dass wir runterkommen und fragt, warum wir so lange brauchen."
In Colins Stimme schwangen sowohl Genervtheit als auch Enttäuschung mit.
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 17 Jul 2019, 16:30

Wäre ich an deiner Stelle auch genervt gewesen. Erst ständig fressen müssen und dann auch noch bei ner eins a RomantiKszene dazwischen Funken...vollpfosten.. :x

Mich hatte es mal mit meinem Eltern bei Bem Stadtetripp nach St. Georg verschlagen. War göttlich der Anblick meiner Alten als sie herausfanden was für ein Stadtteil das war :lol: :lol: :lol: :flag:
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 17 Jul 2019, 16:54

Mark ist ja eigentlich Comic Relief — er sorgt ja auch für viel Witz. Aber es braucht natürlich auch jemanden, der es den Ehepartnern nicht ganz so einfach macht — obwohl er die beiden ja eigentlich verkuppeln will ;-)

Ja, cool. Hat es deinen Eltern dann wenigstens gefallen? Wart ihr auch in der Langen Reihe?
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 17 Jul 2019, 16:57

Hamburg an sich ja. Der Stadtteil eher nicht so. In die Langen Reihen sind wir nur zufällig reinspaziert. :D Mein alter Herr hätte am liebsten das Hotel gewechselt. "Zu viele Arschficker hier". Wenn der wüsste :lol:
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 17 Jul 2019, 18:22

Ja, dann hat er hoffentlich mit dem Arsch zur Wand geschlafen. Wer weiß, wer da im Hotel nachts so herumschleicht. Oh, warte! Der Mund ist ja auch eine Körperöffnung. Dann doch lieber gar nicht schlafen. Man weiß ja nie bei diesen Schwulen.

Das heißt, du outest dich bei deinem Vater eher nicht?
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 17 Jul 2019, 18:35

War leider irgendwann gar nicht mehr lustig die scheiß Kommentare ständig hören zu müssen...

Stand jetzt hab ich es definitiv nicht vor. Mein bester Kumpel ist im Moment der einzige den ich es anvertrauen konnte. Meine Mom ist da leider genauso wie mein Erzeuger
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Re: Ehemann

Beitragvon Zuri » 17 Jul 2019, 19:08

Das kann ich mir vorstellen. Tut mir leid mit deiner Mutter und deinem Erzeuger. Und dein Kumpel hat gut darauf reagiert?
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Re: Ehemann

Beitragvon Quianye » 17 Jul 2019, 19:20

Muss es echt nicht. Ist halt leider so.

Mein Kumpel es an sich gut aufgenommen. Er war zuerst ein wenig schockiert. Aber er findet es okay. Hatte da echt Panik das unsre Freundschaft daran zerbrechen könnte. Völlig unnötig wie sich heraus stellte
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Re: Ehemann

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